(19)
(11) EP 0 132 532 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.02.1985  Patentblatt  1985/07

(21) Anmeldenummer: 84105957.9

(22) Anmeldetag:  25.05.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B41F 27/12, B41F 7/22
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 21.07.1983 DE 3326215

(71) Anmelder: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen Aktiengesellschaft
63012 Offenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Hermann
    D-8900 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Zylinder für eine Rotationsdruckmaschine


    (57) In einer Grube (2;23) eines Gummi- (1) oder Formzylindersist (21) ein radial bewegliches Füllstück (8) angeordnet, das voneinander beabstandete, kammartige Finger (14) aufweist. In der Zylindergrube (2;23) sind korrespondierende, fest positionierte Finger (15) angeordnet. In einer ersten axialen Position kann das Füllstück (8) abgesenkt werden, so daß eine aufzuspannende Druckform (22) oder ein Gummituch (3) mit seinen Enden (5;24,25) in der Grube fixiert werden kann. Anschließend wird durch eine Hebehilfe (11) das Füllstück (8) radial nach außen gefahren, bis die Grube geschlossen, d.h. abgedeckt ist. Durch eine Axialverschiebung des Füllstückes (8) wird erreicht, daß die Finger (14) des Füllstückes oberhalb der in der Grube angeordneten Finger (15) zu liegen kommen, so daß sie sich auf diesen abstützen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinder für eine Rotationsdruckmaschine mit mindestens einer Grube, in der Befestigungsmittel zur Aufnahme der Enden eines Gummituches oder einer Druckplatte und ein sich in Achsrichtung erstreckendes Füllstück zum Abdecken der Grube nach Einführen der Enden eines Gummituches oder einer Druckplatte vorgesehen sind.

    [0002] Aus der DE-AS 28 04 304 ist bereits eine Vorrichtung der vorgenannten Art bekannt, mit der biegsame Druckplatten auf den Formzylinder einer Rotationstiefdruckmaschine aufgespannt werden können. Das Füllstück besteht hier aus zwei Profilleisten, die durch zwei Spannvorrichtungen in der Zylindergrube fixierbar sind. Jede Profilleiste ist mit einem Ende einer Druckplatte verbunden. Dadurch wird die Spann- bzw. Befestigungsvorrichtung aufwendig und somit teuer.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Zylinder für eine Rotationsdruckmaschine mit mindestens einer Grube so weiterzubilden, daß mittels weniger Teile eine Fixierung der Druckplatten oder Gummitücher möglich ist, wobei sich das Füllstück nach dem Befestigen der Druckplatte bzw. des Gummituches am Zylindermaterial selbst abstützen soll, so daß die Spann- und Befestigungsmittel nicht durch Anstelldrücke vom benachbarten Zylinder her belastet werden.

    [0004] Diese Aufgabe wird durch die Anwendung des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß das einteilige Füllstück in der Grube zum Auflegen bzw. Aufspannen eines Gummituches oder einer Druckplatte absenkbar ist und daß nach dem Einführen und ggf. Befestigen der Enden durch eine einfache Hebbewegung mit anschließender Axialverschiebung die Zylindergrube vollständig verschließbar ist, so daß die gefürchteten Kanalstöße, die bekanntlich Zylinderschwingungen auslösen, praktisch vermieden werden können. Dabei ist es weiterhin vorteilhaft, daß während des Aufspannvorganges das eingezogene Füllstück nicht hinderlich ist. Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im einzelnen beschrieben, wobei Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen wird. In diesen zeigen:

    Fig.1 das erfindungsgemäße Füllstück in der Grube eines Gummizylindersfür eine Offsetrotationsdruckmaschine,

    Fig.2 das Füllstück gemäß Fig.1 in der eingezogenen Position,

    Fig.3 einen Schnitt durch die Zylindergrube gemäß Fig.1,

    Fig.4 eine Draufsicht auf die geschlossene Grube gemäß Fig.l,

    Fig.5 bis 8 das erfindungsgemäße Füllstück in vier Positionen mit einer abgewandelten Befestigungsvorrichtung für ein Gummituch,

    Fig.9 und 10 das erfindungsgemäße Füllstück zum Befestigen einer Offsetdruckplatte oder einer Tiefdruckwickelplatte,

    Fig.11 nach der erfindungsgemäßen Ausbildung eines Gummituches zum'Einsetzen in den Ausführungsformen gemäß Fig.1 bis 8 und

    Fig.12 eine Vorrichtung an der Stirnseite eines Zylinders zum Axialverschieben des erfindungsgemäßen Füllstückes.



    [0005] Die Figuren 1 bis 4 zeigen eine erste Ausführungsform der Erfindung. Auf einem Gummizylinder 1 einer Offset-Rotationsdruckmaschine zum Bedrucken von Bahnen werden in einer Grube 2 die Enden eines Gummituches 3 befestigt. Zur leichteren Einführung sind diese mit Verstärkungsleisten 4 und 5 versehen, die gemeinsam in einen Schlitz 6 einer Spannspindel 7 eingeführt sind.

    [0006] Fig.1 zeigt das Gummituch 3 in gespanntem Zustand. Diese Figur läßt erkennen, daß die Grube 2 in diesem Zustand durch ein Füllstück 8 volltständig abgedeckt, d.h. verschlossen ist. Fig.2 zeigt das Füllstück 8 im eingezogenen Zustand, bei dem die Einführung der Verstärkungsleisten 4, 5 in den Schlitz 6 in einfacher Weise möglich ist. Nach dem Einführen und zumindeste teilweisen Spannen des Gummituches 3 durch Drehen der Spannspindel 7 wird dann das Füllstück 8 in vorteilhafter Weise angehoben, so daß sich dessen an die kreiszylindrische Kontur des Gummizylinders 1 angepaßte Oberfläche 9 an den Mantel des Gummizylinders 1 stoßfrei anschließt. In diesem Zustand (Fig.1) entspricht der verbleibende Schlitz in der Grube 2 nur noch der doppelten Dicke des Gummituches 3.

    [0007] Die vorteilhafte Ausbildung des Füllstückes 8 sowie die Ausgestaltung der Grube 2 werden besonders durch Einbeziehung der Figuren 3 und 4 ersichtlich. Demnach weist das Füllstück 8 voneinander beabstandete Finger 14 auf, die in einer ersten axialen Position des Füllstückes 8 durch bzw. zwischen korrespondierenden Fingern 15, die fest in der Zylindergrube 2 angeordnet und hindurchbewegbar sind, so daß das Füllstück 8 in die in Fig.2 gezeigte abgesenkte Position gebracht werden kann, bei der die Einführung der Verstärkungsleisten 4, 5 des Gummituches 3 erfolgt. Die Finger 15 sind vorzugsweise im Zylindermaterial selbst herausgearbeitet.

    [0008] Außerdem weist das Füllstück 8 eine vorzugsweise in Axialrichtung durchgehende Hebeleiste 10 auf, mit deren Hilfe das Füllstück 8 in der Grube 2 in der genannten ersten axialen Position abgesenkt und angehoben werden kann. Für diesen Zweck ist die Hebeleiste 10 in einem nicht näher bezeichneten Schlitz eines drehbaren Führungsrohres 11 angeordnet, so daß beim Drehen des Führungsrohres 11 sich das Füllstück 8 entsprechend hebt und absenkt. Zur Drehung des Führungsrohres 11 eignet sich ein Schneckentrieb, bestehend aus einem Schneckenrad 12 und einer Schnecke 13, die beide an der Stirnseite des Gummizylinders 11 angeordnet sein können. In diesem Fall ragt das Führungsrohr 11 über eine entsprechende Verlängerung desselben etwas über die Länge des Gummizylinders 1 heraus, so daß an dessen Stirnseite das Schneckenrad 12 in entsprechender Weise aufgesetzt werden kann. Das Führungsrohr 11 kann in üblicher Weise im Gummizylinder 1 gelagert sein. Nach erfolgtem Einführen der Verstärkungsleisten 4 und 5 wird die Spannspindel 7 zumindest teilweise gedreht, bevor das Füllstück 8 in die in Fig.1 gezeigte Position angehoben wird. Anschliessend erfolgt eine Axialverschiebung des Füllstückes 8, wofür der in Fig.12 gezeigte Exzentertrieb, bestehend aus einem Exzenter 29 und einem Achszapfen 28 am Füllstück 8, die ebenfalls an einer Stirnseite des Gummizylinders 1 angeordnet sein können, verwendet wird. Dadurch gelangen die Finger 14 des Füllstückes 8 oberhalb der in der Zylindergrube 2 fest angeordneten, korrespondierenden Finger 15, so daß sie sich auf diesen abstützen können. Das Füllstück 8 wird im Betriebszustand im Zylinder selbst abgestützt, so daß keinerlei Belastungen der Hebe- und Verschiebeeinrichtungen auftreten können und außerdem ist eine Verbiegung des Füllstückes 8 nicht zu befürchten, da über die gesamte Zylindergrube 2 die Finger 15 und 14 angeordnet sein können, so daß eine gleichmäßige Abstützung gewährleistet ist. Durch die aus den Figuren 1 und 2 ersichtliche Führung des Füllstückes 8 am Zylinderboden in Verbindung mit der übrigen Ausgestaltung des Füllstückes 8 ist sichergestellt, daß das Füllstück 8 auch nicht verkanten kann. In Fig.3 und 4 ist die Axialverschiebung des Füllstückes 8 durch einen Doppelpfeil "P" angedeutet.

    [0009] Die Figuren 5 bis 8 zeigen eine abgewandelte Ausführungsform, bei der lediglich eine Verstärkungsleiste 4 des Gummituches 3 in einer Spannspindel 18 angeordnet ist, während die Verstärkungsleiste 5 des anderen Endes des Gummituches 3 in der Grube selbst fixiert ist. Bei der in Fig.5 gezeigten Stellung des Füllstückes 8 kann die Verstärkungsleiste 5 eines Endes des Gummituches 3 leicht eingeführt werden. Für deren Fixierung ist in der Zylindergrube 2 im Bereich des Grubenbodens eine Halteleiste 16 mit einer sich in Achsrichtung erstreckenden Ausnehmung 17 vorgesehen. Bei einem geringfügigen Verdrehen der Spannspindel 18 erfolgt die Einbringung der Verstärkungsleiste 5 durch den Umfangsbereich der Spannspindel 18, der sich an die Abplattung 19 anschließt. Beim Drehen der Spannspindel 18 wird die Spannspindel 5 in die Ausnehmung 17 hineingedrückt, wie aus Fig.6 hervorgeht. Fig.7 zeigt die herausgefahrene Stellung des Füllstückes 8, bei dem das Gummituch 3 gespannt ist.

    [0010] Wie Fig.8 erkennen läßt, ist an der Spannspindel 18 beispielsweise ein Magnetsystem 20 angeordnet, das in einer bestimmten Unfangsposition gegenüber der Verstärkungsleiste 5 zu liegen kommt. Wenn die Verstärkungsleiste 5 aus magnetisierbarem Material besteht, wird bei dieser Stellung die Verstärkungsleiste 5 durch den Magneten 20 angezogen, wobei sie die Ausnehmung 17 verläßt. Wird nun die Spannspindel 18 geringfügig im Gegenuhrzeigersinn verdreht, so läßt sich entsprechend der in Fig.8 gezeigten Stellung das mit der Verstärkungsleiste 5 versehene Ende des Gummituches 3 leicht herausnehmen. Zuvor konnte bei der in Fig.6 gezeigten Stellung der Spannspindel 18 in einfacher Weise das mit der Verstärkungsleiste 4 versehene Ende des Gummituches aus der Spannspindel 18 herausgezogen werden. Im Gegensatz zu der in den Fig.1 bis 4 gezeigten Ausführungsform erfolgt gemäß Fig.5 bis 8 die Spannung des Gummituches 3 nun über das in die Spannspindel 18 eingeführte, mit der Verstärkungsleiste 4 versehene Ende des Gummituches.

    [0011] Die Erfindung eignet sich sowohl für den Einsatz an Gummizylindern von Offsetrotationsdruckmaschinen, als auch an Plattenzylindern von Offsetrotationsdruckmaschinen und auch in Tiefdruckformzylindern zum Aufspannen einer sogenannten "Wickelplatte". Wie die Figuren 9 und 10 zeigen, können bei eingefahrenem Füllstück 8 das abgekantete Ende 25 und das umgebogene Ende 24 einer Druckplatte 22 oder einer Wickelplatte auf einen Formzylinder 21 aufgespannt werden, der mit einer Grube 23 ausgestattet ist.

    [0012] Das umgebogene Ende 24 der Offsetdruckplatte bzw. einer Wickelplatte 22 kann in eine Ausnehmung 27 einer Spannspindel 26 eingelegt werden, was in Fig.10 angedeutet ist. Danach wird das Füllstück 8 herausgefahren, so daß es die in Fig.9 gezeigte äußere Stellung einnimmt, bei der die Grube 23 geschlossen, d.h. abgedeckt ist. Zuvor wurde die Spannspindel 26 entsprechend gedreht. Durch Axialverschiebung des Füllstückes 8 kann in der bereits beschriebenen Weise erreicht werden, daß sich das Füllstück 8 wiederum mit seinen Fingern 14 auf den Fingern 15 der Grube 23 abstützt. Bei dieser Ausführungsform wird das Füllstück 8 an seiner rechten Seite direkt durch die Spannspindel 26 geführt, so daß es nicht aus dem Schlitz des Führungsrohres 11 herausrutschen kann.

    [0013] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines Gummituches zur Anwendung in den Ausführungsformen gemäß Fig.1 bis 8 ist in Fig.11 gezeigt. Das Gummituch 30 besteht aus einer Gummidecke 31 und aus einem Gewebe, das an den beiden Enden mit 32 und 33 bezeichnet ist. In vorteilhafter Weise kann nun die Gummituchdecke 31 an beiden Enden abgetragen werden, so daß lediglich das Textilgewebe 32, 33 verbleibt. Zur Verstärkung können auf dem Textilgewerbe 32 bzw.33 Verstärkungsleisten 34, 35 befestigt werden. In vorteilhafter Weise ist nun die Länge der Gummituchdecke 31 so bemessen, daß unter Einbeziehung der spezifischen Dehnung des Gummituches 30 im aufgespannten Zustand des Gummituches 30 auf einem Zylinder die Stoßkanten 36, 37 über der verbleibenden Kanalöffnung gegeneinander stoßen, wodurch quasi ein "nahtloser bzw. glatter und stoßfreier" Übergang gebildet'wird und der Eindruck einer durchgehenden Gummituchdecke über den gesamten Umfang des Zylinders entsteht. Ein weiterer Vorteil eines derartig dimensionierten Gummituches bzw. einer Gummituchdecke liegt darin, daß lediglich die verjüngten Enden des Gummituches 30, d.h. das Textilgewebe 32, 33 in die Grube eingeführt wird, wodurch der Restspalt bei ausgefahrenem Füllstück 8 so klein bemessen werden kann, daß beim Überrollen keinerlei Stöße mehr entstehen, die ursächlich für Zylinderschwingungen sind. Bekanntlich führen derartige Stöße bzw. Zylinderschwingungen zu unerwünschten Streifen auf den Druckprodukten. Bei einem Zylinderumfang von etwa 600 mm liegt diese kritische Kanalbreite bei etwa 2 mm. Nachdem bekannte bzw. in der Offsettechnik verwendete Gummitücher eine Dicke von 1,9 mm aufweisen, wovon die Hälfte etwa auf das Textilgewebe und die Hälfte auf die Gummituchdecke entfällt, ist es möglich, unterhalb der kritischen Kanalbreite von etwa 2 mm durch entsprechende Auslegung des Füllstückes 8 zu kommen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, daß die Gummituchdecke leicht schräg an den Stoßkanten 36 bzw. 37 abgetragen wird, so daß die Stoßnaht geringfügig schräg über der Zylindergrube 2 zu liegen kommt bzw. verläuft.

    [0014] Wie bereits erwähnt, kann das Füllstück 8 z.B. mit Hilfe eines Exzentertriebes axial verschoben werden. Fig.12 zeigt den Gummizylinder 1, an dessen rechter Seite ein in den Achszapfen 29 des Füllstückes 8 eingreifender Exzenterstift 28 zu sehen ist, durch den das Füllstück 8 axial verschiebbar ist, wie der Pfeil "B" andeutet. Zum Drehen des Exzenters wird ein Sechskant 38 verwendet. In Fig. 12 sind auch der Schneckentrieb 12, 13 zum Drehen des Führungsrohres 11 sowie der nicht näher bezeichnete Schneckentrieb zum Drehen der Spannspindel 8 gezeigt. 1

    Bezugszeichenliste



    [0015] 

    1 Gummizylinder

    2 Grube

    3 Gummituch

    4 unt.verstärkte Leiste

    5 Enden d.Gummituches

    6 Schlitz

    7 Spannspindel

    8 Füllstück

    9 kreiszyl.Kontur des F.

    10 Hebeleiste

    11 Führungsrohr

    12 Schneckentrieb

    13 Schnecke

    14 Finger

    15 Finger

    16 Halteleiste im Grubenboden

    17 Ausnehmung in der Grube

    18 Spannspindel

    19 Abplattung

    20 Magnet

    21 Plattenzyl.(Offset od.Wickelplatte)

    22 Druckform (Platte/Wickelplatte)

    23 Grube

    24 Plattenende (umgebogen)

    25 Plattenende

    26 Spannspindel

    27 Schlitz (Ausnehmung in ax.Richtung)

    28 Schneckentrieb/Rad/Schnecke

    29 "

    30 Gummituch

    31 Gummituchdecke

    32 Textilgewebe

    33 "

    34 Verstärkungsleisten

    35 "




    Ansprüche

    1. Zylinder für eine Rotationsdruckmaschine mit mindestens einer Grube, in der Befestigungsmittel zur Aufnahme der Enden eines Gummituches oder einer Druckplatte und ein sich in Achsrichtung erstreckendes Füllstück zum Abdecken der Grube nach Einführung der Enden eines Gummituches oder einer Druckplatte vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Grube (2) absenkbare Füllstück (8) abgewinkelte, kammartige Finger (14) aufweist, die in einer ersten, axialen Position des Füllstückes (8) zwischen korrespondierenden, in der Grube (2) angeordneten Fingern (15) radial bewegbar sind, daß durch eine Axial-Stellvorrichtung (28, 29, 38) das Füllstück (8) in eine zweite axiale Position bewegbar ist, bei der die Finger (14) des Füllstückes (8) oberhalb der Finger (15) zu liegen kommen und sich auf diesen abstützen, daß am Füllstück eine Hebeleiste (10) vorgesehen ist, die in ein sich in Achsrichtung erstreckendes, drehbares Führungsrohr (11) eingreift, durch das das Füllstück (8) vor Einführung der Enden (4, 5) eines Gummituches oder einer Platta in die Grube (2) in der ersten axialen Position absenkbar und nach dem Einführen etwa radial anhebbar ist, wonach das Füllstück (8) durch die Axial-Stellvorrichtung (28, 29, 38) verschiebbar ist, so daß in dieser zweiten axialen Position das Füllstück (9) die Grube abdeckt.
     
    2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden (4, 5) des Gummituches (2) mittels einer einzigen Spannspindel (7) spannbar sind.
     
    3. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (4) eines Gummituches (3) in einer Spannspindel (18) und das andere Ende (5) in einer, in der Grube (2) vorgesehenen, sich in Axialrichtung erstreckenden Ausnehmung (17) angeordnet sind, aus dem das Ende (5) durch eine an der Spindel (18) angeordneten Zugvorrichtung (20) heraushebbar ist.
     
    4. Zylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung (20) ein Magnetsystem ist.
     
    5. Zylinder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr (11) durch einen stirnseitigen Schneckentrieb (11, 12) drehbar ist und daß das Füllstück (8) durch einen stirnseitigen Exzentertrieb (28, 29, 38) axial verschiebbar ist.
     
    6. Zylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannspindel (18) eine Abplattung (19) aufweist, die in einer definierten Stellung die Einführung des einen Endes (5) des Gummituches (3) in die Ausnehmung (17) gestattet.
     
    7. Zylinder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gummituch (2) an seinen Enden in der Weise in seiner Dicke reduziert ist, daß nach dessen Aufspannung auf den Gummizylinder (1) im gespannten Zustand die abgesetzte Stelle (36, 37) oberhalb des Kanales (2) aneinanderstoßen und lediglich die verjüngten Abschnitte (32, 33) in die Grube (2) eingezogen sind.
     
    8. Zylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verjüngten Abschnitte (32, '33) geringfügig schräg verlaufen, so daß die gebildete Stoßstelle geringfügig schräg über den Kanal (2) verläuft.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht