Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Einspritzdüse nach der Gattung des Hauptanspruchs
: Bei diesen Einspritzdüsen hat der Einspritzverlauf eine erste Phase, in welcher
eine Voreinspritzung des Kraftstoffs erfolgt. In dieser ersten Phase legt das Ventilschließglied
seinen ersten Teilhub zurück. An die erste Phase schließt sich eine zweite, dem zweiten
Teilhub des Ventilschließglieds entsprechende Phase an, in welcher die Hauptkraftstoffmenge
eingespritzt wird. Das Bestreben geht dahin, die erste Phase zur Verbesserung des
Leerlauf- und Teillastverhaltens zeitlich möglichst zu strecken, und in der zweiten
Phase das Ventilschließglied möglichst schnell in die Endstellung zu führen, damit
die Hauptkraftstoffmenge rasch und vollständig eingespritzt werden kann. Beim Schließen
des Ventils soll sich das Ventilschließglied zunächst schnell zurückbewegen, dann
aber rechtzeitig abgebremst werden, damit Preller beim Aufsetzen auf den Ventilsitz
vermieden werden.
[0002] Bei einer bekannten Einspritzdüse der genannten Gattung (CH-A-329 505, Figur 6) ist
der Zusatzkörper durch eine Stützscheibe gebildet, welche verschiebbar auf dem als
Ventilnadel ausgebildeten Ventilschließglied angeordnet ist. Die Stützscheibe ist
entgegen der Öffnungsrichtung der Ventilnadel durch eine Zusatzfeder gegen eine gehäusefeste
Schulter gedrückt. Am Ende des ersten Teilhubs schlägt ein Bund der Ventilnadel an
der Stützscheibe an und hebt diese entgegen der Kraft der Zusatzfeder vom gehäusefesten
Anschlag ab. Beim zweiten Teilhub wirkt daher die Kraft der Zusatzfeder voll auf die
Ventilnadel ein. Bei dieser Ausführung wird zwar auch eine sprunghafte Änderung des
Öffnungsdruck- bzw. Rückführkraftverlaufs am Ende des ersten Teilhubes des Ventilschließglieds
erzielt. Nachteilig ist jedoch, daß zwei Federn sorgfältig aufeinander abgestimmt
werden müssen und daß die Möglichkeiten zum Beeinflußen des Einspritzverlaufs doch
begrenzt sind.
[0003] Bei einer anderen bekannten Einspritzdüse der genannten Gattung (FR-A-1 233 218)
ist der als Stützscheibe ausgebildete Zusatzkörper mit dem Ventilschließglied fest
verbunden. Am Ende des ersten Teilhubs legt der Zusatzkörper an einem Ringkörper aus
synthetischen Kautschuk an, der seinerseits gehäusefest abgestützt ist. Beim zweiten
Teilhub wirkt zusätzlich zur Schließfeder der Widerstand des Ringkörpers gegen Zusammendrücken
auf das Ventilschließglied ein, wodurch ein Knick im Öffnungsdruckverlauf entsteht.
Jedoch kann auch bei dieser Anordnung der Öffnungsdruckverlauf nur in verhältnismäßig
engen Grenzen beeinflußt werden.
[0004] Ferner sind Einspritzdüsen bekannt (FR-A-1 120 933), bei denen das Ventilschließglied
mit dem Anker eines Magneten verbunden ist, welcher das Ventilschließglied gegen den
Ventilsitz sieht.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hautanspruchs
hat gegenüber den bekannten Anordnungen den Vorteil, daß die vom Zusatzkörper auf
das Ventilschließglied einwirkende Kraft nicht mehr die Schließkraft als solche, sondern
im wesentlichen die Größe des Öffnungsdrucksprungs am Beginn des zweiten Teilhubs
beeinflußt. Im weiteren Verlauf des zweiten Teilhubs der Ventilnadel schwächt sich
die Zusatzkraft rasch ab. Dadurch kann der Einspritzvorgang freizügiger als bei der
bekannten Anordnung dem angestrebten Verlauf angepaßt werden.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
der im Hauptanspruch angegebenen Anordnung möglich.
[0007] Eine einfache Ausbildung ergibt sich, wenn die Magnetkraft durch einen Permamentmagnetkörper
hervorgerufen ist (Anspruch 3).
[0008] Im einfachsten Fall kann gemäß Anspruch 4 der Zusatzkörper selbst als Permanentmagnetkörper
ausgebildet sein.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich jedoch, wenn der die Magnetkraft
erzeugende Permanentmagnetkörper gemäß Anspruch 5 am Zusatzkörper oder am Ventilschließglied
befestigt oder in eines dieser Teile eingebettet ist.
[0010] Der Zusatzkörper kann in diesem Fall gemäß Anspruch 6 als hydraulisches Dämpfungsglied
und/oder gemäß Anspruch 8 als Zusatzmasse ausgebildet sein. In manchen Fällen kann
es vorteilhaft sein, gemäß Anspruch 9 mehrere Zusatzkörper vorzusehen, die zeitlich
nacheinander vom Ventilschließglied entkoppelt und beim Schließen des Ventils an das
Ventilschließglied wieder angekoppelt werden.
[0011] Bei Ausbildung des Zusatzkörpers als hydraulisches Dämpfungsglied und als Massekörper
ist es vorteilhaft, den Zusatzkörper bereits am Beginn oder Öffnungsbewegung oder
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 10 kurz danach mit dem Ventilschließglied
zu koppeln.
[0012] Eine weitere Möglichkeit, den Einspritzverlauf optimal an gegebene Verhältnisse anzupassen,
läßt sich mit den Merkmalen der Ansprüche 11 und 12 erreichen. Beim Schließen des
Ventils führen diese Merkmale zu einem Kraftsprung, in dessen Folge die Schließbewegung
stärker beschleunigt wird.
[0013] Wenn das Magnetsystem gemäß Anspruch 13 mit einem Anfangsluftspalt versehen wird,
können Preller beim Aufsetzen des Ventilschließglieds auf den Ventilsitz auch in ungünstigen
Fällen wirkungsvoll unterdrückt werden.
Zeichnung
[0014] Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine Einspritzdüse gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im Schnitt,
Figur 1a eine Einzelheit der Figur 1 vergrößert dargestellt,
Figur 2 das Mengendiagramm und
Figur 3 das Kraftdiagramm der Einspritzdüse nach Figur 1,
Figur 4 das zweite Ausführungsbeispiel im Schnitt und
Figur 5 sein Kraftdiagramm,
Figur 6 das dritte und
Figur 7 das vierte Ausführungsbeispiel im Schnitt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0015] Die Einspritzdüse nach Figur 1 hat einen Düsenkörper 10, der durch eine Überwurfmutter
11 an einem --Düsenhalter 12 festgespannt ist. Im Düsenkörper 10 ist ein sich nach
außen öffnender Ventilsitz 13 gebildet und eine Ventilnadel 14 verschiebbar geführt,
welche an ihrem brennraumseitigen Ende mit einem Dichtkegel 15 versehen ist. Am anderen
Ende hat die Ventilnadel 14 einen Kopf 16, an dessen unterer Ringschulter eine Stützscheibe
17 anliegt. An dieser greift eine Schließfeder 18 an, welche die Ventilnadel 14 nach
oben zu verschieben trachtet, bis der Dichtkegel 15 am Ventilsitz 13 zur Anlage kommt.
Der Düsenhalter 12 enthält eine Zulaufbohrung 20, die von einem Anschlußstutzen 21
in eine Kammer 22 führt, in welcher die Schließfeder 18 angeordnet ist. Von der Kammer
22 führt eine schräge Bohrung 23 im Düsenkörper 10 in einen Ringraum 24, der zwischen
der Wand der Führungsbohrung für die Ventilnadel 14 im Düsenkörper 10 und einer Ringnut
in der Ventilnadel 14 gebildet und dem Ventilsitz 13 vorgelagert ist. Die Stützscheibe
17 besteht aus Weicheisen und trägt einen scheibenförmigen Zusatzkörper 25 aus permanentmagnetischem
Stoff, welcher mit einer bestimmten Haltekraft an der Stützscheibe 17 haftet. Der
Zusatzkörper 25 ist mit einem vorgegebenen Radialspiel s in einem erweiterten Abschnitt
26 der Kammer 22 geführt, der an einer Schulter 27 in den nicht erweiterten Abschnitt
der Kammer 22 übergeht. Die ebene Ringfläche der Schulter 27 ist von mehreren Ausnehmungen
27a unterbrochen, deren Zweck noch näher beschrieben wird. Die untere Seite des Zusatzkörpers
25 ist in der dargestellten Schließlage des Ventils 13, 15 um eine Strecke hy von
der Schulter 27 entfernt, welche einem ersten Teilhub der Ventilnadel 14 entspricht.
Die Stützscheibe 17 ist an ihrer Unterseite durch eine Scheibe 28 aus nichtmagnetisierbarem
Stoff abgedeckt, welche in der dargestellten Schließlage des Ventils zu einer Stirnschulter
29 des Düsenkörpers 10 einen Abstand hg hat, welcher dem Gesamthub der Ventilnadel
14 entspricht.
[0016] Die beschriebene Einspritzdüse arbeitet wie folgt :
Zu Beginn eines Einspritzvorganges steigt der Kraftstoffdruck in der Kammer 22 an,
bis er die Kraft der Schließfeder 18 zu überwinden und die Ventilnadel nach außen
zu verschieben vermag. Dabei öffnet das Ventil 13, 15, sodaß der Kraftstoff aus der
Kammer 22 über die Bohrung 23, den Ringraum 24 und die Ventilöffnung ausspritzen kann.
[0017] In Figur 2 ist das Mengendiagramm der beschriebenen Einspritzdüse dargestellt. In
diesem ist die pro Zeiteinheit ausgespritzte Kraftstoffmenge q über der Einspritzzeit
t aufgetragen. Die Kurve A entspricht dem Vollastbetrieb, die Kurven B dem Teillastbetrieb
und die Kurve C dem Leerlaufbetrieb. In Figur 3 ist das Schließkraftdiagramm der beschriebenen
Einspritzdüse dargestellt. In diesem ist über dem Hub h der Ventilnadel 14 die resultierende
Kraft F aufgetragen, die sich aus der Kraft der Schließfeder 18, den magnetischen
Kräften zwischen dem Zusatzkörper 25 und dem Stützkörper 17 einerseits und dem Zusatzkörper
25 und dem Düsenhalter 12 andererseits, und der hydraulischen Dämpfung des Zusatzkörpers
25 im Bohrungsabschnitt 26 ergibt.
[0018] Die Funktion der beschriebenen Einspritzdüse ist nachstehend anhand der Figuren 1
bis 3 beschrieben :
Zu Beginn eines Einspritzvorgangs wirkt auf die Ventilnadel 14 im wesentlichen nur
die Schließfeder 18 ein, die nur ein wenig durch die Anzugskraft des Zusatzkörpers
25 auf die Schulter 27 des Düsenhalters 12 geschwächt ist. Die aus beiden Kräften
resultierende Anfangskraft ist in Figur 3 mit F1 bezeichnet: Wenn der Kraftstoffdruck die Kraft F1 überwindet, wird die Ventilnadel 14 zunächst um den Teilhub hy, der nachstehend als
Vorhub bezeichnet ist, in Öffnungsrichtung nach unten verschoben, bis der Zusatzkörper
25 an der Schulter 27 anschlägt. Dabei steigt die Kraft der Schließfeder 18 leicht
an, wobei der Anstieg jedoch durch die größer werdende magnetische Anzugskraft zwischen
dem Zusatzkörper 25 und der Schulter 27 überkompensiert wird. Als Folge davon sinkt
die resultierende Schließ- bzw. Verschiebekraft am Ende des Vorhubes hv auf denn Wert F2 ab.
[0019] Im Vollast- und Teillastbetrieb steigt nun der Kraftstoffdruck weiter an, wobei die
Ventilnadel 14 durch den Zusatzkörper 25 zunächst an einer Weiterbewegung gehindert
wird. Wenn jedoch der Kraftstoffdruck den Wert F
3 erreicht hat, überwindet er die magnetische Haltekraft zwischen Zusatzkörper 25 und
Stüzscheibe 17 bzw. Ventilnadel 14 und die Gegenkraft der Schließfeder 18, so daß
die Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 25 abgerissen wird. Danach wird die Ventilnadel
14 schlagartig um den Weg hg - h
v in die Offenstellung überführt. Dabei überwiegt vorübergehend der starke Abfall der
magnetischen Anzugskraft den linearen Anstieg der Schließfederkraft, so daß sich,
wie aus Figur 3 ersichtlich, ein zunächst auf den Wert F
4 abfallender und dann auf den Wert F
5 ansteigender Verlauf der Schließkraftkennlinie ergibt. Die hydraulische Dämpfung
des Zusatzkörpers 25 wirkt sich beim zweiten Teilhub der Ventilnadel 14 nicht mehr
aus.
[0020] Nach Erreichen der vollen Offenstellung der Ventilnadel 14 und anschließendem Abbau
des Kraftstoffdruckes wird die Ventilnadel 14 rasch in die Schließstellung zurückbewegt,
wobei die magnetische Auzugskraft des Zusatzkörpers 25 die Bewegung noch zusätzlich
beschleunigt. Kurz vor Erreichen der Schließstellung trifft der Stützkörper 17 auf
den Zusatzkörper 25 auf, wonach die Restbewegung hydraulisch und durch das Magnetfeld
zwischen Zusatzkörper 25 und Düsenhalter 12 auch magnetisch gedämpft vonstatten geht.
Auf diese Weise werden ein allzu hartes Aufsetzen der Ventilnadel 14 auf den Ventilsitz
15 und Preiier der Ventilnadel 14 vermieden.
[0021] Die Zeit, in welcher. die Ventilnadel 14 den - Vorhub h
v zurücklegt und danach der Kraftstoffdruck bis auf den Wert F
3 ansteigt, hängt - außer von den Parametern der Einspritzdüse selbst - von der Drehzahl
und der Lasteinstellung der Einspritzpumpe ab. Bei Vollast- und Teillastbetrieb wird
dafür gemäß Figur 2 die Zeit t
v1 benötigt. Dabei wird eine Kraftstoffmenge durchgesetzt, welche der Fläche unter der
Kurve A zwischen t = 0 und t = t
v1 entspricht. Nach dem Anlegen des Zusatzkörpers 25 an die Schulter 27 fließt der Kraftstoff
hinter dem Spalt s durch die Ausnehmungen 27a, wobei die pro Zeiteinheit durchgesetzte
Kraftstoffmenge auf den Wert q
1 ansteigt. Nach dem Abreißen der Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 25 steigt die pro
Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge schlagartig an, wobei sie bei Vollastbetrieb
den Wert q
2 und bei Teillastbetrieb einen geringeren Wert q
3 bzw. q
4 erreicht. Von diesem oberen Grenzwert fällt die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge
über den rasch erfolgenden Schließhub der Ventilnadel 14 hinweg auf den Wert Null
ab. Die während dieser Hauptphase des Einspritzvorganges insgesamt durchgesetzte Kraftstoffmenge
entspricht der Fläche unter der Kurve A bzw. einer der Kurven B zwischen t = t
V1 und t
= t
9.
[0022] Im Leerlaufbetrieb steigt der Kraftstoffdruck maximal nur bis zu einem unter dem
Wert F
3 liegenden Grenzwert an. Die Ventilnadel 14 wird in diesem Fall nicht vom Zusatzkörper
25 abgerissen, so daß ihr Gesamthub auf den Vorhub h
v beschränkt bleibt. Die Rückbewegung in die Schließstellung wird jedoch ebenfalls
hydraulisch und durch das Magnetfeld zwischen Zusatzkörper 25 und Düsenhalter 12 auch
magnetisch gedämpft. Der Zusatzkörper 25 schlägt nach der Zeit t
v2 an die Schulter 27 an, wonach der Kraftstoff nur noch über die Ausnehmungen 27a zur
Düsenöffnung gelangt. Die pro Zeiteinheit durchgesetzte Kraftstoffmenge erreicht nur
den Wert q
5 und die bei einem Einspritzvorgang ingesamt durchgesetzte Menge entspricht der Fläche
unter der Kurve C zwischen t = 0 und t = t
9. Aus Figur 2 ist ersichtlich, daß diese Kraftstoffmenge wesentlich kleiner als die
beim Vollast- und Teillastbetrieb durchgesetzte Kraftstoffmenge ist.
[0023] Die Einspritzdüse nach Figur 4 hat ebenfalls eine aus Düsenkörper 10, Ventilnadel
14 mit Stützscheibe 17, Scheibe 28 und Schließfeder 18 bestehende, vorgefertigte Baugruppe,
die durch eine Überwurfmutter 31 an einem Düsenhalter 32 festgespannt ist. Der Düsenkörper
10 stützt sich dabei auf der einen Stirnfläche einer Buchse 33 ab, deren andere Stirnfläche
am Düsenhalter 32 anliegt. Bei dieser Einspritzdüse sind zwei als Massekörper ausgebildete
und hydraulisch gedämpft bewegliche Zusatzkörper 35 und 36 vorgesehen, die während
des Öffnungshubes des Ventilnadel 14 nacheinander abgekoppelt und beim Schließhub
in umgekehrter Reihenfolge wieder an die Ventilnadel angekoppelt werden. Jeder Zusatzkörper
35, 36 enthält einen in Flachform ausgeführten Permanentmagnetkörper 37, an dessen
beiden Flachseiten je ein aus Weicheisen bestehender segmentförmiger Polkörper 38
bzw. 3E befestigt ist. Die Körper 37, 38 und 39 bilden zusammen eine zylindrische
Magnetbaugruppe, die in den aus nicht magnetisierbarem Stoff bestehenden Zusatzkörper
35 bzw. 36 eingeformt ist.
[0024] Der Zusatzkörper 35 sitzt mit seiner Magnetbaugruppe 37, 38, 39 auf einem aus Weicheisen
bestehenden topfförmigen Mitnehmer 40 auf, welcher in der Buchse 33 verschiebbar geführt
ist und mit seinem Mantel die Stützscheibe 17 und die darunterliegende Scheibe 28
mit vorgegebenem Radialspiel s1 umfasst. Der Mitnehmer 40 ist mit einem nach innen
gerichtetem Kragen 41 versehen, der unter die Scheibe 28 greift und in der dargestellten
Ausgangslage der Teile, die später noch definiert wird, den Abstand h
f zur Scheibe 28 hat. In der Praxis ist der Mitnehmer 40 zweiteilig ausgeführt, damit
die Teile zusammengebaut werden können. Der Boden des Mitnehmers 40 enthält eine Bohrung
42 ; der Kragen 41 ist innen mit mehreren, gleichmäßig über den Umfang verteilten
Längsnuten 43 zum Durchtritt des Kraftstoffs versehen. Auf den Mitnehmer 40 wirkt
eine Schraubenfeder 44 ein, welche sich unter an einer Innenschulter 45 der Buchse
33 abstützt.
[0025] Der Zusatzkörper 35 ist am Mantelumfang mit einer Ringschulter 48 versehen, die in
der dargestellten Ausgangslage den Abstand h
2 von einer gehäusefesten Gegenschulter 49 hat. Diese ist an einem Ring 50 gebildet,
der auf einer Ringschulter 51 der Buchse 33 aufsitzt und zusammen mit einer Hülse
52 in die Buchse 33 fest eingepaßt ist. Der Ring 50 ist am inneren Rand mit mehreren
gleichmäßig über den Umfang verteilten Ausnehmungen 50a zum Hindurchtreten des Kraftstoffs
versehen. Die obere Stirnseite des Zusatzkörpers 35 ist mit einer Scheibe 53 aus Weicheisen
versehen, welche als Anker für die Magnetbaugruppe 37, 38, 39 des Zusatzkörpers 36
dient. Der Zusatzkörper 35 ist im vorgegebenem Radialspiel s
2 in der Hülse 52 geführt, welche passend in eine Sackbohrung 54 des Düsenhalters 32
hineinragt.
[0026] Der Zusatzkörper 36 ist am Mantelumfang mit einer Ringschulter 56 versehen, die in
der dargestellten Ausgangslage den Abstand h
1 von der als Gegenschulter dienenden oberen Stirnseite 57 der Hülse 52 hat. Die obere
Stirnseite 57 der Hülse 52 ist mit mehreren gleichmäßig über den Umfang verteilten
Ausnehmungen 57a zum Hindurchtreten des Kraftstoffs versehen. Die Ausgangslage ist
dadurch vorgegeben, daß einerseits die Ventilnadel 14 durch die Schraubenfeder 18
gegen den Ventilsitz 13 im Düsenkörper 10 gedrückt ist und daß andererseits der Zusatzkörper
36 von der Schraubenfeder 44 über den Mitnehmer 40 und den Zusatzkörper 35 gegen den
Boden 58 der Sackbohrung 54 im Düsenhalter 32 gedrückt ist. Der Zusatzkörper 36 ist
mit vorgegebenem Radialspiel
S3 in der Sackbohrung 54 geführt. Diese ist über Kanäle 59, 60, 61 im Zusatzkörper 36
mit einer Kraftstoff-Zulaufbohrung 62 im Düsenhalter 32 verbunden. Zur Anschlagdämpfung
ist der Zusatzkörper 36 auf der oberen Stirnseite mit einer Ringscheibe 63 aus geeignetem
Werkstoff versehen.
[0027] Die Arbeitsweise der Einspritzdüse nach Figur 4 ist nachstehend anhand des Schließkraftdiagramms
nach Figur 5 erklärt :
Zu Beginn eines Einspritzvorgangs wirkt auf die Ventilnadel 14 nur die Kraft der Schließfeder
18 ein, die im Schaubild nach Figur 5 mit F1 bezeichnet ist. Wenn der ansteigende Kraftstoffdruck die Kraft F1 überwindet, bewegt sich die Ventilnadel 14 in Öffnungsrichtung nach unten, wobei
diese Bewegung infolge des verhältnismäßig kleinen Durchgangsquerschnitts im Radialspalt
S1 gedämpft erfolgt. Nach dem Öffnen des Ventiles 14, 15 gelangt der zugeführte Kraftstoff
durch die Ringspalte s3, s2, sl, die Ausnehmungen 57a, 50a, die Bohrung 42 und die Längsnuten 43 in die Kammer 22,
aus welcher der Kraftstoff durch die Bohrung 23 im Düsenkörper 10 zur Ausspritzöffnung
gelangt.
[0028] Nach einem Leerhub von der Größe des Abstandes h
f schlägt die Ventilnadel am Mitnehmer 40 an, wobei die Kraft der Schließfeder 18 auf
den Wert F
2 gestiegen ist. In dieser Stellung der Ventilnadel 14 addiert sich schlagartig die
Kraft der Schraubenfeder 44 zur Kraft der Schließfeder 18 hinzu, so daß sich eine
resultierende Gesamtkraft F
3 ergibt. Die Ventilnadel 14 samt Mitnehmer 40 und den beiden Zusatzkörpern 35, 36
bewegen sich nun um den Teilhub h
1 nach unten, an dessen Ende der Zusatzkörper 36 an der Schulter 57 anschlägt. Diese
Hubbewegung ist einerseits durch die hydraulische Dämpfung in den Radialspalten
S2 und s
3 geschwindigkeitsabhängig und durch die verhältnismäßig großen Massen der beiden Zusatzkörper
35, 36 auch beschleunigungsabhängig gedämpft. Die Dämpfung wirkt sich also umso stärker
aus, je größer die Druckanstiegsgeschwindigkeit im zugeführten Kraftstoff ist, das
heißt je höher die Drehzahl der Brennkraftmaschine ist. Am Ende dieser Hubbewegung
ist die Gegenkraft der beiden Federn 18 und 44 auf den Wert F
4 angestiegen.
[0029] Der weiter ansteigende Kraftstoffdruck muß nun zusätzlich noch die magnetische Haltekraft
überwinden, welche der blockierte Zusatzkörper 36 auf den folgenden Zusatzkörper 35
ausübt. Dieser Fall tritt ein, wenn der Kraftstoffdruck auf die Ventilnadel 14 die
Kraft F
5 ausübt. Danach wird der Zusatzkörper 36 abgekoppelt, worauf sich die Ventilnadel
14 mit dem Mitnehmer 40 und dem Zusatzkörper 35 um einen weiteren Teilhub von der
Größe h
2 - h
1 mit geringerer Dämpfung weiter in Öffnungsrichtung bewegt. Dabei sinkt die auf die
Ventilnadel 14 einwirkende Schließkraft auf den Wert F
6 ab. Nach diesem dritten Teilhub wird auch der Zusatzkörper 35 in der schon beschriebenen
Weise durch Steigerung der vom Kraftstoffdruck ausgeübten Öffnungskraft auf den Wert
F
7 abgekoppelt und die Ventilnadel 14 rasch in die volle Offenstellung weiterbewegt.
Beim Schließen des Ventils spielen sich die Vorgänge bezüglich der Ankoppelung der
beiden Zusatzkörper 35, 36 an den Mitnehmer 40 in umgekehrter Reihenfolge ab. Die
Ventilnadel 14 selbst ist in dieser zweite Phase des Einspritzvorganges von den Massen
der Teile 40, 35, 36 entkoppelt, so daß der Schließvorgang ungedämpft rasch vonstatten
geht.
[0030] Mit der Ausbildung einer Einspritzdüse gemäß Figur 4 ergeben sich eine Vielzahl von
Modulationsmöglichkeiten zur Optimierung von Einspritsverläufen und dadurch zur Optimierung
von Motorenkennwerten. Der Freihub zwischen der Ventilnadel 14 und dem Mitnehmer 40
bedeutet eine zusätzliche Modulation des Einspritzverlaufs.
[0031] Die bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele betreffen Einspritzdüsen mit einer
nach außen öffnenden Ventilnadel (A-Düsen). Die erfindungsgemäße Anordnung von während
des Öffnungshubes abkoppelbaren Zusatzmassen kann jedoch auch mit gleichem Vorteil
bei Einspritzdüsen mit nach innen öffnender Ventilnadel angewendet werden. In Figur
6 ist eine solche Einspritzdüse dargestellt.
[0032] Die Einspritzdüse nach Figur 6 hat einen Düsenkörper 65, der durch eine Überwurfmutter
66 unter Zwischenlage einer Scheibe 67 gegen einen Düsenhalter 68 gespannt ist. Im
Düsenkörper 65 ist eine Ventilnadel 69 verschiebbar gelagert, die einen Dichtkegel
70 hat, welcher mit einem nach innen gerichteten Ventilsitz 71 des Düsenkörpers 65
zusammenarbeitet. An den Ventilsitz 71 schließt sich ein Sackloch 72 an, von welchem
eine Düsenbohrung 73 nach außen führt.
[0033] Die Düsennadel 69 hat etwa in Längsmitte eine Ringnut 74, welche von einem Druckraum
75 im Düsenkörper 65 umgeben ist. Der oberhalb der Ringnut 74 liegende Abschnitt der
Ventilnadel 69 ist im Düsenkörper 65 passend geführt, wogegen der unterhalb der Ringnut
74 liegende Nadelabschnitt einen kleineren Durchmesser als die Innenbohrung des Düsenkörpers
65 hat und mit deren Wand einen zum Ventilsitz führenden Ringraum 76 begrenzt. Der
Druckraum 75 steht über Bohrungen 77, 78 und 79 in Düsenkörper 65, der Scheibe 67
und dem Düsenhalter 68 mit einem in der Zeichnung nicht sichtbaren Anschlußstutzen
des Düsenhalters 68 in Verbindung. Am oberen Stirnende der Ventilnadel 69 sitzt ein
Druckstück 80 auf, an welchem eine Schließfeder 81 angreift, die sich an einer gehäusefesten
Schulter 82 des Düsenhalters 68 abstützt und die Ventilnadel 69 gegen den Ventilsitz
71 drückt.
[0034] Im Düsenhalter 68 ist eine Bohrung 83 gebildet, welche an einer Ringschulter 84 in
einen verengten Bohrungsabschnitt 85 übergeht, der über einen zentralen Durchgang
86 mit einer die Schließfeder 81 aufnehmenden Kammer 87 verbunden ist. In die Bohrung
83 ist ein rotationssymmetrischer Körper 88 von oben her so eingesetzt, daß seine
untere Stirnseite einen Abstand a von der Schulter 84 hat. Der Körper 88 ist ebenfalls
mit einer abgestuften Bohrung 89 versehen, deren beiden unterschiedlich großen Bohrungsabschnitte
durch eine Schulter 90 voneinander getrennt sind. Von der Bohrung 89 führt eine Leckölbohrung
91 zu einem in der Zeichnung nicht dargestellten Leckölanschluß der Einspritzdüse.
[0035] In der Bohrung 89 ist eine Scheibe 92 aus Weicheisen verschiebbar geführt, welche
mit einem Stößel 93 fest verbunden ist, der durch den Durchgang 86 hindurch- und in
die Kammer 87 hineinragt. An der Unterseite der Scheibe 92 haftet ein ringförmiger
Dauermagnetkörper 94, der in einer Hülse 95 gefaßt ist, die im äußeren Abschnitt der
Bohrung 89 im Körper 88 verschiebbar geführt ist. Am Dauermagnetkörper 94 haftet ein
zweiter Dauermagnetkörper 96, der in einer Hülse 97 gefaßt ist, welche im Bohrungsabschnitt
85 des Düsenhalters 68 verschiebbar geführt ist. Die Hülse 97 hat einen Flansch 98,
der in die Bohrung 83 des Düsenhalters 68 greift und von einer Druckfeder 99 in der
Bohrung 89 über die Scheibe 92 und die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 gegen eine
auf der Schulter 84 aufliegende Dämpfungsscheibe 100 gedrückt ist. In dieser Stellung
der Teile ist das untere Stirnende des Stößels 93 um das Maß h
f von der oberen Stirnseite des Druckstücks 80 entfernt. Ferner hat in dieser Stellung
der Flansch 98 der Hülse 97 den Abstand h
1 von der unteren Stirnseite des Körpers 88 und der obere Stirnrand der Hülse 95 den
Abstand h
2 von der Schulter 90.
[0036] Die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 stellen die Zusatzkörper der Einspritzdüse
dar, welche durch ihre Masse eine beschleunigungsabhängige Dämpfung der Öffnungsbewegung
der Ventilnadel 69 während eines ersten und eines zweiten Teilhubes bewirken. Die
Ventilnadel 69 führt auch bei dieser Ausführung zunächst einen Freihub h
f aus, bis die beiden Zusatzmassen 94 und 96 an die Ventilnadel angekoppelt werden
und dann die Dämpfung bewirken. Die beiden Dauermagnetkörper 94 und 96 werden über
den Stößel 93 und die Scheibe 92 nach oben mitgeführt, bis nach einem weiteren Teilhub
h
1 die Hülse 97 zur Anlage am Körper 88 kommt und der untere Dauermagnetkörper 96 abgekoppelt
wird. Nach einem weiteren Teilhub der Ventilnadel von der Größe h
2 - h
1 wird auch der obere Dauermagnetkörper 94 an der Schulter 90 blockiert und nach Überwindung
seiner Haltekraft von der Ventilnadel 69 abgekoppelt, vonach der im Druckraum 75 herrschende
und auf die Druckschulter der Ventilnadel 69 einwirkende Kraftstoffdruck die Ventilnadel
rasch in ihre volle Öffnungsstellung überführt. Beim Schließen des Ventils werden
die Dauermagnetkörper 94 und 96 in umgekehrter Reihenfolge angekoppelt, wobei auch
hierbei die Ventilnadel von diesen Zusatzmassen entkoppelt ist und in die Schließstellung
vorauszueilen vermag.
[0037] Die Einspritzdüse nach Figur 7 hat eine Ventilbaugruppe 102, die mit der in Figur
1 gezeigten und beschriebenen Ventilbaugruppe übereinstimmt. Oberhalb der Ventilbaugruppe
102 ist in einer Buchse 103 ein mit größerer Masse behafteter Zusatzkörper 104 verschiebbar
geführt, welcher aus einem in Flachform erstellten Permanentmagnetkörper 105 und zwei
an dessen Flachseiten befestigten segmentförmigen Polschuhen 106, 107 aus Weicheisen
besteht. Diese Teile bilden zusammen einen Magneten, dessen Anker die Stützscheibe
17 für die Schließfeder 18 der Ventilnadel 14 ist. Auf den Zusatzkörper 104 wirkt
über eine Hülse 108 aus nichtmagnetischem Stoff eine Schraubenfeder 110 ein, welche
sich an einer Schulter 111 der Buchse 103 abstützt und den Zusatzkörper 104 über einen
Einstellring 112 aus nichtmagnetischem Stoff gegen eine Schulter 113 des Düsenhalters
drückt. Der Zusatzkörper 104 enthält mehrere Längsbohrungen 114, welche eine Zulaufbohrung
115 mit der die Schließfeder 18 und die Schraubenfeder 110 aufnehmenden Kammer 22
verbinden.
[0038] In der in Figur 7 links dargestellten Schlie- βstellung der Ventilnadel 14 überwindet
die zwischen Stützscheibe 17 und Zusatzkörper 104 herrschende magnetische Anzugskraft
die Gegenkraft der Schließfeder 110, so daß der Zusatzkörper 104 an der Stützscheibe
17 anliegt. In dieser Stellung ist eine Ringschulter 116 des Zusatzkörpers 104 um
das Maß h
1 von einer gehäusefesten Gegenschulter entfernt, die an einem Einstellring 118 aus
nichtmagnetisierbarem Stoff gebildet ist, welcher sich an einer Schulter 119 an der
Buchse 103 abstützt. Wenn am Beginn eines Einspritzvorganges der ansteigende Kraftstoffdruck
die Gegenkräfte der Federn 18 und 110 überwindet, wird die Ventilnadel 14 und mit
ihr der Zusatzkörper 104 nach unten bewegt, bis am Ende des Teilhubes h
1 der Zusatzkörper 104 am Einstellring 118 zur Anlage kommt. Der massebehaftete Zusatzkörper
104 verzögert diese erste Bewegungsphase der Ventilnadel 14 so, wie es im Interesse
eines optimalen Einspritzverlaufes erwünscht ist.
[0039] Unmittelbar nach dem Auftreffen des Zusatzkörpers 104 auf den Einstellring 118 löst
sich die durch den Kraftstoffdruck beaufschlagte Ventilnadel 14 vom Zusatzkörper 104,
was zu einem Kraftsprung führt. Die Magnetkraft nimmt danach degressiv mit dem Nadelhub
ab, so daß nach einer Stoßabremsung eine schnelle Entlastung der auf die Ventilnadel
14 wirkenden Zusatzkraft folgt. Die Steilheit der Haupteinspritzung wird dadurch günstig
beeinflußt. Hat die Magnetkraft mit dem fortschreitenden Nadelhub um einen bestimmten
Wert abgenommen, vermag die Schraubenfeder 110 den Zusatzkörper 104 um den Betrag
h
2 entgegengesetzt zur Nadelbewegung zurückzustellen, wodurch die Magnetkraft zusätzlich
geschwächt wird. Durch entsprechende Wahl der Einstellringe 112 und 118 werden die
Bewegungsspiele h
1 und h
2 des Zusatzkörpers 104 dem jeweiligen Anwendungsfall optimal angepaßt. In der voll
geöffneten Stellung nimmt die Ventilnadel 14 die auf der rechten Seite der Figur 7
gezeigte Lage ein, in welcher die obere Seite der Stützscheibe 17 den Abstand hg von
der Ringschulter 119 an der Buchse 103 hat.
[0040] Die Schließbewegung der Ventilnadel 14 erfolgt unter zunehmender Magnetkraft, wobei
nach einem gewissen Rückhub der Zusatzkörper 104 wieder an den Einstellring 118 angezogen
wird. Dies führt wiederum zu einem Kraftsprung, in dessen Folge die Schließbewegung
stärker beschleunigt wird. Kurz vor dem Schließen des Ventils trifft die Stützscheibe
17 auf den Zusatzkörper 104 auf. Die Ventilnadel 14 wird dadurch abgebremst, so daß
sie gedämpft auf den Ventilsitz aufsetzt, In seltenen Fällen kann die Stützscheibe
17 zurückprellen und die Schließkraft unterbrechen. In solchen Fällen wird ein kleiner
Anfangsluftspalt zwischen dem Magnetsystem des Zusatzkörpers 104 und der Stützscheibe
17 vorgesehen. Der Zusatzkörper 104 kann sich dann vorteilhaft direkt am stirnseitigen
Ende der Düsennadel 14 abstützen.
1. Kraftstoff-Einpritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem Düsenkörper (10), in
welchem ein Ventilsitz (13) gebildet und ein Ventilschließglied (14) verschiebbar
geführt ist, das von einer Schließfeder (18) und entgegengesetzt dazu vom Kraftstoffdruck
beaufschlagt ist, und ferner mit einem auf das Ventilschließglied (14) einwirkenden
Zusatzkörper (25), der am Ende eines ersten Teilhubs des Ventilschließglieds (14)
mit diesem gekoppelt ist und zusammen mit einer gehäusefesten Schulter (27) eine sprunghafte
Änderung des Öffnungsdruckverlaufs bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper
(25, 36, 96, 104) am Ende des ersten Teilhubs durch Magnetkraft mit dem Ventilschließglied
(14, 69) gekoppelt ist und daß die Magnetkraft eine dem Kraftstoffdruck entgegenwirkende
Haltekraft ausübt, die kleiner ist als die vom Kraftstoffdruck auf das Ventilschließglied
(14) maximal ausgeübte Verschiebekraft und so bemessen ist, daß bei der Weiterbewegung
des Ventilschließgliedes (14, 69) in Öffnungsrichtung ein Abreissen des Zusatzkörpers
vom Ventilschließglied (14, 69) erfolgt.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25,
35, 36, 94, 96, 104) erst am Ende des ersten Teilhubs des Ventilschließglieds (14)
an der gehäusefesten-Schulter (27, 57, 88, 119) zur Anlage kommt.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkraft durch
einen Permanentmagnetkörper (25, 37, 94, 96, 105) hervorgerufen ist.
4. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (25)
selbst als Permanentmagnetkörper ausgebildet ist.
5. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnetkörper
(37, 105) am Zusatzkörper (35, 36, 104) oder am Ventilschließglied (14) befestigt
oder in eines dieser Teile eingebettet ist.
6. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatzkörper (25, 35, 36) in einer mit Kraftstoff gefüllten Zylinderkammer
(26, 54) beweglich angeordnet ist, deren zu beiden Seiten des Zusatzkörpers (25, 35,
36) liegenden Teilräume über einen drosselnden Kanal (s, S2, S3) miteinander verbunden sind.
7. Einspritzdüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der drosselnde Kanal
(s, s2, s3) durch den entsprechend eng bemessenen Führungsspalt des Zusatzkörpers (25, 35, 36)
in der Zylinderkammer (26, 54) gebildet ist.
8. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatzkörper (35, 36, 94, 96, 104) mit einer die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungskräfte
des Ventilschließgliedes (14, 69) merklich beeinflussenden Masse behaftet ist.
9. Einspritzdüse nach einem der Vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Zusatzkörper (35, 36 bzw. 94, 96) vorgesehen sind, die beim Öffnungshub
des Ventilschließglieds (14, 69) zeitlich nacheinander an gehäusefesten Schultern
(57, 49 bzw. 88, 90) zur Anlage kommen.
10. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatzkörper (35, 94) an einem Mitnehmer (40, 92) festgehalten ist, welcher
seinerseits mit dem Ventilschließglied (14, 69) über eine leerhubbehaftete Schleppverbindung
(hf) gekoppelt ist.
11. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper (104)
unter dem Einfluß einer eigenen Rückführfeder (110) steht, welche den Zusatzkörper
(104) nach der Trennung vom weiterbewegten Ventilschließglied (14) an einen gehäusefesten
Anschlag (113) zurückführt.
12. Einspritzdüse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäusefeste Anschlag
(113) den Zusatzkörper (104) in einer noch hinter seiner Anfangsstellung liegenden
Auffangsstellung festhält, in welcher die Magnetkraft den Zusatzkörper noch in die
Anfangsstellung zu ziehen vermag.
13. Einspritzdüse nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Anfangsluftspalt in dem Magnetsystem vorhanden ist, über welchen der Zusatzkörper-
mit dem Ventilschließglied (14) kraftschlüssig gekoppelt ist.
1. Fuel injection nozzle for internal combustion engines, having a nozzle body (10),
in which a valve seat (13) is formed and a valve closure member (14) is displaceably
guided, which is acted upon by a closure spring (18) and, in the opposite direction
to the latter, by the fuel pressure, and, moreover, having an auxiliary body (25)
which acts upon the valve closure member (14), which auxiliary body (25), at the end
of an initial partial stroke of the valve closure member (14), is coupled to the latter
and, together with a shoulder (27) fixed to the housing, causes the variation in opening
pressure to change rapidly, characterised in that the auxiliary body (25, 36, 96,
104), at the end of the initial partial stroke, is coupled by magnetic force to the
valve closure member (14, 69), and that the magnetic force exerts a retaining force
acting in the opposite direction to the fuel pressure, which retaining force is smaller
than the maximum displacement force exerted by the fuel pressure on the valve closure
member (14), and is regulated in such a way that, when the valve closure member (14,
69) moves further in the opening direction, the auxiliary body is pulled away from
the valve closure member (14, 69).
2. Injection nozzle according to Claim 1, characterised in that the auxiliary body
(25, 35, 36, 94, 96,104) comes into contact at the shoulder (27, 57, 88, 119), which
is fixed to the housing, only at the end of the initial partial stroke of the valve
closure member (14).
3. Injection nozzle according to Claim 2, characterised in that the magnetic force
is caused by a permanent magnet body (25, 37, 94, 96,105).
4. Injection nozzle according to Claim 3, characterised in that the auxiliary body
(25) itself is designed as a permanent magnet body.
5. Injection nozzle according to Claim 3, characterised in that the permanent magnet
body (37, 105), at the auxiliary body (35, 36, 104) or at the valve closure member
(14), is fixed or embedded into one of these parts.
6. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that
the auxiliary body (25, 35, 36) is arranged to be movable in a cylinder chamber (26,
54) filled with fuel, the partial spaces of which cylinder chamber are located on
both sides of the auxiliary body (25, 35, 36) and are connected to one another via
a throttling channel (s, S2, s3).
7. Injection nozzle according to Claim 6, characterised in that the throttling channel
(s, S2' s3) is formed by the correspondingly narrowly dimensioned guide gap of the auxiliary
body (25, 35, 36) in the cylinder chamber (26, 54).
8. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that
the auxiliary body (35, 36, 94, 96, 104) possesses a mass considerably influencing
the acceleration or deceleration forces of the valve closure member (14, 69).
9. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that
several auxiliary bodies (35, 36 or 94, 96) are provided which, during the opening
stroke of the valve closure member (14, 69), are timed to come into contact one after
the other at the shoulders (57, 49 or 88, 90) fixed to the housing.
10. Injection nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that
the auxiliary body (35, 94) is firmly held on a carrier (40, 92), which, in its turn,
is coupled to the valve closure member (14, 69) via a drag connection (hf) which is affected by the idle stoke.
11. Injection nozzle according to Claim 2, characterised in that the auxiliary body
(104) is under the influence of its own restoring spring (110), which returns the
auxiliary body (104), after separation from the moved-on valve closure member (14),
to a stop (113) fixed to the housing.
12. Injection nozzle according to Claim 11, characterised in that the stop (113) fixed
to the housing firmly retains the auxiliary body (104) in an interception position
which is still behind its initial position and in which the magnetic force is still
able to pull the auxiliary body into the initial position.
13. Injection nozzle according to one of Claims 2 to 12, characterised in that an
initial air gap is available in the magnetic system, by means of which the auxiliary
body is connected non-positively to the valve closure member (14).
1. Soupape d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne, soupape comportant
un corps de soupape (10) dans lequel est formé un siège de soupape (13) et dans lequel
est guidé, de façon à pouvoir coulisser, un organe de fermeture (14) de la soupape,
qui est sollicité par un ressort de fermeture (18) et en sens opposé par la pression
du carburant, et comportant en outre, un corps supplémentaire (25) agissant sur l'organe
de fermeture (14) de la soupape et qui, à l'extrémité d'une première course partielle
de l'organe de fermeture (14) de la soupape, est couplé à celui-ci et assure en coopération
avec un épaulement (27) fixe par rapport au boîtier, une modification brusque de l'évolution
de la pression d'ouverture, soupape d'injection caractérisée en ce que le corps supplémentaire
(25, 36, 96, 104) est couplé à l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape à la fin
de la première course partielle par la force magnétique, et que cette force magnétique
exerce un effort de retenue agissant contre la pression du carburant, cet effort de
retenue étant inférieur à l'effort de déplacement maximal exercé par la pression du
carburant sur l'organe de fermeture (14) de la soupape, et étant mesuré de sorte que,
lors de la poursuite du déplacement de l'organe (14, 69) de fermeture de la soupape,
dans la direction d'ouverture, le corps supplémentaire se détache de l'organe de fermeture
(14, 69) de la soupape.
2. Soupape d'injection selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps supplémentaire
(25, 35, 36, 94, 96, 104) ne vient s'appliquer sur l'épaulement fixe par rapport au
boîtier (27, 57, 88, 119) qu'à la fin de la première course partielle de l'organe
de fermeture (14) de la soupape.
3. Soupape d'injection selon la revendication 2, caractérisée en ce que la force magnétique
est engendrée par une structure magnétique permanente (25, 37, 94, 96, 105).
4. Soupape d'injection selon la revendication 3, caractérisée en ce que le corps supplémentaire
(25) lui-même constitue la structure magnétique permanente.
5. Soupape d'injection selon la revendication 3, caractérisée en ce que la structure
magnétique permanente (37, 105) est fixée sur le corps supplémentaire (35, 36, 104)
ou sur l'organe de fermeture (14) de la soupape, ou bien est enrobée dans l'une de
ces parties.
6. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce
que le corps supplémentaire (25, 35, 36) est disposé de façon à se déplacer dans une
chambre cylindrique (26, 54) remplie de carburant, dont les espaces partiels situés
des deux côtés du corps supplémentaire (25, 35, 36) sont reliés ensemble par l'intermédiaire
d'un canal d'étranglement (s, S2, S3)'
7. Soupape d'injection selon la revendication 6, caractérisée en ce que le canal d'étranglement
(s, S2, S3) est constitué par l'intervalle de guidage, étroitement mesuré de façon appropriée,
du corps supplémentaire (25, 35, 36) dans la chambre cylindrique (26, 54).
8. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce
que le corps supplémentaire (35, 36, 94, 96, 104) est affecté d'une masse influençant
notablement les efforts d'accélération ou de décélération de l'organe de fermeture
(14, 69) de la soupape.
9. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en ce
qu'il est prévu plusieurs corps supplémentaires (35, 36 ou bien 94, 96) qui, lors
de la course d'ouverture de l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape, viennent
successivement dans le temps s'appliquer contre des épaulements fixes par rapport
au boîtier (57, 49 ou bien 88, 90).
10. Soupape d'injection selon une des précédentes revendications, caractérisée en
ce que le corps supplémentaire (35, 94) est fermement maintenu contre un organe d'entraînement
(40, 92), lequel est, de son côté, couplé à l'organe de fermeture (14, 69) de la soupape,
par l'intermédiaire d'une liaison d'entraînement comportant une course à vide (hf).
11. Soupape d'injection selon la revendication 2, caractérisée en ce que le corps
supplémentaire (104) est sous l'influence d'un ressort de rappel (110) qui lui est
propre, ce ressort ramenant le corps supplémentaire (104) contre une butée (113) fixe
par rapport au boîtier après sa séparation d'avec l'organe de fermeture (14) de la
soupape qui continue son déplacement.
12. Soupape d'injection selon la revendication 11, caractérisée en ce que la butée
(113) fixe par rapport au boîtier, maintient fermement le corps supplémentaire (104)
dans une position de réception se situant encore derrière sa position de départ, et
dans laquelle la force magnétique peut encore attirer le corps supplémentaire dans
sa position de départ.
13. Soupape d'injection selon une des revendications 2 à 12, caractérisée en ce qu'un
intervalle d'air est prévu au départ dans le système magnétique, intervalle par l'intermédiaire
duquel le corps supplémentaire est couplé par adhérence à l'organe de fermeture (14)
de la soupape.