(19)
(11) EP 0 058 218 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.09.1984  Patentblatt  1984/39

(21) Anmeldenummer: 81102521.2

(22) Anmeldetag:  03.04.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E05G 1/04, E05B 65/00

(54)

Verschluss für einen Tresor

Lock for a safe

Serrure pour un coffre-fort


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 13.02.1981 DE 3105242

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.08.1982  Patentblatt  1982/34

(71) Anmelder: Drescher, Erwin
D-3500 Kassel (DE)

(72) Erfinder:
  • Drescher, Erwin
    D-3500 Kassel (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Rehberg + Hüppe 
Postfach 31 62
37021 Göttingen
37021 Göttingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschluß für einen Tresor gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1. Insbesondere derartige Bodentresore sind der ideale Schutz für die Tageseinnahmen kleiner und mittlerer Geschäftsbetriebe sowie Tankstellen, Supermärkte, Kino- und Theaterkassen usw. Die Erfindung läßt sich bei derartigen Bodentresoren, insbes. bei solchen mit schwerem Riegelwerk mit zahlreichen Riegelbolzen, aber auch bei Wandtresoren und anderen Wertschränken anwenden, unabhängig davon, ob der Verschluß gegenüber dem Tresorgehäuse frei beweglich ist oder mit Hilfe eines Scharnieres geführt wird.

    [0002] Ein Verschluß der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE-PS 393 791 bekannt. Dort wird bereits - freilich bei einem verhältnismäßig kleine Masse aufweisenden Riegelwerk mit zwei Riegeln - bereits der Vorteil erreicht, daß über den allein vorgesehenen Schlüssel nicht nur das Schloß, sondern zugleich auch das Riegelwerk betätigt wird. Die beiden Riegel sind in einem Gehäuse geradlinig geführt und über beidendig mit Gelenken versehene Gelenkhebel an einer ringförmigen ausgebildeten Treibscheibe angelenkt. Die Treibscheibe ist drehbar auf einer Buchse gelagert, die einerseits mit ihrem äußeren Ende in der eine Abstützplatte bildenden Rückwand des Gehäuses drehbar gelagert ist. Andererseits sitzt die Buchse auf dem Mitnehmerbolzen des Schlosses. An dem Umfang der Buchse ist ein Vorsprung vorgesehen, der bei entsprechender Drehrichtung mit einem Vorsprung an der Treibscheibe in Anlage und damit in Wirkverbunden kommt, so daß durch den zentrisch an der Buchse angreifenden Mitnehmerbolzen bei seiner Verdrehung die Treibscheibe mitverdreht wird und damit das Riegelwerk betätigt wird. Die Buchse ist offensichtlich formschlüssig mit dem Mitnehmerbolzen der Schließmechanik des Schlosses verbunden, während die Treibscheibe über ein erstes Lager mit entsprechendem Spiel an der Buchse und diese dann wiederum über ein zweites Lager, ebenfalls mit entsprechendem Spiel, an der eine Abstützplatten bildenden Rückwand des Gehäuses gelagert. Findet, z. B. bei gewaltsamen Öffnungsversuchen an einem derartigen Verschluß, eine Krafteinwirkung von den Riegeln des Riegelwerkes her nach rückwärts in Richtung auf die Treibscheibe und das Schloß statt, dann besteht die Gefahr, daß Teile der empfindlichen Schließmechanik bereits beschädigt sind, bevor sich die Treibscheibe nach Aufbrauch der beiden Lagerspiele an der Rückwand abstützen kann. Bei entsprechender Ausbildung insbesondere der Lagerspiele der zweifachen Lagerung der Treibscheibe erfolgt jedoch bei dieser Konstruktion bereits eine Kraftaufteilung dergestalt, daß von den Riegeln her einwirkende Kräfte teilweise auf die Schließmechanik und teilweise in die als Abstützplatte fungierende Rückwand des Gehäuses eingeleitet werden. Die als Abstützplatte dienende Rückwand des Gehäuses des Verschlusses stützt sich unmittelbar auf der Vorderwand des Verschlusses ab, vor der wiederum das Schloß angeordnet ist, so daß sich bei dieser Konstruktion gleichsam die Überbrückung der empfindlichen Teile der Schließmechanik durch das Gehäuse von selbst ergibt. Der bekannte Verschluß weist allerdings eine Vielzahl von Einzelteilen auf, die bei gemeinsamer Montage alle zusammengefügt werden müssen. Weiterhin der bekannte Verschluß insbesondere durch die Anordnung des Schlosses vor der Verschlußplatte keine große Sicherheit. Es ist bekannt, daß ein solches Schloß, weil von außen angreifbar, leicht abgebrochen oder auch durchbohrt werden kann, wobei die Triebscheibe zwecks Verdrehung und damit Zurückziehung des Riegelwerks unmittelbar zugänglich wird.

    [0003] Ein weiterer Verschluß ist aus der DE-PS 75 960 bekannt, wobei jedoch für die Betätigung des Riegelwerkes ein gesonderter zusätzlicher Handgriff vorhanden ist, so daß in der Verschlußplatte eines solchen Verschlusses eine erste Öffnung für den Schlüssel des Schlosses und eine zweite Öffnung zur Durchführung der Welle des Handgriffes vorgesehen sein müssen. Es ist jedoch auch hier eine Treibscheibe vorgesehen, die über beidendig mit Gelenken versehene Gelenkhebel an den Riegeln angelenkt ist. Die Treibscheibe ist über ringförmige Fortsätze an der Verschlußplatte drehbar gelagert. Das Schloß sitzt an anderer Stelle hinter der Verschlußplatte und gestattet es, einen Keil vor- oder zurückzuschieben, der an der Lagerung der Treibscheibe an der Verschlußplatte und an einer Vierkantwelle des Handgriffes zur Betätigung der Treibscheibe sperrend angreift. Der letztlich über einen Mitnehmerbolzen der Schließmechanik betätigbare Keil greift in exzentrische Ausnehmungen an Fortsätzen der Treibscheibe und der Treibscheibenlagerung ein. Da das Schloß an anderer Stelle als die Treibscheibe angeordnet ist, ist es ohne weiteres möglich, die Treibscheibe unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der Schließmechanik unmittelbar an der Verschlußplatte zu lagern und abzustützen. Würde man anstelle des Keils und der Vierkantwelle in dem Fortsatz der Treibscheibe ein Schloß, etwa ähnlich dem aus der DE-PS 393 791 bekannten Schloß, dann müßte auch hier der Mitnehmerbolzen zentrisch an der Treibscheibe angreifen, so daß durch das Schlüsselloch hindurch die empfindliche Schließmechanik einschließlich des Mitnehmerbolzens relativ leicht ausgebohrt werden kann, so daß die Treibscheibe dann für das Zurückziehen der Riegelbolzen vergleichsweise gut zugänglich ist. Außerdem wäre in einem solchen Falle das Schloß mit der Treibscheibe nicht als vormontierbare Einheit erstellbar.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verschluß der eingangs beschriebenen Art bei gewaltsamer Krafteinwirkung auf die Riegel, sei es infolge gewaltsamer Öffnungsversuche, sei es beim unbeabsichtigten Fallenlassen des Verschlusses eines Bodentresores auf die Riegel, die Kraftübertragung von den Riegeln auf die Schließmechanik weiter zu vermindern, damit auf diese Weise die empfindlichen Teile der Schließmechanik nicht verbogen oder zerstört werden.

    [0005] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 erreicht. Dadurch, daß die Triebscheibe unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der Schließmechanik lediglich an und unmittelbar auf der Abstützplatte gelagert ist, werden in Verbindung mit der Schließlage der Riegel, in welcher die Gelenkhebel eine Totpunktslage einnehmen, auf die Triebscheibe ausschließlich Querkräfte, nicht aber Momente, einwirken, die vollständig in die Abstützplatte eingeleitet werden und die Schließmechanik daher nicht belasten können. Die über die Riegel eingeleiteten Kräfte werden nach Überbrückung des nur einen Spiels der Lagerung der Treibscheibe an der Abstützplatte in diese eingeleitet und damit von der Schließmechanik ferngehalten. Bei dem eingangs genannten Stand der Technik hingegen werden diese Kräfte erst nach Überbrückung des doppelten Spiels zwischen der Treibscheibe und der Abstützplatte und infolge der doppelten Lagerung der Buchse an der Abstützplatte einerseits und auf dem Mitnehmerbolzen der Schließmechanik andererseits teilweise in die Abstützplatte und teilweise in die Schließmechanik eingeleitet. Durch den exzentrisch in einer Ausnehmung der Treibscheibe angreifenden Mitnehmerbolzen ist von außen nicht erkennbar, an welcher Stelle des Schlosses sich der Mitnehmerbolzen befindet, so daß bei Aufbohrversuchen durch das Schlüsselloch hindurch zwar die empfindliche Schließmechanik zerstört werden kann, jedoch ein Ausbohren des Mitnehmerbolzens und damit eine Lösung der Blockierung des Riegelwerks nicht möglich ist. Durch die exzentrischen Ausbildung und Anordnung der Ausnehmung an der Treibscheibe mit ihrer Rotationsbewegung in Verbindung mit der Translationsbewegung des Schließriegels und des Mitnehmerbolzens ist es ohne weiteres möglich und auch sinnvoll, das Spiel zwischen Mitnehmerbolzen und Ausnehmung entsprechend groß zu gestalten, so daß Kraftübertragungen von den Riegeln her nach rückwärts in solchen Stellungen, in denen die Gelenkhebel keine Totpunktslage einnehmen, erst nach Aufbrauch des Spieles auf die Schließmechanik einwirken. Die feste Anbringung der Abstützplatte an einer Grundplatte des Schlosses gestattet es, das Schloß mit seinen empfindlichen Teilen der Schließmechanik sowie die robust ausgebildete Treibscheibe mit ihrer Lagerung auf der Abstützplatte fertig vorzumontieren und bei der Herstellung des Verschlusses so mit zu verbauen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung besteht in der kompakten Bauform des Schlosses und entsprechender Teile des Riegelwerks. Ein weiterer Vorteil besteht in der Leichtgängigkeit in der Betätigung des Schlosses und des Riegelwerks, so daß damit auch Riegelwerke mit einer größeren Anzahl von Riegeln und sogar solche, bei denen die Riegelbolzen eine vergleichsweise große Masse darstellen, ausgestattet werden können. Trotzdem kann auch dabei die Schließmechanik selbst ohne Gefahr auch aus an sich empfindlichen Teilen aufgebaut werden.

    [0006] Die Verwendung der im Anspruch 2 enthaltenen Merkmale eröffnet vorteilhaft die Möglichkeit, gleiche Schließwege zu realisieren, damit die Riegelbolzen beispielsweise in der Offenstellung gleich weit hinter den Umriß der Verschlußplatte zurückgezogen sind, so daß bei einem unbeabsichtigtem Fallenlassen eines derartigen Verschlusses in den meisten Fällen schon diese Bemessung gegenüber der Verschlußplatte ausreicht, um die Krafteinwirkung auf die Riegelbolzen und damit die Krafteinwirkung auf die Schließmechanik zu vermindern bzw. auszuschalten. Im übrigen stellen gleiche Schließwege in der Schließlage gleiche Sicherheit an den verschiedenen Riegelbolzen dar.

    [0007] Es besteht die Möglichkeit, die exzentrische Ausnehmung in der Treibscheibe auf einem kleineren oder auch einem größeren Radius als die Gelenke der Gelenkhebel angreifen zu lassen. Die Verwirklichung der Merkmale im Anspruch 3 erbringt den Vorteil einer Wegübersetzung, der insoweit sinnvoll ist, als nur ein Teil des Drehwinkels des Schlüssels für die Betätigung des Riegelwerks zur Verfügung steht und trotzdem ein vergleichsweise großer Schließweg der Riegel überstrichen werden soll. Ordnet man dagegen umgekehrt die Ausnehmung auf vergleichsweise größerem Radius an der Treibscheibe an, dann findet vorteilhaft eine Kraftuntersetzung in Richtung auf die Schließmechanik statt. Gleichzeitig wird damit auch die Leichtgängigkeit bei der Betätigung gefördert. In nachteiliger Weise wird jedoch der Schließweg kleiner. Um die Leichtgängigkeit des Riegelwerks zu verbessern, können der Mitnehmerbolzen und/oder die Gelenke der Gelenkhebel mit Laufrollen ausgestattet sein.

    [0008] Die Verwirklichung der im Anspruch 4 enthaltenen Merkmale gestattet es, an den Riegelbolzen nach rückwärts angreifende Kräfte auch durch teilweise Verformung der Gelenkhebel selbst bereits aufzunehmen und insoweit vermindert in die Abstützplatte überzuleiten. Gleichzeitig ergibt sich damit der Vorteil, daß trotz möglicherweise relativ große Bauhöhe aufweisenden Schlosses die Riegelbolzen relativ nahe an der Innenseite der Verschlußplatte gelagert sein können, so daß der Verschlußrahmen des Tresors keine übermäßige Höhe besitzen muß.

    [0009] Die Merkmale des Anspruches 5 stellen eine vorteilhafte konstruktive Möglichkeit dar, die Einzelteile der Schließmechanik zu umgehen und gleichzeitig Teile des Riegelwerks sowie sämtliche Einzelteile des Schlosses einschließlich der Schließmechanik kompakt aufzunehmen und unterzubringen. Das Lager der Treibscheibe an der Abstützplatte kann reiativ groß gestaltet werden und damit zur Aufnahme von Kräften zweckdienlich ausgebildet sein.

    [0010] Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen weiter beschrieben. Es zeigen :

    Figur 1 eine Schnittdarstellung von Teilen des Tresors mit dem Verschluß,

    Figur 2 eine Draufsicht auf einen Teil des Verschlusses von der Innenseite des Tresors aus gesehen,

    Figur 3 eine Schnittdarstellung durch das Schloß und Teile des Riegelwerks und

    Figur 4 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung eines gleichen Schließweges, trotz unterschiedlich langer Gelenkhebel.



    [0011] Der in Fig. 1 teilweise dargestellte Tresor besitzt ein Tresorgehäuse 1 üblicher Ausbildung, an dem ein Verschlußrahmen 2 ausgebildet ist, der durch eine Verkleidungsplatte od. dgl. 3 abdeckbar sein kann. In dem Verschlußrahmen 2 ist der Verschluß 4 eingesetzt, der im einzelnen aus einer Verschlußplatte 5, an der ein Handgriff 6 vorgesehen sein kann, aus einer Panzerplatte 7, einem Schloß 8 und noch weiteren Teilen bestehen kann. An der Verschlußplatte 5 ist ein Rahmengehäuse 9 vorgesehen, welches zur Abdeckung des Schlosses 8 dient und andererseits eine Führung für Riegelbolzen 10 bildet. Die Riegelbolzen 10 werden üblicherweise doppelt geführt. Hierzu dienen weitere Führungsplatten 11 und 12, die an der Verschlußplatte 5 bzw. am Rahmengehäuse 9 vorgesehen sind.

    [0012] Das Schloß 8 weist eine Grundplatte 13 und ein Gehäuse 14 auf, welches, die Schließmechanik mit den Zuhaltungen, dem Tourstift und die anderen üblichen Einzelteile umschließt. Das Schloß 8 ist über einen Schlüssel 15 betätigbar. An der Grundplatte 13 bzw. am Gehäuse 14 des Schlosses 8 greifen vier Stehbolzen 16 an, die eine Abdeckplatte 17 tragen, die mit Hilfe der Schrauben 18 gelagert ist. Die Abdeckplatte 17 trägt zentral ein Lager 19 (Fig. 2) für die drehbare Lagerung einer Triebscheibe 20, die eine Ausnehmung 21 besitzt (Fig. und 4), in die ein Mitnehmerbolzen 22 eingreift, der an einem Schließriegel 23 der Schließmechanik des Schlosses 8 vorgesehen ist. In Fig. sind über dem Schließriegel 23 eine Mehrzahl von Zuhaltungen 24 sichtbar, die gegen Federdruck schwenkbar gelagert sind und durch die Stufen des Schlüssels 15 so geordnet werden können, daß ein Tourstift 25 an dem Schließriegel 23 in einen Schlitz sämtlicher Zuhaltungen 24 eintreten kann, wenn die Zuhaltungen geordnet sind und sich der Schlitz durchgehend gebildet hat. An der Triebscheibe 20, wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind Gelenke 26 für die schwenkbare Anlenkung von Gelenkhebeln 27 und 28 vorgesehen, die an ihren anderen Enden Gelenke 29 tragen, die an den Riegelbolzen 10 angreifen. Damit die Riegelbolzen 10 beim Verdrehen der Triebscheibe 20 einen gleichen Schließweg zurücklegen, sitzen die Gelenke 26 der Gelenkhebel 27 auf einem unterschiedlichen Radius zu den Gelenken 26 der Gelenkhebel 28. Die geometrischen Bedingungen sind aus Fig. 4 erkennbar. In durchgezogener Linienführung ist die Schließlage der Riegelbolzen 10 und der Gelenkhebel 27 und 28 dargestellt. Die gestrichelte Darstellung der Gelenkhebel 27 und 28 entspricht der Offenstellung des Schlosses 8 und der Riegelbolzen 10. Es ist ersichtlich, wie die Gelenkhebel 27 und 28 in der Schließlage eine Totpunktslage einnehmen, da sich ihre Gelenke 26 und 29 fluchtend zwischen jeweils einem Riegelbolzen 10 und dem Lager 19 der Triebscheibe 20 befinden. Es können also in dieser Stellung keine Drehmomente auf die Triebscheibe 20 übertragen werden. Nur ein solches Drehmoment könnte sich dahingehend auswirken, daß eine Kraft rückwärts über den Mitnehmerbolzen 22 auf die empfindlichen Teile der Schließmechanik übertragen würde. Selbstverständlich läßt sich umgekehrt das Schloß 8 und die Riegelbolzen 10 einwandfrei betätigen.

    [0013] Fig. 1 zeigt die verschlossene Stellung, in welcher die Riegelbolzen 10 den Verschlußrahmen 2 bzw. eine besonders angesetzte Verschlußleiste 30 hintergreifen. Um den Tresor zugänglich zu machen, wird zunächst die Verkleidungsplatte 3 abgenommen, der Schlüssel 15 in das Schloß 8 eingeführt und gedreht, so daß die Zuhaltungen 24 geordnet werden. Infolge dieser Bewegung verschiebt sich der Schließriegel 23, wobei gleichzeitig der Tourstift 25 in die Zuhaltungen 24 eintritt und der Mitnehmerbolzen 22 mitverschoben wird. Durch diese Verschiebung des Mitnehmerbolzens 22 dreht die Triebscheibe 20 um ihr Lager 19 auf der Abdeckplatte 17 aus der in durchgezogener Linie in Fig.4 dargestellten Stellung in die gestrichelt dargestellte Stellung, so daß die Totpunktslage verlassen wird und die Gelenkhebel 27 und 28 die Riegelbolzen 10, die doppelt geführt sind, zurückziehen. Mit Hilfe des Handgriffes 6 kann der Verschluß 4 mit dem Schloß 8 aus dem Verschlußrahmen 2 herausgenommen werden. Der Innenraum des Tresorgehäuses 1 ist damit zugänglich. Das Einsetzen des Verschlusses 4 und das Verschließen des Tresors geschieht in analoger Weise.

    [0014] Um die Leichtgängigkeit des Schlosses 8 zu erhöhen, kann der Mitnehmerbolzen 22 mit einer Laufrolle ausgestattet sein. Ebenso können die Gelenke 26, die die Totpunktslage einnehmen müssen, mit Laufrollen versehen sein, was aber der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt ist.


    Ansprüche

    1. Als Deckel oder Tür ausgebildeter Verschluß für einen Tresor, insbesondere Bodentresor, mit einem eine Schließmechanik mit einem Mitnehmerbolzen aufweisenden Schloß und mit einem über den Mitnehmerbolzen der Schließmechanik betätigbaren Riegelwerk mit mindestens zwei Riegeln, die über beidendig mit Gelenken versehene Gelenkhebel an einer Treibscheibe angelenkt sind, wobei die Treibscheibe drehbar an einer am Verschluß befestigten Abstützplatte gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerbolzen (22) der Schließmechanik direkt in eine exzentrisch an der Treibscheibe (20) angeordnete Ausnehmung (21) eingreift, und daß die Treibscheibe (20) unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der Schließmechanik lediglich an und unmittelbar auf der Abstützplatte (17) gelagert ist, die ihrerseits an einer Grundplatte (13) des Schloßes (8) fest angebracht ist.
     
    2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung unterschiedlich langer Gelenkhebel (27, 28) die Gelenke (26) an der Treibscheibe (20) auf zwei verschiedenen Durchmessern angeordnet sind.
     
    3. Verschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (21) in der Treibscheibe (20) für den Eingriff des Mitnehmerbolzens (22) auf einem kleineren Radius als die Gelenke (26) für die Gelenkhebel (27, 28) angeordnet ist.
     
    4. Verschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkhebel (27, 28) in Richtung auf die Schließmechanik abgekröpft ausgebildet sind.
     
    5. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (17) zentrisch das Lager (19) für die Treibscheibe (20) aufweist und über die Schließmechanik überbrückende Stehbolzen (16) an der Grundplatte (13) des Schlosses (8) befestigt ist.
     


    Claims

    1. Closure designed as a cover or door and intended for a safe, especially a floor safe, with a lock having a closing mechanism with a keeper pin, an with a lockingbar mechanism actuable via the keeper pin of the closing mechanism and having at least two locking bars which are articulated on a driving disc via articulated levers provided at both ends with joints, the driving disc being mounted rotatably on a support plate fastened to the closure, characterised in that the keeper pin (22) of the closing mechanism engages directly into a recess (21) located eccentrically in the driving disc (20), and in that the driving disc (20), bypassing all the individual parts of the closing mechanism, is mounted solely at and directly on the support plate (17) which is itself attached fixedly to a base plate (13) of the lock (8).
     
    2. Closure according to claim 1, characterised in that when articulated levers (27, 28) of different lengths are used, the joints (26) on the driving disc (20) are arranged on two different diameters.
     
    3. Closure according to Claims 1 and 2, characterised in that the recess (21) in the driving disc (20) for the engagement of the keeper pin (22) is arranged on a smaller radius than the joints (26) for the articulated levers (27, 28).
     
    4. Closure according to Claims 1 to 3, characterised in that the articulated levers (27, 28) are bent in the direction of the closing mechanism.
     
    5. Closure according to Claim 1, characterised in that the cover plate (17) possesses centrally the bearing (19) for the driving disc (20) and is fastened to the base plate (13) of the lock (8) via stay bolts (16) bridging the closing mechanism.
     


    Revendications

    1. Système de fermeture d'un coffre-fort ayant la forme d'un couvercle ou d'une porte, en particulier pour un coffre-fort incorporé dans un plancher, muni d'un mécanisme de fermeture avec une serrure présentant une cheville d'entraînement et un verrou, actionnable par la cheville d'entraînement du mécanisme de fermeture, et muni de deux pènes au moins, qui sont articulés sur une poulie d'entraînement par des leviers articulés à leurs deux extrémités, ladite poulie s'appuyant de manière pivotante sur une plaque d'appui fixée sur la fermeture, caractérisé par le fait que la cheville d'entraînement (22) du mécanisme de fermeture attaque directement un évidement (21) disposé excentriquement sur la poulie d'entraînement (20) et par le fait que cette poulie (20), en évitant tous les éléments du mécanisme de fermeture, s'appuie simplement et directement sur la plaque d'appui (17), qui pour sa part est fixée sur une plaque de base (13) de la serrure (8).
     
    2. Système de fermeture selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'en utilisant des leviers articulés de longueurs différentes (27, 28), les articulations (26) sont disposées sur la poulie d'entraînement (20) sur deux diamètres différents.
     
    3. Système de fermeture selon les revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que l'évidement (21) de la poulie (20) est disposé, pour l'attaque de la cheville d'entraînement (22), sur un rayon plus petit que les articulations (26) des leviers (27, 28).
     
    4. Système de fermeture selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que les leviers articulés (27, 28) sont coudés dans la direction, du mécanisme de fermeture.
     
    5. Système de fermeture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la plaque de recouvrement (17) présente au centre un palier (19) pour la poulie (20) et qu'elle est fixée sur la plaque de base (13) de la serrure (8) par une cheville verticale (16) réalisant un pont qui passé sur le mécanisme de fermeture.
     




    Zeichnung