[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsgürtel für den nächtlichen Personenschutz
im Straßenverkehr.
[0002] Personen, die auf unbeleuchteten oder schlecht beleuchteten Straßen bei Dunkelheit
zu Fuß unterwegs sind, sind stets stark gefährdet, da sie von Kraftfahrzeugen nicht
oder zu spät erkannt werden. Viele Unfälle mit Personenschäden beruhen daher allein
auf schlechten Sichtverhältnissen bzw. fehlenden Erkennungsmitteln.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel auf einfache und anwendungsfreundliche
Weise zu beseitigen. Diese Aufgabe wird bei einem Sicherheitsgürtel der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Gehäusekörper eine drehbar gelagerte Spule
für die Aufnahme eines Bandes aus Licht reflektierendem Material oder mit einer Licht
reflektierenden Beschichtung enthält, und daß der Gehäusekörper eine mit der Spule
verbundene Feder enthält, die sich beim Abrollen des Bandes spannt.
[0004] Die Erfindung hat den Vorteil, daß der Sicherheitsgürtel eingerollt wenig Platz in
Anspruch nimmt und daher ständiger Begleiter von Fußgängern sein kann. Im um den Körper
gebundenen Zustand ist das Band nicht hinderlich, und da es stets unter Spannung steht,
passt es sich allen Körpergrößen an.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Die Erfindung wird anhand von zwei Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die komplette Einheit mit leicht ausgezogenen Bandteilen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse.
Fig. 3 zeigt die inneren Gehäuseteile und
Fig. 4 die Außenteile des Gehäuses.
Fig. 5 zeigt, wie die Teile zusammengebaut werden.
Fig. 6 zeigt die zusammengebaute Einheit.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch ein modifiziertes Gehäuse.
[0007] Der Sicherheitsgurtel 1 nach Figur 1 besteht aus einem zylindrischen Gehäusekörper
2, der an der einen Stirnseite mit einem Deckel 3 und an der anderen Stirnseite mit
einer Gehäusekappe 4, die das Federgehäuse bildet, verschlossen ist. An der Gehäusekappe
ist beispielsweise eine Kette 8 befestigt, an die u.a. ein Schlüsselanhänger angebracht
werden kann. Der zylindrische Gehäusekörper 2 weist an der Zylinderwandung zwei einander
gegenüberliegende Schlitze 6a und 6b (Fig.4) auf, durch die die Enden des reflektierenden
Bandes 5 treten. Das reflektierende Band 5 ist beispielsweise ein beschichtetes Stoffgewebe.
Die Enden des Bandes sind mit den Teilen 7a,7b einer Verschlußschnalle beliebiger
Art verbunden, die auch dafür sorgen, daß die Bandenden nicht in das Gehäuse eingezogen
werden und die als Ausziehgriffe für das unter Federspannung stehende Band 5 dienen
können.
[0008] Gemäß Figur 2 ist im Gehäusekörper 2 eine Spule 9 untergebracht, die einen durch
den Spulenkörper hindurchgehenden Längsschlitz 1o aufweist, der beispielsweise bis
zu einer Stirnseite 9a (Fig. 3) des Spulenkörpers reicht, so daß das Band 5 gemäß
Fig. 3 leicht eingefädelt werden kann. Der Deckel 3 ist dann an der Innenseite vorzugsweise
mit einer Vertiefung 12 versehen, die das Spulenende 9a lagert und Aufspreizungen
der Spule verhindert.
[0009] Die Verschlußkappe 4 enthält die Feder 14, deren eines Ende 14a (Fig.5) in das zweite
geschlitzte Ende 9b des Spulenkörpers 9 eingreift. Der Spulenkörper 9 trägt gemäß
Fig.2 einen Ringflansch 13, der das Band 5 von der Feder 14 trennt. Die Kappe 4 trägt
an der Außenseite eine Öse 28, an der beispielsweise die Kette 8 des Schlüsselanhängers
17 befestigt ist.Die Gehäusekappe 4 ist an der Innenwandung vorzugsweise mit einer
Vertiefung 11 versehen,die das zweite Spulenende 9b allseitig lagert und wiederum
Aufspreizungen des geschlitzten Spulenkörpers verhindert.
[0010] Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, wird das Reflektorband mittig durch den geschlitzten
Spulenkörper 9 gezogen. Wenn der Spulenkörper keinen Schlitz aufweist, kann die Bandmitte
am Spulenkörper befestigt werden, so daß zwei gleich lange Bandstücke entstehen,die
aus den Schlitzen 6a und 6b des Gehäusekörpers 2 geführt werden. In Figur 3 ist auch
die Feder 14 mit ihren beiden Lagerstellen 14 a für einen Eingriff in das stirnseitige
Ende 9b der Spule und 14b zur Abstützung im Federgehäuse 4 dargestellt.
[0011] Fig. 4 zeigt den zylindrischen Gehäusekörper 2 mit den beiden Längsschlitzen 6a und
6b, die vorzugsweise bis zu der Stirnseite des Gehäusekörpers reichen, über die das
Federgehäuse 4 geschoben wird. Dies erleichtert den Zusammenbau der Teile, wie aus
Fig. 5 ersichtlich, ganz erheblich.In dem Federgehäuse 4 ist die Lagervertiefung 11
und das Gegenlager 16 für die Feder 14 erkennbar. Das Gegenlager ist in der Fig. 4
als Schlitz in der Innenwand des Federgehäuses ausgeführt.
[0012] In der Darstellung der Fig. 5 ist das Band 5 in den Spulenkörper 9 eingefädelt und
die Feder 14 in das Federgehäuse 4 eingesetzt. Die Teile können nun, wie in der Figur
5 angedeutet, zusammengebaut werden-Alle Teile können aus Metall oder Kunststoff bestehen.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß nur der Gehäusekörper 2 aus Metall, beispielsweise
aus Aluminium besteht und der Spulenkörper 9 sowie die Verschlußteile 3 und 4 gespritzte
Kunststoffteile sind. Fig. 6 zeigt die fertiggestellte und einsatzfähige Einheit mit
der in die Öse 28 eingeführten Kette 8 und dem an ihr befestigten Schlüsselring 17.
[0013] In Fig. 7 ist noch der Schnitt durch eine Gehäusevariante dargestellt.Der Deckel
3 ist hier mit einem
Lagerdorn 18 versehen, der in eine entsprechende axial verlaufende Vertiefung 19 am
Ende 9a des Spulenkörpers 9 eingreift. Der Flansch 2o zwischen dem Band 5 und der
Feder 14 ist so ausgebildet, daß er den Spulenkörper lagert. Dies geschieht dadurch,
daß der Flansch 2o dem Innendurchmesser des Gehäusekörpers 2 angepasst ist. Außerdem
wird der Flansch 2o an seiner dem Band 5 abgewandten Seite von der verstärkten Wand
21 des Federgehäuses 4 abgestützt.
[0014] Das Band 5 ist so lang, daß es im ausgezogenen Zustand den Körperumfang eines Menschen
umspannt.Es wird vorzugsweise über der Hüfte getragen und hält sich dadurch, daß es
ständig unter Federspannung steht, von selbst. Nach Gebrauch rollt sich das Band nach
dem Öffnen der Schnalle automatisch mit Hilfe der gespannten Feder 14 auf.
[0015] Auch der Gehäusekörper 2 kann reflektierend bedruckt werden.Das Band selbst kann
gleichfalls mit Aufschriften versehen werden. Die Bandbreite liegt beispielsweise
zwischen 5-1o cm.
[0016] Es ist selbstverständlich, daß bestimmte Teile des Gehäuses konstruktiv verändert
werden können. So könnte der Gehäusekörper anstatt einer zylindrischen Ausgestaltung
auch einen quadratischen Querschnitt aufweisen.
1) Sicherheitsgürtel für den nächtlichen Personenschutz im Straßenverkehr, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Gehäusekörper (2) eine drehbar gelagerte Spule (9) für die
Aufnahme eines Bandes (5) aus Licht reflektierendem Material oder mit einer Licht
reflektierenden Beschichtung enthält, und daß der Gehäusekörper eine mit der Spule
(9) verbundene Feder (14) enthält, die sich beim Abrollen des Bandes (5) spannt.
2) Sicherheitsgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (9) in
Längsrichtung einen durch den Spulenkörper hindurchgehenden Schlitz (10) aufweist, durch den das Band (5) hindurchgeführt ist, und daß die beiden Bandenden
aus einander gegenüberliegenden Öffnungen (6a,6b) aus dem Gehäusekörper (2) austreten.
3) Sicherheitsgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (9) zwei
übereinanderliegende, an einem Ende an der Spule befestigte Bänder trägt, deren freien
Enden aus einander gegenüberliegenden, schlitzförmigen Öffnungen (6a,6b) aus dem Gehäusekörper
(2) austreten.
4) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusekörper (2) zylindrisch ausgebildet ist.
5) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Band (5) im ausgerollten Zustand mindestens so lang ist, daß es den Körperumfang
eines Menschen umspannt.
6) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden des Bandes mit den einander zugeordneten Teilen (7a,7b) einer Verschlußschnalle
versehen sind.
7) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusekörper (2) stirnseitig mit einem Deckel (3) verschlossen ist, der auf
der Innenseite mit einem Lagerdorn (18) zum Eingriff in eine entsprechende, axial
verlaufende Vertiefung (19) an einem Ende (9a) der Spule versehen ist.
8) Sicherheitsgürtel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Spulenende
(9b) einen dem Innendurchmesser des Gehäusekörpers (2) angepassten, eine Selbstlagerung
bewirkenden Flansch (20) aufweist.
9) Sicherheitsgürtel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (20)
an seiner dem Band abgewandten Seite von der verstärkten Wand (21) des Federgehäuses
(4) abgestützt ist.
10) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusekörper stirnseitig mit einem Deckel (3) verschlossen ist, der mit einer
für den Eingriff des geschlitzten Spulenendes (9a) vorgesehenen und als Spulenlagerung
wirkenden Vertiefung (12) versehen ist.
11) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende (14a) der Feder (14) im Federgehäuse in den Schlitz (10) in der Spule
(9) eingreift, während das andere Federende (14b) in eine Aussparung (16) oder in
eine Halterung in der Innenwand des Federgehäuses (4) eingreift.
12) Sicherheitsgürtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die stirnseitige Innenwand des Federgehäuses (4) mit einer Aussparung (11) für
den Eingriff und zur Lagerung der Spule (9) mit ihrem dem Deckel abgewandten Ende
(9b) versehen ist.