(19)
(11) EP 0 075 073 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.05.1985  Patentblatt  1985/19

(21) Anmeldenummer: 82105381.6

(22) Anmeldetag:  18.06.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4D06B 3/26

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Spülen von Textilgut

Method and apparatus for the wet treatment of textile materials

Procédé et appareil de traitement au mouillé de matières textiles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 22.09.1981 DE 3137663

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.03.1983  Patentblatt  1983/13

(71) Anmelder: Brückner Apparatebau GmbH
D-6122 Erbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Schuierer, Manfred
    D-6120 Michelstadt (DE)

(74) Vertreter: Tetzner, Volkmar, Dr.-Ing. Dr. jur. 
Van-Gogh-Strasse 3
81479 München
81479 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren (entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1) zum Spülen von Textilgut sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

    [0002] Bei einem bekannten Verfahren zum Spülen von Textilgut (GB-A-237 422) läuft das Textilgut während des Spülvorganges in Form eines endlosen Stranges im Behälter um, dessen Flottenauslauf (im unteren Behälterbereich) geöffnet ist. Spülflotte (Frischwasser) wird hierbei sowohl auf das aus dem unteren Behälterbereich nach oben aufsteigende Trum des Textilgutes, als auch auf das - nach Passieren eines Quetschwalzenpaares - von oben nach unten in die Verweilzone laufende Trum des Textilgutes aufgedüst. Dieses Verfahren ist mit dem Nachteil einer hohen benötigten Spülflottenmenge behaftet.

    [0003] Es ist weiterhin ein Spülverfahren bekannt (EP-A-16350), bei dem gleichfalls eine flottenfreie Verweilzone Verwendung findet, die Spülflotte (Frischwasser) jedoch höchstens in einer Menge auf das Textilgut aufgebracht wird, die es beim Eintritt in die Verweilzone tragen kann. Ein solches Verfahren zeichnet sich durch eine wesentliche Verringerung der benötigten Spülflottenmenge aus und verkleinert damit insbesondere den Aufwand für die Abwasserreinigung.

    [0004] Zum Stand der Technik gehört schließlich eine Naßbehandlungsvorrichtung (US-A-3 599 447), die im unteren Teil eines Naßbehandlungsbehälters eine Verweilzone enthält, über der im oberen Teil des Behälters eine Umlenkzone mit einer angetriebenen Transportwalze vorgesehen ist. Zwischen der Umlenkzone und der Verweilzone befindet sich ein Overflow- bzw. Jet-System, das dem Textilgut Flotte zuführt und bei der Naßbehandlung (beispielsweise einer Färbebehandlung) eine Förderverbindung zwischen der Umlenkzone und der Verweilzone bildet.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spülverfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzten Art so auszubilden, daß hinsichtlich des Zeitaufwandes für den Spülvorgang und bezüglich der benötigten Spülflottenmenge ein Optimum erzielt wird.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Im Unterschied zu dem aus der GB-A-237 422 bekannten Stand der Technik erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Spülverfahren keine Zugabe von Spülflotte zum absteigenden (d. h. der Verweilzone zulaufenden) Trum des Textilgutes. Der dem absteigenden (der Verweilzone zulaufenden) Trum zugeführte Teil der Spülflotte erweist sich nämlich wesentlich weniger wirksam (für die Spülwirkung) als der Teil der Spülflotte, der dem aufsteigenden (die Verweilzone verlassenden) Trum zugeführt wird. Dies hängt u. a. damit zusammen, daß die Verweilzone flottenfrei gehalten wird, so daß Spülflotte, die dem absteigenden Trum des Textilgutes zugeführt wird, nur eine verhältnismäßig kurze Zeitdauer auf das Textilgut einwirken kann. Durch die ausschließliche Zugabe von Spülflotte zum aufsteigenden Trum des Textilgutes wird im Vergleich zum Verfahren gemäß GB-A-237 422 eine wesentliche Verringerung der benötigten Spülflottenmenge erreicht.

    [0008] Anders als bei dem Verfahren entsprechend EP-A-16350 wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dem aufsteigenden Trum des Textilgutes etwas mehr Spülflotte zugeführt, als das Textilgut bei seiner Aufwärtsbewegung mitnehmen kann. Der überschüssige Teil der Spülflotte läuft infolgedessen am aufsteigenden Trum des Textilgutes nach unten, führt somit eine Gegenstrombewegung zum Textilgut aus. Hierdurch wird mit einer vergleichsweise geringen zusätzlichen Flottenmenge eine wesentliche Intensivierung des Spülvorganges und eine erhebliche Verkürzung der Spülzeit erreicht.

    [0009] Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden im Zusammenhang mit der Beschreibung einiger in der Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    [0010] In der Zeichnung zeigt

    Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht durch eine erste Ausführungsform des Naßbehandlungsbehälters,

    Fig. 2 eine Ausführungsart der Düseneinrichtung zum Aufbringen von Spülflotte,

    Fig. 3 eine Teil-Querschnittsansicht (ähnlich Fig. 1) zur Erläuterung einer zusätzlichen Luftaufblasung im Bereich der Düseneinrichtung,

    Fig. 4 eine Schemadarstellung zur Erläuterung der Aufheizung der frischen Spülflotte,

    Fig. 5 eine ganz schematisch gehaltene Querschnittsansicht durch ein zweites Ausführungsbeispiel des Naßbehandlungsbehälters,

    Fig. 6 eine vereinfachte schematische Längsschnittansicht durch eine Naßbehandlungsbehälter-Ausführungsform mit mehreren Kammern für eine kontinuierliche Behandlung des Textilgutes,

    Fig. eine schematische Querschnittsansicht durch eine weitere Ausführungsform, die sowohl zum Färben als auch zum Spülen verwendet werden kann.



    [0011] Von der Vorrichtung zur Durchführung des Spülverfahrens ist in Fig. 1 lediglich der Naßbehandlungsbehälter 1 mit den zur Erläuterung der Erfindung notwendigen Einrichtungsteilen dargestellt.

    [0012] Der Behälter 1 enthält in seinem oberen Teil beispielsweise vier Umlenk- und Transportwalzen 2 bis 5, die parallel und mit Abstand hintereinander in üblicher Weise angeordnet sind und von dem zu behandelnden Textilgut 6 - wie dar. gestellt - zumindest teilweise umschlungen werden; von diesen Walzen 2 bis 5 können wenigstens einige in herkömmlicher Weise durch einen äußeren Antrieb angetrieben werden, so daß das Textilgut 6 in Richtung der Pfeile 7 durch den Behälter 1 gefördert werden kann.

    [0013] Der Behälter 1 besitzt ferner etwa in seiner unteren Hälfte eine von Spülflotte freie Verweilzone 8 für das Textilgut 6. Im Beispiel der Fig. 1 wird die Verweilzone 8 dadurch gebildet, daß der Behälter 1 etwa in seiner unteren Hälfte in Form eines Speichers für das Textilgut 6 mit nach unten gekrümmtem Boden 1a ausgebildet ist. Die Verweilzone 8 besitzt ein Textilgut-Zulaufende 8a im Bereich unterhalb der letzten Umlenk-und Transportwalze 5 sowie ein Textilgut-Ablaufende 8b, das sich mit ausreichendem Abstand unterhalb der - in Textilgutförderrichtung (Pfeil 7) betrachtet - ersten Transportwalze 2 befindet. Im Bereich zwischen diesem Textilgut-Ablaufende 8b der Verweilzone 8 und dieser ersten Umlenk- und Transportwalze 2 befindet sich eine Zone, in der eine Düseneinrichtung 9 zum Aufspritzen von Spülflotte auf das Textilgut 6 angeordnet ist. Wie sich durch die Förderrichtung (Pfeil 7) für das Textilgut 6 erkennen läßt, wird durch diese Düseneinrichtung 9 die Spülflotte auf das aufsteigende Trum 6a des Textilgutes, und zwar ausschließlich in diesem Abschnitt, aufgebracht. Durch hier nicht näher veranschaulichte, allgemein bekannte Steuereinrichtungen wird die Menge der Spülflotte so bemessen, daß sie die vom Textilgut 6 bei seiner Aufwärtsbewegung (Pfeil 7) mitnehmbare Flottenmenge übersteigt.

    [0014] Die Düseneinrichtung 9 enthält beiderseits des Textilgutes 6 bzw. 6a Spritzdüsen 10, 10a, die entsprechend dem zu behandelnden Textilgut angepaßt sein können, d. h. falls strangförmiges Textilgut behandelt wird, dann bietet sich insbesondere eine das Textilgut ganz oder doch wenigstens weitgehend umfassende Ringdüse an, während bei ausgebreitetem Textilgut auf jeder Textilgutseite eine entsprechend breite Spritzdüse angeordnet sein kann.

    [0015] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsmöglichkeit der Spritzdüsen 10, 10a, zwischen denen das Textilgut 6 in ausgebreitetem Zustand hindurchgeführt wird. Jede dieser Spritzdüsen wird durch einen Düsenkörper gebildet, der in seiner Länge der größtmöglichen Textilgutbreite entspricht und quer zu dem Textilgut angeordnet ist. Jeder Düsenkörper kann dabei entweder einen über die ganze Arbeitsbreite verlaufenden einzigen Düsenschlitz (wie an sich bekannt) oder eine Anzahl einzelner Düsenöffnungen 11 - wie im Falle der Fig. 2 - aufweisen, aus denen die Spülflotte mit verhältnismäßig großem Druck auf die entsprechende Seite des Textilgutes 6 aufgespritzt wird.

    [0016] Geht man weiter davon aus, daß ausgebreitetes Textilgut 6 im Naßbehandlungsbehälter 1 gespült werden soll, dann ist es besonders zweckmäßig, wenn - wie Fig. 3 veranschaulicht - vor und/oder hinter der Düseneinrichtung 9 noch eine Luftaufblaseinrichtung vorgesehen ist. Im Falle der Fig. 3 ist sowohl vor als auch hinter der Düseneinrichtung 9 (jeweils in Textilgut-Förderrichtung - Pfeil 7 - betrachtet) ein Luftaufblasdüsensatz 12, 13 beiderseits des Textilgutes 2 angeordnet. Die Aufgabe dieser Luftaufblasdüsensätze 12, 13 besteht in erster Linie in der Breithaltung des Textilgutes 6; es kann hierdurch jedoch auch noch zusätzlich die Spülwirkung der Spülflotte unterstützt werden.

    [0017] In dem Naßbehandlungsbehälter 1 ist ferner im Bereich der Verweilzone 8 eine das Textilgut 6 abstützende Transporteinrichtung 14 vorgesehen, die einen ausreichenden Abstand von dem nach unten gekrümmten Boden 1 besitzt und bis zum Ablaufende 8b der Verweilzone 8, also bis in den Bereich unterhalb der Düseneinrichtung 9 reicht. Im Beispiel der Fig. 1 wird die erwähnte Transporteinrichtung in der Verweilzone 8 durch einen Rost 14 gebildet. Dieser Rost 14 ist vorzugsweise im Bereich des Ablaufendes 8b der Verweilzone 8 undurchlässig für die Spülflotte ausgeführt (undurchlässiger Rostabschnitt 14a). Der übrige Rostabschnitt ist dagegen flüssigkeitsdurchlässig und kann beispielsweise in Form eines üblichen Gleitrostes ausgebildet sein. Für die Ausbildung des Rostes 14 besteht ferner die Möglichkeit, diesen zumindest teilweise in Form eines Rollenrostes (wie im unteren Abschnitt bei 14b gestrichelt angedeutet) auszuführen.

    [0018] In der bisher beschriebenen Vorrichtung kann Textilgut 6 nach folgendem Verfahren mit Spülflotte naßbehandelt werden:

    Es sei zunächst angenommen, daß der Naßbehandlungsbehälter 1 gemäß Fig. 1 eine einzige Kammer, nämlich die im Querschnitt veranschaulichte Kammer 15, besitzt, in der das Textilgut 6 diskontinuierlich in endlosem Umlauf gespült wird. Das in Richtung des Pfeiles 7 durch den Behälter 1 geförderte Textilgut 6 gelangt mit seinem aufsteigenden Trum 6a aus der von Spülflotte freien Verweilzone 8 in eine Zone, in der mit Hilfe der Düseneinrichtung 9 Spülflotte auf beiden Seiten auf das Textilgut 6 unter Druck aufgespritzt wird. Die Spülflotte wird dabei ausschließlich auf dieses aufsteigende Trum 6a des Textilgutes 6 sowie in einer Menge aufgebracht, die die vom Textilgut 6 bei seiner Aufwärtsbewegung mitnehmbare Flottenmenge übersteigt. Dies bedeutet, der die mitnehmbare Flottenmenge übersteigende Anteil der Spülflotte fließt im Gegenstrom zum aufsteigenden Textilguttrum nach unten und nimmt dabei den bereits gelösten Schmutz mit. Durch das Vorhandensein des undurchlässigen Rostabschnittes 14a gleitet der nach unten fließende Flottenmengenanteil auf diesem Rostabschnitt 14a nach unten, und zwar in steter Berührung mit dem sich hier abstützenden Abschnitt des Textilgutes 6, so daß hier ein weiterer Stoffaustausch stattfinden kann, der das Spülen des Textilgutes 6 begünstigt.



    [0019] Je nach Bedarfsfall kann das Textilgut 6 mit kalter oder aufgeheizter Flotte gespült werden, wobei als Spülflotte in erster Linie Wasser-bzw. Frischwasser in Frage kommt.

    [0020] Falls kaltes Frischwasser als Spülflotte verwendet wird, dann genügt es, die Düseneinrichtung 9 an eine entsprechende Anschlußleitung anzuschließen, wobei lediglich auf den erforderlichen Druck zu achten ist.

    [0021] Für die Zufuhr von heißer Spülflotte sind entsprechende Aufheizeinrichtungen erforderlich, wozu an sich bekannte Einrichtungen verwendet werden können. Eine besonders günstige und energiesparende Ausführungsform ist in Fig. 4 in einer einfachen Schemadarstellung veranschaulicht, wobei der Einfachheit halber der gleiche Naßbehandlungsbehälter 1 wie in Fig. 1 mit der zugehörigen Düseneinrichtung 9 verwendet wird. Der Naßbehandlungsbehälter 1 besitzt an seinem unteren Ende wenigstens einen normalerweise offenen Spülflottenauslauf 16 (vgl. auch Fig. 1). Aus diesem Auslauf fließt das schmutzige, aber noch entsprechend warme Schmutzwasser bzw. die entsprechende Spülflotte über eine Leitung 17 und durch einen indirekten Wärmeaustauscher 18 ab. Frische Spülflotte (vorzugsweise Frischwasser) wird aus einer Frischwasserleitung 19 entweder direkt oder über einen Zwischenspeicher 20 und eine Pumpe 21 dem Wärmetauscher 18 zugeführt, in dem sie durch die schmutzige Spülflotte aus dem Behälter 1 indirekt aufgeheizt wird, wodurch sich eine äußerst günstige Wärmerückgewinnung ergibt. Wie gestrichelt angedeutet ist, kann dem Wärmetauscher 18 noch ein zweiter Wärmetauscher 22 nachgeschaltet sein, in dem die der Düseneinrichtung 9 hinzuzuführende frische Spülflotte ggf. noch auf die erforderliche Endtemperatur aufgeheizt werden kann. In der Flottenzuführleitung 23 können im Bereich zwischen dem zweiten Wärmetauscher 22 und der Düseneinrichtung 9 noch eine Druckmeß- und Einstelleinrichtung 24, ein Thermometer 25 und ein Zuteilventil 26 üblicher Ausführung angeordnet sein.

    [0022] Fig. 5 zeigt in weiter vereinfachter Schemadarstellung (Querschnittsansicht) eine andere Ausführungsform eines Naßbehandlungsbehälters 1', der im Querschnitt etwa rechteckig, in jedem Falle aber mit einem etwa ebenen Boden 27 ausgebildet ist. Im oberen Teil dieses Behälters 1' können wiederum mehrere Umlenk- und Transportwalzen 28, 29 (nur zwei sind dargestellt) angeordnet sein, die das zu behandelnde Textilgut 6' in Richtung des Pfeiles 7' durch den Behälter 1' (zumindest durch dessen oberen Teil) fördern. In diesem Falle wird die Verweilzone 8' für das Textilgut 6' im wesentlichen durch ein das Textilgut abstützendes Transportorgan 30 gebildet, das sich im wesentlichen quer über den Boden 27 des Behälters 1' erstreckt und beispielsweise durch ein endlos umlaufendes Siebband gebildet wird, so daß es für die Spülflotte durchlässig ist. Dieses Transportorgan 30 erstreckt sich somit durch die ganze Verweilzone 8' bis zu deren Ablaufende 8a' im Bereich unterhalb der Düseneinrichtung 9', die in gleicher Weise, wie es zuvor von Fig. 1 beschrieben wurde, ausgebildet und zwischen diesem Ablaufende 8a' und der ersten Umlenk- und Transportwalze 28 angeordnet ist.

    [0023] Eine weitere vereinfachte Längsschnitt-Schemadarstellung eines Naßbehandlungsbehälters 31 zeigt Fig. 6. Dieser Naßbehandlungsbehälter besitzt mehrere vom Textilgut 32 in Richtung der Pfeile 33 nacheinander durchlaufene Kammern 34a bis 34e. Jede dieser Kammern 34a bis 34e kann in gleicher Weise ausgebildet sein, wie es zuvor anhand der Fig. 1 bis 5 erläutert worden ist, so daß eine Querschnitts-Darstellung einer dieser Kammern sich erübrigt und auch die darin vorhandenen Einrichtungsteile (einschließlich der Düseneinrichtungen) in Fig. 6 nicht näher veranschaulicht zu werden brauchen. Aus der zeichnerischen Darstellung der Fig. 6 läßt sich jedenfalls deutlich entnehmen, daß sich dieser Naßbehandlungsbehälter 31 mit seinen Kammern 34a bis 34e ganz besonders gut für eine kontinuierliche Spülbehandlung des Textilgutes 32 eignet, wobei das Textilgut in die erste Kammer 34a dem Behälter 31 zugeführt und aus der letzten Kammer 34e aus dem Behälter 31 abgeführt wird, wobei in jeder dieser Kammern 34a bis 34e eine intensive Spülbehandlung erfolgen kann.

    [0024] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform ist in Fig. 7 in stark vereinfachter Wei se veranschaulicht. Der Naßbehandlungsbehälter 41 kann in diesem Falle etwa die Querschnittsform eines Kreises - wie dargestellt - oder auch eines Ovals besitzen. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist diese Ausführungsform der Vorrichtung, insbesondere der Behälter 41 für eine abwechselnde bzw. aufeinanderfolgende Färbe- und Spülbehandlung ausgebildet.

    [0025] Im unteren Behälterteil 41a kann in weitgehend gleichartiger Weise, wie es im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben worden ist, ein Gleitrost 14' mit geringem Abstand über dem Behälterboden angeordnet sein. Auch in diesem unteren Behälterteil 41a ist somit ein nach unten gekrümmter Speicher ausgebildet, der eine Verweilzone 42 für das Textilgut 6" bildet und in dem sich dieses Textilgut auf dem Gleitrost 14' abstützt. Diese Verweilzone 42 erstreckt sich zwischen ihren etwa in Behälterumfangsrichtung weisenden Enden 42a und 42b über den größten Teil des unteren Behälterteiles 41 a.

    [0026] Im oberen Behälterteil 41b kann wiederum eine geeignete Anzahl von Umlenk- und Transportwalzen für das Textilgut 6" vorgesehen sein. Im Beispiel der Fig. 7 sind zwei solcher Umlenk-und Transportwalzen vorgesehen, nämlich im Bereich oberhalb des Verweilzonenendes 42b sowie mit ausreichendem Abstand darüber eine im Durchmesser etwas kleinere Umlenkwalze 43 sowie eine etwa im mittleren, oberen Sektor angeordnete Transportwalze 44, die gegenüber der Umlenkwalze 43 einen größeren Durchmesser aufweist. Von Bedeutung ist ferner, daß im Bereich zwischen der Transportwalze 44 und dem unteren Behälterteil 41a bzw. dem anderen Verweilzonenende 42a ein an sich bekanntes Overflow- oder Jet-System vorgesehen ist, das einen Förderkanal 46 für das Textilgut 6" enthält. Am oberen Ende 46a dieses Förderkanals 46, d. h. relativ dicht unterhalb der ihm zugewandten Berührungsstelle zwischen Transportwalze 44 und Textilgut 6", weist das System 45 eine Flottenzuführung auf, die der Einfachheit halber lediglich durch Pfeile 47 angedeutet ist. Im Bereich oberhalb des oberen Förderkanalendes 46a ist der Transportwalze 44 ferner noch eine Quetschwalze 48 zugeordnet, die in einer Halterung 49 drehbar gelagert ist, wobei die Halterung 49 ihrerseits auf einer Achse 50 in Richtung des Doppelpfeiles 51 schwenkbar angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Quetschwalze 48 im Bedarfsfalle, der später noch näher erläutert wird, gegen die Transportwalze 44 geschwenkt und gedrückt werden; bei Nichtbedarf ist die Quetschwalze 48 von der Transportwaize 44 weggeschwenkt.

    [0027] Wie bereits weiter oben angegeben worden ist, kann die Vorrichtung in dieser Ausführungsform (Fig. 7) sowohl für eine Färbebehandlung als auch für eine Spülbeandlung verwendet werden, was in der Regel bei demselben Textilgut 6" aufeinanderfolgend geschieht. Zu diesem Zweck ist die Textilgut-Förderrichtung der Umlenk- und Transportwalzen 43, 44 in der Weise umkehrbar, daß das Textilgut 6" während des Färbebetriebes in Richtung der gestrichelten Pfeile 7a und während des Spülbetriebes in Richtung der durchgehenden Pfeile 7b gefördert wird.

    [0028] Geht man also davon aus, daß der Naßbehandlungsbehälter 41 zunächst auf Färbebetrieb eingestellt ist, dann wird das Textilgut 6" in Richtung der Pfeile 7a aus der Verweilzone 42 an deren Ende 42b herausgeführt und gelangt dabei über die Umkehrwalze 43 auf die Transportwalze 44, von der die Quetschwalze 48 wegbewegt ist. Von der Transportwalze 44 wird das Textilgut 6" in den Förderkanal 46 des Overflow- bzw. Jet- Systems 45 gefördert, wobei das Hinein- und Hindurchführen des Textilgutes 6" durch diesen Förderkanal 46 durch die Zuführung von Flotte (Pfeile 47) noch in günstiger Weise unterstützt wird. Dieses System 45 bildet dabei eine Förderverbindung von der Transportwalze zum anderen Ende 42a der Verweilzone 42.

    [0029] Soll das Textilgut 6" nach dem Färben in dem Behälter 41 auch gleichzeitig gespült werden, dann wird zunächst die im unteren Behälterteil 41 a befindliche Flotte durch den unteren Auslauf 41a' abgelassen; dieser Auslauf 41a' bleibt dann während des Spülbetriebes geöffnet. Der Antrieb bzw. die Textilgut-Förderrichtung der Transportwalze 44 wird dann entsprechend Pfeil 7b umgekehrt. Nach dieser Umstellung von Färbe- und Spülbetrieb wird das Textilgut 6" dann an dem Ende 42a aus der Verweilzone 42 herausgezogen und mit seinem aufsteigenden Trum als erstes durch den Förderkanal 46 des Overflow- bzw. Jetsystems 45 hindurchgeführt, wobei diesem aufsteigenden Trum des Textilgutes 6" dann ausschließlich Spülflotte im Bereich dieses Systems zugeführt wird, und zwar am oberen Ende 46a des Förderkanals 46 entsprechend den Pfeilen 47. Gleichzeitig ist aber während dieses Spülbetriebes die Quetschwalze 48 gegen den Umfang der Transportwalze 44 gedrückt, so daß Spülflotte in diesem Bereich vom Textilgut 6" abgequetscht wird, und diese abgequetschte Spülflotte am Textilgut 6" entlang nach unten läuft, wodurch der Stoffaustausch und somit das Spülen des Textilgutes noch erheblich intensiviert wird.

    [0030] Neben den zuvor geschilderten Ausführungsbeispielen gibt es selbstverständlich noch weitere Möglichkeiten von Abwandlungen und Weiterbildungen. So ist es beispielsweise auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 möglich - in Gutförderrichtung (Pfeil 7) betrachtet - der auf die Düseneinrichtung 9 folgenden Umlenkwalze 2 eine Quetschwalze 35 so zuzuordnen, daß die abgequetschte Spülflotte gewissermaßen im Gegenstrom zum aufsteigenden Textilgut 6 nach unten fließen kann; die Quetschwalze 35 könnte in diesem Falle auch im wesentlichen fest (nicht schwenkbar) der Walze 2 zugeordnet sein. Ferner kann das ausgebreitete Textilgut auch zusätzlich zum Aufblasen von Luft oder anstelle dieses Luftaufblasens mit Hilfe entsprechend gerichteter Düsen oder Düsenstrahlen der Spritzdüsen (z. B. 10, 10a) breitgehalten werden, was ohne weiteres bei Betrachtung der Fig.2 2 verständlich ist. Wenn demgegenüber das Textilgut nicht in ausgebreitetem Zustand, sondern in Strangform mit Spülflotte behandelt wird, dann können die zum Aufblasen von Luft bestimmten Düsensätze auch so ausgebildet sein, daß durch das zusätzliche Luftaufblasen derTextilgutstrang im Bereich des Aufbringens der Spülflotte geöffnet wird, wodurch das Eindringen derSpülflotte in das Textilgut bzw. in den Textilgutstrang in äußerst vorteilhafter Weise unterstützt wird.

    [0031] Schließlich seien noch zwei Arbeitsbeispiele kurz erläutert.

    Beispiel I



    [0032] In einer Vorrichtung etwa entsprechend Fig. 1 wurde beim Spülen von Textilgut, in Abhängigkeit von der jeweiligen Warenqualität, mit Fördergeschwindigkeiten zwischen 20 und 40 m/ min gearbeitet (im Gegensatz dazu erfolgt eine Färbebehandlung bei Fördergeschwindigkeiten zwischen 80 und 120 m/min). Hierbei wurde Spülflüssigkeit bzw. Spülflotte in einem Verhältnis 1 : 5 auf das Textilgut aufgedüst, d. h. auf je 1 kg Ware bzw. Textilgut wurden 5 I bzw. 5 kg Wasser aufgedüst. Gute Ergebnisse konnte man dabei - je nach Textilgutqualität und ggf. Geschwindigkeit - mit Flottenverhältnissen im Bereich von 1 : 3 und 1 : 10 erzielt werden.

    Beispiel 11



    [0033] In einer Vorrichtung, die etwa der Ausführung gemäß Fig. 7 entsprach, wurde das Textilgut zunächst gefärbt und anschließend - in demselben Behandlungsbehälter - gespült. Während des Färbevorganges enthielt der untere Behälterteil in bekannter Weise ein Färbeflottenbad. Das Textilgut wurde dabei im Umlauf gefördert und zunächst über die Umlenk- und Transportwalzen geführt und von dort in den Förderkanal des Overflow- bzw. Jet-Systems eingeschwemmt; dieses Einschwemmen erfolgte mit einer großen Färbeflottenmenge um das Textilgut damit gleichzeitig weiterzufördern. Nach dem Färben wurde die Färbeflotte aus dem Behälter abgelassen und die Förderrichtung der Umlenk-und Transportwalzen umgekehrt, wobei mit offenem Flottenauslauf gearbeitet wurde. Ferner wurde es als zweckmäßig angesehen, die Fördergeschwindigkeit, die beim Färben zwischen etwa 80 und 140 m/min lag, für das Spülen auf etwa 20 bis 50 m/min zu reduzieren. Durch die Umkehrung der Förderrichtung für das Textilgut wurde nun während des Spülens das aufsteigende Trum des Textilgutes zuerst durch den Förderkanal des Overflow- bzw. Jet-Systems gefördert, wo dem Textilgut eine Spülflottenmenge - am oberen Ende des Förderkanals - zugeführt wurde, die etwas größer war als das Textilgut bei seiner Aufwärtsbewegung mitnehmen konnte. Das Gewichtsverhältnis zwischen Textilgut und aufzubringender Spülflotte lag auch hier im Bereich von etwa 1 : 3 und 1 : 10 (mit günstigem Mittelbereich im Verhältnis 1 : 5). Als Ergebnis war ein besonders im Förderkanal intensivierter Stoffaustausch mit einer außerordentlich guten Spülleistung.

    [0034] Bei beiden Arbeitsbeispielen war ferner zu beobachten, daß die erforderliche Spülflottenmenge dann noch erheblich reduziert werden kann, wenn der zuerst vom aufsteigenden Textilguttrum erreichten Umlenk- und Transportwalze zusätzlich eine Quetschwalze zugeordnet ist.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Spülen von Textilgut in einem Naßbehandlungsbehälter (1, 41), in welchem das Textilgut (6, 6") nacheinander wenigstens einmal eine von Spülflotte freie Verweilzone (8, 42) und eine über der Verweilzone angeordnete Umlenkzone durchläuft, wobei auf das Textilgut zwischen der Verweilzone und der Umlenkzone Spülflotte aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülflotte ausschließlich auf ein aufsteigendes Trum (6a) des Textilgutes (6, 6") und in einer Menge aufgebracht wird, welche die vom Textilgut bei seiner Aufwärtsbewegung mitnehmbare Flottenmenge übersteigt.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülflotte von beiden Seiten auf das aufsteigende Trum (6a) des Textilgutes (6, 6") aufgebracht wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilgut (6, 6") in Strangform oder im ausgebreiteten Zustand mit Spülflotte behandelt wird.
     
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Spülverfahrens nach Anspruch 1 im Anschluß an eine vorangegangene Färbebehandlung, enthaltend einen Naßbehandlungsbehälter (41) mit einer im unteren Teil des Naßbehandlungsbehälters vorgesehenen Verweilzone (42), einer über der Verweilzone angeordneten, eine angetriebene Transportwalze (44) enthaltenden Umlenkzone sowie mit einem zwischen der Umlenkzone und der Verweilzone vorgesehenen Overflow- bzw. Jet-System (45), das dem Textilgut (6") Flotte zuführt und bei der Färbebehandlung eine Förderverbindung zwischen der Umlenkzone und der Verweilzone bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der Transportwalze (44) umkehrbar ist und daß das Overflow- bzw-Jet-System (45) bei der Spülbehandlung eine Einrichtung zum Aufbringen von Spülflotte auf das aufsteigende Trum des Textilgutes (6") bildet.
     
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der der Naßbehandlungsbehälter (1, 41) wenigstens eine Behandlungskammer (15; 34a ... 34e) für das Textilgut (6, 6") enthält und jede Kammer mit einer Einrichtung zum Aufbringen von Spülflotte auf das Textilgut ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kammer (15) des Naßbehandlungsbehälters (1, 41) in ihrem unteren Teil in Form eines gekrümmten Speichers ausgebildet ist, der die Verweilzone (8, 42) bildet und einen das Textilgut (6, 6") abstützenden, bis zum Ablaufende (8b) der Verweilzone im Bereich unterhalb der Flottenzuführungseinrichtung (9, 45) reichenden Rost (14, 14b) enthält.
     
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der der Naßbehandlungsbehälter (1) wenigstens einen normalerweise offenen Spülflottenauslauf (16) besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülflotten-Zuführeinrichtung (9) mit einem Zuführleitungssystem (19, 23) für frische Spülflotte verbunden ist, das eine Flottenpumpe (21), Einstellarmaturen (24, 25, 26) sowie wenigstens einen Wärmetauscher (18) enthält, der außerdem an den Spülflottenauslauf (16) zum indirekten Aufheizen der Spülflotte angeschlossen ist.
     


    Claims

    1. Method of rinsing textile material in a wet treatment tank (1, 41) in which the textile material (6, 6") subsequently passes at least one time a dwelling zone (8,42) which is free of rinsing fluid and a turning zone provided above the dwelling zone, rinsing fluid being applied to the textile material between the dwelling zone and the turning zone, characterised in that the rinsing fluid is applied exclusively to a rising strand (6a) of the textile material (6, 6") and in a quantity which exceeds the quantity of fluid which the textile material is capable of carrying with it in its movement.
     
    2. Method according to claim 1, characterised in that the rinsing fluid is applied to the rising strand (6a) of textile material (6, 6") from both sides.
     
    3. Method according to claim 1, characterised in that the textile material (6, 6") with rinsing fluid is in hank form or in flat form.
     
    4. Apparatus for carrying out the method according to claim 1, following to a previous dyeing treatment, comprising a wet treatment tank (41) provided with a dwelling zone (42) in the lower part of the wet treatment tank, with a turning zone provided above the dwelling zone and containing a driven feed roller (44), and with an overflow or jet system (45) provided between the turning zone and the dwelling zone, said system supplying rinsing fluid to the textile material (6") and forming a feed connection between the turning zone and the dwelling zone during the dyeing treatment, characterised in that the rotational direction of the feed roller (44) is reversible and in that the overflow or jet system (45) provides a device for applying rinsing fluid to the rising strand of the textile material (6") during the rinsing treatment.
     
    5. Apparatus for carrying out the method according claim 1, the wet treatment tank (1, 41) comprising at least a treatment (15', 34a ... 34e) for the textile material (6, 6"), each chamber being provided with a device for the application of rinsing fluid to the textile material, characterised in that each chamber (15) of the wet treatment tank (1, 41) in its lower part is formed as a bent storeroom which forms the dwelling zone (8, 42) and which contains a grill (14, 14b) supporting the textile material (6, 6") and extending to the downstream end (8b) of the dwelling zone in the region below the rinsing fluid application device (9, 45).
     
    6. Apparatus for carrying out the method according claim 1, the wet treatment tank (1) comprising at least one rinsing fluid outlet (16) which is usually open, characterised in that the rinsing fluid application device (9) is connected with a supply line systems (19, 23) for fresh rinsing fluid, said system comprising a fluid pump (21), valve fittings (24, 25, 26) and at least one heat exchanger (18) which also is connected to the rinsing fluid outlet (16) for indirectly heating the rinsing fluid.
     


    Revendications

    1. Procédé de traitement au mouillé et en particulier de rinçage de matières textiles dans une cuve de traitement au mouillé (1, 41) dans laquelle ces matières (6, 6") passent successivement au moins une fois par une zone de séjour (8, 42) dans laquelle ne se trouve aucun bain de rinçage et par une zone de renvoi située au-dessus de la zone de séjour, un bain de traitement et notamment de rinçage étant envoyé sur le produit textile entre la zone de séjour et la zone de renvoi, procédé caractérisé en ce que le bain de traitement et notamment de rinçage est envoyé exclusivement sur un brin ascendant (6a) des matières textiles (6, 6") et en une quantité supérieure à celle que ces matières peuvent entraîner lors de leur mouvement ascendant.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bain de traitement ou de rinçage est envoyé des deux côtés sur le brin ascendant (6a) des matières textiles (6, 6").
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les matières textiles (6, 6") sont traitées par le bain en étant sous la forme d'un écheveau ou d'un boyau ou en étant l'état étalé.
     
    4. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1 à la suite d'un traitement antérieur de teinture, dispositif comprenant une cuve (41) de traitement au mouillé à la partie inférieure de laquelle se trouve une zone de séjour (42), une zone de renvoi située au-dessus de la zone de séjour et comportant un cylindre commandé de transport (44), ainsi qu'un système de déversement ou de projection (45) situé entre la zone de renvoi et la zone de séjour, destiné à diriger un bain sur les textiles (6") et formant lors du traitement de teinture une liaison de transfert entre la zone de renvoi et la zone de séjour, dispositif caractérisé en ce que le sens de rotation du rouleau de transport (44) peut être inversé et le système de déversement ou de projection (45) forme pendant le rinçage un dispositif destiné à envoyer un bain de rinçage sur le brin ascendant des matières textiles (6").
     
    5. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, dans lequel la cuve de traitement au mouillé (1, 14) comprend au moins une chambre (15; 34a ... 34e) de traitement des matières textiles (6, 6") et chaque chambre est équipée d'un dispositif destiné à envoyer un bain de rinçage sur ces matières, caractérisé en ce que chaque chambre (15) de la cuve (1, 41) présente à la partie inférieure la forme d'un accumulateur incurvé qui constitue la zone de séjour (8, 42) et contient une grille (14, 14b) sur laquelle les matières textiles (6, 6") prennent appui et qui atteint l'extrémité de départ (8b) de la zone de séjour qui est située sous le dispositif (9,45) d'amenée du bain.
     
    6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, dans lequel la cuve de traitement au mouillé (1) comprend au moins une décharge (16) de bain de rinçage qui est normalement oeverte, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée du bain de rinçage (9) est relié à un système (19,23) de canalisations d'arrivée de bain frais de rinçage qui comprend une pompe (21) du bain, des robinets de réglage (24, 25, 26) ainsi qu'au moins un échangeur de chaleur (18) qui est raccordé de plus à la décharge
     
    (16) du bain de rinçage afin de réchauffer indirectement le bain frais.
     




    Zeichnung