(19)
(11) EP 0 029 019 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.04.1985  Patentblatt  1985/17

(21) Anmeldenummer: 80890122.7

(22) Anmeldetag:  15.10.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F02D 1/02, F02D 1/12

(54)

Regelanlage für Brennkraftmaschinen

Control system for internal-combustion engines

Installation de régulation pour moteurs à combustion interne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 16.10.1979 AT 6738/79

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.05.1981  Patentblatt  1981/20

(71) Anmelder: Friedmann & Maier Aktiengesellschaft
A-5400 Hallein bei Salzburg (AT)

(72) Erfinder:
  • Haubenhofer, Max
    A-8010 Graz (AT)

(74) Vertreter: Krause, Walter, Dr. Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Babeluk - Krause, Mariahilfer Gürtel 39/17
1150 Wien
1150 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung, mit einem mechanischen Fliehkraftregler zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die drehzahlabhängige Kraft der Fliehgewichte aufnehmendes Federwerk ein Widerlager besitzt, von dessen Auflagerkraft eine Steuereinrichtung eines Servomotors für eine Hilfseinrichtung betätigbar ist.

    [0002] Eine Regelanlage dieser Art ist z.B. in der SU-A-273 954 beschrieben. Bei dieser bekannten Regelanlage ist der Nachteil gegeben, daß die zusätzliche drehzahlabhängige Steuerung der Hilfseinrichtung über das axial beweglich ausgebildete Widerlager des Federwerks eng mit der eigentlichen Funktion des Drehzahlreglers verknüpft ist und damit in unerwünschter Weise auf die Drehzahlregelung selbst einen Einfluß ausübt.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Regelanlage der genannten Art so auszubilden, daß es mit ihr möglich ist, vom Fliehkraftregler zusätzliche drehzahlabhängige Signale für die Steuerung eines separaten Servomotors für eine Hilfseinrichtung abzuleiten, ohne daß die Regelcharakteristik des Fliehkraftreglers zur Verstellung der Regelstange der Einspritzpumpe praktisch beeinflußt und somit die Betriebssicherheit des Reglers herabgesetzt würde. Beispielsweise soll der Einspritzzeitpunkt der Einspritzpumpe verstellt oder ein komplizierter Angleichvorgang gesteuert werden.

    [0004] Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Widerlager mit einem Arm eines gehäusefest gelagerten, zweiarmigen Hebels in Verbindung steht, dessen anderer Arm auf die Steuereinrichtung wirkt, welche zur Rückführung über zumindest eine Feder mit dem Servomotor in Verbindung ist und daß die axiale Beweglichkeit des Widerlagers durch Anschläge oder durch die selbst als Anschlag wirkenden Schaltkontakte der Steuereinrichtung auf einen sehr kleinen Hub begrenzt ist, oder aber, daß der Servomotor elektrisch betätigt ist, daß die Steuereinrichtung des Servomotors einen Kraftaufnehmer aufweist, der zwischen Widerlager und Gehäuse der Regelanlage angeordnet ist und so einen Anschlag für das Widerlager bildet, und daß der Kraftaufnehmer mit einer elektronischen Steuereinheit der Steuereinrichtung verbunden ist und diese mittels eines elektrischen Signals, welches abhängig von der vom Widerlager ausgeübten Kraft ist, betätigt.

    [0005] Die freie Beweglichkeit des Widerlagers ist also entweder auf einen sehr kleinen Hub begrenzt - womit im Zusammenhang mit der ständigen Rückführung der Steuereinrichtung durch den Servomotor selbst der Eingriff in die Funktion des , Drehzahlreglers eng begrenzt ist - oder aber durch den als Anschlag wirkenden Kraftaufnehmer, der zwischen Widerlager und Gehäuse der Regelanlage angeordnet ist und auf sehr empfindliche und betriebssichere Weise ein, der drehzahlabhängigen Kraft auf das Federwerk entsprechendes, elektrisches Signal erzeugt, von vorne herein behindert, sodaß die eigentliche Funktion des Drehzahlreglers durch die Ableitung der axialen Bewegung des Widerlagers für das Federwerk praktisch nicht beeinflußt wird, was die Betriebssicherheit der gesamten Regelanlage erhöht.

    [0006] Das Federwerk des mechanischen Fliehkraftreglers kann dabei wie bei bekannten Leerlauf-Endreglern ausgebildet sein, und auch eine sogenannte Angleichvorrichtung enthalten, wodurch eine zusätzliche, vom Servomotor angetriebene Angleichvorrichtung nicht notwendig ist.

    [0007] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann, wie insbesonders im Anspruch 3 angeführt, der Servomotor hydraulisch betätigt sein, was große Verstellkräfte und eine relativ einfache Steuerung ermöglicht, und seine Steuereinrichtung über Federkräfte rückführen.

    [0008] Im weiteren ist es besonders vorteilhaft, wenn, wie im Anspruch 4 dargelegt, bei einem elektrisch betätigten Servomotor dieser seine Steuereinrichtung über Federkräfte rückführt, da damit eine ebenfalls mögliche Steuerung jeder drehzahlabhängigen Hilfseinrichtung der Brennkraftmaschine über einen eigenen Servomotor sehr vereinfacht wird.

    [0009] Die bei der Ausführungsform mit dem Kraftaufnehmer vorgesehene elektronische Steuereinheit kann beispielsweise von einem Mikroprozessor gebildet sein, dem weitere Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine, wie z.B. Ladedruck, Außentemperatur, Stellung von Zündschloß, Gashebel oder Regelstange usw. zugeführt und von diesem bei der Steuerung des Servomotors berücksichtigt sind. Der Mikroprozessor erlaubt auf sehr vorteilhafte Weise die Berücksichtigung aller das Betriebsverhalten der Brennkraftmaschine beinflussenden Faktoren nach einem vorgewählten Programm, womit die für den jeweiligen Betriebszustand optimale Einstellung der Hilfseinrichtungen möglich ist.

    [0010] Die elektrisch betätigten Servomotoren können z.B. als Schrittmotoren ausgebildet sein, womit eine genaue und jederzeit reproduzierbare Einstellung der Hilfseinrichtungen vereinfacht und verbessert ist.

    [0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Regelanlage mit hydraulisch betätigtem Servomotor,

    Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel mit einem elektrisch betätigten Servomotor,

    Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel mit einem elektronisch gesteuerten Servomotor, und

    Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, ebenfalls mit elektronisch gesteuertem Servomotor.



    [0012] Gemäß Fig. 1 betätigen die Fliehgewichte 1 des Fliehkraftreglers 2, die an den zweiarmigen Winkelhebeln l' angebracht und auf dem Träger 2' gelagert sind und von der Welle 3 angetrieben werden, über das Spurkugellager 4 die Muffe 5. Das Federwerk 6 des Reglers ist von der Art, wie es bei bekannten Leerlauf-Endreglern Verwendung findet. In einem Widerlager, welches als Patrone 7 ausgebildet und gegenüber dem Gehäuse 11 des Reglers in axialer Richtung beweglich ist, ist eine Leerlauffeder 6' vorgesehen, die sich auf der Muffe 5 einerseits und dem Boden 7' der Patrone 7 andererseits abstützt. Die Patrone 7 enthält auch die Hauptregeifeder 8, sowie einen Federteller 9 und eine Angleichfeder 10.

    [0013] Die von den Fliehgewichten 1 erzeugte Kraft wird über die zweiarmigen Winkelhebel 1' und die Muffe 5 in die Patrone 7 eingeleitet und nicht, wie bei bekannten Reglern üblich, vom Gehäuse 11 des Reglers aufgenommen, sondern über den Ansatz 12' von dem zweiarmigen Hebel 12, der in dem am Gehäuse 11 befestigten Lager 13 gelagert ist, aufgenommen und an den Steuerschieber 14, welcher einen Servomotor 14' steuert, weitergeleitet. Der Hebel 12 ist mit einem über eine Schraube 15 verstellbaren Doppelanschlag 15' in seiner Bewegungsfreiheit begrenzt, womit die freie axiale Bewegung der Patrone 7 gegenüber dem Gehäuse 11 auf einen kleinen Hub beschränkt und damit der Eingriff in das Regelverhalten des Fliehkraftreglers 2 sehr gering ist.

    [0014] Der Steuerschieber 14 wird über eine Auflage 12" vom zweiarmigen Hebel 12 betätigt und ist in der Büchse 16 axial verschiebbar, die mit einem Druckmittelzufluß 16' und Steueröffnungen 17' für die Druckmittelleitung 17 zum Zylinder 21 des hydraulischen Servomotors 14' versehen ist. Der Steuerschieber 14 ist mit Steuerkanten 19 und 20 versehen, welche mit den Steueröffnungen 17' zusammenarbeiten und somit die drehzahlabhängige Betätigung des Arbeitskolbens 18 ermöglichen. Der Arbeitskolben 18 ist im Zylinder 21 geführt, der an seinem im Bilde rechten Ende eine Entlüftungsbohrung 21' aufweist.

    [0015] Der Arbeitskolben 18, der einerseits durch die Feder 22 belastet ist und andererseits vom Druckmittel beaufschlagt wird, kann nach beiden Bewegungsrichtungen eine Arbeitskraft abgeben.

    [0016] Die von den Fliehgewichten 1 erzeugte, drehzahlabhängige Kraft auf die Muffe 5 wird auf den Hebel 12 übertragen und von diesem über die Auflage 12" an den Steuerschieber 14 weitergeleitet. Der Steuerschieber 14 wird von Federn 23 belastet, die eine Kraftkomponente in Achsrichtung des Steuerschiebers erzeugen und die auf den Steuerschieber übertragene Kraft aufnehmen. Die Federn 23 sind an einem Ende an einem Wulst 24 des Topfes 24' und am anderen Ende an einem Innenwulst 24" des Steuerschiebers 14 eingehängt, wobei sich der Topf 24' über einen den Federn 23 gegenüberliegenden zentral befestigten Stift 25 in einer Bohrung 26 des Arbeitskolbens 18 frei abstützt.

    [0017] Wird das Gleichgewicht der Kräfte am Steuerschieber 14 durch eine vom Fliehkraftregler 2 bedingte Änderung der Position des Hebels gestört, so erfolgt eine Auslenkung des Steuerschiebers 14 innerhalb des vom Doppelanschlag 15' begrenzten Weges, wodurch die Steuerkanten 19 und 20 die Druckmittelleitung 17 bzw. die Steueröffnungen 17' entweder mit dem Druckmittelzufluß 16' oder mit dem Abfluß 16" verbinden. Dadurch verschiebt sich der Arbeitskolben 18 in der Weise, daß über die Federn 23 das Gleichgewicht der Kräfte am Steuerschieber 14 bei Abdeckung der Steueröffnungen 17' durch den Steuerschieber 14 wieder hergestellt wird.

    [0018] Die Ableitung der Verstellkraft vom Arbeitskolben 18 des Servomotors 14' erfolgt über einen zweiarmigen Hebel 27, der in eine Nut 28 des Arbeitskolbens eingreift, an einem am Gehäuse angebrachten Lager 29 schwenkbar gelagert ist und eine Verstellstange 30 in deren Längsrichtung verschiebt.

    [0019] Die unmittelbare Ableitung der Regelkraft vom Fliehkraftregler 2 geschieht in üblicher Weise über einen in der Ringnut 31 der Muffe 5 eingreifenden zweiarmigen Reglerhebel 32. Dieser ist auf einer Exzenterwelle 33 gelagert und überträgt die drehzahlabhängigen Bewegungen der Reglermuffe 5 über das Reglergestänge 34 auf die Regelstange 35 einer nicht dargestellten Einspritzpumpe. Ebenfalls auf der Exzenterwelle 33 ist der Bedienungshebel 36 für die Steuerung der gewünschten Einspritzpumpe angeordnet.

    [0020] Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 unterscheidet sich von dem nach der Fig. 1 dadurch, daß das Federwerk 37 des Fliehkraftreglers 38 keine eigene Angleichvorrichtung besitzt, sondern der Servomotor 39 über eine eigene Nocke 70 eine sogenannte Plus-Minus-Angleichung betätigt. Weiters wird hier der Servomotor 39 elektrisch angetrieben. Die Fliehgewichte 40 des Fliehkraftreglers 38 sind über Winkelhebel 40' am Trager 41 gelagert und werden über die Welle 42 von der Brennkraftmaschine angetrieben. Die Bewegung der Fliehgewichte 40 wird über die Winkelhebel und das Spurkugellager 43 auf eine Muffe 44 übertragen, welche an dem dem Kugellager 43 gegenüberliegenden Ende einen mittels eines Stiftes 46 befestigten Federteller 45 aufweist. Eine Leerlauffeder 47 belastet einerseits den Federteller 45 und ist am anderen Ende an der ein Widerlager bildenden Patrone 48, welche auch die am Federteller 50 anliegende Hauptregelfeder 49 enthält, abgestützt.

    [0021] Die Patrone 48 ist wiederum in axialer Richtung beweglich im Gehäuse 51 gelagert und überträgt die von der Muffe 44 in das Federwerk 37 eingeleitete drehzahlabhängige Kraft auf einen zweiarmigen Hebel 52, welcher in dem am Gehäuse 51 angeordneten Lager 53 schwenkbar gelagert ist.

    [0022] Der Hebel 52 trägt an seinem anderen Ende eine Schaltkappe 55, die mit dem Hebel isoliert verbunden ist und über die Schaltkontakte 56 und 57 die elektrische Versorgungsleitung 58 mit den jeweiligen Anschlüssen am Elektromotor 59 verbindet. Der Elektromotor 59 bewegt über ein Getriebe 60 die Spindel 61, auf welcher eine Mutter 62 angeordnet ist, die durch einen in einer axialen Nut 64 am Gehäuse laufenden Stift 63 drehgesichert ist.

    [0023] Der mit den Schaltkontakten 56 und 57 zusammenwirkende zweiarmige Hebel 52 wird über einen im Gehäuse 51' axial verschiebbar gelagerten Federteller 54 an der Auflage 52' von den Federn 65 und 66, die abhängig vom Verstellweg der Mutter 62 nacheinander auf dem Federteller 54 zur Anlage kommen, belastet.

    [0024] Die Ableitung der Regelkraft vom Servomotor 39 geschieht über einen in die Ausnehmung 67 der Mutter 62 eingreifenden Hebel 68, welcher die Bewegung der Mutter 62 auf eine Welle 69 überträgt. Diese Welle weist eine Steuernocke 70 auf, die zur Steuerung des Angleichvorganges dient.

    [0025] Da die auf die das Widerlager für das Federwerk bildende Patrone des Drehzahlreglers und damit auf die Steuereinrichtung des Servomotors übertragene drehzahlproportionale Kraft, herrührend von der Masse der Fliehgewichte, vom Quadrat der Drehzahl abhängig ist, erweist es sich als zweckmäßig, entweder eine Federkombination bzw. Anordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, welche dieses quadratische Gesetz nahezu volkommen berücksichtigt, vorzusehen, oder aber wenigstens eine Kombination von zwei Federn gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 vorzusehen, mit welcher zumindest eine Dehnung der Verstellweg/Drehzahl-Kennlinie des Servomotors bzw. der Mutter 62 im unteren Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine möglich ist.

    [0026] Die drehzahlabhängige Bewegung der Reglermuffe 44 des Fliehkraftreglers 38 in Fig. 2 wird von der Hilfsmuffe 71 aufgenommen, welche eine Ringnut 72 aufweist, über die ein Reglerhebel 73 betätigt wird. Dieser stützt sich an seinem anderen Ende 74 bei voller Einspritzmenge der nicht dargestellten Einspritzpumpe auf die Steuernocke '70 ab und betätigt über eine Stange 75 die Regelstange 76 zur Verstellung der Einspritzmenge.

    [0027] Die Hilfsmuffe 71 wird von einer Feder 77 belastet, welche sich am anderen Ende an der der Leerlauffeder 47 gegenüberliegenden Seite des Federtellers 45 abstützt und die Hilfsmuffe 71 bei denjenigen Einspritzmengen, bei denen noch keine Berührung des Endes 74 des Reglerhebels 73 mit der Steuernocke 70 gegeben ist, gegen die Schulter 78 der Muffe 44 drückt.

    [0028] Bei der Ausführungsvariante der Erfindung nach Fig. 3 entspricht die Anordnung der eigentlichen Fliehkraftreglers 79 wieder der bereits zu Fig. 1 besprochenen. Die auf dem Träger 83 über die Winkelhebel 83' verschwenkbar gelagerten Fliehgewichte 82 werden über eine Welle 84 von der nicht näher dargestellten Brennkraftmaschine angetrieben und betätigen über ein Spurkugellager 85 die Muffe 86. Die Leerlauffeder 87 und die Hauptregelfeder 89 sind in beschriebener Weise in der das Widerlager bildenden, gegenüber dem Gehäuse 91 axial beweglichen Patrone 88 angeordnet und von der Muffe 86 belastbar. Wie bei der Ausführung nach Fig. 2 ist auch hier keine Angleichvorrichtung in der Patrone vorgesehen; die Hauptlagerfeder 89 stützt sich unmittelbar auf dem Federteller 90 ab.

    [0029] Die in die Patrone 88 eingeleitete drehzahlabhängige Kraft wird über einen elektrischen Kraftaufnehmer 92 an die Gehäusepartie 93 des Gehäuses 91 abgegeben. Der Kraftaufnehmer 92 kann z.B. ein geeignet angeordneter Dehnmeßstreifen, ein piezoelektrischer Quarz oder eine ähnliche Einrichtung sein und stellt auch gleichzeitig einen Anschlag, welcher eine nur geringfügige axiale Bewegung der Patrone 88 ermöglicht, dar.

    [0030] Das drehzahlabhängige elektrische Signal des Kraftaufnehmers 92 wird über Ableitungen 81 einem Mikroprozessor 94 zugeführt, welcher weitere Eingänge 80 besitzt, mittels derer zusätzliche Parameter zur Steuerung des Servomotors 94' berücksichtigt werden können. Solche Parameter sind beispielsweise der Ladeluftdruck, die Außentemperatur, die Temperatur der Brennkraftmaschine bzw. ihrer Brennraumwand, die Stellung des Zündschlosses oder des Bedienungsgestänges, die Position der Regelstange der Einspritzpumpe usw. Der Mikroprozessor 94 setzt diese Parameter nach einem vorbestimmten Programm zusammen und regelt den elektrischen Strom für den Stellmotor 95. Dieser betätigt über eine Welle 96 und eine Schnecke 97 ein Schneckenrad 98, welches mittels eines Gewindes 99 die gegen Drehung gesicherte Regelstange 100 der nicht dargestellten Einspritzpumpe in ihrer Position verschieben kann.

    [0031] Die Muffe 86 des Fliehkraftreglers 79 weist eine Ringnut 101 auf, in welche der auf der Exzenterwelle 103 gelagerte zweiarmige Reglerhebel 102 eingreift, der über ein Reglergestänge 104' die Verbindung zwischen der drehzahlabhängig bewegten Muffe 86 und dem Schneckenrad 98 und damit der Regelstange 100, herstellt.

    [0032] Der Mikroprozessor 94 kann natürlich ohne weiters zusätzliche Ausgänge zur Steuerung weiterer Stellmotoren besitzen, womit z.B. die Verstellung des Einspritzzeitpunktes der Brennkraftmaschine erfolgen kann.

    [0033] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich von dem in der Fig. 3 nur dadurch, daß die Muffe 105 des Fliehkraftreglers 104 gegenüber dem Gehäuse 105' drehgesichert ist und die Schnecke 106 des nicht dargestellten Stellmotors auf ein als Hilfsmuffe wirkendes Schneckenrad 107 einwirkt, welches auf einer Gewindestange 108 der Muffe 105 verdrehbar ist. Die Einleitung der drehzahiabhängigen Kraft in das Federwerk erfolgt über den Federteller 111, welcher mit dem Stift 112 auf der Gewindestange 108 befestigt ist. Der zweiarmige Reglerhebel 110 wirkt mit der Ringnut 109 des Schneckenrades 107 zusammen, wodurch auch hier eine Mikroprozessor gesteuerte Angleichung gegeben ist.


    Ansprüche

    1. Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung, mit einem mechanischen Fliehkraftregler (2; 38) zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die drehzahlabhängige Kraft der Fliehgewichte (1; 40) aufnehmendes Federwerk (6; 37) ein axial bewegliches Widerlager (7; 48) besitzt, von dessen Auflagerkraft eine Steuerein- , richtung eines Servomotors (14'; 39) für eine Hilfseinrichtung betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (7; 48) mit einem Arm eines gehäusefest gelagerten, zweiarmigen Hebels (12; 52) in Verbindung steht, dessen anderer Arm auf die Steuereinrichtung wirkt, welche zur Rückführung über zumindest eine Feder (23; 65) mit dem Servomotor (14'; 39) in Verbindung ist und daß die axiale Beweglichkeit des Widerlagers (7; 48) durch Anschläge (15') oder durch die selbst als Anschlag wirkenden Schaltkontakte der Steuereinrichtung (55, 56, 57) auf einen sehr kleinen Hub begrenzt ist.
     
    2. Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung, mit einem mechanischen Fliehkraftregler (79; 104) zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die drehzahlabhängige Kraft der Fliehgewichte (82) aufnehmendes Federwerk (87, 89) ein Widerlager (88) besitzt, von dessen Auflagerkraft eine Steuereinrichtung eines Servomotors (94') für eine Hilfseinrichtung betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Servomotor (94') elektrisch betätigt ist, daß die Steuereinrichtung des Servomotors (94') einen Kraftaufnehmer (92) aufweist, der zwischen Widerlager (88) und Gehäuse (93) der Regelanlage angeordnet ist und so einen Anschlag für das Widerlager (88) bildet, und daß der Kraftaufnehmer (92) mit einer elektronischen Steuereinheit (94) der Steuereinrichtung verbunden ist und diese mittels eines elektrischen Signals, welches abhängig von der vom Widerlager (88) ausgeübten Kraft ist, betätigt.
     
    3. Regelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem hydraulischen Servomotor (14') die Steuereinrichtung einen Steuerschieber (14) für eine Druckmittelleitung (17) aufweist, der einerseits vom zweiarmigen Hebel (12) betätigt ist und an dem andererseits Federn (23) angreifen, die eine Kraftkomponente in Achsrichtung des Steuerschiebers (14) erzeugen und die auf den Steuerschieber (14) übertragene Kraft aufnehmen und zwecks Rückführung der Auslenkung des Steuerschiebers (14) am Arbeitskolben (18) des Servomotors abgestützt sind.
     
    4. Regelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem elektrisch betätigten Servomotor (39) der zweiarmige Hebel (52) an der dem Widerlager (48) abgewandten Seite von einer Feder (65) belastet ist und eine Schaltkappe (55) trägt, die über Schaltkontakte (56, 57) eine elektrische Versorgungsleitung (58) mit Anschlüssen an einem Elektromotor (59) des Servomotors (39) verbindet, und wobei zwecks Rückführung der Auslenkung des zweiarmigen Hebels (52) das diesem abgewendeten Ende der Feder (65) auf einer gegen Verdrehung gesicherten und vom Elektromotor (59) axial verschiebbaren Schraubmutter (62) abgestützt ist.
     


    Revendications

    1. Installation de réglage pour moteurs à combustion interne à injection de carburant, comportant un régulateur centrifuge mécanique (2, 38) pour le réglage de la quantité injectée où le mouvement élastique (6, 37) recevant la force, fonction de la vitesse de rotation, des masselottes (1, 40) possède une butée (7, 48) mobile axialement, dont la force de poussée peut actionner un dispositif de commande d'un servo-moteur (14', 39) destiné à un dispositif auxiliaire, caractérisée en ce que la butée (7, 48) est en liaison avec un bras d'un levier à deux bras (12, 52) monté fixe sur le carter dont l'autre bras agit sur un dispositif de commande qui est en communication avec le servo-moteur (14', 39) pour le retour en arrière, par l'intermédiaire d'au moins un ressort (23, 65), et que la mobilité axiale de la butée (7, 48) est limitée par des butées (15') ou par les contacts de commutation eux-mêmes, agissant comme butées, du dispositif de commande (55, 56, 57), à une course très courte.
     
    2. Installation de réglage pour moteurs à combustion interne à injection de carburant comportant un régulateur centrifuge (79, 104) mécanique pour la régulation de la quantité à injecter où le mouvement élastique (87, 89) recevant la force, fonction de la vitesse de rotation des masselottes (82), possède une butée (88) dont la force de poussée peut actionner un dispositif de commande d'un servomoteur (94') destiné à un dispositif auxiliaire, caractérisé en ce que le servo- moteur (94') comporte un transducteur de force (92), qui est disposé entre une butée (88) et un carter (93) de l'installation de réglage, et forme ainsi un arrêt pour la butée (88), et que le transducteur de force (92) est relié avec une unité de commande électronique (94) du dispositif de commande et actionne ce dernier au moyen d'un signal électrique qui dépend de la force exercée par la butée (88).
     
    3. Installation de réglage suivant la revendication 1, caractérisée en ce qu'avec un servo- moteur hydraulique (14') le dispositif de commande comporte un tiroir de commande (14) d'une conduite de fluide sous pression (17) qui est actionné, d'une part, par un levier à deux bras et sur lequel agissent, d'autre part, des ressorts (23), qui produisent une composante de forces dans le sens de l'axe du tiroir de commande (14) et absorbent la force transmise sur ce tiroir (14) de commande et s'appuient sur le piston moteur (18) du servo-moteur pour le retour en arrière de la déviation du tiroir de commande (14).
     
    4. Installation de réglage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, si le servo-moteur est mû électriquement (39), le levier à deux bras (52) est sollicité par un ressort (65) vers le côté qui est à l'opposé de la butée (48), et porte un chapeau de commutation (55) qui relie, au moyen de contacts de commutation (56, 57), un conducteur (58) électrique d'alimentation avec des raccords d'un moteur électrique (59) du servo-moteur (39) et pendant que, pour le retour en arrière de la déviation du levier à deux bras (52), il s'appuie, à cette extrémité du ressort (65) sur un écrou (62) mobile axialement sous l'action du moteur électrique (59) et bloqué contre toute rotation.
     


    Claims

    1. A control system for an internal combustion engine with fuel injection, comprising a mechanical centrifugal governor (2; 38) controlling the volume offuel injected, whose spring mechanism (6; 37) balancing the speed-dependent force of the flyweights (1; 40) is provided with an axially movable support (7; 48), the reaction force of which is employed to activate a control mechanism of a servomotor (14'; 39) for an auxiliary assembly, wherein said support (7; 48) is connected to one of the arms of a two-armed lever (12; 52) whose pivot is fixed relative to the engine housing and whose other arm is acting upon said control mechanism which is connected with said servomotor (14'; 39) via one or more restoring springs (23; 65), and wherein axial movability of said support (7; 48) is limited to a very small range by means of stops (15') or by the contacts (55, 56, 57) of said control mechanism themselves acting as stops.
     
    2. A control system for an internal combustion engine with fuel injection, comprising a mechanical centrifugal governor (79; 104) controlling the volume of fuel injected, whose spring mechanism (87, 89) balancing the speed-dependent force of the flyweights (82) is provided with a support (88) the reaction force of which is employed to activate a control mechanism of a servomotor (94') for an auxiliary assembly, wherein said servomotor (94') is actuated electrically, and wherein said control mechanism of said servomotor (94') is provided with a force pick-up (92) which is located between support (88) and housing (93) of said control system, thus acting as a stop for said support (88), and wherein said force pick-up (92) is connected with an electronic control unit (94) of said control system which itwill actuate by means of an electric signal depending on the force exerted by said support (88).
     
    3. A control system as in claim 1, wherein the control mechanism of a hydraulic servomotor (14') has a slide valve (14) for a pressure medium line (17), which valve is actuated by the two-armed lever (12) in addition to being loaded by springs (23) which will generate a force component along the axis of said slide valve (14) and will compensate the force transmitted to said slide valve (14), and which rest against the working piston (18) of said servomotor in order to restore the position of said slide valve (14).
     
    4. A control system as in claim 1, wherein the two-armed lever (52) of an electrically actuated servo unit (39) is loaded by a spring (65) on the side away from the support (48), and is carrying a contact cap (55) connecting via contacts (56, 57) a power supply line (58) with the terminals of an electric motor (59) of said servo unit (39), and wherein, in order to restore the position of said two-armed lever (52), the end of said spring (65) facing away from said lever is supported by a nut (62) which is secured against turning and is axially movable by said electric motor (59).
     




    Zeichnung