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EP 0 085 976 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.05.1985 Patentblatt 1985/22 |
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Anmeldetag: 07.02.1983 |
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Dauerform für fallende Giessweise mit mindestens zwei nebeneinander angeordneten Formhohlräumen
Permanent mould with at least two adjacent mould-cavities for vertical pouring
Moule permanent avec au moins deux empreintes de coulée voisines pour la coulée verticale
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
10.02.1982 CH 811/82
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.08.1983 Patentblatt 1983/33 |
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Anmelder: GEORG FISCHER AKTIENGESELLSCHAFT |
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CH-8201 Schaffhausen (CH) |
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Erfinder: |
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- Henych, Ivo
CH-8200 Schauffhausen (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dauerform für fallende Gießweise
mit mindestens zwei nebeneinander angeordneten Formhohlräumen.
[0002] Dauerformen der eingangs genannten Art sind bekannt. Die US-A-2 799 906 beschreibt
nebeneinander angeordnete Formhohlräume, die der Reihe nach mit Hilfe eines fallenden
Gießstrahles gefüllt werden.
[0003] Die fallende Gießweise ermöglicht es ein hohes Flüssigmetallausbringen durch gesteuerte
Erstarrung zu erreichen. Durch Optimierung der Gießgeschwindigkeit, im Verhältnis
zum Wärmetransport zwischen dem Gußstück und der Formwand kann die Erstarrung weiter
bis zu beinahe 100% verbessert werden. Der günstigere Temperaturgradient im Gußstück,
d. h. das heißeste Metall im oberen Teil des Gußstückes, unterstützt die gewünschte
Erstarrungsrichtung von unten nach oben, wo der Speiser plaziert ist.
[0004] Dieses Verfahren kann in der Regel nur für genügend schwere Gußstücke eingesetzt
werden. Beim mechanisierten Dauerformgießverfahren liegt die untere wirtschaftliche
Grenze bei Gußstückgewichten zwischen 10 und 25 kg.
[0005] Zwar wird die fallende Gießweise auch für kleinere Gußstücke eingesetzt, jedoch mit
Laufsystem und mit Anschnitten, was zu einem niedrigeren Flüssigmetallausbringen sowie
zur höheren Belastung der Dauerform, somit zwangsläufig zur kürzeren Lebensdauer führt.
[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es eine Dauerform vorzuschlagen, mit welcher
einerseits die Vorteile der fallenden Gießwerte auch für leichtere Gußstücke genutzt
werden können, und andererseits mehrere Gußstücke auf einmal gegossen werden können.
[0007] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Ansprüche 8 und 9 haben die Verwendung der beanspruchten Dauerform zum Inhalt.
[0009] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
[0010] Die einzige Figur zeigt eine mehrfache Dauerform 1, die direkt mit einem von oben
fallenden flüssigen Metall 2 gefüllt wird. Das flüssige Metall 2 fließt aus einem
Behälter 3 über mehrere Gießdüsen 5 gleichzeitig in die Formhohlräume 4 der Dauerform
1. Der Behälter 3 kann ein Warmhalteofen oder ein Verteiler mit Gießdüsen sein. Bei
der Verwendung eines Verteilers und einer Gießpfanne soll die Flüssigmetallmenge dem
Gußstück bzw. den Gußstücken so angepaßt werden, daß die Verluste an Metallresten
minimal bleiben.
[0011] Um die Füllgeschwindigkeit in allen Formhohlräumen 4 auszugleichen sind die einzelnen
Hohlräume mittels Ausgleichskanälen 6 verbunden. Zudem sind die Gießdüsenquerschnitte
abgestuft. Diese Maßnahmen garantieren, daß in allen Hohlräumen die gleiche Steiggeschwindigkeit
und die gleiche Füllzeit erreicht werden.
[0012] Bei kleinen Gußstücken ist es möglich, mit nur einer Ausgleichsverbindung den Ausgleich
zwischen den Hohlräumen zu erreichen. In diesem Fall wird die Verbindung im unteren
Teil der Formhohlräume vorgesehen. Bei größeren Gußstücken dagegen sind mehrere Ausgleichsverbindungen
notwendig, die vorzugsweise parallel übereinander angeordnet werden. Da eine unregelmäßige
Füllgeschwindigkeit meistens am Anfang und am Ende des Gießvorganges auftritt ist
es in der Regel notwendig, die Ausgleichsverbindungen im unteren und im oberen Teil
des Formhohlraumes vorzusehen. Als eine weitere Möglichkeit kann die obere Ausgleichsverbindung
auch zwischen den Speisern angeordnet sein.
[0013] Bei genug großer Dimensionierung der Ausgleichsverbindung bei mittelgroßen Gußstücken
ist die Anordnung nur einer oberen Verbindung ausreichend.
1. Metallguß-Dauerform (1) für fallende Gießweise mit mindestens zwei nebeneinander
angeordneten Formhohlräumen (4), dadurch gekennzeichnet, daß jeder der nebeneinander
angeordneten Formhohlräume (4) einen von einem gemeinsamen Behälter (3) für das flüssige
Metall (2) gespeisten Metallzulauf aufweist, wobei die Düsenquerschnitte dieser Metallzuläufe
abgestuft sind und daß die Formhohlräume (4) durch eine Ausgleichsverbindung (6),
die als geschlossener Kanal unterhalb der Oberseite des gegossenen Gegenstandes angeordnet
ist, untereinander verbunden sind.
2. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei benachbarten
Formhohlräumen (4) mehrere Ausgleichsverbin dungen (6) vorgesehen sind.
3. Dauerform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsverbindungen
(6) je im unteren und im oberen Teil der Formhohlräume (4) angeordnet sind.
4. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ausgleichsverbindung
(6) nur im unteren Teil zwischen den Formhohlräumen (4) angebracht ist.
5. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ausgleichsverbindung
(6) nur im oberen Teil zwischen den Formhohlräumen (4) angebracht ist.
6. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ausgleichsverbindung
(6) zwischen den Speisern angebracht ist.
7. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei Formhohlräume
(4) nebeneinander angeordnet sind, welche untereinander mittels Ausgleichsverbindungen
(6) verbunden sind.
8. Verwendung der Dauerform nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Formhohlräume
(4) direkt aus dem Warmhalteofen oder mit Hilfe eines externen Verteilers mittels
Gießdüsen (5) gefüllt werden.
9. Verwendung der Dauerform nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Füllung der
n Formhohlräume (4) durch n simultane Gießstrahlen erfolgt.
1. Cast metal-permanent mould (1) for vertical pouring with at least two adjacently
located mould cavities (4), characterised in that each of the adjacently located mould
cavities (4) has a metal inlet fed from a common container (3) for the liquid metal
(2), wherein the nozzle cross sections of these metal inlets are graduated, and in
that the mould cavities (4) are joined together by an equaliser connection (6), which
is arranged as a closed below the upper side of the cast object.
2. Permanent mould according to claim 1, characterised in that between two adjacent
mould cavities (4), several equaliser connections (6) are provided.
3. Permanent mould according to claim 2, characterised in that the equaliser connections
(6) are arranged respectively in the lower and in the upper part of the mould cavities
(4).
4. Permanent mould according to claim 1, characterised in that an equaliser connection
(6) is fitted only in the lower part between the mould cavities (4).
5. Permanent mould according to claim 1, characterised in that an equaliser connection
(6) is fitted only in the upper part between the mould cavities (4).
6. Permanent mould according to claim 1, characterised in that an equaliser connection
(6) is fitted between the feeders.
7. Permanent mould according to claim 1, characterised in that more than two mould
cavities (4) are arranged adjacent to one another and they are joined together by
means of equaliser connections (6).
8. Use of the permanent mould according to one of claims 1 to 7, whereby the mould
cavities (4) are filled directly from the holding furnace or with the aid of an external
distributor by means of casting nozzles (5).
9. Use of the permanent mould according to one of claims 1 to 7, whereby the filling
of n mould cavities (4) is effected by n simultaneous casting jets.
1. Moule permanent de fonderie (1) pour la coulée en chute, comportant au moins deux
empreintes (4) disposées côte-à-côte, caractérisé par le fait que chacune des deux
empreintes (4) disposées côte-à-côte comporte une attaque de coulée du métal alimentée
par un récipient commun (3) prévu pour le métal liquide (2), la section transversale
des tuyères de ces attaques de coulée du métal étant étagées, et que les empreintes
(4) sont reliées entre elles par une liaison de compensation (6) qui est disposée
sous la forme d'un canal fermé, au-dessous de la face supérieure de l'objet coulé.
2. Moule permanent suivant la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs liaisons
de compensation (6) sont prévues entre deux empreintes (4) voisines.
3. Moule permanent selon la revendication 2, caractérisé en ce que les liaisons de
compensa tion (6) sont disposées respectivement dans la partie inférieure et dans
la partie supérieure des empreintes (4).
4. Moule permanent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une liaison de compensation
(6) n'est prévue que dans la partie inférieure entre les empreintes (4).
5. Moule permanent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une liaison de compensation
(6) n'est prévue que dans la partie supérieure entre les empreintes (4).
6. Moule permanent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une liaison de compensation
(6) est disposée entre les masselottes.
7. Moule permanent selon la revendication 1, caractérisé en ce que plus de deux empreintes
(4), qui sont reliées entre elles au moyen de liaisons de compensation (6), sont disposées
côte-à-côte.
8. Utilisation du moule permanent selon l'une des revendications 1 à 7, selon laquelle
les empreintes (4) sont remplies directement à partir du four de maintien en température
ou à l'aide d'un distributeur extérieur à l'aide de tuyères de coulée (5).
9. Utilisation du moule permanent selon l'une des revendications 1 à 7, selon lequel
le remplissage des n empreintes (4) est réalisé au moyen de n jets de coulée simultanés.
