[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lagern, Transportieren und Umschlagen von
Produktionsgütern wie Werkzeugen, Werkstücken und andern Teilen, bei welchem der Teil
bzw. die Teile in einem Teilehalter gelagert wird bzw. werden, wobei zwei oder mehr
Teilehalter in einem Tragelement aufgenommen werden und eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Unter dem Begriff "ProduktionsgUter" können im weitesten Sinn Materialteile verstanden
werden, bei denen das vorstehend genannte Verfahren und die Vorrichtung Anwendung
finden kann.
[0003] Es sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen zum Lagern, Transportieren und Umschlagen
von Produktionsgütern bekannt. Ganz allgemein gilt die Feststellung, dass solche Verfahren
und Vorrichtungen an ganz bestimmte Anlagen und Produktionssysteme angepasst und deshalb
nicht universell verwendbar sind.
[0004] Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, solche Verfahren und Vorrichtungen zu
entwickeln, die in unterschiedliche Anlagen integrierbar sind.
[0005] Es ist eine Vorrichtung zum Lagern, Transportieren und Umschlagen von Produktionsgütern
bekannt (US-PS 3 819 058), bei dem rahmenartige Tragelemente verwendet werden, auf
denen die Teile mittels Teilehaltern formschlüssig gelagert sind. Die Abstände und
die Anordnung der Teile kann hierbei variiert werden. Wohl können hierbei mehrere
Teilehalter zu Transporteinheiten zusammengefasst werden, die mit verschiedenen Fördertechniken,
wie z.B. Flurfördermitteln, Rollenbahnen o.dgl. manipulierbar und für das manuelle
Umschlagen gut zugänglich sind, doch kann damit ein automatischer Betrieb, z.B. in
Verbindung mit Robotern und Einlege- und Entnahmevorrichtungen, nicht gewährleistet
werden.
[0006] Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrundeliegt, ein Verfahren der eingangs
beschriebenen Art so weiterzuentwickeln, dass es an allen Anlagen und Produktionsstätten
einsetzbar ist, unabhängig davon, wie die Anlage oder Produktionsstätte ausgelegt
ist oder ob ein vollautomatisierter oder manueller Betrieb bzw. Materialfluss angewandt
wird. Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Teilehalter
in dem Tragelement als auch zwei oder mehr Tragelemente in einem Grundtragelement
in bestimmter Lage positioniert werden. Dadurch wird erreicht, dass unabhängig von
der Art und Form der Teile ihre vorbestimmte Positionierung immer gewährleistet werden
kann.
[0007] Die Erfindung umfasst auch eine Vorrichtung, mit welcher das erfind
ungsgemässe Verfahren optimal ausgeführt werden kann. Diese Aufgabe wird durch eine
Vorrichtung gelöst, bei welcher ein aus Komponenten zusammengesetztes Ladehilfsmittel
vorgesehen ist, wobei als Komponenten ein als Grundtragelement ausgebildeter Grundrahmen,
ein als Tragelement ausgebildeter Zwischenrahmen und eine als Teilehalter ausgebildete
Teileaufnahme wahlweise durch eine Rasterung in positionierter Lage zusammenfügbar
sind. Dadurch, dass alle Komponententeile diese Rasterung aufweisen, können diese
in flexibler Weise, sei es als Einzelkomponenten oder teilweise oder ganz zusammengefügt,
der jeweiligen Anlage oder Einrichtung optimal angepasst werden.
[0008] Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und nachfolgend
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisch dargestelltes Ladehilfsmittel zum Lagern, Transportieren und
Umschlagen von Materialteilen, deren Komponenten in räumlicher und auseinandergezogener
Darstellung gezeigt sind, wobei
Fig. 2 eine Teileaufnahme C für Werkzeuge mit einer Rasterung in Y-Richtung,
Fig. 3 eine Teileaufnahme C für Werkstücke mit einer Rasterung in Y-Richtung,
Fig. 4 eine Teileaufnahme C für Kleinteile mit einer Rasterung in Y-Richtung,
Fig. 5 einen Zwischenrahmen B zur Aufnahme von Teileaufnahmen nach Fig. 2 - 4, mit
einer äusseren Rasterung in X-Richtung und einer inneren Rasterung in Y-Richtung und
Fig. 6 einen Grundrahmen A mit einer Innenrasterung in X-Richtung zeigen,
Fig. 7 eine schematisch dargestellte Draufsicht des Ladehilfsmittels nach Fig. 1 mit
zusammegefügten Komponenten,
Fig. 8 eine Seitenansicht eines weiteren Ladehilfsmittels in stapelbarer Anordnung,
Fig. 9 eine Draufsicht einer Teileaufnahme ähnlich Fig. 2 und
Fig. 10 einen Vertikalschnitt der Teileaufnahme nach Fig. 9.
[0009] Die Erfindung geht von der Ueberlegung aus, dass die Anpassung eines Lager-, Transport-
und Umschlag-Systems mit ihren Vorrichtungen an beliebige Anlagen, Produktionsstätten
und andern Einrichtungen vor allem dann in optimaler Weise gewährleistet werden kann,
wenn über eine aus mehreren Komponenten zusammengesetzte Vorrichtung verfügt werden
kann, deren Einsatz den Anforderungen eines automatischen oder teilweise automatischen
Betriebes flexibel und mit geringem Aufwand angepasst werden kann, jedoch selbst auch
für einen manuellen Betrieb in ähnlich vorteilhafter Weise anwendbar ist.
[0010] In Fig. 1 ist ein Ladehilfsmittel mit seinen Komponenten dargestellt, mit dem die
vorstehenden Ueberlegungen verwirklicht werden können. Das Ladehilfsmittel kann aus
drei Komponenten A, B, C zusammengesetzt werden, wobei die Komponente A als Grundtragelement
in Form eines Grundrahmens 1 ausgebildet ist. Der Grundrahmen 1 weist im wesentlichen
Rechteckform auf und ist aus Wänden 2 zusammengefügt. An mindestens zwei Wänden ist
eine schematisch dargestellte Rasterung 3 angedeutet, deren Ausbildung und Funktion
später im Detail beschrieben wird. Die Rasterung ist an zwei gegenüberliegenden Wänden
2 vorgesehen und wird als Rasterung in X-Richtung bezeichnet.
[0011] Die Komponente B ist als Zwischenrahmen 4 ausgebildet, der ein Tragelement für die
Komponente C bildet. Der Zwischenrahmen 4 weist ebenfalls Rechteckform auf und ist
aus Wänden 5 zusammengefügt. An zwei gegenüberliegenden Wänden weist der Zwischenrahmen
4 eine äussere Rasterung 6 in X-Richtung auf, während die beiden andern gegenüberliegenden
Wände 5 eine innere Rasterung 6 in Y-Richtung aufweisen.
[0012] Die Komponente C stellt eine Teileaufnahme dar, von der drei verschiedene Ausführungsformen
8, 9, 10 dargestellt sind. Mit 8 ist eine Teileaufnahme bezeichnet, die vor allem
für die Aufnahme von Werkzeugen mit zylindrischen und konischen Schaftpartien geeignet
ist. Mit 9 ist eine Teileaufnahme zur Aufnahme von Werkstücken beliebiger Form bezeichnet,
die zweckmässig an das jeweils aufzunehmende Werkstück angepasst wird. Sollen Werkstücke
beliebiger Form, insbesondere Kleinteile, in eine Teileaufnahme aufgenommen werden,
kann die mit 10 bezeichnete Teileaufnahme eingesetzt werden, siehe Fig. 4, die im
wesentlichen als Wanne ausgebildet ist.
[0013] Auch die Komponenten C sind mit einer Rasterung, hier einer äusseren Rasterung 11
vorgesehen. Weisen die Teileaufnahmen 8, 9, 10 quadratische Form auf, können sie in
vier verschiedenen Lagen in den Zwischenrahmen 4 eingesetzt werden; die äussere Rasterung
11 ist dann sowohl in X- als auch in Y-Richtung anzuordnen. Weist dagegen die Teileaufnahme
8, 9, 10 Rechteckform auf, ist die äussere Rasterung 11 in Y-Richtung anzuordnen.
[0014] Aus Fig. 1 ist weiter ersichtlich, dass die Komponenten zu Teileeinheiten bzw. Einheiten
zusammengefügt werden können. Auf diese Weise entsteht durch Verbindung der Komponenten
A und B die Teileeinheit AB und durch Verbindung der Komponenten B und C die Teileeinheit
BC, während durch die Verbindung der Komponente A, B und C die Einheit ABC entsteht.
[0015] Aus der Darstellung ist bereits ersichtlich, dass die Abmessungen der Komponente
B Teilmasse der Komponente A und die Abmessungen der Komponente C Teilmasse der Komponente
B aufweisen.
[0016] In Fig. 2 - 4 sind die Teileaufnahmen 8, 9, 10 in quadrascher Ausführung dargestellt.
Die Teileaufnahme 8 weist im wesentlichen eine Platte 12 auf, mit der in der Mitte
eine zylindrische oder konische Hülse 13 verbunden ist. Die Hülse 13 kann auch mit
einem Boden oder mit einem Auflageband ausgeführt sein, damit das aufzunehmende Werkzeug
axial abgestützt werden kann. An den Rändern der Platte 12 ist die äussere Rasterung
sowohl in X- als auch in Y-Richtung angeordnet, die aus Nocken 14 besteht. Durch die
Anordnung der Nocken 14 in den beiden Richtungen kann die Platte 12 und damit das
darin gelagerte Werkzeug in um 90° versetzte Lagen angeordnet werden.
[0017] Die Teileaufnahme 9 weist im wesentlichen eine Vertiefung 15 auf, deren Wände dem
jeweiligen Werkstück angepasst werden. Die Rasterung ist in derselben Weise in Form
von Nocken 14 an den Rändern einer Aufnahmeplatte 16 angeordnet.
[0018] Die Teileaufnahme 10, siehe Fig. 4, ist ein Behälter 17 mit einem Randflansch 18,
an dem die Rasternocken 14 angeordnet sind.
[0019] Der in Fig. 5 dargestellte Zwischenrahmen 4 ist mit der äusseren Rasterung in X-Richtung
6 in Form von Nocken 20 versehen, während die innere Rasterung 7 in Y-Richtung mit
Abstand angeordnete Ausnehmungen 21 aufweist. In die Ausnehmungen 21 können die Nocken
14 der Teileaufnahmen 8, 9 10 eingesetzt und dadurch in einer bestimmten Lage entsprechend
positioniert werden; dadurch wird auch der in der Teileaufnahme gelagerte Teil positioniert.
[0020] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Grundrahmen 1 ist in zwei gegenüberliegenden Wänden
2 die innere Rasterung 3 in X-Richtung durch eine Anzahl in gleichem Abstand angeordneter
Ausnehmungen 22 gebildet. In die Ausnehmungen 22 können die in X-Richtung verlaufgenden
Nocken 20 des Zwischenrahmens eingerastet werden. Dadurch werden die Zwischenrahmen
4 positioniert und ebenso die darin eingesetzten Teileaufnahmen 8, 9, 10 mit ihren
Teilen. Der Grundrahmen 1 weist an den Innenseiten der Wände 2 einen Bund 23 auf,
an dem die eingesetzten Zwischenrahmen 4 sich abstützen können. Der Bund 23 kann auch
anders, z.B. als Boden, ausgebildet sein.
[0021] Fig. 7 zeigt das Zusammenfügen einer Teileaufnahme 8 für Werkzeuge in einen Zwischenrahmen
4, der seinerseits im Grundrahmen 1 eingesetzt ist. Daraus ist ersichtlich, dass die
Teileaufnahme 8 mit Hilfe der Rasterungen 3, 6, 7, 11 in beliebiger, jedoch positionierter
Lage innerhalb des Grundrahmens 1 angeordnet werden kann.
[0022] Im weiteren zeigt Fig. 8, dass die Grundrahmen 1 stapelbar sind, unabhängig davon,
wie die Grundrahmen 1 konstruktiv ausgebildet werden. Das Stapeln ist auch dann möglich,
wenn im Grundrahmen 1 ein oder mehr Zwischenrahmen 4 zusammen mit Teileaufnahmen 8,
9, 10 eingesetzt sind. Der Grundrahmen 1 nach Fig. 8 ist aus Blech dargestellt, wobei
an den Wänden 2 bodenseitig der Bund 23 mit einem angeformten Bord 24 versehen ist.
Auch am obern Rand ist die Wand 2 gebördelt und bildet eine dazu parallel verlaufende
Partie 25, in der die Ausnehmungen in Form von Schlitzen 22 eingearbeitet sind.
[0023] Der Zwischenrahmen 4 nach Fig. 8 weist zwei Längsträger 26 auf, die an ihren Enden
durch stirnseitige Wände (nicht sichtbar) mit abgewinkelten Stegen 27 begrenzt sind.
Das fusseitige Ende der Stege 27 kann zwischen dem Bord 24 und der Wand 22 eingesetzt
werden, und zudem der Zwischenrahmen 4 mit den Nocken 20 positioniert werden. Die
Stege 27 und damit der Zwischenrahmen werden durch die Borde 24 in horizontaler und
durch die Tiefe der Schlitze 22 in vertikaler Richtung positioniert.
[0024] Die in den Zwischenrahmen 4 eingesetzten Teileaufnahmen 8 - es können in gleicher
Weise auch Teileaufnahmen 9, 10 eingesetzt werden - werden mit ihren Nocken 14 in
die Ausnehmungen 21 eingesetzt, die ebenfalls als Schlitze in den Längsträgern 26
ausgebildet sein können.
[0025] Die Nocken 14, 20 und Ausnehmungen 21, 22 der Komponenten A, B, C bilden eine formschlüssige
Verbindung, die ein gegenseitiges Verschieben der Komponenten verunmöglicht, Es kann
dazu noch ein Kraftschluss der Komponenten A, B, C vorgesehen werden, z.B. mit einer
Schnappfeder, die sich bei Aufbringung einer bestimmten Kraft löst. Der Kraftschluss
kann auch eine von Hand oder mit einem Werkzeug lösbare Klemmbacke sein.
[0026] In Fig. 9 und 10 ist eine Teileaufnahme 8 ähnlich derjenigen in Fig. 2 im Datail
dargestellt. Die Platte 12 bildet mit der konischen Hülse ein einziges Stück, z.B.
aus Kunststoff. Die Plattte 12 weist einen erhöhten kreisförmigen Rand 12' auf, in
welchem eine Oeffnung 39 vorgesehen ist. Eine weitere Oeffnung 39 ist durch einen
Positioniernocken 38 ausgefüllt, der zur Positionierung des Werkzeuges in der konischen
Hülse 13 dient. Das Werkzeug kann somit in zwei um 90° verschiedene Stellungen mit
Hilfe des Nockens 38 positioniert werden.
[0027] Die Teileaufnahme weist, siehe Fig., 10, unterhalb der Platte 12 auf zwei gegenüberliegenden
Seiten eine Einrastvertiefung 31, 32 auf, mit Hilfe welcher die Teileaufnahme 8 kraftschlüssig
in den Längsträgern 26 des Zwischenrahmens 4 abstützbar ist. Damit die Teileaufnahme
8 aus dem Zwischenrahmen 4 entfernt werden kann, ist die eine Einrastvertiefung 31
in einem Schnappelement 30 vorgesehen, das als separater Teil in eine Ausnehmung der
Platte 12 eingesetzt ist. Das Schnappelement 30 ist, siehe Fig. 10, ein Hohlprofil,
das, wie bereits erwähnt, die Einrastvertiefung 31 und dazu einen hakenförmigen Halterand
33 und einen Einrastteil 35 aufweist. Der Halterand 33 und der zwischen der Hülse
13 und einem Auflagesteg 36 formschlüssig gehaltene Einrastteil 35 gewährleisten einerseits
eine zuverlässige Verbindung des Schnappelementes 30 mit der Teileaufnahme 8 und andererseits
die Möglichkeit, das Schnappelement 30 ersetzen zu können. Ein besonderer Vorteil
des Schnappelementes 30 besteht in einer Zunge 37, die zum Entfernen der Teileaufnahme
8 aus dem Zwischenrahmen 4 niedergedrückt werden kann, aber durch ihre Form eine vollständige
Abdeckung des Hohlprofils bildet, in dem sie mit ihrem freien Ende unter einen Rand
40 ragt. Durch diese Form der Zunge 37 wird vermieden, dass Fremdkörper, z.B. Späne
o.dgl., in das Hohlprofil fallen und das Schnappelement 30 blockieren.
[0028] An der Innenwand der Hülse 13 sind Ausnehmungen 41 vorgesehen, in die Stege eingelegt
werden, die etwas vorstehen und allein ein in die Hülse eingeführtes Werkzeug abstützen.
Die dabei entstehenden schmalen Auflageflächen für das Werkzeug werden erreicht, dass
eine Trennung desselben von der Teileaufnahme 8 leicht erreicht wird. Werden die Stege
federnd ausgebildet, entsteht beim Einsetzen des Werkzeuges in die Hülse 13 eine Rückstosskraft,
die die Trennung des Werkzeuges von der Hülse 13 zusätzlich begünstigt. Die in Fig.
9 und 10 nicht beschriebenen Bezugszeichen stimmen mit denjenigen von Fig. 1 und 2
überein.
[0029] Das beschriebene Verfahren und die Vorrichtung zum Lagern, Transportieren und Umschlagen
von Teilen, stellt ein flexibles Arbeitsmittel dar, den Materialfluss zwischen verschiedenen
Stationen sowohl für Kleinteile als auch für Werkstücke optimal zu ermöglichen. Es
ist an keine spezielle Fördertechnik gebunden, bietet aber durch die Positionierung
seiner Komponenten mittels einer Rasterung die Möglichkeit, eine automatische Be-
und Entladung durch Handhabungsgeräte zu realisieren. Hierbei werden Werkstücke und
Werkzeuge durch Handhabungsgeräte direkt gefasst, während Kleinteile zweckmässig in
stationsnahe Behälter oder Zuführeinrichtungen, z.B. Schwingförderer, entleert werden.
Auch kann der Zwischenrahmen 4 eine selbständige Einheit zur Durchfünrung von Materialflussfunktionen
bilden. Da viele Materialflussaufgaben durch genormte Paletten gelöst werden, ist
es zweckmässig, den Grundrahmen 1 in ähnlichen Dimensionen, d.h. mit 600 - 800 mm
Seitenlänge, auszubilden. Die Palette bildet hierbei eine Art Zusatzrahmen, der den
Transport des Grundrahmens 1 mittels Stapler ermöglicht. Fehlt die Palette, muss bei
Staplertransport der Grundrahmen 1 mit einem entsprechenden Zusatzrahmen 28, siehe
Fig. 1, versehen werden. Der Grundrahmen 1 kann seinerseits zusätzliche Positioniermittel,
z.B. Positionieröffnungen 29 o.dgl. in den Seitenwänden oder im Rand 23, z.B. zur
Aufnahme von Positionierstiften, aufweisen. Die Oeffnungen im Rand 23 können auch
für die formschlüssige Verbindung beim Stapeln der Grundrahmen 1 verwendet werden.
Mit den Komponenten A, B, C ist problemlos auch eine vertikale Positionierbarkeit
erreichbar, siehe z.B. die Positionieröffnungen 29; die Nocken 14 und die Ausnehmungen
21, 22, d.h. die Rasterungen 3, 6, 7, 11 können so ausgebildet sein, dass sie bestimmte
Höhenlagen der Komponenten A, B, C definieren und damit auch in dieser Hinsicht die
automatische Handhabung ermöglichen.
[0030] Die Komponenten A, B, C können aus verschiedenen Materialien gefertigt sein. Neben
geformtem Blech aus Stahl oder Leichtmetall kann auch Kunststoff, z.B. für die Herstellung
der Komponenten C, Leichtmetall oder Holz angewandt werden.
1. Verfahren zum Lagern, Transportieren und Umschlagen von Produktionsgütern wie Werkzeugen,
Werkstücken und andern Teilen, bei dem der Teil bzw. die Teile in einem Teilehalter
gelagert wird bzw. werden, wobei zwei oder mehr Teilehalter in einem Tragelement aufgenommen
werden, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Teilehalter in dem Tragelement als
auch zwei oder mehr Tragelemente in einem Grundtragelement in bestimmter Lage positioniert
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Teilehalter
auf dem Tragelement als auch die Tragelemente auf dem Grundtragelement in einer Rasterung
wahlweise positioniert werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass ein aus Komponenten (A, B, C) zusammengesetztes Ladehilfsmittel vorgesehen ist,
wobei als Komponenten ein als Grundtragelement (A) ausgebildeter Grundrahmen (1),
ein als Tragelement (B) ausgebildeter Zwischenrahmen (4) und eine als Teilehalter
(C) ausgebildete Teileaufnahme (8, 9, 10) durch eine Rasterung (3, 6, 7, 11) in positionierter
Lage wahlweise zusammenfügbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Teileaufnehme
(8, 9, 10) im wesentlichen Teilmasse des Zwischenrahmens (4) und die Abmessungen des
Zwischenrahmens im wesentlichen Teilmasse des Grundrahmens (1) sind.
5. Vorrichtung.nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterung (3, 6,
7, 11) durch Rücksprünge (21, 22) und durch in diese ragende Vorsprünge (14) gebildet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Grundrahmen (1) ein
Zusatzrahmen (28) zuteilbar ist, mit dem der Grundrahmen mit Abstand über Boden positionierbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen (1) mit
darin eingesetzten Zwischenrahmen (4) und Teileaufnahmen (8, 9, 10) oder ohne dieselben
stapelbar ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (A, B,
C) sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung positionierbar sind, letzteres
durch Positioniermittel (29) in den Seitenwänden der Komponenten, z.B. mit äusseren
Positioniermitteln.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wahlweise der Teil bzw.
die Teile mit der Teileaufnahme (8, 9, 10), die Teileaufnahme mit dem Zwischenrahmen
(4) und der Zwischenrahmen mit dem Grundrahmen (1) form- und/oder kraftschlüssig verbunden
sind.
10. Teileaufnahme (8) für eine Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass sie gegenüberliegende Einrasteinbuchtungen (31, 32) aufweist, die für die Erreichung
des Kraftschlusses z.B. in ein Tragelement (4) einzurasten bestimmt sind, wobei die
Einrastein- buchtung (31) auf der einen Seite Teil eines federnd ausgebildeten, ein
Hohlprofil aufweisenden Schnappelementes (30) ist.
11. Teileaufnahme nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schnappelement
(30) als separater Teil formschlüssig in die Teileaufnahme (8) einsetzbar ist und
eine Auslösezunge (37) aufweist, die gleichzeitig die obere Abdeckung des Hohlprofils
bildet.