(19)
(11) EP 0 155 573 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.09.1985  Patentblatt  1985/39

(21) Anmeldenummer: 85102320.0

(22) Anmeldetag:  01.03.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01F 27/30, H02K 3/52, H01F 5/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 02.03.1984 DE 3407758

(71) Anmelder: Alcatel SEL Aktiengesellschaft
D-70435 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Haupt, Reinhard
    D-8300 Kumhausen (DE)
  • Kramlofsky, Herbert
    D-8307 Altheim (DE)

(74) Vertreter: Pohl, Herbert, Dipl.-Ing et al
Alcatel Alsthom Intellectual Property Department, Postfach 30 09 29
70449 Stuttgart
70449 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Automatengerechter Spulenkörper für elektrische Geräte


    (57) Es wird ein Spulenkörper mit angespritzter Anschlußtasche vorgeschlagen, welche für die Aufnahme verschiedener Anschlußstücke gestaltet ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen aus Kunststoff hergestellten automatengerechten SpuLenkörper für elektrische Geräte, wie Drosselspulen, Motoren oder dergleichen, bei dem an wenigstens einer Kante eines SpuLenkörperfLansches eine mit einem Deckel verschließbare AnschLußtasche angespritzt ist, in der AnschLußtasche Mittel zur Aufnahme eines steckbaren AnschLußstückes vorgesehen sind, die AnschLußtasche über wenigstens einen Schlitz mit dem Wickelraum verbunden und das Anschlußstück mit wenigstens einem umbiegbaren AnschLußstift versehen ist.

    [0002] Ein solcher SpuLenkörper ist bekannt (DE-A1 31 25 623).

    [0003] SoLche SpuLenkörper werden für die HersteLLung von unterschiedlichen Typen von Geräten einer Baureihe, wie Motoren, verwendet, bei denen die SpuLenkörper in der RegeL voneinander verschieden sind. Es ist möglich, daß es von ein und demselben im elektrischen Aufbau gleichen ELektrokleinmotor beispielsweise folgende vier verschiedene Ausführungsformen gibt: R.Haupt 2-1

    a) Motor mit SteckeranschLuß ohne Temperaturwächter

    b) Motor mit SteckeranschLuß mit Temperaturwächter

    c) Motor mit LitzenanschLuß ohne Temperaturwächter

    d) Motor mit LitzenanschLuß mit Temperaturwächter.



    [0004] Es wäre daher wünschenswert, wenn man für die HersteLLung aller dieser und gegebenenfalls weiterer Motortypen nur einen einzigen SpuLenkörper verwenden könnte.

    [0005] Die der Erfindung zugrunde Liegende Aufgabe besteht deshalb darin, den eingangs erwähnten bekannten SpuLenkörper in der Weise weiter zu entwickeln, daß er bei der HersteLLung von verschiedenen Gerätetypen verwendet werden kann.

    [0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch folgende MerkmaLe geLöst:

    a) In der einseitig offenen Anschlußtasche ist eine Führung und eine Vertiefung für das AnschLußstück vorgesehen,

    b) an dem offenen Ende der AnschLußtasche ist am SpuLenkörperflansch eine Nase angeformt,

    c) am Boden des Anschlußtaschenendes ist ein Einraststück vorgesehen,

    d) in der Anschlußtasche sind zwei BLöcke vorgesehen und zwischen diesen und zwischen einem BLock und der Anschlußtaschenendwand sind Zwischenräume vorhanden.


    R. Haupt 2-1



    [0007] VorteiLhafte AusgestaLtungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 6 enthalten. Sie wird nachstehend anhand der Figuren 1 bis 7 näher erläutert. Es zeigen:

    Figur 1: in perspektivischer DarsteLLung den Ausschnitt aus einer Ausführungsform des neuen Spulenkörpers.

    Figur 2: einen Schnitt entlang der Linie BB in Figur 1,

    Figur 3: einen Schnitt entlang der Linie CC in Figur 1 bzw. Figur 2,

    Figur 4: einen Schnitt entlang der Linie AA in Figur 1,

    Figur 5: in perspektivischer DarsteLLung den Ausschnitt aus einer anderen Ausführungsform des neuen SpuLenkörpers,

    Figur 6: einen Schnitt entlang der Linie DD in Figur 5 und

    Figur 7: die Seitenansicht einer Ausführungsform des Anschlußstückes.



    [0008] Bei dem aus Figur 1 ersichtlichen Ausschnitt aus dem SpuLenkörper ist ein SpuLenkörperfLansch 1 erkennbar, an dem die Anschlußtasche 2 einstückig angespritzt ist. Die Anschlußtasche 2 steht auf wenigstens einem TeiL ihrer Länge über den SchLitz 3 mit dem WickeLraum des SpuLenkörpers in Verbindung. In der Regel wird ein SpuLenkörper wenigstens zwei Anschlußtaschen besitzen, für die ErLäuterung der R.Haupt 2-1

    [0009] Erfindung ist jedoch die zeichnerische DarsteLLung einer AnschLußtasche 2 ausreichend.

    [0010] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem die elektrische verbindung zur Spule mit einem Litzenanschluß und die Wicklung mit einem Temperaturwächter versehen ist, ist für die HersteLLung der elektrischen Verbindung das Anschlußstück 4 vorgesehen, welches den Lötstift 5 und den KuppLungsstift 6 besitzt und welches auf seiner Unterseite mit der Kerbe 7 versehen ist.

    [0011] Zur Führung des Anschlußstückes 4 beim Einsetzen in die Anschlußtasche 2 und der Fixierung desselben sind foLgende MitteL vorgesehen:

    1. In der Anschlußtasche 2 sind die BLöcke 8 und 9 vorgesehen, welche mit Abstand zueinander und zur Wandung der Anschlußtasche 2 in der Anschlußtasche angeordnet sind.

    2. In der Stirnwand der AnschLußtasche 2 ist die Nut 10 vorhanden.

    3. Für die Einführung des Anschlußdrahtes 12 eines Temperaturwächters in die Anschlußtasche 2 ist der SchLitz 11 vorgesehen.

    4. Der BLock 9 besitzt einen L-förmigen Querschnitt.



    [0012] Außerdem ist die Spulenkörperftanschseite der AnschLußtasche 2 mit der Nase 14 versehen und zwischen der Außenwand der Anschtußtasche 2 und dem Anschtüßtaschenboden 15 R.Haupt 2-1

    [0013] ist der SpaLt 16 vorhanden. Zum späteren Verschließen der Anschlußtasche 2 ist der Deckstreifen 17 vorgesehen, welcher jeweils in entsprechender Länge von einem Längeren Stück abgeschnitten wird.

    [0014] Beim BewickeLn des SpuLenkörpers wird nun in folgender Weise vorgegangen:

    Wenn es sich, wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 um eine Wicklung mit Temperaturwächter handelt, dann wird zunächst - gleichzeitig mit dem Einsetzen des AnschLußstückes 4 - .ein Anschlußdraht 12 des Temperaturwächters fixiert. Zu diesem Zweck ist der Anschlußdraht 12 derart auf die Anschlußtasche 2 abgelegt worden, daß der Anschlußdraht 12 in der Kerbe 18 des BLocks 8 Liegt. Bei Einführen des AnschLußstückes.4 in die Nut 10 und hinter die L-förmige Kante 13 des BLocks 9 wird der Anschlußdraht 12 von der Kerbe 7 im Anschlußstück 4 erfaßt. Dabei wird der Anschlußdraht 12 nach oben umgeknickt.



    [0015] Der Anfang oder das Ende der Wicklung wird durch den SchLitz 3 in die AnschLußtasche 2 eingeführt, mehrmals um den Lötstift 5 herumgewickelt und anschließend tauchverzinnt. Für das Verbinden der Anschlußlitze 19 mit der Wicklung bzw. dem Anschlußstück 4 ist diese mit dem KuppLungsstück 20 versehen. Das Kupplungsstück 20 besteht aus einem BLechteiL, an dessen einem Ende die Litze 19 - beispielsweise durch eine Quetschverbindung - befestigt ist, welches den rohrförmigen Vorsprung 21 und den Winkel 22 aufweist.

    [0016] Das KuppLungsstück 20 mit Litze 19 wird in der Weise auf das Anschlußstück 4 aufgeschoben, daß sich der rohrför-R.Haupt 2-1

    [0017] förmige Vorsprung 21 über den Kupplungsstift 6 schiebt und der Winkel 22 hinter den BLock 8 greift. Dabei wirkt die Nase 14 als Führung und verhindert, daß beim Anbringen des KuppLungsstückes mit Litze der Wicktungsdraht beschädigt wird. Nach dem Umbiegen des Lötstiftes 5 parallel zur Anschlußtasche 2 kann der Deckstreifen 17 auf die AnschLußtasche 2 aufgesetzt und mit deren Rand dauerhaft verbunden, beispielsweise verschweißt, werden. Wenn die Höhe des KuppLungsstückes 20 geringfügig größer als die Lichte Höhe der AnschLußtasche 2 ist, dann drückt sich das KuppLungsstück 20 sowohl in den AnschLußtaschenboden 15 aLs auch in den Deckstreifen 17 ein, wodurch die ZugentLastung der Litze verbessert wird.

    [0018] Die Figuren 2 und 3 verdeutlichen, wie beim Einsetzen des Anschlußstückes 4 der AnschLußdraht 12 umgeknickt und parallel zum Lötstift 5 gelegt worden ist, sowie wie das nicht umgeknickte Teil des Anschlußdrahtes 12 zwischen dem AnschLußstück 4 und dem AnschLußtaschenboden 15 festgeklemmt worden ist. Außerdem ist in Fig. 3 der SpaLt 16 zu erkennen, der das KuppLungsstück 20 aufnimmt, wie dies aus Fig. 4 erkennbar ist. Fig. 4 verdeutlicht auch, daß das KuppLungsstück 20 in den AnschLußtaschenboden 15 und den Deckstreifen 17 eingedrückt ist.

    [0019] Fig. 5 zeigt die Ausführungsform des neuen SpuLenkörpers, bei dem der AnschLuß mittels eines Steckers erfolgen soLL. Das Anschlußstück 4 ist hier - wie aus Fig. 7 ersichtlich - so ausgebildet, daß es die Steckfahne 23 und den Lötstift 5 enthält. Das Anschlußstück 4 ist in der Weise gekröpft ausgebildet, daß das rechte TeiL mit dem Lötstift 5 gegenüber dem Linken TeiL nach hinten versetzt ist. Am Linken unteren Ende des AnschLußstückes 4 setzt sich die Steckfahne 23 in einem Haken 24 fort. R.Haupt 2-1

    [0020] Das AnschLußstück wird derart vertikal in die AnschLußtasche 2 eingesetzt, daß die Steckfahne 23 und der Haken 24 im Spalt 16 Liegen. Die Kröpfung Liegt dann in dem Raum zwischen den beiden Blöcken 8 und 9. Das restliche TeiL des AnschLußstücks 4 nimmt die gleiche Lage wie das Anschlußstück 4 in Fig. 1 ein. Nachdem das AnschLußstück 4 in die AnschLußtasche 2 - so wie aus Fig. 5 ersichtLich - eingesetzt worden ist, wird der Haken 24 gegen das Anschlußstück 4 gedrückt, so daß er hinter das Einraststück 25 greift. Dadurch ist diese Ausführungsform des AnschLußstückes 4 gegen Herausziehen gesichert.

    R.Haupt 2-1


    BezugszeichenListe



    [0021] 

    1 SpuLenkörperfLansch

    2 Anschlußtasche

    3 Schlitz

    4 AnschLußstück

    5 Lötstift

    6 Kupplungsstift

    7 Kerbe

    8 BLock

    9 BLock

    10 Nut

    11 Schlitz

    12 AnschLußdraht

    13 Kante

    14 Nase

    15 Anschlußtaschenboden

    16 SpaLt

    17 Deckstreifen

    18 Kerbe

    19 Anschlußlitze

    20 KuppLungsstück

    21 Vorsprung

    22 Winkel

    23 Steckfahne

    24 Haken

    25 Einraststück




    Ansprüche

    1. Aus Kunststoff hergestellter automatengerechter SpuLenkörper für elektrische Geräte, wie Drosselspulen, Motoren oder dergleichen, bei dem an wenigstens einer Kante eines Spulenkörperflansches eine mit einem DeckeL verschließbare AnschLußtasche angespritzt ist, in der Anschlußtasche MitteL zur Aufnahme eines steckbaren Anschlußstückes vorgesehen sind, die Anschlußtasche über wenigstens einen SchLitz mit dem Wickelraum verbunden und das AnschLußstück mit wenigstens einem umbiegbaren AnschLußstift versehen ist, gekennzeichnet durch folgende MerkmaLe:

    a) In der einseitig offenen AnschLußtasche (2) ist eine Führung und eine Vertiefung für das Anschlußstück (4) vorgesehen,

    b) an dem offenen Ende der Anschlußtasche ist am SpuLenkörperflansch eine Nase (14) angeformt,

    c) am Boden des Anschlußtaschenendes ist ein Einraststück (25) vorgesehen,

    R.Haupt 2-1

    d) in der AnschLußtasche sind zwei BLöcke (8, 9) vorgesehen und zwischen diesen und zwischen einem BLock (8) und der Anschlußtaschenendwand sind Zwischenräume vorhanden.


     
    2. SpuLenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine BLock 8) auf der Oberseite mit einer Kerbe (18) versehen ist.
     
    3. SpuLenkörper nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Anschlußstückes (4) im Bereich des Lötstiftes (5) mit einer Kerbe (7) versehen ist.
     
    4. Spulenkörper nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das AnschLußstück (4) aus einer Steckfahne (23) und einem Lötstift (5) besteht.
     
    5. SpuLenkörper nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnete daß das AnschLußstück (4) aus einem KuppLungsstift (6) und einem Lötstift (5) besteht.
     
    6. SpuLenkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das AnschLußstück (4) am unteren Rand der Steckfahne (23) mit einem Haken (24) versehen ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht