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EP 0 058 235 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.03.1986 Patentblatt 1986/13 |
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Anmeldetag: 22.10.1981 |
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Elektromagnetisches Schaltgerät
Electromagnetic switching device
Appareil de commutation électromagnétique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT FR GB IT SE |
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Priorität: |
12.02.1981 DE 3105117
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.1982 Patentblatt 1982/34 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schröther, Gerhard, Dipl.-Ing.
D-8450 Amberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Schaltgerät mit Haupt- und
voreilenden Kontakten, die mit Dämpfungsvorwiderständen bei kapazitiver Belastung
zusammengeschaltet sind.
[0002] Bei einem bekannten elektromagnetischen Schaltgerät der obengenannten Art (DE-PS
902 400) ist eine besondere Schaltgerätekonstruktion und gesonderte Halterungsmittel
für den Vorwiderstand vorgesehen, was darüber hinaus einen relativ hohen Raumbedarf
erfordert. Zum Stand der Technik wird in jener Druckschrift ausgeführt, daß zwar schon
Schaltgeräte mit voreilenden Kontakten, die vor den Hauptkontakten ein- und nach diesen
ausschalten, bekannt sind, bei dem speziellen dort beschriebenen Schaltgerät wird
jedoch sowohl bei der Bewegung des Magnetankers im Sinne des Schließens der Kontakte
als auch bei seiner Bewegung im Sinne des Öffnens der Kontakte stets zunächst der
Vorkontakt und danach erst der Hauptkontakt betätigt.
[0003] Bei Schützen für Drehstromkondensatoren ist es weiterhin bereits bekannt, Schnellentladewiderstände
entweder auf eine das Hilfsschütz enthaltende Platte aufzuschrauben oder mit den Klemmen
des Hilfsschützes direkt zu verbinden. Die Schnellentladewiderstände sind hier parallel
zur Befestigungsebene des Schützes geführt, so daß auch hier ein relativ hoher Raumbedarf
für die Gesamtkombination erforderlich ist, ohne daß hiermit die gewünschte Schaltung
der Dämpfungsvorwiderstände beim Einschalten mittels voreilender Kontakte erreicht
werden kann.
[0004] Es ist an sich bei Schützen bekannt, Kontakte in verschiedenen Etagen übereinanderliegend
anzuordnen (DE-U-7 418 345).
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaltgerät der obengenannten Art derart
aufzubauen, daß sich bei Verwendung der Dämpfungsvorwiderstände eine kompakte Einheit
unter Verwendung von im wesentlichen serienmäßig aufgebauten elektrischen Schaltgeräten
ergibt. Dies wird durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruches erreicht.
Hierdurch ergibt sich eine kompakte Einheit und zusätzlich wird die Berührungssicherheit,
ohne eine Abdeckung vornehmen zu müssen, erhöht, weil die Widerstände aus isoliertem
Draht gewickelt sind und zwischen den Teilungsrippen benachbarter Kontakpaare liegen.
Hierdurch ergibt sich zusätzlich eine erhöhte Bruchsicherheit. Darüber hinaus ist
der J
2t-Wert bei gleichem Widerstandswert und gleichen Abmessungen für den Widerstand höher.
[0006] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung beschrieben.
Figur 1 zeigt den Aufbau des erfindungsgemäßen Schaltgerätes,
Figur 2 zeigt die prinzipielle Zusammenschaltung des Schaltgerätes mit den Kondensatoren,
Figur 3 zeigt die Schaltung eines elektromagnetischen Schaltgerätes mit erfindungsgemäßen
Aufbau in drei Polbahnen und zwei Vorwiderständen, wobei zusätzlich zur Erhöhung der
Stromtragfähigkeit zwei Strombahnen parallel geschaltet sind und ein Hilfskontaktpaar
als Schließer und Öffner vorhanden ist.
[0007] Das in Fig. 1 dargestellte Schaltgerät besitzt ein Gehäuse 1, in dem die Hauptkontakte
2 und die voreilenden Kontakte 3 in zwei Etagen 4 und 5 übereinander angeordnet sind.
Das Schaltgerät besitzt drei Polbahnen mit Hauptkontakten 2 und voreilenden Kontakten
3. Die letzte Bahn 6 ist besetzt mit einem normalen Öffner in der Etage 4 und einem
Schließer in der Etage 5. Die einzelnen Kontakte bestehen aus den Festkontaktteilen
7 und den in einem Kontaktbrückenhalter 8 mit den in der bekannten Weise gehaltenen
Kontaktbrücken 9. Der Kontaktbrückenhalter 8 wird von einem nicht näher dargestellten
Magnetantrieb betätigt. Die Festkontaktteile 7 sind mit Anschlußklemmen 10 ausgestattet,
die durch Kunststoffabdeckungen 11 gegen Berührung abgedeckt sind. An der Zuleitungsseite
der Hauptkontakte 2 und der voreilenden Kontakte 3 sind elektrische Brücken 12 vorhanden,
die z. B. in Form von im Bereich der Klemmen abisolierten Drahtstücken in die Klemmen
eingeführt werden. Zusätzlich werden hier die Zuleitungen 13 des Netzes mit in eine
der Klemmen entweder am Hauptkontakt 2 oder am voreilenden Kontakt 3 eingeklemmt.
Auf der Abgangsseite der Haupt- bzw. voreilenden Kontakte 2 bzw. 3 sind Widerstände
14 mit ihren Enden in die Klemmen jeweils eines Haupt- und eines voreilenden Kontaktes
eingeklemmt. Die Widerstände 14 sind im vorliegenden Fall als Drahtwickel ausgebildet
und isoliert ausgeführt und liegen zwischen jeweils zwei Teilungsrippen 15 des Gehäuses
1 geschützt gegen äußere Einflüsse. Da das Schaltgerät nach oben hin verjüngt ist,
ist praktisch kein zusätzlicher Raumbedarf für die Unterbringung der Widerstände notwendig.
[0008] Die Einfügung von Widerständen, Brücken und Kontakten in die Gesamtschaltung ist
aus Fig. 2 ersichtlich. Jeweils eine Zuleitung 13 ist mit der Brücke 12 und damit
mit einem Hauptkontakt 2 und einem voreilenden Kontakt 3 in Verbindung gebracht. Die
anderen Seiten des Hauptkontaktes 2 bzw. des voreilenden Kontaktes 3 sind über den
Widerstand gebrückt und mit der Ableitung 16 zu den in Dreieck geschalteten Kondensatoren
17 elektrisch leitend verbunden. Die so aufgebaute Schaltung schaltet zunächst die
Kondensatoren 17 über die Vorwiderstände 14 ans Netz und zwar über den voreilenden
Kontakt 3, und nach Schließen des Kontaktes 2 werden die Vorwiderstände 14 und die
voreilenden Kontakte 3 überbrückt. Beim Ausschalten der Kondensatoren 17 wird in umgekehrter
Reihenfolge verfahren, so daß auch hier eine Ausschaltdämpfung vorhanden ist; denn
die voreilenden Kontakte 3 öffnen erst, nachdem die Hauptkontakte 2 bereits geöffnet
haben.
[0009] Die aus Fig. 3 ersichtliche Schaltung benutzt lediglich zwei Widerstände 14. Hier
sind im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig. 2 jeweils zwei Hauptkontakte 2, die
den Widerständen 14 zugeordnet sind, parallel geschaltet. Die dritte Phase wird über
einen parallel geschalteten, voreilenden Kontakt 3 und einen normalen Schließer an
die Netzzuleitung 13 gelegt. Das hier verwandte Schütz hat somit - als Zweietagenschütz
- fünf Polbahnen. Die fünfte Polbahn mit dem Schließer und dem Öffner dient für Überwachungs-
und Steuerzwecke. Das Parallelschalten der Strombahnen dient zur Erhöhung der Stromtragfähigkeit.
Elektromagnetisches Schaltgerät mit Haupt- (2) und voreilenden Kontakten (3), die
mit Dämpfungsvorwiderständen (14) bei kapazitiver Belastung zusammengeschaltet sind,
wobei die voreilenden Kontakte (3) vor den Hauptkontakten (2) ein- und nach diesen
ausschalten, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltgerät mehrpolig ist und in diesem
die als Brückenkontakte ausgebildeten Hauptkontakte (2) einerseits und die voreilenden
Kontakte (3) andererseits jeweils für sich in eine von zwei übereinanderliegenden
Etagen (4, 5) angeordnet sind und mindestens zwei jeweils aus einem Hauptkontakt (2)
und einem Hilfskontakt (3) bestehende Kontaktpaare in sich auf der Zuleitungsseite
(13) über beide Etagen (4, 5) direkt gebrückt sind und auf der Ableitungsseite (16) über aus isoliertem Draht gewickelte
Widerstände (4) gebrückt sind, die zwischen Teilungsrippen (15) benachbarter Kontaktpaare
liegen.
An electromagnetic switching device comprising main contacts (2) and leading contacts
(3) which are connected to attenuating series resistances (14) in the case of capacitive
load, where the leading contacts (3) switch on before the main contacts (2) and switch
off after said main contacts, characterised in that the switching device is multipolar
and the main contacts (2) which are formed as bridging contacts, on the one hand,
and the leading contacts (3), on the other hand, are in each case arranged themselves
in one of two superimposed levels (4, 5) in the switching device and at least two
contact pairs which in each case consist of a main contact (2) and an auxiliary contact
(3) are directly bridged in themselves across the two levels (4, 5) on the inlet side
(13), and on the outlet side (16), are bridged by resistors (4) wound from insulated
wire, which lie between separating ribs (15) of adjacent contact pairs.
Appareil de commutation électromagnétique possédant des contacts principaux (2) et
des contacts avancés (3), auxquels sont connectées des résistances d'amortissement
(14) en cas de charge capacitive, les contacts avancés (3) se fermant avant les contacts
principaux (2) et s'ouvrant après ceux-ci, caractérisé en ce que l'appareil de commutation
est multipolaire, les contacts principaux (2) d'une part, réalisés sous forme de contacts
à ponts, et les contacts avancés (3) d'autre part sont disposés chacun séparément
dans l'un des deux étages (4, 5) superposés, les contacts d'au moins deux paires de
contacts, formées chacune d'un contact principal (2) et d'un contact auxiliaire (3),
sont reliés l'un à l'autre par un pont entre les deux étages (4, 5), directement du
côté de l'alimentation et à travers des résistances (14) bobinées de fil isolé, disposées
entre des nervures de séparation (15) de paires de contacts voisines, du côté de la
sortie (16).