[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von mit geschlossenen Rippen
versehenen Körpern aus Bandblech, bei dem jede Rippen durch Falten eines Bandstückes
bestimmter Länge geformt wird.
[0002] Für die Herstellung von mit geschlossenen Rippen versehenen Körpern ist es bekannt,
diese auf einer speziell hierzu geeigneten Faltpresse herzustellen. Das hierzu verwendete
Blech wird gewöhnlich von Rollen abgewickelt, und schrittweise in die Faltpresse eingeführt.
In dieser wird eine der Form der herzustellenden Rippen entsprechende Partie in Einspannvorrichtungen
eingespannt, worauf ein sogenanntes Faltschwert senkrecht zum Band bewegt und dadurch
die dem Rippenkopf entsprechende Stelle ausgelenkt wird, während gleichzeitig die
Rippenbildung durch Zusammenschieben der Spannvorrichtungen erfolgt. Da diese Art
der Rippenbildung allgmein bekannt ist, wird auf weitere Details nicht eingegangen.
Hierfür siehe beispielsweise DE-A-14 52 768.
[0003] Für das Formen der Rippen sind erhebliche Kräfte erforderlich, da es im Hinblick
auf die Fertigungsgenauigkeit vorteilhaft ist, wenn die Rippe nach Aufheben der Presskraft
möglichst wenig zurückfedert.
[0004] Wenn auch mit dieser Art der Formung der Rippen ein sattes Anliegen der Rippenschenkel
erreicht wird, ist doch nicht zu vermeiden, dass am Rippenkopf, selbst bei Aufbringen
sehr grosser Presskräfte, eine Rippenöse entsteht. Die Bildung einer solchen Rippenöse
ist nicht erwünscht, da sie eine Stelle beginnender Korrosion darstellt.
[0005] Zwar ist es aus US-A-3 368 692 bekannt, bei einem Plastikband Einschnitte einzuschneiden,
damit das Band in Falten gelegt werden kann. Als Anwendung eines solchen Plastikbandes
werden mit Taschen versehene faltbare Mappen genannt. Die in dem Band angebrachten
Einschnitte bilden somit ein Bandgelenk, das beliebig oft gefaltet und geöffnet werden
kann. Hierbei stellt der Einschnitt eine verhältnismässig grosse Ausnehmung oder Nut
dar, so dass die gefalteten Bandschenkel im Bereich der Falte nicht anliegen und eine
Oese bilden. Gerade eine solche Oese ist bei aus einem Blechband hergestellten RipPenblechen
nachteilig.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art so auszugestalten, dass einerseits die zum Formen der geschlossenen Rippen erforderlichen
Vorrichtungen vereinfacht und die Presskräfte unter Bildung eines praktisch ösenfreien
Rippenkopfes vermindert werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass vor dem Formen der Rippen
an mindestens einer der an den Enden der Rippenschenkel vorgesehenen Biegestellen
zum Formen der Rippen eine in der Längsrichtung der Rippen verlaufende Kerbung der
Blechoberfläche durchgeführt wird und dass das gekerbte, beidseitig eingespannte Bandblech
anschliessend ausschliesslich durch eine quer zur Kerbung gerichtete Faltkraft zur
Falte geformt wird.
[0008] Die Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt und
nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bildung einer Rippe aus
einer Bandpartie nach einem bekannten Verfahren,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Vorrichtung nach Fig. 1 am Ende der Bildung
der geschlossenen Rippen,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung einer geschlossenen
Rippe nach dem erfindungsgemässen Verfahren zu Beginn des Formvorgangs und
Fig. 4 nach Beendigung des Formens der Rippen,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung nach Fig. 3 und 4 zur Herstellung
einer geschlossenen Rippe nach einer Variante des erfindungsgemässen Verfahrens zu
Beginn des Formens der Rippe und
Fig. 6 am Ende nach dem Formen der geschlossenen Rippe.
[0009] In Fig. 1 und 2 ist die Herstellung einer geschlossenen Rippe nach einem bekannten
Verfahren dargestellt. Die schematisch dargestellte Vorrichtung umfasst zwei Spannvorrichtungen
1, 2, in denen ein Bandstück 3 eines Stahlbandes eingespannt ist, wobei die dem Abstand
4 zwischen den Spannvorrichtungen 1, 2 entsprechende Bandpartie für die Bildung einer
geschlossenen Rippe 5 verwendet wird, siehe Fig. 2.
[0010] Zur Bildung der Rippe 5 wird von einem nicht dargestellten Faltschwert eine Kraft
A senkrecht zur Fläche des Bandstückes 3 ausgeübt. Gleichzeitig werden die Spannvorrichtungen
1, 2 gegeneinander bewegt, wobei entweder beide Spannvorrichtungen 1, 2 oder nur eine
der Spannvorrichtungen 1, 2 und das Faltschwert seitlich beweglich sind. Beim Zusammenfahren
der Spannvorrichtungen 1, 2 wird auf das Bandstück eine Faltkraft F ausgeübt. Für
die einwandfreie Herstellung der geschlossenen Rippe 5 ist es erforderlich, die Geschwindigkeit
v
1 der Spannvorrichtungen mit der Horizontalgeschwindigkeit des Faltschwertesaufeinander
abzustimmen, was einen entsprechenden Steuerungsaufwand bedingt. Am Schluss des Faltvorganges
muss eine verhältnismässig grosse Presskraft P, z.B. in der Grössenordnung von 500
N/mm
2 Blechquerschnitt bei Blechdicken s von 1 - 1,5 mm aufgebracht werden. Trotz dieser
Kraft ist die Bildung einer Rippenöse 6 am Rippenkopf 7 nicht zu vermeiden, deren
Breite a in jedem Fall grösser ist als die zweifache Blechdicke. Auch der sich am
Rippenfuss bildende Radius R ist grösser als der irrder Vorrichtung vorgesehene Radius
r.
[0011] In Fig. 3 und 4 werden für die Bildung der geschlossenen Rippe ähnliche Spannvorrichtungen
1, 2 wie in Fig. 1 und 2 verwendet, jedoch kann nun hier der Einsatz des quer zum
Bandstück bewegten Faltschwertes entfallen, wodurch auch die verhältnismässig aufwendige
Abstimmung der Geschwindigkeiten der Spannvorrichtungen 1, 2 und des Faltschwertes
nicht benötigt wird. Wesentlich ist hierbei, dass an der Stelle des sich bildenden
Rippenkopfes 7 (Fig. 4) eine Kerbe 8 auf der der Aussenseite des Rippenkopfes 7 entgegengesetzten
Seite des Bandstückes 3 angeordnet wird. Durch die Anordnung der Kerbe 8 ist die Richtung
der Auslenkung der Bandpartie festgelegt, weshalb auch kein Faltschwert eingesetzt
werden muss.
[0012] In Fig. 4 ist die am Schluss des Vorgangs geformte Rippe 5 ersichtlich. Diese weist
praktisch keine Rippenöse mehr auf, sondern die beiden Schenkel 9, 10 liegen bis zum
Rippenkopf 7 spielfrei aufeinander.
[0013] Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 und 2 beschriebenen Faltvorgang sind beim Faltvorgang
nach Fig. 3 und 4 kleinere Faltkräfte F
k erforderlich und ebenso kann die am Ende des Faltvorgangs aufzuwendende Presskraft
P
k erheblich, z.B. um etwa 40%, reduziert werden. Wegen des Fehlens einer Rippenöse
ist die Rippenbreite a
k über die gesamte Rippenhöhe gleich und ist etwa gleich der doppelten Bandstärke s.
[0014] Durch das Anbringen der Kerbe 8 wird zudem erreicht, dass der Radius R am Rippenfuss
ebenfalls etwa gleich ist wie der Radius r an den Spannvorrichtungen 1, 2.
[0015] Es ist noch zu bemerken, dass durch Ausbildung der Form und der Tiefe der Kerbe 8
das Auslenkverhalten der Bandpartie, die Faltkraft F
k und die Presskraft P
k in hohem Masse beeinflusst werden können.
[0016] In Fig. 5 und 6 ist eine weitere Möglichkeit zur Bildung einer Rippe dargestellt.
Der Unterschied gegenüber der Ausführungen nach Fig. 3 und 4 besteht darin, dass ausser
der Kerbe 8 im Bereich des Rippenkopfes 7 zwei weitere Kerben 11, 12 im Bereich des
Rippenfusses, jedoch auf der entgegengesetzten Seite der Kerbe 8 angeformt werden.
Auch in diesem Fall ist ein Faltschwert nicht mehr erforderlich. Durch die Anordnung
der Kerben 11, 12 wird die Faltkraft noch kleiner, als wenn nur die Kerbe 8 vorgesehen
wird. Die Presskraft P
k wird dagegen nicht wesentlich kleiner als in Fig. 3 und 4 und kann demnach ebenfalls
etwa 40% kleiner sein als bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2.
[0017] Durch die Anordnung der Kerben 11, 12 erreicht man, dass am Rippenfuss ein beinahe
scharfkantiger Uebergang entsteht, d.h. der Radius R ist wesentlich kleiner als der
an den Spannvorrichtungen 1, 2 vorgesehene Radius r. Das Auslenkverhalten, die Faltkraft
F
k und die Presskraft P
k können durch die Form und die Tiefe der Kerben 11, 12 in erheblichem Umfang beeinflusst
werden.
[0018] In den Figuren 3 bis 6 sind die Spannvorrichtungen 1, 2 so ausgebildet, dass die
Bandpartie 4 zwischen den Spannvorrichtungen 1, 2 und das Bandstück 3 in den Spannvorrichtungen
1, 2 im wesentlichen eine Gerade bilden. Werden die Spennflächen leicht geneigt, derart,
dass dadurch das Bandstück 3 eine flache dachförmige Form annimmt, wird die Auslenkseite
für die Bildung der Rippen 5 zusätzlich definiert.
[0019] Durch die beschriebene Herstellung der geschlossenen Rippen 5 nach Fig. 3 bis 6 wird
erreicht, dass durch die verhältnismässig einfache Massnahme des Anbringens von Kerben
8,11, 12 der Herstellvorgang vereinfacht, die aufzubringenden Kräfte verringert und
Rippenösen am Rippenkopf praktisch vermieden werden können. Daraus resultieren erhebliche
Vorteile bezüglich der Kosten für die einzusetzenden Maschinen und bezüglich der Qualität
der Rippen bezüglich ihres Korrosionsverhaltens und ihrer äusseren Form.
1. Verfahren zum Herstellen von mit geschlossenen Rippen (5) versehenen Körpern aus
Bandblech, bei dem jede Rippe (5) durch Falten eines Bandstückes (3) bestimmter Länge
geformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Formen der Rippen (5) an mindestens
einer der an den Enden der Rippenschenkel (9, 10) vorgesehenen Biegestellen zum Formen
der Rippen (5) eine in der Längsrichtung der Rippen verlaufende Kerbung (8, 11, 12)
der Blechoberfläche durchgeführt wird und dass das gekerbte, beidseitig eingespannte
Bandblech anschliessend ausschliesslich durch eine quer zur Kerbung (8, 11, 12) gerichtete
Faltkraft (Fk) zur Falte geformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerbung (8) an der
an dem Rippenkopf (7) vorgesehenen Biegestelle vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerbung (11,
12) an den an dem Rippenfuss vorgesehenen Biegestellen vorgenommen wird.
4. Verfahren näch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Formen der Rippen
(5) die Rippenschenkel (9, 10) dachförmig geneigt werden, z.B. beim Einspannen des
Bandstückes (3) in zum Durchführen des Faltvorganges verwendete Spannvorrichtungen
(1, 2).
1. Method for making bodies witn closed ribs (5) from sheet metal strips by forming
each rib (5) of a folded strip portion (3) of a predetermined length, charaterized
in that a notch (8, 11, 12) is made in the surface of the strip in the longitudinal
direction of the ribs at least at one end of the predetermined bends of the ribs before
they are made, and that the notched strip, wich is fastened at both ends, is folded
by a folding force (Fk) in a direction transversal to the notch (8, 11, 12).
2. Method according to claim 1, charaterized in that the notch (8) is placed at the
predetermined bend at the head (7) of the rib (5).
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the notch (11, 12) is placed
at the predetermined bend at the foot of the rib.
4. Method according to claim 1, characterized in that the rib legs (9, 11) are roof-shaped
inclined before the forming of the ribs (5), e.g. when the strip portion (3) is fixed
in the fastening devices (1, 2) used.
1 - Procédé de fabrication des corps en bande de tôle munis de cannelures fermées
(5) dans lequel chaque cannelure (5) est formée par pliage d'un morceau de bande (3)
de longueur déterminée, caractérisé en ce qu'avant le formage des cannelures (5) on
realise, au moins à l'un des emplacements de pliage prévus aux extrémités des branches
(9, 10) des cannelures, pour le formage des cannelures (5), une entaille (8, 11, 12)
ménagée dans la surface de la tôle dans le sens de la longueur des cannelures et en
ce que la bande de tôle entaillée, serrée des deux côtés est ensuite pliée exclusivement
par l'action d'une force de pliage (Fk) orientée transversalement par rapport à l'entaille (8, 11, 12).
2 - Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entaille (8) est realisée
à l'emplacement de pliage prévu au niveau de la tête (7) de la cannelure.
3 - Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'entaille (11, 12)
est realisée aux emplacements de pliage prévus au niveau du pied de la cannelure.
4 - Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant le formage des cannelures
(5), les branches (9, 10) de la cannelure sont inclinées en forme de versants de toit,
par exemple par serrage du morceau de bande (3) dans des dispositifs de serrage (1,
2) utilisés pour l'exécution de l'opération de pliage.