[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschluß für einen Tresor gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffes des Anspruches 1. Insbesondere derartige Bodentresore sind der ideale
Schutz für die Tageseinnahmen kleiner und mittlerer Geschäftsbetriebe sowie Tankstellen,
Supermärkte, Kino- und Theaterkassen usw. Die Erfindung läßt sich bei derartigen Bodentresoren,
insbes. bei solchen mit schwerem Riegelwerk mit zahlreichen Riegelbolzen, aber auch
bei Wandtresoren und anderen Wertschränken anwenden, unabhängig davon, ob der Verschluß
gegenüber dem Tresorgehäuse frei beweglich ist oder mit Hilfe eines Scharnieres geführt
wird.
[0002] Ein Verschluß der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE-PS 393 791 bekannt. Dort
wird bereits - freilich bei einem verhältnismäßig kleine Masse aufweisenden Riegelwerk
mit zwei Riegeln - bereits der Vorteil erreicht, daß über den allein vorgesehenen
Schlüssel nicht nur das Schloß, sondern zugleich auch das Riegelwerk betätigt wird.
Die beiden Riegel sind in einem Gehäuse geradlinig geführt und über beidendig mit
Gelenken versehene Gelenkhebel an einer ringförmigen ausgebildeten Treibscheibe angelenkt.
Die Treibscheibe ist drehbar auf einer Buchse gelagert, die einerseits mit ihrem äußeren
Ende in der eine Abstützplatte bildenden Rückwand des Gehäuses drehbar gelagert ist.
Andererseits sitzt die Buchse auf dem Mitnehmerbolzen des Schlosses. An dem Umfang
der Buchse ist ein Vorsprung vorgesehen, der bei entsprechender Drehrichtung mit einem
Vorsprung an der Treibscheibe in Anlage und damit in Wirkverbunden kommt, so daß durch
den zentrisch an der Buchse angreifenden Mitnehmerbolzen bei seiner Verdrehung die
Treibscheibe mitverdreht wird und damit das Riegelwerk betätigt wird. Die Buchse ist
offensichtlich formschlüssig mit dem Mitnehmerbolzen der Schließmechanik des Schlosses
verbunden, während die Treibscheibe über ein erstes Lager mit entsprechendem Spiel
an der Buchse und diese dann wiederum über ein zweites Lager, ebenfalls mit entsprechendem
Spiel, an der eine Abstützplatten bildenden Rückwand des Gehäuses gelagert. Findet,
z. B. bei gewaltsamen Öffnungsversuchen an einem derartigen Verschluß, eine Krafteinwirkung
von den Riegeln des Riegelwerkes her nach rückwärts in Richtung auf die Treibscheibe
und das Schloß statt, dann besteht die Gefahr, daß Teile der empfindlichen Schließmechanik
bereits beschädigt sind, bevor sich die Treibscheibe nach Aufbrauch der beiden Lagerspiele
an der Rückwand abstützen kann. Bei entsprechender Ausbildung insbesondere der Lagerspiele
der zweifachen Lagerung der Treibscheibe erfolgt jedoch bei dieser Konstruktion bereits
eine Kraftaufteilung dergestalt, daß von den Riegeln her einwirkende Kräfte teilweise
auf die Schließmechanik und teilweise in die als Abstützplatte fungierende Rückwand
des Gehäuses eingeleitet werden. Die als Abstützplatte dienende Rückwand des Gehäuses
des Verschlusses stützt sich unmittelbar auf der Vorderwand des Verschlusses ab, vor
der wiederum das Schloß angeordnet ist, so daß sich bei dieser Konstruktion gleichsam
die Überbrückung der empfindlichen Teile der Schließmechanik durch das Gehäuse von
selbst ergibt. Der bekannte Verschluß weist allerdings eine Vielzahl von Einzelteilen
auf, die bei gemeinsamer Montage alle zusammengefügt werden müssen. Weiterhin der
bekannte Verschluß insbesondere durch die Anordnung des Schlosses vor der Verschlußplatte
keine große Sicherheit. Es ist bekannt, daß ein solches Schloß, weil von außen angreifbar,
leicht abgebrochen oder auch durchbohrt werden kann, wobei die Triebscheibe zwecks
Verdrehung und damit Zurückziehung des Riegelwerks unmittelbar zugänglich wird.
[0003] Ein weiterer Verschluß ist aus der DE-PS 75 960 bekannt, wobei jedoch für die Betätigung
des Riegelwerkes ein gesonderter zusätzlicher Handgriff vorhanden ist, so daß in der
Verschlußplatte eines solchen Verschlusses eine erste Öffnung für den Schlüssel des
Schlosses und eine zweite Öffnung zur Durchführung der Welle des Handgriffes vorgesehen
sein müssen. Es ist jedoch auch hier eine Treibscheibe vorgesehen, die über beidendig
mit Gelenken versehene Gelenkhebel an den Riegeln angelenkt ist. Die Treibscheibe
ist über ringförmige Fortsätze an der Verschlußplatte drehbar gelagert. Das Schloß
sitzt an anderer Stelle hinter der Verschlußplatte und gestattet es, einen Keil vor-
oder zurückzuschieben, der an der Lagerung der Treibscheibe an der Verschlußplatte
und an einer Vierkantwelle des Handgriffes zur Betätigung der Treibscheibe sperrend
angreift. Der letztlich über einen Mitnehmerbolzen der Schließmechanik betätigbare
Keil greift in exzentrische Ausnehmungen an Fortsätzen der Treibscheibe und der Treibscheibenlagerung
ein. Da das Schloß an anderer Stelle als die Treibscheibe angeordnet ist, ist es ohne
weiteres möglich, die Treibscheibe unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der Schließmechanik
unmittelbar an der Verschlußplatte zu lagern und abzustützen. Würde man anstelle des
Keils und der Vierkantwelle in dem Fortsatz der Treibscheibe ein Schloß, etwa ähnlich
dem aus der DE-PS 393 791 bekannten Schloß, dann müßte auch hier der Mitnehmerbolzen
zentrisch an der Treibscheibe angreifen, so daß durch das Schlüsselloch hindurch die
empfindliche Schließmechanik einschließlich des Mitnehmerbolzens relativ leicht ausgebohrt
werden kann, so daß die Treibscheibe dann für das Zurückziehen der Riegelbolzen vergleichsweise
gut zugänglich ist. Außerdem wäre in einem solchen Falle das Schloß mit der Treibscheibe
nicht als vormontierbare Einheit erstellbar.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verschluß der eingangs beschriebenen
Art bei gewaltsamer Krafteinwirkung auf die Riegel, sei es infolge gewaltsamer Öffnungsversuche,
sei es beim unbeabsichtigten Fallenlassen des Verschlusses eines Bodentresores auf
die Riegel, die Kraftübertragung von den Riegeln auf die Schließmechanik weiter zu
vermindern, damit auf diese Weise die empfindlichen Teile der Schließmechanik nicht
verbogen oder zerstört werden.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 erreicht. Dadurch, daß die Triebscheibe unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der
Schließmechanik lediglich an und unmittelbar auf der Abstützplatte gelagert ist, werden
in Verbindung mit der Schließlage der Riegel, in welcher die Gelenkhebel eine Totpunktslage
einnehmen, auf die Triebscheibe ausschließlich Querkräfte, nicht aber Momente, einwirken,
die vollständig in die Abstützplatte eingeleitet werden und die Schließmechanik daher
nicht belasten können. Die über die Riegel eingeleiteten Kräfte werden nach Überbrückung
des nur einen Spiels der Lagerung der Treibscheibe an der Abstützplatte in diese eingeleitet
und damit von der Schließmechanik ferngehalten. Bei dem eingangs genannten Stand der
Technik hingegen werden diese Kräfte erst nach Überbrückung des doppelten Spiels zwischen
der Treibscheibe und der Abstützplatte und infolge der doppelten Lagerung der Buchse
an der Abstützplatte einerseits und auf dem Mitnehmerbolzen der Schließmechanik andererseits
teilweise in die Abstützplatte und teilweise in die Schließmechanik eingeleitet. Durch
den exzentrisch in einer Ausnehmung der Treibscheibe angreifenden Mitnehmerbolzen
ist von außen nicht erkennbar, an welcher Stelle des Schlosses sich der Mitnehmerbolzen
befindet, so daß bei Aufbohrversuchen durch das Schlüsselloch hindurch zwar die empfindliche
Schließmechanik zerstört werden kann, jedoch ein Ausbohren des Mitnehmerbolzens und
damit eine Lösung der Blockierung des Riegelwerks nicht möglich ist. Durch die exzentrischen
Ausbildung und Anordnung der Ausnehmung an der Treibscheibe mit ihrer Rotationsbewegung
in Verbindung mit der Translationsbewegung des Schließriegels und des Mitnehmerbolzens
ist es ohne weiteres möglich und auch sinnvoll, das Spiel zwischen Mitnehmerbolzen
und Ausnehmung entsprechend groß zu gestalten, so daß Kraftübertragungen von den Riegeln
her nach rückwärts in solchen Stellungen, in denen die Gelenkhebel keine Totpunktslage
einnehmen, erst nach Aufbrauch des Spieles auf die Schließmechanik einwirken. Die
feste Anbringung der Abstützplatte an einer Grundplatte des Schlosses gestattet es,
das Schloß mit seinen empfindlichen Teilen der Schließmechanik sowie die robust ausgebildete
Treibscheibe mit ihrer Lagerung auf der Abstützplatte fertig vorzumontieren und bei
der Herstellung des Verschlusses so mit zu verbauen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Ausbildung besteht in der kompakten Bauform des Schlosses und entsprechender Teile
des Riegelwerks. Ein weiterer Vorteil besteht in der Leichtgängigkeit in der Betätigung
des Schlosses und des Riegelwerks, so daß damit auch Riegelwerke mit einer größeren
Anzahl von Riegeln und sogar solche, bei denen die Riegelbolzen eine vergleichsweise
große Masse darstellen, ausgestattet werden können. Trotzdem kann auch dabei die Schließmechanik
selbst ohne Gefahr auch aus an sich empfindlichen Teilen aufgebaut werden.
[0006] Die Verwendung der im Anspruch 2 enthaltenen Merkmale eröffnet vorteilhaft die Möglichkeit,
gleiche Schließwege zu realisieren, damit die Riegelbolzen beispielsweise in der Offenstellung
gleich weit hinter den Umriß der Verschlußplatte zurückgezogen sind, so daß bei einem
unbeabsichtigtem Fallenlassen eines derartigen Verschlusses in den meisten Fällen
schon diese Bemessung gegenüber der Verschlußplatte ausreicht, um die Krafteinwirkung
auf die Riegelbolzen und damit die Krafteinwirkung auf die Schließmechanik zu vermindern
bzw. auszuschalten. Im übrigen stellen gleiche Schließwege in der Schließlage gleiche
Sicherheit an den verschiedenen Riegelbolzen dar.
[0007] Es besteht die Möglichkeit, die exzentrische Ausnehmung in der Treibscheibe auf einem
kleineren oder auch einem größeren Radius als die Gelenke der Gelenkhebel angreifen
zu lassen. Die Verwirklichung der Merkmale im Anspruch 3 erbringt den Vorteil einer
Wegübersetzung, der insoweit sinnvoll ist, als nur ein Teil des Drehwinkels des Schlüssels
für die Betätigung des Riegelwerks zur Verfügung steht und trotzdem ein vergleichsweise
großer Schließweg der Riegel überstrichen werden soll. Ordnet man dagegen umgekehrt
die Ausnehmung auf vergleichsweise größerem Radius an der Treibscheibe an, dann findet
vorteilhaft eine Kraftuntersetzung in Richtung auf die Schließmechanik statt. Gleichzeitig
wird damit auch die Leichtgängigkeit bei der Betätigung gefördert. In nachteiliger
Weise wird jedoch der Schließweg kleiner. Um die Leichtgängigkeit des Riegelwerks
zu verbessern, können der Mitnehmerbolzen und/oder die Gelenke der Gelenkhebel mit
Laufrollen ausgestattet sein.
[0008] Die Verwirklichung der im Anspruch 4 enthaltenen Merkmale gestattet es, an den Riegelbolzen
nach rückwärts angreifende Kräfte auch durch teilweise Verformung der Gelenkhebel
selbst bereits aufzunehmen und insoweit vermindert in die Abstützplatte überzuleiten.
Gleichzeitig ergibt sich damit der Vorteil, daß trotz möglicherweise relativ große
Bauhöhe aufweisenden Schlosses die Riegelbolzen relativ nahe an der Innenseite der
Verschlußplatte gelagert sein können, so daß der Verschlußrahmen des Tresors keine
übermäßige Höhe besitzen muß.
[0009] Die Merkmale des Anspruches 5 stellen eine vorteilhafte konstruktive Möglichkeit
dar, die Einzelteile der Schließmechanik zu umgehen und gleichzeitig Teile des Riegelwerks
sowie sämtliche Einzelteile des Schlosses einschließlich der Schließmechanik kompakt
aufzunehmen und unterzubringen. Das Lager der Treibscheibe an der Abstützplatte kann
reiativ groß gestaltet werden und damit zur Aufnahme von Kräften zweckdienlich ausgebildet
sein.
[0010] Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen weiter beschrieben.
Es zeigen :
Figur 1 eine Schnittdarstellung von Teilen des Tresors mit dem Verschluß,
Figur 2 eine Draufsicht auf einen Teil des Verschlusses von der Innenseite des Tresors
aus gesehen,
Figur 3 eine Schnittdarstellung durch das Schloß und Teile des Riegelwerks und
Figur 4 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung eines gleichen Schließweges,
trotz unterschiedlich langer Gelenkhebel.
[0011] Der in Fig. 1 teilweise dargestellte Tresor besitzt ein Tresorgehäuse 1 üblicher
Ausbildung, an dem ein Verschlußrahmen 2 ausgebildet ist, der durch eine Verkleidungsplatte
od. dgl. 3 abdeckbar sein kann. In dem Verschlußrahmen 2 ist der Verschluß 4 eingesetzt,
der im einzelnen aus einer Verschlußplatte 5, an der ein Handgriff 6 vorgesehen sein
kann, aus einer Panzerplatte 7, einem Schloß 8 und noch weiteren Teilen bestehen kann.
An der Verschlußplatte 5 ist ein Rahmengehäuse 9 vorgesehen, welches zur Abdeckung
des Schlosses 8 dient und andererseits eine Führung für Riegelbolzen 10 bildet. Die
Riegelbolzen 10 werden üblicherweise doppelt geführt. Hierzu dienen weitere Führungsplatten
11 und 12, die an der Verschlußplatte 5 bzw. am Rahmengehäuse 9 vorgesehen sind.
[0012] Das Schloß 8 weist eine Grundplatte 13 und ein Gehäuse 14 auf, welches, die Schließmechanik
mit den Zuhaltungen, dem Tourstift und die anderen üblichen Einzelteile umschließt.
Das Schloß 8 ist über einen Schlüssel 15 betätigbar. An der Grundplatte 13 bzw. am
Gehäuse 14 des Schlosses 8 greifen vier Stehbolzen 16 an, die eine Abdeckplatte 17
tragen, die mit Hilfe der Schrauben 18 gelagert ist. Die Abdeckplatte 17 trägt zentral
ein Lager 19 (Fig. 2) für die drehbare Lagerung einer Triebscheibe 20, die eine Ausnehmung
21 besitzt (Fig. und 4), in die ein Mitnehmerbolzen 22 eingreift, der an einem Schließriegel
23 der Schließmechanik des Schlosses 8 vorgesehen ist. In Fig. sind über dem Schließriegel
23 eine Mehrzahl von Zuhaltungen 24 sichtbar, die gegen Federdruck schwenkbar gelagert
sind und durch die Stufen des Schlüssels 15 so geordnet werden können, daß ein Tourstift
25 an dem Schließriegel 23 in einen Schlitz sämtlicher Zuhaltungen 24 eintreten kann,
wenn die Zuhaltungen geordnet sind und sich der Schlitz durchgehend gebildet hat.
An der Triebscheibe 20, wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind Gelenke 26
für die schwenkbare Anlenkung von Gelenkhebeln 27 und 28 vorgesehen, die an ihren
anderen Enden Gelenke 29 tragen, die an den Riegelbolzen 10 angreifen. Damit die Riegelbolzen
10 beim Verdrehen der Triebscheibe 20 einen gleichen Schließweg zurücklegen, sitzen
die Gelenke 26 der Gelenkhebel 27 auf einem unterschiedlichen Radius zu den Gelenken
26 der Gelenkhebel 28. Die geometrischen Bedingungen sind aus Fig. 4 erkennbar. In
durchgezogener Linienführung ist die Schließlage der Riegelbolzen 10 und der Gelenkhebel
27 und 28 dargestellt. Die gestrichelte Darstellung der Gelenkhebel 27 und 28 entspricht
der Offenstellung des Schlosses 8 und der Riegelbolzen 10. Es ist ersichtlich, wie
die Gelenkhebel 27 und 28 in der Schließlage eine Totpunktslage einnehmen, da sich
ihre Gelenke 26 und 29 fluchtend zwischen jeweils einem Riegelbolzen 10 und dem Lager
19 der Triebscheibe 20 befinden. Es können also in dieser Stellung keine Drehmomente
auf die Triebscheibe 20 übertragen werden. Nur ein solches Drehmoment könnte sich
dahingehend auswirken, daß eine Kraft rückwärts über den Mitnehmerbolzen 22 auf die
empfindlichen Teile der Schließmechanik übertragen würde. Selbstverständlich läßt
sich umgekehrt das Schloß 8 und die Riegelbolzen 10 einwandfrei betätigen.
[0013] Fig. 1 zeigt die verschlossene Stellung, in welcher die Riegelbolzen 10 den Verschlußrahmen
2 bzw. eine besonders angesetzte Verschlußleiste 30 hintergreifen. Um den Tresor zugänglich
zu machen, wird zunächst die Verkleidungsplatte 3 abgenommen, der Schlüssel 15 in
das Schloß 8 eingeführt und gedreht, so daß die Zuhaltungen 24 geordnet werden. Infolge
dieser Bewegung verschiebt sich der Schließriegel 23, wobei gleichzeitig der Tourstift
25 in die Zuhaltungen 24 eintritt und der Mitnehmerbolzen 22 mitverschoben wird. Durch
diese Verschiebung des Mitnehmerbolzens 22 dreht die Triebscheibe 20 um ihr Lager
19 auf der Abdeckplatte 17 aus der in durchgezogener Linie in Fig.4 dargestellten
Stellung in die gestrichelt dargestellte Stellung, so daß die Totpunktslage verlassen
wird und die Gelenkhebel 27 und 28 die Riegelbolzen 10, die doppelt geführt sind,
zurückziehen. Mit Hilfe des Handgriffes 6 kann der Verschluß 4 mit dem Schloß 8 aus
dem Verschlußrahmen 2 herausgenommen werden. Der Innenraum des Tresorgehäuses 1 ist
damit zugänglich. Das Einsetzen des Verschlusses 4 und das Verschließen des Tresors
geschieht in analoger Weise.
[0014] Um die Leichtgängigkeit des Schlosses 8 zu erhöhen, kann der Mitnehmerbolzen 22 mit
einer Laufrolle ausgestattet sein. Ebenso können die Gelenke 26, die die Totpunktslage
einnehmen müssen, mit Laufrollen versehen sein, was aber der Übersichtlichkeit halber
nicht dargestellt ist.
1. Als Deckel oder Tür ausgebildeter Verschluß für einen Tresor, insbesondere Bodentresor,
mit einem eine Schließmechanik mit einem Mitnehmerbolzen aufweisenden Schloß und mit
einem über den Mitnehmerbolzen der Schließmechanik betätigbaren Riegelwerk mit mindestens
zwei Riegeln, die über beidendig mit Gelenken versehene Gelenkhebel an einer Treibscheibe
angelenkt sind, wobei die Treibscheibe drehbar an einer am Verschluß befestigten Abstützplatte
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerbolzen (22) der Schließmechanik
direkt in eine exzentrisch an der Treibscheibe (20) angeordnete Ausnehmung (21) eingreift,
und daß die Treibscheibe (20) unter Umgehung sämtlicher Einzelteile der Schließmechanik
lediglich an und unmittelbar auf der Abstützplatte (17) gelagert ist, die ihrerseits
an einer Grundplatte (13) des Schloßes (8) fest angebracht ist.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung unterschiedlich
langer Gelenkhebel (27, 28) die Gelenke (26) an der Treibscheibe (20) auf zwei verschiedenen
Durchmessern angeordnet sind.
3. Verschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (21)
in der Treibscheibe (20) für den Eingriff des Mitnehmerbolzens (22) auf einem kleineren
Radius als die Gelenke (26) für die Gelenkhebel (27, 28) angeordnet ist.
4. Verschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkhebel (27,
28) in Richtung auf die Schließmechanik abgekröpft ausgebildet sind.
5. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (17) zentrisch
das Lager (19) für die Treibscheibe (20) aufweist und über die Schließmechanik überbrückende
Stehbolzen (16) an der Grundplatte (13) des Schlosses (8) befestigt ist.
1. Closure designed as a cover or door and intended for a safe, especially a floor
safe, with a lock having a closing mechanism with a keeper pin, an with a lockingbar
mechanism actuable via the keeper pin of the closing mechanism and having at least
two locking bars which are articulated on a driving disc via articulated levers provided
at both ends with joints, the driving disc being mounted rotatably on a support plate
fastened to the closure, characterised in that the keeper pin (22) of the closing
mechanism engages directly into a recess (21) located eccentrically in the driving
disc (20), and in that the driving disc (20), bypassing all the individual parts of
the closing mechanism, is mounted solely at and directly on the support plate (17)
which is itself attached fixedly to a base plate (13) of the lock (8).
2. Closure according to claim 1, characterised in that when articulated levers (27,
28) of different lengths are used, the joints (26) on the driving disc (20) are arranged
on two different diameters.
3. Closure according to Claims 1 and 2, characterised in that the recess (21) in the
driving disc (20) for the engagement of the keeper pin (22) is arranged on a smaller
radius than the joints (26) for the articulated levers (27, 28).
4. Closure according to Claims 1 to 3, characterised in that the articulated levers
(27, 28) are bent in the direction of the closing mechanism.
5. Closure according to Claim 1, characterised in that the cover plate (17) possesses
centrally the bearing (19) for the driving disc (20) and is fastened to the base plate
(13) of the lock (8) via stay bolts (16) bridging the closing mechanism.
1. Système de fermeture d'un coffre-fort ayant la forme d'un couvercle ou d'une porte,
en particulier pour un coffre-fort incorporé dans un plancher, muni d'un mécanisme
de fermeture avec une serrure présentant une cheville d'entraînement et un verrou,
actionnable par la cheville d'entraînement du mécanisme de fermeture, et muni de deux
pènes au moins, qui sont articulés sur une poulie d'entraînement par des leviers articulés
à leurs deux extrémités, ladite poulie s'appuyant de manière pivotante sur une plaque
d'appui fixée sur la fermeture, caractérisé par le fait que la cheville d'entraînement
(22) du mécanisme de fermeture attaque directement un évidement (21) disposé excentriquement
sur la poulie d'entraînement (20) et par le fait que cette poulie (20), en évitant
tous les éléments du mécanisme de fermeture, s'appuie simplement et directement sur
la plaque d'appui (17), qui pour sa part est fixée sur une plaque de base (13) de
la serrure (8).
2. Système de fermeture selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'en utilisant
des leviers articulés de longueurs différentes (27, 28), les articulations (26) sont
disposées sur la poulie d'entraînement (20) sur deux diamètres différents.
3. Système de fermeture selon les revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que
l'évidement (21) de la poulie (20) est disposé, pour l'attaque de la cheville d'entraînement
(22), sur un rayon plus petit que les articulations (26) des leviers (27, 28).
4. Système de fermeture selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que les leviers articulés (27, 28) sont coudés dans la direction, du mécanisme de
fermeture.
5. Système de fermeture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la plaque
de recouvrement (17) présente au centre un palier (19) pour la poulie (20) et qu'elle
est fixée sur la plaque de base (13) de la serrure (8) par une cheville verticale
(16) réalisant un pont qui passé sur le mécanisme de fermeture.