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EP 0 064 688 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1985 Patentblatt 1985/01 |
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Anmeldetag: 30.04.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F23K 1/00 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Lagern von Braunkohlen- und Steinkohlenstaub und Mischungen
derselben in einem Vorratsbehälter
Process and device for the storage of pulverized lignite and pit-coal and mixtures
of those in a storage container
Procédé et dispositif pour le stockage de lignite et d'houille pulvérisé et leurs
mélanges dans un réservoir
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
05.05.1981 DE 3117618
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1982 Patentblatt 1982/46 |
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Anmelder: Gewerkschaft Sophia-Jacoba
Steinkohlenbergwerk |
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D-5142 Hückelhoven (DE) |
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Erfinder: |
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- Wenz, Wilhelm, Ing.-Grad.
D-5142 Hückelhoven (DE)
- Schnelle, Hans-Dieter
D-5142 Hückelhoven (DE)
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Vertreter: Wangemann, Horst, Dipl.-Ing. |
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Sonsbecker Strasse 5 D-4000 Düsseldorf 11 D-4000 Düsseldorf 11 (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Lagern von Braunkohlen- und Steinkohlenstaub
und Mischungen derselben in einem Vorratsbehälter vor dem Zuführen des Staubes oder
der Mischung aus einer fluidisierten Staubgutsäule zu einem Staubbrenner durch dosierte
Übergabe des Staubes oder der Mischung in einen pneumatischen Förderstrom. - Die Erfindung
bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Zum Zuführen von fossilen Brennstoffstäuben zu einem Staubbrenner sind Vorrichtungen
bekannt (DE-A1-2 728 386), bei denen der fluidisierte Staub in den Durchgangslöchern
einer drehbaren Scheibe aufgenommen wird, bei deren Umlauf die Durchgangslöcher der
Scheibe in eine koaxiale Stellung mit einem pneumatischen Förderstrom gebracht werden
und hierbei der staubförmige Inhalt der Durchgangslöcher von dem Förderstrom mitgenommen
und dem Brenner zugeführt wird. - Ferner ist es bekannt, eine derartige Vorrichtung
zur dosierten Übergabe von Stäuben zu einem Brenner hinter einem Vorratsbehälter anzuordnen,
in welchem der Staub ebenfalls fluidisiert wird und in diesem Zustand der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung zur dosierten Übergabe des Schüttgutes in den Förderstrom
zu dem Brenner zugeführt wird. - Ferner sind Rüttelvorrichtungen als Austragsvorrichtungen
am unteren Ende von Vorratsbehältern bekannt.
[0003] Durch die DE-B-1 014267 ist eine Anordnung zur Durchführung eines Verfahrens zum
unmittelbaren Zuführen von körnigen oder staubförmigen Brennstoffen aus einem Bunker
in eine Zyklonfeuerung bekannt, bei der der Brennstoff aus einem Vorratsbehälter über
eine regelbare Aufgabevorrichtung einer Fullerpumpe zugeführt wird, an deren Ausgang
Preßluft eingeführt wird, die den Brennstoff durch eine anschließende Rohrleitung
zur Verbraucherstelle, z. B. eine Muffel, fördert. - Letztlich ist durch die US-A-1
837 635 eine einem Kohlenstaubbrenner vorgeschaltete Mischeinrichtung bekannt, bei
der unterhalb eines Staubvorratsbehälters eine Schnecke mit Regulierschieber angeordnet
ist, der den Staub in dosierter Menge in eine Mischkammer gelangen läßt, in der dem
Staub Niederdruckluft beigemengt wird. Der Transport dieses Luft-Staub-Gemisches erfolgt
durch Hochdruckluft, die der Förderleitung hinter der Mischkammer zugeführt wird.
[0004] Die Lagersicherh 1-,t des in dem Vorratsbehälter gespeicherten Lunkohlen- und Steinkohlenstaubs
und Mischungen derselben wird im wesentlichen durch die stetige Zuführung einer beachtlichen
Menge an Frischluft nachteilig beeinflußt, insbesondere der Fluidisierluft in dem
Vorratsbehälter und der Vorrichtung zur dosierten Übergabe des Staubes in den pneumatischen
Förderstrom. Die Gefahr der Selbstentzündung ist erheblich.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Lagersicherheit des Kohlenstaubes
und seiner Mischung in dem Vorratsbehälter in einfacher Weise sicher und mit konstruktiv
einfachen Mitteln zu erhöhen, ohne daß hierdurch die Beschickung des Brenners nachteilig
beeinflußt wird, d. h. sowohl kontinuierlich wie diskontinuierlich erfolgen kann.
Es soll ferner auf die Zuhilfenahme zusätzlicher Mittel wie inerter Luft oder eines
entsprechenden Gases verzichtet werden können.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Hauptanspruches vor. Die Verfahrensunteransprüche dienen der Weiterentwicklung
und Verbesserung der Merkmale des Hauptanspruches. Die Vorrichtungsansprüche geben
vorteilhaft Ausbildungen der Mittel zur Durchführung des Verfahrens an.
[0007] Zwar ist es bekannt, die Selbstentzündung vieler Materialien dadurch zu hemmen, daß
man dem Vorratsbehälter oder aber den Transportleitungen der Materialien ein inertes
Gas zuführt. Diese Verfahren bedingen nicht nur die ständige Bereitstellung des inerten
Gases selbst, sondern auch Zuleitungen dieses Gases, insbesondere aber erhöhte Dichtmittel,
um den Zutritt von Fremdgasen zu dem inerten Gas weitgehend zu unterbinden.
[0008] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß die während des Füllvorganges des
Vorratsbehälters von oben in diesen eingedrungene atmosphärische Außenluft bei stehender
Luftsäule oberhalb der Brennstoffsäule nach kurzer Zeit inertisiert ist und dem Brennstoffstaub
in dem Vorratsbehälter keine zusätzliche Menge neuen Luftsauerstoffes von daher zugeführt
wird, selbst wenn der Vorratsbehälter an der Einfüllöffnung offen oder mit einem Ventil
versehen ist, das lediglich dafür sorgt, daß während des Leerens des Vorratsbehälters
kein Unterdruck in diesem entsteht. - Die Erfindung geht ferner von dem Gedanken aus,
daß auch die stetige Zuführung von frischer Fluidisierluft aus der Vorrichtung zur
dosierten Förderung von Schüttgut in den pneumatischen Förderstrom unterbunden wird,
wozu zwischen dem Vorratsbehälter und der genannten Vorrichtung die Luftberuhigungs-und
-abführzone vorgesehen ist. Durch diese wird verhindert, daß in den jeweils der Fördervorrichtung
benachbarten Abschnitt des Vorratsbehälters Luftsauerstoff aus der genannten Vorrichtung
eindringt und hierdurch wiederum Luftsauerstoff an die Brennstoffsäule in dem Vorratsbehälter
gelangt, durch den die Schwel-und Brandgefahr erhöht wird. Der geringe Überdruck in
der Fördervorrichtung wird über die Abführleitung abgeleitet; durch die vorzugsweise
schräg ansteigende Abführleitung wird der eventuell noch mitgeführte Staub nach Art
einer Luftaufbereitung ausgeschieden.
[0009] Durch die FR-A-965 098 ist zwar eine Vorrichtung zum Zuführen von pflanzlichen Brennstoffen,
insbesondere Holzstoff, zu einem Brenner bekannt, bei der der Holzstoff aus einem
Vorratsbehälter durch eine Schnecke dem Brenner zugeführt wird. Hier liegt weder die
Aufgabe zugrunde, die Selbstentzündung des feuchten Holzstoffes zu unterbinden, noch
den Zutritt von Fluidisierluft, die unter geringem Überdruck steht, zu einem Kohlehaufen
zu unterbinden.
[0010] Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahreris dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 schematisch die Vorrichtung in einer Ausführungsform vor einem mit einem Staubbrenner
betriebenen Heizkessel für eine Warmwasseranlage,
Fig. 2 bis 4 Ausführungsformen und Anordnungen der Luftberuhigungs- und -abführkammer
unterhalb des Vorratsbehälters und der Luftabführleitung.
[0011] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 der Vorrichtung ist ein Vorratsbehälter 1 für
den Kohlenstaub vorgesehen, dem in Förderrrichtung des Staubes und damit unterhalb
seines unteren Endes eine Vorrichtung 2 zur Übergabe des Kohlenstaubes in eine pneumatische
Förderleitung nachgeschaltet ist. Diese Vorrichtung 2 wird als Fördervorrichtung bezeichnet.
[0012] Der Vorratsbehälter 1 kann bekannter Bauart sein und mit seinem unteren Abschnitt
1a trichterförmig gestaltet sein. Sein oberes Ende weist die Einfüllöffnung 3 auf,
durch die das Füllgut in den Vorratsbehälter eingegeben wird. Diese Einfüllöffnung
kann mit einem Verschluß versehen sein oder aber ohne einen solchen Verschluß belassen
werden. Bei Anwendung eines Verschlusses der Einfüllöffnung 3 ist neben dieser Einfüllöffnung
ein Ventil 4 vorgesehen, das nur so viel Luft in den Vorratsbehälter hineingelangen
läßt, wie Brennstoffstaub aus diesem in die Fördervorrichtung 2 abgegeben wird, ohne
daß ein Unterdruck in dem Raum 5 oberhalb der Brennstoffstaubsäule St erzeugt wird.
Auf jeden Fall ist die Atmosphäre in dem Raum 5 oberhalb der Brennstoffstaubsäule
beruhigt, und es entsteht keine Strömung zwischen der Außenluft oberhalb des Vorratsbehälters
1 und dem Raum 5 in diesem Behälter. Die Luft in dem Raum 5 kann daher als ruhend
bezeichnet werden.
[0013] Nach einiger Zeit nach dem Einfüllen des Kohlenstaubes in den Behälter 1 ist die
Luft in dem Raum 5 inertisiert, und auch die aufgrund des Abziehens des Staubes aus
dem Vorratsbehälter 1 über die Öffnung 3 oder das Ventil 4 langsam nachströmende Luft
wird in kurzer Zeit gleichfalls inertisiert.
[0014] Das untere Ende des Vorratsbehälters 1 weist eine bekannte Rüttelvorrichtung 6 auf,
die mit einem entsprechenden Motor 7 versehen ist und den Kohlenstaub aus dem Vorratsbehälter
1 gleichmäßig nach unten in eine Luftberuhigungs- und -abführkammer 8 gelangen läßt
(Fig. 1 und 2). Diese kann trichterartig ausgeführt sein, so daß der Brennstoffstaub
an der konischen Wand 9 der Luftberuhigungs- und -abführkammer nach unten über einen
Hals 10 in eine Förderschnecke 11 gelangen kann. Das vordere Ende 12 dieser Förderschnecke
ragt in den Abschnitt 13 der Vorrichtung 2 in die eine Fluidisierleitung 14 mündet,
durch die das aus der Luftberuhigungs- und -abführkammer 8 zugeführte Gut fluidisiert
wird. In der in der Vorrichtung 2 gebildeten fluidisierten Staubsäule 15 dreht sich
eine Scheibe 16 mit kreisförmig angeordneten, in axialer Richtung gelegenen Durchgangsbohrungen.
Diese gelangen bei Drehen der Scheibe 16 (vgl. auch DE-A1-2728386) jeweils in eine
koaxiale Stellung mit Förderstromleitungen 17,17a, deren pneumatischer Förderstrom
ein Herausblasen des Staubes aus der jeweiligen Bohrung der Scheibe 16 bewirkt. Sowohl
die Fluidisierleitung 14 wie auch die Förderstromleitung 17 sind an eine gemeinsame
Luftleitung 18, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Zwischengebläses 19,
geschaltet. - Die Förderstromleitung 17a mündet mit einer Luftleitung 20 in den Brenner
21 eines Heizkessels 22 einer Warmwasserheizung 23.
[0015] Die Luftberuhigungs- und -abführkammer 8 ist mit einer Ableitung 24 verbunden, die
zu einem Filter 25 führt, deren unterer Abschnitt über eine Leitung 26 mittel- oder
unmittelbar in die Einfüllöffnung 3 des Behälters 1 mündet. - Vor dem Filter 25 kann
vorzugsweise ein schwach saugendes Gebläse 27 geschaltet sein.
[0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind statt der Förderschnecke 11 in und unterhalb
der Beruhigungs- und Abführkammer 8, in die wiederum die Leitung 24 mündet, schikanenartige
Einbauten 28 vorgesehen, durch die die Fluidisierluft, die aus der Fördervorrichtung
2 nach oben ausgetreten ist, beruhigt wird und vermieden wird, daß die Fluidisierluft
aus der Fördervorrichtung 2 über die Rüttelvorrichtung 6 in die Staubsäule St des
Vorratsbehälters 1 gelangt. Im dargestellten Beispiel weist der obere Abschnitt der
Kammer 2 einen konischen Teil 29 mit nach unten gerichteter Öffnung 30 auf, während
oberhalb dieses nach unten konischen Teils ein nach oben gerichteter Einbaukonus 31
vorgesehen ist. Die ausströmende Fluidisierluft prallt gegen die Innenseite 32 des
Konus in Richtung der Pfeile 33, wird in Richtung der Pfeile 34 wieder nach unten
abgelenkt und nimmt hierbei den auf dem konischen Teil 29 abwärts gleitenden Staub
mit, ohne in größerer Menge in die Kammer 8 einzudringen.
[0017] In Fig. 3 ist dargestellt, daß der Vorratsbehälter mit Hilfe eines Verschlusses 35
verschlossen werden und gegebenenfalls über eine Leitung 36 inertes Gas in den Vorratsbehälter
1 oberhalb der Staubgutsäule St geleitet werden kann. Hierbei kann es sich um ein
in einem Wärmetauscher abgekühltes Brennergas oder ein anderes Abfallgas handeln.
[0018] Die Fluidisierluft in der Vorrichtung 2 steht unter leichtem Überdruck zu dem noch
der Druck aus der Förderleitung 17 teilweise hinzutritt, wenn die Scheibe 16 sich
vor den Leitungen 17, 17a dreht. Dieser geringe Überdruck wird durch die Leitung 24
abgebaut und wirkt nicht in den Kohlenstaubhaufen in den Behäler 1 hinein; er kann
durch Zuhilfenahme des Gebläses 27 geregelt und abgebaut werden, so daß keine Frischluft
von unten an den Kohlenstaub herangelangen kann.
[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Beruhigungs- und Abführkammer40 als im
Querschnitt gegenüber der unteren Öffnung 41 und der oberen Öffnung 42 erweiterter
Raum ausgebildet, wodurch die Beruhigung der eingedrungenen Luft noch begünstigt wird.
[0020] Um die Vollsetzung mit Kohlenstaub zu vermeiden, ist die Abzugsleitung vorzugsweise
durch eine schräge Abführleitung 44 (vgl. auch Fig. 3) ersetzt, deren Neigungswinkel
nahe oder über dem Schüttgut- und Rutschwinkel von Kohlenstaub liegt.
1.Verfahren zum Lagern von Braunkohlen- und Steinkohlenstaub und Mischungen derselben
in einem Vorratsbehälter vor dem Zuführen des Staubes oder der Mischung, aus einer
fluidisierten Staubgutsäule zu einem Staubbrenner durch dosierte Ubergabe des Staubes
oder der Mischung in einen pneumatischen Förderstrom, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Verhindern des Eindringens von Fluidisierluft in den Vorratsbehälter der Kohlenstaub
durch Schwerkraft oder mechanische Mittel aus dem Vorratsbehälter ausgetragen und
vor dem Fluidisieren und dem Zuführen in den pneumatischen Förderstrom durch eine
Luftberuhigungs- und -abführzone geleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft in dem Behälterraum
oberhalb der Staubsäule in dem Vorratsbehälter stehend gehalten wird und dem Behälterraum
eine geringe Menge Außenluft zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftberuhigungs-
und -abführzone unter Wirkung eines zusätzlichen schwachen Saugzuges in einer angeschlossenen
Leitung gesetzt wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch einen senkrechten oder geneigten Vorratsbehälter (1) oberhalb einer Fluidisierkammer
(2) oder einer davor angeordneten Zuführeinrichtung (11) für die Übergabe des Staubes
in die Fluidisierkammer (2), der mit einer Einschüttöffnung (3) für den Brennstoffstaub
und einer unteren Austragsöffnung mit einer Rüttel-Austragsvorrichtung (6) versehen
ist und durch eine zwischen dem Vorratsbehälter (1) und der Fluidisierkammer (2) oder
der Zuführeinrichtung (11) angeordnete Luftberuhigungs- und -abführkammer (8), in
die eine Luftableitung (24) mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftberuhigungs- und
-abführkammer (8) unterhalb der Rüttelaustragsvorrichtung (6) durch den trichterförmigen
Sammelkasten der Austragsvorrichtung gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß Luftabweiseinbauten
oberhalb der Fluidisierkammer (2) aus schikanenartigen Einbauten (28) in oder unterhalb
der Luftberuhigungs- und -abführkammer (8) gebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 und einem oder beiden der Ansprüche 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftberuhigungs- und -abführkammer (40) mit einem gegenüber
dem Querschnitt der Übergangsöffnung (41) zu der Fluidisierkammer (2) oder der Zuführeinrichtung
(11) zu dieser Kammer erweiterten Querschnitt versehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftberuhigungs- und -abführkammer (40) mit einem gegenüber dem Querschnitt
der Übergangsöffnung (42) zu der Rüttelaustragsvorrichtung (6) aus dem Behälter (1)
erweiterten Querschnitt versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftableitung (44) aus der Luftberuhigungs-und -abführkammer (8, 40) schräg
aufwärts gerichtet ist.
1. Process for the storage of brown and pit coal dust and mixtures of same in a storage
hopper prior to the feed of the pulverized coal or of the mixture, from a fluidized
powder material column to a coal dust burner by dosed transfer of the dust or of the
mixture in a pneumatic conveying flow, characterized in that the coal dust is discharged
by gravitation or mechanical means from the storage hopper and conducted through an
air steadying and exhaust zone prior to its fluidization and feed in the pneumatic
conveying flow, in order to prevent the ingress of fluidizing air into the storage
hopper.
2. Process according to claim 1, characterized in that the air in the hopper inside
over the dust column in the storage bunker is maintained stationary and a small amount
of outside air is fed into the hopper inside.
3. Process according to claims 1 and 2, characterized in that the air steadying and
exhaust zone is arranged in a connected duct by means of an additional weak suction
draught.
4. Device for the implementation of the process according to claims 1 to 3, characterized
by a vertical or inclined storage hopper (1) above a fluidization chamber (2) or of
a feeding device (11) arranged in front of same for the transfer of the dust to the
fluidization chamber (2), which ist provided with a charging opening (3) for the pulverized
fuel and a bottom discharge opening with a vibratory discharge device (6), and by
an air steadying and exhaust chamber (8) arranged between the storage hopper (1) and
the fluidization chamber (2) or the feeding device (11), into which an air exhaust
duct (24) discharges.
5. Device according to claim 4, characterized in that the air steadying and exhaust
chamber (8) is formed below the vibratory discharge device (6) by the funnel-shaped
collecting box of the discharge device.
6. Device according to claims 4 and 5, characterized in that the air deflectors above
the fluidization chamber (2) are made up of baffle-type internals (28) in or below
the air steadying and exhaust chamber (8).
7. Device according to claim 4 and one or both claims 5 and 6, characterized in that
the air steadying and exhaust chamber (40) features an enlarged cross section as compared
with the cross section of the transfer opening (41) to the fluidization chamber (2)
or of the feeding device (11) to said chamber.
8. Device according to claim 4 and one of the claims 5 to 7, characterized in that
the air steadying and exhaust chamber (40) features an enlarged cross section as compared
with the cross section of the transfer opening (42) to the vibratory discharge device
(6) from the hopper (1).
9. Device according to claim 4 and one of the claims 5 to 9, characterized in that
the air exhaust duct (44) from the air steadying and exhaust chamber (8,40), is slanted
upwards.
1. Procédé pour le stockage de lignite et de houille pulvérisés et leurs mélanges
dans un réservoir de stockage avant l'amenée du produit pulvérisé ou du mélange hors
d'une colonne de produit pulvérisé fluidisé à un brûleur de produit pulvérisé par
une alimentation dosée dudit produit pulvérisé ou dudit mélange dans un courant de
transport pneumatique, caractérisé en ce que pour empêcher l'introduction d'air fluidisé
dans le réservoir de stockage le charbon pulvérisé est extrait par gravitation ou
par des moyens mécaniques hors dudit réservoir de stockage et est conduit, avant la
fluidisation et l'amenée dans le courant de transport pneumatique, à travers une zone
de stabilisation et de sortie d'air.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'air dans la chambre
du réservoir au-dessus de la colonne de produit pulvérisé du réservoir de stockage
est maintenu stationnaire et en ce qu'une petite quantité d'air extérieur est amenée
à ladite chambre du réservoir.
3. Procédé suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la zone de stabilisation
et de sortie d'air est placée sous l'action d'un faible tirage par aspiration additionnelle
dans une colonne en circuit.
4. Dispositif pour la réalisation du procédé suivant les revendications 1 à 3, caractérisé
par un réservoir de stockage vertical ou incliné (1) disposé au-dessus d'une chambre
de fluidisation (2) ou d'une installation d'alimentation (11) agencée devant pour
l'amenée du produit pulvérisé dans ladite chambre de fluidisation (2), qui est pourvue
d'une ouverture de déversage (3) pour le combustible pulvérisé et d'une ouverture
de vidange inférieure avec un dispositif de sortie vibrant (6), et par une chambre
de stabilisation et de sortie d'air (8) disposée entre le réservoir de stockage (1)
et la chambre de fluidisation (2) ou l'installation d'alimentation (11) et dans laquelle
débouche une conduite de dérivation d'air (24).
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la chambre de stabilisation
et de sortie d'air (8) est formée sous le dispositif de vidange vibrant (6) par le
réceptacle en forme de trémie du dispositif de vidange.
6. Dispositif suivant les revendications 4 et 5, caractérisé en ce que, au-dessus
de la chambre de fluidisation (2) sont formés dans ou sous la chambre de stabilisation
et de sortie d'air (8) des déflecteurs d'air par des montages en forme de chicanes
(28).
7. Dispositif suivant la revendication 4 et l'une et/ou l'autre des revendications
5 et 6, caractérisé en ce que la chambre de stabilisation et de sortie d'air (40)
est pourvue d'une section élargie par rapport à la section de l'ouverture de passage
(41) vers la chambre de fluidisation (2) ou par rapport à la section de l'installation
d'alimentation (11) vers cette chambre.
8. Dispositif suivant la revendication 4 et une quelconque des revendications 5 à
7, caractérisé en ce que la chambre de stabilisation et de sortie d'air (40) est pourvue
d'une section élargie par rapport à la section de l'ouverture de passage (42) vers
le dispositif de vidange vibrant (6) hors du réservoir (1).
9. Dispositif suivant la revendication 4 et l'une quelconque des revendications 5
à 8, caractérisé en ce que la conduite de dérivation d'air (44) sortant de la chambre
de stabilisation et de sortie d'air (8, 40) est dirigée obliquement vers le haut.