[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung nichtbrennbarer flächiger Körper
für Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbauteile durch Schichten hydraulisch abbindender
anorganischer Stoffe, die auch Zuschlagstoffe oder Modifizierungsmittel und mindestens
teilweise Glasfaser oder -matten enthalten.
[0002] Der derzeitige Marktbedarf an flächigen Bau-, Dämm-, und Möbelbau- und Innenausbaustoffen
wird aus verschiedenen geeigneten Werkstoffen und Werkstoffkombinationen gedeckt,
die nach vielfältigen und abgestimmten Verfahren hergestellt und verarbeitet worden
sind.
[0003] Von Holzwerkstoffen, wie Sperrhölzer, Holzspanplatten, Holzwolle-Leichtbauplatten
usw., über natürliche Bausteine, gebrannte Steine, Tonwaren, Fliesen usw., schließlich
Kalksandstein, Beton- und Leichtbetonsysteme, Asbest-und Gipsbauplatten bis zu diversen,
auch Kunststoff enthaltenden Verbundsystemen stehen diese bewährten Produkte in Abhängigkeit
von den an sie gestellten Anforderungen bezüglich ihres jeweils gewünschten Eigenschaftsbildes
dem Markt und dem Verarbeiter zur Verfügung.
[0004] Gewünschte Eigenschaftsbilder ergeben sich primär naturgemäß aus den Anforderungen,
denen diese Produkte bei der Herstellung, dem Vertrieb, Verbau und auch beim langfristigen
Gebrauch genügen müssen, und. sekundär aus vielfach schwer beurteilbaren - zum Teil
subjektiven - merkantilen Gesichtspunkten.
[0005] Allein der Katalog der Primärkriterien für die Bestimmung der Gebrauchstauglichkeit
ist vielschichtig und enthält unter anderem Forderungen nach Feuerwiderstand, Wasserbeständigkeit,
zweckgerechte Wasseraufnahme, Frost-und Tauwechselbeständigkeit, Wurzelfestigkeit,
Schall- und Wärmedämmvermögen, geringe Dichte, Transportstabilität, hohe Biegezugfestigkeit
und -steifigkeit, hohe Druck- und Querzugfestigkeit, Verkleb- und/oder Verfugbarkeit,
Kaschier- und/oder Lackierbarkeit, einheitliches Oberflächenbild, angenehmer Griff
und Klang, physiologische Unbedenklichkeit, Möglichkeit zur Krafteinleitung und Schraubenhaltevermögen,
Licht- und Wetterechtheit, wirtschaftlich sicher reproduzierbare Herstellbarkeit,
langfristige Verfügbarkeit der Rohstoffe und vieles andere mehr.
[0006] Diese noch unvollständige Aufzählung zeigt deutlich, daß alle bekannten Bau-, Dämm-,
Möbelbau- und Innenausbaustoffe bei Erfüllung der einen Anforderungen in ihrem Verhalten
bezüglich der anderen Anforderungen einer Überprüfung nicht standhalten können. Der
Baufachmann hat sich daher lange mit Kompromissen abfinden - müssen, die sich aus
scheinbar von Natur her diametralen Forderungen ergaben, bzw. gewisse Forderungskomplexe
als vereinbare oder unvereinbare Gesetzmäßigkeiten angesehen.
[0007] Aus diesem Mangel ergab sich die Aufgabe, einen Bau-, Dämm-, Möbelbau- und innenausbaustoff
zur Herstellung flächiger Körper zur Verfügung zu stellen, der eine möglichst große
Bandbreite von verschiedenen technischen Anforderungen - vor allem auch hinsichtlich
der scheinbar gegensätzlichen Natur - wirtschaftlich erfüllen kann.
[0008] Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, daß mindestens zwischen zwei Schichten aus mit Glasfasermatten
und/oder -gewebe verstärkten hydraulisch abbindenen anorganischen Stoffen eine 0,2
bis 18 Gew.-% eines Isocyanats mit mindestens zwei Isocyanatgruppen im Molekül enthaltende
hydraulisch abbindende Masse, der Leichtzuschlagstoffe zugesetzt worden sind, aufgebracht
und der geschichtete flächige Körper bei Temperaturen von 35 bis 250 °C verpreßt,
anschließend entformt wird, wobei die weitere Verfestigung bis zur Endfestigkeit durch
Hydratation erfolgt. Der Zusatz geringer Mengen feuchtigkeitsreaktiver mehrfunktioneller
Isocyanate zu flüssigen Mörtel- und Betonmischungen beeinflußt diese bei normalen
Arbeits-und Raumtemperaturen in ihrer Konsistenz in frischem Zustand nur wenig, die
damit versetzten Massen dicken jedoch bei Wärmezufuhr sehr rasch so stark ein, daß
eine Entformung in kürzester Zeit möglich wird.
[0009] Die DE-A-2713984 gibt das Beschichten anorganischer Hohlperlen mit flüssigem Polyisocyanat
bekannt, woraus leichte, lagerfähige Wärmedämm-Formteile herstellbar sind. Durch Zusatz
von Wasser, das mit dem Polyisocyanat reagiert, kann der Stoff gehärtet werden. Dagegen
erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Formungsprozeß durch hydraulische
Hydratation der Bindemittel. Dabei stören die Isocyanate nicht, so daß im Anschluß
an die Formgebung eine Nachhärtung ausgeführt werden kann.
[0010] Weiterhin wurde festgestellt, daß dieses System mit allen üblichen Zuschlag- und
Leichtzuschlagstoffen verträglich ist und sich durch faserförmige Armierungsstoffe
deutlich verstärken läßt.
[0011] Das erhaltene Material ist unter anderem wasserfest, feuerbeständig, kaschier- und
lackierbar.
[0012] Das Wesen der Erfindung besteht demnach in der Bereitstellung eines wirtschaftlich
herstellbaren, warmeindickenden und schnell entformbaren, wasser- und feuerbeständigen,
in der Dichte variierbaren, wärme- und schalldämmenden, mechanisch hochfesten, kaschier-
und lackierbaren, frost- und taubeständigen, wurzeifesten, transportstabilen, verkleb-
und verfugbaren flächigen Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbaustoffes mit einheitlicher
Oberfläche sowie angenehmem Griff und Klang, dessen zur Herstellung benötigten Ausgangsstoffe
verflügbar sind und voraussichtlich verfügbar bleiben werden.
[0013] Erfindungsgemäß kommen zur Eindickung der Aufbereitungen aus hydraulischen Bindemitteln
aliphatische, cycloaliphatische, aromatische, araliphatische und heterocyclische Isocyanate
mit mindestens zwei Isocyan-Gruppen in Betracht, wie sie z. B. aus « Annalen der Chemie",
Band 562, Seiten 75 bis 136, bekannt sind. Beispiele solcher isocyanate sind : Äthylen-diisocyanat,
1,4-Tetramethyien-diisocyanat, 1,6-Hexamethylendiisocyanat, 1,12-Dodecan-diisocyanat,
Cyclobutan-1,3-diisocyanat, Cyclohexan-1,3- und -1,4-diisocyanat sowie Gemische dieser
Isomeren, 1-Isocyan-3,3,5-trimethyl-5-isocyan-methyl-cyclohexan, 2,4- und 2,6-Hexahydrotoluylen-diisocyanat
sowie Gemische dieser Isomeren, Hexahy- dro-1,3- und/oder -1,4-phenylen-düsocyanat,
Per- hydro-2,4'- und/oder -4,4'-diphenyl-methan-diisocyanat, 2,4- und 2,6-Toluylen-düsocyanat
und Gemische dieser Isomeren, Diphenyl-methan-2,4'- und/oder -4,4'-diisocyanat, Naphthylen-1,5-diisocyanat,
Triphenyl-methan-4,4',4"-trüsocya- nat, Polyphenyl-polymethylen-polyisocyanate, wie
sie durch die Einwirkung von Phosgen auf Anilin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte
erhalten werden, auch perchlorierte Arylpolyisocyanate, Carboimid-Gruppen aufweisende
Polyisocyanate, Allophanat-Gruppen aufweisende Polyisocyanate, Isocyanurat-Gruppen
aufweisende Polyisocyanate, Urethan-Gruppen aufweisende Polyisocyanate, acylierte
Harnstoffgruppen aufweisende Polyisocyanate, Biuretgruppen aufweisende Polyisocyanate,
durch Telomerisationsreaktionen hergestellte Polyisocyanate, Estergruppen aufweisende
Isocyanate sowie Umsetzungsprodukte der obengenannten Isocyanate mit Acetalen.
[0014] Es ist auch möglich, die bei der technischen Herstellung der Isocyanate anfallenden
isocyanatgruppenhaltigen Destillationsrückstände, gegebenenfalls gelöst in einem oder
mehreren der vorgenannten Polyisocyanate, einzusetzen. Ferner ist es möglich, beliebige
Mischungen der vorstehend aufgeführten Isocyanate mit mindestens zwei Isocyan-Gruppen
zu verwenden.
[0015] Besonders vorteilhaft sind in der Regel die technisch leicht zugänglichen Isocyanate
mit mindestens zwei Isocyan-Gruppen, wie das 2,4-und 2,6-Toluylen-diisocyanat sowie
Gemische dieser Isomeren (TDI), Polyphenyl-polymethylen-polyisocyanate, wie sie durch
Einwirkung von Phosgen auf Anilin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte hergestellt werden
(Roh-MDI), Carboimid-, Urethan-, Allophanat-, Isocyanurat-, Harnstoff- oder Biuret-Gruppen
enthaltende Polyisocyanate (modifizierte PUR-Härter) sowie Verbindungen mit gleichen
oder ähnlichen Eigenschaften.
[0016] Als hydraulische Binder kommen erfindungsgemäß unter anderem Stoffe in Betracht,
die Wasser irreversibel binden, wie reaktionsfähige Tonsäuren (Hydraulefaktoren),
Puzzolane (hydraulische Zuschläge) in Kalk, Puzzolan, mörtelhydratische Puzzolane
wie Diatomeenerde, Molererde, Si-Stoff und -truß, anhydrische Puzzolane zusammen mit
Calciumhydroxid sowie handelsübliche Puzzolankalke, hydrau:ische Kalke, Romankalke,
lufttrockene Tone, Tricalciumsilicat, Dicalcium-aluminium-ferrit, ferner latent hydraulische
Stoffe, Puzzolanzement, Tonerdeschmelzzement, wasserhärtbare Stoffe, wie Gips, Anhydrit
usw., die gegebenenfalls durch bekannte modifizierende Stoffe in ihrem Eigenschaftsbild
abgerundet sind.
[0017] Übliche Zuschlagstoffe, wie Quarzmehl, Splitt, Sand, Kies, Ziegeleibruch, Ziegeleimehl
u. a., können allein oder gemeinsam mit Leichtfüllstoffen, wie expandiertem Polystyrol
oder anderen gewichtsreduzierenden Kunststoffen, Perlit, Millcell-Perlen und -Pellets,
Schwimmaschen, Sarnalit, Expanver, Glasfoam, Blähton, Blähschiefer; Siliperl, Aufmahlungen
von Siporex u. a., verwendet werden.
[0018] Der Einsatz von ausgewählten Leichtfüllstoffen führt zu leichten Stoffen mit Dichten
von unter 1 kg/
dm3.
[0019] Als verstärkende Fasern kommen z.. B. solche aus Glas, Anhydrit, Kohlenstoff, Bor,
Asbest, Polypropylen, Polyestern sowie natürliche und synthetische Textilfasern erfindungsgemäß
in Betracht.
[0020] Zur Verbesserung der Biegezugfestigkeit ist eine relative Anhäufung des Fasermaterials
in den Randzonen des neuen Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbaustoffes von Vorteil.
Erfindungsgernäß hat sich hier eine Glasfaseranreicherung aus einer vorgefertigten
Stapel-und/oder Endlosglasfasermatte und/oder Glasgewebe mit z. B. Schuß und Kette
oder eine Faseranreicherung nach den in der Kunststofftechnologie bekannten Verfahren
des GFK-Spritzens bewährt. Es ist vorteilhaft, die Schlichte der Glasfasern hinsichtlich
ihrer chemischen Wechselwirkungen auf z. B. Betonzuschlagstoffe und Beton selbst abzustimmen.
[0021] Die nichtbrennbaren flächigen Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbaustoffe werden
am besten wie folgt hergestellt : Austapezieren senkrecht stehender flächiger Formen
mit handelsüblichen Glasfasermatten, deren Flächengewicht je nach gewünschter Endfestigkeit
des Fertigproduktes variieren kann; Ausgießen des Zwischenraumes mit entsprechend
beweglicher hydraulischer Bindemittel- und Füllstoffaufbereitung, die 0,2 bis 18 Gew.-%,
am besten 0,5 bis 5,0 Gew.-%, eines Polyurethanhärters, wie MDI und/ oder ein Prepolymer
in verteilter, gegebenenfalls hochdisperser Form enthält; und gegebenenfalls Verdichten.
Der ausgefüllte Zwischenraum beträgt je nach gewünschtem Endprodukt 2 mm oder mehr
die erzielbare maximale Spaltbreite wird lediglich durch verfahrenstechnische Grenzen
eingeschränkt. Die bevorzugte Spaltbreite beträgt 5 bis 100 mm. Die flächige Körpergröße
ist durch die technischen Möglichkeiten im Formenbau begrenzt. Um eine Entlüftung
und völlige Durchtränkung der Glasfasermatten zu gewährleisten, haben sich handelsübliche
Betonzusatzmittel, wie Betonverflüssiger und/oder Betonverdichtungsmittel, auch Einpreßhilfen
als wirksam erwiesen. Nach dem Verfüllen des Zwischenraumes wird die Temperatur auf
35 bis 250 °C, am besten auf etwa 80 bis 180 °C, erhöht, z. B. durch elektrisches
Widerstandserwärmen mit Hilfe eines durch die Füllmasse geleiteten Stromes, durch
Kontakt- bzw. Strahlungserwärmung von der Formwand her oder mit Hilfe anderer Verfahren.
In Abhängigkeit vom Eindickungsgrad wird nach etwa 5 Sekunden bis 2 Stunden entformt
und das geformte Produkt in feuchtem Milieu bis zu etwa vier Wochen nachgehärtet,
bevor Trocknen, Bearbeiten, Oberflächenvergüten, Transport und Einbau stattfinden.
[0022] Bei einem anderen vorteilhaften Herstellungsverfahren wird eine flächige, horizontale
Form mit einer Glasfasermatte und/oder einem Glasfasergewebe, die mit flüssiger, modifizierter
Zementaufbereitung getränkt ist, oder mehreren solcher Glasfasermatten und/oder -geweben
ausgelegt und mit frischem isocyanathaltigen Mörtel oder Beton beschichtet. Diese
Schicht wird dann mit einer weiteren Glasfaserschicht abgedeckt. Nachdem die Form
auf diese Weise gefüllt ist, wird die Schließeinheit von oben auf die Füllmaterialien
gefahren. Durch Erwärmen auf 220 °C erfolgt die Eindickung. Das gebildete Formteil
ist je nach Dicke, Zusammensetzung und Temperatur in 0,5 Sekunden bis 2 Stunden entformbar
und wird am besten einer Nachhärtung, wie vorste- . hend beschrieben, unterzogen.
[0023] Die beschriebenen Verfahren ergeben randzonenverstärkte, biegefeste, unbrennbare,
gegebenenfalls sehr leichte, glatte Platten oder andere flächige Körper, die in kurzen
Taktzeiten herstellbar sind. Besonders der Zusatz von extrem leichtert Füllstoffen,
wie expandiertem Polystyrol, führt zu Kernschichten, die bei ausreichender Druckfestigkeit
gemeinsam mit den beiden zugfesten Randzonen einen leichten, biegefesten und unbrennbaren
Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbaustoff ergeben.
[0024] Durch die Erfindung wird somit eine Bau-, Dämm-, Möbelbau- und Innenausbaustoffgruppe
zur Verfügung gestellt, die erstmals vorteilhafte wirtschaftliche Eigenschaften, wie
kurze Taktzeit bei der Herstellung, mit Unbrennbarkeit, geringer Dichte, hoher Festigkeit,
Frost- und Taubeständigkeit, Kaschier- und Lackierbarkeit, Verschraubbarkeit, angenehmer
Griff und Klang, Wetterbeständigkeit, Schall- und Wärmedämmung in sich vereint und
die aus Rohstoffen herstellbar ist, die auch in fernerer Zukunft ausreichend zur Verfügung
stehen dürften. Allgemein gültige Anforderungen, die auchsicherheitstechnische Bedürfnisse
berücksichtigen, werden von diesen Stoffen sowohl im Hoch-, Tief-, Fahrzeug-, Flugzeug-
und Schiffsbau als auch im Möbel- und Innenausbau überall selbst dort erfüllt, wo
mehrere oder alle dieser vorteilhaften Eigenschaften von Bedeutung sind.
Beispiel 1
[0025] Zur Herstellung eines flächigen Körpers, insbesondere einer Platte wurde ein heizbarer,
planer Preßtisch mit den Abmessungen 1 000 mm x 2 000 mm mit Distanzhaltern von 19
mm Höhe versehen. Als Formmaterial dienten polierte, gewachste Edelstahlbleche. Eine
Glasfasermatte mit einem Flächengewicht von 375 g/m
2 wurde in einem Bad, das Einbauten in Form von drei angetriebenen Quetschwalzen enthielt,
mit folgender Aufbereitung getränkt :
[0026]

Überschüssiges Material wurde außerhalb des Bades von der Glasfasermatte abgestreift.
Die derart vorbereitete Matte wurde bei Raumtemperatur in die Presse eingelegt und
mit einer Aufbereitung aus dem Vielfachen von

gleichmäßig bis zum Erreichen der durch die Distanzhalter vorgegebenen Schichthöhe
abgedeckt. Die so entstandene Packung wurde mit einer zweiten Glasfasermatte, die
wie die erste Matte getränkt worden war, belegt. Sodann wurde die Presse niedergefahren
und ein spezifischer Druck von 8 bar ausgeübt und die Temperatur auf 155 °C erhöht.
Nach 12,5 min wurde abgekühlt und nach 15 min das Formprodukt mit Hilfe eines Vakuumhebers
entformt.
[0027] Die erhaltene Platte wurde plan gelagert, nach 2 h in ein Wasserbad gegeben, belastet
und 14 Tage darin belassen. Anschließend wurde die Platte 72 h bei 45-48 "C getrocknet.
Danach erfüllte die Platte die Anforderungen und Prüfbedingungen der Baustoff klasse
A 2 nach DIN 4102, Teil 1, Ausgabe 9/1977 « Baustoffe-Begriffe •. Die Dichte der Platte
betrug 820 g/dm
3, ihre Biegezugfestigkeit 745 N/cm
2. Die Platte hatte eine glatte Oberfläche, war frost- und tauwechselbeständig, wasser-,
wetter- und lichtbeständig, nagelbar und transportstabil sowie querzugfest. Sie zeigte
einen angenehmen Griff und Klang.
Beispiel 2
[0028] Eine nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellte Platte wurde nach dem Trocknen
mit Schleifpapier der Güte 220 abgezogen und mit einer 5 %igen Acrylat-Dispersion
besprüht. Die Oberfläche war glatt und soweit verfestigt, daß kein Kreiden des Bindemittels
auftrat. Nach dem Verflüchtigen des Wassers aus der Dispersion konnte die Platte mit
dekorativen Schichten versehen werden.