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EP 0 080 087 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.1985 Patentblatt 1985/19 |
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Anmeldetag: 04.11.1982 |
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Vorrichtung zum Verhindern des Ausströmens von Verunreinigungen zusammen mit schmelzflüssigem
Gut
Apparatus for preventing the outflow of impurities together with molten material
Dispositif pour empêcher l'écoulement des impuretés ensemble avec le matériau fondu
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB IT LI |
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Priorität: |
21.11.1981 DE 3146267
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1983 Patentblatt 1983/22 |
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Anmelder: Mannesmann Rexroth GmbH |
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97813 Lohr (DE) |
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Erfinder: |
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- Scherer, Manfred
D-8770 Lohr/Main (DE)
- Hofmann, Heini
D-8774 Rothenfels (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Bartels und Partner |
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Lange Strasse 51 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung der vorgenannten Art ist die Schmelzplatte überall
gleich dick und wird innerhalb kurzer Zeit von dem Schmelzgut ganz geschmolzen (DE-A-2
632 253).
[0003] Es ist auch bekannt, mindestens einen Teil des an sich nicht schmelzbaren Verschlußkörpers
aus aufschmelzbarem Werkstoff herzustellen, dessen Schmelzpunkt vorzugsweise niedriger
ist als der Schmelzpunkt des eingegossenen Metalls und niedriger als die Temperatur
des die Öffnung umgebenden Materials. Wenn eine Verschlußwirkung über eine vorgegebene
Zeit gehalten werden soll, wird ein aus mehreren Teilen bestehender Verschlußkörper
angewandt, dessen oberer, dem Schmelzgut zugewandter Teil aus schmelzbarem Werkstoff
und dessen unterer Teil aus einem eine stützende Funktion ausübenden Werkstoff besteht,
der später entfernt werden kann (CH-A-448 396).
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, bei welcher ein bestimmter Teil der schmelzbaren Schmelzplatte schmilzt,
bevor der übrige Teil der Schmelzplatte zum Schmelzen kommt. Diese Aufgabe wird duch
die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 erfindungsgemäß gelöst. Hierdurch
ist es möglich, anfangs einen durch die Abmessungen der Sollschmelzstelle bestimmten
kleineren Querschnitt als den von der Schmelzplatte bedeckten Querschnitt fei zu schweißen
und mindestens anfangs einen durch den Querschnitt der Sollschmelzstelle bedingten
kleineren Gutstrom in die Kokille fließen zu lassen. Die Dicke der Sollschmelzstelle
und der Schmelzplatte kann der jeweils gewünschten Temperatur des schmelzflüssigen
Gutes und dem Querschnitt der Kokille angepaßt werden.
[0005] Die Merkmale des Anspruchs 2 betreffen eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung.
[0006] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. In dieser ist
ein Warmhalteofen als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen lotrechten Schnitt,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit zusätzlichen Teilen.
[0007] Ein Ofenmantel 1 ist aus Grobblechplatten zusammengeschweißt und mit feuerfesten
Steinen 2 und einer Schicht 3 aus einer feuerfesten Masse ausgekleidet. Der Warmhalteofen
hat auf einer Seite eine Gießöffnung 22. Die Gießöffnung 22 durchsetzt eine auf dem
Ofenmantel 1 befestigte gußeiserne Frontplatte 4. An dieser ist ein Zwischenflansch
5 (Fig. 2) mit Kokille 6 und dieser zugeordnetem Kühler 7 befestigt. An der Unterseite
des Warmhalteofens ist ein am Ofenmantel fest angeschweißter Flansch 8 zur Anbringung
eines Induktors 9 vorgesehen. Auf der Oberseite des Warmhalteofens ist ein abnehmbarer
Deckel 10 angeordnet, der mit einer feuerfesten Masse 11 ausgegossen ist und einen
Brennerstein 12 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Brenners aufweist. Im unteren
Bereich des Warmhalteofens ist eine Temperaturmeßstelle 13 vorgesehen, die ein Thermoelement
14 hat. Die Lage des Zwischenflansches 5 auf der Frontplatte 4 ist mittels Paßstiften
genau festgelegt. Der Bereich zwischen der Kokille 6 und der die Steine 2 bedeckenden
Schicht 3 wird durch einen von einem Isolierkörper 16 umgebenen Zuführtrichter 17
überbrückt. Der Isolierkörper 16 besteht aus einer Isoliermasse und der Zuführtrichter
17 aus einer feuerfesten Masse. An der Stoßstelle zwischen der Mündung der Gießöffnung
22 und dem Zuführtrichter 17 sind die lichten Ausnehmungen jeweils gleich. Hier ist
eine Schmelzplatte 25 eingesetzt, die die Gießöffnung 22 ausfüllt und von dem Zuführtrichter
17 gehalten wird. Die Schmelzplatte 25 hat an der Unterseite eine Sollschmelzstelle
26 geringerer Dicke. Der Werkstoff der Schmelzplatte 25, deren Dicke und die Dicke
der Sollschmelzstelle ist den das schmelzflüssige Gut jeweils aufweisenden Temperaturen
und den Querschnitten der Kokille 6 angepaßt.
[0008] Zwischen der Frontplatte 4 und dem Zwischenflansch 5 ist eine Dichtung 19 in Form
einer Asbestplatte oder dgl. vorgesehen. Der die Kokille 6 umgebende Kühler 7 ist
mit seinem Flansch an einem Haltering 20 mittels Schrauben lösbar befestigt, der seinerseits
an dem Zwischenflansch 5 ebenfalls mittels Schrauben lösbar befestigt ist. Zum Ausrichten
der Kokille können am Befestigungsflansch des Kühlers 7 Langlöcher vorgesehen sein.
Es ist möglich, an dem Zwischenflansch 5 mehrere Kokillen 6 anzuordnen.
[0009] Beim Einfüllen von schmelzflüssigem Gut in den Warmhalteofen 1 übersteigt dieses
die Sollschmelzstelle 26 und die Schmelzplatte 25 jeweils bevor die Sollschmelzstelle
26 bzw. die Schmelzplatte 25 schmilzt. Dadurch wird verhindert, daß auf dem schmelzflüssigen
Gut, insbesondere Metall, schwimmende Verunreinigungen, insbesondere Schlacke, in
die Kokille fließen. Die Gießöffnung 22 ist derart ausgebildet, daß sich beim Füllen
des Warmhalteofens keine Verunreinigungen darin fangen und diese von dem die Gießöffnung
22 übersteigenden schmelzflüssigen Gut mitgenommen werden. Die Sollschmelzstelle 26
und die Schmelzplatte 25 schmelzen jeweils nach einer vorbestimmten Zeit.
1. Vorrichtung zum Verhindern des Ausströmens von Verunreinigungen, insbesondere Schlacke,
zusammen mit schmelzflüssigem Gut, insbesondere Metall, aus einer mit einer Schmelzplatte
(25) versehenen Gießöfnung (22) eines Behälters zur Aufnahme von schmelzflüssigem
Gut, wobei die Schmelzplatte (25) in die Gießöffnung (22) einsetzbar und durch das
anschließend in den Behälter eingefüllte schmelzflüssige Gut in vorbestimmter Zeit
zum Schmelzen bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzplatte (25) mit
einer ihre Dicke vermindernden Sollschmelzstelle (26) versehen ist, die von dem in
dem Behälter befindlichen schmelzflüssigen Gut vor dem übrigen Teil der Schmelzplatte
(25) geschmolzen wid und die in durchgeschmolzenem Zustand einen wesentlich geringeren
Durchtrittsquerschnitt für schmelzflüssiges Gut als die geschmolzene Schmelzplate
(25) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzplatte (25)
auf einer ihrer beiden großflächigen Seiten eine ihre Dicke vermindernde Ausnehmung
als Sollschmelzstelle (26) hat.
1. An apparatus for preventing the outflow of impurities, more especially slag, together
with molten material, more especially metal, from a casting aperture (22), which is
provided with a melting plate (25), of a container for the reception of molten material,
the melting plate (25) being insertable into the casting aperture (22) and being meltable
within a predetermined period by the molten material which is subsequently introduced
into the container, characterised in that the melting plate (25) is provided with
a predetermined melting point (26) which reduces its thickness and which is melted
prior to the rest of the melting plate (25) by the molten material in the container
and which, in the state in which it has melted through, has a section of passage for
molten material which is substantially smaller than that of the molten melting plate
(25).
2. An apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that the melting plate (25)
has, as the predetermined melting point (26), a recess, which reduces its thickness,
in one of its two large-area sides.
1. Dispositif pour empêcher l'écoulement d'impuretés, en particulier de laitier, conjointement
avec la matière en fusion, en particulier avec un métal, qui comprend un orifice de
coulée (22) pourvu d'une plaque fusible (25) d'un réservoir pour recevoir une matière
fusible liquéfiée, la plaque fusible (25) pouvant être mise en place dans l'orifice
de coulée (22) afin d'être fondue, en un temps prédéterminé, par la matière en fusion
versée ultérieurement dans le réservoir, caractérisé en ce que la plaque fusible (25)
présente un point de fusion prévu ou de consigne (26) ayant une épaisseur réduite,
et qui est fondue par la matière en fusion contenue dans le récipient avant la partie
restante de ladite plaque fusible (25) et qui, lorsqu'elle a fondu, découvre une section
libre sensiblement plus petite pour l'écoulement de la matière en fusion que la plaque
fusible (25) fondue.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque fusible présente
sur ces deux grandes faces, un évidement diminuant son épaisseur et qui constitue
le point de fusion prévu ou de consigne (26).

