[0001] Die Erfindung betrifft eine Packung, insbesondere eine Schlauchbeutelpackung, mit
einer aus einem flächigen, flexiblen und faltbaren Verpakkungsmaterial bestehenden
Hülle, bei der das Verpackungsmaterial einen Dopplungsbereich aufweist, in welchem
es zwei mit Hilfe eines Bindemittels flächig miteinander verbundene Lagen bildet,
wobei eine der Lagen in einen Hüllenteil übergeht, der mit einem Aufreißorgan verbunden
ist, welches sich mit seinem Anfang bis in den Dopplungsbereich hinein fortsetzt.
[0002] Eine Packung dieser Art ist aus der DE-A-1 536188 bekannt und dient dort insbesondere
zum Verpacken von verderblichen Genußmitteln wie z. B. Weichkäse. Zur Herstellung
der Pakkungshülle wird hier das stückige Verpackungsgut in einem Verpackungsmaterial-Blatt,
welches an seiner Innenseite eine siegel- und klebefähige Beschichtung aus einem Äthylenvenylacetat-Paraffinwachs-Gemisch
aufweist, zunächst eingeschlagen und die Hülle dann durch Bildung einer Längssiegelungsnaht
und anschließend von zwei Quersiegelungsnähten geschlossen. Quer über das einzusetzende
Verpackungsmaterial-Blatt und an der siegelfähigen Beschichtung haftend verläuft ein
als Aufreißorgan dienendes Reißband, das dann in der Packungshülle neben und längs
der Quersiegelungsnaht verläuft bzw. deren Anfang sich an einer der beiden Verpackungsmaterial-Dopplungsbereiche
bildende Quersiegelungsnähte befindet. An dieser Quersiegelungsnaht weist die Verpackungsmaterial-Lage,
welche in dem mit den Reißstreifen verbundenen Hüllenteil übergeht, an der Siegelungsnaht-Kante
einen vorspringenden Grifflappen auf, unter dem sich der Reißstreifen-Anfang befindet.
Diese Verpakkungsmaterial-Lage weist überdies an beiden Seiten des Grifflappens in
den Siegelnahtbereich hineinreichende Vorschlitzungen auf. Durch Abziehen des Reißstreifens
wird - erleichtert durch diese Vorschlitzungen - in der Packungshülle eine schlitzförmige
Öffnung erzeugt, die dann durch Verformung der Hülle so weit vergrößert wird, daß
das Verpackungsgut der Hülle entnommen werden kann.
[0003] Sollen nun Packungen der eingangs genannten Art zumindest weitgehend vollständig
gasdicht sein, muß, neben einer Gasdichtheit des Verpackungsmaterials selbst, auch
eine Gasdichtheit des Siegelungsmediums gegeben sein. Dies ist bei der in der genannten
DE-A beschriebenen Packung wegen des dort verwendeten Siegelmediums auf Paraffinwachs-Basis
aber nicht der Fall. Wird nun aber ein Siegelmedium verwendet, bei dem im Bereich
der Siegelungsnaht, in dem sich der Aufreißorgan-Anfang befindet, die beiden Verpackungsmaterial-Lagen
untereinander und ein Aufreißstreifen gasdicht miteinander verbunden sind, so bildet
diese Siegelungnaht für alle miteinander verbundenen Teile gleichzeitig eine Verbindung
mit hoher mechanischer Festigkeit. Dadurch wird gerade im Anfangsbereich des Aufreißorgans
bzw. Reißstreifens ein Aufreißen der Packungshülle wesentlich erschwert wenn nicht
verhindert.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, bei einer Packung mit einer aus einem flächigen,
flexiblen und faltbaren Verpackungsmaterial bestehenden Hülle sowie mit einem Aufreißorgan,
dessen Anfang sich an einem Dopplungsbereich des Verpakkungsmaterials befindet, die
Packung weitgehend gasdicht ausbilden zu können und gleichzeitig durch einfache Maßnahmen
die Betätigung des Aufreißorganes zu erleichtern.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer, schematischer Darstellung eine Schlauchbeutelpackung gemäß
der Erfindung,
Fig. 2 eine Teildarstellung einer Schlauchbeutelpackung gemäß der Erfindung in schematischer
Darstellung mit Details des Aufreißbandanfanges.
[0006] Die Herstellung der Schlauchbeutelpackung erfolgt in an sich bekannter Weise dadurch,
daß in der Verpackungsmaschine die kontinuierlich zulaufende Verpackungsmaterialbahn,
die an vorgegebenen Stellen Schwächungslinien bzw. ein zwischen zwei in Bahn-Längserstreckung
verlaufendes, an der Siegelungsschicht angebrachtes Aufreißband aufweist, in dieser
Längserstreckung 1 (Fig. 1) um das Verpackungsgut, z. B. Schokoladeriegel, gefaltet
und durch Bildung einer (in der Figur nicht dargestellten) Längssiegelungsnaht eine
das Verpackungsgut umschließende Schlauchhülle 2 gebildet, die durch Quersiegelungsnähte
3, 3' und Durchtrennung des Verpackungsmaterials an diesen Nähten in Einzelpackungen
unterteilt wird. Durch diese Quersiegelungsnähte 3, 3' werden an den Packungsenden
flossenförmige Dopplungsbereiche hergestellt, an denen jeweils zwei Verpackungsmaterial-Lagen
4 und 5 bzw. 4' und 5' flächig miteinander verbunden sind. Die (in Fig. 1) an der
Packungsoberseite zu liegen kommenden Verpackungsmaterial-Lagen 4, 4' gehen dabei
in den oberen Teil der Packungshülle über, an deren Innenseite zwischen zwei Schwächungslinien
6 des Verpackungsmaterials ein Aufreißband 7 angebracht ist. An den Schwächungslinien
sind Stege zwischen den streckenweisen Durchstanzungen vorgesehen. Der Anfang 9 des
Aufreißbandes 7 befindet sich an der Unterseite eines lappenförmigen Fortsatzes 10
der Verpackungsmaterial-Lage 4 am Dopplungsbereich der Quersiegelungsnaht3 bzw. verläuft
in deren Siegelungsbereich zwischen den Verpackungsmaterial-Lagen 4 und 5. Dabei sind
die Verpackungsmaterial-Lagen 4 und 5 und das Aufreißband 7 durch die Siegelung flächig
und gasdicht miteinander verbunden.
[0007] Zur Erleichterung des Einreißens ist der Auf reißbandanfang nun in einer besonderen
Weise ausgebildet. Dies ist aus Fig. 2 ersichtlich, wobei der hier dargestellte Aufreißbandanfang
im Gegensatz zu Fig. 1 nun keinen lappenförmigen Fortsatz aufweist.
[0008] Der Anfang des Aufreißbandes befindet sich an dem durch eine Quersiegelungsnaht hergestellten
Dopplungsbereich aus den Verpakkungsmaterial-Lagen 4 und 5. Das an der Innenseite
des (in der Fig. 2 oberen) Packungshüllenteiles bzw. der Verpackungsmaterial-Lage
4 angebrachte Aufreißband 7 liegt zwischen zwei Schwächungslinien 6 des Verpackungsmaterials,
an denen man die Stege 8 zwischen den Durchstanzungen erkennt und die über den größten
Teil der Packung parallel zueinander, innerhalb der Verpackungsmaterial-Lage 4 jedoch
keilförmig auseinander verlaufen. Dem in der (oberen) Verpackungsmaterial-Lage 4 durch
diese Schwächungslinien 6 begrenzten Bereich liegt nun in der (unteren) Verpackungsmaterial-Lage
5 ein Bereich 11 gegenüber, der durch eine U-förmig verlaufende Schwächungslinie 12
bzw. den Rand 13 des Dopplungsbereiches umschlossen ist.
[0009] Zum Einreißen des Aufreißbandes faßt man im Bereich 11 des durch die beiden Lagen
4 und 5 gebildeten Dopplungsbereichs den Aufreißbandanfang an und zieht ihn in Richtung
des Pfeiles 14 nach oben. Dabei wird der mit dem Anfang 9 des Aufreißbandes 7 flächig
und gasdicht verbundene Bereich 11 der Verpackungsmaterial-Lage 5 an der U-förmig
verlaufenden Schwächungslinie 12 abgetrennt und die zu beiden Seiten des Aufreißbandes
liegenden Schwächungslinien 6 vom Dopplungsbereichs-Rand 13 aus eingerissen. Die Packung
wird dann wie üblich durch weiteres Abziehen des Aufreißbandes geöffnet.
[0010] Nachstehend werden zwei Beispiele von erfindungsgemäßen Schlauchbeutelpackungen gegeben.
Beispiel 1
[0011] Zur Herstellung einer die erfindungsgemäße Packung bildenden Verpackungsmaterialbahn
wird eine einseitig gestrichene, satinierte Papierbahn eines Flächengewichts von 60-100
g/ m
2 eingesetzt, die in einer Rotationsdruckmaschine gleichzeitig mit einem Oberflächendekordruck
und streckenweisen Durchstanzungen längs der am Verpackungsmaterial vorgesehenen Schwächungslinien
versehen wird. Eine bandförmige Aluminiumfolie einer Dicke von 0,008 bis 0,012 mm
wird darauf einseitig mit einem Kaschiermedium beschichtet und gegen die bedruckte
und Schwächungslinien aufweisende Papierbahn laminiert. Dieser Verbund wird schließlich
an der von der Papierbahn abgewandten Seite mit einem Kaltkleber beschichtet.
[0012] Auf die so hergestellte Verpackungsmaterialbahn wird nun als Aufreißband ein dünnes
einseitig mit einer Kaltkleberbeschichtung versehenes Polyäthylenband mit seiner kaltkleberfreien
Seite aufgebracht. Dies erfolgt beispielsweise dadurch, daß bei der Herstellung von
Schlauchbeutelpackungen das Polyäthylenband in Verpackungsmaterialband-Längsrichtung
mittels eines thermoplastischen Bindemittels, wie z. B. Wachs, auf die Kaltkleberbeschichtung
der der Verpackungsmaschine zugeführten Verpakkungsmaterialbahn heiß anlaminiert wird.
[0013] Im Gegensatz dazu wird bei der Herstellung von bekannten Schlauchbeutelpackungen
das Aufreißband auf die Verpackungsmaterialbahn quer, d. h. insbesondere senkrecht
zu deren Längserstreckung aufgebracht, wozu in der Verpackungsmaschine sehr aufwendige
maschinentechnische Maßnahmen erforderlich sind, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
vermieden werden.
[0014] Die weiteren Schritte zur Herstellung der Schlauchbeutelpackungen erfolgen dann wie
anhand von Fig. 1 beschrieben, wobei die auszuführenden Siegelungsnähte durch Kaltsiegelungen
realisiert werden.
Beispiel 2
[0015] Das gemäß diesem Beispiel einzusetzende Verpackungsmaterial unterscheidet sich von
dem in Beispiel 1 beschriebenen dadurch, daß statt der Papierbahn eine Kunststoffbahn,
insbesondere eine Zellglasbahn mit einem Flächengewicht von 28-40 g/m
2, und statt der Kaltkleberbeschichtung eine Schmelzkleberbeschichtung auf Polyäthylenbasis
eingesetzt wird. Als Aufreißband dient eine beiderseits mit einer Polyäthylen-Schmelzkleberbeschichtung
versehenes Polyesterband, das auf die Schmelzkleberbeschichtung des Verpackungsmaterials
heiß aufgesiegelt wird.
[0016] Die Herstellung der Schlauchbeutelpackungen erfolgt wieder so wie anhand von Fig.
1 beschrieben, wobei die Siegelungsnähte im Gegensatz zu Beispiel 1 in Form von Heißsiegelungen
ausgeführt werden.
[0017] Die erfindungsgemäße Packung kann in erster Linie vorteilhaft als Packung für Lebensmittel,
wie Schokoladen oder Dauerbackwaren eingesetzt werden, die gegebenenfalls gasdicht
ausgeführt bzw. in Form von Schlauchbeutelpakkungen hergestellt werden können. Ihre
gewerbliche Verwertbarkeit ist dabei jedoch nicht auf Packungen für feste Verpackungsgüter
beschränkt.
1. Packung mit einer aus einem flächigen, flexiblen und faltbaren Verpackungsmaterial
bestehenden Hülle, bei der das Verpackungsmaterial einen Dopplungsbereich aufweist,
in welchem es zwei mit Hilfe eines Bindemittels flächig miteinander verbundene Lagen
(4, 5) bildet, wobei eine der Lagen (4) in einen Hüllenteil übergeht, der mit einem
Aufreißorgan (7) verbunden ist, welches sich bis in den Dopplungsbereich hinein fortsetzt,
dadurch gekennzeichnet, daß im Dopplungsbereich dem vom Aufreißorgan (7) eingenommenen
Bereich der Lage (4) in der anderen Lage (5) ein Bereich (11) gegenüberliegt, der
durch Schwächungslinien (12) und gegebenenfalls den Rand (13) des Dopplungsbereiches
begrenzt ist, wobei gegebenenfalls in diesem Dopplungsbereich das Aufreißorgan (7)
mit den beiden Lagen (4, 5) mit Hilfe eines Bindemittels flächig miteinander verbunden
ist.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dopplungsbereich eine
der Flossen (3). einer an sich bekannten mit zwei Flossen (3, 3') versehenen Schlauchbeutelpakkung
ist.
1. Package comprising a wrapper consisting of a sheet-like, flexible and foldable
packaging material, the said packaging material having a doubling-up zone in which
it forms two layers (4, 5) surface-bonded to one another by means of a bonding agent,
with one of the layers (4) merging into a wrapper portion which is connected to a
tear-open-member (7) which continues into the doubling-up zone, characterised in that
in the doubling-up zone the zone of the layer (4) occupied by the tear-open member
(7) has opposite to it, in the other layer (5), a zone (11) which is bounded by lines
of weakness (12) and, where appropriate,. the boundary (13) of the doubling-up zone,
the tear-open member (7) in this doubling-up zone optionally being surface-bonded
to the two layers (4, 5) by means of a bonding agent.
2. Package according to claim 1, characterised in that the doubling-up zone is one
of the fins (3) of a tubular pouch package, having two fins (3, 3'), which is known
per se.
1. Emballage comportant une enveloppe se composant d'une matière d'emballage plane,
flexible et pliable, dans lequel la matière d'emballage comporte une zone de doublage
dans laquelle elle constitue deux couches (4, 5) reliées entre elles à plat à l'aide
d'un agent de liaison, une des couches (4) se prolongeant dans une partie de l'enveloppe,
qui est reliée à un organe de déchirement (7) qui se prolonge jusque dans la zone
de doublage, caractérisé en ce que, dans la zone de doublage, il est prévu en regard
de la partie de la couche (4) occupée par l'organe de déchirement (7), dans l'autre
couche (5) une zone (11) qui est délimitée par des lignes d'affaiblissement (12) et
le cas échéant le bord (13) de la zone de doublage, le cas échéant l'organe de déchirement
(7) étant relié dans cette zone de doublage à plat avec les deux couches (4, 5) à
l'aide d'un agent de liaison.
2. Emballage selon la revendication 1, caracté. risé en ce que la zone de doublage
constitue un des ailerons (3) d'un emballage formant sac flexible et muni d'une manière
connue en soi de deux ailerons (3,3').