(19)
(11) EP 0 081 806 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.04.1985  Patentblatt  1985/17

(21) Anmeldenummer: 82111364.4

(22) Anmeldetag:  08.12.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F02M 45/12, F02M 61/08, F02M 45/08

(54)

Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen

Fuel-injection valve for internal-combustion engines

Soupape d'injection de combustible pour moteurs à combustion interne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 12.12.1981 DE 3149276

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.06.1983  Patentblatt  1983/25

(71) Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Füssner, Paul, Dipl.-Ing.
    D-7032 Sindelfingen (DE)
  • Hofmann, Karl
    D-7148 Remseck 1 (DE)
  • Komaroff, Iwan
    D-8400 Regensburg (DE)
  • Itoh, Katsuoki, Dipl.-Ing.
    D-7250 Leonberg (DE)
  • Seifert, Kurt
    D-7250 Esslingen (DE)
  • Trachte, Dietrich, Dipl.-Ing.
    D-7014 Kornwestheim (DE)
  • Vogel, Wilhelm, Dr., Dipl.-Ing.
    D-7000 Stuttgart 50 (DE)
  • Vogtmann, Hans-Jörg, Dipl. Ing.
    D-7145 Markgröningen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung geht aus von einer Einspritzdüse nach der Gattung des Hauptanspruchs : Bei diesen Einspritzdüsen hat der Einspritzverlauf eine erste Phase, in welcher eine Voreinspritzung des Kraftstoffs erfolgt. In dieser ersten Phase legt das Ventilschließglied seinen ersten Teilhub zurück. An die erste Phase schließt sich eine zweite, dem zweiten Teilhub des Ventilschließglieds entsprechende Phase an, in welcher die Hauptkraftstoffmenge eingespritzt wird. Das Bestreben geht dahin, die erste Phase zur Verbesserung des Leerlauf- und Teillastverhaltens zeitlich möglichst zu strecken, und in der zweiten Phase das Ventilschließglied möglichst schnell in die Endstellung zu führen, damit die Hauptkraftstoffmenge rasch und vollständig eingespritzt werden kann. Beim Schließen des Ventils soll sich das Ventilschließglied zunächst schnell zurückbewegen, dann aber rechtzeitig abgebremst werden, damit Preller beim Aufsetzen auf den Ventilsitz vermieden werden.

    [0002] Bei einer bekannten Einspritzdüse der genannten Gattung (CH-A-329 505, Figur 6) ist der Zusatzkörper durch eine Stützscheibe gebildet, welche verschiebbar auf dem als Ventilnadel ausgebildeten Ventilschließglied angeordnet ist. Die Stützscheibe ist entgegen der Öffnungsrichtung der Ventilnadel durch eine Zusatzfeder gegen eine gehäusefeste Schulter gedrückt. Am Ende des ersten Teilhubs schlägt ein Bund der Ventilnadel an der Stützscheibe an und hebt diese entgegen der Kraft der Zusatzfeder vom gehäusefesten Anschlag ab. Beim zweiten Teilhub wirkt daher die Kraft der Zusatzfeder voll auf die Ventilnadel ein. Bei dieser Ausführung wird zwar auch eine sprunghafte Änderung des Öffnungsdruck- bzw. Rückführkraftverlaufs am Ende des ersten Teilhubes des Ventilschließglieds erzielt. Nachteilig ist jedoch, daß zwei Federn sorgfältig aufeinander abgestimmt werden müssen und daß die Möglichkeiten zum Beeinflußen des Einspritzverlaufs doch begrenzt sind.

    [0003] Bei einer anderen bekannten Einspritzdüse der genannten Gattung (FR-A-1 233 218) ist der als Stützscheibe ausgebildete Zusatzkörper mit dem Ventilschließglied fest verbunden. Am Ende des ersten Teilhubs legt der Zusatzkörper an einem Ringkörper aus synthetischen Kautschuk an, der seinerseits gehäusefest abgestützt ist. Beim zweiten Teilhub wirkt zusätzlich zur Schließfeder der Widerstand des Ringkörpers gegen Zusammendrücken auf das Ventilschließglied ein, wodurch ein Knick im Öffnungsdruckverlauf entsteht. Jedoch kann auch bei dieser Anordnung der Öffnungsdruckverlauf nur in verhältnismäßig engen Grenzen beeinflußt werden.

    [0004] Ferner sind Einspritzdüsen bekannt (FR-A-1 120 933), bei denen das Ventilschließglied mit dem Anker eines Magneten verbunden ist, welcher das Ventilschließglied gegen den Ventilsitz sieht.

    Vorteile der Erfindung



    [0005] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hautanspruchs hat gegenüber den bekannten Anordnungen den Vorteil, daß die vom Zusatzkörper auf das Ventilschließglied einwirkende Kraft nicht mehr die Schließkraft als solche, sondern im wesentlichen die Größe des Öffnungsdrucksprungs am Beginn des zweiten Teilhubs beeinflußt. Im weiteren Verlauf des zweiten Teilhubs der Ventilnadel schwächt sich die Zusatzkraft rasch ab. Dadurch kann der Einspritzvorgang freizügiger als bei der bekannten Anordnung dem angestrebten Verlauf angepaßt werden.

    [0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen der im Hauptanspruch angegebenen Anordnung möglich.

    [0007] Eine einfache Ausbildung ergibt sich, wenn die Magnetkraft durch einen Permamentmagnetkörper hervorgerufen ist (Anspruch 3).

    [0008] Im einfachsten Fall kann gemäß Anspruch 4 der Zusatzkörper selbst als Permanentmagnetkörper ausgebildet sein.

    [0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich jedoch, wenn der die Magnetkraft erzeugende Permanentmagnetkörper gemäß Anspruch 5 am Zusatzkörper oder am Ventilschließglied befestigt oder in eines dieser Teile eingebettet ist.

    [0010] Der Zusatzkörper kann in diesem Fall gemäß Anspruch 6 als hydraulisches Dämpfungsglied und/oder gemäß Anspruch 8 als Zusatzmasse ausgebildet sein. In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, gemäß Anspruch 9 mehrere Zusatzkörper vorzusehen, die zeitlich nacheinander vom Ventilschließglied entkoppelt und beim Schließen des Ventils an das Ventilschließglied wieder angekoppelt werden.

    [0011] Bei Ausbildung des Zusatzkörpers als hydraulisches Dämpfungsglied und als Massekörper ist es vorteilhaft, den Zusatzkörper bereits am Beginn oder Öffnungsbewegung oder entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 10 kurz danach mit dem Ventilschließglied zu koppeln.

    [0012] Eine weitere Möglichkeit, den Einspritzverlauf optimal an gegebene Verhältnisse anzupassen, läßt sich mit den Merkmalen der Ansprüche 11 und 12 erreichen. Beim Schließen des Ventils führen diese Merkmale zu einem Kraftsprung, in dessen Folge die Schließbewegung stärker beschleunigt wird.

    [0013] Wenn das Magnetsystem gemäß Anspruch 13 mit einem Anfangsluftspalt versehen wird, können Preller beim Aufsetzen des Ventilschließglieds auf den Ventilsitz auch in ungünstigen Fällen wirkungsvoll unterdrückt werden.

    Zeichnung



    [0014] Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen

    Figur 1 eine Einspritzdüse gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im Schnitt,

    Figur 1a eine Einzelheit der Figur 1 vergrößert dargestellt,

    Figur 2 das Mengendiagramm und

    Figur 3 das Kraftdiagramm der Einspritzdüse nach Figur 1,

    Figur 4 das zweite Ausführungsbeispiel im Schnitt und

    Figur 5 sein Kraftdiagramm,

    Figur 6 das dritte und

    Figur 7 das vierte Ausführungsbeispiel im Schnitt.


    Beschreibung der Ausführungsbeispiele



    [0015] Die Einspritzdüse nach Figur 1 hat einen Düsenkörper 10, der durch eine Überwurfmutter 11 an einem --Düsenhalter 12 festgespannt ist. Im Düsenkörper 10 ist ein sich nach außen öffnender Ventilsitz 13 gebildet und eine Ventilnadel 14 verschiebbar geführt, welche an ihrem brennraumseitigen Ende mit einem Dichtkegel 15 versehen ist. Am anderen Ende hat die Ventilnadel 14 einen Kopf 16, an dessen unterer Ringschulter eine Stützscheibe 17 anliegt. An dieser greift eine Schließfeder 18 an, welche die Ventilnadel 14 nach oben zu verschieben trachtet, bis der Dichtkegel 15 am Ventilsitz 13 zur Anlage kommt. Der Düsenhalter 12 enthält eine Zulaufbohrung 20, die von einem Anschlußstutzen 21 in eine Kammer 22 führt, in welcher die Schließfeder 18 angeordnet ist. Von der Kammer 22 führt eine schräge Bohrung 23 im Düsenkörper 10 in einen Ringraum 24, der zwischen der Wand der Führungsbohrung für die Ventilnadel 14 im Düsenkörper 10 und einer Ringnut in der Ventilnadel 14 gebildet und dem Ventilsitz 13 vorgelagert ist. Die Stützscheibe 17 besteht aus Weicheisen und trägt einen scheibenförmigen Zusatzkörper 25 aus permanentmagnetischem Stoff, welcher mit einer bestimmten Haltekraft an der Stützscheibe 17 haftet. Der Zusatzkörper 25 ist mit einem vorgegebenen Radialspiel s in einem erweiterten Abschnitt 26 der Kammer 22 geführt, der an einer Schulter 27 in den nicht erweiterten Abschnitt der Kammer 22 übergeht. Die ebene Ringfläche der Schulter 27 ist von mehreren Ausnehmungen 27a unterbrochen, deren Zweck noch näher beschrieben wird. Die untere Seite des Zusatzkörpers 25 ist in der dargestellten Schließlage des Ventils 13, 15 um eine Strecke hy von der Schulter 27 entfernt, welche einem ersten Teilhub der Ventilnadel 14 entspricht. Die Stützscheibe 17 ist an ihrer Unterseite durch eine Scheibe 28 aus nichtmagnetisierbarem Stoff abgedeckt, welche in der dargestellten Schließlage des Ventils zu einer Stirnschulter 29 des Düsenkörpers 10 einen Abstand hg hat, welcher dem Gesamthub der Ventilnadel 14 entspricht.

    [0016] Die beschriebene Einspritzdüse arbeitet wie folgt :

    Zu Beginn eines Einspritzvorganges steigt der Kraftstoffdruck in der Kammer 22 an, bis er die Kraft der Schließfeder 18 zu überwinden und die Ventilnadel nach außen zu verschieben vermag. Dabei öffnet das Ventil 13, 15, sodaß der Kraftstoff aus der Kammer 22 über die Bohrung 23, den Ringraum 24 und die Ventilöffnung ausspritzen kann.



    [0017] In Figur 2 ist das Mengendiagramm der beschriebenen Einspritzdüse dargestellt. In diesem ist die pro Zeiteinheit ausgespritzte Kraftstoffmenge q über der Einspritzzeit t aufgetragen. Die Kurve A entspricht dem Vollastbetrieb, die Kurven B dem Teillastbetrieb und die Kurve C dem Leerlaufbetrieb. In Figur 3 ist das Schließkraftdiagramm der beschriebenen Einspritzdüse dargestellt. In diesem ist über dem Hub h der Ventilnadel 14 die resultierende Kraft F aufgetragen, die sich aus der Kraft der Schließfeder 18, den magnetischen Kräften zwischen dem Zusatzkörper 25 und dem Stützkörper 17 einerseits und dem Zusatzkörper 25 und dem Düsenhalter 12 andererseits, und der hydraulischen Dämpfung des Zusatzkörpers 25 im Bohrungsabschnitt 26 ergibt.

    [0018] Die Funktion der beschriebenen Einspritzdüse ist nachstehend anhand der Figuren 1 bis 3 beschrieben :

    Zu Beginn eines Einspritzvorgangs wirkt auf die Ventilnadel 14 im wesentlichen nur die Schließfeder 18 ein, die nur ein wenig durch die Anzugskraft des Zusatzkörpers 25 auf die Schulter 27 des Düsenhalters 12 geschwächt ist. Die aus beiden Kräften resultierende Anfangskraft ist in Figur 3 mit F1 bezeichnet: Wenn der Kraftstoffdruck die Kraft F1 überwindet, wird die Ventilnadel 14 zunächst um den Teilhub hy, der nachstehend als Vorhub bezeichnet ist, in Öffnungsrichtung nach unten verschoben, bis der Zusatzkörper 25 an der Schulter 27 anschlägt. Dabei steigt die Kraft der Schließfeder 18 leicht an, wobei der Anstieg jedoch durch die größer werdende magnetische Anzugskraft zwischen dem Zusatzkörper 25 und der Schulter 27 überkompensiert wird. Als Folge davon sinkt die resultierende Schließ- bzw. Verschiebekraft am Ende des Vorhubes hv auf denn Wert F2 ab.



    [0019] Im Vollast- und Teillastbetrieb steigt nun der Kraftstoffdruck weiter an, wobei die Ventilnadel 14 durch den Zusatzkörper 25 zunächst an einer Weiterbewegung gehindert wird. Wenn jedoch der Kraftstoffdruck den Wert F3 erreicht hat, überwindet er die magnetische Haltekraft zwischen Zusatzkörper 25 und Stüzscheibe 17 bzw. Ventilnadel 14 und die Gegenkraft der Schließfeder 18, so daß die Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 25 abgerissen wird. Danach wird die Ventilnadel 14 schlagartig um den Weg hg - hv in die Offenstellung überführt. Dabei überwiegt vorübergehend der starke Abfall der magnetischen Anzugskraft den linearen Anstieg der Schließfederkraft, so daß sich, wie aus Figur 3 ersichtlich, ein zunächst auf den Wert F4 abfallender und dann auf den Wert F5 ansteigender Verlauf der Schließkraftkennlinie ergibt. Die hydraulische Dämpfung des Zusatzkörpers 25 wirkt sich beim zweiten Teilhub der Ventilnadel 14 nicht mehr aus.

    [0020] Nach Erreichen der vollen Offenstellung der Ventilnadel 14 und anschließendem Abbau des Kraftstoffdruckes wird die Ventilnadel 14 rasch in die Schließstellung zurückbewegt, wobei die magnetische Auzugskraft des Zusatzkörpers 25 die Bewegung noch zusätzlich beschleunigt. Kurz vor Erreichen der Schließstellung trifft der Stützkörper 17 auf den Zusatzkörper 25 auf, wonach die Restbewegung hydraulisch und durch das Magnetfeld zwischen Zusatzkörper 25 und Düsenhalter 12 auch magnetisch gedämpft vonstatten geht. Auf diese Weise werden ein allzu hartes Aufsetzen der Ventilnadel 14 auf den Ventilsitz 15 und Preiier der Ventilnadel 14 vermieden.

    [0021] Die Zeit, in welcher. die Ventilnadel 14 den - Vorhub hv zurücklegt und danach der Kraftstoffdruck bis auf den Wert F3 ansteigt, hängt - außer von den Parametern der Einspritzdüse selbst - von der Drehzahl und der Lasteinstellung der Einspritzpumpe ab. Bei Vollast- und Teillastbetrieb wird dafür gemäß Figur 2 die Zeit tv1 benötigt. Dabei wird eine Kraftstoffmenge durchgesetzt, welche der Fläche unter der Kurve A zwischen t = 0 und t = tv1 entspricht. Nach dem Anlegen des Zusatzkörpers 25 an die Schulter 27 fließt der Kraftstoff hinter dem Spalt s durch die Ausnehmungen 27a, wobei die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge auf den Wert q1 ansteigt. Nach dem Abreißen der Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 25 steigt die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge schlagartig an, wobei sie bei Vollastbetrieb den Wert q2 und bei Teillastbetrieb einen geringeren Wert q3 bzw. q4 erreicht. Von diesem oberen Grenzwert fällt die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge über den rasch erfolgenden Schließhub der Ventilnadel 14 hinweg auf den Wert Null ab. Die während dieser Hauptphase des Einspritzvorganges insgesamt durchgesetzte Kraftstoffmenge entspricht der Fläche unter der Kurve A bzw. einer der Kurven B zwischen t = tV1 und t= t9.

    [0022] Im Leerlaufbetrieb steigt der Kraftstoffdruck maximal nur bis zu einem unter dem Wert F3 liegenden Grenzwert an. Die Ventilnadel 14 wird in diesem Fall nicht vom Zusatzkörper 25 abgerissen, so daß ihr Gesamthub auf den Vorhub hv beschränkt bleibt. Die Rückbewegung in die Schließstellung wird jedoch ebenfalls hydraulisch und durch das Magnetfeld zwischen Zusatzkörper 25 und Düsenhalter 12 auch magnetisch gedämpft. Der Zusatzkörper 25 schlägt nach der Zeit tv2 an die Schulter 27 an, wonach der Kraftstoff nur noch über die Ausnehmungen 27a zur Düsenöffnung gelangt. Die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge erreicht nur den Wert q5 und die bei einem Einspritzvorgang ingesamt durchgesetzte Menge entspricht der Fläche unter der Kurve C zwischen t = 0 und t = t9. Aus Figur 2 ist ersichtlich, daß diese Kraftstoffmenge wesentlich kleiner als die beim Vollast- und Teillastbetrieb durchgesetzte Kraftstoffmenge ist.

    [0023] Die Einspritzdüse nach Figur 4 hat ebenfalls eine aus Düsenkörper 10, Ventilnadel 14 mit Stützscheibe 17, Scheibe 28 und Schließfeder 18 bestehende, vorgefertigte Baugruppe, die durch eine Überwurfmutter 31 an einem Düsenhalter 32 festgespannt ist. Der Düsenkörper 10 stützt sich dabei auf der einen Stirnfläche einer Buchse 33 ab, deren andere Stirnfläche am Düsenhalter 32 anliegt. Bei dieser Einspritzdüse sind zwei als Massekörper ausgebildete und hydraulisch gedämpft bewegliche Zusatzkörper 35 und 36 vorgesehen, die während des Öffnungshubes des Ventilnadel 14 nacheinander abgekoppelt und beim Schließhub in umgekehrter Reihenfolge wieder an die Ventilnadel angekoppelt werden. Jeder Zusatzkörper 35, 36 enthält einen in Flachform ausgeführten Permanentmagnetkörper 37, an dessen beiden Flachseiten je ein aus Weicheisen bestehender segmentförmiger Polkörper 38 bzw. 3E befestigt ist. Die Körper 37, 38 und 39 bilden zusammen eine zylindrische Magnetbaugruppe, die in den aus nicht magnetisierbarem Stoff bestehenden Zusatzkörper 35 bzw. 36 eingeformt ist.

    [0024] Der Zusatzkörper 35 sitzt mit seiner Magnetbaugruppe 37, 38, 39 auf einem aus Weicheisen bestehenden topfförmigen Mitnehmer 40 auf, welcher in der Buchse 33 verschiebbar geführt ist und mit seinem Mantel die Stützscheibe 17 und die darunterliegende Scheibe 28 mit vorgegebenem Radialspiel s1 umfasst. Der Mitnehmer 40 ist mit einem nach innen gerichtetem Kragen 41 versehen, der unter die Scheibe 28 greift und in der dargestellten Ausgangslage der Teile, die später noch definiert wird, den Abstand hf zur Scheibe 28 hat. In der Praxis ist der Mitnehmer 40 zweiteilig ausgeführt, damit die Teile zusammengebaut werden können. Der Boden des Mitnehmers 40 enthält eine Bohrung 42 ; der Kragen 41 ist innen mit mehreren, gleichmäßig über den Umfang verteilten Längsnuten 43 zum Durchtritt des Kraftstoffs versehen. Auf den Mitnehmer 40 wirkt eine Schraubenfeder 44 ein, welche sich unter an einer Innenschulter 45 der Buchse 33 abstützt.

    [0025] Der Zusatzkörper 35 ist am Mantelumfang mit einer Ringschulter 48 versehen, die in der dargestellten Ausgangslage den Abstand h2 von einer gehäusefesten Gegenschulter 49 hat. Diese ist an einem Ring 50 gebildet, der auf einer Ringschulter 51 der Buchse 33 aufsitzt und zusammen mit einer Hülse 52 in die Buchse 33 fest eingepaßt ist. Der Ring 50 ist am inneren Rand mit mehreren gleichmäßig über den Umfang verteilten Ausnehmungen 50a zum Hindurchtreten des Kraftstoffs versehen. Die obere Stirnseite des Zusatzkörpers 35 ist mit einer Scheibe 53 aus Weicheisen versehen, welche als Anker für die Magnetbaugruppe 37, 38, 39 des Zusatzkörpers 36 dient. Der Zusatzkörper 35 ist im vorgegebenem Radialspiel s2 in der Hülse 52 geführt, welche passend in eine Sackbohrung 54 des Düsenhalters 32 hineinragt.

    [0026] Der Zusatzkörper 36 ist am Mantelumfang mit einer Ringschulter 56 versehen, die in der dargestellten Ausgangslage den Abstand h1 von der als Gegenschulter dienenden oberen Stirnseite 57 der Hülse 52 hat. Die obere Stirnseite 57 der Hülse 52 ist mit mehreren gleichmäßig über den Umfang verteilten Ausnehmungen 57a zum Hindurchtreten des Kraftstoffs versehen. Die Ausgangslage ist dadurch vorgegeben, daß einerseits die Ventilnadel 14 durch die Schraubenfeder 18 gegen den Ventilsitz 13 im Düsenkörper 10 gedrückt ist und daß andererseits der Zusatzkörper 36 von der Schraubenfeder 44 über den Mitnehmer 40 und den Zusatzkörper 35 gegen den Boden 58 der Sackbohrung 54 im Düsenhalter 32 gedrückt ist. Der Zusatzkörper 36 ist mit vorgegebenem Radialspiel S3 in der Sackbohrung 54 geführt. Diese ist über Kanäle 59, 60, 61 im Zusatzkörper 36 mit einer Kraftstoff-Zulaufbohrung 62 im Düsenhalter 32 verbunden. Zur Anschlagdämpfung ist der Zusatzkörper 36 auf der oberen Stirnseite mit einer Ringscheibe 63 aus geeignetem Werkstoff versehen.

    [0027] Die Arbeitsweise der Einspritzdüse nach Figur 4 ist nachstehend anhand des Schließkraftdiagramms nach Figur 5 erklärt :

    Zu Beginn eines Einspritzvorgangs wirkt auf die Ventilnadel 14 nur die Kraft der Schließfeder 18 ein, die im Schaubild nach Figur 5 mit F1 bezeichnet ist. Wenn der ansteigende Kraftstoffdruck die Kraft F1 überwindet, bewegt sich die Ventilnadel 14 in Öffnungsrichtung nach unten, wobei diese Bewegung infolge des verhältnismäßig kleinen Durchgangsquerschnitts im Radialspalt S1 gedämpft erfolgt. Nach dem Öffnen des Ventiles 14, 15 gelangt der zugeführte Kraftstoff durch die Ringspalte s3, s2, sl, die Ausnehmungen 57a, 50a, die Bohrung 42 und die Längsnuten 43 in die Kammer 22, aus welcher der Kraftstoff durch die Bohrung 23 im Düsenkörper 10 zur Ausspritzöffnung gelangt.



    [0028] Nach einem Leerhub von der Größe des Abstandes hf schlägt die Ventilnadel am Mitnehmer 40 an, wobei die Kraft der Schließfeder 18 auf den Wert F2 gestiegen ist. In dieser Stellung der Ventilnadel 14 addiert sich schlagartig die Kraft der Schraubenfeder 44 zur Kraft der Schließfeder 18 hinzu, so daß sich eine resultierende Gesamtkraft F3 ergibt. Die Ventilnadel 14 samt Mitnehmer 40 und den beiden Zusatzkörpern 35, 36 bewegen sich nun um den Teilhub h1 nach unten, an dessen Ende der Zusatzkörper 36 an der Schulter 57 anschlägt. Diese Hubbewegung ist einerseits durch die hydraulische Dämpfung in den Radialspalten S2 und s3 geschwindigkeitsabhängig und durch die verhältnismäßig großen Massen der beiden Zusatzkörper 35, 36 auch beschleunigungsabhängig gedämpft. Die Dämpfung wirkt sich also umso stärker aus, je größer die Druckanstiegsgeschwindigkeit im zugeführten Kraftstoff ist, das heißt je höher die Drehzahl der Brennkraftmaschine ist. Am Ende dieser Hubbewegung ist die Gegenkraft der beiden Federn 18 und 44 auf den Wert F4 angestiegen.

    [0029] Der weiter ansteigende Kraftstoffdruck muß nun zusätzlich noch die magnetische Haltekraft überwinden, welche der blockierte Zusatzkörper 36 auf den folgenden Zusatzkörper 35 ausübt. Dieser Fall tritt ein, wenn der Kraftstoffdruck auf die Ventilnadel 14 die Kraft F5 ausübt. Danach wird der Zusatzkörper 36 abgekoppelt, worauf sich die Ventilnadel 14 mit dem Mitnehmer 40 und dem Zusatzkörper 35 um einen weiteren Teilhub von der Größe h2 - h1 mit geringerer Dämpfung weiter in Öffnungsrichtung bewegt. Dabei sinkt die auf die Ventilnadel 14 einwirkende Schließkraft auf den Wert F6 ab. Nach diesem dritten Teilhub wird auch der Zusatzkörper 35 in der schon beschriebenen Weise durch Steigerung der vom Kraftstoffdruck ausgeübten Öffnungskraft auf den Wert F7 abgekoppelt und die Ventilnadel 14 rasch in die volle Offenstellung weiterbewegt. Beim Schließen des Ventils spielen sich die Vorgänge bezüglich der Ankoppelung der beiden Zusatzkörper 35, 36 an den Mitnehmer 40 in umgekehrter Reihenfolge ab. Die Ventilnadel 14 selbst ist in dieser zweite Phase des Einspritzvorganges von den Massen der Teile 40, 35, 36 entkoppelt, so daß der Schließvorgang ungedämpft rasch vonstatten geht.

    [0030] Mit der Ausbildung einer Einspritzdüse gemäß Figur 4 ergeben sich eine Vielzahl von Modulationsmöglichkeiten zur Optimierung von Einspritsverläufen und dadurch zur Optimierung von Motorenkennwerten. Der Freihub zwischen der Ventilnadel 14 und dem Mitnehmer 40 bedeutet eine zusätzliche Modulation des Einspritzverlaufs.

    [0031] Die bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele betreffen Einspritzdüsen mit einer nach außen öffnenden Ventilnadel (A-Düsen). Die erfindungsgemäße Anordnung von während des Öffnungshubes abkoppelbaren Zusatzmassen kann jedoch auch mit gleichem Vorteil bei Einspritzdüsen mit nach innen öffnender Ventilnadel angewendet werden. In Figur 6 ist eine solche Einspritzdüse dargestellt.

    [0032] Die Einspritzdüse nach Figur 6 hat einen Düsenkörper 65, der durch eine Überwurfmutter 66 unter Zwischenlage einer Scheibe 67 gegen einen Düsenhalter 68 gespannt ist. Im Düsenkörper 65 ist eine Ventilnadel 69 verschiebbar gelagert, die einen Dichtkegel 70 hat, welcher mit einem nach innen gerichteten Ventilsitz 71 des Düsenkörpers 65 zusammenarbeitet. An den Ventilsitz 71 schließt sich ein Sackloch 72 an, von welchem eine Düsenbohrung 73 nach außen führt.

    [0033] Die Düsennadel 69 hat etwa in Längsmitte eine Ringnut 74, welche von einem Druckraum 75 im Düsenkörper 65 umgeben ist. Der oberhalb der Ringnut 74 liegende Abschnitt der Ventilnadel 69 ist im Düsenkörper 65 passend geführt, wogegen der unterhalb der Ringnut 74 liegende Nadelabschnitt einen kleineren Durchmesser als die Innenbohrung des Düsenkörpers 65 hat und mit deren Wand einen zum Ventilsitz führenden Ringraum 76 begrenzt. Der Druckraum 75 steht über Bohrungen 77, 78 und 79 in Düsenkörper 65, der Scheibe 67 und dem Düsenhalter 68 mit einem in der Zeichnung nicht sichtbaren Anschlußstutzen des Düsenhalters 68 in Verbindung. Am oberen Stirnende der Ventilnadel 69 sitzt ein Druckstück 80 auf, an welchem eine Schließfeder 81 angreift, die sich an einer gehäusefesten Schulter 82 des Düsenhalters 68 abstützt und die Ventilnadel 69 gegen den Ventilsitz 71 drückt.

    [0034] Im Düsenhalter 68 ist eine Bohrung 83 gebildet, welche an einer Ringschulter 84 in einen verengten Bohrungsabschnitt 85 übergeht, der über einen zentralen Durchgang 86 mit einer die Schließfeder 81 aufnehmenden Kammer 87 verbunden ist. In die Bohrung 83 ist ein rotationssymmetrischer Körper 88 von oben her so eingesetzt, daß seine untere Stirnseite einen Abstand a von der Schulter 84 hat. Der Körper 88 ist ebenfalls mit einer abgestuften Bohrung 89 versehen, deren beiden unterschiedlich großen Bohrungsabschnitte durch eine Schulter 90 voneinander getrennt sind. Von der Bohrung 89 führt eine Leckölbohrung 91 zu einem in der Zeichnung nicht dargestellten Leckölanschluß der Einspritzdüse.

    [0035] In der Bohrung 89 ist eine Scheibe 92 aus Weicheisen verschiebbar geführt, welche mit einem Stößel 93 fest verbunden ist, der durch den Durchgang 86 hindurch- und in die Kammer 87 hineinragt. An der Unterseite der Scheibe 92 haftet ein ringförmiger Dauermagnetkörper 94, der in einer Hülse 95 gefaßt ist, die im äußeren Abschnitt der Bohrung 89 im Körper 88 verschiebbar geführt ist. Am Dauermagnetkörper 94 haftet ein zweiter Dauermagnetkörper 96, der in einer Hülse 97 gefaßt ist, welche im Bohrungsabschnitt 85 des Düsenhalters 68 verschiebbar geführt ist. Die Hülse 97 hat einen Flansch 98, der in die Bohrung 83 des Düsenhalters 68 greift und von einer Druckfeder 99 in der Bohrung 89 über die Scheibe 92 und die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 gegen eine auf der Schulter 84 aufliegende Dämpfungsscheibe 100 gedrückt ist. In dieser Stellung der Teile ist das untere Stirnende des Stößels 93 um das Maß hf von der oberen Stirnseite des Druckstücks 80 entfernt. Ferner hat in dieser Stellung der Flansch 98 der Hülse 97 den Abstand h1 von der unteren Stirnseite des Körpers 88 und der obere Stirnrand der Hülse 95 den Abstand h2 von der Schulter 90.

    [0036] Die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 stellen die Zusatzkörper der Einspritzdüse dar, welche durch ihre Masse eine beschleunigungsabhängige Dämpfung der Öffnungsbewegung der Ventilnadel 69 während eines ersten und eines zweiten Teilhubes bewirken. Die Ventilnadel 69 führt auch bei dieser Ausführung zunächst einen Freihub hf aus, bis die beiden Zusatzmassen 94 und 96 an die Ventilnadel angekoppelt werden und dann die Dämpfung bewirken. Die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 werden über den Stößel 93 und die Scheibe 92 nach oben mitgeführt, bis nach einem weiteren Teilhub h1 die Hülse 97 zur Anlage am Körper 88 kommt und der untere Dauermagnetkörper 96 abgekoppelt wird. Nach einem weiteren Teilhub der Ventilnadel von der Größe h2 - h1 wird auch der obere Dauermagnetkörper 94 an der Schulter 90 blockiert und nach Überwindung seiner Haltekraft von der Ventilnadel 69 abgekoppelt, vonach der im Druckraum 75 herrschende und auf die Druckschulter der Ventilnadel 69 einwirkende Kraftstoffdruck die Ventilnadel rasch in ihre volle Öffnungsstellung überführt. Beim Schließen des Ventils werden die Dauermagnetkörper 94 und 96 in umgekehrter Reihenfolge angekoppelt, wobei auch hierbei die Ventilnadel von diesen Zusatzmassen entkoppelt ist und in die Schließstellung vorauszueilen vermag.

    [0037] Die Einspritzdüse nach Figur 7 hat eine Ventilbaugruppe 102, die mit der in Figur 1 gezeigten und beschriebenen Ventilbaugruppe übereinstimmt. Oberhalb der Ventilbaugruppe 102 ist in einer Buchse 103 ein mit größerer Masse behafteter Zusatzkörper 104 verschiebbar geführt, welcher aus einem in Flachform erstellten Permanentmagnetkörper 105 und zwei an dessen Flachseiten befestigten segmentförmigen Polschuhen 106, 107 aus Weicheisen besteht. Diese Teile bilden zusammen einen Magneten, dessen Anker die Stützscheibe 17 für die Schließfeder 18 der Ventilnadel 14 ist. Auf den Zusatzkörper 104 wirkt über eine Hülse 108 aus nichtmagnetischem Stoff eine Schraubenfeder 110 ein, welche sich an einer Schulter 111 der Buchse 103 abstützt und den Zusatzkörper 104 über einen Einstellring 112 aus nichtmagnetischem Stoff gegen eine Schulter 113 des Düsenhalters drückt. Der Zusatzkörper 104 enthält mehrere Längsbohrungen 114, welche eine Zulaufbohrung 115 mit der die Schließfeder 18 und die Schraubenfeder 110 aufnehmenden Kammer 22 verbinden.

    [0038] In der in Figur 7 links dargestellten Schlie- βstellung der Ventilnadel 14 überwindet die zwischen Stützscheibe 17 und Zusatzkörper 104 herrschende magnetische Anzugskraft die Gegenkraft der Schließfeder 110, so daß der Zusatzkörper 104 an der Stützscheibe 17 anliegt. In dieser Stellung ist eine Ringschulter 116 des Zusatzkörpers 104 um das Maß h1 von einer gehäusefesten Gegenschulter entfernt, die an einem Einstellring 118 aus nichtmagnetisierbarem Stoff gebildet ist, welcher sich an einer Schulter 119 an der Buchse 103 abstützt. Wenn am Beginn eines Einspritzvorganges der ansteigende Kraftstoffdruck die Gegenkräfte der Federn 18 und 110 überwindet, wird die Ventilnadel 14 und mit ihr der Zusatzkörper 104 nach unten bewegt, bis am Ende des Teilhubes h1 der Zusatzkörper 104 am Einstellring 118 zur Anlage kommt. Der massebehaftete Zusatzkörper 104 verzögert diese erste Bewegungsphase der Ventilnadel 14 so, wie es im Interesse eines optimalen Einspritzverlaufes erwünscht ist.

    [0039] Unmittelbar nach dem Auftreffen des Zusatzkörpers 104 auf den Einstellring 118 löst sich die durch den Kraftstoffdruck beaufschlagte Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 104, was zu einem Kraftsprung führt. Die Magnetkraft nimmt danach degressiv mit dem Nadelhub ab, so daß nach einer Stoßabremsung eine schnelle Entlastung der auf die Ventilnadel 14 wirkenden Zusatzkraft folgt. Die Steilheit der Haupteinspritzung wird dadurch günstig beeinflußt. Hat die Magnetkraft mit dem fortschreitenden Nadelhub um einen bestimmten Wert abgenommen, vermag die Schraubenfeder 110 den Zusatzkörper 104 um den Betrag h2 entgegengesetzt zur Nadelbewegung zurückzustellen, wodurch die Magnetkraft zusätzlich geschwächt wird. Durch entsprechende Wahl der Einstellringe 112 und 118 werden die Bewegungsspiele h1 und h2 des Zusatzkörpers 104 dem jeweiligen Anwendungsfall optimal angepaßt. In der voll geöffneten Stellung nimmt die Ventilnadel 14 die auf der rechten Seite der Figur 7 gezeigte Lage ein, in welcher die obere Seite der Stützscheibe 17 den Abstand hg von der Ringschulter 119 an der Buchse 103 hat.

    [0040] Die Schließbewegung der Ventilnadel 14 erfolgt unter zunehmender Magnetkraft, wobei nach einem gewissen Rückhub der Zusatzkörper 104 wieder an den Einstellring 118 angezogen wird. Dies führt wiederum zu einem Kraftsprung, in dessen Folge die Schließbewegung stärker beschleunigt wird. Kurz vor dem Schließen des Ventils trifft die Stützscheibe 17 auf den Zusatzkörper 104 auf. Die Ventilnadel 14 wird dadurch abgebremst, so daß sie gedämpft auf den Ventilsitz aufsetzt, In seltenen Fällen kann die Stützscheibe 17 zurückprellen und die Schließkraft unterbrechen. In solchen Fällen wird ein kleiner Anfangsluftspalt zwischen dem Magnetsystem des Zusatzkörpers 104 und der Stützscheibe 17 vorgesehen. Der Zusatzkörper 104 kann sich dann vorteilhaft direkt am stirnseitigen Ende der Düsennadel 14 abstützen.


    Ansprüche

    1. Kraftstoff-Einpritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem Düsenkörper (10), in welchem ein Ventilsitz (13) gebildet und ein Ventilschließglied (14) verschiebbar geführt ist, das von einer Schließfeder (18) und entgegengesetzt dazu vom Kraftstoffdruck beaufschlagt ist, und ferner mit einem auf das Ventilschließglied (14) einwirkenden Zusatzkörper (25), der am Ende eines ersten Teilhubs des Ventilschließglieds (14) mit diesem gekoppelt ist und zusammen mit einer gehäusefesten Schulter (27) eine sprunghafte Änderung des Öffnungsdruckverlaufs bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25, 36, 96, 104) am Ende des ersten Teilhubs durch Magnetkraft mit dem Ventilschließglied (14, 69) gekoppelt ist und daß die Magnetkraft eine dem Kraftstoffdruck entgegenwirkende Haltekraft ausübt, die kleiner ist als die vom Kraftstoffdruck auf das Ventilschließglied (14) maximal ausgeübte Verschiebekraft und so bemessen ist, daß bei der Weiterbewegung des Ventilschließgliedes (14, 69) in Öffnungsrichtung ein Abreissen des Zusatzkörpers vom Ventilschließglied (14, 69) erfolgt.
     
    2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25, 35, 36, 94, 96, 104) erst am Ende des ersten Teilhubs des Ventilschließglieds (14) an der gehäusefesten-Schulter (27, 57, 88, 119) zur Anlage kommt.
     
    3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkraft durch einen Permanentmagnetkörper (25, 37, 94, 96, 105) hervorgerufen ist.
     
    4. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25) selbst als Permanentmagnetkörper ausgebildet ist.
     
    5. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnetkörper (37, 105) am Zusatzkörper (35, 36, 104) oder am Ventilschließglied (14) befestigt oder in eines dieser Teile eingebettet ist.
     
    6. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25, 35, 36) in einer mit Kraftstoff gefüllten Zylinderkammer (26, 54) beweglich angeordnet ist, deren zu beiden Seiten des Zusatzkörpers (25, 35, 36) liegenden Teilräume über einen drosselnden Kanal (s, S2, S3) miteinander verbunden sind.
     
    7. Einspritzdüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der drosselnde Kanal (s, s2, s3) durch den entsprechend eng bemessenen Führungsspalt des Zusatzkörpers (25, 35, 36) in der Zylinderkammer (26, 54) gebildet ist.
     
    8. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (35, 36, 94, 96, 104) mit einer die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungskräfte des Ventilschließgliedes (14, 69) merklich beeinflussenden Masse behaftet ist.
     
    9. Einspritzdüse nach einem der Vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Zusatzkörper (35, 36 bzw. 94, 96) vorgesehen sind, die beim Öffnungshub des Ventilschließglieds (14, 69) zeitlich nacheinander an gehäusefesten Schultern (57, 49 bzw. 88, 90) zur Anlage kommen.
     
    10. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (35, 94) an einem Mitnehmer (40, 92) festgehalten ist, welcher seinerseits mit dem Ventilschließglied (14, 69) über eine leerhubbehaftete Schleppverbindung (hf) gekoppelt ist.
     
    11. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (104) unter dem Einfluß einer eigenen Rückführfeder (110) steht, welche den Zusatzkörper (104) nach der Trennung vom weiterbewegten Ventilschließglied (14) an einen gehäusefesten Anschlag (113) zurückführt.
     
    12. Einspritzdüse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäusefeste Anschlag (113) den Zusatzkörper (104) in einer noch hinter seiner Anfangsstellung liegenden Auffangsstellung festhält, in welcher die Magnetkraft den Zusatzkörper noch in die Anfangsstellung zu ziehen vermag.
     
    13. Einspritzdüse nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anfangsluftspalt in dem Magnetsystem vorhanden ist, über welchen der Zusatzkörper- mit dem Ventilschließglied (14) kraftschlüssig gekoppelt ist.
     


    Claims

    1. Fuel injection nozzle for internal combustion engines, having a nozzle body (10), in which a valve seat (13) is formed and a valve closure member (14) is displaceably guided, which is acted upon by a closure spring (18) and, in the opposite direction to the latter, by the fuel pressure, and, moreover, having an auxiliary body (25) which acts upon the valve closure member (14), which auxiliary body (25), at the end of an initial partial stroke of the valve closure member (14), is coupled to the latter and, together with a shoulder (27) fixed to the housing, causes the variation in opening pressure to change rapidly, characterised in that the auxiliary body (25, 36, 96, 104), at the end of the initial partial stroke, is coupled by magnetic force to the valve closure member (14, 69), and that the magnetic force exerts a retaining force acting in the opposite direction to the fuel pressure, which retaining force is smaller than the maximum displacement force exerted by the fuel pressure on the valve closure member (14), and is regulated in such a way that, when the valve closure member (14, 69) moves further in the opening direction, the auxiliary body is pulled away from the valve closure member (14, 69).
     
    2. Injection nozzle according to Claim 1, characterised in that the auxiliary body (25, 35, 36, 94, 96,104) comes into contact at the shoulder (27, 57, 88, 119), which is fixed to the housing, only at the end of the initial partial stroke of the valve closure member (14).
     
    3. Injection nozzle according to Claim 2, characterised in that the magnetic force is caused by a permanent magnet body (25, 37, 94, 96,105).
     
    4. Injection nozzle according to Claim 3, characterised in that the auxiliary body (25) itself is designed as a permanent magnet body.
     
    5. Injection nozzle according to Claim 3, characterised in that the permanent magnet body (37, 105), at the auxiliary body (35, 36, 104) or at the valve closure member (14), is fixed or embedded into one of these parts.
     
    6. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that the auxiliary body (25, 35, 36) is arranged to be movable in a cylinder chamber (26, 54) filled with fuel, the partial spaces of which cylinder chamber are located on both sides of the auxiliary body (25, 35, 36) and are connected to one another via a throttling channel (s, S2, s3).
     
    7. Injection nozzle according to Claim 6, characterised in that the throttling channel (s, S2' s3) is formed by the correspondingly narrowly dimensioned guide gap of the auxiliary body (25, 35, 36) in the cylinder chamber (26, 54).
     
    8. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that the auxiliary body (35, 36, 94, 96, 104) possesses a mass considerably influencing the acceleration or deceleration forces of the valve closure member (14, 69).
     
    9. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that several auxiliary bodies (35, 36 or 94, 96) are provided which, during the opening stroke of the valve closure member (14, 69), are timed to come into contact one after the other at the shoulders (57, 49 or 88, 90) fixed to the housing.
     
    10. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that the auxiliary body (35, 94) is firmly held on a carrier (40, 92), which, in its turn, is coupled to the valve closure member (14, 69) via a drag connection (hf) which is affected by the idle stoke.
     
    11. Injection nozzle according to Claim 2, characterised in that the auxiliary body (104) is under the influence of its own restoring spring (110), which returns the auxiliary body (104), after separation from the moved-on valve closure member (14), to a stop (113) fixed to the housing.
     
    12. Injection nozzle according to Claim 11, characterised in that the stop (113) fixed to the housing firmly retains the auxiliary body (104) in an interception position which is still behind its initial position and in which the magnetic force is still able to pull the auxiliary body into the initial position.
     
    13. Injection nozzle according to one of Claims 2 to 12, characterised in that an initial air gap is available in the magnetic system, by means of which the auxiliary body is connected non-positively to the valve closure member (14).
     


    Revendications

    1. Soupape d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne, soupape comportant un corps de soupape (10) dans lequel est formé un siège de soupape (13) et dans lequel est guidé, de façon à pouvoir coulisser, un organe de fermeture (14) de la soupape, qui est sollicité par un ressort de fermeture (18) et en sens opposé par la pression du carburant, et comportant en outre, un corps supplémentaire (25) agissant sur l'organe de fermeture (14) de la soupape et qui, à l'extrémité d'une première course partielle de l'organe de fermeture (14) de la soupape, est couplé à celui-ci et assure en coopération avec un épaulement (27) fixe par rapport au boîtier, une modification brusque de l'évolution de la pression d'ouverture, soupape d'injection caractérisée en ce que le corps supplémentaire (25, 36, 96, 104) est couplé à l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape à la fin de la première course partielle par la force magnétique, et que cette force magnétique exerce un effort de retenue agissant contre la pression du carburant, cet effort de retenue étant inférieur à l'effort de déplacement maximal exercé par la pression du carburant sur l'organe de fermeture (14) de la soupape, et étant mesuré de sorte que, lors de la poursuite du déplacement de l'organe (14, 69) de fermeture de la soupape, dans la direction d'ouverture, le corps supplémentaire se détache de l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape.
     
    2. Soupape d'injection selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (25, 35, 36, 94, 96, 104) ne vient s'appliquer sur l'épaulement fixe par rapport au boîtier (27, 57, 88, 119) qu'à la fin de la première course partielle de l'organe de fermeture (14) de la soupape.
     
    3. Soupape d'injection selon la revendication 2, caractérisée en ce que la force magnétique est engendrée par une structure magnétique permanente (25, 37, 94, 96, 105).
     
    4. Soupape d'injection selon la revendication 3, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (25) lui-même constitue la structure magnétique permanente.
     
    5. Soupape d'injection selon la revendication 3, caractérisée en ce que la structure magnétique permanente (37, 105) est fixée sur le corps supplémentaire (35, 36, 104) ou sur l'organe de fermeture (14) de la soupape, ou bien est enrobée dans l'une de ces parties.
     
    6. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (25, 35, 36) est disposé de façon à se déplacer dans une chambre cylindrique (26, 54) remplie de carburant, dont les espaces partiels situés des deux côtés du corps supplémentaire (25, 35, 36) sont reliés ensemble par l'intermédiaire d'un canal d'étranglement (s, S2, S3)'
     
    7. Soupape d'injection selon la revendication 6, caractérisée en ce que le canal d'étranglement (s, S2, S3) est constitué par l'intervalle de guidage, étroitement mesuré de façon appropriée, du corps supplémentaire (25, 35, 36) dans la chambre cylindrique (26, 54).
     
    8. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (35, 36, 94, 96, 104) est affecté d'une masse influençant notablement les efforts d'accélération ou de décélération de l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape.
     
    9. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce qu'il est prévu plusieurs corps supplémentaires (35, 36 ou bien 94, 96) qui, lors de la course d'ouverture de l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape, viennent successivement dans le temps s'appliquer contre des épaulements fixes par rapport au boîtier (57, 49 ou bien 88, 90).
     
    10. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (35, 94) est fermement maintenu contre un organe d'entraînement (40, 92), lequel est, de son côté, couplé à l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape, par l'intermédiaire d'une liaison d'entraînement comportant une course à vide (hf).
     
    11. Soupape d'injection selon la revendication 2, caractérisée en ce que le corps supplémentaire (104) est sous l'influence d'un ressort de rappel (110) qui lui est propre, ce ressort ramenant le corps supplémentaire (104) contre une butée (113) fixe par rapport au boîtier après sa séparation d'avec l'organe de fermeture (14) de la soupape qui continue son déplacement.
     
    12. Soupape d'injection selon la revendication 11, caractérisée en ce que la butée (113) fixe par rapport au boîtier, maintient fermement le corps supplémentaire (104) dans une position de réception se situant encore derrière sa position de départ, et dans laquelle la force magnétique peut encore attirer le corps supplémentaire dans sa position de départ.
     
    13. Soupape d'injection selon une des revendications 2 à 12, caractérisée en ce qu'un intervalle d'air est prévu au départ dans le système magnétique, intervalle par l'intermédiaire duquel le corps supplémentaire est couplé par adhérence à l'organe de fermeture (14) de la soupape.
     




    Zeichnung