[0001] Die Erfindung betrifft einen Sportschuh, insbesondere einen Lauf-, Ski- oder Eislaufschuh.
[0002] Ziel der Erfindung ist es, mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen einen Sportschuh
so zu gestalten bzw. so auszustatten, daß der Fuß des Benutzers beim Betreiben eines
Bewegungssportes z. B. Laufen, Skifahren, Schlittschuhlaufen, Wandern oder irgend
einer leichtathletischen Disziplin, besonders zuverlässig und auf Dauer mit der Sohle
des Schuhes innig verbunden bleibt, dadurch vor einem ständigen, intermittierenden
Abheben und Wiederaufsetzen auf der Sohle bewahrt und solcherart möglichst geschont
wird.
[0003] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß bei den bisher bekannten Sportschuhen
hierfür zu wenig Sorge getragen worden ist. Zwar hat man schon verschiedene Maßnahmen
getroffen, um den Fuß des Schuhträgers möglichst mit dem Schuh zu verbinden (FR-A-1
280 939).
[0004] Es konnte bisher nicht verhindert werden, daß sich der Fuß bei einer der oben genannten
sportlichen Betätigungen des Schuhträgers insbesondere im Fersenbereich andauernd
im Wechsel von der Schuhsohle abhob und wiederaufsetzte.
[0005] Wenngleich das Ausmaß solcher Relativbewegungen zwischen der Fußsohle und der Schuhsohle
verhältnismäßig gering ist, führte doch die dadurch verursachte Dauerbeanspruchung
der ersteren allzuleicht und allzurasch zu Ermüdungserscheinungen, Unannehmlichkeiten
und Schmerzen, insbesondere im Fersenbereich. Außerdem wurde das bei verschiedenen
Sportarten wichtige Gefühl der Bodenhaftung beeinträchtigt und schließlich ging auch
ein zunächst guter Paßsitz des Schuhes durch die Dauerbewegung des Fußes innerhalb
des Schuhes allmählich verloren, weil die am Fuß anliegenden Bereiche der Innenseiten
des Schuhoberteiles dauerbeansprucht wurden und einer Deformation sowie einem vorzeitigen
Verschleiß unterlagen.
[0006] Das eingangs genannte Ziel der Erfindung wird nun ihrem wesentlichen Merkmal zufolge
dadurch erreicht, daß der Sportschuh, insbesondere Lauf-, Ski- oder Eislaufschuh,
mit einem der Halterung des Fußes an der Schuhsohle dienenden, an der Schuhsohle befestigten,
über den Bereich der Achillessehne verlaufenden und in den Bereich des Fußristes geführten
Band versehen ist, wobei ein einziges solches Band den Bereich des Mittelfußes überquerend
in zwei an den beiden Flanken der Schuhsohle angeordneten Bügeln gleitend geführt
ist.
[0007] Der Fuß bzw. die Fußsohle und mit ihr auch die Ferse bleiben stets innig mit dem
Sohlenbereich des Schuhes verbunden und dies vermittelt dem Schuhträger ein sicheres
Gefühl des Bodenkontaktes. Der Fuß erfährt außerdem geringstmögliche Beanspruchungen
im empfindlichen Sohlenbereich, ermüdet nicht mehr so rasch und wird nur an optimal
geeigneten Stellen, nämlich nur im Bereich der bekanntlich sehr kräftigen Achillessehne
und anderseits im Bereich des knochigen Fußristes zur Halterung des Schuhes herangezogen,
in den übrigen, druckempfindlichen Bereichen jedoch erheblich entlastet. Die Beanspruchung
des Fußes durch seine Verbindung mit dem Schuh erfolgt somit überaus günstig und ohne
Gefahr einer Schmerzverursachung, zumal als flexibles Organ ein vergleichsweise breites,
weiches und elastisches Band verwendet werden kann, das ein Optimum an Bequemlichkeit
für den Träger des Schuhes gewährleistet.
[0008] Es wird sich aus ästhetischen, modischen, aber auch aus praktischen Gründen empfehlen,
ein solches Organ innerhalb des Schuhoberteiles verlaufend, also unsichtbar, anzuordnen,
wobei es an der Innenseite der Schuhsohle, gegebenenfalls an einem im Schuhsohlenbereich
eingebetteten Füllkörper, Einsatzkörper od. dgl. verankert werden kann und außerdem
an dem gegebenenfalls mit einem Strumpf bekleideten Fuß des Schuhträgers ziemlich
unmittelbar anliegt, so daß es in dieser unmittelbaren Anlage naturgemäß besonders
wirksam und voll zur Geltung kommt.
[0009] Das Ausmaß der Spannung des Organes und damit die Stärke und Festigkeit der innigen
Verbindung zwischen Fuß und Schuhsohle kann nach Erfahrung, der jeweiligen Art des
vom Schuhträger betriebenen Sportes entsprechend, gewählt werden und ist - dem jeweiligen
Wunsch und Bedarf entsprechend - leicht regelbar.
[0010] In einfachster Weise ist die Erfindung, z. B. bei Laufschuhen, Wanderschuhen, Bergsteigerschuhen
od. dgl., derart zu verwirklichen, daß die Anspannung des flexiblen Organes dann durchgeführt
wird, sobald der Fuß in den - geöffneten - Schuh hineingeschlüpft ist, und daß dann
der Oberteil des Schuhes um den Fuß herum geschlossen wird. Dabei kann das flexible
Organ oder eine Gruppe solcher Organe bei einfachsten Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
selbst als Verschlußmittel für den Schuhoberteil dienen.
[0011] Andererseits kann es vorgesehen sein, daß das im Schuhinneren angeordnete flexible
Organ mittels einer von der Außenseite des Schuhes her, z. B. durch Drehung, betätigbaren
Spannvorrichtung, vorzugsweise stufenlos, auf das jeweils gewünschte Ausmaß spannbar
ist. Dies eignet sich begreiflicherweise besonders für Schuhe, die eine feste, insbesondere
steife Außenschale aufweisen, also für moderne Ski-und Eishockeyschuhe.
[0012] Diese Anordnung einer außenseitigen Spannvorrichtung erbringt den beachtenswerten
Vorteil, daß es keiner Öffnung des Schuhes bedarf, um die Spannung des flexiblen Organes
zu regeln; darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, daß das Ausmaß dieser Spannung
zeit- und bedarfsweise, z. B. in Pausen der Sportbetätigung, mühelos und ohne nennenswerten
Zeitaufwand verändert werden kann, z. B. um die Spannung während solcher Pausen zu
verringern bzw. dem Fuß diesbezüglich die Gelegenheit und Möglichkeit einer gewissen
Erholung zu bieten.
[0013] Um bei bestimmten, phasenweise ablaufenden Sportbetätigungen, die z. B. von Pausen
durchsetzt sind, etwa beim Skisport, bei Eishokkey usw., einen raschen und mühelosen
Wechsel zwischen verschiedenen Spannungszuständen herbeiführen zu können, mag es zweckdienlich
sein, die Spannvorrichtung an einem gut und bequem zugänglichen Bereich des Schuhes,
vorzugsweise an dem den Fußrist abdeckenden Bereich des Schuhoberteiles, anzuordnen.
[0014] Zur weiteren Verbesserung der Bequemlichkeit der Handhabung wird es in diesem Fall
empfehlenswert sein, wenn die Spannung des Organes mittels eines der Spannvorrichtung
zugeordneten Betätigungsgliedes, z. B. eines Druck-oder Drehknopfes, bedarfsweise
und zeitweise lockerbar bzw. wieder anspannbar ist. Ein solches Betätigungsorgan läßt
sich - etwa mit einem Skistock - unschwer erreichen und bequem handhaben.
[0015] Insbesondere erweist es sich als vorteilhaft, das Organ in dem zum Anliegen an der
Achillessehne des Fußes bestimmten Bereich aus elastischem Material auszubilden.
[0016] Dadurch, daß sich ein solches flexibles Organ durchgehend über den Rist und die Achillessehne
erstreckt und im Bereich der Fußsohlen-Wölbung in mit der Schuhsohle verbundenen Führungen
gleitend geführt ist, kann der Fuß auf der Schuhsohle mittels eines einzigen Bandes
od. dgl. fest und sicher befestigt werden, wobei er dank der gleitenden Lagerung des
Bandes sowohl im Ristbereich als auch im Bereich der Achillessehne gehalten, aber
dennoch unter Belassung einer gewissen Eigenbeweglichkeit begrenzt fixiert wird, weil
die Verspannung sowohl nach hinten wie auch nach vorne, von dem Bereich unterhalb
der Fußwölbung ausgehend schräg verläuft.
[0017] Gleichwohl sich die Erfindung zur Anwendung auf Sportschuhe aller Art, z. B. Laufschuhe,
Fußballschuhe, Wanderschuhe, Bergsteigerschuhe usw., eignet, wobei sie gleichermaßen
auf Schuhe ohne Oberteil als auch auf Schuhe mit Stoff-, Leder- oder Kunststoff-Oberteil
anwendbar ist, ist die Erfindung doch mit ganz besonderen Vorteilen für die Anwendung
bei solchen Schuhen prädestiniert, die eine aus steifem Material bestehende, an ihrer
Innenseite gegebenenfalls mit Schaumstoff od. dgl. ausgekleidete Schale aufweisen,
also etwa auf Skischuhe, Eishockeyschuhe u. dgl. anwendbar.
[0018] Bei solchen Sportschuhen kann die Spannvorrichtung besonders günstig an der Außenseite
dieser steifen Schale, vorzugsweise im Bereich des Fußristes, als im vorderen Teil
des Schuhoberteiles, aufliegend, gegebenenfalls in einer Ausnehmung dieser Schale
zumindest teilweise versenkt, angeordnet werden. In diesem Bereich ist die Spannvorrichtung
besonders günstig zugänglich und betätigbar. Der Oberteil solcher Schuhe ist dann
zweckmäßigerweise an seiner Rückseite zu öffnen bzw. zu verschließen.
[0019] Wie schon oben erwähnt, besteht einer der Hauptvorteile der erfindungsgemäßen Lösung
darin, daß das flexible Organ schon allein für eine überaus zuverlässige Verbindung
des Fußes mit der Schuhsohle und damit auch für eine ebensolche solide Verbindung
des Fußes mit dem Schuh sorgt, so daß diese wünschenswert innige Verbindung nicht
erst durch Vermittlung des Schuhoberteiles mittelbar geschaffen werden muß.
[0020] Dank dieses Umstandes benötigt der Oberteil des Schuhes keiner aufwendigen und speziell
bei Sportschuhen sehr störenden Bestückung mit Schnallen, Klemmen, Hebeln und Scharnieren,
die üblicherweise dazu dienen, den Schuhoberteil mit dem Fuß möglichst fest zu verbinden,
deren Betätigung jedoch mit einem erheblichen Mühe- und Zeitaufwand sowie mit Unbequemlichkeiten
verknüpft ist, und die außerdem - insbesondere bei ungünstigen Witterungsverhältnissen,
wie großer Kälte - störungsanfällig sind. Bei einem erfindungsgemäß ausgestatteten
Sportschuh genügt gegebenenfalls eine einzige, den Schuhschaft zumindest teilweise
umschließende Spannvorrichtung, um den Schuh einerseits zu verschließen und andererseits
im Bereich oberhalb des Knöchels fest am Fuß anliegen zu lassen, weil ja für die eigentliche
Halterung der Schuhsohle am Fuß des Schuhträgers ohnehin das erfindungsgemäße flexible
Organ sorgt.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der einzigen Zeichnungsfigur,
teils in einer Längsansicht, teils in einem Längsschnitt schematisch veranschaulicht.
[0022] Der als Ausführungsbeispiel dargestellte Skischuh besteht aus einer steifen, der
Form des Fußes entsprechend gestalteten Schale 1 aus steifem Kunststoff, in deren
Sohlenbereich ein Füllkörper 2 aus besonders hartem und widerstandsfähigem Material,
wie Kunststoff oder Leichtmetall, z. B. Aluminium, eingebettet ist. Der Füllkörper
2 kann formschlüssig durch Einbettung im Material der Schale 1 und/oder auch mittels
beliebiger anderer Hilfs- und Befestigungsmittel 2' oder mittels Kleber, mit der Schale
1 verbunden sein.
[0023] Zu beiden Seiten trägt der Füllkörper 2 an den Längsrändern seiner Oberseite je einen
langgestreckten Bügel 3; diese beiden Bügel, 3 können beispielsweise einzeln im Füllkörper
2 verankert sein oder an den beiden gegenüberliegenden Enden einer den Füllkörper
2 durch- oder überquerenden oder in ihm eingebetteten, z. B. aus Metall bestehenden
Brücke 3' angeordnet sein.
[0024] Das bandförmige flexible Organ 4 ist durch diese beiden beidseits der Längsseiten
des gestrichelt angedeuteten Fußes 5 im Bereich der Fußsohlen-Wölbung angeordnete
Bügel 3 durchgezogen und erstreckt sich - in diesen Bügeln 3 gezogen und erstreckt
sich - in diesen Bügeln 3 frei gleitend - teils über den Bereich 6 der Achillessehne
des Fußes 5, teils über den Bereich 7 des Fuß-Ristes, wo sich die Spannvorrichtung
8 befindet, die entweder die beiden Enden des flexiblen Organes 4 aufnimmt oder von
diesem Organ 4 durchlaufen wird, wenn es endlos ausgebildet ist. Jedenfalls läßt sich
die wirksame, um den Fuß zu schlingende Länge dieses Organes 4 mittels der Spannvorrichtung
8 zwecks Regelung der Spannung verkürzen oder verlängern.
[0025] Ein Druckknopf 8' kann dazu benutzt werden, die Spannvorrichtung 8 bedarfsweise und
zeitweilig, z. B. in Pausen einer sportlichen Betätigung, zu lockern bzw. nach solchen
Pausen problemlos wieder wirksam werden zu lassen.
[0026] Zumindest in dem am Bereich 6 der Achillessehne anliegenden Teil 4' des flexiblen
Organes 4 kann dieses Organ elastisch ausgebildet sein, um geringfügige Bewegungen
des Fußes 5 in bezug zur Schuhsohle bzw. zum Füllkörper 2 zuzulassen, ansonsten aber
größere Bewegungen dieser Art zu unterbinden, die zu einer Dauerbeanspruchung der
Fußsohle 9 bzw. der Ferse 5 des Fußes führen würden und dementsprechend beim Schuhträger
eine vorzeitige Ermüdung und gegebenenfalls Schmerzen verursachen.
[0027] Die Spannvorrichtung 8 kann in einer Ausnehmung 1' der Schale 1 zumindest teilweise
versenkt sein, um das flexible Organ 4 möglichst weitgehend in der Nähe des Fußes
5 erfassen zu können. An ihrer Innenseite ist die Schale 1 in üblicher Weise mit einer
Auskleidung 10 versehen, z. B. mit einer Schaumstoffauskleidung.
[0028] Im Bereich des Schuhschaftes ist eine diesen Schaft umschließende Spann- und Verschlußvorrichtung
11 angeordnet, die dank der besonders zuverlässigen erfindungsgemäßen Verbindung des
Fußes 5 mit dem dem Schuhinneren zugekehrten Bereich der Schuhsohle völlig ausreicht,
um die an der Rückseite des Schuhes zu öffnende Schale 1 verschlossen zu halten und
den Schaft am Fuß 5 satt anliegen zu lassen. Gewünschtenfalls können aber an der Rückseite
des Schaftes noch zusätzliche Organe, wie Schnallen, Klemmen, Hebelscharniere usw.
zum Verschließen der Schale 1 vorgesehen werden.
1. Chaussure de sport, en particulier chaussure pour la marche, le ski ou le patinage
sur glace, munie d'une bande (4) qui sert au maintien du pied (5) sur la semelle (2)
de la chaussure, qui est fixée à ladite semelle (2) de chaussure, qui s'étend par-dessus
la région (6) du tendon d'Achille, et qui est renvoyée vers la région (7) du cou-de-pied,
caractérisée par le fait qu'une telle bande (4) unique est conduite à glissement dans
deux anneaux (3) disposés sur les deux flancs de la semelle (2) de chaussure, en passant
transversalement au-dessus de la région du métatarse.
2. Chaussure de sport selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la bande
(4) s'étend à partir des anneaux (3) disposés dans la région située en-dessous du
métatarse, d'une part, en arrière, par-dessus la région (6) du tendon d'Achille, et,
d'autre part, en avant, dans la région (7) du cou-de-pied.