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EP 0 136 420 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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10.04.1985 Patentblatt 1985/15 |
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Anmeldetag: 11.07.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F02F 1/42 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
08.08.1983 US 520924
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Anmelder: DEERE & COMPANY |
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Moline, Illinois 61265 (US) |
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Erfinder: |
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- Humke, Albert Louis
Cedar Falls
Iowa 50613 (US)
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Vertreter: Feldmann, Bernhard et al |
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DEERE & COMPANY
European Office
Patent Department D-68140 Mannheim D-68140 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Auslasskanal für den Zylinder einer Brennkraftmaschine |
(57) Der obere Teil des Zylinders einer Brennkraftmaschine ist mit einem Auslaßkanal (10)
versehen, durch den sich der Ventilstößel (24) eines Auslaßventils (20) erstreckt,
das die Einlaßöffnung des Auslaßkanals (10) gegenüber dem Zylinder abdichtet. Der
Auslaßkanal (10) weist einen im wesentlichen kreisrunden Querschnitt auf. Vor und
hinter dem Ventilstößel befindet sich ein in den Auslaßkanal sich erstreckender Strömungsteiler
(36, 40), der für eine annähernd laminare Strömung des austretenden Gases im Bereich
der Durchdringung des Ventilstößels (24) sorgt.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Auslaßkanal für den Zylinder einer Brennkraftmaschine
mit einem unteren Kanalteil, der gegenüber dem oberen Ende des Zylinders mittels eines
Ventils abdichtbar ist, dessen Ventilstößel sich durch den Auslaßkanal erstreckt,
wobei im Bereich der Durchdringungsstelle der Ventilstößel von einer kreisförmigen
Wand umgeben ist, die sich rechtwinklig zum Ventilstößel erstreckt, von der aus der
als Strömungsteiler ausgebildete Wulst mit konvexem Querschnitt sich in Richtung der
Auslaßöffnung des Auslaßkanals erstreckt und allmählich abnimmt.
[0002] Es ist bereits ein Auslaßkanal für den Zylinder einer Brennkraftmaschine der eingangs
aufgeführten Gattung bekannt (US-PS 4 228 653), dessen Querschnitt sich über die gesamte
Länge des Auslaßkanals ständig verändert. Im mittleren Bereich des Auslaßkanals, in
dem die Durchdringung zur Aufnahme des Ventilstößels vorgesehen ist, befinden sich
zwei gegenüberliegende konvexe Erhebungen, die zu einer Querschnittsverminderung des
Auslaßkanals in diesem Bereich führen. Der in der oberen Wand des Auslaßkanals vorgesehene
konvex ausgebildete Teil geht in eine ebene Oberfläche über, die in etwa rechtwinklig
zur Achse des Ventilstößels verläuft. An diese Wand schließt sich eine parallel zur
Achse des Ventilstößels verlaufende Wand an, die in den konkaven Teil des Eingangsteils
des Auslaßkanals übergeht. Hierdurch tritt im Bereich des in den Auslaßkanal eintretenden
Stößels eine erhebliche Verwirbelung des Strömungsmittels auf, so daß eine Wirkungsgradverschlechterung
der Brennkraftmaschine eintritt.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Strömungskanal derart
auszubilden, daß die Strömungsverluste, insbesondere im Bereich des Ventilstößels,
klein gehalten werden können. Diese Aufgabe ist dadurch gelöst worden, daß neben dem
ersten konvexen Strömungsteiler sich von der Wand in Richtung der Einlaßöffnung des
Auslaßkanals ein zweiter konvex ausgebildeter Strömungsteiler erstreckt, dessen Querschnitt
sich in Richtung der Einlaßöffnung allmählich verringert, wobei die den Strömungsteilern
gegenüberliegende Wand im Querschnitt durchgehend konkav ausgebildet ist. Durch die
vorteilhafte Ausbildung und Anordnung des Auslaßkanals in Verbindung mit den beiden
sich in den Auslaßkanal erstreckenden Strömungsteilern wird eine einwandfreie Strömungsführung
des Strömungsmittels gewährleistet, so daß die Verluste infolge der Aufteilung der
beiden Gasströme durch das Ventil und die Strömungsteiler sehr klein gehalten werden
können. Eine günstige Strömungsführung des Strömungsmittels erhält man auch dadurch,
daß der Querschnitt des dem Strömungsteiler gegenüberliegenden Teils des Auslaßkanals
kreisförmig ist. Somit wird über die gesamte Länge des Auslaßkanals eine einwandfreie
Strömung des Strömungsmittels erreicht. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist
es vorteilhaft, daß die beiden Strömungsteiler durch einen dreieckförmigen Einschnitt
unterteilt sind, der durch die eine rechtwinklig zur Achse des Ventilstößels verlaufende
Wand und eine daran anschließende, parallel zur Längsachse des Ventilstößels verlaufende
Wand gebildet ist, und daß eine jede Mittellinie der beiden konvex ausgebildeten Strömungsteiler
in etwa auf je einem Kreisbogen verläuft, wobei beide Kreisbögen ebenfalls durch einen
Kreisbogen verbunden sind.
[0004] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Auslaßkanal einer Brennkraftmaschine,
Fig. 2 - 8 verschiedene Querschnitte entlang den Linien 2 - 2 bis 8 - 8 gemäß
[0005] In der Zeichnung ist mit 10 ein Auslaßkanal einer in der Zeichnung nicht weiter dargestellten
Brennkraftmaschine bezeichnet, der einen unteren Kanalteil 12 aufweist, der mit dem
oberen Ende eines Zylinders 14 der Brennkraftmaschine in Verbindung steht und der
zur Aufnahme eines Ventilsitzes 16 dient. Der Auslaßkanal 10 weist ferner einen oberen
Kanalteil bzw. Auslaßteil 18 auf, der, wie aus Fig. 8 hervorgeht, einen kreisförmigen
Querschnitt aufweist. Ein Auslaßventil 20, das aus einem Ventilteller 22 und einem
Ventilstößel 24 besteht, ist in einer zylindrischen als Bohrung ausgebildeten Ventilführung
26 oszillierend gelagert. Der Ventilteller 22 dichtet den unteren Durchlaßquerschnitt
des Kanalteils 12 in der Stellung gemäß Fig. 1 ab.
[0006] Der untere Kanalteil 12 sowie der obere Kanalteil 18 sind über einen Zwischenkanalteil
28 miteinander verbunden. Der Zwischenkanalteil 28 besteht aus einer oberen Kanalwand
30 und einer unteren Kanalwand 32. Die Zuordnung und Ausbildung der gegenüberliegenden
Kanalwände 30 und 32 ist aus den einzelnen Querschnittdarstellungen in den Figuren
2 bis 8 wiedergegeben. Die untere Kanalwand 32 ist über die gesamte Länge im Querschnitt
konkav ausgebildet. Der Ventilstößel 24 erstreckt sich durch die obere Kanalwand 30
und wird im Bereich der Durchdringungsstelle von einem Wulst bzw. einer Stirnfläche
34 umgeben, der in etwa rechtwinklig zur Achse des Ventilstößels 24 verläuft. Im Bereich
des Wulstes 34 ist die obere Kanalwand 30 konvex ausgebildet, so daß ein nasenförmiger
Teil 30 sich in den Auslaßkanal 10 erstreckt. Durch die sich durch den nasenförmigen
Teil 36 bzw. den Wulst 34 erstreckende Bohrung zur Aufnahme des Ventilstößels 24 bildet
sich eine vertikal verlaufende Wand 38, die sich parallel zur Achse des Ventilstößels
24 erstreckt.
[0007] Die obere Kanalwand 30, die höchste Erhebung des nasenförmigen Teils 36, befindet
sich im Bereich des Ventilstößels 24 und somit des Wulstes 34. Der Querschnitt des
nasenförmigen Teils 36 nimmt in Richtung des unteren Kanalteils 12 allmählich ab und
bildet somit einen Strömungsteiler für das in den Auslaßkanal eintretende Strömungsmittel.
Der Querschnitt des Wulstes 34 und des hierdurch gebildeten nasenförmigen Teils 40
nimmt ebenfalls hinter dem Ventilstößel 24 in Richtung des Auslaßteiles 18 allmählich
ab und bildet einen zweiten Strömungsteiler für das Strömungsmittel. Die stromaufwärts
und stromabwärts liegenden Strömungsteiler bzw. nasenförmigen Teile 36 und 40 dienen
zur Aufteilung des Strömungsmittels im Bereich des Ventilstößels 24, um somit die
Turbulenzen innerhalb des Auslaßkanals 10 zu verringern und einen annähernd laminaren
Strömungsfluß zu gewährleisten. Die nasenförmigen Teile bzw. Strömungsteiler 36 und
40 verursachen ferner eine Querschnittsverminderung des Auslaßkanals 10 im Bereich
des Wulstes 34 bzw. des Ventilstößels 24. Hierdurch werden ebenfalls Strömungsverluste
vermindert. Die besondere Formgebung des Auslaßkanals 10 dient zur Verbesserung des
Strömungsmittelflusses. Der Auslaßkanal 10 kann entweder im Gußteil des Zylinderkopfes
bzw. Zylinderblockes oder in einem Einsteckteil, der beispielsweise aus Nichtmetall
oder Keramik hergestellt ist, vorgesehen werden.
1. Auslaßkanal (10) für den Zylinder einer Brennkraftmaschine mit einem unteren Kanalteil
(12), der gegenüber dem oberen Ende des Zylinders mittels eines Ventils (20) abdichtbar
ist, dessen Ventilstößel (24) sich durch den Auslaßkanal erstreckt, wobei im Bereich
der Durchdringungsstelle der Ventilstößel von einer kreisförmigen Wand umgeben ist,
die sich rechtwinklig zum Ventilstößel erstreckt, von der aus der als Strömungsteiler
ausgebildete Wulst (34) mit konvexem Querschnitt sich in Richtung der Auslaßöffnung
des Auslaßkanals erstreckt und allmählich abnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß neben
dem ersten konvexen Strömungsteiler (40) sich von der Wand in Richtung der Einlaßöffnung
des Auslaßkanals ein zweiter konvex ausgebildeter Strömungsteiler (36) erstreckt,
dessen Querschnitt sich in Richtung der Einlaßöffnung allmählich verringert, wobei
die den Strömungsteilern (36, 40) gegenüberliegende Wand im Querschnitt durchgehend
konkav ausgebildet ist.
2. Auslaßkanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Strömungsteiler
(36, 40) durch einen dreieckförmigen Einschnitt unterteilt sind, der durch die eine
rechtwinklig zur Achse des Ventilstößels (24) verlaufende Wand und eine daran anschließende,
parallel zur Längsachse des Ventilstößels (24) verlaufende Wand (38) gebildet ist.
3. Auslaßkanal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine jede Mittellinie
der beiden konvex ausgebildeten Strömungsteiler (36, 40) in etwa auf je einem Kreisbogen
verläuft, wobei beide Kreisbögen ebenfalls durch einen Kreisbogen verbunden sind.

