(19)
(11) EP 0 109 065 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.04.1986  Patentblatt  1986/17

(21) Anmeldenummer: 83111267.7

(22) Anmeldetag:  11.11.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01C 13/00, A63C 19/00

(54)

Betonformstein zur Begrenzung eines mit einem Kunstrasen versehenen Spielfeldes

Concrete block for securing the edges of a synthetic turf material

Bloc en béton pour assurer la fixation des bords d'une pelouse artificielle


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT LI

(30) Priorität: 11.11.1982 DE 3241691

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.05.1984  Patentblatt  1984/21

(71) Anmelder: Broermann, Rita
D-4783 Anröchte (DE)

(72) Erfinder:
  • Broermann, Karl
    D-4783 Anröchte (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Loesenbeck Dipl.-Ing. Stracke Jöllenbecker Strasse 164 Postfach 10 18 82
33518 Bielefeld
33518 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Betonformstein zur Begrenzung eines mit einem Kunstrasen versehenen Spielfeldes, mit einem sich über die gesamte Steinlänge erstreckenden Schlitz zur Festlegung eines Randstreifens des Kunstrasens durch in den Schlitz eingeführte Verankerungselemente, wobei der Schlitz mit einem Wasserablauf verbunden ist.

    [0002] Es ist ein Betonformstein dieser Art bekannt (DE-A 2656300), bei dem der Randstreifen des Kunstrasens auf einer oberen horizontalen Randfläche aufliegt, die gegenüber der jenseits des durchgehenden Schlitzes liegenden oberen horizontalen Fläche des Betonformsteins nach unten versetzt angeordnet ist. Dieser Randstreifen wird an dem Betonformstein durch ein mehrteiliges Randprofil festgelegt, das sich an den Randstreifen abstützt, in den Schlitz eingreifende Zapfen und in Abstand voneinander angeordnete Lagerklötze aufweist, die einen Durchlass für das Regenwasser zur Ablaufrinne begrenzen. Eine sichere Halterung des Randstreifens des Kunstrasens bei einer zum Spielfeld gerichteten Zugbelastung ist bei dieser Ausführung nicht gegeben. Es kommt hinzu, dass dasden Randstreifen abdekkende Randprofil in seinem Aufbau relativ kompliziert ist.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Betonformstein zur Begrenzung eines Kunstrasenspieifeldes so zu gestalten, dass der Randstreifen des Kunstrasens mit geringem konstruktiven Aufwand festgespannt, das Oberflächenwasser zwischen den Spannelementen abgeführt werden kann und ein Nachspannen des Kunstrasens möglich ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass der Schlitz keilförmig ausgebildet ist, an einer Seite eine unterschnittene Fläche aufweist und dass als Verankerungselemente in dem Schlitz zum Festspannen des Randstreifens gegen die unterschnittene Seite des Schlitzes in Abstand voneinander Keile mit jeweils einer der Unterschneidung zugeordneten Stufe angeordnet sind.

    [0005] Die Keile bilden stirnseitige Begrenzungsflächen für im Bereich des keilförmigen Schlitzes vorgesehene Entwässerungskanäle, die, da der Abstand der Keile wesentlich grössersein kann als die Länge der einzelnen Keile, einen relativ grossen Querschnitt aufweisen können. Durch diese Entwässerungskanäle kann im Randbereich des Spielfeldes somit eine intensive Entwässerung vorgenommen werden. Durch die Anordnung einer unterschnittenen Fläche in dem Wandbereich des keilförmigen Schlitzes, an der der Randstreifen des Kunstrasens angelegt und dann mittels der Keile festgespannt wird, und durch die Ausrüstung der Keile mit einer Stufe, die der Unterschneidung zugeordnet ist, wird für die Festlegung des Randstreifens des Kunstrasens nicht nur ein dem Keilanzug entsprechender Kraftschluss, sondern auch ein Formschluss erzeugt. Dieser gewährleistet, dass auch bei einer Zugbeanspruchung der Kunstrasenbahn zum Spielfeld hin ein Lösen der Verspannung nicht auftreten kann und die Keile ihre Höhenlage im Schlitz beibehalten.

    [0006] Die Unterschneidung in einer Wand des Schlitzes bildet für den anliegenden Randstreifen des Kunstrasens zu der oberen Begrenzungskante des Schlitzes eine zweite Spannkante. Um diese zweite Spannkante wird der Randstreifen auch zwischen zwei benachbarten Keilen gezogen, so dass die Gefahr einer Faltenbildung in der Kunstrasenbahn gering ist.

    [0007] Sofern ein Nachspannen eines verlegten Kunstrasens erforderlich sein sollte, da im Kunstrasen durch unterschiedliche Temperaturen Beulen aufgetreten sind, können die mit Hammerschlägen in den keilförmigen Schlitz des Betonformsteins eingetriebenen Keile mit einem Spezialwerkzeug in einfacher Weise gelöst werden. Durch dieses Spezialwerkzeug werden die Keile ausgehebelt.

    [0008] Das Ableiten des Oberflächenwassers erfolgt durch die zwischen den Keilen vorgesehenen Entwässerungskanäle in darunter verlaufende Rinnenkanäle oder über Abflussrohre in die unterirdischen Dränage.

    [0009] Im folgenden wird der Gegenstand der Erfindung anhand der Zeichnungen I bis III in Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

    [0010] Die Zeichnung I stellt einen Betonformstein dar, der z.B. aus einem Kunststoffbeton hergestellt ist. Die Fig. 1 zeigt diesen Betonformstein im Querschnitt. im Bereich eines Wasserablaufrohres 5. In der Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach der Linie C- D in der Fig. 1 dargestellt, die einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 bitdet.

    [0011] Der Betonformstein ist konstruktiv so gestattet, dass er wie ein normaler Kantenstein versetzt werden kann. Die seitlichen Ausnehmungen 9 und der verbreiterte Fuss 10 dienen zugleich als Gewichts-und Materialeinsparung und zur guten Verankerung im Beton.

    [0012] In der Fig. 1 ist die neben der Rasenfläche liegende Oberkante des Betonformsteins etwas tiefer ausgebildet, so dass z.B. ein angrenzender Kunststoffbelag 12 (eine Laufbahn) bis an den Schlitz 2 des Betonformsteins herangeführt werden kann. Es entsteht somit, ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3, eine weiche, einer Verletzungsgefahr entgegenwirkende Oberkante.

    [0013] Die Zeichnung 11, in der die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie E-F in der Fig. 5 und die Fig. 5 eine Draufsicht zu der Fig. 4 darstellt, zeigt einen zweiteiligen Betonformstein, bei dem das Unterteil mit einem Rinnenkanal 4 versehen ist, während das Oberteil mit dem Schlitz 2 ausgerüstet ist und eine Abdeckung für den Rinnenkanal 4 bildet. Dieser Betonformstein wird vornehmlich dort eingebaut, wo neben dem Rasenspielfeld eine tiefer liegende Laufbahn vorgesehen ist, die oberflächig entwässert werden muss. Der Wassereinlauf ist mittels Pfeilen dargestellt. Er verläuft über die Einlaufschlitze 11 zum Rinnenkanal 4. Die Fig. 5 zeigt in der Draufsicht zur Fig. 4 den durchlaufenden Schlitz 2 und die Anordnung der in den Schlitz 2 durch Hammerschläge eingetriebenen Keile 3, deren Abstand voneinander gewählt werden kann. In der Zeichnung 111 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für den Keil 3 dargestellt, der aus einem Kunststoffmaterial hergestellt werden kann. Die Fig. 7 zeigt eine perspektivische Darstellung, in der die beidseitige Verzahnung 6 und die einseitig ausgebildete Stufe 3a sichtbar sind. Die Fig. 8 zeigt einen Querschnitt mit einer Darstellung des Randstreifens des Kunstrasens 1. Hierbei erkennt man, wie sich der elastische Kunstrasen 1 durch die einseitig ausgebildete Stufe 3a des Keils 3 an die unterschnittene Fläche 2a drückt und somit sicher festgehalten wird.


    Ansprüche

    1. Betonformstein zur Begrenzung eines mit einem Kunstrasen versehenen Spielfeldes, mit einem sich über die gesamte Steinlänge erstreckenden Schlitz (2) zur Festlegung eines Randstreifens des Kunstrasens durch in den Schlitz eingeführte Verankerungselemente, wobei der Schlitz mit einem Wasserablauf verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (2) keilförmig ausgebildet ist, an einer Seite eine unterschnittene Fläche (2a) aufweist und dass als Verankerungselemente in dem Schlitz (2) zum Festspannen des Randstreifens gegen die unterschnittene Seite des Schlitzes (2) in Abstand voneinander Keile (3) mit jeweils einer der Unterschneidung (2a) zugeordneten Stufe (3a) angeordnet sind.
     
    2. Betonformstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keile (3) als Kunststoffkeile ausgebildet sind.
     
    3. Betonformstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffkeile an beiden Seiten scharfkantige Längsrippen aufweisen.
     
    4. Betonformstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Boden des Schlitzes (2) ein lotrechtes Wasserablaufrohr (5) ausgeht.
     
    5. Betonformstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seine obere Begrenzungsfläche an der dem Kunstrasen abgewandten Seite mit einem Kunststoffauftrag (12) oder mit einem fest eingegossenen Gummiprofil (8) versehen ist.
     


    Claims

    1. A concrete brick for delimiting a playing area provided with artificial turf, having a slot (2) which extends over the entire length of the brick, for fixing an edge strip of the artificial turf by anchoring elements which are inserted into the slot, wherein the slot is connected to a water drain, characterized in that the slot (2) is of a wedge- shaped configuration, and has an undercut surface (2a) at one side, and that spaced-apart wedges (3) are arranged as anchoring elements in the slot (2) for clamping the edge strip against the undercut side of the slot (2), the wedges each having a step (3a) associated with the undercut configuration (2a).
     
    2. A concrete brick according to Claim 1, characterized in that the wedges (3) are in the form of plastics wedges.
     
    3. A concrete brick according to Claim 2, characterized in that the plastics wedges have sharp-edged longitudinal ribs at both sides.
     
    4. A concrete brick according to Claim 1, characterized in that a perpendicular water drainage pipe (5) extends from the bottom of the slot (2).
     
    5. A concrete brick according to Claim 1, characterized in that the upper boundary surface thereof is provided atthe side remote from the artificial turf with a plastics coating (12) or with a rubber shaped member (8) which is fixedly cast in position.
     


    Revendications

    1. Elément moulé en béton pour limiter un terrain de jeu recouvert d'un gazon synthétique, comprenant une fente (2) s'étendant sur la totalité de la longueur de l'élément et destinée à maintenir une bande de pourtour du gazon synthétique par des éléments d'ancrage introduits dans la fente, la fente étant reliée à un écoulement d'eau, caractérisé en ce que la fente (2) est en forme de coin, comprend sur un côté une surface en contré-dépouille (2a) et en ce que des coins (3) situés à une certaine distance les uns des autres et comprenant chacun un gradin (3a) associé à la contre-dépouille (2a) sont disposés en tant qu'éléments d'ancrage dans la fente (2) pour serrer la bande de pourtour contre le côté en contre-dépouille de la fente (2).
     
    2. Elément moulé en béton selon la revendication 1, caractérisé en ce que les coins (3) sont constitués sous forme de coins en matière plastique.
     
    3. Elément moulé en béton selon la revendication 2, caractérisé en ce que les coins en matière plastique présentent sur les deux côtés des nervures longitudinales à arêtes vives.
     
    4. Elément moulé en béton selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un tube d'écoulement d'eau vertical (5) part du fond de la fente (2).
     
    5. Elément moulé en béton selon la revendication 1, caractérisé en ce que sa surface limite supérieure est munie, sur le côté qui est à l'opposé du gazon synthétique, d'une couche de matière plastique (12) ou d'un profilé en caoutchouc (8) fixé par coulage.
     




    Zeichnung