(19)
(11) EP 0 155 615 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.09.1985  Patentblatt  1985/39

(21) Anmeldenummer: 85102729.2

(22) Anmeldetag:  09.03.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01J 29/51
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT NL

(30) Priorität: 17.03.1984 DE 3409919

(71) Anmelder: Nokia Graetz Gesellschaft mit beschränkter Haftung
D-7530 Pforzheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Brunn, Otto
    D-7314 Wernau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Farbbildröhre


    (57) @ Die neue Farbbildröhre weist in den Ecken eines Dreiecks angeordnete Kathoden (7) eines Elektronenstrahlerzeugunssystems (7-12), eine Schlitzlochmaske (3) und einen Leuchtschirm (2) mit senkrechten Leuchtstreifen auf. Eine zusätzliche magnetische Ablenkvorrichtung (15,16) ist im und/oder an der zur Ablenkeinheit (6) weisenden Seite des Strahlerzeugungssystemes (7-12) oder zwischen diesem und der Ablenkeinheit (6) angeordnet. Diese Ablenkvorrichtung lenkt die Elektronenstrahlen (13) so ab, daß sie im Wirkungsbereich der Ablenkeinheit (6) in einer durch die Röhrenachse (14) gehenden waagerenchten gemeinsamen Ebene verlaufen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine FarbbiLdröhre gemäß dem Oberbegriff des Patenanspruchs 1.

    [0002] Eine derartige FarbbiLdröhre ist aus der DE-OS 26 21 389 bekannt. Bei der bekannten Farbbildröhre ist vorgeschlagen, wie die Stützmittel zur Positionierung des StrahLerzeugungssystems ausgebildet sein sollen. Solche Farbbildröhren werden auch entsprechend der Anordnung ihrer Elektronenstrahlerzeuger aLs Deltaröhren bezeichnet und sie zeichnen sich durch gute elektronenoptische Eigenschaften aus.

    [0003] Im Zusammenhang mit der bekannten Farbbildröhre ist auch erwähnt, daß deren Elektronenstrahlerzeuger in einer durch die Röhrenachse verlaufenden Ebene angeordnet sein können. Diese Farbbildröhren nennt man auch InLineröhren und sie weisen eine vereinfachte Konvergenzeinstellung auf.

    [0004] Der Erfindung Liegt die Aufgabe zugrunde, eine Farbbildröhre mit in den Ecken eines Dreiecks angeordneten Elektronenstrahlerzeugern anzugeben, die auch eine einfache Konvergenzeinstellung aufweist.

    [0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Mitteln. AusgestaLtungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 8 enthalten.

    [0006] Die neue FarbbiLdröhre weist gute elektronenoptische Eigenschaften durch die Anordnung des StrahLerzeugungssystems im Dreieck und eine einfache KonvergenzeinsteLLung durch den VerLauf der ELektronenstrahLen in einer durch die Röhrenachse verlaufenden Ebene im AbLenkzentrum auf. Außerdem wird die Einstellung des FarbauswahLwin- kels einfacher und die Landung der ELektronenstrahLen günstiger.

    [0007] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen von AusführungsbeispieLen näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 den Schnitt entLang der vertikalen Achse einer teilweise dargesteLLten FarbbiLdröhre;

    Fig. 2 den Schnitt entlang der horizontaLen Achse der Farbbildröhre gemäß Fig. 1;

    Fig. 3 den Schnitt entlang der vertikalen Achse der FarbbiLdröhre gemäß Fig. 1 mit einer abgewandeLten Ausführungsform der AbLenkvorrichtung;

    Fig. 4 die Farbbildröhre gemäß Fig. 1 mit einer anderen Ausführungsform der AbLenkvorrichtung;

    Fig. 5 den Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 4;

    Fig. 6 die FarbbiLdröhre gemäß Fig. 1 mit einer weiteren Ausführungsform der AbLenkvorrichtung und

    Fig. 7 den Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 6.



    [0008] In Fig. 1 ist von einer FarbbiLdröhre der besseren übersicht wegen nur ein TeiL und dieser dann geschnitten dargesteLLt. Der Schnitt erfolgte entlang der vertikaLen Achse der Farbbildröhre. Die Farbbildröhre besteht im wesentlichen aus der Schirmwanne 1 mit dem auf der InnenfLäche aufgebrachten Leuchtschirm 2, der davor angebrachten Schattenmaske 3 und dem KoLben 4, der in den KoLbenhaLs 5 übergeht. Auf dem KoLbenhaLs ist die AbLenkeinheit 6 und in ihm das Strahlerzeugungssystem angebracht. Am Ende des Kolbenhalses 5 ist ein SockeL vorhanden (nicht dargesteLLt).

    [0009] Das StrahLerzeugungsystem weist drei ELektronenstrahLerzeuger auf, deren drei Kathoden 7 in den Ecken eines gleichseitigen Dreieckes angeordnet sind. Eine Seiten-Linie des Dreiecks verläuft dabei parallel zur horizontaLen Achse der Farbbildröhre. Die Kathoden 7 sind von den SteuereLektroden 8, den Wehneltzylindern, umgeben. Die nachfolgenden Schirmgitter-, FokussiereLektroden und Anoden sind mit 9, 10 bzw. 11 bezeichnet. Daran schließt sich ein Konvergenztopf 12 an. Dieser Aufbau des StrahLerzeugungssystems kann aus einzelnen ELektronenstrahLerzeugern oder aus einem integrierten System bestehen. Es ist vorteilhaft, wenn einzelne ELektroden des Systems so ausgebildet sind, daß sie teleskopartig ineinandergefügt werden können. Die üblichen GLasstäbe zum HaLten des Strahlerzeugungssystems im Kolbenhals 5 sind nicht dargestellt.

    [0010] Die AnzahL der ELektroden in jedem ELektronenstrahLerzeuger ist nicht auf vier beschränkt.

    [0011] Die vom StrahLerzeugungssystem hervorgebrachten ELektronenstrahlen sind mit 13 bezeichnet. Von der Röhrenachse 14, die die Symmetrieachse der FarbbiLdröhre darstellt, sind nur das Linke und das rechte Ende dargesteLLt.

    [0012] Der Leuchtschirm 2 besteht aus senkrechten Leuchtstreifen mit den Farben Rot, Grün, BLau in einer bei InLineröhren üblichen Art. Entsprechend ist die Schattenmaske 3 eine dazu passende Schlitzlochmaske.

    [0013] Am Konvergenztopf 12 ist mit HiLfe von Streben 20 eine magnetische AbLenkvorrichtung befestigt, die ein statisches MagnetfeLd erzeugt und die aus einem MehrpoLmagnetring 15 besteht. Der MehrpoLmagnetring 15 ist zwischen dem Konvergenztopf 12 und der AbLenkeinheit 6 angeordnet. Die ELektronenstrahLen 13 werden zuerst elektrostatisch durch die FokussiereLektroden 11 in Richtung der Röhrenachse 14 abgelenkt. Durch das magnetische FeLd des MehrpoLmagnetringes 15 werden die ElektronenstrahLen 13 danach so umgeLenkt, daß sie in einer gemeinsamen waagerechten Ebene verLaufen, die die Röhrenachse 14 enthält. Der entsprechende, idealisierte VerLauf der ELektronenstrahLen 13 ist aus der Fig. 1 ersichtLich. Danach kann die AbLenkung der ELektronenstrahlen 13 in der von der InLinetechnik her bekannten Weise erfolgen.

    [0014] In Fig. 2 ist die Farbbildröhre in einem Schnitt entlang der horizontalen Achse dargestellt und es werden für gleiche TeiLe die gleichen Bezugszeichen verwendet. Aus dieser Figur ist wiederum der VerLauf der ELektronenstrahlen 13 ersichtlich. Es ist auch zu entnehmen, daß der Farbauswahlwinket der beiden äußeren ELektronenstrahlen durch den Mehrpolmagnetring 15 beeinflußt wird.

    [0015] In Fig. 3 ist die Farbbildröhre gemäß Fig. 1 mit einer anderen Ausführungsform der magnetischen Ablenkvorrichtung dargestellt. Diese magnetische AbLenkvorrichtung besteht aus zwei im Abstand hintereinander angeordneten Mehrpolmagnetringen 15. Der eine MehrpoLmagnetring 15 ist im Konvergenztopf 12 angeordnet und der andere Mehrpolmagnetring 15 ist über Stege 20 am Konvergenztopf 12 befestigt und ragt in den Raum zwischen den Konvergenztopf 12 und der AbLenkeinheit 6. Am Konvergenztopf kann weiterhin eine Abschirmung 21 vorhanden sein. Bei dieser Ausführungsform der AbLenkvorrichtung werden die ELektronenstrahlen 13 ohne elektrostatische AbLenkung allein durch die MehrpoLmagnetringe 15 vor ihren Eintritt in den Wirkungsbereich der AbLenkeinheit 6 in eine gemeinsame waagerechte Ebene abgelenkt, die die Röhrenachse 14 enthält.

    [0016] In Fig. 4 ist in einem Schnitt entlang der vertikalen Achse wieder die FarbiLdröhre gemäß Fig. 1 dargestellt und gleiche TeiLe sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. In dieser DarsteLLung sind weiterhin der KoLben und die AbLenkeinheit nicht gezeigt. Die ELektronenstrahlen 13 werden zuerst durch die FokussiereLektroden 11 elektrostatisch in Richtung auf die Röhrenachse 14 abgelenkt. Die magnetische AbLenkvorrichtung zum AbLenken der ELektronenstrahLen 13 in die gemeinsame, waagerechte Ebene, die die Röhrenachse 14 enthält, geschieht hier durch in ELektromagneten 16 erzeugte Magnetfelder. Es werden drei ELektromagnete 16 benutzt, die auf dem KoLbenhaLs 5 angeordnet sind und deren Magnetfelder über Flußleitstücke 17 und im KoLbenhaLs 5 im Konvergenztopf 12 vorhandene PoLschuhe 18 auf die ELektronenstrahLen 13 wirken.

    [0017] In Fig. 5 ist ein Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 4 dargestellt. Deutlich sind nun die drei Elektromagnete 16 mit ihren FLuß;leitstücken 17 und die PoLschuhe 18 zu erkennen. Die drei PoLschuhe 18 sind durch magnetisch Leitende Trennwände 19 voneinander abgeschirmt, damit ihr jeweiliges MagnetfeLd nur den ihnen zugeordneten ELektronenstrahL beeinflußt.

    [0018] In Fig. 6 ist wiederum ein Schnitt entlang der vertikaLen Achse der FarbbiLdröhre gemäß Fig. 1 dargestellt. Auch in dieser DarsteLLung sind die AbLenkeinheit und der KoLbenhaLs nicht gezeigt. Die magnetische AbLenkvorrichtung besteht hier aus der Kombination eines Mehrpolmagnetringes 15 mit einem ELektromagneten 16. Diese Anordnung ist vorteithaft, wenn die Kathoden 7 in den Ecken eines stumpfwinktigen, gteichschenktigen Dreieckes angeordnet sind, dessen Grundseite parallet zur horizontaLen Achse verläuft. Bei dieser Ausführungsform erfolgt die erste AbLenkung der ELektronenstrahLen 13 elektrostatisch durch die FokussiereLektrode 11. Danach erfolgt die AbLenkung der in Fig. 6 oben verlaufenden Elektronenstrahlen durch den MehrpoLmagnetring 15, der in diesem FaLLe aLs BügeL ausgebildet ist. Der untere ELektronenstrahL wird durch das FeLd des ELektromagneten 16 abgelenkt.

    [0019] In Fig. 7 ist ein Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 6 dargestellt. Das MagnetfeLd des ELektromagneten 16 wirkt über die PoLschuhe 18 nur auf den Elektronenstrahl, der von der in der der Grundseite des Dreiecks gegenüberliegenden Ecke angeordneten Kathode kommt. Die Wirkung des ELektromagneten 16 ist durch magnetisch abschirmende Trennwände 19 auf diesen ELektronenstrahL begrenzt. Die ELektronenstrahLen der beiden anderen Kathoden werden durch den MehrpoLmagnetring 15 abgelenkt.


    Ansprüche

    1. Farbbildröhre mit einer Schirmwanne mit aufgebrachtem Leuchtschirm und einer davor angebrachten Schattenmaske, einem Konus mit KoLbenhaLs, auf dem eine AbLenkeinheit und in dem ein StrahLerzeugungssystem angebracht ist, das aus drei in den Ecken eines Dreiecks angeordneten ELektronenstrahLerzeugern besteht, dadurch gekennzeichnet , daß im und/oder am zur AbLenkeinheit (6) weisenden Seite des StrahLerzeugungssystems oder zwischen diesem und der AbLenkeinheit (6) eine magnetische AbLenkvorrichtung angeordnet ist, die die ELektronenstrahLen (13) der Elektronenstrahlerzeuger in eine durch die Röhrenachse (14) verlaufende waagerechte gemeinsame Ebene Lenkt, und daß der Leuchtschirm (2) aus Farbstreifen besteht.
     
    2. FarbbiLdröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische AbLenkvorrichtung ein statisches MagnetfeLd erzeugt und aus mindestens einem MehrpoLmagnetring (15) besteht.
     
    3. Farbbildröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der MehrpoLmagnetring (15) zwischen dem StrahLerzeugungssystem und der AbLenkeinheit (6) angeordnet ist.
     
    4. FarbbiLdröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei im Abstand hintereinander Liegende Mehrpolmagnetringe (15) vorgesehen sind, von denen ein Mehrpolmagnetring (15) im Konvergenztopf (12) und ein Mehrpolmagnetring (15) zwischen dem StrahLerzeugungssystem und der AbLenkeinheit (6) angeordnet ist.
     
    5. Farbbildröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische AbLenkvorrichtung aus mindestens einem ELektromagneten (16) besteht.
     
    6. Farbbildröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der ELektromagnet (16) außerhalb des KoLbenhalses (5) angeordnet ist und PoLschuhe (18) im Konvergenztopf (12) aufweist.
     
    7. Farbbildröhre nach Anspruch 1 mit ELektronenstrahLerzeugern, die in den Ecken eines stumpfwinkligen, gLeichschenkLigen Dreieckes angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die AbLenkvorrichtung aus einem Mehrpolmagnetring (15) zur Verschiebung der ELektronenstrahlen der in den Ecken der Grundseite des Dreiecks angeordneten ELektronenstrahLerzeuger und einem auf dem KoLbenhaLs (5) angeordneten ELektromagneten (16) zur Verschiebung des ELektronenstrahLs des dritten ELektronenstrahLerzeugers besteht.
     
    8. Farbbildröhre nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der MehrpoLmagnetring (15) und die PoLschuhe (18) des ELektromagneten (16) im Konvergenztopf (12) angeordnet sind.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht