[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der selbstfahrenden Manipulatoren, die zum fernbedienten
Einsatz von Werkzeugen für die Bearbeitung der Innenfläche einer runden Rohrleitung
oder eines hohlzylindrischen Behälters verwendet werden, und ist bei der konstruktiven
Ausgestaltung eines Manipulators anwendbar, der aus einer Vorschubeinheit und einer
gelenkig damit verbundenen Arbeitseinheit besteht und bei dem die Arbeitseinheit einen
Arbeitskopf mit einem Arbeitsgerät aufweist. Dabei soll das Arbeitsgerät als bürstenartige
Reinigungsvorrichtung ausgebildet sein.
[0002] Zur Bearbeitung der Innenfläche einer runden Rohrleitung ist bereits ein selbstfahrender
Manipulator y
ÞrgeshIagenworden, siehe EP-A3-0061078 im EPÜ der aus einer Vorschubeinheit und einer
Arbeitseinheit besteht. Bei diesem Manipulator weist die Arbeitseinheit, die über
ein Zwischenglied gelenkig mit der Vorschubeinheit verbunden und durch das Innere
der Rohrleitung transportierbar und zusammen mit der Vorschubeinheit in der jeweiligen
Arbeitsposition arretierbar ist, zwei in Richtung der Rohrleitung hintereinander angeordnete
Stützflansche auf, zwischen denen ein Arbeitskopf angeordnet ist. Ein solcher Arbeitskopf,
der in Umfangsrichtung der Rohrleitung längs einer definierten Vorschubbahn bewegbar
ist, kann als Schweiß-, Schleif- oder Prüfkopf ausgebildet oder mit einer Fernsehkamera
bestückt sein (). Ein besonderes Problem beim Einsatz solcher Manipulatoren ist die
vorherige oder nachträgliche Reinigung der Innenfläche des Rohres oder des Behälters,
beispielsweise das Entfernen von Schleifstaub oder Schweißperlen. Einerseits haften
nämlich die Schmutz-bzw. Metallpartikel teilweise relativ fest an der Innenoberfläche
der Rohrleitung, andererseits sind bei Rohrleitungslängen in der Größenordnung von
20 bis 40 m, die noch dazu mit Gefälle verlegt sind, erhebliche Druckdifferenzen bei
der Absaugung zu überwinden Entsprechende Reinigungsvorgänge sind auch dann erwünscht,
wenn man Innenpartien der Rohrleitung fotografieren oder mittels einer Fernsehkamera
oder eines Lichtleiter-Endoskopes inspizieren möchte.
[0003] Einrichtungen zur Reinigung der Innenoberfläche von Rohren sind an sich bekannt.
Eine von Hand betätigbare Einrichtung besteht beispielsweise aus einem Saugrohr, auf
dem zwei mit Abstand zueinander angeordnete zylindrische Bürsten befestigt sind, wobei
zwischen den einzelnen Bürsten-Büscheln Saugöffnungen vorgesehen sind, die zum Saugrohr
führen. An das Saugrohr ist eine Vakuumpumpe mit einem vorgesctialteten Staubfangsack
angeschlossen (US-PS 1 869 730). Eine andere Reinigungsvorrichtung besteht aus einem
in der Rohrleitung axial bewegbaren, nicht rotierenden Tragkörper, auf dem einzelne
Bürsten radial elastisch angeordnet sind, wobei sich die Bürsten in Umfangsrichtung
des Rohres sektorförmig jeweils etwa über ein Drittel des Rohrumfanges erstrecken
(US-PS 2 957 189). Weiterhin ist es bekannt, Reinigungseinrichtungen einzusetzen,
die mit einem Antrieb ausgerüstet sind und damit in der Rohrleitung verfahrbar sind.
Eine bekannte Einrichtung dieser Art enthält beispielsweise auf einem Kreisumfang
angeordnete rotierende Bürsten, die durch Preßluft angetrieben werden. Die abgebürsteten
Schmutzpartikel und der aufgewirbelte Staub werden durch die aus den Bürsten austretende
Preßluft vor der Reinigungseinrichtung hergeschoben, wobei die Reinigungseinrichtung
zur Rohrwandung hin abgedichtet ist, damit die aus den Bürsten austretende Preßluft
nur in einer Richtung wegströmt (US-PS 4 027 349). - Bei einer anderen selbstverfahrbaren
Reinigungseinrichtung ist ein Chassis vorgesehen, an dem die Reinigungsbürsten auf
auswärts gerichteten, sternförmig verlaufenden Drehachsen angeordnet sind. Die Reinigungsbürsten
haben dabei walzenförmige Bürstenkörper, die zugleich als Transportrollen für das
Chassis dienen (DE-AS 2 335 868).
[0004] Im übrigen ist es an sich bekannt, Bearbeitungswerkzeuge, bei deren Benutzung Metallabfälle
anfallen, beispielsweise ein Stanzwerkzeug, eine Säge oder einen Schleifer, mit einer
Absaugeinrichtung für die mit dem Werkzeug erzeugten Abfälle auszurüsten. Eine solche
Absaugeinrichtung kann aus einem druckluftbetriebenen Injektor mit einer Treibdüse
bestehen, wobei die Treibdüse über einen Schlauch an den Entstehungsort der Abfälle
herangeführt ist (GB-OS 2 070 493).
[0005] Ausgehend von dem in der EP-A3-0061078 beschriebenen selbstfahrenden Manipulator
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Arbeitskopf als Reinigungskopf auszugestalten,
mit dessen Reinigungsgerät eine sehr effektive Reinigung bei hoher Saugleistung erreicht
werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 vorgesehen, daß das Arbeitsgerät aus
einer Bürste und aus einer der Bürste zugeordneten Absaugdüse mit nachgeschaltetem
Staubfangsack besteht, daß die Bürste einen etwa kreissektorförmigen, an die Innenwand
der Rohrleitung oder des Behälters angepaßten Bürstenträger aufweist, der mit seinen
über den bogenförmigen Außenumfang überstehenden, gegen die Innenwand elastisch anstellbaren
Bürsten schräg zur rohrachsqueren Ebene ausgerichtet ist, daß die Absaugdüse als bogenförmige
Schlitzdüse ausgebildet ist, welche dem bogenförmigen Bürstenträger in Partikelflugrichtung
gesehen nachgeschaltet ist, und daß die Absaugdüse an die Saugseite eines mit Druckluft
betriebenen Injektors angeschlossen ist, dessen Treibdüse von einer an den Injektor
von außen herangeführten Treibmittelleitung beaufschlagt ist und an dessen Abströmseite
der Staubfangsack angeordnet ist.
[0007] Mit einem derart ausgebildeten Reinigungskopf kann die erforderliche Reinigung vor
und nach den Prüf-, Meß- oder Bearbeitungsvorgängen ausgeführt werden. Durch den Einsatz
eines mit Druckluft betriebenen Injektors wird dabei jede Saughöhe, die in praktischen
Anwendungsfällen auftritt, überwunden. - Es ist dabei möglich, den Reinigungskopf
mit einem anderen Arbeitskopf des Manipulators, beispielsweise einem Schleifkopf,
zu kombinieren, was den Vorteil hat, daß der Schleifstaub sofort beim Entstehen abgeführt
wird. - Für den gemäß der Erfindung ausgebildeten Reinigungskopf kommen als Bürsten
Drahtbürsten, insbesondere Stahldrahtbürsten, in Frage.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des neuen, mit einem Reinigungskopf ausgestatteten selbstfahrenden
Manipulators, verbunden mit mehreren Varianten für die Reinigungsbürste, ist in den
Figuren 1 bis 6 dargestellt. Dabei zeigen in zum Teil schematischer, stark vereinfachter
Darstellung:
Fig.1 in ihrer unteren Hilfte einen Geräteträger, ausgebildet als Rohrinnen-Manipulator
mit einem als Schleifkopf ausgebildeten Arbeitskopf in Arbeitsstellung innerhalb einer
Rohrleitung und in ihrer oberen Hälfte den im Prinzip gleichartigen Geräteträger,
jedoch mit einem Arbeitskopf, der eine Reinigungsvorrichtunng trägt, gleichfalls in
Arbeitsstellung;
Fig. 2 vergrößert im Detail, allerdings seitenvertauscht, den umlaufenden Support
für Bürste und Absaugdüse
Fig. 3 in Draufsicht und
Fig. 4 in Seitenansicht eine abgeänderte Ausführung eines Bürstensektors mit rotierenden
Einzelbürsten, deren Drehachsen schräg zur Rohrachsrichtung verlaufen, und
Fig. 5 in Draufsicht sowie
Fig. 6 in Seitenansicht ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Bürstensektor, bei
dem die Achsen der rotierenden Einzelbürsten in einer rohrachsnormalen Ebene liegen.
Innerhalb der S-förmig gekrümmten RohrleitungspartieR eines Kraftwerkes,insbesondere
Kernkraftwerkes, mit den über umlaufende Schweißnähte 1.1 und 1.2 verbundenen Rohrleitungsschüssen
r1, r2, r3 befindet sich der Geräteträger M, welcher zur Ausführung von Prüf-
[0009] . Meß- und/ oder Bearbeitungsvorgängen vom Inneren der Rohrleitung R aus dient und
dazu mit entsprechenden Geräten versehen ist. Er kann deshalb auch als Rohrinnen-Manipulator
bezeichnet werden, welcher zur Wand- und Schweiß-naht-Kontrolle und -bearbeitung von
innen dient. Grundsätzlich läßt sich ein solcher Geräteträger auch für langgestreckte
zylindrische Behälter verwenden. Wesentlich ist, daß der geräteträger von außen unsichtbar
durch das Rohrinnere transportierbar und in der jeweiligen Arbeitsposition arretierbar
ist. Er weist hierzu eine Arbeitseinheit m2 und eine Vorschubeinheit m1 auf. Beide
Einheiten sind über ein Zwischenglied m3 mittels der beiden kardanischen Gelenke g1,
g2 miteinander gekoppelt, so daß der Geräteträger auch Rohrkrümmungen, wie dargestellt,
durchfahren kann.
[0010] Die Vorschubeinheit m1 weist einen achsnormalen Stützflanch f1 mit pneumatich ausfahrbaren
Klemmkörpern 2 und Führungsrollen 3 an seinem äuüßren Umfang auf, ferner einen Behreitzylinder
C1 mit darin axial verschiebbarem- Schreitkolben C2, wobei der Schreitzylinder mit
dem Stützflansch f1 fest verbunden und der Schreitkolben 02 mit seinen Kolbenstange
an dem Zwischenglied m3 bei g1 angelenkt ist. An die Vorschubeinheit ist ein Strang
von Versorgungleitungen 4 herangeführt; es handelt sich dabei um elektrische, pneumatische
Kraft- und Steuerleitungen, ferner können Wasserleitungen zu kühl- und Spülzwecken
vorgesehen sein. Ein in Axialabstand zum ersten Stützflansch f1 angeordneter und den
Kranz mit den Führungsrollen 3 abstützender zweiter Stützflansch ist mit f2 bezeichnet.
[0011] Zwischen den beiden achsnormalen Stützflanschen f3 und f4 der Arbeitsenheit m2 ist
der Arbeitskopf K gelagert, welcher im dargestellten Beispiel ein Schleifaggregat
5 mit Fernsehkamera TV aufweist, wobei das Schleifaggregat mit der Fernsehkamera umlaufend
an einem U-förmigen Bügel 6 an entsprechenden Drehlagern im Zentrum der Stützflansche
f3, f4 gelagert ist. Die Motore zum Drehvorschub des Schleifaggregates und zum Einschwenken
seiner Schleifscheibe gegen die Rohrnaht sind der Einfachneit halber nicht dargestellt.
Pneumatisch ausfahrbare Klemmfüße und Führungsrollen am Außenumfang der Stützflänsche
f3, f4 sind wieder mit 2 bzw. 3 bezeichnet.
[0012] Wenn die rechte Seite des Schreitkolben C2 mit Druckluft beaufschlagt wird, dann
bewegt sich - bei arretierter Vorschubeinheit ml (Klemmfüße 2 ausgefahren), dagegen
bei gelöster Arbeitseinheit m2 (Klemmfüße 2 eingefahren) - letztere mit dem Schreitkolben
nach links. Ist die Arbeitseinheit m2 arretiert und die Klemmverbindung bei der Vorschubeinheit
ml außer Eingriff gebracht, dann bewegt sich bei Druckbeaufschlagung der linken Schreitkolbenseite
die Vorschubeinheit m1 nach links. Auf diese Weise kann der Geräteträger im Rohrinneren
um beliebig viele Kolbenhübe oder auch Teilkolbenhübe nach link s, d.h. rohraufwärts,
fortschreiten, jedoch auch zum Herausnehnen des Geräteträgers in der anderen Richtung
bewegt werden. Der Geräteträger zentriert sich dabei selbsttätig auf Rohrmitte RO.
Der im oberen Teil der Fig. 1 dargestellte Geräteträger M ist im Vergleich zum unteren
dadurch abgewandelt, daß sein frontseitiger Arbeitskopf als Reinigungsvorrichtung
für die Innenumfangsflächen der Rohrleitung R ausgebildet ist. Dazu sind am Arbeitskopf
m2 rotierende, gegen die zu reinigenden Innenwandflächen andrückbare Bürsten 7 gelagert,
insbesondere Stahldrahtbürsten. Mit den Bürsten 7 verstellbar, dh. in Umfangsrichtung
drehbar und gegen die Rohrinnenwand bewegbar, ist eine auf den Bürsteneingriffsbereich
ausrichtbare Absaugdüse 8 gelagert, die, wie es die radiale Draufsicht zeigt, schlitzförmig
ist. Aus Fig. 1 ist weiter erkennbar, daß die Saugdüse 8 und die Bürsten 7 an einem
sektorförmigen Bürstenträger 9 angeordnet ist, der wiederum an einem Kastenförmigen
Support 10 befestigt ist, welch letzterer an Führungsstangen 11 radial auswärts und
einwärts verschiebbar gelagert-ist. Der Support 10 und ein axial orientierter Drehmotor
12 sind zwischen den beiden Drehtellern 13 befestigt, welch letztere je eine Nabe
13a zur drehbaren Lagerung des Reinigungskopfes an den beiden Stützflanschen f3, f4
aufwesen. Der Drehmotor 12 kämmt mit einem Ritzel 12a am Innenumfang eines Zahnkranzes
14, welcher an der Innenseite des Stützflansches f4 befestigt ist. Der zweckmäßig
mit einem Untersetzungsgetriebe versehene Drehmotor 12 kann also den Reinigungskopf
in Umfangsrichtung langsam in Drehung versetzen. Zwecks pneumatischer Anstellung der
Bürsten gegen die Rohrinnenwand ist im Inneren des Supports 10 ein pneumatischer Anstellzylinder
angeordnet, dessen Kolben mit dem Bürstensektor 9 verbunden ist. Durch Pfeile sind
innerhalb des Bürstensektors die Anstell- und die Vorschub-Bewegung angedeutet.
[0013] Die Absaugdüse 8 ist über eine elastische Leitung 8a, welche in einen entsprechenden
Hohlraum des Supports 10 mündet und durch die Nabe des Tellers 13 hindurchgeführt
ist, an die Saugseite 15s eines Injektors 15 angeschlossen, dessen Druckseite mit
15d bezeichnet ist. Die als Laval-Düse ausgebildete Treibdüse 16 des Injektors 15
wird von einer an diesen von außen herangeführten Treibmittelleitung 17 beaufschlagt,
welche bevorzugt eine Druckluftleitung ist. In Strömungsrichtung gesehen folgt auf
die Treibdüse 16 ein Mischraum 18 und der Diffusor 19, welchletzterer in den Staubfangsack
20 mündet. Letzterer ist mit einem Flansch 20a an den Diffusorflansch 19a mittels
einer Überwurfmutter 21 dichtend angeschlossen. Das Gehäuse 22 des Injektors ist mit
einem fußseitigen Flansch an der Außenseite des Stützflansches f3 befestigt.
[0014] Im Betrieb des Injektors wird durch den Treibmittelstrom, siehe Pfeil 17t, ein starker
Sog am Ausgang der Laval-Düse 16 erzeugt, welcher über die Strömungsverbindung am
Einlaß der Ansaugdüse 8 wirksam wird und eine sehr effektive Absaugung bewirkt. Die
abgesaugten Schmutz- und Metall-Partikel werden im Staubfangsack 20 aufgefangen, welcher
ein feines staubdichtes, jedoch luftdurchlässiges Gewebe aufweist. Es kann vorteilhaft
sein, den Arbeitsraum der Bürste 7 und der Saugdüse 8 zur Verbesserung des Absaugvorganges
mit zusätzlicher Druckluft zu beblasen, siehe gestrichelt angedeutete Druckluftleitung
23 mit Ventil V. Diese Zusatzleitung 23 kann innerhalb des Versorgungsstranges 4 verlegt
sein. In diesem Falle ist eine besonders ein ache Einmündung durch die Nabe des unteren
Drehtellers 13 hindurch möglich. Grundsätzlich ist aber auch eine Abzweigung von der
Treibmittelleitung 17 denkbar.
[0015] Bevor der Geräteträger M mit der Reinigungsvorrichtung vom Rohrende A1 eingeführt
wird, wird vom anderen Rohrende A2 die Treibmittelleitung 17, eine flexible, armierte
Schlauchleitung, von einem geeigneten Leitungsspeicher
*) abgespult. Wenn na-ch-beendeter Operation der Geräteträger durch das Ende A1 wieder
heraus-genommen wird, so wird die Treibmittelleitung 17 vom Injektor entkuppelt und
vom anderen Rohrende A2 her eingerollt.
[0016] Fig. 2 zeigt deutlicker als Fig. 1, daß ein etwa kreissektorförmiger, an die Innenwandkrümmung
angepaßßter Bürstenträger 9 (mit bei 7 angedeuteten Bürsten-Borsten)
*) herabgelassen, angeschlossen und entsprechend dem Fahrprogramm auf- oder schräg
zur rohrachsqueren Ebene ausgerichtet und mit seinen über den bogenförmigen Außenumfang
9a überstehenden, gegen den Wandinnenumfang R' elastisch anstellbaren Bürsten 7 in
Rohrumfangsrichtung, d.h. um die Rohrachse RO, bewegbar ist. Die Absaugdüse 8 ist
als bogenförmige Schlitzdüse ausgebildet, welche dem Bürstenbogen in Partikelflugrichtung
nachgeschaltet ist, das würde eine Berstendrehrichtung gemäß Pfeil 7' bedeuten. Gleiche
Teile zu Fig. 1 sind in Fig. 2 auch mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Eine
Variation ist in Fig. 2 im Vergleich zü Fig. 1 insofern getroffen, als das Ritze)
12a des Drehmotors 12 nicht am Innenumfang eines stützflansch-festen Zahnkranzes 14
sondern am Außenumfang eines solchen Flansches umläuft. Die mittlere Führungsstange
11a gehört zu einem zweiseitig beaufschlagbaren pneumatischen Kolben, dessen Zylinder
mit dem kastenförmigen Support 10 baulich vereinigt ist. Deutlich erkennbar ist auch,
daß die beiden Drehteller 13 über einen Grundrahmen 24 drehsteif miteinander verbunden
sind, an welchem die einen Enden der Führungsstangen 11, 11a verankert sind. Die Naben
13a der Drehteller 13 sind jeweils mittels Drucklagern 25 und Traglagern 26 an den
Stützflanschen f3 bzw. f4 drehbar gelagert. Führungskugeln 27 im Bereich der beiden
Bogenenden des Bürstensektors 9 gewährleisten eine rollende Reibung am Rohrinnenumfang
bei Abnutzung der Bürsten. Sie stehen etwas weiter radial vor als der Bürstenträgerbogen
9b.
[0017] Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine Abwandlung, mit einem Teilkranz von jeweils um ihre
eigene Achse rotierenden und gegen die Innenwand elastisch andrüchbaren Einzelbürsten
70, wobei der Drehbewegung der Einzelbürsten 70 (Pfeil 70') noch die Vorschubbewegung
in Rohrumfangsrichtung gemäß Pfeil 7' überlagert ist. Die Einzelbürsten 70 bilden
dabei jeweils einen Anstellwinkel a zur Wand- bzw. Rohrachsrichtung RO. Die Bürstenwellen
sind untereinander über Reibräder und Riementriebe 28 miteinander gekoppelt, wobei
der Antriebsmotor für die Einzelbürsten nicht dargestellt ist.
[0018] Gemäß Fig. 5 und Fig. 6 sind rotierende Einzelbürsten 700 mit ihren Rotationsachsen
rohrachsquer ausgerichtet und weisen dabei eine an den Wandinnenumfang angepaßte tonnenartige
Außenkontur 29 auf. Der Antrieb kann dabei über eine biegsame Welle erfolgen (nicht
näher dargestellt).
[0019] Zurückkommend auf Fig. 1 kann man erkennen, daß eine Ankopplung der Reinigungsvorrichtung
frontseitig an den unten in Fig. 1 dargestellten Arbeitskopf über ein weiteres Zwischenglied
möglich wäre. In diesem Falle braucht zum Zwecke der Rohrreinigung der Geräteträger
nur axial verschoben, muß aber nicht neu in das Rohr eingefuhrt werden. Die dargestellte
dreigliedrige Ausführung des Geräteträgers mit den Gliedern m1, m2 und m3 hat gegenüber
einer fünf gliedrigen jedoch den Vorteil des geringen Gewichtes und der besseren Beweglichkeit.
Es ist, wie eingangs schon erwähnt, auch möglich, die Arbeitseinheit m2 als Kombinationseinheit
mit Schleifkopf und Reinigungskopf auszuführen. Anstelle des Schleifkopfes sind natur-gemäß
auch andere Arbeitsköpfe (z.B. zum Schweißen, Fräsen, Ultraschallprüfen usw.)-an die
Vorschubeinheit m( ankuppelbar.
1. Selbstfahrender Manipulator zum fernbedienten Einsatz eines Werkzeuges für die
Bearbeitung der Innenfläche einer runden Rohrleitung oder eines hohlzylindrischen
Behälters, bestehend aus einer Vorschubeinheit (mi) und einer Arbeitseinheit (m2),
die über ein Zwischenglied (m3) gelenkig miteinander verbunden sind und die durch
das Innere der Rohrleitung (R) oder des Behälters transportierbar und in der jeweiligen
Arbeitsposition arretierbar sind, wobei die Arbeitseinheit zwei in Richtung der Rohrleitung
hintereinander angeordnete Stützflansche (f3, f4) aufweist, zwischen denen ein Arbeitskopf
(K) mit einem Arbeitsgerät angeordnet ist, der in Umfangsrichtung der Rohrleitung
längs einer definierten Vorschubbahn bewegbar ist,
das Arbeitsgerät aus einer Bürste (7) und aus einer der Bürste zugeordneten Absaugdüse
(8) mit nachgeschaltetem Staubfangsack (20) besteht,
die Bürste einen etwa kreissektorförmigen, an die Innenwand der Rohrleitung oder des
Behälters angepaßten Bürstenträger (9, 9a) aufweist, der mit seinen über den bogenförmigen
Außenumfang überstehenden, gegen die Innenwand elastisch anstellbaren Bürsten schräg
zur rohrachsqueren Ebene ausgerichtet ist,
die Absaugdüse (8) als bogenförmige Schlitzdüse ausgebildet ist, welche dem bogenförmigen
Bürstenträger (9) in Partikelflugrichtung gesehen nachgeschaltet ist, und die Absaugdüse
(8) an die Saugseite eines mit Druckluft betriebenen Injektors (15) angeschlossen
ist, dessen Treibddüse (16) von einer an den Injektor von außen herangeführten Treibmittelleitung
(17) beaufschlagt ist und an dessen Abströmseite der Staubfangsack (20) angeordnet
ist.
2. Manipulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürste aus einem Teilkranz
von jeweils um ihre eigene Achse rotierenden und gegen die Innenwand elastisch andrückbaren
Einzelbürsten (70) bestehTund daß die Einzelbürsten mit ihren Rotationsachsen unter
einem Anstellwinkel () zur Wandachsrichtung (RO) eingestellt sind.
3. Manipulator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierenden Einzelbürsten
(700) mit ihren Rotationsachsen rohrachsquer ausgerichtet sind und eine an den Wandinnenumfang
angepaßte tonnenartige Außenkontur aufweisen.
4. Manipulator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von der
Treibmittelleitung (17) des Injektors (15), vorzugsweise über ein Durchfluß-Steuerorgan,
eine Blasleitung abgezweigt ist, die über mindestens eine Blasdüse in den Bürsteneingriffsbereich
mündet, oder daß eine gesonderte, von der Treibmittelleitung unabhängige Druckluft-Blasleitung
(23) vorgesehen ist.
5. Manipulator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenträger
(9) und die zugeordnetge Absaugdüse (8) auf einem Support (10) angeordnet sind, der
mittels pneumatischer Antriebsmittel radial ein- und auswärts bewegbar ist,
daß der Support zwischen zwei in den Stützflanschen (f3, f4) des Arbeitskopfes drehbar gelagerten Orehtellern (13) befestigt ist,
und daß auf dem Support (10) ein Drehmotor (12) befestigt ist, der mit seinem Ritzel
(12a) in einen Zahnkranz (14) eingreift, der an dem einen Stützflansch (f3) befestigt ist.
6. Manipulator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugdüse (8) über
einen Hohlraum des Supports (10) und mittels einer elastischen Leitung (8a) durch
die Nabe des einen Drehtellers (13) hindurch an die Saugseite des Injektors (15) angeschlossen
ist.
1. An automotive manipulator for the remotecontrolled application of a tool for the
treatment of the inner surface of a round pipe or of a hollow cylindrical container,
consisting of a feed unit (ml) and an operating unit (m2) which are articulated to
one another through a connecting link (m3) and which can be transported through the
inside of the pipe (R), or of the container, and locked in the particular operating
position, wherein the operating unit has two supporting flanges (f3, f4) which are
arranged consecutively in the direction of the pipe and between which is arranged
an operating head (K) which has an operating device and which can be moved in the
peripheral direction of the pipe along a predetermined feed path, wherein the operating
apparatus consists of a brush (7) and a suction nozzle (8) which is allotted to the
brush and has a following dustcollecting sack (20), wherein the brush has a brush
carrier (9, 9a) which is shaped approximately like a sector of a circle and adapted
to the inner wall of the pipe, or of the container, and which has its brushes, which
project beyond the curved outer periphery and can be elastically applied against the
inner wall, obliquely aligned to the plane transverse to the pipe axis, wherein the
suction nozzle (8) is formed as a curved, slotted nozzle which, viewed in the direction
of movement of the particles, is connected after the curved brush carrier (9), and
wherein the suction nozzle (8) is connected to the suction side of an injector (15)
which is operated by compressed air and whose propelling nozzle (16) is acted upon
by a propellant line (17) which is led to the injector from the outside and on the
exhaust side of which the dust collecting sack (20) is arranged.
2. A manipulator as claimed in Claim 1, characterised in that the brush consists of
a partial rim of individual brushes (70) which rotate about their own axes and can
be elastically pressed against the inner wall; and that the individual brushes are
adjusted with their axes of rotation at a setting angle to the direction (RO) of the
axis of the wall.
3. A manipulator as claimed in Claim 2, characterised in that the rotating individual
brushes (700) have their axes of rotation aligned transversely to the pipe axis and
have a drum- shaped outer profile which is adapted to the inner periphery of the wall.
4. A manipulator as claimed in one of Claims 1 to 3, characterised in that a blast
line, which opens into the zone of contact of the brushes through at least one blast
nozzle, is branched off from the propellant line (17) of the injector (15), preferably
through a flow-control element; or that there is provided a separate compressed air
blast line (23) which is independent of the propellant line.
5. A manipulator as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that the brush
carrier (9) and the allotted suction nozzle (8) are arranged on a support (10) which
can be moved inwardly and outwardly in radial manner by means of pneumatic driving
means; that the support is fixed between two rotary plates (13) which are rotatably
positioned in the supporting flanges (f3, f4) of the operating head; and that on the support (10), a torque motor (12) is arranged
which engages into a toothed rim (14) by means of its pinion (12a), which toothed
rim is secured to a supporting flange (f3).
6. A manipulator as claimed in Claim 5, characterised in that the suction nozzle (8)
is connected to the suction side of the injector (15) through a hollow space of the
support (10) and, by means of an elastic line (8a), through the hub of one rotary
plate (13).
1. Manipulateur automoteur pour la mise en oeuvre télécommandée d'un outil de traitement
de la surface intérieure d'un tuyau rond ou d'un récipient cylindrique creux, constitué
d'une unité d'avance (ml) et d'une unité opératoire (m2), qui sont articulées l'une
à l'autre par un élément intermédiaire (m3) et qui peuvent être transportées dans
l'intérieur du tuyau ou du récipient et être bloquées en toute position opératoire,
l'unité opératoire présente deux brides d'appui (f3, f4), qui sont disposées l'une
derrière l'autre suivant la direction du tuyau et entre lesquelles est interposée
une tête de travail (K) ayant un outil qui peut être déplacé suivant la direction
du pourtour du tuyau le long d'un trajet d'avance défini,
l'outil est constitué d'une brosse (7) et d'une buse d'aspiration (8) associée à la
brosse et ayant un sac collecteur de poussière (20) monté en aval,
la brosse présente un porte-brosse (9, 9a), sensiblement en forme de secteur de cercle
et adapté à la paroi intérieure du tuyau ou du récipient, qui, par sa brosse susceptible
de d'appliquer élastiquement sur la paroi intérieure et en saillie du pourtour extérieur
en forme d'arc, est incline par rapport au plan transversal à l'axe du tuyau,
la buse d'aspiration (8) est agencée en buse à fente en forme d'arc, qui, considérée
suivant le sens du vol des particules est en aval du portebrosse (9) en forme d'arc,
et la buse d'aspiration est raccordée au côté aspiration d'un injecteur (15) fonctionnant
à l'air comprimé, dont la buse d'entrainement (16) est alimentée par un conduit pour
un agent d'entraînement (17) amené à l'injecteur de l'extérieur et est disposé du
côté de la sortie du sac collecteur de poussière (20).
2. Manipulateur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la brosse est constituée
d'une couronne partielle de brosses individuelles (70) tournant autour de leur propre
axe et pouvant être appliquées élastiquement sur la paroi intérieure, et en ce que
les axes de rotation des brosses individuelles font un angle (a) avec la direction
de l'axe de la paroi (RO).
3. Manipulateur suivant la revendication 2, caractérisé en ce que les axes de rotation
des brosses individuelles (700) tournantes sont orientés transversalement à l'axe
du tuyau et les brosses presentent un contour extérieur de type en barillet adapté
au pourtour intérieur de la paroi.
4. Manipulateur suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que du conduit
pour l'agent d'entrainement (17) de l'injecteur (15) part, en dérivation, de préférence
par l'intermédiaire d'un organe de commande du débit, un conduit d'insufflation qui
débouche par au moins une buse d'insufflation, dans la région d'attaque de la brosse,
ou eu ce qu'il est prévu un conduit d'insufflation (23) partticulier pour de l'air
comprimé, indépendant du conduit pour l'agent d'entraînement.
5. Manipulateur suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le porte-brosse
(9) et la buse d'aspiration (8) associée sont disposés sur un support (10) qui peut
être déplacé radialement vers l'intérieur et vers l'extérieur au moyen d'un dispositif
d'entraînement pneumatique,
en ce que le support est fixé entre deux plateaux tournants (13) montés rotatifs dans
les brides d'appui (f3, f4) de la tête de travail,
et en ce que, sur le support (10) est fixé un moteur d'entraînement (12) qui engrène
par son pignon (12a) dans une couronne dentée (14) fixée sur l'une des brides d'appui
(f3).
6. Manipulateur suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la buse d'aspiration
(8) est raccordée au côté d'aspiration de l'injecteur (15) par un espace vide du support
(10) et au moyen d'un conduit (8a) élastique, en passant par le moyeu de l'un des
plateaux tournants (15).