(19)
(11) EP 0 124 721 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.11.1984  Patentblatt  1984/46

(21) Anmeldenummer: 84102700.6

(22) Anmeldetag:  13.03.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01R 4/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH FR GB LI SE

(30) Priorität: 09.04.1983 DE 3312754

(71) Anmelder: KRONE Aktiengesellschaft
D-14167 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Gerke, Dieter
    D-1000 Berlin 27 (DE)
  • Müller, Manfred
    D-1000 Berlin 65 (DE)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Anschlussleiste mit U-förmigen LSA-PLUS-Anschlusskontakten


    (57) Gegenstand der Anmeldung sind in eine Anschlußleiste (1) hintereinander in'Längsrichtung steckbare U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakte (2, 2a), die jeweils um 90° verdreht zueinander angeordnet sind, so daß zwei benachbarte U-förmige Anschlußkontakte (2, 2a) in der Draufsicht eine X-förmige Gestalt (3) oder O-förmige Gestalt (4) annehmen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschließen isolierter Drähte an je einen löt-, schraub- und abisolierfreien-, polytropen Luftspalt- (= LSA-PLUS-)Anschlußkontakt aus blattförmigem, federndem Kontaktmaterial mit einem Schlitz, dessen an eine erweiterte Einführöffnung anschließender, von scharfen Kanten begrenzter Hauptteil eine Weite aufweist, die kleiner als die Dicke der metallischen Seele des Drahtes ist, so daß beim Eindrücken des Drahtes in den Schlitz die Drahtisolation durchschnitten und eine Kontaktverbindung zwischen dem Draht und dem LSA-PLUS-Anschlußkontakt in einer Anschlußleiste mit mehreren, in Längsrichtung hintereinander angeordneten LSA-PLUS-Anschlußkontakten hergestellt wird.

    [0002] Aus der DE-PS 28 04 478 ist eine Anschlußleiste mit Z-förmigen LSA-PLUS-Anschlußkontakten bekannt. Die Z-förmigen LSA-PLUS-Anschlußkontakte sind in Längsrichtung hintereinander angeordnet. Diese LSA-PLUS-Anschlußkontakte weisen zwei aufrechtstehende Blattfederschenkel unter einem Winkel von 45° auf, welche einen Schlitz begrenzen, in den die jeweilige Ader hineingedrückt wird.

    [0003] Im eingedrückten Zustand der Ader werden die beiden Schenkel der Blattfedern aus ihrer ursprünglichen Ebene gegeneinander ausgelenkt (Torsionswirkung), so daß diese Schenkel an versetzten Stellen die Drahtisolation durchschneiden und den Draht an je einer der diagonal gegenüberliegenden Innenkanten der beiden Schenkel kontaktieren.

    [0004] Durch diese Torsionswirkung werden Kräfte auf die Anschlußleiste übertragen.

    [0005] Bei der Anordnung nach der DE-PS 28 04 478 wirken alle diese Kräfte der Z-förmigen LSA-PLUS-Anschlußkontakte in die gleiche Richtung und haben dadurch eine addierende Wirkung.

    [0006] U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakte sind aus der DE-OS 2725551 bekannt. Aufgabe der Erfindung ist es bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakte in der Anschlußleiste derart anzuordnen, daß sich die an den einzelnen Anschlußkontakten durch den Anschluß von Adern entstehenden Kräfte gegenseitig aufheben. Eine Krafteinleitung in die Anschlußleiste soll so verhindert werden.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die hintereinander in Längsrichtung der Anschlußleiste angeordneten LSA-PLUS-Anschlußkontakte U-förmig und zueinander jeweils um 180° verdreht angeordnet sind, so daß zwei benachbarte U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakte in der Draufsicht eine X-förmige Gestalt oder 0-förmige Gestalt annehmen.

    [0008] So werden die durch den Anschluß der Adern entstehenden Torsionswirkungen gegenseitig aufgehoben und eine Krafteinleitung in die Anschlußleiste vermieden.

    [0009] Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. l die Draufsicht einer Anschlußleiste mit LSA-PLUS-Anschlußkontakten in bekannter Einbauordnung,

    Fig. 2 die Draufsicht der Anschlußleiste mit erfindungsgemäß um 180° zueinander verdrehten LSA-PLUS-Anschlußkontakten,

    Fig. 3 die Kräfte an den LSA-PLUS-Anschlußkontakten beim Einbau nach Fig. 1,

    Fig. 4 die Kräfte an den LSA-PLUS-Anschlußkontakten beim Einbau nach Fig. 2,

    Fig. 5 einen LSA-PLUS-Anschlußkontakt.



    [0010] Wie die Fig. 2 zeigt, sind die LSA-PLUS-Anschlußkontakte 2, 2a hintereinander in Längsrichtung in der Anschlußleiste 1 angeordnet.

    [0011] Damit die beim Anschluß der Adern 7 entstehenden Torsionskräfte der einzelnen LSA-PLUS-Anschlußkontakte nicht in die gleiche Richtung wirken, ist jeder zweite U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakt 2a um 180° verdreht angeordnet. Kräfte von benachbarten Anschlußkontakten 2, 2a wirken dadurch in entgegengesetzter Richtung und addieren sich somit nicht, sondern heben sich gegenseitig auf.

    [0012] Die Fig. 1 zeigt die Anschlußleiste 1 mit Z-förmigen LSA-PLUS-Anschlußkontakten 2 in herkömmlicher Einbauweise.

    [0013] Die Fig. 3 zeigt, daß beim herkömmlichen Einbau der LSA-PLUS-Anschlußkontakte 2 die Kräfte 5, 5a (Pfeile) in gleicher Richtung wirken.

    [0014] Wird dagegen jeder zweite LSA-PLUS-Anschlußkontakt 2a erfindungsgemäß um 180° verdreht, wie die Fig. 4 zeigt, wirken die Kräfte 5, 5a (Pfeile) in entgegengesetzter Richtung und heben sich gegenseitig auf.

    [0015] Die Fig. 5 zeigt den erfindungsgemäß verwendeten U-förmigen LSA-PLUS-Anschlußkontakt 2 mit einem Abgriff 6 für ein nicht dargestelltes Überspannungsableitermagazin.


    Ansprüche

    Vorrichtung zum Anschließen isolierter Drähte an je einen löt-, schraub- und abisolierfreien, polytropen Luftspalt- (= LSA-PLUS-)Anschlußkontakt aus blattförmigem, federndem Kontaktmaterial mit einem Schlitz, dessen an eine erweiterte Einführöffnung anschließender, von scharfen Kanten begrenzter Hauptteil eine Weite aufweist, die kleiner als die Dicke der metallischen Seele des Drahtes ist, so daß beim Eindrücken des Drahtes in den Schlitz die Drahtisolation durchschnitten und eine Kontaktverbindung zwischen dem Draht und dem LSA-PLUS-Anschlußkontakt in einer Anschlußleiste mit mehreren, in Längsrichtung hintereinander angeordneten LSA-PLUS-Anschlußkontakten hergestellt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die hintereinander in Längsrichtung der Anschlußleiste (1) angeordneten LSA-PLUS-Anschlußkontakte (2, 2a) U-förmig und zueinander jeweils um 180° verdreht angeordnet sind, so daß zwei benachbarte U-förmige LSA-PLUS-Anschlußkontakte (2, 2a) in der Draufsicht eine X-förmige Gestalt (3) oder O-förmige Gestalt (4) annehmen.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht