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EP 0 059 232 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.07.1984 Patentblatt 1984/28 |
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Anmeldetag: 02.03.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: D03C 1/00 |
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Schaftmaschine mit Hubgestänge für Webmaschinen
Loom dobby with a lever system
Ratière avec un système de leviers pour métier à tisser
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.09.1982 Patentblatt 1982/36 |
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Anmelder: Stäubli AG (Stäubli SA) (Stäubli Ltd.) |
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8810 Horgen-Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Mettler, Franz
CH-8805 Richterswil (CH)
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Vertreter: Rossel, Albert |
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Limmattalstrasse 356 CH-8049 Zürich CH-8049 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaftmaschine mit Hubgestänge, gemäss Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
[0002] Es ist üblich, die mustergemässe Steuerung einer Offenfach-Doppelhub-Schaftmaschine
zur Steuerung der Schäfte einer Webmaschine während der Fachstillstandsperiode durchzuführen.
Bei modernen, schnellaufenden Webmaschinen genügen die Stillstandszeiten für diese
Art von Steuerung nicht mehr. Es sind aber auch bereits Webmaschinen bekannt, die
ohne Fachstillstand arbeiten. Bei diesen Webmaschinen ist also die Zeit des Fachstillstandes
nicht mehr eine webtechnische Funktion, sondern sie ist abhängig von der für eine
sichere Steuerung der Schaftmaschine notwendigen Zeit.
[0003] Durch die DE-PS 1 106 704 ist eine Schaftmaschine bekannt geworden, bei der der Mittenbereich
des Differentialhebels drei gesteuerte Arbeitsstellungen einnimmt. Derartige, sogenannte
Dreistellungs-Schaftmaschinen finden in der Plüschweberei Verwendung. Dabei muss der
Schaft zwischen zwei Schusseinträgen bzw. zwischen zwei Fachstillständen entweder
die ganze oder die halbe Strecke von der Tief- in die Hochfachstellung, oder umgekehrt,
zurücklegen.
[0004] Für das angestrebte Ziel, eine schnellaufende Schaftmaschine mit gesteigerter Drehzahlhöhe,
ist eine klassische, bekannte Dreistellungs-Schaftmaschine nicht geeignet.
[0005] Es sind bereits Mittel und Wege gezeigt worden, der Schaftmaschine, in Verbindung
mit der Webmaschine, eine derartige Konstruktion zu geben, dass eine namhafte Ausdehnung
der Steuerzeit über die übliche Dauer des Fachstillstandes möglich ist und mittels
einem Vorwahlsystem der Steuerung erfolgen kann. Eine andere Lösung, mit extremer
Verlegung der Steuerung in die Zeiten des Fachwechsels, ist in der CH-PS 501 074 beschrieben.
[0006] Werden bei einer derartigen Schaftmaschine die Hubeinheiten, System Hattersley, durch
die neuen, schnellaufenden, unter dem Namen Rotationsschaftmaschine (CH-PS 372004,
CH-PS 473253, CH-PS 517192, DE-PS 957648, DE-OS 2362518) bekannt gewordenen Hubeinheiten
ersetzt, erfordert dies eine sehr aufwendige Mechanik, da jede Antriebswelle einer
der vier Hubeinheiten zu einer anderen Zeit als die drei anderen Hubeinheiten eine
volle Drehung pro Schuss ausführen muss.
[0007] Ziel der Erfindung ist eine einfache und wirtschaftliche Lösung, bei der die Fachbildung
vorzugsweise mittels Rotationsschaftmaschinen erfolgt und bei der für die Steuerung
kein Fachstillstand notwendig ist.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 enthaltenen Merkmale erreicht.
[0009] Damit ist es beispielsweise möglich, zwei bekannte Rotationshubeinheiten mit zwei
Arbeitsstellungen, jede auf einer eigenen Exzenterwelle gelagert, an den beiden Enden
des Differentialhebels anzulenken, wobei dieser dann in drei verschiedene Stellungen
steuerbar ist. Das in das Hubgestänge eingebaute, erfindungsgemässe Kniegelenk- oder
Kurvengetriebe ist derart ausgebildet, dass sich im Moment, in dem sich der Differentialhebel
in der Mittelstellung befindet, der Schaft in einer bestimmten Fachstellung, z.B.
Hoch- bzw. Tieffach, befindet und bei Wechsel des Differentialhebels in eine der beiden
äusseren Stellungen in die andere Fachstellung, z.B. Tief- bzw. Hochfach, gelangt.
Mit jedem Wechsel der Stellung des Differentialhebels, ausgelöst durch eine Arbeitsbewegung
einer Hubeinheit, wird der Schaft nur zwischen zwei Endstellungen, Hoch- und Tieffach,
bewegt. Jede Hubeinheit wird dabei von je einer Welle angetrieben, wobei bei Drehen
der einen Welle die andere Welle still steht, d.h. während die eine Hubeinheit einen
Arbeitshub ausführt, steht die andere Hubeinheit während einer längerwährenden Zeit
für die Steuerung still.
[0010] Bei der Verwendung der bekannten Rotationshubeinheiten dreht sich, während der ganzen
oder teilweisen Umdrehung der Hauptwelle der Webmaschine, abwechslungsweise nur eine
der beiden Exzenterwellen der Hubeinheiten um 180°. Zur Vornahme der Steueroperation
der Hubeinheit stehen diese und die Exzenterwelle mindestens während einer vollen
Umdrehung der Haupt- bzw. Kurbelwelle der Webmaschine still. Diese langdauernde Steuerperiode
kann durch eine namhafte Erhöhung der Drehzahl der Schaftmaschine auf die übliche
Dauer gekürzt werden oder anders ausgedrückt, erst bei mindestens einer Verdreifachung
der üblichen Drehzahl der Maschine werden Steuerzeiten erreicht, welche nach heutiger
Auffassung, bei konventionellen Schaftmaschinen noch als sicher und zuverlässig gelten.
[0011] Bevorzugte Ausführungsvarianten eines Kniegelenk- oder Kurvengetriebes können aus
den kennzeichnenden Merkmalen der Patentansprüche 2-9 entnommen werden.
[0012] Als Antrieb können die bereits genannten Rotationsschaftmaschinen oder Hattersleygetriebe,
wie sie in Kombination in den genannten CH-PS 501 074 oder DE-PS 1 106704 beschrieben
sind, dienen.
[0013] Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 schematisch eine Schaftmaschine mit einem kniegelenkbetätigten Hubgestänge
und Schaft in Hochfachstellung,
Fig. 2 dieselbe Schaftmaschine bei der Steuerung des Schaftes in Tieffachstellung,
Fig. 3 dieselbe Schaftmaschine bei der Steuerung des Schaftes in Hochfachstellung,
wobei sich der Differentialhebel in seiner höchsten Stellung befindet,
Fig. 4 schematisch eine Variante einer Schaftmaschine mit Hubgestänge mit Kurvengetriebe
und mit Schaft in Hochfachstellung, und
Fig.5 eine Variante der Ausführung gemäss Fig. 4.
[0014] Die Schaftmaschine weist zwei bekannte Hubeinheiten 1 und 10 vom Typ Rotationsschaftmaschine,
beispielsweise gemäss der CH-PS 517192, auf. Diese Einheiten bestehen je aus einer
Antriebswelle 2, auf welcher eine Exzenterscheibe 3 drehbar gelagert ist, die ihrerseits
drehbar in der Pleuelstange 4 sitzt und einen Keil 5 aufweist, der radial zur Antriebswelle
2 bzw. zur Exzenterscheibe 3 verschiebbar ist und von einem nicht gezeichneten Steuerorgan,
z.B. gemäss CH-PS 517192, so hin- und hergeschoben wird, dass er entweder mit der
Antriebswelle 2 oder mit der Pleuelstange 4 kuppelt. Bei jedem Einkuppeln mit der
Antriebswelle führt die Hubeinheit eine Arbeitsbewegung aus, d.h. der Differentialhebel
6 wird über die Pleuelstange 4 verschwenkt, wobei an jedem Ende des waagebalkenartigen
Differentialhebels je eine Hubeinheit 1, 10 angreift. Im Mittelbereich des Differentialhebels
ist bei 8 der Schwinghebel 7 angelenkt, der schwenkbar auf der starren Achse 9 gelagert
ist. Am freien Ende des Schwinghebels ist über einen Bolzen 11 eine Lasche 12 drehbar
gelagert, die über einen Bolzen 13 mit dem auf der festen Achse 14 gelagerten Winkelhebel
15 verbunden ist und der, über das Zwischenglied 16, im Sinne einer gesteuerten Auf-
und Abbewegung, auf den Schaft 17 der nicht gezeichneten Webmaschine wirkt. Mit der
strichpunktierten Linie 18 ist die vom Winkelhebel 15 gesteuerte Hoch- und mit der
Linie 19 die TieffachsteIlun
g bezeichnet.
[0015] Die Fig. 1-3 zeigen drei mögliche Arbeitsstellungen der Schaftmaschine, deren Charakteristik
durch die Lagen 26, 36, 46 des Differentialhebels 6 gekennzeichnet ist, wobei sich
die Antriebswellen der beiden Hubeinheiten abwechslungsweise um 180° drehen.
[0016] Gemäss Fig. 1 befinden sich die Pleuelstangen 4 der beiden Hubeinheiten 1, 10 in
der Tiefstellung. Der Differentialhebel 6 befindet sich ebenfalls in der Tieflage
26 und steht parallel zu den Antriebswellen 2. Der Bolzen 11 der Lasche 12 befindet
sich schräg unterhalb des Bolzens 13. Der Schaft 17 weist die Hochfachstellung 18
auf.
[0017] Durch Einrasten des Keils 5 der einen Hubeinheit, im Beispiel 10, führt diese eine
Arbeitsleistung im Sinne des Hochhebens ihres zugeordneten Endes des Differentialhebels
6 aus, so dass dieser Hebel - wie in Fig. 2 gezeigt - eine Schräglage 36 einnimmt.
Der mittlere Bereich 8 des Differentialhebels befindet sich in der Mittellage zwischen
den beiden extremen waagrechten Lagen. Dadurch wird der Schwinghebel 7 und damit auch
der Bolzen 11 der Lasche 12 hochgehoben. Die Lasche liegt annähernd horizontal. Dies
bewirkt ein Verschwenken des Winkelhebels 15. Der Schaft gelangt in die Tieffachstellung
(Fig. 2). Während der Hebebewegung der Hubeinheit 10 kann der Keil 5 der zweiten Hubeinheit
1 gesteuert werden.
[0018] Soll der Schaft gemäss Musterkarte in der Tieffachstellung verbleiben, so wird der
Keil 5 der Hubeinheit 1 nicht zum Einrasten mit der Antriebswelle 2 gesteuert. Bei
der nachfolgenden Rotation der Antriebswelle 2 der Hubeinheit 1 führt diese keine
Arbeitsbewegung aus. Die Schaftmaschine verbleibt in der in Fig. 2 dargestellten Stellung.
[0019] Soll hingegen der Schaft mustergemäss in die Hochfachstellung gelangen, so wird der
Keil 5 der Hubeinheit 1 zum Einrasten mit der Antriebswelle 2 gesteuert. Bei der Rotation
dieser Welle bringt die Hubeinheit das zweite Ende des Differentialhebels 6 in die
Hochlage (Fig. 3). Der Differentialhebel 46 liegt nun wieder parallel zu den Antriebswellen
2, jedoch auf einem höheren Niveau. Dadurch wird der Schwinghebel 7 weiter hochgeschwenkt,
bis zur Lage gemäss Fig. 3. Auch die Lasche 12 wird hochgeschwenkt, was ein Zurückschwenken
des Winkelhebels 15, aus der Lage gemäss Fig. 2 in die identische Lage gemäss den
Fig. 1 und 3 entspricht. Der Schaft gelangt wiederum in die Hochfachstellung 18. Der
Winkelhebel 15 nimmt, trotz der drei Steuerstellungen des Differentialhebels 6, ohne
Zwischenhalt, nur noch zwei Endstellungen ein. Damit diese Umsetzungsbewegungen tatsächlich
stattfinden, muss der eine Anlenkbolzen 11 der Lasche 12 eine Bewegung 20, in diesem
Falle eine Auf- und Abbewegung, ausführen, die annähernd lotrecht zur Bewegungsrichtung
21 des zweiten Befestigungsbolzens 13 der Lasche 12, in diesem Fall horizontal, erfolgt.
[0020] Die Schaftmaschine gemäss Fig. 4 weist wiederum zwei Hubeinheiten 1, 10 auf, deren
Antriebswellen 2 abwechslungsweise je um eine halbe Drehung rotieren. Der Differentialhebel
6 ist je mit seinen Enden an den Pleuelstangen 4 angelenkt. Der Schwinghebel 70 greift,
wie in den Fig. 1-3, wiederum mittig bei 8 am Differentialhebel an und ist an seinem
freien Ende mit einer Kurve 22 versehen, die ungefähr in ihrem Mittelbereich einen
Nocken 220 aufweist. Gegen diese offene Nockenkurve 22, 220 liegt das freie Ende 130
des Winkelhebels 150 unter der Kraft der Feder 24 an.
[0021] Bei der dargestellten Schaftmaschine befinden sich die Hubeinheiten 1, 10 in der
Tiefstellung der Pleuelstangen 4. Das mit einer Rolle 23 versehene freie Ende 130
des Winkelhebels liegt oberhalb des Nockens 220 an der Nockenkurve 22 an. Der Schaft
17 wird über das Hubgestänge 150, 16 in die Hochfachstellung 18 gehoben.
[0022] Soll nun der Schaft 17 in die Tieffachstellung gelangen, wird der Keil 5 der einen
der beiden Hubeinheiten 1, 10, z.B. Hubeinheit 10, zum Einrasten mit seiner zugeordneten
Antriebswelle 2 gesteuert. Bei der Rotation dieser Welle - während die andere Welle
für die nächste Steuerung still steht - hebt die Hubeinheit die Pleuelstange 4 über
ihre Exzenterscheibe 3 in die Hochstellung.. Die Hubeinheiten und der Differentialhebel
6 nehmen die Stellung gemäss Fig. 2 ein. Die Nokkenkurve 22 gleitet unter der Rolle
23 hoch, bis die Rolle auf der Nocke liegt. Der Winkelhebel 150 schwenkt, entgegen
der Kraft der Zugfeder 24, um die feste Achse 14. Der Schaft 17 gelangt in die Tieffachstellung
19.
[0023] Die weitere Arbeitsweise der Schaftmaschine, die von der Bewegung der gesteuerten
Hubeinheiten abhängt, entspricht den anhand der Fig. 1-3 beschriebenen Stellungen.
Befindet sich der Differentialhebel 6, entsprechend der Fig. 3, in der Hochstellung,
so liegt die Rolle 23 am unteren Teil, d.h. unterhalb der Nocke 220, an der Kurve
22 an. Der Schaft 17 wird damit wiederum in die Hochfachstellung gesteuert.
[0024] Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsvariante stimmt mit dem Beispiel gemäss Fig. 4,
bis auf die offene Nockenkurve, die durch eine als Nut ausgebildete Nockenkurve 222
ersetzt ist, überein. In diese Nut greift eine Rolle 23 des freien Endes 135 eines
linearbeweglichen, einarmigen Zweistellungshebels 155 gleitend ein. Dieser Hebel ist
direkt mit dem Schaft 17 verbunden. Eine Feder an diesem Einarmhebel ist nicht mehr
notwendig, da der Hebel durch die Kurve als Nut zwangsläufig geführt ist.
[0025] Arbeiten die Webmaschinen ohne Fachstillstand, steht für die mustergemässe Steuerung
jedes Keils, wie bereits erwähnt, je mindestens die Dauer eines Schusses bzw. eine
volle Umdrehung der Hauptwelle der Webmaschine zur Verfügung, da die beiden Hubeinheiten
unabhängig von der nächstverlangten Schaftstellung - ausser es erfolge kein Stellungswechsel
des Schaftes - stets abwechslungsweise arbeiten.
[0026] Der Unterschied zwischen einer konventionellen Schaftmaschine mit z.B. einem Fachstillstand
von T = 60° bei einer Dauer von Z = 180° für einen Schuss und der beispielsweise beschriebenen
erfindungsgemässen Maschine liegt darin, dass bei ersterer während T 60° und bei letzterer
während Z + T = 240° der Keil gesteuert werden kann. Die neuartige Maschine kann also
bei gleicher Steuergeschwindigkeit mit 240:60 = 4facher Drehzahl arbeiten.
[0027] Wie aus Zeichnung und Spezialbeschreibung zu entnehmen ist, nimmt der mittige Anlenkpunkt
8 des Differentialhebels 6 drei Arbeitsstellungen 26, 36, 46 ein, wobei der Schaft
17 mit der mittleren Arbeitsstellung 36 grundsätzlich in die eine Fachstellung, z.B.
Tieffachstellung 19, und mit den beiden extremen oder aussenliegenden Arbeitsstellungen
26 und 46 grundsätzlich in die andere Fachstellung, z.B. Hochfachstellung 18, gesteuert
wird. Die Steuerung kann aber auch umgekehrt erfolgen. Diese differente Steuerung
bezüglich Hoch- und Tieffach stellt einen der wesentlichen Unterschiede der vorliegenden
Schaftmaschine gegenüber den bekannten, sogenannten Dreistellungs-Schaftmaschinen,
dar.
[0028] Abgesehen von den vorgenannten Ausführungen zum eigentlichen Aufbau der Schaftmaschine,
wird darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung in erster Linie auf das neuartige
Hubgestängebezieht.
1. Schnellaufende Schaftmaschine mit einem waagebalkenförmigen Differentialhebel (6),
an dessen Mittenbereich ein einseitig gelagerter Schwinghebel (70) eines Hubgestänges,
zur Bewegung der Schäfte (17) einer Webmaschine in zwei Stellungen angelenkt ist,
wobei der mittige Anlenkpunkt (8) des Differentialhebels drei Arbeitsstellungen (26,
36, 46) einnehmen kann und an den beiden Enden des Differentialhebels je eine in zwei
Stellungen zu steuernde Hubeinheit (1, 10) angreift, dadurch gekennzeichnet, dass
in diesem Hubgestänge (7, 11-16) ein Kniegelenk-(11, 12, 13) oder ein Kurvengetriebe
(22, 130) angeordnet ist, das den Schaft (17) in jeder äusseren Arbeitsstellung (26,
46) des Differentialhebels (6) in eine und dieselbe Stellung (Hoch- [18] oder Tieffach
[19]) bringt, während sich der Schaft in der mittleren Arbeitsstellung (36) des Differentialhebels
(6) in der anderen Schaftstellung (Tief-[19] oder Hochfach [18]) befindet.
2. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kniegelenkgetriebe aus einer Lasche (12) besteht, die einerseits an einem freien Ende
(11) des Schwinghebels (7) und anderseits an einem Hebel (15) des zwei Stellungen
einnehmenden Hubgestänges (15, 16) zum Schaft (17) frei schwenkbar, angeordnet ist.
3. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kniegelenkgetriebe mit der Lasche (12) derart angeordnet ist, dass der Bewegungsweg
(20) der einen Anlenkstelle (11) der Lasche annähernd lotrecht zum Bewegungsweg (21)
der anderen Anlenkstelle (13) der Lasche verläuft.
4. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim
Kurvengetriebe das freie Ende des schwenkbaren Schwinghebels (70) eine Kurve (22)
mit einem annähernd mittig angeordneten Nocken (220) aufweist, welche Kurve das freie
Ende (130) eines zwei Stellungen einnehmenden Hebels (150) des Hubgestänges (150,16)
zum Schaft (17) führt.
5. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kurve eine offene Nockenkurve (22) ist, auf der das freie Ende (130, 23) des Zweistellungshebels
(150) des Hubgestänges unter der Wirkung einer Feder (24) anliegt.
6. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kurve eine Nut (222) mit einer Nockenausbuchtung (202) ist, in welcher Nut das freie
Ende (135, 23) des Zweistellungshebels (155) des Hubgestänges gleitend gelagert ist.
7. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Nokkenkurve (22, 222) annähernd tangential zum Bewegungsweg des Schwinghebels (70)
verläuft.
8. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach einem der Ansprüche 4-7, dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende (130, 135) des Zweistellungshebels (150, 155) eine Rolle (23)
aufweist, die gegen die offene Nockenkurve (22) anliegt bzw. in die nutartige Nockenkurve
(222) eingreift.
9. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach einem der Ansprüche 2-8, dadurch gekennzeichnet,
dass der an der Lasche (12) angelenkte Zweistellungshebel bzw. der mit der Nockenkurve
(22, 222) zusammenwirkende, ein freies Ende aufweisende Zweistellungshebel ein in
seinem Scheitelpunkt auf einer festen Achse (14) schwenkbar gelagerter Winkelhebel
(15, 150) bzw. ein linear beweglicher Zweistellungshebel (155) ist.
10. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Hubeinheiten (1, 10) an sich bekannte Antriebsteile (2-5) von sogenannten
Rotationsschaftmaschinen sind.
11. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Hubeinheiten (1, 10) je von einer Welle (2) angetrieben sind, wobei bei
Drehen der einen Welle die andere Welle still steht und umgekehrt.
12. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerung jeder einzelnen Hubeinheit (1, 10) während der ganzen Dauer des Stillstandes
der zugeordneten Welle erfolgen kann.
13. Schaftmaschine mit Hubgestänge nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Hubeinheiten an sich bekannte Antriebsteile von Hattersley-Schaftmaschinen
mit kombinierten Waagebalken sind.
1. A high-speed dobby having a differential level (6) which is in the form of a balance
beam and on the central region of which a unilaterally mounted rocking lever (70)
of a lifting linkage is articulated to move the heald shafts (17) of a loom into two
positions, wherein the central fulcrum (8) of the differential lever can assume three
operating positions (26, 36, 46) and a respective lifting unit (1, 10), which can
be controlled into two positions, acts on each of the two ends of the differential
lever, characterised in that disposed in this lifting linkage (7, 11-16) is a knee-joint
(11, 12, 13) or a cam drive (22, 130) which, in each extreme operating position (26,
46) of the differential lever (6), brings the heald shaft (17) into one end and the
same position (upper shed [18] or lowed shed [19]), while, in the central operating
position (36) of the differential lever (6), the shaft is in the other shaft position
(lower shed [19] or upper shed [18]).
2. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 1, characterised in that the
knee-joint consists of a link (12) which is freely swingably arranged, on the one
hand, on a free end (11) of the rocking lever (7) and, on the other hand, on a lever
(15) of the two position lifting linkage (15, 16) for the heald shaft (17).
3. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 2, characterised in that the
knee-joint with the link (12) is disposed in such a manner that the path of movement
(20) of the one point of articulation (11) of the link extends substantially perpendicular
to the path of movement (21) of the other point of articulation (13).
4. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 1, characterised in that,
in the case of the cam drive, the free end of the pivotable rocking lever (70) comprises
a cam (22) with a lifting nose (220) disposed substantially centrally, which cam guides
the free end (130) of a two-position lever (150) of the lifting linkage,X150, 16)
for the heald shaft (17).
5. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 4, characterised in that the
cam is an open cam (22) against which presses the free end (130, 23) of the two-position
lever (150) of the lifting linkage under the action of a spring (24).
6. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 4, characterised in that the
cam is a groove (222) with a cam indentation (202) in which groove the free end (135,
23) of the two-position lever (155) of the lifting linkage is slidingly supported.
7. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 4, characterised in that the
cam (22, 222) extends substantially tangentially to the path of movement of the rocking
lever (70).
8. A dobby having a lifting linkage as claimed in one of Claims 4-7, characterised
in that the free end (130, 135) of the two-position lever (150, 155) comprises a roller
(23) which rests against the open cam (22) or engages in the groove-like cam (222).
9. A dobby having a lifting linkage as claimed in one of the Claims 2-8, characterised
in that the two-position lever articulated on the link (12), or the two-position lever
cooperating with the cam (22, 222) and comprising a free end, is an angle lever (15,150)
mounted at its apex for pivoting on a fixed pin (14), or is a linearly movable two-position
lever (155).
10. A dobby having a lifting linkage as claimed in one of the Claims 1-9, characterised
in that the two lifting units (1, 10) are driving parts (2-5), known per se, of so-called
rotary dobbies.
11. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 10, characterised in that
the two lifting units (1, 10) are each arranged to be driven by a shaft (2) in such
a manner that on rotation of one shaft the other shaft stands still, and vice versa.
12. A dobby having a lifting linkage as claimed in Claim 11, characterised in that
the control of each individual lifting unit (1, 10) can be effected during the whole
duration of the standstill of the associated shaft.
13. A dobby having a lifting linkage as claimed in one of the Claims 1-9, characterised
in that the two lifting units are driving parts, known per se, of Hattersley dobbies
with combined balance beams.
1. Mécanique d'armure à fonctionnement rapide comportant un levier différentiel (6)
en forme de bras de balance, sur la région moyenne duquel est articulé un levier oscillant
(70) d'une tringlerie de lève, monté sur un palier prévu d'un seul côté, pour le déplacement
des cadres (17) d'une machine à tisser dans deux positions, le point d'articulation
moyen (8) du levier différentiel pouvant prendre trois positions de travail (26, 36,
46), et une unité de lève (1, 10), pour la commande, qui attaque chacune des deux
extrémités du levier différentiel dans les deux positions, caractérisée par le fait
qu'une transmission par articulation à genouillère (11, 12, 13) ou par came (22, 130)
est disposée dans cette tringlerie de lève (7, 11-16), laquelle articulation ou transmission
place le cadre (17) dans une seule et même position (position haute 18 ou position
basse 19) pour chaque position extrême de travail (26, 46) du levier différentiel,
tandis que le cadre se trouve dans l'autre position de cadre (position basse 19 ou
position haute 18) pour la position de travail moyenne (36) du levier différentiel
(6).
2. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 1,
caractérisée par le fait que la transmission par articulation à genouillère comprend
une biellette (12) qui est montée librement pivotante d'une part sur une extrémité
libre (11) du levier pivotant (7) et d'autre part, sur un levier (15) de la tringlerie
de lève (15, 16) pour le cadre (17) qui prend les deux positions.
3. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 2,
caractérisée par le fait que la transmission par articulation à genouillère comportant
la biellette (12) est agencée de telle sorte que la trajectoire (20) de l'une des
articulations (11) de la biellette est sensiblement perpendiculaire à la trajectoire
(21) de l'autre articulation (13) de la biellette.
4. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 1,
caractérisée par le fait que dans la transmission par came, l'extrémité libre du levier
oscillant (70) présente une courbe (22) formant came munie d'un mentonnet (220) disposé
sensiblement dans sa partie médiane, laquelle courbe sert au guidage de l'extrémité
libre (130) d'un levier (150), prenant les deux positions, de la tringlerie de lève
(150, 16) pour le cadre (17).
5. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 4,
caractérisée par le fait que la courbe est une courbe de came (22) ouverte, contre
laquelle s'appuie l'extrémité libre (130, 23) du levier à deux positions (150), de
la tringlerie de levage, sous l'action d'un ressort (24).
6. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 4,
caractérisée par le fait que la courbe est formée par une rainur (222) comportant
une sinuosité de came (202), rainure dans laquelle est montée, de manière coulissante,
l'extrémité libre (135, 23) de la bielle à deux positions (155) de la tringlerie de
lève.
7. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 4,
caractérisée par le fait que la courbe de came (22, 222) est sensiblement tangente
à la trajectoire du levier pivotant (70).
8. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon l'une quelconque des
revendications 4 à 7, caractérisée par le fait que l'extrémité libre (130, 135) de
la bielle à deux positions (150, 155) présente un galet (23) qui s'appuie contre la
came ouverte (22) ou qui est engagé dans la came (222) en forme de rainure.
9. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon l'une quelconque des
revendications 2 à 8, caractérisée par le fait que le levier à deux positions articulé
sur la biellette (12) ou le levier à deux positions présentant une extrémité libre
coopérant avec la came (22, 222) est constitué par un levier en forme d'angle (15,
150) monté de manière pivotante, à son sommet, sur un axe fixe (14) ou est constitué
par une bielle (155) à deux positions à déplacement linéaire.
10. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon l'une quelconque des
revendications 1 à 9, caractérisée par le fait que les deux unités de lève (1, 10)
sont constituée par des unités de commande (2-5), connues en elles-mêmes, de ratières
rotatives.
11. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 10,
caractérisée par le fait que les deux unités de lève (1, 10) sont entraînées chacune
par un arbre (2) et que lorsque l'un des arbres est mis en rotation, l'autre arbre
reste immobile et inversement.
12. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon la revendication 11,
caractérisée par le fait que la commande de chaque unité de lève (1, 10) peut se produire
pendant la durée complète de l'arrêt de l'arbre associé.
13. Mécanique d'armure comportant une tringlerie de lève selon l'une quelconque des
revendications 1 à 9, caractérisée par le fait que les deux unités de lève sont formées
par des unités de commande, connues en elles-mêmes, d'une ratière du type Hattersley,
avec des bras de balance.

