[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anklenkvorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten und durch die DE-OS 28 39 048 bekannt gewordenen Art.
[0002] Bei der bekannten Anlenkvorrichtung ist der am Scharnier vorgesehene Lagerzapfen
in einer langlochartigen Führung des U-förmig gestalteten Aufnahmeteils schwenk- und
gleitbar gelagert, während der Stützarm einerseits am Scharnier, nahe dessen Befestigungsstelle
am Gepäckraumdeckel und andererseits am Aufnahmeteil in größerem Abstand vom hinteren
Ende der langlochartigen Führung und etwa auf deren Höhe angelenkt ist. Hierdurch
wird der Gepäckraumdeckel beim Schwenken in öffnungsrichtung von der zugewandten Unterkante
der Heckscheibe weg, also nach hinten, verlagert. Dies ist besonders dann erforderlich,
wenn beispielsweise die Unterkante der Heckscheibe etwas unterhalb dem vorderen Rand
des Gepäckraumdeckels liegt, wodurch die Heckscheibe nur kompliziert montiert und
ferner der Lack auf das sich an die Unterkante der Heckscheibe anschließende Karosserieblech
bei üblicherweise im Rohbau montiertem Gepäckraumdeckel nicht in optimaler Dicke aufgetragen
werden kann; dadurch wird hauptsächlich die optische Wirkung des Lacks beeinträchtigt.
Bei der bekannten Anlenkvorrichtung hat das Aufnahmeteil wegen der hintenliegenden
Anlenkung des Stützarms eine sehr große Längserstreckung und verläuft daher über einen
relativ großen Longsabschnitt der beiden seitlichen Länder der öffnung des Gepäckraums.
Hierdurch wird die Zugänglichkeit zu diesem an seinen seitlichen vorderen Randbereichen
vermindert. Da bei der bekannten Anlenkvorrichtung alle Teile bei geöffnetem Gepäckraumdeckel
freiliegen, wirkt sie dabei auch unschön. Schließlich kann ein in seiner Breitenerstreckung
gekrümmter Gepäckraumdeckel, dessen vorderer Rand etwas oberhalb der zugewandten Unterkante
einer an ihren Seitenbereichen stark bombierten Heckscheibe liegt, bei Anlenkung mittels
der bekannten Vorrichtung in etwas zurückgeschobenem und geöffnetem Zustand erwiesenermaßen
mit seinem seitlichen vorderen Kanten die Heckscheibe oder an diese angrenzende Karosserieteile
berühren.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Anlenkvorrichtung der eingangs genannten
Gattung so auszubilden, daß durch sie eine für jeden Anwendungsfall ausreichend große
Längsverschiebbarkeit des klappbaren Karosserieteils - ohne daß dieses dabei mit einer
angrenzenden Fensterscheibe oder Karosserieteilen in zurückgeschobenem und geöffnetem
Zustand in Berührung gelangt - gewährleistet ist sowie die Zugänglichkeit zu den vom
klappbaren Karosserieteil überdeckten Raum nicht beeinträchtigt wird, wobei die Anlenkvorrichtung
aber dennoch mit verhältnismäßig geringem Fertigungsaufwand hergestellt und unkompliziert
montiert werden soll.
[0004] Zur Lösung der Aufgabe sind die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 dargelegten
Gestaltungsmerkmale vorgesehen.
[0005] Durch die Anlenkung des Stützarms am Lagerzapfen und seine zweckmäßigerweise abwärts
gerichtete Erstreckung liegen die Gelenkteile unterhalb des klappbaren Karosserieteils
sowie des an dieses angrenzenden starren Karosserieteils, sodaß die Zugänglichkeit
zu dem von ersterem überdeckten Raum nicht beeinträchtigt wird und auch keine unschön
wirkenden Anlenkteileim Sichtbereich liegen. Dabei läßt sich auch eine solche Längsverschiebbarkeit
des klappbaren Karosserieteils erreichen, daß dieses bei starker Breitenkrümmung nicht
mit einer an ihr angrenzenden Fensterscheibe oder dergl. in Berührung kommen kann.
Besonders vorteilhaft wirkt sich hierfür eine bogenförmige Gestaltung des Führungsschlitzes
aus, welcher die Ausnehmung bildet (Merkmal des Patentanspruchs 4).
[0006] Bei Ausbildung der Ausnehmung als offener Führungsschlitz und herausnehmbarer Lagerung
des Stützarms an seinem unteren Endabschnitt im Aufnahmeteil (Merkmale des Patentanspruchs
3) kann ein durch die erfindungsgemäße Anlenkvorrichtung schwenkbar gelagerter Gepäckraumdeckel
bedarfsweise rasch und unkompliziert, nämlich durch bloßes Niederschwenken einer Rastklinke,
entfernt und dadurch im Gepäckraum sperrige Güter oder dergl. transportiert werden.
Dies ist auch für die Fahrzeugfertigung hinsichtlich der Automatisierung von Montageabläufen
vorteilhaft, da bei nichtvorhandendem Gepäckraumdeckel das Reserverad problemlos durch
einen Roboter von oben eingesetzt werden kann.
[0007] Da die Rastklinke (Merkmal des Patentanspruchs 5) mit einer Arretierzunge und einem
Anlagefortsatz versehen ist, kann der Lagerzapfen in eine erste (übliche Schwenklage
des Gepäckraumdeckels) und in eine zweite (zurückgeschobene Lage des Gepäckraumdeckels)
Drehpunktlage verlagert werden. In letzterer kann die Heckscheibe ohne Behinderung
und ohne Halteeinrichtung zum Offenhalten des Gepäckraumdeckels eingesetzt werden,
während in der ersten Drehpunktlage, in die der Lagerzapfen nur gegen Federwirkung
geschoben zu werden braucht, die Brustflanke der Arretierzunge federbelastet gegen
den Lagerzapfen wirkt, wodurch dieser stets ohne Toleranzeinstellung spielfrei drehbar
gelagert ist.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in anderen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Scharnierelement, das in ein Aufnahmeteil angesetzt ist,
Fig. 2 eine vergrößerte Einzelansicht des Aufnahmeteils, wobei sich der Lagerzapfen
in einer ersten Drehlage befindet,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine Ansicht in Pfeilrichtung X von Fig. 2,
Fig. 5 einen Heckbereich eines Personenkraftwagens, dessen Gepäckraumklappe mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung angelenkt ist.
[0010] Der in den Fig. 1 und 5 dargestellte Heckbereich eines Personenkraftwagens hat eine
Gepäckraum 1, der von einem Gepäckraumdeckel 2 überdeckbar ist. Dieser ist an seinen
beiden seitlichen vorderen Randbereichen mittels jeweils einer Anlenkvorrichtung 3
am Fahrzeugaufbau 4 schwenkbar gelagert. Der Gepäckraumdeckel 2 ist dabei im Bereich
einer Heckscheibe 5 so angeordnet, daß in geschlossenem Zustand sein vorderer Rand
2' etwas oberhalb der zugewandten Unterkante 5' der Heckscheibe 5 liegt und dabei
die' Unterkante 5' überdeckt.
[0011] Die jeweils an einem seitlichen Randbereich des Gepäckraumdeckels 2 vorgesehene Anlenkvorrichtung
3 besteht aus jeweils einem am Fahrzeugaufbau 4 im Bereich der vorderen Ecken der
öffnung 1' des Gepäckraums 1 befestigten Aufnahmeteil 7 und jeweils einem Scharnierelement
8. Dieses setzt sich seinerseits jeweils aus einem gekröpften, an der Unterseite und
am vorderen Rand des Gepäckraumdeckels 2 befestigten Scharnier 9, einem winkelförmigen
Stützarm 10 und einem Gasdruckzylinder 11 zusammen, wobei das Scharnier 9 und der
Stützarm 10 über einen an ihren freien Endabschnitten vorgesehenen und von dessen
Seitenwange 10' abshhenden Lagerzapfen 12 gelenkig miteinander verbunden sind. Im
Mittelbereich der Längserstreckung des freien Abschnitts 9' des Scharniers 9 ist der
Gasdruckzylinder 11 angelenkt, dessen Kolbenstange 11' im Winkelbereich des Stützarms
10 drehbar gelagert ist, so daß das Scharnierelement 8 in einer Ebene liegt und umseitig
geschlossen ist.
[0012] Das aus Blech bestehende Aufnahmeteil 7 (Fig. 2) hat eine etwa rechteckige Außenform
und ist derart am Fahrzeugaufbaulfbefestigt, daß seine Breitseiten lotrecht, also
entsprechend der Fahrzeughochachse verlaufen. Am oberen Endbereich des Aufnahmeteils
7 ist ein von seiner Breitseite abstehender und zur Fahrzeugheckseite gerichteter
Fortsatz 13 vorgesehen, in dem ein offener, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufender
Führungsschlitz 14 angeordnet ist. Dieser hat eine Länge von ca. 40 mm und ist bogenförmig
ausgebildet, wobei sein Kreisbogen um das Zentrum a einer unterhalb ihm liegenden
Lagerausnehmung 15 verläuft. Bei am Steg 14'des Führungsschlitzes 14 anliegendem Lagerzapfen
12 nimmt dieser eine erste Drehpunktlage I ein, während die zweite Drehpunktlage II
des Lagerzapfens 12 bei dessen Verlagerung längs des Führungsschlitzes 14 nahe von
dessen Maulöffnung 14" liegt, welche der Fahrzeugheckseite zugekehrt ist. Wie in Fig.
2 ferner ersichtlich, ist die Lagerausnehmung 15 in einem am unteren Endbereich des
Aufnahmeteils 7 vorgesehenen Vorsprung 16 angeordnet, der entsprechend dem Fortsatz
13 verläuft. Dabei liegt das Zentrum a der Lagerausnehmung 15 senkrecht unterhalb
des Zentrums b der ersten Drehpunktlage I des Lagerzapfens 12. Die Lagerausnehmung
15 dient zur drehbaren Lagerung eines am unteren Endabschnitt des Stützarms 10 - der
sich vom Lagerzapfen 12 nach unten erstreckt - vorgesehenen Lagerbolzens 17 und hat
einen untenliegenden, halbkreisförmigen Abschnitt 15'. Diesem ist ein kreisförmiger
Umfangsabschnitt 17' des Lagerbolzens 17 zugeordnet, während eine vom kreisförmigen
Umfangsabschnitt 17' radial wegragende Fixierzunge 17" bei sich in Drehpunktlage I
befindendem Lagerzapfen 12 nahe an der Oberkante der Lagerausnehmung 15 liegt (Fig.
4). Von der Lagerausnehmung 15 steht schließlieh ein Auflagefortsatz 16' ab.
[0013] In den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß am Fortsatz 13 des Aufnahmeteils 7 ein im
Abstand zu seiner Ebene liegendes, abgewinkeltes Blechteil 13' angebracht ist, das
mit dem Fortsatz 13 einen Hohlraum c umgibt. Dieser ist von einem den Fortsatz 13
und das Blechteil 13' verbindenden Lagerstift 18 durchsetzt, auf dem eine Rastklinke
20 schwenkbar gelagert ist. Der Lagerstift 18 ist ferner von einer neben dieser liegenden
Schenkelfeder 21 umgeben, deren beide wegragenden Endabschnitte 21, 21" an einer Abwinkelung
22 der Rastklinke 20 vorbeigeführt sind und dabei mit der Abwinkelung 22 in Berührung
stehen oder allenfalls in kleinem Abstand zu dieser liegen; schließlich stützen sich
die beiden Endabschnitte 21, 21" in Ruhelage der Rastklinke 20 mit Vorspannung an
einem benachbart des Lagerstifts 18 angeordneten Anlagestift 23 ab, welcher unter
Durchsetzung des Hohlraums e in den Fortsatz 13 und das Blechteil 13' eingesetzt ist.
Die Rastklinke 20 ist mit einer obenliegenden Arretierzunge 24 und benachbart dieser
mit einem Anlagefortsatz 25 versehen, wobei sich in federbelasteter Ruhelage der Rastklinke
20 die Brustflanke 24' der Arretierzunge 24 bis zum Mittelbereich des halbkreisförmigen
Stegs 14' des Führungsschlitzes 14 erstreckt und sich an die Brustflanke 24' eine
schräge, zum Anlagefortsatz 25 hin auslaufende Rückenflanke 24" anschließt. Schließlich
ist am Anlagefortsatz 25 ein abwärts ragender Handgriff 26 vorgesehen. Die Längserstreckung
der Arretierzunge 24 und die Schräglage von deren Brustflanke 24' ist so bemessen,
bzw. verläuft derart, daß in federbelasteter Ruhelage der Rastklinke 20 - also bei
sich am Anlagestift 23 mit Vorspannung abstützenden Endabschnitten 21, 21 "der Schenkelfeder
21 - der Lagerzapfen 12 in seiner ersten Drehpunktlage I gegen den Steg 14' des Führungsschlitzes
14 gepreßt wird; dabei ist der Stützarm 10 mit dem Lagerzapfen 12 drehfest verbunden,
während dieser seinerseits mit dem freien Abschnitt 9' des Scharniers 9 drehbar zusammenwirkt.
Zum Verlagern des Lagerzapfens 12 in seine zweite Drehpunktlage II samt Stützarm 10
und Scharnier 9 (Fig. 2) wird die Rastklinke 20 gegen die Wirkung der Schenkelfeder
21 - wobei sich der obenliegende Endeabschnitt 21' am Anlagestift 23 abstützt, während
der untenliegende Endabschnitt 21" durch die Abwinkelung 22 abwarts geschwenkt wird
- in Pfeilrichtung d so weit hochgeschwenkt, bis die Rüekenflanke 24" auf Höhe des
unteren Bogenabschnitts des Führungsschlitzes 14 liegt und der Lagerzapfen 12 dadurch
zur Maulöffnung 14" hin verlagert werden kann. Wenn dieser dabei nahe an der halbkreisförmigen
Ausnehmung 25' des Anlagefortsatzes 25 liegt, wird die Rastklinke 20 losgelassen,
wodurch sie durch die Wirkung der Schenkelfeder 21 in ihre Ruhelage zurückgeschwenkt
wird (gegen Pfeilrichtung d) und der Anlagefortsatz 25 dabei die Maulöffnung 14" des
Führungsschlitzes 14 verschließt, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Schließlich liegt
der Lagerzapfen 12 in seiner zweiten Drehpunktlage II an der halbkreisförmigen Ausnehmung
25' des Anlagefortsatzes 25 an, wie in Fig. 2 mit strichpunktierten Linien veranschaulicht
ist. Zum vollständigen Entfernen bzw. Einführen des Lagerzapfens 12 samt Stützarm
10 und Scharnier 9 aus dem Führungsschlitz 14 bzw. in diesen - wie im folgenden erläutert
wird - wird die Rastklinke 20 soweit in Pfeilrichtung e abwärts geschwenkt (wobei
sich der untenliegende Endabschnitt 21" der Schenkelfeder 21 am Anlagestift 23 abstützt
während der obenliegende Endabschnitt 21" durch die Absinkelung 22 hochgeschwenkt
wird), bis das freie Ende des Anlagefortsatzes 25 auf Höhe des unteren Bogenabschnitts
des Führungsschlitzes 14 liegt und dadurch dessen Maulöffnung 14" freigegeben ist.
Durch die Wirkung der Schenkelfeder 21 wird die Rastklinke 20 schließlich gegen die
Pfeilrichtung e in ihre Ruhelage zurückgeschwenkt.
[0014] Der Gepäckraumdeckel 2 wird bei an ihm angebrachten Scharnierelementen 8 wie folgt
in die beiden fahrzeugaufbaufesten Aufnahmeteile 7 eingesetzt (Fig. 1):
Wie die mit jeweils drei Punkten und einem Strich dargestellte Montage-Schwenklage
des Scharnierelements 8 zeigt, wird zunächst der am Stützarm 10 mittels des Bundes
17"' befestigte Lagerbolzen 17 auf den Anlagefortsatz 16' aufgesetzt und daraufhin
soweit verschoben, bis sein kreisförmiger Umfangsabschhitt 17' vom halbkreisförmigen
Abschnitt 15' der Lagerausnehmung 15 aufgenommen ist. Daraufhin wird die Rastklinke
20 in Pfeilrichtung e abwärts geschwenkt, so daß die Maulöffnung 14" des Führungsschlitzes
14 freigegeben ist und der Lagerzapfen 12 in diesen eingeführt werden kann. Nach Hochschwenken
der Rastklinke 20 in Pfeilrichtung d wird der Lagerzapfen 12 in der zweiten Drehpunktlage
II (gewünsehtenfalls natürlich auch anschließend in der ersten Drehpunktlage I) angeordnet,
wie die mit jeweils zwei Punkten und einem Strich gezeigte Schwenklage des Scharnierelements
8 zeigt; mit jeweils zwei Punkten und einem Strich ist dabei auch die entsprechende
Schließstellung und maximale Offenstellung des Gepäckraumdeckels 2 veranschaulicht.
In Fig. 5 ist dessen Schließstellung in der zweiten Drehpunktlage II des Lagerzapfens
12 ebenfalls mit jeweils zwei Punkten und einem Stich dargestellt. Bei sich in der
zweiten Drehpunktlage II befindendem Lagerzapfen 12 ist der vordere Rand 2' des Gepäckraumdeckels
2 gegenüber der ersten Drehpunktlage I um das etwa 40 mm betragende Maß f (entsprechend
Abstand f' in Fig.1 und 5 - Länge des Führungsschlitzes 14) von der zugekehrten Unterkante
5' der Heckscheibe 5 zurückgesetzt. Hierdurch läßt sich die Heckscheibe 5 unkompliziert
montieren und es kann der Lack auf das sich an die Unterkante 5' der Heckscheibe 5
anschließende, nicht dargestellte Karosserieblech vollständig und ohne Behinderung
aufgetragen werden.
[0015] Der Lagerzapfen 12 wird daraufhin dadurch in seine erste Drehpunktlage I verlagert,
daß die Rastklinke 20 wie erläutert in Pfeilrichtung d hochgeschwenkt und sodann der
Lagerzapfen 12 bis zum Steg 14' des F
dhrungsschlitzes 14 geschoben wird. Dabei entspricht die erste Drehpunktlage I des
Lagerzapfens 12 - wobei der Gepäckraumdeckel 2 und das Scharnierelement 8 mit durchgezogenen
Linien dargestellt ist - der Gebrauchslage des Gepäckraumdeckels 2. Da die Brustflanke
24' der Arretierzunge 24 schräg verläuft und sie durch Federwirkung am Lagerzapfen
12 anliegt, wird dieser stets unabhängig von Fertigungstoleranzen gegen den Steg 14'
des Führungsschlitzes 14 gepreßt. Beim Verschwenken des Gepäekraumdeckels2in die mit
strichpunktierten Linien dargestellte Offenstellung beschreibt sein vorderer Rand
2' einen mit strichpunktierten Linien dargestellten Bogenabschnitt g. Dieser verläuft
durch den erfindungsgemäß am Lagerzapfen 12 angeordneten und sich von diesem nach
unten erstreckenden Stützarm 10 - wobei der vordere Rand 2' des Gepäckraumdeckels
2 oberhalb der Unterkante 5' der Heckscheibe 5 liegt - stetig ansteigend, d.h. derart,
daß die HeckscheibeSoder an diese angrenzende Karosserieteile über den gesamten Schwenkbereich
des Gepäckraumdeckels 2 nicht von diesem berührt und damit beschädigt wird. Wegen
besserer Übersichtlichkeit ist der Gasdruckzylinder 11 in einer Schwenklage des Scharnierelements
8 weggelassen. Die Demontage der Scharnierelemente 8 erfolgt umgekehrt wie vorstehend
geschildert.
1. Anlenkvorrichtung für ein klappbares Karosserieteil an einem Kfz., insbesondere
für einen Gepäckraumdeckel an einer Pkw-Karosserie, im wesentlichen bestehend aus
wenigsten einem fahrzeugaufbaufesten Aufnahmeteil mit einer in Fahrzeuglängsrichtung
verlaufenden Ausnehmung, in der ein Lagerzapfen eines am klappbaren Karosserieteil
angebrachten Scharniers drehbar gelagert und längs der Ausnehmung über einen an diesem
angelenkten Stützarm verlagerbar ist, der seinerseits am Fahrzeugaufbau drehbar gelagert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (10) am Lagerzapfen (12) oder im Bereich
von diesem angelenkt ist und sich nach unten oder oben erstreckt.
2. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (10)
bei abwärts gerichteter Erstreckung an seinem oberen Endabschnitt über den Lagerzapfen
(12) am freien Endabschnitt des Scharniers (9) angelenkt und winkelförmig gestaltet
ist, wobei der Lagerzapfen über die Seitenwange (10') des Stützarms hinausragt, während
in dessen Winkelbereich ein Gasdruckzylinder (11) oder dergl. angelenkt ist, der mit
seinem gegenüberliegenden Endbereich am Scharnier angreift, wodurch ein in einer Ebene
liegendes geschlossenes und aus aneinander%elenkten Teilen bestehendes Scharnierelement
(8) gebildet iat.
3. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 1, welche für einen Frontdeekel oder Gepäckraumdeckel
dient, der an seinen beiden seitlichen Randbereichen jeweils mit einem Aufnahmeteil
in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das aus Blech bestehende Aufnahmeteil
(7) eine etwa rechteckige Außenform hat und seine Breitseiten etwa senkrecht verlaufen,
wobei am oberen Endbereich des Aufnahmeteils ein von der Breitseite abstehender Fortsatz
(13) vorgesehen ist, der die als ein offener Führungsschlitz (14) ausgebildete Ausnehmung
aufweist, dessen Maulöffnung (14") der Fahrzeugfront- oder -heckseite zugewandt ist,
während sich am unteren Endbereich des Aufnahmeteils eine unterhalb des Führungsschlitzes
liegende Lagerausnehmung (15) befindet, welche zur Aufnahme eines am unteren Endabschnitt
des Stützarmes (10) vorgesehenen Lagerbolzens (17) dient und in einem Vorsprung (16)
angeordnet ist.
4. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsschlitz
(14) bogenförmig um das Zentrum (a) der Lagerausnehmung (15) verläuft und etwa 40
bis 50 mm lang ist, wobei deren Zentrum etwa senkrecht unterhalb des Zentrums (b)
einer ersten Drehpunktlage (I) des Lagerzapfens (12) liegt.
5. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Fortsatz (13)
des Aufnahmeteils (7) ein Lagerstift (18) mit einer schwenkbar gelagerten Rastklinke
(20) vorgesehen ist, welche eine Arretierzunge (24) und benachbart dieser einen Anlagefortsatz
(25) aufweist, die beide in federbelasteter Ruhelage der Rastklinke in den Führungsschlitz
(14) ragen, wobei der Lagerzapfen (12) in seiner ersten Drehpunktlage (I) durch eine
Brustflanke (24') der Arretierzunge gegen den Steg (14') des Führungsschlitzes gepreßt
wird, während der Lagerzapfen in seiner zweiten Drehpunktlage (II) an einer halbkreisförmigen
Ausnehmung (25') des Anlagefortsatzes anliegt, der dabei die Maulöffnung (14") des
Führungsschlitzes verschließt.
6. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Fortsatz (13)
des Aufnahmeteils (7) ein im Abstand zu seiner Ebene liegendes, abgewinkeltes Blechteil
(13') angebracht ist, das mit dem Fortsatz einen vom Lagerstift (18) durchsetzten
Hohlraum (c) umgibt.
7. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Brustflanke
(24') der Arretierzunge (24) in Ruhelage der Rastklinke (20) bis zum Mittelbereich
des halbkreisförmig ausgebildeten Stegs (14') des Führungsschlitzes (14) erstreckt
und sich an die Brustflanke eine schräge, zum Anlagefortsatz (25) hin auslaufende
Rückenflanke (24") anschließt, wobei der Anlagefortsatz mit einem abwärts ragenden
Handgriff (26) versehen ist.
8. Anlenkvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (c)
von einem benachbart des Lagerstifts (18) angeordneten Anlagestift (23) durchsetzt
und der Lagerstift von einer neben der Rastklinke (20) liegenden Schenkelfeder (21)
umgeben ist, deren beide Endabschnitte (21', 21") an einer Abwinkelung (22) der Rastklinke
vorbeigeführt sind und an ihr dabei anliegen, schließlich stützen sich die Endabschnitte
in Ruhelage der Rastklinke mit Vorspannung am Anlagestift ab.