[0001] Die Erfindung betrifft eine Hochspannungs-Hochleistungs-Sicherung mit mindestens
je einem Silberschmelzleiter und mindestens je einem Zinnschmelzleiter in Reihenschaltung,
wobei mindestens der Silberschmelzleiter zur Beeinflussung seiner Charakteristik in
Abständen mit Kerben versehen oder gelocht ist und der Zinnschmelzleiter mit einem
Löschmantel umgeben ist.
[0002] Derartige Sicherungen sollen sowohl extreme Kurzschlussströme als auch relativ geringfügig
über dem Nennstrom liegende Überlastströme abschalten, weshalb sie auch als Vollbereichsicherungen
angesprochen werden. Insbesondere aufgrund der gewählten Schmelzpunkte für die beiden
hintereinander geschalteten Schmelzleiter oder Schmelzleitergruppen übernimmt dabei
der Zinnschmelzleiter die Löschung bei relativ geringen Überströmen, während der Silberschmelzleiter
bei extremen Kurzschlussströmen anspricht (DE-C-2412688). Eine der wichtigsten Forderungen
für eine Vollbereichsicherung liegt darin, dass sie die Abschaltung ohne explosionsartige
Selbstzerstörung bewirkt, also äusserlich keinen Veränderungen unterworfen wird.
[0003] Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass die bisher vorgeschlagenen Sicherungen zwar
im obersten und untersten Überstrombereich befriedigend funktionieren, dass jedoch
in einem mittleren Bereich beide Schmelzleiter oder Schmelzleitergruppen auf den Überstrom
reagieren, ohne dass es vor einer Explosion zu der gewünschten Abschaltung kommt.
Leicht schematisiert läuft dabei folgender Vorgang ab: Der kritische Überstrom reicht
nicht aus, um den Zinnschmelzleiter mehr oder weniger schlagartig zu verdampfen oder
eine grosse Unterbrechungsstelle durch Abschmelzen zu erzeugen. Innerhalb des Silberschmelzleiters
reicht der Überstrom ebenfalls nicht aus, eine genügend grosse Unterbrechung zur Herbeiführung
eines Abschaltvorganges zu erzeugen, so dass der Silberschmelzleiter lediglich zunächst
im Bereich einer einzigen Engstelle geöffnet wird, die durch Kerben oder durch eine
Lochung gebildet ist. An dieser Stelle entsteht ein stehender Lichtbogen, der die
ihn umgebende Sandfüllung anschmilzt und verkohlt, so dass diese Stelle trotz Ünterbrechung
des Silberschmelzleiters dauernd leitend wird. Dieser Vorgang setzt sich fort, wobei
zu berücksichtigen ist, dass während der ganzen Dauer ein kräftiger Lichtbogen vorhanden
ist. Bevor nun der Zinnschmelzleiter bedingt durch sein langsames Ansprechen endlich
eine Trennung herbeiführen kann, hat der aus dem Bereich des Silberschmelzleiters
herrührende Lichtbogen oftmals die Löschhülle des Zinnschmelzleiters so weit angegriffen
und zersetzt, dass keine Unterbrechung des Stromes im Zinn/Silikon-System mehr möglich
ist und dass nun aufgrund des inneren Druckes in der Sicherung deren Explosion eintritt.
Bezogen auf die zerstörerische Wirkung aus dem Bereich des Silberschmelzleiters kommt
also die Trennwirkung aus dem Bereich des Zinnschmelzleiters zu spät, um die Sicherung
insgesamt vor einer Explosion zu bewahren.
[0004] Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Sicherung der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
die tatsächlich die Bezeichnung Vollbereichsicherung verdient, also auch im kritischen
Überstrombereich eine Unterbrechung des Überstromes ohne Explosion herbeiführt.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass das Verhältnis der ungekerbten
oder ungelochten (Total-) Querschnitte aller Zinnschmelzleiter zu denen aller Silberschmelzleiter
grösser als 6, das Verhältnis der Restquerschnitte im Bereich der Kerben oder Löcher
aller Zinnschmelzleiter zu den Restquerschnitten aller Silberschmelzleiter grösser
als 15 ist, und dass das Verhältnis der Totalquerschnitte aller Zinnschmelzleiter
zu dem Restquerschnitt des einzigen oder eines einzelnen Silberschmelzleiters grösser
als 60, jedoch kleiner als 85 ist.
[0006] Betrachtet man das Teilmerkmal der Erfindung, nach dem das Verhältnis der ungekerbten
oder ungelochten Totalquerschnitte aller Zinnschmelzleiter zu denen aller Silberschmelzleiter
grösser als 6 und das Verhältnis der Restquerschnitte aller Zinnschmelzleiter zu denen
aller Silberschmelzleiter grösser als 15 gewählt wird, so wird damit lediglich festgelegt,
dass bei kurzschlussartigen Strömen der Silberschmelzleiter und bei geringen, gerade
über dem Nennstrom liegenden Überströmen der Zinnschmeizteiterjeweits die Trennung
herbeiführt. Für extreme Kurzschlussströme muss mit anderen Worten das Schmelz- und
Löschintegral des Silberschmelzleiters kleiner als das Schmelzintegral des Zinnschmelzleiters
oder der Zinnschmelzleitergruppen sein. Da die Grösse des Löschintegrals jeweils vom
Totalquerschnitt eines Schmelzleiters und die Grösse des Schmelzintegrales vom Restquerschnitt
eines Schmelzleiters abhängt, führt das genannte Teilmerkmal der Erfindung zu der
gewünschten Funktionstrennung bei extremen Kurzschlussströmen bzw. bei geringfügig
über dem Nennstrom liegenden Überströmen.
[0007] Für den kritischen Bereich von mittleren Überströmen, bei denen die bisher bekannten
Mehrbereichsicherungen immer noch vor einer Trennung zur Explosion neigen, reicht
die Dimensionierung nach diesem Teilmerkmal nicht aus, sondern es ist eine weitere
Dimensionierungsregel hinzuzufügen, damit auch bei diesen kritischen Überströmen vor
einer Explosion die Unterbrechung eintritt.
[0008] Allgemeine Bedingung für eine derartige Sicherung ist, dass der Zinnschmelzleiter
oder die Zinnschmelzleitergruppe immer dann die Unterbrechung des Überstromes bewirkt,
wenn der Silberschmelzleiter oder die Silberschmelzleitergruppe aufgrund der geringen
eingebrachten Energie zwar zur Erzeugung von Lichtbögen, nicht jedoch zur Löschung
fähig ist. Der gewünschte Effekt tritt ein, wenn das zweite Teilmerkmal der Erfindung
berücksichtigt wird, nach dem das Verhältnis der Totalquerschnitte aller Zinnschmelzleiter
zu dem Restquerschnitt des einzigen oder eines einzelnen Silberschmelzleiters grösser
als 60, jedoch kleiner als 85 ist.
[0009] Es ist darauf hinzuweisen, dass bei diesem Teilmerkmal der Totalquerschnitt aller
Zinnschmelzleiter zu dem Restquerschnitt eines einzigen Silberschmelzleiters in Beziehung
gesetzt wird. In der Regel sind die Zinnschmelzleiter nicht gekerbt oder gelocht,
so dass hier der Restquerschnitt und der Totalquerschnitt übereinstimmen. Anders verhält
es sich jedoch bei den Silberschmelzleitern; hier ist grundsätzlich eine Perforierung
oder Einkerbung vorhanden. Bei mehreren parallel geschalteten Silberschmelzleitern
kommt es bei ausreichenden Überströmen zu einem sogenannten Kommutativeffekt, bei
dem nacheinander von mehreren Silberschmelzleitern einer nach dem anderen abgeschaltet
wird, bis ein einziger Silberschmelzleiter zur Vollziehung der endgültigen Trennung
übrig bleibt. Es kommt auf das Verhältnis der Totalquerschnitte aller Zinnschmelzleiter
zu dem Restquerschnitt dieses übrig gebliebenen Silberschmelzleiters in dem angegebenen
Bereich an.
[0010] Die erfindungsgemässe Dimensionierung wirkt sich in der Praxis so aus, dass relativ
grosse Zinnschmelzleiter-Querschnitte vorhanden sind, verglichen mit dem Restquerschnitt
eines einzelnen Silberschmelzleiters. Dadurch wird das Kurzzeit-Ansprechverhalten
des Gesamtzinnschmelzleiters zu relativ hohen Strömen verschoben, so dass jeweils
eine relativ grosse Überbelastung des Silberschmelzleiters eintritt. Sie reicht dann
jeweils aus, um auch einen Löschvorgang herbeizuführen, mit anderen Worten, die dabei
auftretenden Ströme überschreiten den Mindestrom I
min für den Silberschmelzleiter. Die relativ grosszügige Dimensionierung des Gesamtzinnschmelzleiters
beeinflusst dessen Ansprechverhalten bei relativ niedrigen Strömen insofern kaum,
als er durch einen Silikonmantel umgeben ist, der thermisch eine gute Isolierung bildet
und so zu einem Wärmestau innerhalb der Zinnschmelzleiter führt, mit der Folge eines
schnellen Aufschmelzens.
[0011] Selbstverständlich kann die Vergrösserung des Querschnitts des Gesamtzinnschmelzleiters
nicht so weit getrieben werden, dass es auch bei niedrigen Überströmen nicht mehr
zu einem Ansprechen dieses Systems kommt. Insofern beschränkt die erfindungsgemässe
Lehre das Verhältnis gemäss dem zweiten Teilmerkmal auf 85. Dabei wird von einer Wärmeleitzahl
zwischen dem Zinnschmelzleiter und der umgebenden Silikonhülle von ca.

ausgegangen. Bei höheren Wärme- leitzahlen liegt das betreffende Verhältnis insgesamt
niedriger, bei kleineren Wärmeleitzahlen liegt es insgesamt höher. In jedem Fall kann
die erfindungsgemässe Hochspannungs-Hochleistungs-Sicherung mit Recht als Vollbereichsicherung
bezeichnet werden, da sie auch im kritischen Bereich der Überströme vor einer Explosion
stets einen Abschaltvorgang bewirkt. Zum Beispiel ist sie zur Absicherung eines 500
kVA-Transformators bei einer Betriebsspannung von 12 kV geeignet, bei der dieser kritische
Strom bei ca. 300 A liegt. Aber auch für grössere Transformatorenleistungen von 1000
kVA sind Sicherungen geeignet, die gemäss der Erfindung dimensioniert sind.
[0012] Bei der Absicherung relativ geringer Überströme, bei denen das Zinnschmelzleitersystem
anspricht, tritt aus den Silikonschläuchen, die die Zinnschmelzleiter umgeben, ein
heisser Gasstrahl aus, der insbesondere für benachbarte Silikonumhüllungen eine zerstörerische
Wirkung hat. Um hier möglichst optimale Bedingungen zu schaffen, schlägt die Erfindung
in Weiterbildung vor, dass die Enden der Zinnschmelzleiter jeweils in den freien Raum
innerhalb des Sicherungsrohres weisen und von der Ummantelung des benachbarten Leiters
weggerichtet sind.
[0013] Die durch die Erfindung vorgeschlagenen Dimensionierungen führen zu relativ kräftigen
Zinnschmelzleitern, deren Platzbedarf entsprechend gross ist. Diese Schmelzleiter
einschliesslich ihrer Silikonummantelungen sind immer schwieriger in Sicherungsrohren
unterzubringen, deren Abmessungen sich nach der einschlägigen DIN-Norm richten. Um
den Schwierigkeiten bei der Unterbringung zu begegnen, schlägt die Erfindung ebenfalls
in Weiterbildung vor, dass die Silikonschläuche relativ dünnwandig ausgebildet werden,
jedoch zu ihrer Stützung ein schlauchartiges Gewebe aufweisen, das beispielsweise
zweilagig um den Silikonschlauch herumgesponnen oder geklöppelt sein kann. Dadurch
wird die Löschwirkung des Werkstoffs Silikon voll erhalten, jedoch das Platzen unter
dem hohen Gasdruck bei einem Lichtbogen innerhalb des Silikonschlauches verhindert.
Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Lage des Gewebes relativ
elastisch ist, und die zweite, also äussere Gewebelage die endgültige Stützfunktion
übernimmt.
[0014] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in der Zeichnung dargestellt
ist, näher erläutert; in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein schematisches Diagramm des Strom-Zeit-Verhaltens einer Vollbereichssicherung
in logarithmischem Massstab;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht durch eine erfindungsgemäss dimensionierte Vollbereichssicherung;
(t
Fig. 3 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Zinnschmelzleiters der Sicherung
gemäss der Fig. 2;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Zinnschmelzleitersystem der Sicherung gemäss Fig. 2;
Fig. 5 eine Ausschnittvergrösserung der Übergangsstelle zwischen dem Silberschmelzleitersystem
und dem Zinnschmelzleitersystem der Sicherung gemäss Fig. 2 und
Fig. 6 eine Ansicht wie in Fig. 5, jedoch von einer alternativen Ausführungsform.
[0015] In dem Diagramm der Fig. 1 ist erkennbar, dass die Gesamtkennlinie einer Vollbereichssicherung
aus zwei Teilkennlinien zusammengesetzt ist. Die kritischen Überströme liegen gerade
in demjenigen Bereich, der zu beiden Seiten des Kennlinienkreuzungspunktes aus den
beiden Teilkennlinien liegt. Für diese kritischen Überströme schlägt die Erfindung
eine Dimensionierung vor, die jeweils das löschfähige System von den beiden innerhalb
der Sicherung vereinigten Systemen ansprechen lässt.
[0016] Eine derartige Sicherung ist im Querschnitt in der Fig. 2 dargestellt. Sie besteht
äusserlich aus einem Sicherungsrohr 1 aus Glas oder Keramik, das an beiden Enden mit
Metallkappen 2 verschlossen ist. Innerhalb des Sicherungsrohres befindet sich auf
der einen Seite ein erster Wickelkörper 3, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei darauf aufgewickelte Silberschmelzleiter 4 trägt. Letztere sind in regelmässigen
Abständen perforiert oder mit Kerben versehen und im Querschnitt rechteckförmig. Zur
Erzielung eines niedrigen Imin ist eine grössere Anzahl von Silberschmelzleitern 4
vorteilhaft, z.B. vier Schmelzleiter, aus Gründen der Übersichtlichkeit sind jedoch
nur zwei dargestellt. In dem anderen Teil des Sicherungsrohres 1 befindetsich ein
zweiter Wickelkörper 6, auf den vier ummantelte Zinnschmelzleiter 7 aufgebracht sind.
Die einen Enden der Zinnschmelzleiter 7 sind an der einen Metallkappe 2 angeschweisst
und die anderen Enden mit einem Anschlussflansch 8 verbunden, an den auch die beiden
Silberschmelzleiter 4 angeschlossen sind; die Enden der Silberschmelzleiter 4 an der
entgegengesetzten Seite sind an der anderen Metalikappe 2 angebracht.
[0017] In der Fig. 3 ist in ungewickelter, gestreckter Lage, ein Zinnschmelzleiter 7 dargestellt,
der als Umhüllung einen Silikonschlauch 10 und darüber eine doppelte Gewebelage 11
trägt. Der Silikonschlauch 10 ist für die zu übernehmende Löschaufgabe relativ dünn
ausgebildet, was durch das ihn umgebende Stützgewebe ausgeglichen wird. Dieses ist
um den Silikonschlauch 10 herumgeklöppelt oder -gesponnen, wobei die erste Lage aufgrund
der gewählten Fadenlage elastischer ist als die äussere zweite Gewebelage. Dadurch
kann sich der Silikonschlauch 10 bei innerem Gasdruck um einen gewissen Betrag blähen,
bis dieser Expansionsbewegung durch die zweite Gewebelage Einhalt geboten wird; durch
diese dosierte Expansion werden Spannungsspitzen innerhalb des Silikonschlauchs 10
abgebaut, die die Gefahr des Platzens stark verringern.
[0018] Aus der Fig. 4 wird besonders deutlich, in welcher Weise die ummantelten Zinnschmelzleiter
7 an dem Anschlussflansch 8 zusammengefasst sind. Zusammen mit dem zugehörigen zweiten
Wickelkörper 6 bilden sie eine Einheit, die sehr leicht an den Wickelkörper 3 für
die Silberschmelzleiter 4 angeflanscht werden kann.
[0019] In der Fig. 5 ist im vergrösserten Massstab die Übergangsstelle zwischen beiden Wickelkörpern
3 und 6, dargestellt. Es ist deutlich die Richtung jeweils der Zinnschmelzleiterenden
zu erkennen, die in den freien Raum ausserhalb der Windungen weisen, jedenfalls nicht
auf den Silikonschlauch 10 des benachbarten Zinnschmelzleiters 7 gerichtet sind. Treten
beim Ansprechen des Zinnschmelzleitersystems aus den Enden der Silikonschläuche 10
heisse Gase aus, treffen sie keinen Silikonschlauch 10 von aussen, sondern sie werden
in den freien Raum innerhalb des Sicherungsrohres 1 ausgestossen. In dieser Weise
bleiben die
[0020] Gewebelage sowie der Silikonschlauch selbst im wesentlichen unversehrt, so dass deren
Löschfunktion ohne Beeinträchtigung von aussen eintreten kann.
[0021] Die Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der der Wickelkörper
12 einstückig ausgebildet ist, wobei der für die Zinnschmelzleiter 7 vorgesehene Bereich
im Durchmesser kleiner ist als der für die Silberschmelzleiter 4 vorgesehene Bereich.
Als Verbindung zwischen beiden Schmelzleitertypen dient ein Zwischenflansch 13, der
an der Stufe zwischen beiden Bereichen anliegt und mit Hilfe eines Klemmringes 14
gehalten ist.
[0022] Die Befestigung der in der Fig. 6 nicht dargestellten Silberschmelzleiter 4 an dem
Zwischenflansch 13 sowie der in den Silikonschläuchen 10 eingeschlossenen Zinnschmelzleiter
7 an dem Zwischenflansch 13 geschieht durch Nieten, Kaltpressschweissen, Reibschweissen
oder durch Lot, wobei die Enden der Zinnschmelzleiter 7 mit Anschlusspolen versehen
sind, die auch in dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel Verwendung finden.
1. Hochspannungs-Hochleistungs-Sicherung mit mindestens je einem Silberschmelzleiter
(4) und mindestens je einem Zinnschmelzleiter (7) in Reihenschaltung, wobei mindestens
der Silberschmelzleiter (4) zur Beeinflussung seiner Charakteristik in Abständen mit
Kerben versehen oder gelocht ist und der Zinnschmelzleiter (7) mit einem Löschmantel
umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der ungekerbten oder ungelochten
(Total-) Querschnitte aller Zinnschmelzleiter (7) zu denen aller Silberschmelzleiter
(4) grösser als 6, das Verhältnis der Restquerschnitte im Bereich der Kerben oder
Löcher aller Zinnschmelzleiter (7) zu denen aller Silberschmelzleiter (4) grösser
als 15 ist, und dass das Verhältnis der Totalquerschnitte aller Zinnschmelzleiter
(7) zu dem Restquerschnitt des einzigen oder eines einzelnen Silberschmelzleiters
(4) grösser als 60, jedoch kleiner als 85 ist.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vier Silberschmelzleiter
(4) vorgesehen sind und vier Zinnschmelzleiter (7).
3. Sicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausschliesslich
der oder die Silberschmelzleiter (4) zur Bildung eines Restquerschnitts gelocht sind.
4. Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Zinnschmelzleiter
(7) jeweils in den freien Raum innerhalb des Sicherungsrohres (1) weisen und von der
Ummantelung des benachbarten Leiters weggerichtet sind.
5. Sicherung nnch einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Silikonschlauch (10)
als Löschummantelung um jeden Zinnschmelzleiter (7), dadurch gekennzeichnet, dass
der Silikonschlauch (10) relativ dünnwandig ausgebildet ist und ihn zu seiner Stützung
ein schlauchartiges Gewebe (11) umgibt.
6. Sicherung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe (11) aus zwei
durch Klöppeln oder Spinnen aufgebrachte Lagen gebildet ist, von denen die äussere
Lage eine geringere Elastizität als die innere Lage aufweist.
7. Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
alle Zinnschmelzleiter (7) auf einen Wickelkörper (6) aufgebracht sind, der an der
dem Wickelkörper (3) für den oder die Silberschmelzleiter (4) zugeordneten Seite mit
einem Anschlussflansch (8) versehen ist.
8. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein ungeteilter
Wickelkörper (12) vorgesehen ist, auf den die Zinnschmelzleiter (7) und die Silberschmelzleiter
(4) aufgebracht und gemeinsam an einem Zwischenflansch (13) befestigt sind.
1. A high-voltage high-power fuse having at least one fusible silver conductor (4)
and at least one fusible tin conductor (7) in series, where at least the fusible silver
conductor (4) for influencing its characteristic is at intervals provided with notches
or is perforated and the fusible tin conductor (7) is surrounded by a quenching-jacket,
characterized in that the ratio of the unnotched or unperforated (total) cross-sections
of all of the fusible tin conductors (7) to those of all of the fusible silver conductors
(4) is greater than 6, the ratio of the residual cross-sections in the region of the
notches or holes in all of the fusible tin conductors (7) to those of all of the fusible
silver conductors (4) is greater than 15, and that the ratio of the total cross-sections
of all of the fusible tin conductors (7) to the residual cross-section of the single
or of one individual fusible silver conductor (4) is greater than 60 but less than
85.
2. A fuse as in Claim 1, characterized in that four fusible silver conductors (4)
are provided and four fusible tin conductors (7).
3. A fuse as in Claim 1 or 2, characterized in that it is exclusively the fusible
silver conductor or conductors (4) which is/are perforated for the formation of a
residual cross-section.
4. A fuse as in Claim 2, characterized in that the ends of the fusible tin conductors
(7) point respectively into the free space inside the tube (1) of the fuse and are
directed away from the jacketing of the adjacent conductor.
5. A fuse as in one of the preceding Claims, having a flexible silicone tube (10)
as the quenching jacketing round each fusible tin conductor (7), characterized in
that the flexible silicone tube (10) is made relatively thinwalled and for its support
a fabric (11) like a tube surrounds it.
6. A fuse as in Claim 5, characterized in that the fabric (11) is formed from two
layers applied through braiding or spinning, the outer layer of which exhibits a lower
elasticity than the inner layer.
7. A fuse as in one of the preceding Claims, characterized in that all of the fusible
tin conductors (7) are applied to a coil former (6) which at the side associated with
the coil former (3) for the fusible silver conductor or conductors (4) is provided
with a connection flange (8).
8. A fuse as in one of the Claims 1 to 6, characterized in that a onepiece coil former
(12) is provided, to which the fusible tin conductors (7) and the fusible silver conductors
(4) are applied and are fastened together at an intermediate flange (13).
1. Coupe-circuit haute tension à fort pouvoir de coupure comprenant respectivement
au moins un conducteur fusible en argent (4) et respectivement au moins un conducteur
fusible en étain (7) montés en série, dans lequel le conducteur fusible en argent
(4) tout au moins est pourvu d'encoches ou est troué, les trous ou encoches étant
espacés, pour influencer ses caractéristiques et le conducteur fusible en étain (7)
est entouré d'une gaine d'extinction, caractérisé en ce que le rapport des sections
(totales) qui ne sont pas entaillées ou perforées de tous les conducteurs fusibles
en étain (7) à celles de tous les conducteurs fusibles en argent (4) est supérieur
à 6, que le rapport du reste des sections dans la zone des encoches ou des trous de
tous les conducteurs fusibles en étain (7) au reste des sections de tous les conducteurs
fusibles en argent (4) est supérieur à 15 et que le rapport des sections totales de
tous les conducteurs fusibles en étain (7) au reste de la section du seul ou d'un
seul conducteur fusible en argent (4) est supérieur à 60 tout en étant cependant inférieur
à 85.
2. Coupe-circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que quatre conducteurs
fusibles en argent (4) et quatre conducteurs fusibles en étain (7) sont prévus.
3. Coupe-circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que exclusivement
le ou les conducteurs fusibles en argent (4) sont troués pour former le reste d'une
section.
4. Coupe-circuit selon la revendication 2, caractérisé en ce que les extrémités des
conducteurs fusibles en étain (7) sont respectivement tournées vers l'espace libre
à l'intérieur du tube du coupe-circuit (1 ) et qu'elles sont détournées de la gaine
du conducteur voisin.
5. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes avec un tuyau flexible
en silicone (10) comme gaine d'extinction autour de chaque conducteur fusible en étain
(7), caractérisé en ce que le tuyau flexible en silicone (10) est formé avec des parois
relativement minces et qu'il est entouré par un tissu de support (11) du type tuyau
flexible.
6. Coupe-circuit selon la revendication 5, caractérisé en ce que le tissu (11 ) est
formé par deux couches filées ou travaillées au fuseau, parmi lesquelles la couche
extérieure présente une élasticité inférieure à celle de la couche intérieure.
7. Coupe-circuit selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
tous les conducteurs fusibles en étain (7) sont fixés à une bobine (6) qui est pourvue
d'une bride de fixation (8) sur le côté tourné vers la bobine (3) pour le ou les conducteurs
fusibles en argent (4).
8. Coupe-circuit selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une bobine
en une pièce (12) est prévue sur laquelle sont fixés les conducteurs fusibles en étain
(7) et les conducteurs fusibles en argent (4) qui sont attachés ensemble à une bride
de transition (13).