[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung,
mit einem mechanischen Fliehkraftregler zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die
drehzahlabhängige Kraft der Fliehgewichte aufnehmendes Federwerk ein Widerlager besitzt,
von dessen Auflagerkraft eine Steuereinrichtung eines Servomotors für eine Hilfseinrichtung
betätigbar ist.
[0002] Eine Regelanlage dieser Art ist z.B. in der SU-A-273 954 beschrieben. Bei dieser
bekannten Regelanlage ist der Nachteil gegeben, daß die zusätzliche drehzahlabhängige
Steuerung der Hilfseinrichtung über das axial beweglich ausgebildete Widerlager des
Federwerks eng mit der eigentlichen Funktion des Drehzahlreglers verknüpft ist und
damit in unerwünschter Weise auf die Drehzahlregelung selbst einen Einfluß ausübt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Regelanlage der genannten Art so
auszubilden, daß es mit ihr möglich ist, vom Fliehkraftregler zusätzliche drehzahlabhängige
Signale für die Steuerung eines separaten Servomotors für eine Hilfseinrichtung abzuleiten,
ohne daß die Regelcharakteristik des Fliehkraftreglers zur Verstellung der Regelstange
der Einspritzpumpe praktisch beeinflußt und somit die Betriebssicherheit des Reglers
herabgesetzt würde. Beispielsweise soll der Einspritzzeitpunkt der Einspritzpumpe
verstellt oder ein komplizierter Angleichvorgang gesteuert werden.
[0004] Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Widerlager mit einem Arm
eines gehäusefest gelagerten, zweiarmigen Hebels in Verbindung steht, dessen anderer
Arm auf die Steuereinrichtung wirkt, welche zur Rückführung über zumindest eine Feder
mit dem Servomotor in Verbindung ist und daß die axiale Beweglichkeit des Widerlagers
durch Anschläge oder durch die selbst als Anschlag wirkenden Schaltkontakte der Steuereinrichtung
auf einen sehr kleinen Hub begrenzt ist, oder aber, daß der Servomotor elektrisch
betätigt ist, daß die Steuereinrichtung des Servomotors einen Kraftaufnehmer aufweist,
der zwischen Widerlager und Gehäuse der Regelanlage angeordnet ist und so einen Anschlag
für das Widerlager bildet, und daß der Kraftaufnehmer mit einer elektronischen Steuereinheit
der Steuereinrichtung verbunden ist und diese mittels eines elektrischen Signals,
welches abhängig von der vom Widerlager ausgeübten Kraft ist, betätigt.
[0005] Die freie Beweglichkeit des Widerlagers ist also entweder auf einen sehr kleinen
Hub begrenzt - womit im Zusammenhang mit der ständigen Rückführung der Steuereinrichtung
durch den Servomotor selbst der Eingriff in die Funktion des , Drehzahlreglers eng
begrenzt ist - oder aber durch den als Anschlag wirkenden Kraftaufnehmer, der zwischen
Widerlager und Gehäuse der Regelanlage angeordnet ist und auf sehr empfindliche und
betriebssichere Weise ein, der drehzahlabhängigen Kraft auf das Federwerk entsprechendes,
elektrisches Signal erzeugt, von vorne herein behindert, sodaß die eigentliche Funktion
des Drehzahlreglers durch die Ableitung der axialen Bewegung des Widerlagers für das
Federwerk praktisch nicht beeinflußt wird, was die Betriebssicherheit der gesamten
Regelanlage erhöht.
[0006] Das Federwerk des mechanischen Fliehkraftreglers kann dabei wie bei bekannten Leerlauf-Endreglern
ausgebildet sein, und auch eine sogenannte Angleichvorrichtung enthalten, wodurch
eine zusätzliche, vom Servomotor angetriebene Angleichvorrichtung nicht notwendig
ist.
[0007] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann, wie insbesonders im Anspruch 3
angeführt, der Servomotor hydraulisch betätigt sein, was große Verstellkräfte und
eine relativ einfache Steuerung ermöglicht, und seine Steuereinrichtung über Federkräfte
rückführen.
[0008] Im weiteren ist es besonders vorteilhaft, wenn, wie im Anspruch 4 dargelegt, bei
einem elektrisch betätigten Servomotor dieser seine Steuereinrichtung über Federkräfte
rückführt, da damit eine ebenfalls mögliche Steuerung jeder drehzahlabhängigen Hilfseinrichtung
der Brennkraftmaschine über einen eigenen Servomotor sehr vereinfacht wird.
[0009] Die bei der Ausführungsform mit dem Kraftaufnehmer vorgesehene elektronische Steuereinheit
kann beispielsweise von einem Mikroprozessor gebildet sein, dem weitere Betriebskenngrößen
der Brennkraftmaschine, wie z.B. Ladedruck, Außentemperatur, Stellung von Zündschloß,
Gashebel oder Regelstange usw. zugeführt und von diesem bei der Steuerung des Servomotors
berücksichtigt sind. Der Mikroprozessor erlaubt auf sehr vorteilhafte Weise die Berücksichtigung
aller das Betriebsverhalten der Brennkraftmaschine beinflussenden Faktoren nach einem
vorgewählten Programm, womit die für den jeweiligen Betriebszustand optimale Einstellung
der Hilfseinrichtungen möglich ist.
[0010] Die elektrisch betätigten Servomotoren können z.B. als Schrittmotoren ausgebildet
sein, womit eine genaue und jederzeit reproduzierbare Einstellung der Hilfseinrichtungen
vereinfacht und verbessert ist.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Regelanlage mit hydraulisch betätigtem Servomotor,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel mit einem elektrisch betätigten Servomotor,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel mit einem elektronisch gesteuerten Servomotor, und
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, ebenfalls mit elektronisch
gesteuertem Servomotor.
[0012] Gemäß Fig. 1 betätigen die Fliehgewichte 1 des Fliehkraftreglers 2, die an den zweiarmigen
Winkelhebeln l' angebracht und auf dem Träger 2' gelagert sind und von der Welle 3
angetrieben werden, über das Spurkugellager 4 die Muffe 5. Das Federwerk 6 des Reglers
ist von der Art, wie es bei bekannten Leerlauf-Endreglern Verwendung findet. In einem
Widerlager, welches als Patrone 7 ausgebildet und gegenüber dem Gehäuse 11 des Reglers
in axialer Richtung beweglich ist, ist eine Leerlauffeder 6' vorgesehen, die sich
auf der Muffe 5 einerseits und dem Boden 7' der Patrone 7 andererseits abstützt. Die
Patrone 7 enthält auch die Hauptregeifeder 8, sowie einen Federteller 9 und eine Angleichfeder
10.
[0013] Die von den Fliehgewichten 1 erzeugte Kraft wird über die zweiarmigen Winkelhebel
1' und die Muffe 5 in die Patrone 7 eingeleitet und nicht, wie bei bekannten Reglern
üblich, vom Gehäuse 11 des Reglers aufgenommen, sondern über den Ansatz 12' von dem
zweiarmigen Hebel 12, der in dem am Gehäuse 11 befestigten Lager 13 gelagert ist,
aufgenommen und an den Steuerschieber 14, welcher einen Servomotor 14' steuert, weitergeleitet.
Der Hebel 12 ist mit einem über eine Schraube 15 verstellbaren Doppelanschlag 15'
in seiner Bewegungsfreiheit begrenzt, womit die freie axiale Bewegung der Patrone
7 gegenüber dem Gehäuse 11 auf einen kleinen Hub beschränkt und damit der Eingriff
in das Regelverhalten des Fliehkraftreglers 2 sehr gering ist.
[0014] Der Steuerschieber 14 wird über eine Auflage 12" vom zweiarmigen Hebel 12 betätigt
und ist in der Büchse 16 axial verschiebbar, die mit einem Druckmittelzufluß 16' und
Steueröffnungen 17' für die Druckmittelleitung 17 zum Zylinder 21 des hydraulischen
Servomotors 14' versehen ist. Der Steuerschieber 14 ist mit Steuerkanten 19 und 20
versehen, welche mit den Steueröffnungen 17' zusammenarbeiten und somit die drehzahlabhängige
Betätigung des Arbeitskolbens 18 ermöglichen. Der Arbeitskolben 18 ist im Zylinder
21 geführt, der an seinem im Bilde rechten Ende eine Entlüftungsbohrung 21' aufweist.
[0015] Der Arbeitskolben 18, der einerseits durch die Feder 22 belastet ist und andererseits
vom Druckmittel beaufschlagt wird, kann nach beiden Bewegungsrichtungen eine Arbeitskraft
abgeben.
[0016] Die von den Fliehgewichten 1 erzeugte, drehzahlabhängige Kraft auf die Muffe 5 wird
auf den Hebel 12 übertragen und von diesem über die Auflage 12" an den Steuerschieber
14 weitergeleitet. Der Steuerschieber 14 wird von Federn 23 belastet, die eine Kraftkomponente
in Achsrichtung des Steuerschiebers erzeugen und die auf den Steuerschieber übertragene
Kraft aufnehmen. Die Federn 23 sind an einem Ende an einem Wulst 24 des Topfes 24'
und am anderen Ende an einem Innenwulst 24" des Steuerschiebers 14 eingehängt, wobei
sich der Topf 24' über einen den Federn 23 gegenüberliegenden zentral befestigten
Stift 25 in einer Bohrung 26 des Arbeitskolbens 18 frei abstützt.
[0017] Wird das Gleichgewicht der Kräfte am Steuerschieber 14 durch eine vom Fliehkraftregler
2 bedingte Änderung der Position des Hebels gestört, so erfolgt eine Auslenkung des
Steuerschiebers 14 innerhalb des vom Doppelanschlag 15' begrenzten Weges, wodurch
die Steuerkanten 19 und 20 die Druckmittelleitung 17 bzw. die Steueröffnungen 17'
entweder mit dem Druckmittelzufluß 16' oder mit dem Abfluß 16" verbinden. Dadurch
verschiebt sich der Arbeitskolben 18 in der Weise, daß über die Federn 23 das Gleichgewicht
der Kräfte am Steuerschieber 14 bei Abdeckung der Steueröffnungen 17' durch den Steuerschieber
14 wieder hergestellt wird.
[0018] Die Ableitung der Verstellkraft vom Arbeitskolben 18 des Servomotors 14' erfolgt
über einen zweiarmigen Hebel 27, der in eine Nut 28 des Arbeitskolbens eingreift,
an einem am Gehäuse angebrachten Lager 29 schwenkbar gelagert ist und eine Verstellstange
30 in deren Längsrichtung verschiebt.
[0019] Die unmittelbare Ableitung der Regelkraft vom Fliehkraftregler 2 geschieht in üblicher
Weise über einen in der Ringnut 31 der Muffe 5 eingreifenden zweiarmigen Reglerhebel
32. Dieser ist auf einer Exzenterwelle 33 gelagert und überträgt die drehzahlabhängigen
Bewegungen der Reglermuffe 5 über das Reglergestänge 34 auf die Regelstange 35 einer
nicht dargestellten Einspritzpumpe. Ebenfalls auf der Exzenterwelle 33 ist der Bedienungshebel
36 für die Steuerung der gewünschten Einspritzpumpe angeordnet.
[0020] Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 unterscheidet sich von dem nach der Fig.
1 dadurch, daß das Federwerk 37 des Fliehkraftreglers 38 keine eigene Angleichvorrichtung
besitzt, sondern der Servomotor 39 über eine eigene Nocke 70 eine sogenannte Plus-Minus-Angleichung
betätigt. Weiters wird hier der Servomotor 39 elektrisch angetrieben. Die Fliehgewichte
40 des Fliehkraftreglers 38 sind über Winkelhebel 40' am Trager 41 gelagert und werden
über die Welle 42 von der Brennkraftmaschine angetrieben. Die Bewegung der Fliehgewichte
40 wird über die Winkelhebel und das Spurkugellager 43 auf eine Muffe 44 übertragen,
welche an dem dem Kugellager 43 gegenüberliegenden Ende einen mittels eines Stiftes
46 befestigten Federteller 45 aufweist. Eine Leerlauffeder 47 belastet einerseits
den Federteller 45 und ist am anderen Ende an der ein Widerlager bildenden Patrone
48, welche auch die am Federteller 50 anliegende Hauptregelfeder 49 enthält, abgestützt.
[0021] Die Patrone 48 ist wiederum in axialer Richtung beweglich im Gehäuse 51 gelagert
und überträgt die von der Muffe 44 in das Federwerk 37 eingeleitete drehzahlabhängige
Kraft auf einen zweiarmigen Hebel 52, welcher in dem am Gehäuse 51 angeordneten Lager
53 schwenkbar gelagert ist.
[0022] Der Hebel 52 trägt an seinem anderen Ende eine Schaltkappe 55, die mit dem Hebel
isoliert verbunden ist und über die Schaltkontakte 56 und 57 die elektrische Versorgungsleitung
58 mit den jeweiligen Anschlüssen am Elektromotor 59 verbindet. Der Elektromotor 59
bewegt über ein Getriebe 60 die Spindel 61, auf welcher eine Mutter 62 angeordnet
ist, die durch einen in einer axialen Nut 64 am Gehäuse laufenden Stift 63 drehgesichert
ist.
[0023] Der mit den Schaltkontakten 56 und 57 zusammenwirkende zweiarmige Hebel 52 wird über
einen im Gehäuse 51' axial verschiebbar gelagerten Federteller 54 an der Auflage 52'
von den Federn 65 und 66, die abhängig vom Verstellweg der Mutter 62 nacheinander
auf dem Federteller 54 zur Anlage kommen, belastet.
[0024] Die Ableitung der Regelkraft vom Servomotor 39 geschieht über einen in die Ausnehmung
67 der Mutter 62 eingreifenden Hebel 68, welcher die Bewegung der Mutter 62 auf eine
Welle 69 überträgt. Diese Welle weist eine Steuernocke 70 auf, die zur Steuerung des
Angleichvorganges dient.
[0025] Da die auf die das Widerlager für das Federwerk bildende Patrone des Drehzahlreglers
und damit auf die Steuereinrichtung des Servomotors übertragene drehzahlproportionale
Kraft, herrührend von der Masse der Fliehgewichte, vom Quadrat der Drehzahl abhängig
ist, erweist es sich als zweckmäßig, entweder eine Federkombination bzw. Anordnung
gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, welche dieses quadratische Gesetz nahezu
volkommen berücksichtigt, vorzusehen, oder aber wenigstens eine Kombination von zwei
Federn gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 vorzusehen, mit welcher zumindest
eine Dehnung der Verstellweg/Drehzahl-Kennlinie des Servomotors bzw. der Mutter 62
im unteren Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine möglich ist.
[0026] Die drehzahlabhängige Bewegung der Reglermuffe 44 des Fliehkraftreglers 38 in Fig.
2 wird von der Hilfsmuffe 71 aufgenommen, welche eine Ringnut 72 aufweist, über die
ein Reglerhebel 73 betätigt wird. Dieser stützt sich an seinem anderen Ende 74 bei
voller Einspritzmenge der nicht dargestellten Einspritzpumpe auf die Steuernocke '70
ab und betätigt über eine Stange 75 die Regelstange 76 zur Verstellung der Einspritzmenge.
[0027] Die Hilfsmuffe 71 wird von einer Feder 77 belastet, welche sich am anderen Ende an
der der Leerlauffeder 47 gegenüberliegenden Seite des Federtellers 45 abstützt und
die Hilfsmuffe 71 bei denjenigen Einspritzmengen, bei denen noch keine Berührung des
Endes 74 des Reglerhebels 73 mit der Steuernocke 70 gegeben ist, gegen die Schulter
78 der Muffe 44 drückt.
[0028] Bei der Ausführungsvariante der Erfindung nach Fig. 3 entspricht die Anordnung der
eigentlichen Fliehkraftreglers 79 wieder der bereits zu Fig. 1 besprochenen. Die auf
dem Träger 83 über die Winkelhebel 83' verschwenkbar gelagerten Fliehgewichte 82 werden
über eine Welle 84 von der nicht näher dargestellten Brennkraftmaschine angetrieben
und betätigen über ein Spurkugellager 85 die Muffe 86. Die Leerlauffeder 87 und die
Hauptregelfeder 89 sind in beschriebener Weise in der das Widerlager bildenden, gegenüber
dem Gehäuse 91 axial beweglichen Patrone 88 angeordnet und von der Muffe 86 belastbar.
Wie bei der Ausführung nach Fig. 2 ist auch hier keine Angleichvorrichtung in der
Patrone vorgesehen; die Hauptlagerfeder 89 stützt sich unmittelbar auf dem Federteller
90 ab.
[0029] Die in die Patrone 88 eingeleitete drehzahlabhängige Kraft wird über einen elektrischen
Kraftaufnehmer 92 an die Gehäusepartie 93 des Gehäuses 91 abgegeben. Der Kraftaufnehmer
92 kann z.B. ein geeignet angeordneter Dehnmeßstreifen, ein piezoelektrischer Quarz
oder eine ähnliche Einrichtung sein und stellt auch gleichzeitig einen Anschlag, welcher
eine nur geringfügige axiale Bewegung der Patrone 88 ermöglicht, dar.
[0030] Das drehzahlabhängige elektrische Signal des Kraftaufnehmers 92 wird über Ableitungen
81 einem Mikroprozessor 94 zugeführt, welcher weitere Eingänge 80 besitzt, mittels
derer zusätzliche Parameter zur Steuerung des Servomotors 94' berücksichtigt werden
können. Solche Parameter sind beispielsweise der Ladeluftdruck, die Außentemperatur,
die Temperatur der Brennkraftmaschine bzw. ihrer Brennraumwand, die Stellung des Zündschlosses
oder des Bedienungsgestänges, die Position der Regelstange der Einspritzpumpe usw.
Der Mikroprozessor 94 setzt diese Parameter nach einem vorbestimmten Programm zusammen
und regelt den elektrischen Strom für den Stellmotor 95. Dieser betätigt über eine
Welle 96 und eine Schnecke 97 ein Schneckenrad 98, welches mittels eines Gewindes
99 die gegen Drehung gesicherte Regelstange 100 der nicht dargestellten Einspritzpumpe
in ihrer Position verschieben kann.
[0031] Die Muffe 86 des Fliehkraftreglers 79 weist eine Ringnut 101 auf, in welche der auf
der Exzenterwelle 103 gelagerte zweiarmige Reglerhebel 102 eingreift, der über ein
Reglergestänge 104' die Verbindung zwischen der drehzahlabhängig bewegten Muffe 86
und dem Schneckenrad 98 und damit der Regelstange 100, herstellt.
[0032] Der Mikroprozessor 94 kann natürlich ohne weiters zusätzliche Ausgänge zur Steuerung
weiterer Stellmotoren besitzen, womit z.B. die Verstellung des Einspritzzeitpunktes
der Brennkraftmaschine erfolgen kann.
[0033] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich von
dem in der Fig. 3 nur dadurch, daß die Muffe 105 des Fliehkraftreglers 104 gegenüber
dem Gehäuse 105' drehgesichert ist und die Schnecke 106 des nicht dargestellten Stellmotors
auf ein als Hilfsmuffe wirkendes Schneckenrad 107 einwirkt, welches auf einer Gewindestange
108 der Muffe 105 verdrehbar ist. Die Einleitung der drehzahiabhängigen Kraft in das
Federwerk erfolgt über den Federteller 111, welcher mit dem Stift 112 auf der Gewindestange
108 befestigt ist. Der zweiarmige Reglerhebel 110 wirkt mit der Ringnut 109 des Schneckenrades
107 zusammen, wodurch auch hier eine Mikroprozessor gesteuerte Angleichung gegeben
ist.
1. Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung, mit einem mechanischen
Fliehkraftregler (2; 38) zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die drehzahlabhängige
Kraft der Fliehgewichte (1; 40) aufnehmendes Federwerk (6; 37) ein axial bewegliches
Widerlager (7; 48) besitzt, von dessen Auflagerkraft eine Steuerein- , richtung eines
Servomotors (14'; 39) für eine Hilfseinrichtung betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager (7; 48) mit einem Arm eines gehäusefest gelagerten, zweiarmigen
Hebels (12; 52) in Verbindung steht, dessen anderer Arm auf die Steuereinrichtung
wirkt, welche zur Rückführung über zumindest eine Feder (23; 65) mit dem Servomotor
(14'; 39) in Verbindung ist und daß die axiale Beweglichkeit des Widerlagers (7; 48)
durch Anschläge (15') oder durch die selbst als Anschlag wirkenden Schaltkontakte
der Steuereinrichtung (55, 56, 57) auf einen sehr kleinen Hub begrenzt ist.
2. Regelanlage für Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung, mit einem mechanischen
Fliehkraftregler (79; 104) zur Regelung der Einspritzmenge, dessen die drehzahlabhängige
Kraft der Fliehgewichte (82) aufnehmendes Federwerk (87, 89) ein Widerlager (88) besitzt,
von dessen Auflagerkraft eine Steuereinrichtung eines Servomotors (94') für eine Hilfseinrichtung
betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Servomotor (94') elektrisch betätigt
ist, daß die Steuereinrichtung des Servomotors (94') einen Kraftaufnehmer (92) aufweist,
der zwischen Widerlager (88) und Gehäuse (93) der Regelanlage angeordnet ist und so
einen Anschlag für das Widerlager (88) bildet, und daß der Kraftaufnehmer (92) mit
einer elektronischen Steuereinheit (94) der Steuereinrichtung verbunden ist und diese
mittels eines elektrischen Signals, welches abhängig von der vom Widerlager (88) ausgeübten
Kraft ist, betätigt.
3. Regelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem hydraulischen
Servomotor (14') die Steuereinrichtung einen Steuerschieber (14) für eine Druckmittelleitung
(17) aufweist, der einerseits vom zweiarmigen Hebel (12) betätigt ist und an dem andererseits
Federn (23) angreifen, die eine Kraftkomponente in Achsrichtung des Steuerschiebers
(14) erzeugen und die auf den Steuerschieber (14) übertragene Kraft aufnehmen und
zwecks Rückführung der Auslenkung des Steuerschiebers (14) am Arbeitskolben (18) des
Servomotors abgestützt sind.
4. Regelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem elektrisch betätigten
Servomotor (39) der zweiarmige Hebel (52) an der dem Widerlager (48) abgewandten Seite
von einer Feder (65) belastet ist und eine Schaltkappe (55) trägt, die über Schaltkontakte
(56, 57) eine elektrische Versorgungsleitung (58) mit Anschlüssen an einem Elektromotor
(59) des Servomotors (39) verbindet, und wobei zwecks Rückführung der Auslenkung des
zweiarmigen Hebels (52) das diesem abgewendeten Ende der Feder (65) auf einer gegen
Verdrehung gesicherten und vom Elektromotor (59) axial verschiebbaren Schraubmutter
(62) abgestützt ist.
1. Installation de réglage pour moteurs à combustion interne à injection de carburant,
comportant un régulateur centrifuge mécanique (2, 38) pour le réglage de la quantité
injectée où le mouvement élastique (6, 37) recevant la force, fonction de la vitesse
de rotation, des masselottes (1, 40) possède une butée (7, 48) mobile axialement,
dont la force de poussée peut actionner un dispositif de commande d'un servo-moteur
(14', 39) destiné à un dispositif auxiliaire, caractérisée en ce que la butée (7,
48) est en liaison avec un bras d'un levier à deux bras (12, 52) monté fixe sur le
carter dont l'autre bras agit sur un dispositif de commande qui est en communication
avec le servo-moteur (14', 39) pour le retour en arrière, par l'intermédiaire d'au
moins un ressort (23, 65), et que la mobilité axiale de la butée (7, 48) est limitée
par des butées (15') ou par les contacts de commutation eux-mêmes, agissant comme
butées, du dispositif de commande (55, 56, 57), à une course très courte.
2. Installation de réglage pour moteurs à combustion interne à injection de carburant
comportant un régulateur centrifuge (79, 104) mécanique pour la régulation de la quantité
à injecter où le mouvement élastique (87, 89) recevant la force, fonction de la vitesse
de rotation des masselottes (82), possède une butée (88) dont la force de poussée
peut actionner un dispositif de commande d'un servomoteur (94') destiné à un dispositif
auxiliaire, caractérisé en ce que le servo- moteur (94') comporte un transducteur
de force (92), qui est disposé entre une butée (88) et un carter (93) de l'installation
de réglage, et forme ainsi un arrêt pour la butée (88), et que le transducteur de
force (92) est relié avec une unité de commande électronique (94) du dispositif de
commande et actionne ce dernier au moyen d'un signal électrique qui dépend de la force
exercée par la butée (88).
3. Installation de réglage suivant la revendication 1, caractérisée en ce qu'avec
un servo- moteur hydraulique (14') le dispositif de commande comporte un tiroir de
commande (14) d'une conduite de fluide sous pression (17) qui est actionné, d'une
part, par un levier à deux bras et sur lequel agissent, d'autre part, des ressorts
(23), qui produisent une composante de forces dans le sens de l'axe du tiroir de commande
(14) et absorbent la force transmise sur ce tiroir (14) de commande et s'appuient
sur le piston moteur (18) du servo-moteur pour le retour en arrière de la déviation
du tiroir de commande (14).
4. Installation de réglage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, si
le servo-moteur est mû électriquement (39), le levier à deux bras (52) est sollicité
par un ressort (65) vers le côté qui est à l'opposé de la butée (48), et porte un
chapeau de commutation (55) qui relie, au moyen de contacts de commutation (56, 57),
un conducteur (58) électrique d'alimentation avec des raccords d'un moteur électrique
(59) du servo-moteur (39) et pendant que, pour le retour en arrière de la déviation
du levier à deux bras (52), il s'appuie, à cette extrémité du ressort (65) sur un
écrou (62) mobile axialement sous l'action du moteur électrique (59) et bloqué contre
toute rotation.
1. A control system for an internal combustion engine with fuel injection, comprising
a mechanical centrifugal governor (2; 38) controlling the volume offuel injected,
whose spring mechanism (6; 37) balancing the speed-dependent force of the flyweights
(1; 40) is provided with an axially movable support (7; 48), the reaction force of
which is employed to activate a control mechanism of a servomotor (14'; 39) for an
auxiliary assembly, wherein said support (7; 48) is connected to one of the arms of
a two-armed lever (12; 52) whose pivot is fixed relative to the engine housing and
whose other arm is acting upon said control mechanism which is connected with said
servomotor (14'; 39) via one or more restoring springs (23; 65), and wherein axial
movability of said support (7; 48) is limited to a very small range by means of stops
(15') or by the contacts (55, 56, 57) of said control mechanism themselves acting
as stops.
2. A control system for an internal combustion engine with fuel injection, comprising
a mechanical centrifugal governor (79; 104) controlling the volume of fuel injected,
whose spring mechanism (87, 89) balancing the speed-dependent force of the flyweights
(82) is provided with a support (88) the reaction force of which is employed to activate
a control mechanism of a servomotor (94') for an auxiliary assembly, wherein said
servomotor (94') is actuated electrically, and wherein said control mechanism of said
servomotor (94') is provided with a force pick-up (92) which is located between support
(88) and housing (93) of said control system, thus acting as a stop for said support
(88), and wherein said force pick-up (92) is connected with an electronic control
unit (94) of said control system which itwill actuate by means of an electric signal
depending on the force exerted by said support (88).
3. A control system as in claim 1, wherein the control mechanism of a hydraulic servomotor
(14') has a slide valve (14) for a pressure medium line (17), which valve is actuated
by the two-armed lever (12) in addition to being loaded by springs (23) which will
generate a force component along the axis of said slide valve (14) and will compensate
the force transmitted to said slide valve (14), and which rest against the working
piston (18) of said servomotor in order to restore the position of said slide valve
(14).
4. A control system as in claim 1, wherein the two-armed lever (52) of an electrically
actuated servo unit (39) is loaded by a spring (65) on the side away from the support
(48), and is carrying a contact cap (55) connecting via contacts (56, 57) a power
supply line (58) with the terminals of an electric motor (59) of said servo unit (39),
and wherein, in order to restore the position of said two-armed lever (52), the end
of said spring (65) facing away from said lever is supported by a nut (62) which is
secured against turning and is axially movable by said electric motor (59).