(19)
(11) EP 0 130 178 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.01.1985  Patentblatt  1985/01

(21) Anmeldenummer: 84890118.7

(22) Anmeldetag:  22.06.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01F 8/00, E01F 7/02, E02B 3/04, E02D 29/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE LI

(30) Priorität: 22.06.1983 AT 2292/83

(71) Anmelder: Bokan, Sigisbert
A-8010 Graz (AT)

(72) Erfinder:
  • Bokan, Sigisbert
    A-8010 Graz (AT)

(74) Vertreter: Berger, Erhard, Dr. 
Siebensterngasse 39 Postfach 306
1071 Wien
1071 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Bauwerk für den Lärm-, Wind- oder Sichtschutz oder den Verbau von Ufern von Bächen und Flüssen


    (57) Bauwerk für den Lärm-, Wind- oder Sichtschutz oder den Verbau von Ufern von Bächen und Flüssen, insbesondere ein vollständig begrüntes Bauwerk.
    Um ein rasch und leicht errichtbares, in Höhe-und Linienführung nahezu stufenlos variierbares Bauwerk zu erhalten, welches jedem Geländeverlauf angepaßt und mit beliebigen Eckenausbildungen und Kurvenradien verwirklicht werden kann, schlägt die Erfindung vor, einzelne selbsttragende Formkörper (1), die aus Schüttmaterial (3) bestehen und jeweils mit einer Armierung (2) versehen sind, aufeinanderfolgend anzuordnen. Diese einzelnen selbsttragenden armierten Formkörper (1) können in einem gemeinsamen Fundament verankert sein.
    Zur Bildung einer durchgehenden Mauer können, die selbsttragenden armierten Formkörper (1) durch unarmierte Schüttmaterialkörper (2) verbunden werden. Das Bauwerk kann an seiner Außenseite begrünt bzw. mit Bewuchs verkleidet sein.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Bauwerk für den Lärm-, Wind- oder Sichtschutz oder den Verbau von Ufern von Bächen und Flüssen, insbesondere ein vollständig begrüntes Bauwerk.

    [0002] Bei den entlang von Straßen und Autobahnen aufgestellten Lärmschutzwänden ist es bekannt, zur Verbesserung der Schallabsorption diese Wände zu begrünen, indem z.B. die als Betonwand ausgebildete Lärmschutzwand mit mit Erdreich gefüllten Betonschalen für die Aufnahme von Pflanzen versehen wird. Derartige eine Betonstruktur aufweisende begrünbare Lärmschutzwände haben den Nachteil, ca3 durch die Wärme- bzw. Kältespeichereigenschaft der Betonstruktur die Aufrechterhaltung des Bewuchses sehr pflegeintensiv und kostenaufwendig ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß derartige Lärmschutzwände in nur sehr ge-ringem Maße dem Geländeverlauf angepaßt werden können.

    [0003] Weiters ist eine begrünbare als Erdwand mit trapezförmigen Querschnitt ausgebildete Lärmschutzwand bekannt, deren Umriß-von in grösseren Abständen angeordneten mit Querträgern versehenen, untereinander mit Drähten verbundenen Stehern bestimmt ist und die mit Erdmaterial gefüllt ist. Nachteilig ist dabei die sehr arbeitsintensive Bauweise und die geringe Anpaßbarkeit an Gebäudeänderungen, wie Kurvenradien od. dgl.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein rasch und leicht errichtbares, in Höhe- und Linienführung nahezu stufenlos variierbares Bauwerk anzugeben.

    [0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Bauwerk vor, welches gekennzeichnet ist durch einzelne, aufeinanderfolgend angeordnete, selbsttragende armierte Formkörper aus Schüttmaterial, die gegebenenfalls in einem gemeinsamen Fundament verankert sind, und vorzugsweise durch die Formkörper verbindende unarmierte Schüttmaterialkörper, wobei gegebenenfalls die Bauwerkaußenseite begrünt bzw. mit Bewuchs verkleidet ist und allenfalls eine Bewässerungsanlage im Bauwerk angeordnet ist. Durch diese Ausbildung kann der Verlauf des Bauwerkes jedem Geländeverlauf angepaßt und beliebige Eckenausbildungen und Kurvenradien verwirklicht werden. Ist der Boden am Aufstellungsort ausreichend tragfähig, so kann das Bauwerk ohne Fundament direkt auf den Boden aufgestellt werden. Ist die Tragfähigkeit des Bodens für die gewünschte Bauwerkshöhe nicht ausreichend, so werden die selbsttragenden Formkörper in einem gemeinsamen Fundament verankert. Das erfindungsgemäße Bauwerk besitzt durch die Formkörper eine sehr starke Gliederung, welche durch ein gegenseitig versetztes Aufstellen benachbarter Formkörper noch verstärkt werden kann, ohne daß dadurch der mit der Errichtung des Bauwerkes verbundene Aufwand merklich vergrößert wird.

    [0006] Sind die einzelnen selbsttragenden Formkörper durch unarmierte Schüttmaterialkörper miteinander verbunden, so entsteht eine durchgehende Wand mit gegliederter Oberfläche.

    [0007] Die starke Gliederung des Bauwerkes ist insbesondere bei seinem Einsatz als Lärmschutz oder als Uferverbau von Vorteil.

    [0008] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Bauwerkes besteht darin, daß einzelne Abschnitte leicht ausgetauscht oder verändert werden können, ohne daß dabei die Gesamtstruktur des Bauwerkes beeinträchtigt wird. So brauchen bei einer nachträglich erforderlichen Linienänderung des Bauwerkes lediglich die von der Änderung betroffenen selbsttragenden Formkörper abgetragen und in der geänderten Linienführung wieder aufgestellt zu werden.

    [0009] Ein weiteres Merkmal der Erfindung sieht vor, daß jeder selbsttragende Formkörper einen, gegebenenfalls im Fundament verankerten, im wesentlichen zylindrischen, die Außenkontur des Formkörpers bestimmenden Armierungskorb aufweist, der mit Schüttmaterial gefüllt ist. Diese Ausbildung erlaubt ein einfaches und rasches Aufstellen der Formkörper, weil jeweils nur der Armierungskorb aufgestellt und mit Schüttmaterial gefüllt zu werden braucht. Muß ein Formkörper später einmal abgetragen werden, so kann das Schüttmaterial leicht vom Armierungskorb getrennt und allenfalls wieder verwendet werden.

    [0010] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Armierungskorb aus einem großmaschigen außenliegenden tragenden Gitter und einer innenliegenden die Korbinnenseite zumindest teilweise bedeckenden Auskleidung bestehen. Diese Ausbildung erlaubt es, den tragenden Teil des Armierungskorbes unabhängig von der Art des Schüttmaterials zu wählen.

    [0011] Ein weiteres Merkmal der Erfindung sieht vor, daß bei im Abstand von einander angeordneten selbsttragenden Formkörpern die Auskleidung die Korbinnenseite vollständig bedeckt. Dies ist insbesondere bei der Verwendung des Bauwerkes als Sichtschutz von Vorteil.

    [0012] Ferner sieht ein Merkmal der Erfindung vor, daß bei durch Schüttmaterialkörper miteinander verbundenen Formkörpern jeweils die An-. schlußbereiche von Schüttmaterialkörper und Armierungskorb frei von Auskleidung bleiben. Dadurch wird eine gute Verbindung des Schüttmaterialkörpers mit dem innerhalb des Armierungskorbes befindlichen Schüttmaterial erzielt.

    [0013] Weiters sieht die Erfindung vor, daß der Armierungskorb bzw. dessen tragendes Gitter aus einem eingerollten, kunststoffbeschichteten Baustahlgitter bestehen kann, wodurch eine einfache korrosionsfreie Armierung der Formkörper gewährleistet ist.

    [0014] Insbesondere für ein begrüntes Bauwerk sieht ein weiteres Merkmal der Erfindung vor, daß die Auskleidung aus Fertigrasenmatten besteht, wobei der Rasen die Außenverkleidung des jeweiligen Formkörpers bildet. Auf diese Weise wird ein sofort nach der Errichtung vollständig begrüntes Bauwerk verwirklicht.

    [0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die selbsttragenden Formkörper dicht aneinandergereiht angeordnet sind, wobei die, gegebenenfalls in einem gemeinsamen Fundament verankerten, Armierungskörbe benachbarter Formkörper miteinander zumindest stellenweise verbunden sind, daß die Formkörper im Anschlußbereich der Armierungskörbe durch unarmierte Schüttmaterialkörper miteinander verbunden sind, wobei die Schüttmaterialkörper zusammen mit den Formkörpern eine durchgehende Wand bilden, daß die Armierungskörbe in ihren an die verbindenden Schüttmaterialkörper anschließenden gegenüber diesen vorstehenden Bereichen zumindest über einen Teil ihrer Höhe mit Rasenmatten innen ausgekleidet sind, wobei der Rasen eine Verkleidung zumindest der Armierungskörbe bildet, und daß gegebenenfalls eine alle Formkörper durchziehende, vorzugsweise mit zumindest einem in einem der Formkörper angeordneten Speicherbehälter versehene, Bewässerungsanlage vorgesehen ist. Diese Ausbildung stellt eine stark gegliederte unmittelbar nach der Errichtung begrünte Wand dar, die nahezu unbegrenzt haltbar ist. Diese Wand besitzt eine hohe Schallabsorptionsfähigkeit, ist als praktisch wartungsfreie Lärmschutzwand verwendbar. Diese Wand kann auch beim Uferverbau zum Einsatz kommen, wobei die Innenauskleidung der Armierungskörbe oberhalb der Wasserlinie aus Rasenmatten besteht. Durch die starke Gliederung wird eine hohe Bremswirkung erzielt, die durch eine mäanderartige Anordnung der selbsttragenden Formkörper noch erhöht werden kann.

    [0016] Weiters kann erfindungsgemäß die Außenseite der Formkörper mit verschiedenen Pflanzen bedeckt sein, deren Wurzelballen innerhalb der Armierung im Schüttmaterial des jeweiligen Formkörpers eingesetzt sind. Als Schüttmaterial für die Formkörper bzw. für die diese verbindenden Schüttmaterialkörper wird Humus oder Erde oder Kies oder ein Gemisch aus diesen bevorzugt. Dem Schüttmaterial kann erfindungsgemäß bis zu 50% Kompost, insbesondere aus der Müllkompostierung, beigemengt sein.

    [0017] Nachstehend wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 ein als Wand ausgebildetes erfindungsgemäßes Bauwerk im Schrägriß, teilweise aufgeschnitten, Fig. 2 das Bauwerk der Fig. l schematisch von oben, Fig. 3 eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bauwerkes schematisch von oben und Fig. 4 einen Schnitt durch einen selbsttragenden Formkörper.

    [0018] Ein erfindungsgemäßes Bauwerk besteht aus geradlinig, mäanderförmig oder in einer beliebigen Linienführung aneinandergereihten selbsttragenden armierten Formkörpern 1 aus Schüttmaterial. Die selbsttragenden Formkörper 1 sind vorzugsweise als vertikale Erdkörper ausgebildet, deren Außenkontur von der Gestalt der Armierung bestimmt wird. Als Armierung wird ein im wesentlichen zylindrischer Armierungskorb 2 bevorzugt, der aus einem der jeweiligen Formkörperhöhe entsprechenden, nach den jeweiligen statischen Erfordernissen dimensionierten Gitter be-steht. Selbstverständlich kann der Armierungskorb auch einen unrunden oder einen eckigen Querschnitt aufweisen. Als Gittermaterial dient ein kunststoffbeschichtetes Baustahlgitter oder ein anderes den statischen Anforderungen entsprechendes korrosionsbeständiges Material. Jeder Armierungskorb 2 wird mit Schüttmaterial 3 gefüllt, wobei je nach der Maschenweite des Armierungskorbes 2 und nach der Korngröße des Schüttmaterials der Armierungskorb 2 an seiner Innenseite mit einer Auskleidung 4 versehen ist, die ein Austreten von Schüttmaterial aus dem Armierungskorb 2 verhindert.

    [0019] Je nach Verwendung kann die Füllung der Armierungskörbe aus Humusmaterial, gemischtem Erdmaterial oder Kies bestehen, um den physikalischen Belastungen zu entsprechen.

    [0020] Die einzelnen selbsttragenden Formkörper 1 können durch Zwischenräume voneinander getrennt angeordnet sein (Fig. 3).

    [0021] Zur Bildung einer durchgehenden Wand werden die selbsttragenden armierten Formkörper ! 1 durch unarmierte Schüttmaterialkörper 5 miteinander verbunden. Diese Schüttmaterialkörper 5 können die gleiche Höhe wie die Formkcrper 1 aufweisen oder aber auch niedriger sein.

    [0022] Vorzugsweise werden die Formkörper zur Bildung einer durchgehenden Wand dicht aneinandergestellt, wobei die Armierungskörbe 2 benachbarter Formkörper 1 aneinanderstoßen.

    [0023] Zur Begrünung der Formkörper 1 können in deren Schüttmaterialfüllung Pflanzen eingesetzt werden, die den außenliegenden Armierungskorb 2 verdecken. Es kann aber auch der Armierungskorb 2 mit Rasenmatten innen ausgekleidet sein, die einerseits ein Austreten von Schüttmaterial aus dem Armierungskorb verhindern und anderseits mit dem Rasen den Armierungskorb verkleiden, sodaß ein unmittelbar nach dem Aufstellen bereits vollständig begrüntes Bauwerk vorhanden ist. Auf einem nicht ausreichend tragfähigen Untergrund wird ein erfindungsgemäßes, als durchgehende begrünte Lärmschutzwand ausgebildetes Bauwerk wie folgt errichtet.

    [0024] In einen durchgehenden Fundamentgraben 6 von 80 cm Breite und 80 - 100 cm Tiefe wird Fundamentbeton 7 B 160 eingebracht und lagerrichtig abgezogen. Auf diesen Beton werden die vorbereiteten zylindrischen kunststoffbeschichteten Gitter-Arrnierungskörbe 2 gestellt, eingerichtet und mit Montageklammern aneinander fixiert. Die versetzten Körbe werden 20 cm hoch in Beton B 160/K 4 eingegossen. Das gesamt verbleibende Aushubvolumen wird bis 30 cm unter GOK mit vorhandenem Material 8 und bis GOK mit Frostkoffer 9 aufgefüllt. Anschließend werden die Innenseiten der nunmehr 250 cm über GOK ragenden Armierungskörbe 2 mit Fertigrasenmatten, bei einem freibleibenden senkrechten Streifen von 20 cm Breite im Bereich der Korbanschlüsse, belegt. Im Bereich der Korbanschlüsse werden als Befüllungshilfe Rohre mit 100 mm Durchmesser beidseitig beigestellt.

    [0025] Die Befüllung der Armierungskörbe 2 erfolgt mittels eines Gemisches aus Humus und Kompost. Dieses Schüttmaterial wird mit Wasser eingeschlemmt, sodaß die Wand nach Befüllung an den Stoßstellen der Körbe, im Bereich der zwischen den als Befüllungshilfe beigestellten Rohre entstandenen Schüttmaterialkörper 5 eine Stärke von 30 cm erreicht. Durch die Längsachse der Wand wird in Wandmitte sowie 20 cm unter Oberkante je eine durchgehende Unterflurbewässerung mit Staustufen-Wasserverteiler eingebaut. Gespeist wird diese Bewässerung aus einem bauseits beigestellten Druckwasseranschluß. Die Wasserversorgung erfolgt über schwimmergeregelte Einlaßbehälter 10, Magnetventil 11, Zeitschaltuhr 12 und Feuchtigkeitsfühler 13. Über diese Art der Bewässerung kann die begrünte Wand auch jederzeit mit Flüssigdünger versorgt werden. Im Winter wird der Zufluß abgesperrt, die Entleerung erfolgt selbsttätig (frostsicher).

    [0026] An den Außenseiten der Wand können nach beliebigem Verteilerraster verschiedene Pflanzen mit Wurzelballen eingepflanzt werden (nach Ausstechen des Fertigrasens).

    [0027] Durch die Verwendung von Fertigrasenmatten ist eine sofortige Begrünung der Lärmschutzwand gegeben und ein Ausschwemmen von Samen und Humus durch Meteorwässer unterbunden. Das kunststoffbeschichtete Bewehrungsgitter der Armierungskörbe 2 ist korrosionsfrei und wird in kurzer Zeit vom Rasen überdeckt. Die zylindrischen Formkörper verleihen der Wand Struktur und ein gefälliges Aussehen, wobei beliebige Kurvenradien und Höhenänderungen nahezu stufenlos hergestellt werden können. Die Bewässerung bietet durch nahezu unbegrenzte Haltbarkeit, geringe Verdunstung, Düngemöglichkeit und einfache Bedienung einen wirtschaftlich günstigen Betrieb der Lärmschutzwand.

    [0028] Das erfindungsgemäße Bauwerk erlaubt eine rasche und platzsparende Montage, die auch im Böschungsbereich angewendet werden kann.


    Ansprüche

    1. Bauwerk, insbesondere Lärmschutzwand, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne, aufeinanderfolgend angeordnete, selbsttragende armierte Formkörper aus Schüttmaterial, die gegebenenfalls in einem gemeinsamen Fundament verankert sind, und vorzugsweise durch die Formkörper verbindende unarmierte Schüttmaterialkörper, wobei gegebenenfalls die Bauwerksaußenseite begrünt bzw. mit Bewuchs verkleidet ist und allenfalls eine Bewässerungsanlage im Bauwerk angeordnet ist.
     
    2. Bauwerk nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder selbsttragende Formkörper einen, gegebenenfalls im Fundament verankerten, im wesentlichen zylindrischen, die Außenkontur des Formkörpers bestimmenden Armierungskorb aufweist, der mit Schüttmaterial gefüllt ist.
     
    3. Bauwerk nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Armierungskorb aus einem großmaschigen außenliegenden tragenden Gitter und einer innenliegenden die Korbinnenseite zumindest teilweise bedeckenden Auskleidung besteht.
     
    4. Bauwerk nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Abstand von einander angeordneten selbsttragenden Formkörpern die Auskleidung die Korbinnenseite vollständig bedeckt.
     
    5. Bauwerk nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei durch Schüttmaterialkörper miteinander verbundenen Formkörpern jeweils die Anschlußbereiche von Schüttmaterialkörper und Armierungskorb frei von Auskleidung bleiben.
     
    6. Bauwerk nach Patentanspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Armierungskorb bzw. dessen tragendes Gitter aus einem eingerollten kunststoffbeschichteten Baustahlgitter besteht.
     
    7. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung aus einem, vorzugsweise verrottbaren, Faservlies oder engmaschigen Gewebe besteht.
     
    8. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung aus Fertigrasenmatten besteht, wobei der Rasen die Außenverkleidung des jeweiligen Formkörpers bildet.
     
    9. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei auf einem gemeinsamen Fundament aufgestellten oder verankerten selbsttragenden Formkörpern im Fundament Quer-Jränagen vorgesehen sind.
     
    10. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, und 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttragenden Formkörper dicht aneinandergereiht angeordnet sind, wobei die gegebenenfalls in einem gemeinsamen Fundament verankerten, Armierungskörbe benachbarter Formkörper miteinander zumindest stellenweise verbunden sind, daß
     
    die Formkörper im Anschlußbereich der Armierungskörbe durch unarnierte Schüttmaterialkörper miteinander verbunden sind, wobei die Schüttmaterialkörper zusammen mit den Formkörpern eine durchgehende Wand bilden, daß die Armierungskörbe in ihren an die verbindenden Schüttmaterialkörper anschließenden gegenüber diesen vorstehenden Bereichen zumindest über einen Teil ihrer Höhe mit Rasenmatten innen ausgekleidet sind, wobei der Rasen eine Verkleidung zumindest der Armierungskörbe bildet, und daß gegebenenfalls eine alle Formkörper durchziehende, vorzugsweise mit zumindest einem in einem der Formkörper angeordneten Speicherbehälter versehene, Bewässerungsanlage vorgesehen Ist.
     
    11. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite der Formkörper mit verschiedenen Pflanzen bedeckt ist, deren Wurzelballen innerhalb der Armierung im Schüttmaterial eingesetzt sind.
     
    12. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttmaterial aus Humusmaterial oder Erdmaterial oder Kies oder einem Gemisch aus diesen besteht.
     
    13. Bauwerk nach einem der Patentansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schüttmaterial bis zu 50% Kompostmaterial, insbesondere aus der Müllkompostierung, beigemengt ist.
     




    Zeichnung