[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung für Becken aller Art, insbesondere
für Schwimmbecken von Freibädern.
[0002] Aus der DE-OS 31 16 830 ist eine derartige Abdeckvorrichtung bekannt. Diese weist
einen aus einer Tragwelle und einem darauf ab- und aufrollbarem Abdeckelement gebildeten
Wickel auf, welcher in einen außerhalb des Beckenbodens vorgesehenen Schacht versenkbar
angeordnet ist. Zum Heben und Senken des Wickels dienen Hubvorrichtungen, deren Stellkräfte
auf die Lagerböcke des Wickels wirken. Mit dem Heben des Wickels in die Betriebsstellung
der Abdeckvorrichtung wird gleichermaßen der an den Lagerböcken oder Lagerschildern
und einer oberen Schachtläneskante befestigte Schachtdeckel nach Art einer einseitig
gelenkig angeschlagenen Klappe geöffnet.
[0003] Bei der Montage dieser Abdeckung ist die Ausrichtung des Wickels einerseits nach
der Erstreckung des abzudeckenden Beckens und andererseits nach einer Oberkante des
Schachtes vorzunehmen. Dies hat in der Praxis dazu geführt, daß der Schacht nachträglich
an die funktionalen Erfordernisse der Abdeckung baulich angepaßt werden mußte. Hierdurch
entstand ein Mehraufwand für Montagearbeiten und -kosten. Ein weiterer Nachteil dieser
Abdeckung besteht darin, daß diese Vorrichtung wegen der Anbindung des Schachtdeckels
am Schacht nicht für Abdeckungsaufgaben geeignet ist, bei welchen der Schacht nicht
an den für das Bedecken des Beckens günstigsten Ort, nämlich unmittelbar am Beckenrand,
angeordnet werden kann.
[0004] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Becken-Abdeckvorrichtung
so weiter zu entwickeln, daß diese sich gleichermaßen für den stationären wie den
mobilen Einsatz zur Abdeckung von Becken eignet, daß sie eine hohe Biegesteifigkeit
über ihre Länge aufweist, und daß bei unverändert geringem Bedienungsaufwand für Heben
und Senken des Wickels sowie Öffnen und Schließen des Schachtdeckels ein Mehraufwand
für die bauliche Anpassung des Schachts vermieden wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen des Gegenstands nach dem Anspruchl sind in den Ansprüchen 2 bis 7
angegeben.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Winkelkonstruktion von Schachtdeckel und Wandelement ist
es möglich, auf die Befestigung des Schachtdeckels am Schacht zu verzichten, wobei
die bei der bekannten Vorrichtung u.a. ausgeübte Funktion des Deckelanschlags am Schacht,
nämlich der Durchbiegung des Deckels entgegenzuwirken, nunmehr von dem Wandelement
übernommen wird. Da bei dem Vorschlag der Erfindung der Schachtdeckel direkt oder
indirekt starr mit den Lagerstützen oder Lagerschildern verbunden ist, wird wegen
des Wegfalls von drei Gelenken - zwischen Lager und Deckelstützen einerseits und Deckel
und Schachtoberkannte andererseits - gegenüber der bekannten Abdeckung die Herstellung
der Vorrichtung vereinfacht. Außerdem verringert sich der Montageaufwand vor Ort,
weil die Anbringung des Schachtdeckelgelenks am Schacht entfällt. Bei angehobenem
Wickel bildet das Wandelement darüberhinaus eine Schutzabdeckung für den Schacht und
trägt somit auch zum unfallsicheren Betrieb der Vorrichtung bei. Die mit der Winkelkonstruktion
erzielbare Biegesteifigkeit der Vorrichtung gestattet ferner, lediglich mit Hubvorrichtungen
an den beiden Lagerseiten auszukommen.
[0007] Besonders vorteilhaft im Hinblick auf Steifigkeit der Vorrichtung und Gewichtsersparnis
ist es, wenn das Wandelement aus einem Hohlkörper z.B. mit rechteckigem Querschnitt,
ggf. mit innerhalb oder außerhalb desselben angeordneten Versteifungsrippen oder -wänden,
gebildet ist (Anspruch 4). In die gleiche Richtung zielt die Ausbildung des Wandelements
als Fachwerk, das zum Zwecke des Unfallschutzes zusätzlich mit einer dünnen Platte
abgedeckt sein kann(Anspruch 5). Um die Vorrichtung von einem mehr oder weniger weit
vom Becken entfernt liegenden Schacht mit geringem Aufwand zum Einsatzort transportieren
zu können, ist es zweckmäßig, an der Lagerböcken Rollen oder Räder anzubringen (Anspruch
7).
[0008] Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig.1 einen Querschnitt der im Schacht versenkten erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung
und
Fig.2 eine teilweise geschnittene Draufsicht der Abdeckvorrichtung nach Fig.1
[0009] In Fig.1 ist das abzudeckende Becken mit 1, der Schacht für die Aufnahme des Wickels
3 mit 2 bezeichnet. Der Wickel 3 besteht aus Tragwelle 4 und Abdeckelement 5. Er wird
von Lagern 6 getragen, welche ihrerseits über Lagerböcke oder -schilder 7 am Schacht
bzw. dessen Wänden ggf. unter Zwischenschaltung von nicht dargestellten Hubvorrichtungen
abgestützt werden. Das Wandelement 8, welches nach Fig.1 als Hohlkörper gestaltet
ist, bildet mit dem Schachtdeckel 9 bzw. dessen zugehöriger Schachtdeckel-Tragkonstruktion
1o die erfindungsgemäße Winkelkonstrukticn, wobei Wandelement 8 und Schachtdeckel
9 gleichermaßen mit den Lagerschildern 7 fest verbunden sind. Der äußere Schachtdeckelteil
16 kann lösbar mit der Schachtdeckel-Tragkonstruktion 10 verbunden sein. Die Schachtdeckel-Tragkonstruktion
1o ist am Wandelement 8 über Stützkonsolen 11 abgestützt. Unterhalb des Wickels 3
kennen weitere Träger 12 am Wandelement 8 befestigt und abgestützt werden, wobei die
äußersten als Fahrwerksträger zur Aufnahme von Rollen oder Rädern 17 dieren. Die Hubvorrichtungen
sind bei 14 unmittelbar an den Lagerschildern 7 pla ziert. Es kann aber auch zweckmäßig
sein, bei 15 Hubvor-, richtungen zusätzlich oder alternativ am Wandelement 8 wirken
zu lassen (Fig.2)
1. Abdeckvorrichtung für Becken aller Art, insbesondere für Schwimmbecken von Freibädern,
mit einer Wickelwelle und einem darauf ab- und aufrollbarem Abdeckelement, welche
mittels Hubvorrichtungen in einen im Boden außerhalb des Beckens angeordneten Schacht
versenkbar bzw. aus diesen Schacht heraus hebbar ist und bei welcher der Schachtdeckel
beim Heben bzw. Senken der Wickelrolle automatisch geöffnet bzw. geschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schachtdeckel(9,10) mit einem Wandelement(8) eine
Winkelkonstruktion bildet, welche an den die Lager(6) der Wickelrolle(3) abstützenden
Lagervorrichtungen(7) starr befestigt ist und daß die sich an den Schachtwänden abstützenden
Hubvorrichtungen an den Lagervorrichtungen(7) und/oder dem Wandelement(8) angreifen.
2. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen
den Ebenen, in denen einerseits der Schachdeckel(9,10) und andererseits das Wandelement(8)
liegt, 9o Grad beträgt.
3. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung
der Winkelkonstruktion an den Lagervorrichtungen(7) nur am Schachtdeckel (9,1o) oder
nur am Wandelement(8) oder an beiden gleichermaßen erfolgt.
4. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das parallel zur Achse der Wickelrclle(3) und der Schacht-Längsseite angeordnete Wandelement(8)
aus einem Hohlkörper gebildet ist.
5. Abdeckverrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wandelement(8) in Leicht - bsw. Fachwerkbauweise gestaltet ist, wobei Stäbe aus
Hohl- oder Winkelprofilen verwendet werden und zumindest an der der nächstliegenden
Schachtwand nächstliagenden Seite des Wandelements(8) das Fachwerk durch eine dünnwandige
Platte abgedeckt ist.
6. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schachtdeckel(9,10) mittels Konsolen(11) aus Profilschienen an dem Wandelement(8)
befestigt ist.
7. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Unterseite der Lagervorrichtungen(6,7) Räder oder Rollen (17) montiert sind,
mittels derer die voll aus dem Schacht(2) ge-hobene Abdeckvorrichtung, gegebenenfalls auf Schienen, zum Beckenrand bzw. einem
anderen Einsatzort transdortierbar ist.