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EP 0 044 997 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.1984 Patentblatt 1984/46 |
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Anmeldetag: 13.07.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: H01H 85/30 |
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NH-Sicherung mit Federblechanzeiger
Low voltage-high power fuse with spring blade indicator
Fusible à basse tension - grande puissance comportant un indicateur à lame de ressort
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
25.07.1980 DE 3028268
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.02.1982 Patentblatt 1982/05 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Geiger, Erwin
D-8400 Regensburg (DE)
- Seger, Albert
D-8411 Lappersdorf (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherung, nachfolgend
NH-Sicherung genannt, mit einer Anzeigeeinrichtung nach Art von Federblechanzeigern,
wobei der an einer Platine befestigte Anzeigeschmelzleiter durch die andere Platine.
hindurchgeführt und an einem Federblech unter Vorspannung befestigt ist, so dass beim
Durchschmelzen das Federblech seine Lage als optische Anzeige verändert. Eine derartige
NH-Sicherung ist z.B. aus der FR-E-93 779 bekannt.
[0002] Wenn keine Zusatzfunktionen benötigt werden, haben Federblechanzeiger gegenüber den
auch gebräuchlichen Bolzenanzeigern den Vorteil, dass sie wirtschaftlicher herzustellen
und zu montieren sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine NH-Sicherung mit einem besonders zuverlässigen
Federblechanzeiger zu entwickeln, der sich auch besonders wirtschaftlich montieren
lässt.
[0004] Die Lösung der geschilderten Aufgabe besteht darin, dass das Federblech aus zwei
übereinanderliegenden Schenkeln, einem Basisschenkel und einem schmaleren Anzeigeschenkel,
die gewölbt miteinander verbunden sind, gebildet ist, dass in der Wölbung bis zu den
planen Schenkeln und in den Schenkelenden Schlitze ausgebildet sind und dass der Anzeigeschmelzleiter
an der Innenseite des Anzeigeschenkels befestigt ist und durch den Schlitz in der
Wölbung nach aussen geführt und am Schlitz in den Schenkelenden durch ein Loch in
der anderen Platine hindurchgeführt ist.
[0005] Eine NH-Sicherung mit einem solchen Federblechanzeiger gewährleistet einerseits mechanisch
bedingt und andererseits wegen der sich ergebenden Zugentlastung des Anzeigeschmelzleiters
durch die besondere Führung am Federblechanzeiger, eine zuverlässige Anzeige, ob die
Sicherung durchgeschmolzen ist. Da beim Ansprechen der Sicherung keine Teile vom Anzeiger
abfallen können, ist eine solche NH-Sicherung auch beim Einsatz in Anlagen besonders
betriebssicher. Der Schlitz am Schenkelende des Anzeigeschenkels dient dabei der Führung
und Lagesicherung des Anzeigeschmelzleiters.
[0006] Eine Weiterbildung der NH-Sicherung besteht darin, dass aus der Platine, die den
Federblattanzeiger trägt, Nieten herausgeprägt sind, die so auf Nietlöcher im Basisschenkel
abgestimmt sind, dass das innenliegende Ende des Schlitzes im Basisschenkel ein weites
Durchführungsloch in der Platine fast bis auf den Durchmesser des Anzeigeschmelzleiters
abdeckt. Dadurch erübrigt sich das sonst erforderliche gesonderte Abdichten des Durchführungsloches
in der Platine, die den Federblattanzeiger trägt. Solche Durchführungslöcher können
wegen der Materialstärke der Platine nicht beliebig fein ausgebildet werden und es
muss vermieden werden, dass Sand der Löschfülluhg der NH-Sicherung aus dem Durchführungsloch
verloren wird. Der Federblechanzeiger dient also zugleich zum Abdichten des Durchführungsloches.
Hierbei ist es günstig, wenn das innenliegende Ende des Schlitzes im Basisschenkel
V-förmig verjüngt mit kleiner Rundung ausgebildet ist.
[0007] Eine wirtschaftliche Montage bei sicherem Betrieb, da keine Teile beim Ansprechen
des Anzeigeschmelzleiters verloren gehen können, besteht darin, dass der Anzeigeschmelzleiter
am Anzeigeschenkel angeschweisst ist.
[0008] Die Erfindung soll anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
In Fig.1 ist eine NH-Sicherung mit Federblechanzeiger vereinfacht im Längsschnitt
wiedergegeben.
In Fig. 2 ist die Aufsicht auf den Federblechanzeiger dargestellt.
In Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Federblechanzeiger nach Fig. 2 längs der Linie
111-111 genommen, wiedergegeben.
In Fig. 4 ist ein Federblechanzeiger im ungespannten Zustand, also nicht fertig montiert,
in Seitenansicht wiedergegeben.
In Fig. 5 ist ein Federblechanzeiger ohne Anzeigeschmelzleiter in Seitenansicht dargestellt.
In Fig. 6 ist die Aufsicht auf den Federblechanzeiger nach Fig. 5 wiedergegeben.
In Fig. 7 ist der Federblechanzeiger nach Fig. 5 in Seitenansicht bei Blickrichtung
in Pfeilrichtung VII wiedergegeben.
In Fig. 8 ist an einem abgebrochen dargestellten Platinenstück das Herausprägen von
Nieten veranschaulicht.
[0009] Die NH-Sicherung nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einem Arbeitsschmelzleiter
1 in einem Gehäuse 2 mit den Messerkontakten 3. Der Schaltzustand der Sicherung wird
angezeigt durch eine Anzeigevorrichtung, die aus einem Federblechanzeiger 4 und einem
Anzeigeschmelzleiter 5 besteht. Der Anzeigeschmelzleiter 5 ist an der Platine 6 durch
eine Hülse 7 festgeklemmt, die in üblicher Weise zugleich die Einfüllöffnung für den
Löschsand verschliesst. Der Anzeigeschmelzleiter ist durch die andere Platine 8 durch
ein Durchführungsloch 9 hindurchgeführt und an einem Schenkel des Federblechanzeigers
4 befestigt.
[0010] Der Federblechanzeiger nach Fig. 2 besteht aus einem Federblech, das zwei übereinanderliegende
Schenkel bildet, einen Basisschenkel 10 und einen Anzeigeschenkel 11. Beide Schenkel
sind, wie aus Fig. 3 deutlicher zu ersehen, durch eine Wölbung 12 miteinander verbunden.
Der Anzeigeschenkel 11 ist, wie die Aufsicht nach Fig. 2 zeigt, schmaler als der Basisschenkel
10. In der Wölbung 12 ist bis zu den planen Schenkeln ein Schlitz 13 ausgebildet.
Ebenso sind in den Schenkelenden Schlitze 14 und 15 ausgebildet, die an ihrer Wurzel
im montierten Zustand fluchten.
[0011] Der Anzeigeschmelzleiter 5 ist an der Innenseite des Anzeigeschenkels 11 angeschweisst,
durch den Schlitz 13 nach aussen geführt und durch die Schlitze 15 bzw. 14 in den
Schenkelenden durch das Durchführungsloch 9 hindurchgeführt. Die Montage beginnt in
der Praxis zweckmässigerweise mit einem Federblechanzeiger nach Fig. 4, der nach Durchführen
des Anzeigeschmelzleiters 5, durch das Durchführungsloch 9 hindurch, verspannt wird.
[0012] Zur Befestigung des Federblechanzeigers 4 sind im Basisschenkel 10 Nietlöcher 16
ausgebildet, man vergleiche Figuren 2 und 6. Hierzu können aus der Platine 8, die
den Federblechanzeiger 4 trägt, Nieten 17 herausgeprägt sein, wie es in Fig. 8 dargestellt
ist.
[0013] Wenn die Nieten 17 so auf die Nietlöcher 16 im Basisschenke) 10 des Federblattanzeigers
4 abgestimmt sind, dass das innenliegende Ende des Schlitzes 14 im Basisschenkel 10
ein weites Durchführungsloch 9 in der Platine 8 fast bis auf den Durchmesser des Anzeigeschmelzleiters
5 abdeckt, wie es in Fig. 3 veranschaulicht ist, spart man eine sonst übliche zusätzliche
Dichtung des Durchführungsloches 9 ein.
[0014] Es ist günstig, wenn das innenliegende Ende des Schlitzes im Basisschenkel V-förmig
verjüngt und mit kleiner Rundung ausgebildet ist, wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
1. NH-Sicherung mit einer Anzeigeeinrichtung nach Art von Federblechanzeigern (4),
wobei der an einer Platine (6) befestigte Anzeigeschmelzleiter (5) durch die andere
Platine (8) hindurchgeführt und an einem Federblech unter Vorspannung befestigt ist,
so dass beim Durchschmelzen das Federblech seine Lage als optische Anzeige verändert,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federblech aus zwei übereinanderliegenden Schenkeln,
einem Basisschenkel (10) und einem schmaleren Anzeigeschenkel (11), die gewölbt miteinander
verbunden sind, gebildet ist, dass in der Wölbung (12) bis zu den planen Schenkeln
und in den Schenkelenden Schlitze (13; 14, 15) ausgebildet sind und dass der Anzeigeschmelzleiter
(5) an der Innenseite des Anzeigeschenkels (11) befestigt ist und durch den Schlitz
(13) in der Wölbung (12) nach aussen geführt und am Schlitz (14, 15) in den Schenkelenden
durch ein Loch (9) in der anderen Platine (8) hindurchgeführt ist.
2. NH-Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Platine (8),
die den Federblattanzeiger (4) trägt, Nieten (17) herausgeprägt sind, die so auf Nietlöcher
(16) im Basisschenkel (10) abgestimmt sind, dass das innenliegende Ende des Schlitzes
(14) im Basisschenkel (10) ein weites Durchführungsloch (9) in der Platine (8) fast
bis auf den Durchmesser des Anzeigeschmelzleiters (5) abdeckt.
3. NH-Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das innenliegende Ende
des Schlitzes (14) im Basisschenkel (10) V-förmig verjüngt mit kleiner Rundung ausgebildet
ist.
4. NH-Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Anzeigeschmelzleiter (5) an der Innenseite des Anzeigeschenkels (11 ) angeschweisst
ist.
1. Coupe-circuit à basse tension et à pouvoir élevé de coupure comportant un dispositif
indicateur réalisé à la manière de dispositifs indicateurs en tôle à ressorts (4)
et dans lequel un conducteur fusible indicateur (5) fixé à une platine (6) s'étend
à travers l'autre platine (8) et est fixé sous précontrainte à une tôle à ressorts,
de telle sorte que lors de la fusion complète, il se produit une modification de la
position de cette tôle, qui sert d'indicateur optique, caractérisé par le fait que
la tôle à ressorts est formée de deux branches superposées, à savoir une branche de
base (10) et une branche indicatrice plus étroite (11 ), qui sont reliées entre elles
par une partie cintrée, que des fentes (13; 14, 15) sont ménagées dans la partie cintrée
(12) jusqu'aux branches planes et dans les extrémités des branches et que le conducteur
fusible indicateur (5) est fixé sur la face intérieure de la branche indicatrice (11)
et s'étend vers l'extérieur à travers la fente (13) ménagée dans la partie cintrée
(12) et s'étend, au niveau des fentes (14, 15) ménagées dans les extrémités des branches,
à travers un trou (9) ménagé dans l'autre platine (8).
2. Coupe-circuit à basse tension et à pouvoir élevé de coupure suivant la revendication
1, caractérisé par le fait qu'à partir de la platine (8), qui porte le dispositif
indicateur en tôle à ressorts (4), se trouvent dégagés par estampage des rivets (17)
qui sont accordés sur des trous de rivet (16) ménagés dans la branche de base (10)
de telle manière que l'extrémité intérieure de la fente (14) ménagée dans la branche
de base (10) couvre un trou étendu de traversée (9) ménagé dans la platine (8), presque
jusqu'à une taille égale au diamètre du conducteur fusible indicateur (5).
3. Coupe-circuit à basse tension et à pouvoir élevé de coupure suivant la revendication
2, caractérisé par le fait que l'extrémité intérieure de la fente (14) ménagée dans
la branche de base (10) est réalisée avec une forme rétrécie en V avec un faible arrondi.
4. Coupe-circuit à basse tension et à pouvoir élevé de coupure suivant l'une des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que le conducteur fusible indicateur (5) est
soudé sur la face intérieure de la branche indicatrice (11).
1. Low voltage-high power fuse with an indicating device of the spring plate indicator
type (4), whereby the indicating fuse element (5) secured to a plate bar (6) is passed
through the other plate bar (8) and is secured to a spring plate under pretension,
so that the spring plate alters its position as an optical display in the event of
a blow-out, characterised in that the spring plate is formed by two superimposed arms,
a base arm (10) and a narrower indicating arm (11), which are connected in a curve,
in that slots (13; 14,15) are designed in the curvature (12) extending to the plane
arms and in the arm ends, and in that the indicating fuse element (5) is secured to
the inside of the indicating arm (11 )and is directed outwards through the slot (13)
in the curvature (12) and is passed through an aperture (9) in the other plate bar
(8) at the slot (14, 15) in the arms ends.
2. Low voltage-high power fuse according to claim 1, characterised in that stamped
out of the plate bar (8) which carries the spring plate indicator (4) are pins (17),
which are aligned with pin holes (16) in the base arm (10) in such a way that the
inside end of the slot (14) in the base arm (10) covers a large through-aperture (9)
in the plate bar (8) almost up to the diameter of the indicating fuse element (5).
3. Low voltage-high power fuse according to claim 2, characterised in that the inside
end of the slot (14) in the base arm (10) is designed to taper in a V-shape with a
small rounding.
4. Low voltage-high power fuse according to one of the above claims, characterised
in that the indicating fuse element (5) is welded to the inside of the indicating
arm (11).
