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EP 0 030 619 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1985 Patentblatt 1985/01 |
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Anmeldetag: 06.11.1980 |
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Rotorverdichter, insbesondere Schraubenrotorverdichter, mit Schmiermittelzufuhr zu
und Schmiermitteldrainage von den Lagern
Rotor compressor, especially screw rotor compressor, with lubricant supply to and
drainage thereof from the bearings
Compresseur à rotor, en particulier compresseur à vis avec alimentation en lubrifiant
et drainage du lubrifiant des paliers
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
05.12.1979 DE 2948992
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.06.1981 Patentblatt 1981/25 |
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Anmelder: Bammert, Karl, Prof. Dr.-Ing. |
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D-3000 Hannover (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bammert, Karl, Prof. Dr.-Ing.
D-3000 Hannover (DE)
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| (74) |
Vertreter: Glawe, Delfs, Moll & Partner |
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Patentanwälte
Postfach 26 01 62 80058 München 80058 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rotationsverdichter, insbesondere Schraubenrotorverdichter,
bei dem jedes Ende der Welle des oder jedes Rotors im Gehäuse mittels Radialgleitlagers
gelagert und zwischen diesem und dem Arbeitsraum des Verdichters von einer Wellenabdichtung
umgeben ist und zur Lagerschmierung ein Schmierölkreislauf vorgesehen ist mit einem
Schmierölbehälter, von dem aus das Schmieröl über eine Ölpumpe und Leitungen den Lagern
zugeführt wird und in den das Schmieröl, das aus jedem Lager in einen Lagerraum auf
der vom Arbeitsraum abgewandten Seite des Lagers abfließt, über Ölrückführkanäle zurückfließt.
[0002] Aus der DE-OS 2 441 520 ist ein Verdichter dieser Art bekannt, bei dem der ringförmige
Drainageraum Teil einer aufwendigen Dichtungsanordnung von großer Baulänge ist, die
den Zweck hat, das Ansaugen von ungefilterter Außenluft in den Arbeitsraum des Verdichters
und das Austreten von Schmier- und Kühlflüssigkeit aus dem Arbeitsraum des Verdichters
entlang der Welle zu vermeiden. Zu diesem Zweck weist die Dichtungsanordnung außer
dem Drainageraum noch weitere Ringräume auf, von denen einer als Sperrdruckraum von
einer Druckgasquelle, insbesondere vom Verdichterauslaß beaufschlagt ist. Der ringförmige
Drainageraum öffnet sich ins Freie, und dies bedeutet, daß die aus dem Sperrdruckraum
in den Drainageraum gelangenden Gasmengen verloren sind. Damit ist eine solche Dichtungsanordnung
aber nur dann verwendbar, wenn der Verdichter Luft verdichtet oder eine Druckluftquelle
verfügbar ist, denn entsprechende Verluste eines anderen, vom Verdichter verdichteten
Gases, z. B. eines Kältemittels, wäre nicht tragbar. Aber auch bei Verdichtung von
Luft müssen die Verluste über die Sperrdruckkammer möglichst gering sein, um den Wirkungsgrad
des Verdichters nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Die Dichtungsanordnung muß daher
hohen Dichtigkeitsanforderungen genügen. Dies bedeutet insbesondere bei höheren Arbeitsdrücken
des Verdichters eine große Baulänge der Dichtungsanordnung. Dichtungen mit großer
Baulänge bedeuten aber größere Lagerabstände, wodurch sich schon bei relativ kleinen
Belastungen unzulässig hohe Durchbiegungen und Biegespannungen im Rotor ergeben können.
[0003] Ein besonderes Problem besteht bei Verdichtern, die Kältemittel verdichten. Einerseits
muß das Kältemittel unter allen Umständen im geschlossenen Prozeßkreislauf verbleiben
und darf auch nicht in kleinen Mengen entweichen. Andererseits löst sich das Kältemittel
bei höherem Druck im Schmieröl und setzt dessen Schmierfähigkeit in unzulässiger Weise
herab. In der Zeitschrift Betriebstechnik, 1969, Heft 12, S.303, Bild 3, sind Wellenabdichtungen
für einen Schraubenverdichter dargestellt, mit denen jeglicher Kontakt zwischen dem
verdichteten Gas und dem Schmierölkreislauf verhindert werden soll. Aufgrund dieser
Zielsetzung ergeben sich Dichtungen von unerwünscht großer axialer Baulänge, da mehrere,
möglichst gut abdichtende Dichtstellen in Form von Kohleringen od. dgl. hintereinander
angeordnet werden müssen. Bei der linken Ausführungsform in Bild 3 sind zum Auffangen
von etwaigem Leckgas drei ringförmige Kammern vorgesehen, von denen die erste oder
innere Kammer an die Saugseite eines anderen Verdichterprozesses angeschlossen, während
die mittlere Kammer an einen Ejektor angeschlossen und die äußere Kammerfrei zur Atmosphäre
ist. Sämtliches Leckgas geht somit aus dem den Schraubenverdichter enthaltenden Kreislauf
verloren und belastet entweder einen anderen Verdichterkreislauf oder das Treibgas,
mit dem der Ejektor betrieben wird, oder die Atmosphäre. Für die Verdichtung von Kältemitteln
ist diese Lösung völlig ungeeignet. In der rechten Ausführungsform von Bild 3 sind
die innere und mittlere Kammer geschlossen, und die äußere Kammer ist an die Saugleitung
der ersten Verdichterstufe angeschlossen. Sämtliches Leckgas bleibt somit im Verdichterkreislauf
und geht nicht verloren. Hier ist jedoch zur Verhinderung jeglichen Kontaktes zwischen
Leckgas und dem Schmierölkreislauf eine die Baulänge zusätzlich vergrößernde Dichtung
mit Sperrölzuführung zwischen der äußeren Kammer und dem Lager angeordnet. Ein Teil
des Sperröls gelangt in die äußere Kammer, wird zusammen mit dem Leckgas abgezogen
und muß durch einen Zyklonabscheider vom Leckgas getrennt werden. Falls ein Kältemittel
verdichtet ist, werden sich Anteile davon im Sperröl lösen, so daß dieses für die
Wiederverwendung verloren ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rotationsverdichter der genannten
Art, insbesondere für die Kältemittelverdichtung zu schaffen, bei dem eine sehr einfache,
billige und platzsparende Dichtungsanordnung zwischen Arbeitsraum und Lager verwendet
werden kann und trotzdem sowohl ein Leckgasverlust als auch eine Beeinträchtigung
des Schmierölkreislaufs durch unter Druck sich darin lösendes Gas vermieden wird.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß bei einem Verdichter der eingangs genannten Art dadurch
erreicht, daß zwischen dem Schmierölkreislauf und der Ansaugseite des Verdichters
eine Druckausgleichsverbindung vorgesehen ist, durch die der gesamte Schmierölkreislauf
auf der Saugseite der Ölpumpe im wesentlichen unter dem Ansaugdruck des Verdichters
steht, und daß zwischen der Wellenabdichtung und dem Lager ein die Welle ringförmig
umgebender Drainageraum zum Auffangen von aus dem Lager nach diser Seite austretendem
Schmieröl sowie von eventuellem durch die Wellenabdichtung tretendem Leckgas angeordnet
ist, der über einen Drainagekanal mit dem zugehörigen Lagerraum verbunden ist und
dadurch ebenfalls unter dem Ansaugdruck des Verdichters steht.
[0006] Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die Drainageräume sowohl den Übertritt von
Leckgas zum Lager als auch den Übertritt von Lagerschmiermittel in den Arbeitsraum
des Verdichters verhindern, wobei aber andererseits die Schmiermittel- und Gasleckagen
in den Drainageraum hinein unproblematisch sind, weil diese Gas- und Flüssigkeitsmengen
wieder in den Verdichter bzw. den Schmiermittelkreislauf zurückgeführt werden. Es
können daher verhältnismäßig große Leckagen von verdichtetem Gas und gegebenenfalls
auch eingespritzter Kühl- und Schmierflüssigkeit aus dem Arbeitsraum in den ringförmigen
Drainageraum toleriert werden, und darauf folgt, daß zwischen dem Arbeitsraum und
dem Drainageraum nur eine verhältnismäßig sehr einfache, kurze und billige Dichtung,
die im wesentlichen nur Drosselwirkung auszuüben braucht, angeordnet werden muß.
[0007] Der Kontakt zwischen Leckgas und den im Kreislauf geführten Schmiermittel wird daher,
im Gegensatz zum Stand der Technik, in den Drainageräumen bewußt in Kauf genommen.
Da jedoch diese Drainageräume, auch auf der Druckseite des Verdichters, unter dem
Verdichteransaugdruck stehen, ist auch bei der Verdichtung von Kältemitteln ein in
Lösunggehen des Kältemittels im Schmiermittel nicht zu befürchten, da dies nur bei
höherem Druck auftritt. Erfindungsgemäß ist jedoch der gesamte Schmiermittelkreislauf
völlig von dem verdichteten Gasstrom getrennt, und das Leckgas kommt mit dem Schmiermittel
nur unter niedrigem Druck in Berührung. Die geringen Anteile an Leckgas, die bei diesem
niedrigen Druck im Schmiermittel in Lösung gehen, haben im Schmierölbehälter Gelegenheit,
wieder zu entweichen.
[0008] Es kann ein zweiter Kreislauf für ein Kühl- und Dichtmittel vorgesehen sein, das
dem Arbeitsraum des Verdichters zugeführt wird und aus dem verdichteten Gastrom durch
einen an die Druckseite des Verdichters angeschlossenen Abscheider wieder abgetrennt
wird. Zwischen dem Abscheider und dem Abscheidebehälter des Schmiermittelkreislaufs
kann eine Verbindungsleitung mit einem Ventil vorgesehen sein, das durch einen Niveauschalter
am Abscheidebehälter steuerbar ist.
[0009] Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Schraubenverdichter sowie das Fließschema
des zugehörigen Ölkreislaufs gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 2 zeigt in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 eine zweite Ausführungsform mit vereinfachtem
Ölkreislauf.
[0010] Der Verdichter hat gemäß Fig. 1 ein Gehäuse 10, in dessen Arbeitsraum 12 nebeneinander
zwei Rotoren 14 gelagert sind, die mit schraubenförmig angeordneten Rippen und Nuten
ineinandergreifen. In der Zeichnung ist nur der eine dieser Rotoren 14 sichtbar. Die
Welle 16 des Rotors ist an beiden Enden mittels Radialgleitlagern 18 und außerdem
am druckseitigen Ende mittels eines Axialwälzlagers 20 gelagert. Die Welle des einen
Rotors, des Hauptläufers, wird durch einen (nicht dargestellten) Antrieb angetrieben,
und der Hauptläufer treibt durch direkten Kämmeingriff oder auch über ein (nicht dargestelltes)
Gleichlaufgetriebe den Nebenläufer an. Das zu verdichtende Gas, insbesondere ein Kältemittel
wie Difluormonochlormethan, das in diesem Fall unter dem Verdampferdruck steht, wird
über die Saugleitung 22 und dem Saugstutzen 24 angesaugt, im Arbeitsraum 12 von den
Rotoren 14 verdichtet und über den Druckstutzen 26 und die Druckleitung 28 dem als
Abscheider und Vorratsbehälter dienenden Druckbehälter 30 zugeführt, von wo es über
das Abscheidefilter 32 und die Rohrleitung 34 zum Verbraucher, bei Kältemitteln zum
Kondensator gelangt.
[0011] Im unteren Teil des Druckbehälters 30 befindet sich Öl oder eine andere als Kühl-,
Dicht- und Schmiermittel geeignete Flüssigkeit, die mittels der Leitung 36 über einen
Kühler 38, ein Drosselorgan 40 und die Gehäusebohrung 42 dem Arbeitsraum 12 zugeführt
wird, um die Rotoren zu kühlen, gegeneinander und gegenüber dem Gehäuse abzudichten
und an ihren im Kämmeingriff stehenden Flanken zu schmieren. Dieses Öl wird zusammen
mit dem verdichteten Gasstrom über den Druckstutzen 26 und die Druckleitung 28 ausgetragen
und im Behälter 30 vom Gasstrom abgeschieden und in den Sumpf 44 zurückgeführt.
[0012] Zur Schmierung der Lager 18 wird Öl aus einem geschlossenen Vorratsbehälter 46 über
eine Pumpe 48 und einem Kühler 50 entnommen und über die Leitung 52 und die Gehäusekanäle
54 den Schmiermittelbohrungen der Lager 18 zugeführt. Aus diesen Schmiermittelbohrungen
tritt das Öl nach beiden Axialrichtungen in die Lagerspalte. Ein Teil des Öls gelangt
aus dem Lagerspalt unmittelbar in die Ölauffangräume 56, 58, die durch einen Längskanal
60 im Gehäuse 10 miteinander verbunden sind. Der in Richtung auf den Arbeitsraum hin
auftretende Anteil des Öls gelangt aus dem jeweiligen Lager 18 in eine ringförmige
Ölsammelnut 62, die als Drainageraum zwischen jedem Lager 18 und einem Abdichtelement
64 angeordnet und durch jeweils einen Kanal 66 mit dem zugehörigen Ölsammelraum 56
bzw. 58 verbunden ist. Der Ölauffangraum 56 ist über einen Ablaufkanal 68 mit dem
Vorratsbehälter 46 verbunden. Der Gasraum des Vorratsbehälters 46 ist außerdem über
eine Ausgleichsleitung 70 mit der Ansaugleitung 22 verbunden. Dadurch stehen der Vorratsbehälter
46, die Räume 56,58 und die Ölsammelnuten 62 unter dem niedrigen Ansaugdruck des Verdichters.
Durch die zwischen jedem Lager 18 und dem Arbeitsraum 12 angeordnete Ölsammelnut 62,
die unter niedrigem Druck steht, wird in wirksamer Weise eine Leckage von Öl aus dem
Lager 18 zum Arbeitsraum 12 bzw. umgekehrt eine Leckage von Gas aus dem Arbeitsraum
12 bis zum Lager 18 weitgehend verhindert. An die zusätzlichen Abdichtelemente 64
werden daher keine besonders hohen Anforderungen gestellt, es kann sich um einfache
und sehr kurze Elemente wie z. B. kurze Labyrinthe oder Schwimmringe handeln. Diese
können durch entsprechende Gehäusebohrungen zusätzlich mit Öl und Schmiermitteldruck
versorgt werden, wie dies für das druckseitige Abdichtelement gezeigt wird.
[0013] Da der Vorratsbehälter 46 unter dem niedrigen Ansaugdruck des Verdichters steht,
kann das darin befindliche Öl nur relativ geringe Mengen eines löslichen Gases, z.
B. Kältemittels, gelöst enthalten. Während z. B. in dem Vorratsdruckbehälter 30 unter
dem hohen Ausgleichsdruck des Verdichters von z. B. 20 bar und einer Temperatur von
z. B. 70° C bis zu 30% Kältemittel gelöst sein können, beträgt der entsprechende Anteil
im Vorratsbehälter 46 bei einem Druck von z. B. 5 bar und einer Temperatur von 70°C
erheblich weniger als 5%, wodurch praktisch keine Beeinträchtigung der Viskosität
des Öls eintritt.
[0014] Da bei dem beschriebenen Verdichter über die Lager und den Arbeitsraum des Verdichters
Ölleckagen aus dem Schmiermittelkreislauf in den Kühl- und Dichtmittelkreislauf und
umgekehrt auftreten können, ist eine automatische Konstanthaltung der Ölmenge im Vorratsbehälter
46 vorgesehen. Ein Niveauschalter 74 mit unterem und oberem Grenzkontakt steuert einerseits
ein Magnetventil 76, das die Leitung 36 mit dem Vorratsbehälter 46 verbindet, und
außerdem ein Magnetventil 78, das die Leitung 52 mit der Ansaugleitung 22 des Verdichters
verbindet. Sobald der Ölspiegel im Behälter 46 zu stark abgesunken, d. h. zu viel
Öl vom Niederdruck- zum Hochdruckkreislauf gelangt ist, wird das Magnetventil 76 geöffnet
und es kann Öl vom Druckbehälter 30 in den Behälter 46 gelangen. Steigt der Ölspiegel
im Behälter 46 übermäßig an, so öffnet das Ventil 78 und es gelangt überschüssiges
Öl aus dem Behälter 46 in die Ansaugleitung und von dort mit dem Gas durch den Verdichter
in den Vorratsdruckbehälter 30.
[0015] Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Ausführungsform für solche Anwendungsfälle, bei denen
wegen niedriger Arbeitsdrücke oder bei nicht in Öl löslichen Gasen die Gefahr einer
Viskositätsverminderung des Öls durch gelöstes Gas nicht besteht. Für diesen Fall
kann die gleiche Verdichterkonstruktion wie in Fig. 1 ohne bauliche Änderungen verwendet
werden. Der Vorratsbehälter 46 von Fig. 1 und die zugehörigen Leitungen u. dgl. wird
weggelassen und die nicht mehr benötigte Auslaßöffnung 68 des Ölsammelraums 56 mit
einem Stopfen 80 verschlossen. Statt dessen wird wahlweise eine von zwei Bohrungen
82, 84 geöffnet, die den Längskanal 60 mit dem Ansaugstutzen 24 bzw. dem Arbeitsraum
12 des Verdichters verbinden und von denen die jeweils andere Bohrung bzw. bei der
Verwendung gemäß Fig. 1 auch beide Bohrungen mit geeigneten Stopfen 86 verschlossen
sind. Das gesamte Schmieröl von den Lagern 18 gelangt nun über die jeweils geöffnete
Bohrung 82 oder 84 in den Verdichtungsraum, von wo es mit dem verdichteten Gas über
die Druckleitung 28 zum Vorratsdruckbehälter 30 gelangt und abgetrennt wird. Aus dessen
Ölsumpf 44 wird das Öl dann als Schmiermittel über die Leitungen 90, 92 den Lagern
18 und ferner über die Leitung 94 in den Arbeitsraum des Verdichters zur Schmierung
und Kühlung der Rotorflanken geleitet. Ein wesentlicher, auch durch die Ölsammelnuten
bzw. Drainageräume 62 bewirkter Vorteil bei dieser Ausführungsform besteht darin,
daß eine gesonderte Ölpumpe zur Schmiermittelzuführung nicht erforderlich ist. Da
dafür gesorgt ist, daß die den Lagern 18 benachbarten Räume 62,56,58 immer unter dem
Druck der Saugseite des Verdichters stehen, reicht der sich ergebende Differenzdruck
zwischen dem Druckbehälter 30 und den Schmier- bzw. Einspritzstellen am Verdichter
aus, um den Verdichter mit Öl zu versorgen, ohne wegen des relativ geringen Schmiermitteldruckes
im Lager einen Gasdurchschlag zu den Lagern befürchten zu müssen.
1. Rotationsverdichter, insbesondere Schraubenrotorverdichter, bei dem jedes Ende
der Welle (16) des oder jedes Rotors (14) im Gehäuse (10) mittels Radialgleitlagers
(18) gelagert und zwischen diesem und dem Arbeitsraum (12) des Verdichters von einer
Wellenabdichtung (64) umgeben ist und zur Lagerschmierung ein Schmierölkreislauf vorgesehen
ist mit einem Schmierölbehälter (46), von dem aus das Schmieröl über eine Ölpumpe
(48) und Leitungen (52) den Lagern (64) zugeführt wird und in den das Schmieröl, das
aus jedem Lager in einen Lagerraum (56, 58) auf der vom Arbeitsraum (12) abgewandten
Seite des Lagers abfließt, über 01- rückführkanäle (60, 68) zurückfließt, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Schmierölkreislauf (46, 52, 56, 58, 60, 68) und der
Ansaugseite des Verdichters eine Druckausgleichsverbindung (70) vorgesehen ist, durch
die der gesamte Schmierölkreislauf auf der Saugseite der Ölpumpe (48) im wesentlichen
unter dem Ansaugdruck des Verdichters steht, und daß zwischen derWellenabdichtung
(64) und dem Lager (18) ein die Welle ringförmig umgebender Drainageraum (62) zum
Auffangen von aus dem Lager (18) nach dieser Seite austretendem Schmieröl sowie von
eventuellem durch die Wellenabdichtung (64) tretenden Leckgas angeordnet ist, der
über einen Drainagekanal (66) mit dem zugehörigen Lagerraum (56, 58) verbunden ist
und dadurch ebenfalls unter dem Ansaugdruck des Verdichters steht.
2. Verdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckausgleichsverbindung
von jedem Drainageraum (62) über den Drainagekanal (66), den zugehörigen Lagerraum
(56, 58), den Schmierölrückführkanal (60) sowie den geschlossenen Gasraum des Schmierölbehälters
(46) verläuft, der über eine Ausgleichsleitung (70) mit der Ansaugleitung (22) des
Verdichters verbunden ist.
3. Verdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur wahlweisen Öl-
und gegebenenfalls Leckgasrückführung entweder in den Gasraum des Schmierölbehälters
(46) oder unter Umgehung des Schmierölbehälters direkt in den Ansaugstutzen (24) oder
den Arbeitsraum (12) des Verdichters wahlweise verschließbare Öffnungen (68, 82, 84)
zwischen dem Schmierölrückführkanal (60) bzw. einem Lagerraum (56) einerseits und
dem Schmierölbehälter (46), dem Ansaugstutzen (24) bzw. dem Arbeitsraum (12) des Verdichters
andererseits vorgesehen sind.
4. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem weiteren Ölkreislauf zur
Zuführung von Kühl- und Dichtmittel in den Arbeitsraum des Verdichters, der einen
an den Verdichterauslaß (28) angeschlossenen Abscheidebehälter (30) für vom Gasstrom
mitgeführte Schmiermittel und eine vom Abscheidebehälter (30) in den Arbeitsraum (12)
des Verdichters führende Ölleitung (36, 42) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abscheidebehälter (30) mit dem Schmierölbehälter (46) über eine Verbindungsleitung
(36) mit einem Ventil (76) verbunden ist, das mittels eines Niveauschalters (64) im
Schmierölbehälter (46) steuerbar ist.
1. A rotary compressor, in particular a screw compressor, wherein each end of the
shaft (16) of the or each rotor (14) is mounted in the housing (10) by means of a
radial plane bearing (18) and between the latter and the working chamber (12) of the
compressor each end of the shaft is surrounded by a shaft seal (64) and for bearing
lubrication a lubricating-oil circuit is provided, having a lubricating-oil reservoir
(46) from which the lubricating oil is fed to the bearings (18) via an oil pump (48)
and pipes (52) and into which the lubricating oil that drains from each bearing into
a storage space (56, 58) on the side of the bearing remote from the working chamber
(12) flows back via oil return passages (60, 68), characterised in that between the
lubricating-oil circuit (46, 52, 56, 58, 60, 68) and the intake side of the compressor
there is provided a presure-balancing connection (70), as a result of which the entire
lubricating-oil circuit on the inlet side of the oil pump (48) is substantially under
the intake pressure of the compressor, and in that between each shaft seal (64) and
bearing (18) there is disposed a drainage space (62) annularly surrounding the shaft
and serving to collect lubricating oil escaping from the bearing (18) at that end
as well as any gas which may have leaked through the shaft seal (64), which drainage
space is connected via a drainage duct (66) with the associated storage space (56,
58) and thereby is likewise under the intake pressure of the compressor.
2. A compressor according to Claim 1, characterised in that the pressure-balancing
connection from each drainage space (62) extends via the drainage duct (66), the associated
storage space (56, 58), the lubricating-oil return passage (60) and also the closed
gas chamber of the lubricating-oil reservoir (46) which is connected via a balancing
duct (70) with the intake duct (22) of the compressor.
3. A compressor according to Claim 1 or 2, characterised in that, for optional return
of oil and any gas which may have leaked, either into the gas chamber of the lubricating-oil
reservoir (46) or, by-passing the lubricating-oil reservoir, directly into the intake
connection (24) or the working chamber (12) of the compressor, selectively closable
openings (68, 82, 84) are provided between, on the one hand, the lubricating-oil return
passage (60) or a respective storage space (56) and, on the other hand, the lubricating-oil
reservoir (46), or the intake connection (24) or the working chamber (12) of the compressor.
4. A compressor according to one of Claims 1 to 3, with a further oil circuit for
feeding coolant and sealing agent into the working chamber of the compressor, which
further circuit has a separating vessel (30) connected to the compressor outlet (28)
for lubricant entrained by the gas flow and an oil pipe (36, 42) leading from the
separating vessel (30) into the working chamber (12) of the compressor, characterised
in that the separating vessel (30) is connected with the lubricating-oil reservoir
(46) via a connecting pipe (36) with a valve (76) which is controllable by means of
a level switch (74) in the lubricating-oil reservoir (46).
1. Compresseur rotatif, en particulier compresseur à rotor à vis, dans lequel chaque
extrémité de l'arbre (16) du ou de chaque rotor (14) est montée dans le carter (10)
au moyen d'un palier lisse (18) et est entourée, entre ce dernier et la chambre de
travail (12) du compresseur, d'un dispositif d'étanchéité d'arbre (64) et dans lequel
il est prévu, pour la lubrification des paliers, un circuit d'huile lubrifiante comportant
un réservoir de lubrifiant (46), à partir duquel l'huile lubrifiante est envoyée dans
les paliers (18) au moyen d'une pompe à huile (48) et de conduites (52) et dans lequel
l'huile lubrifiante, qui s'écoule de chaque palier dans une chambre de palier (56,
58) située du côté opposé à la chambre de travail (12) par rapport au palier, est
renvoyée par des conduits de retour d'huile (60, 68), caractérisé en ce qu'il est
prévu, entre le circuit d'huile lubrifiante (46, 52, 56, 58, 60, 68) et le côté aspiration
du compresseur, une jonction d'égalisation de pression (70) par laquelle tout le circuit
d'huile lubrifiante, du côté aspiration de la pompe à huile (48), est pratiquement
sous la pression d'aspiration du compresseur, et en ce qu'il est disposé, entre le
dispositif d'étanchéité d'arbre (64) et le palier (18), une chambre de drainage (62)
entourant l'arbre en anneau pour intercepter l'huile lubrifiante qui sort du palier
(18) de ce côté, ainsi que le gaz de fuite qui passe éventuellement à travers le dispositif
d'étanchéité d'arbre (64), chambre qui est reliée par un conduit de drainage (66)
à la chambre de palier (56, 58) correspondante et que, de la sorte, est également
sous la pression d'aspiration du compresseur.
2. Compresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la jonction d'égalisation
de pression comprend, à partir de chaque chambre de drainage (62), le conduit de drainage
(66), la chambre de palier associée (56,58), le conduit de retour d'huile lubrifiante
(60) ainsi que la chambre à gaz fermée du réservoir d'huile lubrifiante (46) qui est
reliée à la conduite d'aspiration (22) du compresseur par une conduite d'égalisation
(70).
3. Compresseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que pour le retour
à volonté d'huile et, le cas échéant, de gaz de fuite, soit dans la chambre à gaz
du réservoir d'huile lubrifiante (46), soit directement dans la tubulure d'admission
(24) ou la chambre de travail (12) du compresseur, il est prévu des ouvertures obturables
(68, 82, 84) entre le conduit de retour d'huile lubrifiante (60) ou une chambre de
palier (56) d'une part et le réservoir d'huile lubrifiante (46), la tubulure d'admission
(24) ou la chambre de travail (12) du compresseur d'autre part.
4. Compresseur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, comportant un circuit
d'huile supplémentaire, pour l'alimentation en fluide de refroidissement et d'étanchéité
de la chambre de travail du compresseur, qui présente un récipient séparateur (30),
raccordé à la sortie (28) du compresseur, pour le lubrifiant entraîné par le courant
de gaz et une conduite d'huile (36, 42) s'étendant entre le récipient séparateur (30)
et la chambre de travail (12) du compresseur, caractérisé en ce que le récipient séparateur
(30) est relié au réservoir d'huile lubrifiante (46) par une conduite de jonction
(36) munie d'une soupape (76) qui peut être commandée au moyen d'un commutateur (64)
réagissant au niveau dans le réservoir d'huile lubrifiante (46).

