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EP 0 043 511 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.09.1984 Patentblatt 1984/39 |
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Anmeldetag: 25.06.1981 |
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Einrichtung zur Nutzbarmachung der Verlustwärme von im Inneren flüssigkeitsgekühlten
Transformatoren oder Drosselspulen
Device using the heat losses of internally fluid-cooled transformers or chokes
Installation utilisant les chaleurs perdues de transformateurs ou inductances, refroidis
intérieurement par des liquides
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR IT LI NL SE |
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Priorität: |
07.07.1980 DE 3025661
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.01.1982 Patentblatt 1982/02 |
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Anmelder: TRANSFORMATOREN UNION AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-7000 Stuttgart 50 (DE) |
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Erfinder: |
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- Matthes, Wolfgang, Dr.
D-7050 Waiblingen-Neustadt (DE)
- Ubl, Heinz, Dipl.-Ing.
D-7000 Stuttgart 30 (DE)
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Vertreter: Mehl, Ernst, Dipl.-Ing. et al |
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Postfach 22 13 17 80503 München 80503 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Nutzbarmachung der Verlustwärme von flüssigkeitsgekühten
Transformatoren oder Drosselspulen über zusätzlich zu der normalen Kühleinrichtung
für die Kühlflüssigkeit angebrachte Wärmetauscher oder Wärmepumpen mit einer Regelung
der Temperatur des inneren Kühlmittels durch Drosselung der normalen Kühleinrichtung.
[0002] Die Nutzung der Verlustwärme von Transformatoren oder Drosselspulen ist bisher im
wesentlichen aus Gründen mangelnder Wirtschaftlichkeit unterblieben.
[0003] Normalerweise wird ein Transformator oder eine Drosselspule nicht ständig mit Vollast,
sondern nur mit Teillast betrieben, wobei eine geringere Erwärmung als unter Nennbedingungen
erfolgt. Außerdem besteht der Bedarf, die Verlustwärme für Heizzwecke auszunutzen,
gerade in der kalten Jahreszeit, während der das innere Kühlmittel Öl eines außen
luftgekühlten Transformators ohnehin kälter bleibt als bei maximaler Umgebungstemperatur.
Unter den vorgenannten Bedingungen stellt sich ein relativ niedriges und meist stark
schwankendes Temperaturniveau ein, durch das für die Ausnutzung der Verlustenergie
mit den bisherigen Mitteln ein verhältnismäßig großer technischer Aufwand erforderlich
ist.
[0004] Dieses niedrige Temperaturniveau ist durch das Langzeitverhalten der in dem Transformator
verwendeten Isolierstoffe bedingt, die zur Erzielung der erwünschten großen Lebensdauer
thermisch nicht zu stark belastet werden dürfen. Darüber hinaus ist auch die Menge
der anfallenden Verlustenergie in Transformatoren aufgrund von deren sehr hohem Entwicklungsstand
verhältnismäßig klein.
[0005] Technische Möglichkeiten zur Verlustwärmeverwertung von Transformatoren durch Wärmepumpen
und Wärmeaustauscher sind in der Zeitschrift « Elektrizitätswirtschaft im 55. Jahrgang
auf den Seiten 825 bis 831 beschrieben. Ausgangspunkt für die dort angegebenen Lösungen
ist die Ausnutzung der Verlustwärme von Öltransformatoren bei niedrigen und mittleren
Belastungen ohne Begrenzung der Öltemperatur durch Maßnahmen an der äußeren Kühleinrichtung.
Nach der dort vorgesehenen Konzeption wird die mit steigender Verlustleistung ansteigende
Öltemperatur erst bei Erreichen eines einstellbaren Höchstwertes dadurch begrenzt,
daß die normale Eigenkühlung des Transformators selbsttätig in Betrieb gesetzt wird.
Nachteilig ist hierbei im Hinblick auf die Nutzbarmachung der Verlustwärme, daß gerade
die kleineren Verlustwärmemengen im Teillastbereich bei niedrigeren Temperaturen im
Kühlmittel anfallen als die größere Verlustwärme bei Vollast.
[0006] Darüber hinaus ist durch die BE-A-547822 zur Nutzbarmachung der Verlustwärme von
Transformatoren eine Einrichtung bekannt, bei der die Temperatur eines inneren Kühlmittels
durch Drosselung der normalen Kühleinrichtung geregelt ist. Nachteilig ist bei dieser
bekannten Einrichtung, daß für alle Belastungsfälle eine feste Höchsttemperatur für
das innere Kühlmittel vorgegeben ist, und dadurch im Teillastbereich eine weiterreichende
zulässige Temperaturerhöhung im inneren Kühlmittel unterbleibt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung
zur Verlustwärmeverwertung von Transformatoren zu verbessern, indem die Arbeitstemperatur
des inneren Kühlmittels unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lastzustände jeweils
soweit angehoben wird, daß gegenüber dem Zustand ohne Verlustwärmeverwertung kein
erhöhter thermisch bedingter Lebensdauerverbrauch der Wicklungsisolierung des Transformators
oder der Drosselspule eintritt, wobei zu berücksichtigen ist, daß sich die höchste
thermische Beanspruchung der Wicklungsisolierung nach der Heißpunkttemperatur am Leiter
der Wicklung richtet.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei Messung der Temperatur
des inneren Kühlmittels unter dem Kesseldeckel der Sollwert cp
so" für die Temperaturregelung mit zunehmender Belastung des Transformators oder der
Drosselspule in der Weise vermindert wird, daß sich unabhängig von der Belastung eine
für die Isolierung der Wicklung im Hinblick auf deren normalen Lebensdauerverbrauch
maximal zulässige Heißpunkttemperatur am Leiter der Wicklung ergibt.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Sollwert für die Temperatur
des inneren Kühlmittels zusätzlich unter Berücksichtigung unterschiedlichen Heizungsbedarfs
abhängig von der Umgebungstemperatur einstellbar.
[0010] Nach zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind Teile der normalen Kühleinrichtung,
wie Radiatoren, Öl-Luft oder ÖI-Wasser-Kühler einzeln oder über Sammelrohre zusammengefaßt
an wenigen oder nur einer einzigen Stelle gedrosselt, wobei die Drosselung intermittierend
wirksam ist.
[0011] Die erfindungsgemäße Einrichtung ist sehr vorteilhaft, denn sie erhöht die Wirtschaftlichkeit
bei der Ausnutzung der Verlustleistung von Transformatoren im wesentlichen durch die
Erhöhung der Temperatur des inneren Kühlmittels bis auf Werte, bei denen gerade noch
kein Lebensdauerverbrauch auftritt, indem der bei Teillast zwischen der Transformatorwicklung
und dem inneren Kühlmittel tatsächlich auftretende Temperaturunterschied berücksichtigt
wird. Eine Erhöhung der Kühlmitteltemperatur ist aus diesem Grund bei Teillastzuständen
möglich, ohne daß dies für die eingesetzten Isolierwerkstoffe zu erhöhtem Lebensdauerverbrauch
führt.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
[0013] Ein lediglich schematisch dargestellter, herkömmlicher Transformatorkessel 1 ist
an einer Breitseite zur normalen Kühlung des im Inneren des Transformators durch die
Wicklungs- und Eisenverluste erwärmten inneren Kühlmittels Öl mit einer Kühleinrichtung
2 versehen, die üblicherweise aus Radiatoren, Öl-Kühlern mit forcierter Luftkühlung
oder ÖI-Wasser-Kühlern besteht. Ein Sammelrohr 3 verbindet den Ölrücklauf mehrerer
Teile der Kühleinrichtung 2 und führt zu einer als Ventil 5 dargestellten Drosselstelle.
Das Ventil 5 ist über einen Temperaturfühler4 im Deckelöl und über einen Temperaturregler
13 nach Maßgabe eines vorgegebenen Temperatur-Sollwertes automatisch so eingestellt,
daß die von einem Sollwertgeber vorgegebenen Werte für die Deckelöltemperatur eingehalten
sind. Der Temperatur-Sollwert ist dabei in erster Linie abhängig von der Belastung
des Transformators und ist außerdem in Abhängigkeit vom Wärmebedarf für Heizzwecke
oder für eine Brauchwassererwärmung variierbar.
[0014] Am Transformatorkessell 1 ist parallel zur normalen Kühleinrichtung 2 über ein Ventil
11 im Ölvorlauf und über ein Ventil 12 im Ölrücklauf ein ÖI-Wasser-Wärmetauscher 7
geschaltet, dessen Ölkreislauf durch eine Pumpe 6 angetrieben ist. Das im Wärmetauscher7
erwärmte Wasser wird von einer Wasserpumpe 8 in einen Wasservorlauf 9 gedrückt. Bei
Verwertung der Verlustwärme zu Heizzwecken kehrt das abgekühlte Wasser im geschlossenen
Kreislauf über einen Wasserrücklauf 10 zum Wärmetauscher 7 zurück. Bei Verwertung
der Verlustwärme zur Brauchwassererwärmung ist kein geschlossener Wasserkreislauf
vorhanden. In diesem Fall dient das Rohr 10 als Frischwasserzulauf und durch das Rohr
9 erfolgt der Ablauf des erwärmten Wassers aus dem Wärmetauscher 7.
[0015] Wenn auf der Wasserseite des ÖI-Wasser-Wärmetauschers 7 weniger Wärme abgenommen
wird, als er auf Grund seiner Auslegung und der vom Transformator angebotenen Verlustwärme
abzugeben im Stande ist, wird über den Temperaturfühler4 im Deckelöl des Transformators
und den Temperaturregler 13 das Ventil 5 im Ölrücklauf der normalen Transformatorkühleinrichtung
2 mehr oder weniger geöffnet und über diese die überschüssige Wärmemenge abgeführt.
Im Wasserkreislauf wird damit keine weitere Temperaturregeleinrichtung erforderlich.
[0016] Der Temperaturregler13 kann durch entsprechende Vorgabe des Temperatur-Sollwertes
des Deckelöles z. B. über einen Prozeßrechner dem Umstand Rechnung tragen, daß der
Wärmebedarf und damit die Vorlauftemperatur des Wassers in der Heizungsanlage mit
sinkender Umgebungstemperatur ansteigen sollte, um stets gleiche Raumtemperatur zu
erzielen.
[0017] Für alle Fälle, in denen die Vorlauftemperatur des Kühlmittels für einen vorgesehenen
Anwendungszweck nicht ausreichend hoch ist, kann dem Kühlmittel die Verlustwärme des
Transformators auch über den Verdampfer einer Wärmepumpe entzogen werden. Durch den
Einsatz einer Wärmepumpe wird in diesen Fällen die Verlustwärme des Transformators
auf ein höheres Temperaturniveau angehoben.
1. Einrichtung zur Nutzbarmachung der Verlustwärme von im Inneren flüssigkeitsgekühlten
Transformatoren (1) oder Drosselspulen über zusätzlich zu der normalen Kühleinrichtung
(2) für die Kühlflüssigkeit angebrachte Wärmetauscher (7) oder Wärmepumpen mit einer
Regelung (13) der Temperatur des inneren Kühlmittels durch Drosselung der normalen
Kühleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß bei Messung der Temperatur des inneren
Kühlmittels unter dem Kesseldeckel der Sollwert

für die Temperaturregelung (13) mit zunehmender Belastung des Transformators (1)
oder der Drosselspule in der Weise vermindert wird, daß sich unabhängig von der Belastung
eine für die Isolierung der Wicklung im Hinblick auf deren normalen Lebensdauerverbrauch
maximal zulässige HeißpunktTemperatur am Leiter der Wicklung ergibt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwert für die Temperatur
des inneren Kühlmittels zusätzlich unter Berücksichtigung unterschiedlichen Heizungsbedarfs
abhängig von der Umgebungstemperatur einstellbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der normalen
Kühleinrichtung (2) einzeln oder über Sammelrohre (3) zusammengefaßt an wenigen oder
nur einer einzigen Stelle (5) gedrosselt sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des
inneren Kühlmittels durch intermittierenden Betrieb der normalen Kühleinrichtung (2)
des Transformators (1) oder der Drosselspule eingestellt ist.
1. A device for using the heat losses of internally fluid-cooled transformers (1)
or chokes by means of heat exchangers (7) or heat pumps which are provided in addition
to the normal cooling device (2) for the cooling fluid and which has a control unit
(13) for regulating the temperature of the internal coolant by throttling the normal
cooling device, characterised in that when measuring the temperature of the internal
coolant below the tank cover, the theoretical value (psox for the temperature control unit (13) is reduced with increasing load on the transformer
(1) or the choke in such a way that, independently of the load, a hot-point temperature,
which is the maximum permissible for the insulation of the winding with regard to
the average life time consumption thereof, results at the conductor of the winding.
2. A device according to Claim 1, characterised in that the theoretical value for
the temperature of the internal coolant is additionally adjustable in regard to different
heating requirement depending upon the ambient temperature.
3. A device according to Claim 1 and 2, characterised in that the parts of the normal
cooling device (2) are throttled at a few or only a single point (5), individually
or in combination by means of collecting pipes (3).
4. A device according to Claim 1 to 3, characterised in that the temperature of the
internal coolant is adjusted by intermittent operation of the normal cooling device
(2) of the transformer (1) or of the choke.
1. Dispositif pour utiliser la chaleur dissipée de transformateurs (1) ou de bobines
d'arrêt refroidis par liquide, par l'intermédiaire d'échangeurs de chaleur (7) ou
de pompes à chaleur prévus en supplément du dispositif de refroidissement normal (2)
pour le liquide de refroidissement, avec un système de réglage de la température de
l'agent de refroidissement intérieur par étranglement du dispositif de refroidissement
normal, caractérisé par le fait que lors de la mesure de la température de l'agent
de refroidissement intérieur sous le couvercle de la cuve, la valeur de consigne <Pcons. pour le système de régulation de température (13) est réduite lors d'une charge
croissante du transformateur (1) ou de la bobine d'arrêt de manière qu'il apparaisse,
indépendamment de la charge, une température de point chaud admissible au maximum
pour l'isolation de l'enroulement en ce qui concerne sa durée de vie normale, au niveau
du conducteur de l'enroulement.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la valeur de
consigne pour la température de l'agent de refroidissement intérieur peut être réglée,
en outre, en tenant compte de besoins de chauffage différents, en fonction de la température
ambiante.
3. Dispositif suivant les revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que les parties
du dispositif de refroidissement normal (2) sont étranglées, individuellement ou en
étant réunies par l'intermédiaire de collecteurs (3), en quelques points ou seulement
en un point unique (5).
4. Dispositif suivant les revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la température
de l'agent de refroidissement intérieur est réglée par fonctionnement intermittent
du dispositif de refroidissement normal (2) du transformateur (1) ou de la bobine
d'arrêt.
