(19)
(11) EP 0 099 413 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.03.1986  Patentblatt  1986/13

(21) Anmeldenummer: 82106454.0

(22) Anmeldetag:  17.07.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B21F 1/02, B21D 3/00

(54)

Verfahren zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial und Einrichtung hierzu

Method of straightening elongated round material and apparatus therefor

Procédé et appareil pour redresser des matériaux allongés de section circulaire


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.02.1984  Patentblatt  1984/05

(71) Anmelder: Schumag Aktiengesellschaft
D-5100 Aachen (DE)

(72) Erfinder:
  • Mostert, Johann
    B-4700 Eupen (BE)

(74) Vertreter: Liermann, Manfred 
Patentanwalt Manfred Liermann Schillingsstrasse 335
D-52355 Düren
D-52355 Düren (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ein Verfahren zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial durch Vorwärtsbewegen in Längsrichtung und gleichzeitiges Drehen um die Längsachse und dabei kurzzeitiges Ablenken von der Einlauf geraden in einem Richtdüsen enthaltenden Richtbogen unter Überschreitung der Fließgrenze.

    [0002] Weiterhin betrifft die Erfindung gemäß Oberbegriff von Anspruch 3 eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial mit mindestens einer Antriebseinrichtung, um das Rundmaterial axial und rotatorisch zu bewegen und mindestens einem Richtbogen, jeweils mindestens bestehend aus einer Umlenkrichtdüse, einer Auslaufrichtdüse und einer Einrichtung zum Einführen des Rundmaterials in die Umlenkrichtdüse, sowie mindestens einer Übernahmeelemente aufweisenden Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials hinter einer Auslaufrichtdüse.

    [0003] Verfahren zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial der eingangs beschriebenen Art sind beispielsweise bekannt geworden durch die DE-A-29 37 635 oder durch die DE-A-30 20 536.

    [0004] Aus den genannten Schriften sind ebenfalls Einrichtungen der eingangs beschriebenen Art zur Durchführung solcher Verfahren bekannt geworden.

    [0005] Die Technologie des Richtens von langgestrecktem Rundmaterial ist seit langem bekannt. Letzte Verbesserungen des Richtergebnisses wurden mit den in den eingangs genannten Schriften gelehrten Maßnahmen erreicht. Trotz der an sich gut bekannten Technologie des Richtens ist es jedoch bisher nicht gelungen, Anfang und Ende einer zu richtenden Rundmaterialstange befriedigend zu richten. Die bekannten Richtverfahren und Richteinrichtungen erzeugen an beiden Enden der zu richtenden Stange Bereiche unbefriedigender Geradheit, so daß der Verwender der gerichteten Stangen häufig gezwungen ist, die unbefriedigend gerichteten Enden der Stange abzuschneiden. Abgesehen von dem hierzu notwendigen zusätzlichen Arbeitsgang entsteht hierdurch auch ein relativ großer Materialverlust.

    [0006] In der DE-A-16 27 612 ist ein Richtverfahren des Standes der Technik in den Figuren 1 bis 3 in fortschreitender Folge dargestellt. Die genannten Figuren zeigen schematisch die üblichen drei Richtdüsen eines Richtbogens. Hierbei zeigt Figur 1 die Einlaufsituation des zu richtenden Rundmaterials. Das in Einlaufrichtung durch die Richtdüse 2 einlaufende Rundmaterial 1 wird von der Umlenkrichtdüse 4 in der Darstellung nach oben abgelenkt und stößt mit seinem vorderen Ende an den Einführungstrichter der Austrittsdüse 3 an. Figur 2 zeigt, daß die Auslaufdüse 3 das zu richtende Rundmaterial 1 an seinem Anfang übernommen und in entgegengesetzter Richtung wieder abgebogen hat zur Weiterleitung und Übernahme durch weitere Maschinenelemente. Diese weiteren Maschinenelemente sind im Stand der Technik entweder weitere Richtbögen oder eine am Ende angeordnete Antriebseinrichtung. Diese übernimmt das zu richtende Gut dann wieder so, daß der übernommene Bereich wieder in Einlaufrichtung fließt, wie deutlich der Figur 3 entnommen werden kann. Genau diese Vorgehensweise aber erzeugt die vorbeschriebenen Nachteile.

    [0007] Es ist weiter mit der US-A-2 318 019 eine Einrichtung zum Abwickeln und Geradebiegen von auf Spulenkörpern aufgewickeltem Draht bekannt geworden, bei der der Draht zunächst mit der angenäherten Spulenkrümmung in eine Biegeeinrichtung eingefädelt und anschließend mit genügend großer Krümmung umgekehrter Richtung, jedoch in gleicher Ebene, wieder herausgeführt wird. Dies ist jedoch lediglich eine Grobausrichtung, die nur in einer Ebene erfolgt und zudem unerwünschte Spannungen im Werkstoff hinterläßt. Ein sauberes Richten von langgestrecktem Rundmaterial in allen möglichen Ebenen der auftretenden Ungeradheiten ist nicht möglich.

    [0008] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Richtverfahren vorzuschlagen, mit welchem ein besseres Richtergebnis an den Enden der zu richtenden Rundmaterialstangen erzielt wird.

    [0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß die im Richtbogen durch Ablenkung erzwungene Abweichung von der Einlaufgeraden ungefähr als Auslaufrichtung aus dem Richtbogen beibehalten wird. Uberraschenderweise hat diese Maßnahme in der praktischen Erprobung dazu geführt, daß an den Enden der zu richtenden Rundmaterialstangen nur noch sehr geringe Richtfehler auftreten und diese sich nur über einen wesentlich kürzeren Bereich erstrecken. Der immer noch vorhandene Richtfehler ist hierbei so gering, daß er vielfach in der Weiterverarbeitung dieser Stangen, beispielsweise durch spitzenloses Schleifen, nicht mehr hinderlich ist, sondern durch die Schleifoperation eliminiert wird. In solchen Fällen entsteht sogar überhaupt kein Abfallstück mehr an den zu richtenden Rundmaterialstangen.

    [0010] Nach einer Ausgestaltung des Verfahrens wird vorgeschlagen, daß die Auslaufrichtung eines vorangehenden Richtbogens ungefähr Einlaufrichtung für einen nachfolgenden Richtbogen ist. Bekanntermaßen können durch die Verwendung mehrerer unterschiedlicher Richtbögen Geradheitsfehler unterschiedlicher Wellenlänge erfaßt und gerichtet werden. Hierbei ist es zweckmäßig, einen nachfolgenden Richtbogen so anzuordnen, daß er das auslaufende Rundmaterial in der Auslaufrichtung ohne Zwang übernehmen kann. Hierbei kann es vorteilhaft sein, als nachfolgenden Richtbogen einen Richtbogen mit enger zusammenstehenden Richtdüsen anzuordnen, damit im fortlaufenden Richtprozeß immer kürzere Welligkeiten erfaßt werden. Sind dabei die aufeinander folgenden Richtbögen jeweils nach der Lehre der Erfindung angeordnet, so kann hierdurch der Endfehler immer weiter verringert werden.

    [0011] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung vorzuschlagen, mit welcher das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann.

    [0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Einrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß jede Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials hinter einer Auslaufrichtdüse mindestens mit ihren Übernahmeelementen so ausgerichtet oder so ausrichtbar ist, daß das aus der Auslaufrichtdüse austretende Rundmaterial unter der im Richtbogen erzwungenen Abweichung gegenüber der Einlaufgeraden ohne nennenswerte Richtungsänderungen übernommen wird. Bei einer solchen Ausrichtung der Übernahmeelemente ist es problemlos möglich, die im Richtbogen erzwungene Ablenkung von der Einlaufgeraden als Auslaufrichtung aus dem Richtbogen beizubehalten.

    [0013] Nach einer Ausgestaltung der Einrichtung wird vorgeschlagen, daß mindestens eine Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials von einem weiteren, Richtdüsen umfassenden Richtbogen gebildet wird. Hierdurch gelingt es, bei einer Folge von Richtbögen die Mittel für die Bildung des Richtbogens sowie die Mittel für die Bildung der Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials miteinander zu kombinieren, wodurch der Gesamtbauaufwand verringert werden kann.

    [0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Einrichtung wird vorgeschlagen, daß in einer Folge von mehreren Richtbögen jeweils eine Einlaufrichtdüse des nachfolgenden Richtbogens das Übernahmeelement bildet. Hierdurch gelingt es, ein besonderes Übernahmeelement vor den jeweiligen Richtbögen einzusparen.

    [0015] Eine weitere Ausgestaltung der Einrichtung sieht vor, daß mindestens die dem ersten Richtbogen folgende Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials auf einem lageveränderlichen Untersatz angeordnet ist. Hierdurch wird es möglich, die Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials unterschiedlichen Auslaufrichtungen problemlos anzupassen.

    [0016] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Einrichtung ist noch vorgesehen, daß die Auslaufrichtdüse des ersten Richtbogens auf dem gleichen lageveränderlichen Untersatz angeordnet ist. Auf diese Art und Weise wird erreicht, daß sich die Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials automatisch einer Veränderung der Auslaufrichtung anpaßt.

    [0017] Eine weitere Ausgestaltung der Einrichtung sieht vor, daß auch die Umlenkrichtdüse des ersten Richtbogens auf dem gleichen lageveränderlichen Untersatz angeordnet ist. Auf diese Art und Weise sind die wichtigsten Elemente zur Erzeugung des Richtbogens und zur Übernahme des auslaufenden Rundmaterials in einer gemeinsamen Maschinenbaugruppe zusammengefaßt.

    [0018] Wiederum nach einer Ausgestaltung der Einrichtung ist vorgeschlagen, daß der Untersatz um eine Achse senkrecht zu der Fläche, in der das im Richtbogen gekrümmte Rundmaterial liegt, schwenkbar ist. Auf diese Art und Weise gelingt es, die Einrichtung durch Veränderung der Krümmung des Richtbogens unterschiedlichen Anforderungen anzupassen. Gleichzeitig bleiben hierbei alle für die Erfindung wesentlichen Bauelemente in der relativen Lage zueinander, die erforderlich ist, um das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen.

    [0019] Nach einer anderen Ausgestaltung der Einrichtung wiederum ist vorgesehen, daß eine ausgerichtete oder ausrichtbare Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials mindestens der letzten Auslaufrichtdüse aller Richtbögen nachfolgend angeordnet ist. Hierdurch wird es möglich, beispielsweise einen Richtvorgang herkömmlicher Art in mehreren, in üblicher Weise hintereinander geschalteten oder überlagerten Richtbögen durchzuführen, dem sich dann durch die entsprechende Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials in entsprechender Ausrichtung das Verfahren nach der Erfindung anschließt. Hierdurch wird es möglich, bereits bestehende Richtmaschinen baulich so zu ergänzen, daß auch mit diesen Maschinen das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann.

    [0020] Wiederum nach einer anderen Ausgestaltung der Einrichtung ist vorgesehen, daß die Umlenkrichtdüse mindestens des ersten Richtbogens um ihre Hochachse unabhängig vom Untersatz schwenkbar ist. Hierdurch wird es möglich, Feinregulierungen des Richtbogens durch unabhängiges Schwenken der Umlenkrichtdüse und damit durch Verlagerung des Berührungspunktes zwischen Richtdüse und Werkstoff zu erreichen. In engen Bereichen kann außerdem hierdurch die Auslaufrichtung des Rundmaterials beeinflußt werden.

    [0021] Nach einer anderen Ausgestaltung der Einrichtung wiederum ist vorgesehen, daß die Auslaufrichtdüse mindestens des ersten Richtbogens um ihre Hochachse unabhängig vom Unteratz schwenkbar ist. Auch dies gilt der Feinabstimmung des Richtbogens und der Beeinflussung der Auslaufrichtung des Rundmaterials.

    [0022] Eine weitere Ausgestaltung der Einrichtung sieht vor, daß die Einrichtung zum Einführen des Rundmaterials mindestens des ersten Richtbogens auf einem unbeweglichen Untersatz angeordnet ist. Hierdurch wird der Bauaufwand der beweglichen Teile minimiert und eine klare Trennung der Funktionsgruppen erreicht.

    [0023] Nach einer anderen Ausgestaltung der Einrichtung ist noch vorgesehen, daß die Einlaufrichtdüse mindestens des ersten Richtbogens auf einem unbeweglichen Untersatz angeordnet ist. Hierdurch wird eine weitere Bauvereinfachung erreicht, die dennoch alle Vorteile der Erfindung aufweist.

    [0024] Schließlich ist noch nach einer weiteren Ausgestaltung der Einrichtung vorgesehen, daß die Umlenkrichtdüse des ersten Richtbogens ebenfalls auf dem unbeweglichen Untersatz angeordnet ist. Diese Kombination bietet die Möglichkeit, auf einfache Weise bereits bestehende Richtmaschinen kostengünstig so nachzurüsten, daß das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist.

    [0025] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel zeigen, näher erläutert werden.

    [0026] Es zeigen :

    Figur 1 Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung in Draufsicht mit horizontalem Schnitt durch die Richtdüsen

    Figur 2 Darstellung nach Figur 1, jedoch mit Einlaufrichtbogen für kurzwellige Geradheitsabweichungen



    [0027] Auf einem unbeweglichen Untersatz 13 ist in bei gattungsgemäßen Richtmaschinen üblicher und bekannter Weise ein antriebbares Reibradpaar 16 angeordnet, welches für die axiale und rotatorische Bewegung des zu richtenden Rundmaterials 20 sorgt. Das Rundmaterial 20 wird hierbei in Richtung des Pfeiles 21 vorwärts bewegt. Pfeil 21 gibt somit die Transportrichtung des Rundmaterials 20 an.

    [0028] Wenn das Rundmaterial 20 in Transportrichtung das Reibradpaar 16 verläßt, wird es von einer Richtdüse 18 (Figur 1) übernommen und in die Einlaufrichtdüse 15 eingefädelt. Die Einlaufrichtdüse 15 ist fest auf dem unbeweglichen Untersatz 13 angeordnet. In der beschriebenen Anordnung erfüllt die Richtdüse 18 die Aufgabe, das Rundmaterial 20 zuverlässig in die Einlaufrichtdüse 15 des Richtbogens 1 einzuführen. Es ist hierbei durchaus möglich, die Richtdüse 18 als Auslaufrichtdüse eines Richtbogens 19 (Figur 2) anzuordnen. In diesem Richtbogen 19 sind dann die einzelnen Richtdüsen möglichst eng nebeneinander angeordnet und weisen nur einen relativ geringen radialen Versatz relativ zueinander auf. Der Richtbogen 19, welcher auf dem unbeweglichen Untersatz 13 angeordnet sein kann, dient nur dem Richten von kleinen, kurzwelligen Ungeradheiten. Hierbei kann die relative Anordnung des Richtbogens 19 zum Reibradpaar 16 in herkömmlicher Art sein, sodaß die Auslaufrichtung gleich oder mindestens parallel zur Einlaufrichtung ist. Es ist aber auch möglich, die dem Richtbogen 19 nachfolgenden Bauelemente oder Richtbögen so anzuordnen, daß die Auslaufrichtung aus der Richtdüse 18 des Richtbogens 19 beibehalten wird und von der nächsten Richtdüse, beispielsweise der Einlaufrichtdüse 15 des Richtbogens 1 zwanglos übernommen wird. Im Ausführungsbeispiel ist die relative Anordnung von Richtbogen 19 und Reibradpaar 16 der Einfachheit halber in herkömmlicher Weise vorgesehen, sodaß das aus der Richtdüse 18 des Richtbogens 19 austretende Rundmaterial 20 von der Einlaufrichtdüse 15 zunächst zurückgebogen wird in die Einlaufrichtung des Pfeiles 21.

    [0029] Wie jedoch das Ausführungsbeispiel nach Figur 1 zeigt, kann ein Vorrichten des Rundmaterials 20 im Richtbogen 19 im Prinzip völlig entfallen.

    [0030] Die auf dem unbeweglichen Untersatz 13 angeordnete Baugruppe 14 bzw. 14a bildet in ihrer Gesamtheit die Einrichtung zum Einführen des Rundmaterials 20 in die Einlaufrichtdüse 15 des Richtbogens 1. Im Ausführungsbeispiel ist hierbei die Einlaufrichtdüse 15 fest auf dem unbeweglichen Untersatz 13 angeordnet. Der Richtbogen 1 ist der Hauptrichtbogen, in welchem das Rundmaterial 20 mit der gewünschten Toleranz gerichtet wird. Hierzu wird das Rundmaterial 20 aus der Einlaufrichtdüse 15 in Richtung des Pfeiles 21 weiter bewegt und von der Umlenkrichtdüse 10, welche im Ausführungsbeispiel auf dem lageveränderlichen Untersatz 9 angeordnet ist, übernommen und weiter in die Auslaufrichtdüse 6 geführt. Die Auslaufrichtdüse 6 ist ebenfalls auf dem lageveränderlichen Untersatz 9 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist die Anordnung der Umlenkrichtdüse 10 und der Auslaufrichtdüse 6 auf dem lageveränderlichen Untersatz derart, daß das zu richtende Rundmaterial 20 etwa tangential zum engsten Querschnitt der genannten Richtdüsen an diesen zur Anlage kommt, so wie in den Figuren 1 und 2 erkennbar. Diese Art der Berührung zwischen dem zu richtenden Rundmaterial 20 und den genannten Richtdüsen ist zwar besonders vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig. Um den beschriebenen Vorteil zu erreichen, muß die Umlenkrichtdüse 10 um ihre Hochachse unabhängig vom lageveränderlichen Untersatz 9 drehbar auf diesem angeordnet sein.

    [0031] Da im Ausführungsbeispiel der lageveränderliche Untersatz 9, wie mit Pfeil 22 angegedeutet, schwenkbar ist, genügt es, wenn die Auslaufrichtdüse 6 auf dem lageveränderlichen Untersatz 9 starr angeordnet ist. Durch die Schwenkbarkeit des lageveränderlichen Untersatzes 9 behält die Auslaufrichtdüse 6 immer die gewünschte Lage bei.

    [0032] Wenn das zu richtende Rundmaterial 20 die Auslaufrichtdüse 6 verläßt, hat es eine Ablenkung 3 von der Einlaufgeraden 2 (Fig. 2) erfahren und ist nunmehr zum gerichteten Rundmaterial 7 geworden. Damit die unangenehmen und eingangs beschriebenen Endenfehler nicht entstehen, muß nun dafür gesorgt werden, daß das aus der Auslaufrichtdüse 6 austretende und nunmehr gerichtete Rundmaterial 7 in Auslaufrichtung 4 weiterfließen kann und nicht etwa durch nachfolgende Richtdüsen wieder zurück gebogen wird in die oder parallel zur Einlaufrichtung nach dem Pfeil 21. Im Ausführungsbeispiel wird hierzu das gerichtete Rundmaterial 7 von der Einlaufrichtdüse 8 eines weiteren, auf dem lageveränderlichen Untersatz 9 angeordneten Richtbogens 5 zwanglos übernommen, hinter dem Richtbogen 5 ist wiederum ein antreibbares Reibradpaar 17 in bekannter Weise zum Weitertransport des gerichteten Rundmaterials 7 vorgesehen. Das gerichtete Rundmaterial 7 kann jedoch auch ohne Zwischenschaltung eines weiteren Richtbogens 5 sofort hinter der Auslaufrichtdüse 6 von dem Reibradpaar 17 übernommen werden.

    [0033] Die Nachschaltung eines weiteren Richtbogens 5 hat jedoch den Vorteil, daß hier noch einmal kleine, kurzwellige Ungeradheiten nachgerichtet werden können. Hierbei kann die Anordnung so sein, daß das Reibradpaar 17 leicht geschwenkt ist, sodaß es das aus dem Richtbogen 5 auslaufende Rundmaterial 7 ohne neue Richtungsänderung übernimmt. Dies wäre dann eine Anordnung nach der hier vorliegenden Erfindung. Da die im Richtbogen 5 noch zu richtenden Beträge in aller Regel kleiner sind als die geforderte Geradheitstoleranz der gesamten, zu richtenden Rundmaterialstange, ist eine solche Anordnung nicht unbedingt erforderlich. Es ist durchaus möglich, das Reibradpaar 17 so anzuordnen, daß das aus dem Richtbogen auslaufende Rundmaterial wieder in dieselbe Richtung zurückgeholt wird wie das in die Einlaufrichtdüse 8 des Richtbogens 5 einlaufende Rundmaterial 7. Die sich hierdurch ergebende Endenabbiegung ist ihrer Größe nach so klein, daß sie hingenommen werden kann. Dies liegt daran, daß die Hauptrichtarbeit im Richtbogen 1 vorgenommen wurde und der Richtbogen 5 so gestaltet ist, daß nur sehr kleine, kurzwellige Geradheitsabweichungen gerichtet werden. In einer Anordnung nach den dargestellten Ausführungsbeispielen ist daher der Richtbogen 5 in Kombination mit dem Reibradpaar 17 in seiner Gesamtheit als Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials hinter dem Richtbogen 1 anzusehen.

    [0034] Es soll besonders darauf hingewiesen werden, daß die schwenkbare Anordnung des lageveränderlichen Untersatzes 9 nicht die einzig mögliche Gestaltung einer Richtmaschine zur Ausführung des erfindungsgemäßen Richtverfahrens ist. Es ist beispielsweise durchaus denkbar, die gesamte Einrichtung 14 bzw. 14a und den Richtbogen 1 gemeinsam auf einem festen Maschinengestell anzuordnen. Hierbei können dann die Richtdüsen 6, 10 und 15 des Richtbogens 1 in herkömmlicher Weise schwenkbar und radial versetzbar und ggf. noch zusätzlich um die Hochachse drehbar sein. Es ist dann lediglich erforderlich, die dem Richtbogen 1 nachfolgenden Einrichtungen so auszurichten, daß sie das aus dem Richtbogen 1 austretende Rundmaterial ohne Zwang übernehmen können. Hierbei können diese Übernahmeeinrichtungen entweder für einen ganz bestimmten und bekannten Einsatzfall in der notwendigen Übernahmeposition fixiert sein oder aber sie können auf ihrem oder mit ihrem Untersatz schwenkbar oder radial verschiebbar oder beides sein zur Anpassung an die notwendige Auslaufrichtung. Hierbei ist es unerheblich, ob die Einrichtungen, die dem Richtbogen 1 folgen, weitere Richtbögen zum Richten von kleineren Ungeradheiten sind oder ob es sich um andere Einrichtungen handelt.

    [0035] Es ist jedoch auch denkbar, mehrere Richtbögen hintereinander in der erfindungsgemäßen Anordnung vorzusehen, sodaß eine Art Sinusverlauf sämtlicher Richtdüsen aller hintereinander geschalteten Richtbögen entsteht. Wichtig ist lediglich, daß nach Austritt aus einem vorangehenden Richtbogen der Eintritt in den nachfolgenden Richtbogen zwanglos, d. h. unter Beibehaltung der Austrittsrichtung erfolgt. Auch ist denkbar, solcherart hintereinander geschaltete Richtbögen zu einem übergeordneten Richtbogen zusammen zu fassen, mit dem dann besonders langwellige Ungeradheiten gerichtet werden können.

    [0036] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglichen erstmals deutliche Verbesserungen des Richtergebnisses an den jeweiligen Enden der zu richtenden Stangen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial (20) durch Vorbewegen in Längsrichtung (21) und gleichzeitiges Drehen um die Längsachse und dabei kurzzeitiges Ablenken von der Einlaufgeraden (2) in einem Richtdüsen enthaltenden Richtbogen (1) unter Überschreitung der Fließgrenze, dadurch gekennzeichnet, daß die im Richtbogen durch Ablenkung erzwungene Abweichung von der Einlaufgeraden (2) ungefähr als Auslaufrichtung (4) aus dem Richtbogen (1) beibehalten wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaufrichtung eines vorangehenden Richtbogens (1) ungefähr Einlaufrichtung für einen nachfolgenden Richtbogen (5) ist.
     
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 zum Richten von langgestrecktem Rundmaterial (20) mit mindestens einer Antriebsvorrichtung (17, 16), um das Rundmaterial (20) axial und rotatorisch zu bewegen und mindestens einem Richtbogen (1), jeweils mindestens bestehend aus einer Umlenkrichtdüse (10), einer Auslaufrichtdüse (6) und einer Einrichtung (14, 14a) zum Einführen des Rundmaterials in die Umlenkrichtdüse, sowie mindestens einer Übernahmeelemente aufweisenden Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials hinter einer Auslaufrichtdüse (6) dadurch gekennzeichnet, daß jede Einrichtung (5, 17) zum Übernehmen des Rundmaterials (20) hinter einer Auslaufrichtdüse (6) mindestens mit ihren Übernahmeelementen (8, 17) so ausgerichtet oder so ausrichtbar ist, daß das aus der Ausiaufrichtdüse (6) austretende Ründmaterial (7) unter der im Richtbogen (1) erzwungenen Abweichung gegenüber der Einlaufgeraden (2) ohne nennenswerte Richtungsänderung übernommen wird.
     
    4. Einrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials von einem weiteren, Richtdüsen umfassenden Richtbogen (5) gebildet wird.
     
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4 dadurch gekennzeichnet, daß in einer Folge von mehreren Richtbögen (15) jeweils eine Einlaufrichtdüse (8) des nachfolgenden Richtbogens (5) das Übernahmeelement bildet.
     
    6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die dem ersten Richtbogen (1) folgende Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials (7) auf einem lageveränderlichen Untersatz (9) angeordnet ist.
     
    7. Einrichtung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaufrichtdüse (6) des ersten Richtbogens (1) auf dem gleichen lageveränderlichen Untersatz (9) angeordnet ist.
     
    8. Einrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß auch die Umlenkrichtdüse (10) des ersten Richtbogens (1) auf dem gleichen lageveränderlichen .Untersatz (9) angeordnet ist.
     
    9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß der Untersatz um eine Achse (11) senkrecht zu der Fläche, in der das im Richtbogen (1) gekrümmte Rundmaterial (7) liegt, schwenkbar ist.
     
    10. Einrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß eine ausgerichtete oder ausrichtbare Einrichtung zum Übernehmen des Rundmaterials (7) mindestens der letzten Auslaufrichtdüse aller Richtbogen nachfolgend angeordnet ist.
     
    11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrichtdüse (10) mindestens des ersten Richtbogens (1) unabhängig vom Untersatz (9) schwenkbar ist.
     
    12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaufrichtdüse (6) mindestens des ersten Richtbogens (1) um ihre Hochachse unabhängig vom Untersatz (9) schwenkbar ist.
     
    13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Einführen des Rundmaterials (7) mindestens des ersten Richtbogens (1) auf einem unbeweglichen Untersatz (13) angeordnet ist.
     
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufrichtdüse (15) mindestens des ersten Richtbogens (1) auf einem unbeweglichen Untersatz (13) angeordnet ist.
     
    15. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7 und 9 bis 14 dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrichtdüse (10) des ersten Richtbogens (1) ebenfalls auf dem unbeweglichen Untersatz (13) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Method for straightening drawn round stock (20) by moving the said stock forward in lengthwise direction (21) and simultaneously rotating the stock about the longitudinal axis and thereby briefly deflecting the stock from a straight line (2) in a straightening arc (1) containing straightening dies whereby the yield point of the stock is exceeded, characterized in that the deflection from the straight line (2) enforced in the straightening arc is approximately kept as the exit path (4) out of the straightening arc (1).
     
    2. Method according to claim 1 characterized in that the exit path of a preceding straightening arc (1) is approximately the entry path for a following straightening arc (5).
     
    3. Apparatus for carrying out the method according to claims 1 and 2 for straightening drawn round stock (20) with at least one drive means (17, 16) for advancing the stock (20) axially and rotating and at least one straightening arc (1) each consisting of at least a deflecting die (10), an exit die (6) and a device (14, 14a) for introducing the stock into the deflecting die as well as a device having at least one receiving element for receiving the round stock behind an exit die (6) characterized in that each device (5, 17) for receiving the round stock (20) behind the exit die (6) is oriented or can be oriented behind an exit die at least by its receiving elements (8, 17) so that the round stock (7) leaving the exit die (6) with the deflection from the straight line enforced by the straightening arc (1) is received without a mentionable change of direction.
     
    4. Apparatus according to claim 3 characterized in that at least a device for receiving the round stock is formed by a further straightening arc (5) containing straightening dies.
     
    5. Apparatus according to claims 3 and 4 characterized in that in a series of more straightening arcs (15) an entry die (8) forms the receiving element of the following straightening arc (5) respectively.
     
    6. Apparatus according to claims 3 to 5 characterized in that at least the device for receiving the round stock (7) behind the first straightening arc (1) is mounted on a movable frame (9).
     
    7. Apparatus according to claim 6 characterized in that the exit die (6) of the first straightening arc (1) is mounted on the same movable frame (9).
     
    8. Apparatus according to claim 7 characterized in that also the deflecting die (10) of the first straightening arc (1) is mounted on the same movable frame (9).
     
    9. Apparatus according to claims 6 to 8 characterized in that the frame is pivotable about an axis (11) perpendicular to the plane in which the curved round stock (7) lies in the straightening arc (1).
     
    10. Apparatus according to claim 3 characterized in that an adjusted or adjustable device for receiving the round stock (7) is arranged at least behind the last exit die of all straightening arcs.
     
    11. Apparatus according to claims 3 to 10 characterized in that the deflecting die (10) of at least the first straightening arc (1) is pivotable independently of the frame (9).
     
    12. Apparatus according to claims 3 to 10 characterized in that the exit die (6) of at least the first straightening arc (1) is pivotable about its axis independently of the frame (9).
     
    13. Apparatus according to claims 3 to 10 characterized in that the device for introducing the round stock (7) of at least the first straightening arc (1) is mounted on an immovable frame (13).
     
    14. Apparatus according to claims 3 to 7 characterized in that the entry die (15) of at least the first straightening arc (1) is mounted on an immovable frame (13).
     
    15. Apparatus according to claims 3 to 7 and 9 to 14 characterized in that the deflecting die (10) of the first straightening arc (1) is also mounted on an immovable frame (13).
     


    Revendications

    1. Procédé pour dresser des matériaux allongés de section circulaire (20) par un mouvement d'avance dans le sens longitudinal (21) et une rotation simultanée autour de l'axe longitudinal, et en outre une déflexion de courte durée au-delà de la limite d'élasticité, par rapport à la droite d'entrée (2) dans un arc de dressage (1) comprenant des filières de dressage caractérisé en ce que la déviation par rapport à la droite d'entrée (2) imposée par la déflexion dans l'arc de dressage est à peu près conservée comme direction de sortie (4) de l'arc de dressage (1).
     
    2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que la direction de sortie d'un arc de dressage donné (1) constitue à peu près la direction d'entrée pour un arc de dressage suivant (5).
     
    3. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendications 1 et 2 destiné au dressage de matériaux allongés de section circulaire (20) et comportant au moins un dispositif d'entraînement (17, 16) afin de déplacer le matériau de section circulaire (20) axialement et en rotation et au moins un arc de dressage (1) se composant respectivement au moins d'une filière déflectrice (10), d'une filière de sortie (6), et d'un dispositif (14, 14a) destiné à introduire le matériau de section circulaire dans la filière déflectrice, ainsi qu'au moins un dispositif comportant des éléments de saisie pour récupérer le matériau de section circulaire en aval d'une filière de sortie (6), caractérisé en ce que chaque dispositif (5, 17) destiné à récupérer le matériau de section circulaire en aval d'une filière de sortie (6), au moins en ce qui concerne ses éléments de saisie (8,17), est orienté ou orientable de manière telle que le matériau de section circulaire (7) sortant de la filière de sortie (6) soit récupéré avec la déviation provoquée dans l'arc de dressage (1) par rapport à la droite d'entrée (2) sans qu'il y ait de changement de direction notable.
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif destiné à récupérer le matériau de section circulaire est constitué par un arc de dressage supplémentaire (5) comportant des filières de dressage.
     
    5. Dispositif selon les revendications 3 et 4 caractérisé en ce que dans une suite de plusieurs arcs de dressage (15), une filière d'entrée (8) de l'arc de dressage suivant (5) constitue à chaque fois l'élément de saisie.
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'au moins le dispositif destiné à récupérer le matériau de section circulaire (7) faisant suite au premier arc de dressage (1) est disposé sur un socle à position variable (9).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la filière de sortie (6) du premier arc de dressage (1) est disposée sur le même socle à position variable (9).
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que même la filière déflectrice (10) du premier arc de dressage (1) est également disposée sur le même socle à postion variable (9).
     
    9. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le socle peut pivoter autour d'un axe (11) qui est perpendiculaire à la surface dans laquelle se trouve le matériau de section circulaire (7) cambré dans l'arc de dressage (1).
     
    10. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un dispositif orienté ou orientable pour récupérer le matériau de section circulaire (7) est placé en aval`d'au moins la dernière filière de sortie de tous les arcs de dressage.
     
    11. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que la filière déflectrice (10) du premier arc de dressage (1) au moins, peut pivoter indépendamment du socle (9).
     
    12. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que la filière de sortie (6) du premier arc de dressage (1) au moins peut pivoter autour de son axe vertical, indépendamment du socle (9).
     
    13. Dispositif selon l'une quelconque des - revendications 3 à 10, caractérisé en ce que le dispositif d'introduction du matériau de section circulaire (7) du premier arc (1) au moins est monté sur un socle fixe (13).
     
    14. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7 caractérisé en ce que la filière d'entrée (15) du premier arc de dressage (1) au moins est montée sur un socle fixe (13).
     
    15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 7 et 9 à 14, caractérisé en ce que la filière déflectrice (10) du premier arc de dressage (1) est également montée sur le socle fixe (13).
     




    Zeichnung