[0001] Die Erfindung betrifft einen Feuerungsregler zur Regelung der Vorlauftemperatur von
Heizkesseln mit einem von der Kesseltemperatur beeinflußbaren Ausdehnungsthermostaten,
der in einem mit dem Heizkessel verbundenen Reglergehäuse angeordnet ist und über
ein in oder an dem Reglergehäuse gelagertes Hebelgestänge entgegen der Wirkung einer
Feder- oder Gewichtskraft die Stellung der Zugklappe des Heizkessels steuert.
[0002] Derartige Feuerungsregler werden seit langem vor allem als ohne Hilfsenergie arbeitende
Temperaturregler für Kessel verwendet, die mit festen Brennstoffen beheizt werden.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um reine Festbrennstoffkessel mit Koks- oder
Kohle-Feuerung oder um Zweistoffkessel mit ÖI/Koks- bzw. Gas/Koks-Feuerung handelt.
Unter den Begriff »Heizkessel« können Zentralheizungskessel, Warmwassererzeugungskessel
usw. für häusliche, gewerbliche und industrielle Anlagen aller Art fallen. Solche
Kessel mit Feststoff-Feuerungen gewinnen neuerdings wegen der sich anbahnenden Ölknappheit
eine erhöhte Bedeutung.
[0003] Der in dem Reglergehäuse angeordnete Ausdehnungsthermostat, welcher nach dem Prinzip
der Flüssigkeitsausdehnung, der Dampftension oder der Gasabsorption arbeiten kann,
ist vor allem wegen des in ihm üblicherweise verwendeten Metallfederbalges ein empfindliches
Gerät. Die von dem Ausdehnungsthermostat über ein die verhältnismäßig kleinen Balgbewegungen
in einen ausreichend großen Steuerweg übersetzendes Hebelgestänge gesteuerte Zugklappe
des Kessels ist an sich immer bestrebt, die Luft- oder Feuerungsöffnung des Kessels
zu schließen, und zwar mit Hilfe der Schwerkraft bzw. des Eigengewichtes der Klappe
oder eines anderen Kraftspeichers, z. B. in Form einer Feder. Daher ist die Kette
zwischen dem Hebelgestänge des Feuerungsreglers und der Klappe im normalen Betrieb
immer gespannt. Damit der Ausdehnungsthermostat bei seiner Längenänderung die Zugklappe
öffnet, sind ferner Mittel vorgesehen, mit welchen Kräfte bzw. Momente geschaffen
werden, die größer sind als diejenigen, welche von der Klappe auf das Hebelgestänge
wirken. Meist werden diese Mittel als Feder ausgebildet, jedoch wurden früher auch
Gewichte verwendet. Vorzugsweise ist ein Feuerungsregler dieser Art auch mit einer
Vorrichtung zum Einstellen des gewünschten Temperatursollwertes versehen. Hierfür
kann ein mit einer Skala versehener Drehknopf dienen, der auf einem den Ausdehnungsthermostaten,
die Rückstellfeder und das Steuerhebelgestänge aufnehmenden Reglergehäuse angeordnet
ist. Der Ausdehnungsthermostat wird im allgemeinen in eine Tauchhülse eingebaut, die
in den Wasserraum des Kessels ragt.
[0004] Wenn bei einem derartigen Feuerungsregler der Ausdehnungsthermostat ausfällt, beispielsweise
wenn der Metallfederbalg undicht wird, so zieht er sich zusammen und nimmt dieselbe
Stellung ein, die ein einwandfreier Ausdehnungsthermostat bei kalter Temperatur einnehmen
würde. Der defekte Ausdehnungsthermostat täuscht daher eine zu kalte Temperatur vor,
und die Zugklappe öffnet sich. Hierdurch kann es zu Beschädigungen des Heizungskessels
kommen, er kann z. B. ausglühen.
[0005] Um das Auftreten solcher Kesselschäden und anderer Störungen der Heizungsanlage zu
verhindern, hat man bereits verschiedene Vorschläge gemacht. Man könnte zwar sicherheitshalber
ein zweites, der gleichen Temperatur ausgesetztes Ausdehnungselement vorsehen, aber
dies wäre zu aufwendig und kostspielig. Im übrigen könnte auch dieses zweite Ausdehnungselement
z. B. durch Undichtwerden seines Balges ausfallen.
[0006] Es sind auch schon Feuerungsregler bekanntgeworden, bei denen bei Überschreiten einer
vorgegebenen Temperatur die vom Regelthermostaten zur Zugklappe verlaufende Kraftübertragung
durch ein Sicherheitselement mechanisch unterbrochen wird. So geht die FR-PS 1 256
544 davon aus, daß der Kettenhebel im Falle eines Defektes des Thermostaten einen
besonders großen Ausschlag macht; und es wird der Unterschied zwischen einem normalen
Ausschlag und einem übergroßen Ausschlag, der durch einen defekten Thermostaten erzeugt
wird, ausgenutzt um die Kupplung zwischen Betätigungskette und Hebel zu lösen. Dieser
bekannte Feuerungsregler setzt also voraus, daß sich der maximal ausnutzbare Ausschlag
deutlich von dem Ausschlag bei defekten Thermostaten unterscheidet. Diese Bedingung
erfordert die Verwendung eines besonderen, dafür geeigneten Thermostaten.
[0007] Aus der FR-PS 2 206 838 ist ferner eine Sicherheitseinrichtung für gasbeheizte Kessel
bekannt, welche die Sicherheit des Gasventilabschlusses bei zu hoher Temperatur des
Fühlortes erhöht. Hierfür wird ein an sich bekanntes Thermoelement mit einem Verriegelungsmagneten
benutzt. Eine zusätzliche Sicherung wird dadurch erreicht, daß der Verriegelungsmechanismus
des Thermoelementes einen Hebel enthält, der bei zu hoher Temperatur deformiert wird
oder schmilzt. Es handelt sich bei dieser Vorrichtung aber nicht um einen Feuerungsregler
der eingangs genannten Art. Die Übertragung auf einen Feuerungsregler wäre im übrigen
für ein solches Gerät ebenfalls zu aufwendig und teuer.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gewünschte Wirkung auf einfache Weise
durch Anordnung spezieller temperaturabhängiger Organe an besonders günstigen Stellen
des Kraft- übertragungsweges zu erzielen.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Lösungsweg der Erfindung dadurch gelöst, daß
das Sicherheitselement ein der Temperatur des Heizkessels ausgesetzter Schmelz- oder
Berstkörper ist, welcher als Widerlager für ein in der Kraftübertragung liegendes
Bauelement ausgebildet ist.
[0010] Gemäß einem zweiten Lösungsweg der Erfindung besteht das Sicherheitselement aus einem
der Temperatur des Heizkessels ausgesetzten, im Kraftfluß zwischen dem Thermostaten
und dem Hebelgestänge des Reglers liegenden Kraftübertragungsteil, welches mit einem
anschließenden oder angeschlossenen Teil mittels eines Schmelzlotes verbunden ist.
[0011] Beide Lösungen der gestellten Aufgabe haben den Vorteil, daß sie nicht nur außerordentlich
einfach und billig sind, sondern trotzdem auch unbedingt sicher und zuverlässig alle
Schäden und Störungen der Kessel- und Heizungsanlage verhindern, weil die Zug- oder
Feuerklappe vor dem Eintreten einer gefährlichen Überhitzung in jedem Falle automatisch
geschlossen wird und dadurch eine Temperaturerhöhung nicht mehr stattfinden kann.
Bei Verwendung eines Schmelz- oder Berstkörpers wird die Eigenschaft geeigneter Werkstoffe
ausgenutzt, bei niedrigen Temperaturen zu schmelzen bzw. zu bersten. Hier bieten sich
z. B. niedrigschmelzende Lote, Wachsarten oder niedrigschmelzende Salze an. Es ist
auch möglich, den Berstkörper z. B. als Behälter aus Glas oder einem anderen spröden
Werkstoff auszubilden, welcher mit einer bei Temperaturerhöhung dilatierenden Flüssigkeit
gefüllt ist. Bei Erreichung des vorgesehenen Grenzwertes platzt der Behälter und wird
unwirksam. In dem Feuerungsregler kann z. B. der Schmelz- oder Berstkörper als Widerlager
für mindestens ein Ende der in dem Reglergehäuse untergebrachten Rückstellfeder ausgebildet
sein.
[0012] Mit Hilfe eines Schmelzlotes kann die kraftschlüssige Kupplung zwischen dem Thermostaten
und der Zugklappe ebenfalls wirksam und rasch unterbrochen werden. Beispielsweise
kann ein auf die Nase eines in dem Reglergehäuse gelagerten Gelenkstückes einwirkender
Betätigungslappen an seiner Verlängerung mit der Oberfläche des Thermostatgehäuses
durch das Schmelzlot verbunden werden. Sehr einfach und zuverlässig ist auch eine
Ausführung, bei der die Zugklappenkette über eine Spannrolle gelenkt ist, deren Lagerbock
mit Hilfe des Schmelzlotes mit dem Heizkessel verbunden ist. Diese Ausführung kann
leicht bei jedem beliebigen Feuerungsregler verwendet werden.
[0013] In der Zeichnung ist die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise
veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen Feuerungsregler in waagerechter Anordnung,
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung einen Feuerungsregler mit teilweise aufgeschnittener
Gehäuse- und Tauchhülsenwandung in senkrechter Anordnung,
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung einen Warmwasserheizkessel für feste Brennstoffe
mit senkrecht eingebautem Feuerungsregler,
Fig. 4 in perspektivischer Anordnung einen Zweistoff-Heizkessel (für wahlweise Koks-
oder Ölfeuerung) mit waagerecht eingebautem Feuerungsregler,
Fig. 5 im Längsschnitt einen Feuerungsregler der bisher bekannten Bauart,
Fig. 6 im Längsschnitt einen Feuerungsregler gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung mit einer Schmelz- oder Berstsicherung als oberes Federwiderlager,
Fig. 7 in vergrößertem Maßstab das obere Federwiderlager nach Fig. 6 für sich herausgezeichnet,
Fig. 8 im Längsschnitt einen Feuerungsregler gemäß einer Variante der Ausführungsform
nach Fig. 6 mit einer Schmelz- oder Berstsicherung als unteres Federwiderlager,
Fig. 9 in vergrößertem Maßstab das untere Federwiderlager nach Fig. 8 für sich herausgezeichnet,
Fig. 10 im Längsschnitt einen Feuerungsregler gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung mit einer Schmelz- oder Berstsicherung im Temperatureinstelldrehknopf,
Fig. 11 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt des Temperatureinstelldrehknopfes
nach Fig. 10 für sich herausgezeichnet,
Fig. 12 im Längsschnitt einen Feuerungsregler gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung mit einer Schmelz- oder Berstsicherung im Gelenkstück,
Fig. 13 in vergrößertem Maßstab das Gelenkstück nach Fig. 12 für sich herausgezeichnet,
Fig. 14 im Längsschnitt einen Feuerungsregler gemäß einer vierten Ausführungsform
der Erfindung mit einem angelöteten Betätigungslappen,
Fig. 15 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt aus der Fig. 14 mit dem angelöteten
Betätigungslappen und einer Variante dieser Ausführungsform,
Fig. 16 schematisch die Führung einer Verbindungskette über eine Spannrolle,
Fig. 17 in größerem Maßstab die Befestigung der Spannrolle an einem Heizkessel und
Fig. 18 eine Variante der Spannrollenbefestigung.
[0014] Im folgenden wird zunächst die grundsätzliche Ausbildung und Anordnung eines Feuerungsreglers
anhand der Fig. 1 bis 5 beschrieben. Dieser Feuerungsregler dient nur als Beispiel
und Ausgangspunkt für die verschiedenen anschließend erläuterten Ausführungsformen
der Erfindung, welche keineswegs erschöpfend dargestellt sind, sondern auf mannigfaltige
Weise variiert und modifiziert werden können.
[0015] Bei diesem Beispiel eines Feuerungsreglers befindet sich in einer Tauchhülse 1 ein
mit einer Ausdehnungsflüssigkeit gefüllter Thermostat 2, der im Betrieb die Temperatur
des Vorlaufwassers annimmt. Ein am Boden eines Abdichtungsmetallbalges 3 befestigter
Stift 4 ragt aus dem Thermostaten 2 heraus und ist in einem vorzugsweise aus wärmeisolierendem
Material bestehendem Drehknopf 5 für die Sollwert-Temperatureinstellung fixiert. Der
Drehknopf 5 trägt Temperaturskalen für den waagerechten bzw. für den senkrechten Einbau
des Reglers. Das aus dem Thermostaten 2 und dem Stift 4 bestehende System wird durch
eine Feder 6 gegen ein Lager in dem Drehknopf 5 gedrückt, ohne daß dadurch eine Verstellung
des Drehknopfes von Hand verhindert wird. Der Thermostat 2 ist mit einem Gelenkstück
7 gekuppelt, in dem eine Hebelstange 8, welche einen abgewinkelten Hebelarm 8' hat,
mit Hilfe einer Klemmschraube 11 festgeschraubt ist. Am freien Ende des Hebelarmes
8' ist eine Kette 9 befestigt, an deren unterem Ende eine Zug- oder Luftklappe 10
der Feuerungstür des Heizkessels 111 angehängt ist, wie aus Fig. 3 oder 4 ersichtlich
ist. Ein solcher Feuerungsregler kann beliebig je nach der Kesselbauart z. B. gemäß
Fig. 3 in senkrechter Lage oder gemäß Fig, 4 in waagerechter Lage in den Kessel eingebaut
werden. Zur Kupplung des Thermostaten 2 mit dem Gelenkstück 7 dient ein mit einem
oberen Federteller 12 des Thermostaten 2 verbundener, nach oben ragender Betätigungslappen
13, welcher z. B. ähnlich Fig. 17 kreuzförmig ausgebildet ist und mit seinen Armen
lose unter eine geschlitzte Nase 14 des Gelenkstückes 7 greift. Die Tauchhülse 1,
in welcher der Thermostat 2 auswechselbar angeordnet ist, dient zum Schutz des Kessels
für den Fall, daß der Thermostat undicht werden sollte. Sie ist in einem Gewindestück
28 befestigt, das mittels seines Gewindes 29 in die Kesselwandung eingeschraubt werden
kann. Auf dem Gewindestück 28 ist ein Reglergehäuse 30 befestigt, welches aus dem
Kessel herausragt und auf dessen oberes Ende der Drehknopf 5 aufgeschraubt ist.
[0016] Die Kraft der Feder 6 ist so bemessen, daß das Gewicht der Zugklappe 10 der Feuerungstür
des Kessels keine Verstellung im Regler bewirkt. Steigt nun z. B. die Temperatur des
Vorlaufwassers im Kessel, so dehnt sich die Füllflüssigkeit im Thermostaten 2 aus.
Dadurch wird der Thermostat entgegen der Wirkung der Feder 6 nach unten gedrückt,
weil der Stift 4 im Drehknopf 5 in axialer Richtung fixiert ist. Das Gelenkstück 7
gibt nach, und die Hebelstange 8 kann sich unter der Wirkung des Gewichtes der Zugklappe
10 axial im Uhrzeigersinn verdrehen, so daß über ihren abgewinkelten Hebelarm 8' und
die Kette 9 die Zugklappe 10 etwas weiter geschlossen und dadurch die gewünschte Kesseltemperatur
wieder erreicht wird. Sinkt die Kesseltemperatur, so zieht sich die Füllflüssigkeit
im Thermostaten 2 zusammen, die Kraft der Feder 6 gewinnt die Oberhand, die Hebelstange
8 wird axial entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, und über den Hebelarm 8' und die
Kette 9 wird die Zugklappe 10 weiter geöffnet, d. h. die Kesseltemperatur wird wieder
ansteigen. Eine andere Vorlauftemperatur wird erreicht, indem der Sollwertdrehknopf
verstellt wird. Soll z. B. bei niedriger Außentemperatur eine höhere Kesseltemperatur
eingestellt werden, so bewirkt eine entsprechende Verstellung des Drehknopfes 5 eine
Verschiebung des Systems aus Thermostat 2 und Stift 4 nach unten. Dadurch wird die
Zugklappe 10 weiter geöffnet und gleicht wiederum Schwankungen der Kesseltemperatur
aus, indem sie sich um die höher eingestellte Temperatur bewegt.
[0017] Wenn nun aber der Regler versagt, weil z. B. der Thermostat 2 undicht wird und die
Kesseltemperatur übermäßig ansteigt, so soll dafür gesorgt werden, daß trotzdem die
Zugklappe 10 des Kessels automatisch geschlossen wird. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß
der Kraftschluß zwischen dem Reglersystem und der Zugklappe des Kessels derart unterbrochen,
daß die gewünschte automatische Schließung der Zugklappe unter der Wirkung ihres Eigengewichtes
oder gegebenenfalls auf andere Weise stattfindet. Dies kann praktisch auf verschiedene
Art und Weise vorgenommen werden.
[0018] Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 6 und 7 der Zeichnung ist zwischen
dem oberen, mit dem Thermostatgehäuse 2 verbundenen Federteller 12 und dem oberen
Ende der Rückstellfeder 6 ein temperaturabhängiger Schmelz- oder Berstkörper 15 als
Federwiderlager in das Reglergehäuse 30 eingebaut. Bei der in Fig. 8 und 9 gezeigten
Variante dieser Ausführungsform ist der Schmelz- oder Berstkörper 15 zwischen das
untere Ende der Rückstellfeder 6 und einen diese Feder sonst abstützenden, nach innen
vorspringenden Absatz des Gewindestükkes 28 eingeführt. Gegebenenfalls könnten solche
temperaturabhängige Widerlager 15 auch oben (gemäß Fig. 6 und 7) und gleichzeitig
unten (gemäß Fig. und 9) angeordnet sein. Da das Reglergehäuse 30, das Gewindestück
28 und die Feder 6 im wesentlichen annähernd die Temperatur des Kessels annehmen,
wird der Schmelz-oder Berstkörper 15 beim Erreichen der zulässigen Höchsttemperatur
schmelzen bzw. bersten und sich entsprechend deformieren, d. h. als Widerlager nachgeben.
Die Feder 6 verliert dann ganz oder teilweise ihre Spannkraft, die Zugklappe 10 erhält
das Übergewicht und schließt sich automatisch.
[0019] Bei der in Fig. 10 und 11 veranschaulichten Ausführungsform der Erfindung ist im
Drehknopf 5 des Reglers ein temperaturabhängiges Element in Form eines Schmelz- oder
Berstkörpers 18 untergebracht, gegen das sich das obere Ende 4' des Stiftes 4 stützt.
Das Stiftende 4' ragt nur teilweise in eine entsprechende Bohrung 17 des Führungsvorsprunges
16 im Drehknopf 5. In dem darüber befindlichen Raum der Bohrung befindet sich der
Schmelz- oder Berstkörper 18, welcher z. B. durch seinen Kontakt mit dem Stiftende
4' eine der Erhöhung der Kesseltemperatur entsprechende höhere Temperatur annimmt.
Letztere mag zwar noch etwas unter der Temperatur der Tauchhülse 1 liegen, aber sie
reicht aus, um im Gefahrenfall den Schmelz- oder Berstkörper 18 zum Schmelzen bzw.
zum Bersten zu bringen. Der Stift 4 verliert dann sein normales Widerlager und die
Feder 6 drückt den Metallfederbalg 3 mit dem Betätigungslappen 13 und dem rechten
Teil des Gelenkstückes 7 so weit nach oben, bis der Betätigungslappen 13 außer Eingriff
mit der entsprechend kurz dimensionierten Nase 14 des Gelenkstückes 7 kommt. Sobald
dies geschehen ist, fällt das Gelenkstück 7 herunter, das Gewicht der Zugklappe 10
bewirkt eine Drehung der Hebelstange 8, und die Zugklappe wird geschlossen.
[0020] Eine weitere einfache Lösung der Aufgabe, den Kraftfluß vom Regler zur Zugklappe
bei Überhitzung zu unterbrechen, besteht erfindungsgemäß darin, die kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Gelenkstück 7 und dem Hebelarm 8 auszuschalten. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 12 und 13 geschieht dies dadurch, daß zwischen dem Schaftende der Klemmschraube
11, die in eine Gewindebohrung 19 des Gelenkstückes 7 eingeschraubt ist, und dem z.
B. sechseckigen Umfang der Hebelstange 8 ein temperaturabhängiges Element, beispielsweise
ein Schmelz- oder Berstkörper 20 eingebaut ist. Dieser nimmt vor allem über das Gelenkstück
7 bei einer Kesselüberhitzung bald eine Temperatur an, bei der er schmilzt bzw. birst.
Dann wird die Hebelstange 8 locker, und sie verdreht sich unter der Wirkung des Gewichtes
der Zugklappe 10, die sich infolgedessen schließt.
[0021] In Fig. 14 und 15 der Zeichnung ist eine besonders vorteilhafte und sehr zuverlässig
wirkende Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Hier ist der Betätigungslappen 13'
nicht an dem Federteller 12' des Thermostaten 2 befestigt, sondern er ist mit einer
Verlängerung 21 versehen, welche durch eine Durchbrechung 23 des Federtellers 12'
nach unten ragt. Unterhalb des Federtellers 12' ist die Lappenverlängerung 21 mittels
eines Schmelzlotes, bei 22 in Fig. 15 angedeutet, an die äußere Oberfläche des Thermostatgehäuses
2 angelötet. Zwecks besserer Halte- und Schmelzwirkung kann die Lappenverlängerung
21 unterhalb des Federtellers 12' auch zu einer in Fig. 14 in gestrichelten Linien
eingezeichneten Hülse 24 erweitert sein, die das Thermostatgehäuse 2 umschließt und
an demselben mittels Schmelzlot 22 befestigt ist. Normalerweise bewegt sich der Betätigungslappen
13' zusammen mit dem mit ihm verbundenen Thermostaten 2 und wirkt auf das Gelenkstück
7. Wenn aber z. B. bei Ausfall des Thermostaten eine Überhitzung stattfindet, bringt
die im Reglergehäuse ansteigende Temperatur das entsprechend ausgewählte Schmelzlot
22 zum Schmelzen. Die Feder 6 kann keine Kraft mehr auf das Gelenkstück 7 übertragen,
das Gewicht der Zugklappe 10 bekommt Einfluß und die Zugklappe fällt in ihre Schließstellung.
[0022] Bei dem in Fig. 16 bis 18 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Kette
9 (oder ein Seil) über eine mit einer Rille versehene Spannrolle 32 geführt bzw. abgelenkt,
die mittels einer Achse 33 in einem Lagerbock 34 drehbar gelagert ist. Dieser Lagerbock
bzw. dessen Grundplatte 35 ist gemäß Fig. 17 mittels eines Sicherheitsschmelzlotes
36 unmittelbar an einer Wandung 37 des Heizkessels 111 befestigt.
[0023] Wenn nun bei einer Überhitzung des Heizkessels das Sicherheitslot 36 schmilzt, dann
löst sich der Lagerbock 34 mit der Spannrolle 32 von der Kesselwandung 37 und fällt
vom Kesel ab. Die Spannung der Kette 9 verschwindet, wodurch sich die wirksame Länge
der Kette entsprechend vergrößert, und die Feuerklape 10 schließt sich automatisch.
Die Kette 9 gelangt hierbei aus der gespannten Stellung in die in gestrichelter Linie
angedeutete lockere Stellung 9'.
[0024] Gemäß Fig. 18 kann es erfindungsgemäß zweckmäßig sein, die Grundplatte 35 nicht unmittelbar
an die Kesselwandung anzulöten, sondern eine Zwischenplatte 38 vorzusehen, welche
an der Kesselwandung 37 befestigt, z. B. angeschweißt ist. Das Sicherheitsschmelzlot
36 befindet sich hierbei zwischen dieser Platte 38 und der Grundplatte 35 des Lagerbockes
34 der Spannrolle 32.
[0025] Die vorstehend beschriebenen und in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsformen
sind zweckmäßige Beispiele, auf die sich die Erfindung nicht beschränkt. Die Erfindung
umfaßt vielmehr auch sonstige Varianten und Modifikationen im Rahmen der wesentlichen
Erfindungsmerkmale. Beispielsweise kann auch ein Thermoelement für den Zweck der Erfindung
verwendet werden, dessen Variante am oder im Gehäuse des Feuerungsreglers angebracht
ist, während die Kaltstelle in einiger Entfernung vom Feuerungsregler und Heizkessel
die Temperatur des Heizungskellers annimmt. Die auf diese Weise entstehende Thermospannung
zwischen den beiden Lötstellen kann mit Hilfe eines Magneten od. dgl. im Falle einer
Kesselüberhitzung eine Kupplung im Reglergestänge lösen, so daß die Zugklappe der
Feuerung in ihre Schließstellung fällt.
1. Feuerungsregler zur Regelung der Vorlauftemperatur von Heizkesseln mit einem von
der Kesseltemperatur beeinflußbaren Ausdehnungsthermostaten, der in einem mit dem
Heizkessel verbundenen Reglergehäuse angeordnet ist und über ein in oder an dem Reglergehäuse
gelagerten Hebelgestänge entgegen der Wirkung einer Feder- oder Gewichtskraft die
Stellung der Zugklappe des Heizkessels steuert, und bei dem bei Überschreiten einer
vorgegebenen Temperatur die vom Regelthermostaten zur Zugklappe verlaufende Kraftübertragung
durch ein Sicherheitselement mechanisch unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherheitselement ein der Temperatur des Heizkessels ausgesetzter Schmelz-
oder Berstkörper (15, 18, 20) ist, welcher als Widerlager für ein in der Kraftübertragung
liegendes Bauelement ausgebildet ist.
2. Feuerungsregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelz- oder
Berstkörper (18) als Widerlager für das in einer Führung (16) gelagerte freie Ende
(4') eines mit dem Balgboden eines Metallfederbalges (3) des Thermostaten (2) verbundenen
Balgstiftes (4) ausgebildet ist (Fig. 10 und 11).
3. Feuerungsregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelz- oder
Berstkörper (20) als Einlage zwischen dem Gewindeschaft einer Klemmschraube (11) und
einer drehbaren Hebelstange (8) des in oder an dem Reglergehäuse (30) gelagerten Hebelgestänges
ausgebildet ist (Fig. 12 und 13).
4. Feuerungsregler zur Regelung der Vorlauftemperatur von Heizkesseln mit einem von
der Kesseltemperatur beeinflußbaren Ausdehnungsthermostaten, der in einem mit dem
Heizkessel verbundenen Reglergehäuse angeordnet ist und über ein in oder an dem Reglergehäuse
gelagerten Hebelgestänge entgegen der Wirkung einer Feder- oder Gewichtskraft die
Stellung der Zugklappe des Heizkessels steuert, und bei dem bei Überschreiten einer
vorgegebenen Temperatur die vom Regelthermostaten zur Zugklappe verlaufende Kraftübertragung
durch ein Sicherheitselement mechanisch unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherheitselement ein der Temperatur des Heizkessels ausgesetzter, im Kraftfluß
zwischen dem Thermostaten (2) und dem Hebelgestänge des Reglers liegender Kraftübertragungsteil
ist, welcher mit einem anschließenden oder angeschlossenen Teil mittels eines Schmelzofens
verbunden ist.
5. Feuerungsregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf die Nase (4)
eines in dem Reglergehäuse (30) gelagerten Gelenkstükkes (7) einwirkender Betätigungslappen
(13') an seiner Verlängerung (21) mit der Oberfläche des Thermostatgehäuses (2) durch
das Schmelzlot (22) verbunden ist (Fig. 14 und 15).
6. Feuerungsregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (22)
des Betätigungslappens (13') zu einer das Thermostatgehäuse (2) umfassenden und mit
letzterem durch das Schmelzlot verbundenen Hülse (24) ausgebildet ist (Fig. 15).
7. Feuerungsregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kette (9) über
eine Spannrolle (32) gelenkt ist, deren Lagerbock (34) mit Hilfe eines Schmelzlotes
(36) mit dem Heizkessel verbunden ist (Fig. 16).
8. Feuerungsregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (35)
des Lagerbockes (34) der Spannrolle (32) mittels einesSchmelzlotes (36) an einer Wandung
(37) des Heizkessels (111) befestigt ist (Fig. 17).
9. Feuerungsregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzlot (36)
zwischen der Grundplatte (35) des Lagerbockes (34) und einer am Heizkessel (111) befestigten
Zwischenplatte (38) angeordnet ist (Fig. 18).
1. An automatic combustion controller for the control of the supply temperature of
heating boilers, comprising an expansion thermostat responsive to the boiler temperature,
said thermostat being mounted in an automatic controller housing joined to the heating
boiler and controlling the setting of the draft door of the boiler by way of a lever
system, mounted in or on the said housing, said control being against the effect of
a spring or weight, and on going above a preset temperature the power transmission
from the controlling thermostat to the draft door is mechanically interrupted by a
safety element, characterized in that the safety element is in the form of a fusible
body or one that bursts, said body (15, 18 and 20) being acted upon by the temperature
of the boiler and being in the form of a support for a component for transmitting
the force.
2. The automatic combustion controller as claimed in claim 1, characterized in that
the fusible or bursting body (18) takes the form of support for the free end (4'),
running in a guide (16), of a bellows pin (4) joined with the end plate of a metal
spring bellows (3) of the thermostat (2, figures 10 and 11).
3. The automatic combustion controller as claimed in claim 1, characterized in that
the fusible or bursting body (20) is in the form of an insert between the threaded
shank of a gripping screw (11) and a turning lever rod (8) of the lever system supported
in or on the housing (30) of the automatic controller (figures 12 and 13).
4. An automatic combustion controller for the control of the supply temperature of
heating boilers, comprising an expansion thermostat responsive to the boiler temperature,
said thermostat being mounted in an automatic controller housing joined to the heating
boiler and controlling the setting of the draft door of the boiler by way of a lever
system, mounted in or on the said housing, said control being against the effect of
a spring or weight, and on going above a preset temperature the power transmission
from the controlling thermostat to the draft door is mechanically interrupted by a
safety element, characterized in that the safety element is in the form of a force-transmitting
part responsive to the temperature of the boiler and forming part of the force transmitting
connection between the thermostat (2) and the lever system of the automatic controller,
said force transmitting part being connected by means of fusible solder with a connecting
or connected part.
5. The automatic combustion controller as claimed in claim 4, characterized in that
a driving lug (13') acting on the head (4) of a joint member (7) supported in the
housing (30) of the automatic controller has an extension (21) thereof joined with
the surface of the thermostat housing (2) by way of the fusible solder (22, figures
14 and 15).
6. The automatic combustion controller as claimed in claim 5, characterized in that
the extension (22) of the driving lug (13') is in the form of a sleeve (24) fitting
around the thermostat housing (2) and joined thereto by the fusible solder (figure
15).
7. The automatic combustion controller as claimed in claim 4, characterized in that
the chain (9) runs over a bend pulley (32) whose pillow bearing (34) is connected
by way of fusible solder (36) with the boiler (figure 16).
8. The automatic combustion controller as claimed in claim 7, characterized in that
the base plate (35) of the pillow bearing (34) of the bend pulley (32) is fixed to
a wall (37) of the boiler (111) by means offusible solder (36, figure 17).
9. The automatic combustion controller as claimed in claim 7, characterized in that
the fusible solder (36) is placed between the base plate (35) of the pillow bearing
(34) and an inbetween plate (38) fixed to the boiler (111, figure 18).
1. Régulateur de combustion destiné à régler la température de marche de chaudières
de chauffage comportant un thermostat à dilatation sur lequel agit la température
de la chaudière, placé dans un boîtier de régulateur relié à la chaudière de chauffage
et commandant, par l'intermédiaire d'une tringlerie à levier placée dans ou sur le
boîtier de régulateur, sous l'action anto- goniste d'un ressort ou d'un poids, la
position du registre de la chaudière de chauffage, et dans lequel, lorsqu'une température
prédéterminée est dépassée, la transmission du thermostat de réglage au registre est
interrompue mécaniquement par un élément de sécurité, caractérisé en ce que l'élément
de sécurité est une pièce fusible ou éclatable (15,18,20) réalisée sous la forme d'une
butée pour un composant se trouvant dans la chaîne de transmission des forces.
2. Régulateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce fusible ou
éclatable (18) est réalisée sous la forme d'une butée pour l'extrémité libre (4'),
placée dans un guidage (16), d'une tige de soufflet (4) reliée au corps d'un soufflet
élastique métallique (3) du thermostat (2) (figures 10 et 11).
3. Régulateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce fusible ou
éclatable (20) est réalisée sous la forme d'une garniture intercalée entre la tige
filetée d'une vis de serrage (11) et une barre de levier rotative (8) de la tringlerie
à levier placée dans ou sur le boîtier de régulateur (30) (figures 12 et 13).
4. Régulateur de combustion destiné à régler la température de marche de chaudières
de chauffage comportant un thermostat à dilatation sur lequel agit la température
de la chaudière, placé dans un boîtier de régulateur relié à la chaudière de chauffage
et commandant, par l'intermédiaire d'une tringlerie à levier placée dans ou sur le
boîtier de régulateur, sous l'action antagoniste d'un ressort ou d'un poids, la position
du registre de la chaudière de chauffage, et dans lequel, lorsqu'une température prédéterminée
est dépassée, la transmission du thermostat de réglage au registre est interrompue
mécaniquement par un élément de sécurité, caractérisé en ce que l'élément de sécurité
est un élément de transmission exposé à la température de la chaudière de chauffage,
se trouvant sur le trajet de transmission des forces entre le thermostat (2) et la
tringlerie à levier du régulateur, qui est relié d'une matière de soudure fusible
à un élément contigu ou raccordé.
5. Régulateur de combustion selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une patte
d'actionnement (13'), agissant sur le bec (14) d'une pièce d'articulation (7) placée
dans le boîtier (30) du régulateur, est reliée par son prolongement (21) à la surface
du boîtier (2) du thermostat par la matière de soudure fusible (22) (figures 14 et
15).
6. Régulateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le prolongement (22)
de la patte d'actionnement (13') est réalisé sous le forme d'un manchon (24) embrassant
le boîtier (2) du thermostat et relié à ce dernier par de la matière de soudure fusible
(figure 15).
7. Régulateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que la chaîne (9) passe
sur une poulie de tension (32) dont le support (34) est relié à la chaudière de chauffage
au moyen d'une matière de soudure fusible (36).
8. Régulateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que le socle (35) du support
(34) de la poulie de tension (32) est fixé avec une matière de soudure fusible (36)
à une paroi (37) de la chaudière de chauffage (111) (figure 17).
9. Régulateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que la matière de soudure
(36) se trouve entre le socle (35) du support (34) et une plaque intermédiaire (38)
fixée sur la chaudière de chauffage (111) (figure 18).