[0001] Die Erfindung betrifft eine neue Brueckenkonstruktion um zwei durch Wasser bzw. Gewaesser
(z.B. Meer) getrennte Festlandpunkte miteinander, befahrbar, zu verbinden, sowie ihre
Herstellung und Verankerung.
[0002] Wasserueberbrueckende Konstruktionen,insbesondere Stahlbrueckenkonstruktionen, sind
hinreichend bekannt, sie sind aber mit zwei Nachteilen behaftet:
1. Entweder ist ihre Laenge durch ihre Tragfaehigkeit ohne Pfeilerunterstuetzung beschraenkt;
2. oder es muessen tn bestimmten Abstaenden Pfeiler errrichtet werden, um die gewuenschte
Laenge zu erreichen.
[0003] Waehrend aber die fuer den zweiten Fall erforderlichen Pfeiler fuer taelerueberbrueckende
Konstruktionen noch relativ einfach errichtet werden koennen, koennen die Pfeiler
im Wasser nur mit relativ grossem Aufwand errichtet werden, speziell wenn es eine
wesentliche Tiefe hat.
[0004] Deswegen sind auch speziell Meeresbruecken, die Festlandpunkte mit Entfernungen von
einigen bis mehreren Kilometern voneinander verbinden in der Praxis kaum bzw. ueberhaupt
nicht verwirklicht.
[0005] Ziel der Erfindung ist es somit eine Brueckenkonstruktion anzugeben, die ohne Pfeiler
auskommt und so die vorerwaehnten Nachteile bei der Errichtung bisheriger Bruecken
zu beseitigen.
[0006] Erfindungsgemaess wird somit eine auf dem Wasser (Meer) aufschwimmende Brueckenkonstruktion
vorgeschlagen.
[0007] Die Brueckenkonstruktion wird nachstehend beispielsweise anhand einer Ausfuehrungsform
aus Holz fuer einen Brueckenabschnitt von z.B. 25m Laenge, 14,20m Breite ueber alles
und 3,30m Aussenhoehe ( 2m +1,3m fuer die Bruestung) beschrieben,
[0008] Diese Brueckenabschnttte werden von den Arbeitskolonnen an den beiden Ufersetten
errichtet und ueber einer (Arbefts) Grube mit dem vorher errichteten Abschnitt verbunden
und dann fins Wasser geschoben, bzw. gezogen.
[0009] Zur Anwendung gelangen Holzbalken (1) von z,B, Q,40m Hoehe und 0,20m Breite, die
gemaess der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise zuerst indrei senkrecht zueinander sich
befindlichen Lagen zu einem Verbund zusammengefuegt werden in der dem Fachmann gellaeufigen
Weise (z.B. gemaess Figur 3 mit Hilfe von Schrauben (10) und rechtwinkligen Leisten
aus rostfreiem Stahl (11)). Die Holzbalken haben in der Querrichtung vorzugszweise
eine Laenge entsprechend der Breite der Bruecke, d.h. z,B, 14,2 m, waehrend die Laenge
durch mitelnanderverbinden der Balken, z.B, in der gemaess Figur 3 aufgezeigten Weise,
erreicht wird.
[0010] Bei den vorerwaehnten drei ersten Balkenlagen, die, wie beschrieben, jewils senkrecht
zueinander errichtet werden, werden die Balken in einem Abstand von z.B. 0,80m zueinander,
u.z. stehend (d.h. aufliegend auf der 0,20m-starken Seite), sodass die 0,40m-Breite
die Hoehe ergibt, aufgebaut. Auf die dritte Balkenlage folgt eine erste Beplankung
in einer Staerke von z.B. 0,025m, Darauf folgen zwei Lagen eines duennen Glasfaser
Vlieses, die mit mehreren Lagen eines Anstrichs aus einer geeigneten kunststoffmodifizterten
bituminoesen Anstrichmasse ueberzogen werden (in Figur 1 ist diese erste Beplankung
sowie die Glasfasermatten und der bituminoese Anstrich mit (2) gekennzeichnet).
[0011] Darauf folgt eine vterte Balkenlage in Brueckenlaengsrichtung, wobei die Hoehe der
Balken mit fortschrettender Naehe zur Brueckenmitte zunimmt, um in der Brueckenmitte
z.B. 0,50m zu erreichen und so ein Gefaelle zur Brueckeninnenkante zu beschreiben.
Auf der vorerwaehnten mit der bituminoesen Anstrichmasse versehenen Beplankung sind
in Brueckenlaengsrichtung am aeussersten Rand der Brueckeninnenseite Wasserabflussrinnen
in Brueckenlaengsrichtung vorgesehen mit wasserseitigen Oeffnungen (9 ) zur Ableitung
des von der weiter oben befindlichen Fahrbahn evl. kommenden Wassers. Diese vierte
Balkenlage [(3 ) in Figur 1] wird zur ueberzogenen ersten Beplankung hin mit mehreren
weiteren Lagen der vorerwaehnten modifizierten bituminoesen Anstrichmasse abgediichtet
(12) in Fig.3. Nach dieser vierten Balkenlage (3) folgt eine zweite Blankung (4 )
in einer Staerke von z.B. 0,20m, versehen mit einem seefesten Schutzanstrich.
[0012] Die vorbeschriebene Konstruktion wird mit einer Bruestung versehen. Dazu werden Balken,
z.B. der fuer die Balkenlagen vorbeschriebenen Dimensionen mit einer Laenge von z.B.
2,83 m ( (5) in Figuren 1 und 2 ) von der ersten Balkenlage zur Brueckenoberseite
hin in regelmaessigen Abstaenden in an sich bekannter Weise befestigt, wobei die Balkenhoehe
von z.B. 0,40m zum Brueckeninnern hin orientiert ist und die Balkenbreite von 0,20m
parallel zur Brueckenaussenseite verlaeuft.
[0013] Die beiden Aussensetten sowie die untere Seite des Unterseite des Brueckenabschntttes
erhalten eine weitere Beplankung (7) mit einer Holzstaerke von z.B. 0,20m waehrend
die Innensette und die Oberseite der Bruestung ( 8) eine Beplankung mit einer Staerke
von z.B, 0,08m erhalten.
[0014] Der Brueckenabschnitt wird aeusserlich , sowohl in der Breite als auch in der Hoehe,
mit einem seefesten, bei Umgebungstemperatur, selbshaertenden 1- oder II-Komponenten
abdichtenden Anstrtch, wie er Werftseltig ueblich ist, versehen. Als Laufsteg wird
auf der zweiten Beplankung und angrenzend an dte Innenseiten der Bruestung ein weiterer
laufender Balken mit einer Breite von 0,20m und einer Hoehe von 0,40m (6) vorgesehen.
[0015] Allgemein gilt, dass alle seefeste Schutzanstriche der ueblichen Art sind, wie sie
bei Werften verwendet werden, die mit dem Bootsbau aus Holz betraut sind.
[0016] Selbstverstaendlich muss bei jedem Brueckenabschnitt die Balkenkonstruktion in Brueckenlaengsrichtung
so vorgesehen sein, dass in ausreichendem Ausmass, z.B. 1,5 bis 2m, ueber- bzw. aussenragende
Teile der Balken bestehen bleiben, um einem Brueckenabschnitt mit dem anderen verbinden
zu koennen unter Erhalt einer unflexiblen Konstruktion die alsdann wie beschrieben
an den Verbindungsstellen abgedichtet wird.
[0017] Es liegt auf der Hand, dass die vorerwaehnten Dimensionen und Folge der Materialien
beispielhaft erwaehnt werden und diese erheblich variiert werden koennen, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen, wenn dadurch, je nach Bedarf,bestimmte Effekte
erzielt werden sollen. Z.B. koennen insbesondere mehrere Balkenlagen zur Anwendung
gelangen um einem raueren und bewegteren Meer besser Widerstand leisten zu koennen,und
eine bessere Hoehe gegenueber dem Wellengang zu erhalten. Ebenso liegt auf der Hand,
dass der Rahmen der Erfindung nicht verlassen wird, wenn statt der Holzkonstruktion
andere Konstruktionsmaterialten zur Anwendung gelangen, z.B, Stahl und/ oder verstaerkte
Kunststoffe, oder wenn ein weiterer ntcht beschriebener seefester Schutzanstrich an
trgendeiner Stelle auf- bzw. angebracht wird,
[0018] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist ferner die Verankerung der Bruecke an
der vorbestimmten Stelle.
[0019] Dazu werden Gewichte, z.B. Bloecke (15) in Fig.4. aus ggf. armiertem Beton, z.B.
2m
3, entsprechend den vier Ecken eines jeden Brueckenabschnitts auf den Meeresgrund herabgelassen,
wobei auch ein Block z.B. fuer 2 benachbarte Ecken zweier Brueckenabschnitte vorgesehen
sein kann, bzw. die Bloecke sich in regelmaessigen Abstaenden beidseitig der Bruecke
befinden koennen. In jedem Block wird bereits bei der Versenkung ein Stahlstabbzw.
-seil (14) mit einem Durchmesser von z.B. 3 cm, versehen mit einem geeigneten seefesten
Schutzanstrich, verankert sein, welcher -nachdem der Block Meegrund erreicht hatauf
die erforderliche Laenge geschnitten wird und, nach Versehen mit einer geeigneten
Hackenkonstruktion (13) an einer an den einzelnen Brueckabschnitt, z.B. den Ecken,
angebrachten Kette befestigt wird.
[0020] Die Verankerung kann an der Bruecke je nach Bedarf z.B. in Abstaenden von 6,12 oder
25 m erfolgen. Selbstverstaendlich ist die Groesse der Bloecke von den Massen der
Brueckenkonstruktion und von dem erwarteten Wellengang abhaengig und vom Fachmann
zu ermitteln.
[0021] Um eine Schiffdurchfahrt zu ermoeglichen muss die Bruecke an einer vorbestimmten
Stelle hochgefahren werden koennen. Dazu sind 2 angrenzende Brueckenabschnitte (Figur5
)
geeigne- ter Laenge z.B. je 12,5m , durch dem Fachmann gelaeufige bewegliche Teile
(16) jeweils mit dem rechten und linken Teil der uebrigen Brueckenkonstruktion verbunden
und mittels mechanischer ueblicher Vorrichtungen hochzufahren. Diese Vorrichtungen
( in der Figur nicht eingezeichnet) befinden sich auf dem jeweils mit dem beweglichen
Brueckenteil angrenzenden Brueckenabschnttt.
[0022] Die Konstruktion dieser beiden beweglichen Teile ist selbstverstaendlich so vorgesehen,
dass ein Hoch- und Runterfahren dieser beweglichen Brueckentetle moegltch ist, und
dass sich diese im geschlossenen Zustand ueberlappen,
[0023] Die Kosten fuer die Konstruktion der Bruecke belaufen sich auf 5 Millionen US Dollar
pro km, in Griechenland Ende 1983 gueltige Rohstoff- und Arbeitskosten zugrundegelegt.
1. Auf dem Wasser (dem Meer) schwimmende, zwei Festlandpunkte verbindende, befahrbare
Bruecke, dadurch gekennzeichnet, dass sie in geeigneten Abstaenden an sich auf dem
Meeresboden befindlichen Gewichten verankert Ist.
2. Bruecke gemaess Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht aus ggf.armierten
Beton geeigneter Groesse besteht.
3. Bruecke gemaess Anspruch 1, und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerung
an den Gewichten mit Hilfe von Stahlstäben bzw. -seilen geeigneten Durchmessers, Hackenkonstruktionen und Ketten erfolgt.
4. Bruecke gemaess den Anspruechen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Holz
errichtet ist.