[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckknopfschalter mit mindestens einer Schaltbrücke,
die mittels eines im Schaltergehäuse beweglich geführten, federbelasteten Druckknopfes
zwischen zwei Schaltstellungen hin- und herbewegbar ist, wobei die Schaltbrücke in
der einen Stellung zwei am Schaltergehäuse fest angeordnete Kontakte verbindet und
in der anderen Stellung von diesem Kontakt abgehoben ist, bei welchem Schalter ferner
die Schaltbrücke mittels eines Sperrgliedes, welches beim Betätigen des Druckknopfes
einmal in seine Sperrstellung und zum anderen Mal in seine Entriegelungsstellung bringbar
ist, in ihrer einen Schaltstellung gehalten ist.
[0002] Ein solcher Druckknopfschalter ist durch die DE-PS 24 16 969 bekannt. Dieser bekannte
Druckknopfschalter besteht aus einer Vielzahl von Teilen und ist daher sehr aufwendig
in der Fertigung und Montage.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckknopfschalter der eingangs beschriebenen
Art konstruktiv so auszubilden, daß dieser nur noch aus wenigen Einzelteilen besteht,
die in einfacher Weise zusammenfügbar sind.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß der Druckknopf
einen sich über die ganze Höhe des Schaltergehäuses erstreckenden, auf einer Seite
abgeflachten rohrförmigen Ansatz aufweist, an dessen abgeflachter Seite eine um einen
mit einer Rastmulde versehenen Mittelzapfen herum herzförmig ausgebildete Führungsnut
vorgesehen ist, in die ein in einer Quernut des Schaltergehäuses beweglich geführter
Schieber mit einem an ihm angeformten Zapfen eingreift, daß ferner die Schaltbrücke
an einem fest an dem rohrförmigen Ansatz montierbaren, seitlich vorstehenden Tragteil
angeordnet und durch die am Druckknopf angreifende Feder in der einen Schaltstellung
gegen die am Schaltergehäuse angeordneten Kontakte gedrückt ist. Infolge dieser konstruktiven
Gestaltung des Schalters ist nur eine einzige Feder erforderlich, die sowohl die Funktion
der Rückstellung des Druckknopfes als auch das Andrücken der Schaltbrücke
Rn die gehäusefesten Kontakte ausübt. Die Schaltbrücke übernimmt gleichzeitig die Fixierung
des Druckknopfes in der einen Stellung und in der anderen Stellung, in der die Schaltbrücke
von dem gehäusefesten Kontakt abgehoben ist, wird der Druckknopf durch den Schieber
fixiert, der mit seinem Zapfen dann in der Rastmulde des Mittelzapfens anliegt und
so den Druckknopf gegenüber der Kraft der Feder in dieser Stellung hält.
[0005] Damit die Feder die Schaltbrücke gegen die gehäusefesten Kontakte pressen kann, ist
die herzförmige Führungsnut an ihrer unteren Spitze schlitzartig verlängert, wobei
die Länge des Schlitzes so bemessen ist, daß die Schaltbrücke zur Anlage an den gehäusefesten
Kontakten kommt, ohne daß der Zapfen am Ende des Schlitzes anliegt.
[0006] Die Montage der Feder gestaltet sich dadurch besonders einfach, daß als Feder eine
Schraubenfeder konzentrisch auf dem rohrförmigen Ansatz angeordnet und mit ihrem einen
Ende an einem vorspringenden Rand des Druckknopfes und mit ihrem anderen Ende in einer
kreisförmigen Vertiefung des Schaltergehäuses abgestützt ist.
[0007] Zur Verminderung der Bauteile des Schalters trägt auch bei, daß das Tragteil und
die Schaltbrücke einteilig als T-förmiges Kontaktstück ausgebildet sind, wobei der
T-Balken die Schaltbrücke bildet und das T-förmige Kontaktstück mit seinem Schaft
in einen durch beide Wände des rohrförmigen Ansatzes durchgehenden Querschlitz eingesteckt
und mittels einer am Schaft vorgesehenen Rastzunge im Hohlraum des rohrförmigen Ansatzes
verrastet ist. Damit sind nicht nur das i'ragteil und die Schaltbrücke zu einem einzigen
Bauteil vereinigt, sondern es entfallen auch gesonderte Befestigungsteile.
[0008] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird der Anmeldungsgegenstand
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Druckknopfschalter im Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Druckknopfschalters nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Druckknopfschalter im Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht der abgeflachten Seite des Druckknopfes in vergrößerter Darstellung,
Fig. 5 den in Fig. 4 dargestellten Druckknopf im Schnitt,
Fig. 6 einen Detailschnitt des rohrförmigen Ansatzes mit einem daran befestigten T-förmigen
Kontaktstück,
Fig. 7 eine Ansicht des rohrförmigen Ansatzes von unten.
[0009] Mit 1 ist ein Schaltergehäuse bezeichnet, in welchem ein einen rohrförmigen Ansatz
2 aufweisender Druckknopf 3 verschiebbar geführt ist. Konzentrisch zu dem rohrförmigen
Ansatz 2 ist eine Schraubenfeder 4 angeordnet, die sich mit ihrem einen Ende an einem
an dem Druckknopf 3 angeformten Rand 5 und mit ihrem anderen Ende in einer kreisförmigen
Vertiefung 6 des Schaltergehäuses 1 abstützt. Am unteren Ende des Schaltergehäuses
1 ist ein seitlicher Vorsprung 7 angeformt, in welchem zwei gehäusefeste Kontakte
8 nebeneinanderliegend angeordnet sind. Die gehäusefesten Kontakte 8 sind mit aus
dem Vorsprung 7 herausragenden Kontaktfahnen 9 verbunden.
[0010] In dem Schaltergehäuse 1 ist eine Quernut 10 vorgesehen, in der ein Schieber 11 beweglich
geführt ist. An dem Schieber 11 ist ein Zapfen 12 angeformt, welcher in eine an der
abgeflachten Seite des rohrförmigen Ansatzes 2 ausgebildete herzförmige Führungsnut
14 hineinragt. Die herzförmige Führungsnut ist um einen Mittelzapfen 15 herumgeführt,
der eine Rastmulde 16 aufweist, in welcher der Zapfen 12 in der einen Schaltstellung,
wie in Fig. 1 gezeigt, an dem Mittelzapfen 15 anliegt. Die untere Spitze 17 der herzförmigen
Führungsnut 14 geht in einen Schlitz 18 über. Unterhalb des Schlitzes 18 ist ein Querschlitz
19, der durch beide Wände des rohrförmigen Ansatzes hindurchgeht, vorgesehen. Dieser
Querschlitz 19 dient zur Aufnahme eines T-förmigen Kontaktstückes 20, dessen T-Balken
21 eine Schaltbrücke für die gehäusefesten Kontakte 8 bildet. Mit seinem Schaft 22
ist das T-förmige Kontaktstück 20 in den Querschlitz 19 an dem rohrförmigen Ansatz
2 des Druckknopfes 2 eingesteckt. An dem Schaft 22 des T-förmigen Kontaktstückes 20
ist ferner eine Rastzunge 23 vorgesehen, die nach dem Einschieben des Schaftes 22
in den Querschlitz 19 in dem Hohlraum 24 des rohrförmigen Ansatzes 2 nach oben federt
und sich dabei hinter der einen Wand des rohrförmigen Ansatzes 2 verhakt, so daß hierdurch
das T-förmige Kontaktstück 20 an dem rohrförmigen Ansatz 2 gehalten wird.
[0011] In Fig. 1 ist der Druckknopfschalter in der Schaltstellung gezeigt, in der die Schaltbrücke
21 von den gehäusefesten Kontakten 8 abgehoben ist. Der Zapfen 12 des Schiebers 11
liegt hierbei in der Rastmulde 16 des Mittelzapfens 15. Hierdurch wird der Druckknopf
3 gegen die Kraft der Schraubenfeder 4 in der gezeigten Stellung gehalten, in der
die Schaltbrücke 21 von den gehäusefesten Kontakten 8 abgehoben ist. Beim Niederdrücken
des Druckknopfes 3 stößt der Zapfen 12 an die über der Rastmulde 15 liegende Kante
25 der Führungsnut 14. Der Schieber 11 wird hierdurch in der Quernut 10 seitlich verschoben,
so daß sein Zapfen 12 über dem senkrechten Teil 26 der herzförmigen Führungsnut 14
liegt. Beim Loslassen des Druckknopfes 3 wird dieser nunmehr durch die Schraubenfeder
4 nach oben gedrückt, wobei der senkrechte Teil 26 der herzförmigen Führungsnut 14
an dem Zapfen 12 vorbeifährt. Der Zapfen 12 trifft schließlich auf eine untere Anlaufschräge
27 der herzförmigen Führungsnut 14 und gleitet an dieser entlang, so daß der Schieber
11 wiederum in der Quernut verschoben wird. Schließlich gelangt der Zapfen 12 über
den Schlitz 18. Der Druckknopf 3 wird durch die Schraubenfeder 4 soweit nach oben
gedrückt, bis die Schaltbrücke 21 an den gehäusefesten Kontakten 8 anliegt. Der Kontaktdruck
der Schaltbrücke 21 auf die gehäusefesten Kontakt wird dabei von der Schraubenfeder
4 ausgeübt. Die Länge des Schlitzes 18 ist so bemessen, daß der Zapfen 12 beim Anliegen
der Schaltbrücke 21 an den gehäusefesten Kontakten 8 noch nicht an dem Ende des Schlitzes
18 anliegt. Somit kann sich die Schaltbrücke 21 frei an den gehäusefesten Kontakten
8 anlegen.
[0012] Beim erneuten Betätigen des Druckknopfes 3 stößt der Druckknopf 3 mit der Außenkontur
28 des Mittelzapfens 15 gegen den Zapfen 12 und dieser gleitet an der Außenkontur
28 entlang in die obere rechte Hälfte der herzförmigen Führungsnut 14. Beim Loslassen
des Druckknopfes 3 gleitet der Zapfen 12 in die Rastmulde 16 des Mittelzapfens 15
und hält den Druckknopf wiederum in der anderen Schaltstellung, in der die Schaltbrücke
21 von den gehäusefesten Kontakten 8 abgehoben ist.
[0013] In der rechten Hälfte der herzförmigen Führungsnut 14 ist eine Einführungsnut 29
ausgebildet, durch die der in die Quernut 10 von außen eingesetzte Schieber 11 mit
seinem Zapfen 12 in die herzförmige Führungsnut 14 eingeschoben werden kann.
1. Druckknopfschalter mit mindestens einer Schaltbrücke, die mittels eines im Schaltergehäuse
beweglich geführten, federbelasteten Druckknopfes (3) zwischen zwei SchaltsteIlungen
hin- und herbewegbar ist, wobei die Schaltbrücke (21) in der einen Stellung zwei am
Schaltergehäuse (1) fest angeordnete Kontakte (8) verbindet und in der anderen Stellung
von diesen Kontakten (8) abgehoben ist, bei welchem Schalter ferner die Schaltbrücke
(21) mittels eines Sperrgliedes, welches beim Betätigen des Druckknopfes (3) einmal
in seine Sperrstellung und zum anderen Mal in seine Entriegelungsstellung bringbar
ist, in ihrer einen Schaltstellung gehalten ist, dadurch gekennzeichnet , daß der
Druckknopf (3) einen sich über die ganze Höhe des Schaltergehäuses (1) erstreckenden,
auf einer Seite abgeflachten rohrförmigen Ansatz (2) aufweist, an dessen abgeflachter
Seite (13) eine um einen mit einer Rastmulde (16) versehenen Mittelzapfen (15) herum
herzförmig ausgebildete Führungsnut (14) vorgesehen ist, in die ein in einer Quernut
(10) des Schaltergehäuses (1) beweglich geführter Schieber (11) mit einem an ihm angeformten
Zapfen (12) eingreift, daß ferner die Schaltbrücke (21) an einem fest an dem rohrförmigen
Ansatz (2) montierbaren, seitlich vorstehenden Tragteil angeordnet und durch die am
Druckknopf (3) angreifende Feder (4) in der einen Schaltstellung gegen die am Schaltergehäuse
(1) angeordneten Kontakte (8) gedrückt ist.
2. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die herzförmige
Führungsnut (14) an ihrer unteren Spitze schlitzartig verlängert ist, wobei die Länge
des Schlitzes (18) so bemessen ist, daß die Schaltbrücke (21) zur Anlage an den gehäusefesten
Kontakten (8) kommt, ohne daß der Zapfen (12) des Schiebers (11) am Ende des Schlitzes
(18) anliegt.
3. Druckknopfschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß als Feder
eine Schraubenfeder (4) konzentrisch auf dem rohrförmigen Ansatz (2) angeordnet und
mit ihrem einen Ende an einem vorspringenden Rand (5) des Druckknopfes (3) und mit
ihrem anderen Ende in einer kreisförmigen Vertiefung (6) des Schaltergehäuses (1)
abgestützt ist.
4. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß das
Tragteil und die Schaltbrücke (21) einteilig als T-förmiges Kontaktstück (20) ausgebildet
sind, wobei der T-Balken die Schaltbrücke (21) bildet und das T-förmige Kontaktstück
(20) mit seinem Schaft (22) in einen durch beide Wände des rohrförmigen Ansatzes (2)
hindurchgehenden Querschlitz (19) eingesteckt und mittels einer am Schaft (22) vorgesehenen
Rastzunge (23) im Hohlraum (24) des rohrförmigen Ansatzes (2) verrastet ist.