[0001] Bei der Herstellung und Bearbeitung von Warenbahnen werden diese im allgemeinen in
einer offenen oder flachen Anordnung durch verschiedene Bearbeitungsstufen geführt,
wonach vorbestimmte Längen der Bahnen zu Lager- und Versandzwecken auf wiederverwendbare
Kerne aufgeuickelt werden.
[0002] Zum Beispiel ist es in der Textilindustrie allgemein üblich, ein Muster auf eine
laufende Länge Stoff zu drucken und den Stoff danach durch einen Spannrahmen zu führen,
in dem er aufgeheizt wird, um das Trocknen der Farbe zu fördern, wonach der Stoff
auf eine Aufnahme- oder Lagerwalze aufgewickelt und abgeschnitten wird, wenn eine
vorbestimmte Länge des Stoffes auf den Kern aufgewickelt ist. Während dieses Behandlungs-
und Aufwickelvorganges wird der Stoff kontinuierlich bei sehr hohen Geschwindigkeiten,
manchmal von über 9o m/min, transportiert, und es ergeben sich oft Schwierigkeiten,
die verschiedenen, durch die Bearbeitungsabläufe erforderlichen Schritte durchzuführen,
ohne die schnelle Laufgeschwindigkeit des in Bearbeitung befindlichen Stoffes zu unterbrechen.
[0003] Bei zum Schneiden und Aufwickeln von aus einem Spannrahmen oder einer ähnlichen Quelle
kommenden Stoffen benutzten Vorrichtungen ist es bekannt, einen Rahmen vorzusehen,
der sich über ein Paar von Rollböcken erstreckt, von denen jeder einen Kern trägt,
auf den der Stoff aufzuwickeln ist. Der Rahmen ist mit einem Arm versehen, der wahlweise
auf dem Rahmen bewegbar ist, um so abwechselnd über dem einen oder dem anderen Rollbock
positioniert zu werden, und der Arm kann auf dem Rahmen auch wahlweise eine Drehbewegung
um eine horizontale Achse ausführen, so daß das vorstehende Ende des Arms in Flächenberührung
mit dem Kern des einen oder anderen Rollbockes gebracht werden und allmählich nach
oben schwenken kann, so wie das Material auf den Kern aufgewickelt wird und dessen
Durchmesser sich vergrößert. Der Rahmen und der Arm sind mit einem Walzensystem versehen,
durch das der Stoff geführt und zum Kern transportiert wird.
[0004] Bei Verwendung dieser konventionellen Vorrichtung wird der Stoff auf einen der Kerne
aufgewickelt, bis dieser eine vorbestimmte Stofflänge trägt, wonach die Vorrichtung
automatisch durch einen entsprechenden Schalter angehalten wird. Ein Bedienungsmann
muß dann eine Anzahl manueller Maßnahmen durchführen, um die Vorrichtung zum Aufwickeln
von Stoff auf den anderen, leeren Kern einzurichten. So muß der Bedienungsmann zuerst
den jetzt angehaltenen Stoff mit einer handbetriebenen Schervorrichtung schneiden
und dann den Arm nach oben schwenken, um den Kern ganz freizulegen, den Arm entlang
des Rahmens bewegen, bis er über dem leeren Kern positioniert ist, und den Arm dann
nach unten schwenken, bis die Zuführwalze an seinem vorstehenden Ende sich mit dem
leeren Kern in Flächenberührung befindet. Der Bedienungsmann muß als nächstes die
abgeschnitte Kante des Stoffes packen und von Hand mehrere Windungen des Stoffes um
den leeren Kern wickeln, wonach die Vorrichtung wieder in Gang gesetzt wird.
[0005] Obwohl die Bewegung des Armes durch vom Bedienungsmann betätigte Motoren durchgeführt
wird, vergeht eine beträchtliche Zeit, während die verschiedenen Maßnahmen durch den
Bedienungsmann durchgeführt werden, gewöhnlich zwischen 3o Sekunden und 3 Minuten.
Während dieser Zeitspanne wird der Stoff weiterhin der Aufwiekelvorrichtung vom Spannrahmen
aus mit der oben beschriebenen schnellen Zustellgeschwindigkeit zugeführt, und es
ist daher erforderlich gewesen, sehr große Stoffzwischenspeicher zu verwenden, die
den überzähligen Stoff während der Zeit aufnehmen, in der in der Aufwickelvorrichtung
der volle Kern gegen einen leeren Kern ausgetauscht wird. Dieser zusätzliche Zwischenspeicher
ist recht teuer und trägt daher vesentlich zu den mit der Verwendung der Aufwickelvorrichtung
verbundenen erforderlichen Kosten bei. In einigen Fällen wird der Zwischenspeicher
wegen seiner Kosten nicht eingesetzt, so daß in diesem Falle der Spannrahmen während
des Kernaustauschvorgangs angehalten werden muß. Ein solches Anhalten des Spannrahmens,
jedesmal wenn ein Kern voll bewickelt ist, schlägt sich nicht nur in einer geringeren
Produktion nieder, sondern kann auch dazu führen, daß der Stoff während seines Verbleibens
im Spannrahmen versengt wird.
[0006] Ein weiterer Nachteil, der der vorbeschriebenen konventionellen Aufwickelvorrichtung
anhaftet, ist die Tatsache, daß der Bedienungsmann die Schnittkante des Stoffes ergreifen
muß, damit sie um den leeren Kern geschlagen werden kann, und es geschieht manchmal,
daß dem Bedienungsmann der Stoff aus der Hand gleitet mit dem Ergebnis, daß der Stoff
durch seine natürliche Elastizität in Richtung des Spannrahmens zurückspringt und
sich aus dem Walzensystem löst, durch das er transportiert wird. Wenn dies geschieht,
geht zusätzliche Zeit während des Wiederhindurchführens des Stoffes zwischen den Walzen
verloren, was das Problem bei der Behandlung des wie oben angesprochen vom Spannrahmen
zugeführten Stoffes weiter vergrößert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbeschriebenen Nachteile konventioneller
Stoffaufwickelvorrichtungen zu überwinden, insbesondere eine Vorrichtung dieser Art
vorzuschlagen, die den Stoff automatisch schneidet und ihn auf den leeren Kern führt,
ohne daß der Stoff vom Bedienungsmann angefaßt oder geschnitten werden muß, wodurch
der Kernwechsel so schnell erfolgen kann, daß kein Zwischenspeicher verwendet oder
der Spannrahmen während des Auswechselns des Kerns angehalten werden muß.
[0008] Erfindungsgemäß ist ein Rahmen vorgesehen, auf dem sich Arme zur wahlweisen Bewegung
hin und zurück zu bzw. von einem Kern oder einer Aufnahmwalze befinden. Erste-und
zweite Antriebselemente sind auf den Armen vorgesehen, die die Bewegung des Materials
entlang einer vorbestimmten Bewegungsbahn zur Aufnahmewalze hin veranlassen, und eine
automatische Schneidvorrichtung ist auf dem Arm zwischen der ersten und zweiten Antriebsvorrichtung
angeordnet, um wahlweise das laufende Material entlang einer Linie zu schneiden, die
sich quer zu seiner Bewegungsrichtung erstreckt. Einrückvorrichtungen zur wahlweisen
Bewegung sind vorgesehen, um die Bahn während des Laufes auf beiden Seiten der Schneidvorrichtung
während des Schneidens des Materials zwangsläufig in Eingriff zu halten und das Material
nach dem Schneiden entlang der vorbestimmten Bewegungsbahn zu lenken, so daß die Schnittkante
des Materials auf die Oberfläche der Aufnahmewalze geführt wird.
[0009] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schließen die wahlweise einsetzbaren
Einrückvorrichtungen erste und zweite Transporteinrichtungen ein, von denen eine mit
der ersten Antriebsvorrichtung in Eingriff ist, um das laufende Material dazwischen
festzuhalten, während es entlang der vorbeschriebenen vorbestimmten Bewegungsbahn
gelenkt wird, und die andere wahlweise zu einer Position bewegbar ist, die sich entlang
dieser vorbestimmten Bewegungsbahn und in Richtung der zweiten Antriebsvorrichtung
erstreckt, um das Material nach dem Schnitt entlang der Bewegungsbahn zu führen und
es in einer Umdrehungsrichtung der Aufnahmewalze auf diese zu führen.
[0010] In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Transporteinrichtung,
die mit der zweiten Antriebsvorrichtung in Eingriff ist, wahlweise zu einer Position
bewegbar, die an einen Oberflächenbereich der zweiten Antriebsvorrichtung angrenzt,
um das laufende Material in entgegengesetzter Umdrehungsrichtung der Walze auf die
Aufnahmewalze zu führen.
[0011] In einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Materialbahn
normalerweise über eine auf den bewegbaren Armen gehaltene Leerlaufwalze geführt,
und eine angetriebene Zuführwalze ist auf dem bewegbaren Arm im Abstand zur Leerlaufwalze
gelagert, wobei die automatische Schneidvorrichtung zvischen der Leerlaufwalze und
der angetriebenen Zuführwalze und die angetriebene Zuführwalze auf den Armen angeordnet
ist, um im Eingriff mit der Aufnahmewalze eine Klemmstelle zu bilden, wenn der Arm
in Richtung der Aufnahmewalze bewegt wird. Eine angetriebene Einrückwalze ist nahe
der Leerlaufwalze und normalerweise im Abstand zu dieser angeordnet, und die Leerlaufwalze
ist auf dem Arm zur wahlweisen Bewegung in eine Betriebsstellung angeordnet, bei der
das laufende Material zwangsläufig zwischen der Leerlaufwalze und der angetriebenen
Einrückwalze in Eingriff kommt, kurz bevor das laufende Material durch die automatische
Schneideinrichtung geschnitten wird. In dieser Ausführungsform ist die vorbestimmte
Bewegungsbahn des Materials im wesentlichen vertikal zur Aufnahmewalze ausgerichtet.
[0012] In der Zeichnung sind Seitenansichten von drei Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Rahmen und einen bewegbaren Arm, die eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung bilden;
Fig. 2 eine geänderte Anordnung des bewegbaren Armes, der eine zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bildet und
Fig. 3 einen weiteren geänderten bewegbaren Arm, der eine dritte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung bildet.
[0013] Die erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Sie
umfaßt einen Rahmen lo mit einer Vielzahl von Stützen 12, die horizontale Gleitbahnen
14 tragen, entlang denen ein konventioneller Wagen 16 verschiebbar ist, der durch
eine um Scheiben 2o geführte Kette 18 bewegbar ist, wobei die Kette wahlweise durch
einen Motor 22 angetrieben wird, um den Wagen 16 rückwärts und vorwärts zwischen seinen
in durchgezogenen und gestrichelten Linien dargestellten Positionen zu bewegen. Ein
Paar paralleler, bewegbarer Arme 24, von denen einer in Fig. 1 sichtbar ist, sind
auf dem Wagen 16 durch eine Gelenkwelle 26 befestigt, und eine Kette 28 ist an einem
ihrer Enden mit einem Arm 24 verbunden, während das andere Ende der Kette 28 mit einem
Kettenrad 3o verbunden ist, das auf der Kolbenstange 32 eines pneumatischen oder hydraulischen
Zylinders 34 sitzt, wobei das Kettenrad 3o den Arm 24 hält. Die Bewegung der Arme
24 in horizontaler Richtung wird durch die Bewegung des Wagens 16 entlang der Gleitbahn
14 und die vertikale Bewegung der Arme 24 durch den Zylinder 34 gesteuert.
[0014] An einem Ende des Rahmens lo wird eine breite Stoffbahn dem Rahmen aus einem Spannrahmen
oder einer anderen (nicht dargestellten) bekannten Quelle zugeführt und läuft über
eine Leerlaufwalze 38, um einem konventionellen Kompensator 42 zugeführt zu werden,
der die Geschwindigkeit des Stoffes regelt, so wie er auf die sich drehende Aufnahmewalze
oder den Kern 4o aufgewickelt wird, um Änderungen in der Umfangsgeschwindigkeit der
Aufnahmewalze 4o während des Aufwickelns auszugleichen. Dieser Kompensator 42 ist
auf dem Fachgebiet wohlbekannt und schließt, kurz beschrieben, eine frei bewegliche
Tastrolle 44 ein, die zur vertikalen Bewegung in einer Rinne 46 angeordnet ist, wobei
die Tastrolle 44 auf einer Kette 48 geführt ist, die sich um ein Kettenrad 5o erstreckt.
Wenn die Geschwindigkeit des laufenden Stoffes 36 sich ändert, wird die Position der
Tastrolle 44 so geregelt, daß sie die Kette 48 bewegt und eines der Kettenräder 5o
ein (nicht dargestelltes) Drehzahlregelungspotentiometer betätigt, daß die Umlaufgeschwindigkeit
der angetriebenen, stoffassenden Walzen auf den Armen 24 steuert, was im nachfolgenden
beschrieben wird.
[0015] Nachdem der Stoff 36 die Tastrolle 44 verlassen hat, wird er um eine Leerlaufwalze
52 auf dem Rahmen lo geleitet und in Richtung der Arme 24 geführt. Die Arme 24 weisen
eine zwischen ihnen angeordnete Leerlaufwalze 54 und eine zwischen den vorstehenden
Enden der Arme 24 angeordnete erste angetriebene Walze 56 und eine zweite angetriebene
Walze oder Chargierwalze 58 auf. Der Stoff 36 läuft daher in einer vorbestimmten Bewegungsbahn
von der Oberfläche der zweiten angetriebenen Walze 58 und um die zweite angetriebene
Walze 58 in Richtung der Oberfläche einer angetriebenen Aufnahmewalze 4o. Eine automatische
Schneidvorrichtung ist auf den Armen 24 in einer Position zwischen den angetriebenen
Walzen 56, 58 angeordnet, wobei die Schneideinrichtung eine Schneidplatte 6o und ein
drehbares Schneidorgan 62 umfaßt, das durch einen (nicht dargestellten) Antriebsmotor
mit Kupplung und Bremse angetrieben wird, um eine Umdrehung während des Schneidtaktes
auszuführen und so den laufenden Stoff 36 entlang einer Linie abzuschneiden, die sich
quer zur Laufrichtung des Stoffes zwischen den angetriebenen Walzen 56, 58 befindet.
Diese Schneideinrichtung wird ausführlicher in der US-PS 3.721.396 beschrieben. Bei
ihrer Verwendung in der vorliegenden Erfindung dreht sich das Schneidorgan 62 während
des Schneidtaktes mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die der Geschwindigkeit des laufenden
Stoffes 36 entspricht, um ohne Behinderung der normalen Bewegung des Stoffes 36 einen
sauberen Schnitt durchzuführen.
[0016] Ein kurzes Transportband 64 ist auf den Armen 24 zur wahlweisen Bewegung unter Steuerung
durch ein Solenoid 66 zwischen einer in Fig. 1 gestrichelt dargestellten ersten Position,
in der es sich in einem Abstand zur Oberfläche der ersten angetriebenen Walze 56 befindet,
und einer zweiten Position, bei der eine Strecke des Transportbandes 64 den Stoff
36 zwangsläufig zwischen sich und der Oberfläche der ersten angetriebenen Walze 56
in Eingriff hält, angeordnet. Lage und Ausdehnung des Transportbandes 62 sind derart,
daß bei seiner zweiten Stellung oder Betriebsstellung der das Transportband 64 verlassende
Stoff 36 entlang der vorbestimmten Bewegungsbahn des Stoffes 36 geführt wird. Ein
zweites Transportband 68 wird durch ein Solenoid 7o betätigt und bewegt sich zwischen
einer ersten (in Fig. lgestrichelt dargestellten) Position, in der seine Strecken
sich im Abstand zur zweiten Antriebswalze 58 befinden, und einer zweiten Position,
bei der eine Strecke sich um einen im wesentlichen bogenförmigen Teil der zweiten
angetriebenen Walze 58 erstreckt, so daß der Stoff zwangsläufig dazwischen in Eingriff
ist, und in Richtung der Oberfläche der Aufnahmwalze 4o geführt wird, wenn er die
zweite Transporteinrichtung 68 verläßt.
[0017] Der Hauptzweck der vorbeschriebenen Vorrichtung ist es, zuerst einen vollständigen
Wicke-lkörper auf einer der Aufnahmewalzen 4o aufzubauen, dann den Arm 24 in eine
Position in der Nähe einer leeren Aufnahmewalze 4o zu bewegen, den Stoff zu schneiden
und den Stoff auf die leere Aufnahmewalze 4o aufzuwickeln zu beginnen, und zwar alles
automatisch und ohne Unterbrechung des Stofflaufs während dieser Arbeitsvorgänge.
In Fig. 1 sind die Arme 24 gestrichelt in der Position dargestellt, die sie einnehmen
würden, kurz bevor ein vollständiger Wickelkörper auf die rechte Aufnahmewalze 4o
gewickelt ist. An dieser Stelle wird über ein Steuerpult 74 der Zylinder 34 betätigt,
der die Arme 24 genügend hoch schwenkt, damit der volle Körper abgenommen werden kann,
und der Motor 22 betätigt, der den Wagen 16 und die Arme 24 nach links bewegt, wonach
der Zylinder 34 wieder betätigt wird, um die Arme 24 in die in Fig. 1 in durchgezogenen
Linien dargestellte Position abzusenken, wobei die zweite angetriebene Walze 58 mit
der leeren Aufnahmewalze 4o in Berührung kommt. Während dieser Bewegung des Wagens
16 und der Arme 24 wird der Stoff weiterhin auf die rechte Aufnahmewalze 4o aufgewickelt,
wie teilweise durch die teilweise punktierte Linie 76 dargestellt. Wenn die Arme 24
in die in durchgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellte Position gebracht worden sind,
werden durch das Schaltpult 74 Solenoide 66, 7o betätigt, die die erste und zweite
Transporteinrichtung 64, 68 - wie in durchgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellt -
mit der ersten und zweiten angetriebenen Walze 56, 58 in Berührung bringen, so daß
der laufende Stoff zwangsläufig zwischen den angetriebenen Walzen 56, 58 bzw, den
Transporteinrichtungen 64, 68 in Eingriff kommt. Das Schaltpult 74 betätigt dann das
Schneidelement 62, das den laufenden Stoff, wie vorbeschrieben, sauber schneidet,
und der Teil des Stoffes unterhalb des Schnittes wird durch die rechte Aufnahmewalze
4o gezogen, um diesen Wickelkörper zu vervollständigen. Die Schnittkante des laufenden
Stoffes wird weiterhin durch die erste angetriebene Walze 56 und die erste Transporteinrichtung
64 entlang der vorbeschriebenen vorbestimmten Bewegungsbahn des Stoffes geführt, bis
der Stoff die Klemmstelle erreicht, die zwischen der zweiten angetriebenen Walze 58
und der zweiten Transporteinrichtung 68 gebildet ist, wo er durch diese in Eingriff
kommt, um die Oberfläche der angetriebenen Walze 58 gewickelt und in Richtung der
Klemmstelle geführt wird, die zwischen der zweiten ange= triebenen Walze 58 und der
leeren Aufnahmewalze 4o gebildet ist, die in einer Umdrehungsrichtung entgegen dem
Uhrzeigersinne angetrieben wird. Die Aufnahmewalze 4o kann eine aufgerauhte Oberfläche
besitzen, oder es kann darauf ein Haftmaterial aufgebracht werden, um das Aufwickeln
des Stoffes darauf zu unterstützen. Wenn es wünschenswert oder erforderlich ist, können
Führungsleisten 78 auf den Armen 24 auf jeder Seite der Schneidplatte 6o angebracht
werden, um das Führen des Stoffes entlang seiner vorbestimmten Bewegungsbahn nach
dem Schnitt zu unterstützen. Sobald der Stoff sich auf die leere Aufnahmewalze 4o
aufzuwickeln beginnt, werden die Transporteinrichtungen 64, 68 durch das Schaltpult
74 in ihre gestrichelt dargestellten Ursprungspositionen zurückgeführt, und der Stoff
wird weiterhin auf die Aufnahmewalze 4o aufgewickelt, wobei die Arme 24 um ihre Schwenkachse
26 nach oben schwenken, bis der linke Wickelkörper im wesentlichen vollständig ist,
wonach der vorbeschriebene Arbeitsablauf wiederholt wird, um die Arme 24 und den Wagen
16 nach rechts zu bewegen und die rechte Aufnahmewalze zu betätigen, die leer und
aufnahmebereit ist.
[0018] Zum Zeitpunkt des Schneides des laufenden Stoffes durch das Schneidorgan 62 wird
der Stoff für diesen Schnitt durch den zwangsläufigen Eingriff zwischen den angetriebenen
Walzen 56, 58 bzw. den Transporteinrichtungen 64, 68 unter Spannung gehalten, um die
Sauberkeit des Schnittes zu erhöhen. Da der Stoff während seiner Laufbewegung immer
unter einer gewissen Spannung steht, würde das Ende des Stoffes` oberhalb des Schnittes
weiterhin dazu neigen, in Richtung des Kompensators zurückzuspringen, was ein Wiedereinführen
des Stoffes und Ausfallzeiten für die Vorrichtung bedeuten würden. Da der Stoff jedoch
in zwangsläufigem Eingriff zwischen der angetriebenen Walze 56 und der Transporteinrichtung
64 gehalten ist, wird er gegen seine Neigung zurückzuspringen gehalten und statt dessen
entlang seiner vorbestimmten Bewegungsbahn geführt. Daher sieht die Vorrichtung der
vorliegenden Erfindung, wie oben dargelegt, eine automatische Übertragung der Geschwindigkeit
von einer vollen Aufnahmewalze zu einer leeren Aufnahmevalze ohne Unterbrechung des
Stofflaufes und ohne Handbedienung des Stoffes oder der Vorrichtung vor.
[0019] Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in Fig. 2 dargestellt,
die einen geänderten Arm 124 zeigt, der den Arm in der Vorrichtung nach Fig. 1 ersetzen
würde. In dieser Ausführungsform führt der Arm 124 den Stoff auf eine leere Aufnahmewalze
14o, die in einer Umlaufrichtung im Uhrzeigersinn im Gegensatz zur Umlaufrichtung
gegen den Uhrzeigersinn der leeren Walze 4o in Fig. 1 angetrieben wird. Der Arm 124
trägt eine erste angetriebene Walze 156, die wahlweise mit einer ersten, durch ein
Solenoid 166 bewegbaren Transporteinrichtung 164 in Eingriff ist, die zwischen einer
in
Gurchgezogenen Linien dargestellten Betriebs-und Eingriffsposition und einer zweiten,
in unterbrochenen Linien dargestellten Position im Abstand von der angetriebenen Walze
156 bewegbar ist. Eine zweite angetriebene Walze 158 ist am Ende des Arms 124 angeordnet,
und ein zweites Transportband 168 ist wahlweise durch ein Solenoid 17o zwischen einer
in unterbrochenen Linien dargestellten Wartestellung und einer in durchgezogenen Linien
dargestellten Betriebsstellung bewegbar. In der Betriebsstellung des zweiten Transportbandes
168 ist eine seiner Strecken entlang der vorbestimmten Bewegungsbahn des Stoffes 136
angeordnet, um den Stoff entlang der Bahn in Richtung der Oberfläche der leeren Aufnahmewalze
14o zu führen und zu bewegen. Ein Schneidorgan 162, das mit dem Schneidorgan 62 in
Fig. 1 identisch ist, ist entlang der vorbestimmten Bewegungsbahn des Stoffes und
zwischen den angetriebenen Walzen 156, 158 angeordnet. Die Arme 124 werden in einer
im wesentlichen gleichen Weise wie der vorstehend in Verbindung mit Fig. 1 beschriebenen
betätigt, so daß sie von einer im wesentlichen vollen Aufnahmewalze zu einer leeren
Aufnahmewalze 14o bewegt werden, woraufhin die Solenoide die Transportbänder 164,
168 bewegen, um den Stoff zwangsläufig in Eingriff zu bringen, und der Stoff wird
durch das Schneidorgan 162 geschnitten. Die Schnittkante des Stoffes uird dann entlang
ihrer vorbestimmten Bewegungsbahn geführt, bis sie die leere Aufnahmewalze 14o an
einem Punkt in der Nähe der mit der angetriebenen Walze 158 gebildeten Klemmstelle
erreicht, wo sie auf die Aufnahmewalze 14o aufgewickelt wird, so wie sie im Uhrzeigersinne
angetrieben wird. Die vorbeschriebenen Vorteile, wie sie mit der Vorrichtung nach
Fig. 1 erzielt werden, können - wie ersichtlich - auch mit der geänderten Ausführungsform,
wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, erzielt werden.
[0020] Eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in Fig. 3 dargestellt,
die geänderte Arme 224 zeigt, die mit den übrigen Teilen der Vorrichtung nach Fig.
1 eingesetzt werden können. Die Arme 224 umfassen einen Aufbau 224' mit einer darauf
angeordneten Leerlaufwalze 278 und einer angetriebenen Walze 28o nahe, jedoch normalerweise
in einem Abstand zu der Leerlaufwalze 278, die wahlweise durch ein Solenoid 282 aus
ihrer normalen Abstandsposition zu einer Betriebsposition gegen die Antriebswalze
28o bewegbar ist, um den Stoff zwangsläufig dazwischen in Eingriff zu bringen. Eine
angetriebene Zuführwalze 284 ist im Aufbau 224' angeordnet und steht in Berührung
mit der leeren Aufnahmewalze 24
0, wie in Fig. 3 dargestellt. Ein Schneidorgan 262 und eine Schneidplatte 26o sind
ebenfalls im Aufbau und zwischen der angetriebenen Walze 28o und der angetriebenen
Zuführwalze 284 angeordnet, wobei das Schneidorgan 262 mit dem vorbeschriebenen Schneidorgan
62 identisch ist. Schließlich ist eine dritte angetriebene Walze 286 im Aufbau im
allgemeinen nahe, jedoch im Abstand zu der Zuführwalze 284 angeordnet.
[0021] Beim Betrieb der Ausführungsform nach Fig. 3 werden die Arme 224 von dem im wesentlichen
vollständigen Wickelkörper zu einer Position bewegt, in der die Zuführwalze 284 sich
in Berührung oder in der Nähe der leeren Aufnahmewalze 24o befindet, wobei während
dieser Bewegung der laufende Stoff 236 um die dritte angetriebene Walze 286 geführt
wird, um das Zuführen des Stoffes zum im wesentlichen vollständigen Wickelkörper fortzusetzen.
Sobald die Arme 224 in Position an der leeren Aufnahmewalze 24o sind, wird das Solenoid
282 betätigt, um die Leerlaufwalze 278 in Anlage mit der angetriebenen Walze 28o zu
bringen, und das Schneidorgan 262 wird dann betätigt, um den Stoff zu schneiden. In
der in Fig. 3 dargestellten Position der Arme 224 befindet sich die Walze 28o fast
unmittelbar über der Zuführwalze 284, so daß der dazwischen laufende Stoff 236 dazu
gebracht wird, sich in einer vorbestimmten Bewegungsbahn zu bewegen, die sich in im
wesentlichen vertikaler Richtung zur Klemmstelle erstreckt, die durch die Zuführwalze
284 in Berührung mit der Aufnahmewalze 24o gebildet wird. Folglich wird der Teil des
Stoffes 236 zwischen der Walze 28o und dem Schneidorgan 262 nach dem Schnitt in einer
im wesentlichen vertikalen Richtung hängenbleiben und in dieser Richtung durch die
Walze 28o und die Leerlaufwalze 278 mitgenommen. Die Schnittkante des Stoffes wird
deshalb direkt in Richtung der Oberfläche der Zuführwalze 284 und in die durch diese
und die Aufnahmewalze 24o gebildete Klemmstelle bewegt, wodurch er sofort auf die
Aufnahmeualze 24o aufgewickelt.wird. Vorzugsweise ist die anfängliche Umfangsgeschwindigkeit
der Aufnahmewalze 24o geringfügig höher (z.B. lo %) als die Streckengeschwindigkeit,
mit der der Stoff sich bewegt (z.B. 182 m/min), um jede Neigung des Stoffes sich zu
bündeln, wenn er die Klemmstelle erreicht, auszuschließen, und die Aufnahmewalze 24o
kann danach so gesteuert werden, daß sie mit einer Umfangsgeschwindigkeit läuft, die
fast gleich ist der Streckengeschwindigkeit des Stoffes. Zusätzlich kann die Bewegung
der Arme 224 so gesteuert werden, daß die Zuführwalze 284 sich anfänglich in geringem
Abstand zur Oberfläche der Aufnahmewalze 24o befindet, bis das Schneidorgan 262 betätigt
wird, wonach die Zuführwalze 284 durch Einschaltung des im Zusammenhang mit Fig. 1
beschriebenen Motors 22 mit der Aufnahmeualze 24o in Berührung gebracht wird.
[0022] So erhält die dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung alle vorbeschriebenen
Vorzüge der Erfindung, und zusätzlich entfällt durch die vertikale, gegen die Aufnahmewalze
24o gerichtete Bewegungsbahn des Stoffes die Notwendigkeit, Transportbänder in der
Nähe der angetriebenen Walzen und entlang dieser Bewegungsbahn zu verwenden, um die
Bewegung des Stoffes nach dem Schnitt zu lenken. Bis zu dem Maße, in dem ein Stoff
dazu neigen mag, geringfügig von seiner vertikalen Beuegungsbahn auszuweichen, können
kleine Luftstrahldüsen 29o im Aufbau 224' unmittelbar oberhalb des Schneidorgans 262
auf entgegengesetzten Seiten des Stoffes angeordnet werden, um den Stoff durch Luftstrahlen
in seiner vertikalen Bewegungsbahn nach dem Schnitt halten zu helfen.
[0023] Druckarme 288, von denen in Fig. 3 nur einer sichtbar ist, halten den genauen Anstellwinkel
aufrecht, um den richtigen Kontakt der angetriebenen Walze 284 mit der Aufnahmewalze
24o zu gewährleisten. Druckarme halten ebenfalls den richtigen Freiwinkel beim Hochfahren
der Arme 224 aufrecht, wenn die Aufnahmewalze 24o voll ist. Die Druckarme 288 sind
auf dem Wagen 16 (Fig. 1) drehbar gelagert und an einer Stelle mit dem Aufbau 224'
verbunden.
[0024] Die vorliegende Erfindung ist vorstehend ausführlich nur zur Verdeutlichung beschrieben
worden und soll durch diese Beschreibung nicht als eingeschränkt gelten oder sonst
irgendeine Änderung oder eine gleichwertige Anordnung, die aus der vorstehenden Beschreibung
für den Fachmann ersichtlich oder durch diese vorgeschlagen ist, ausschließen.
1. Vorrichtung zum automatischen Querschneiden und Aufwickeln einer laufenden Warenbahn,
gekennzeichnet durch:
a) einen Rahmen;
b) auf dem Rahmen angeordnete Arme zur wahlweisen Bewegung in Richtung hin ur.d weg
zu bzw. von einer Aufnahmewalze;
c) erste und zweite angetriebene Walzen, die im Abstand voneinander auf der Armen
in Mitnahmeverbindung mit dem Material angeordnet sind, um das Material entlang einer
vorbestimmten Bewegungsbahn zu führen, wobei die erste angetriebene Walze eine Einrückvorrichtung
einschließt, die wahlweise in eine Betriebsstellung bewegbar ist, um das laufende
Material zwangsläufig in Eingriff zu bringen;
d) auf den Armen zwischen der ersten und zweiten angetriebenen Walze und innerhalb
der Bewegungsbahn des Materials angeordnete Schneidelemente zum wahlweisen Schneiden
des laufenden Materials entlang einer Linie, die sich quer zu seiner Bewegungsrichtung
erstreckt;
e) die zweite angetriebene Walze auf dem Arm, um mit der Oberfläche der Aufnahmewalze
zur Bildung einer Klemmstelle dazwischen in Eingriff zu kommen, wobei die Klemmstelle
sich im wesentlichen in der vorbestimmten Bewegungsbahn befindet, wodurch die Schnittkante
des Materials durch die Klemmstelle aufgenommen wird, um ein Aufwickeln des Materials
um die Aufnahmewalze zu bewirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme auf einem auf
dem Rahmen verfahrbar angeordneten Wagen schwenkbar gelagert sind, damit sie abwechselnd
von einer Position über einer im wesentlichen vollen Aufnahmewalze zu einer Position
über einer leeren Aufnahmewalze bewegt werden können, wobei die Arme in Richtung der
leeren Aufnahmewalze bewegbar sind, um die zweite angetriebene Walze in die Nähe der
leeren Aufnahmewalze zu bringen, und die Schneidvorrichtung betätigt wird, um den
Stoff zu schneiden, wenn die zweite angetriebene Walze sich in der Nähe der leeren
Aufnahmewalze befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung
ein drehbares Messer aufweist, das sich mit einer Umlaufgeschwindigkeit entsprechend
der Geschwindigkeit des laufenden Materials dreht, wodurch das Material während seiner
Bewegung geschnitten wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste angetriebene
Walze in Flächenberührung mit dem Material gelangt, indem eine Einrückvorrichtung
gegen die angetriebene Walze bewegbar ist, um das laufende Material dazwischen zwangsläufig
in Eingriff zu bringen, und daß Bedienungselemente vorgesehen sind, um die Einrückvorrichtung
wahlweise in Richtung der angetriebenen Walze zu bewegen und das Material kurz vor
dem Schnitt des Materials durch die Schneidvorrichtung in Eingriff zu bringen, wodurch
das Material beim Schneiden unter Spannung gehalten und nach dem Schnitt entlang der
Bewegungsbahn geführt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte angetriebene
Walze auf dem Arm in der Nähe der zweiten angetriebenen Walze angeordnet ist, um das
laufende Material während der Armbewegung in einer ihrer Richtungen in Eingriff zu
bringen.
6. Vorrichtung zum automatischen Schneiden einer laufenden Materialbahn und zum Zuführen
ihrer'Schnittkante zu einer angetriebenen Aufnahmewalze, um darauf aufgewickelt zu
werden, gekennzeichnet durch:
a) einen Rahmen;
b) einen auf dem Rahmen angeordneten Arm zur wahlweisen Bewegung hin und weg zu bzw.
von der Aufnahmewalze;
c) erste und zweite angetriebene Walzen, die im Abstand voneinander auf dem Arm in
Mitnahmeberührung mit dem Material angeordnet sind, um das Material entlang einer
vorbestimmten Bewegungsbahn in Richtung zur Aufnahmewalze zu bewegen, wobei die zweite
angetriebene Walze auf dem Arm angeordnet ist, um das Material auf die Oberfläche
der Aufnahmewalze zu führen;
d) eine zwischen den im Abstand voneinander befindlichen ersten und zweiten angetriebenen
Walzen und innerhalb der Bewegungsbahn angeordnete. Schneidvorrichtung zum wahlweisen
Schneiden des Materials entlang einer Linie, die sich quer zu seiner Bewegungsrichtung
erstreckt;
e) eine erste, oberhalb der Schneidvorrichtung angeordnete und wahlweise in eine Betriebsstellung
bewegbare Einrückvorrichtung, um das laufende Material zwangsläufig während seines
Schnittes in Eingriff zu bringen und das Material entlang der vorbestimmten Bewegungsbahn
zu führen;
f) eine zweite, unter der Schneidvorrichtung angeordnete und wahlweise in eine Betriebstellung
bewegbare Einrückvorrichtung, um das laufende Material zwangsläufig in Eingriff zu
bringen und das Material der Aufnahmewalze zuzuführen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrückvorrichtung
ein in der Nähe der ersten angetriebenen Walze angeordnetes Transportband einschließt,
um in ihrer Betriebsstellung das Material dazwischen in Eingriff zu bringen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Einrückvorrichtung
ein in der Nähe der zweiten angetriebenen Walze angeordnetes, angetriebenes Transportband
einschließt, das wahlweise in Richtung der zweiten angetriebenen Walze bewegbar ist,
um das Material in ihrer Betriebsstellung dazwischen in Eingriff zu bringen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich das angetriebene
Transportband der zweiten Einrückvorrichtung in ihrer Betriebsstellung entlang einer
vorbestimmten Materialbewegungsbahn erstreckt.
lo. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung
eine Führungsplatte einschließt, die einen Oberflächenteil aufweist, über den das
Material bewegt uird, wobei der Oberflächenteil sich entlang der Materialbewegungsbahn
erstreckt, und daß das angetriebene Transportband der zweiten Einrückvorrichtung in
ihrer Betriebsstellung in der Nähe des Oberflächenteils der Führungsplatte in geradliniger
Ausrichtung damit angeordnet ist:
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen einen sich
über einen Bereich erstreckenden Support aufweist, in dem eine Vielzahl von Aufnahmewalzen
angeordnet ist, daß der Arm auf dem Support zur wahlweisen Bewegung entlang des Supports
angeordnet ist, um den Arm über einer der Aufnahmewalzen zu positionieren, und daß
der Arm auf dem Support zur wahlweisen Schwenkbewegung hin und weg zu bzw. von einer
der Aufnahmewalzen angeordnet ist.
12. Vorrichtung zum automatischen Schneiden einer laufenden Materialbahn und zum Zuführen
ihrer Schnittkante zu einer Aufnahmewalze, um darauf aufgewickelt zu werden, gekennzeichnet
durch:
a) einen Rahmen;
b) einen auf dem Rahmen zur wahlweisen Bewegung in Richtung hin und weg zu bzw. von
der Aufnahmewalze angeordneten Arm;
c) eine auf dem Arm angeordnete Leerlaufwalze, um die das laufende Material geführt
wird;
d eine auf dem Arm im Abstand zur Leerlaufwalze gelagerte, angetriebene Zuführwalze,
wobei die angetriebene Zuführwalze auf dem Arm angeordnet ist, um mit der Aufnahmewalze
in Eingriff zu kommen und damit eine Klemmstelle zu bilden, wenn der Arm in Richtung
der Aufnahmewalze bewegt wird;
e) eine auf dem Arm zwischen der Leerlaufwalze und der angetriebenen Zuführwalze angeordnete
Schneidvorrichtung zum wahlweisen Schneiden des laufenden Materials entlang einer
sich quer zur Richtung seines Laufs erstreckenden Linie und
f) eine in der Nähe von und normalerweise im Abstand zu der Leerlaufwalze angeordnete,
angetriebene Walze, wobei die auf dem Arm angeordnete Leerlauf-. walze wahlweise in
eine Betriebsstellung bewegt werden kann, in der das Material kurz vor dem Schnitt
des laufenden Materials durch die Schneidvorrichtung zwangsläufig zwischen der Leerlaufwalze
und der angetriebenen Walze in Eingriff gebracht wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte angetriebene
Walze auf dem Arm in der Nähe von und im Abstand zu der angetriebenen Zuführwalze
angeordnet ist, um das laufende Material während der Bewegung des Arms in einer seiner
Bewegungsrichtungen zu führen und mitzunehmen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1.2, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebene Zuführwalze
und die angetriebene Einrückwalze auf dem Arm angeordnet sind, um eine vorbestimmte
Bewegungsbahn für das laufende Material dazwischen zu schaffen, die sich in im wesentlichen
vertikaler Richtung zur durch die Zuführwalze und die Aufnahmewalze gebildeten Klemmstelle
befindet, wenn der Arm in eine Position in der Nähe der Aufnahmewalze bewegt wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß Düsen für Strahlen eines
Fluidums an gegenüberliegenden Seiten des laufenden Materials unmittelbar oberhalb
der Schneidvorrichtung angeordnet sind, um die Führung des Materials entlang seiner
vorbestimmten Bewegungsbahn nach dem Schnitt zu unterstützen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen einen Support
einschließt, der sich über einen Bereich erstreckt, in dem eine Vielzahl von Aufnahmewalzen
angeordnet ist, daß der Arm auf dem Support zur wahlweisen Bewegung entlang des Supports
angeordnet ist, um den Arm oberhalb einer der Aufnahmewalzen zu positionieren, und
daß der Arm auf dem Support zur wahlweisen Schwenkbewegung hin und weg zu bzw. von
einer der Aufnahmewalzen angeordnet ist.