[0001] Die Erfindung betrifft eine Bildröhrenfassung mit einer Kontaktfederkammer und einer
mit der Kontaktfeder für die Fokusspannung verbundenen Fokuskammer.
[0002] Bei Fernsehgeräten, Monitoren usw. wird zur Herstellung der elektrischen Verbindungen
für die Bildröhre bekanntlich eine Bildröhrenfassung - gelegentlich auch als Bildrohranschlußsockel
bezeichnet - verwendet.
[0003] Die Bildröhrenfassung besitzt in einer Kontaktfederkammer mehrere Kontaktfedern,
und wenn die Bildröhrenfassung auf das Ende der Bildröhre aufgeschoben wird, gelangen
die dort befindlichen Stifte der Bildröhre in Verbindung.mit den Kontaktfedern.
[0004] Die Bildröhrer.fassung selbst befindet sich auf bzw. an einer Bildrohranschlußplatte,
das ist eine kleine gedruckte Schaltungsplatine, die neben der Bildröhrenfassung noch
elektrische (Schutz-) Widerstände und häufig auch die Video-Endstufe trägt.
[0005] Für den Betrieb der Bildröhre werden unter anderem eine Fokusspannung und eine
Schirmgitterspannung benötigt. Letztere legt den Arbeitspunkt der Bildröhre fest, während
die Fokusspannung für die Bündelung des Elektronenstrahls und damit für die Bildschärfe
verantwortlich ist.
[0006] Es ist üblich geworden, die genannten Spannungen mit Hilfe eines sogenannten Doppelreglers
(nach Art eines Potentiometers) von der in dem Hochspannungstransformator erzeugten
Hochspannung abzugreifen. Dabei wird der Doppelregler meist am Hochspannungstransformator
angeordnet.
[0007] Daneben ist unter Verwendung neuerer Schaltungskonzepte m:.t integrierten Bausteinen
(IC) auch die Möglichkeit gegeben, die Schirmgitterspannung elektronisch mit einem
Transistor einzustellen. Es kann dann ein Regler entfallen, so daß an Stelle des Doppelreglers
nur noch ein Einfach-Regler, nämlich der Fokusspannungsregler, erforderlich ist, der
am Hochspannungstransformator verbleiben kann.
[0008] Die örtliche Lage des Fokusspannungsreglers (oder des Doppelreglers) innerhalb des
Fernseh-Chassis ist bei der Herstellung von Fernsehgeräten unter dem Gesichtspunkt
ihrer Endeinstellung von Bedeutung. Um die erforderlichen Einstellungen vornehmen
zu können, muß der Fokusspannungsregler nämlich von außen her gut zugänglich sein.
Diese Forderung ist vor allem dann zu stellen, wenn die Endeinstellung nicht von Hand,
sondern automatisch erfolgt (Roboter-Einstellung).
[0009] Die gewünschte Zugänglichkeit des Fokusspannungsreglers läßt sich zwar bei Fernsehgeräten
mit einem relativ großen Chassis relativ problemlos erreichen, allerdings führt die
Tendenz ganz allgemein zu immer kompakteren Aufbauten mit immer weniger Platzbedarf
für das Chassis. Bei einem sehr kompakten Aufbau, vor allem auch bei kleinen tragbaren
Fernsehgeräten, sind die einzelnen Bauteile so angeordnet, daß ein ungehinderter Zugang
zu dem Fokusspannungsregler von außen nicht ohne weiteres möglich ist. Auch die mögliche
Maßnahme, den Fokusspannungsregler örtlich nicht am Hochspannungstransformator, sondern
an einer anderen Stelle des Chassis unterzubringen, kann bei sehr kompakten Aufbauten
nicht immer zum Ziel führen, zumal der Fokusspannungsregler wegen der Hochspannung
nicht an beliebigen Stellen angeordnet werden kann.
[0010] Hier schafft die Erfindung bei einer Bildröhrenfassung ,gemäß dem Oberbegriff des
Anspruch 1 dadurch Abhilfe, daß die Bildröhrenfassung einen Fokusspannungsregler enthält.
[0011] Diese neue und überraschende Maßnahme, die auf einfache Weise zu realisieren ist,
ermöglicht es, den Fokusspannungsregler als integrierten Bestandteil der Bildröhrenfassung
vorzusehen. Dadurch lassen sich erhebliche Vorteile erzielen.
[0012] Auch bei immer kompakteren Aufbauten bildet die Bildröhrenfassung ein Bauteil, welches
von außen her leicht zugänglich ist, das heißt, die erforderliche Endeinstellung im
Anschluß an die Herstellung der Fernsehgeräte läßt sich problemlos durchführen. Es
ist auch ohne weiteres möglich, eine automatische Endeinstellung anzuwenden, da die
Bildröhrenfassung - wie gesagt - auch bei kompakten Aufbauten zugänglich bleibt.
[0013] Weiterhin kann die örtliche Lage des Fokusspannungsreglers als integrierter Bestandteil
der Bildröhrenfassung als ideal angesehen werden, da jetzt die Einstellung der Fokusspannung
direkt an der Stelle erfolgt, wo über die zugehörige Kontaktfeder der elektrische
Kontakt mit der Bildröhre hergestellt wird.
[0014] Die bisher verwendeten Bildröhrenfassungen besitzen neben der Kontaktfederkammer
für die Kontaktfedern noch eine Fokuskammer, in welcher sich bekanntlich eine Funkenstrecke
befindet. Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung läßt sich'der Fokusspannungsregler
nun problemlos innerhalb der Fokuskammer der Bildröhrenfassung anordnen. Dabei können
die äußeren Abmessungen der Bildröhrenfassung unverändert bleiben, d.h. es entsteht
durch die erfindungsgemäße Maßnahme kein zusätzlicher Platzbedarf. Vielmehr wird der
Platz an anderer Stelle, wo der Fokusspannungsregler sich sonst üblicherweise befindet,
eingespart.
[0015] Der Fokusspannungsregler umfaßt für die Einstellung einen Drehknopf, der gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in einer Öffnung der Kammerwandung der Fokuskammer
gehalten ist, so daß von außen her die erforderliche Einstellung vorgenommen werden
kann. Durch eine weitere Öffnung in der Kammer-, wandung der Fokuskammer wird über
eine Hochspannungsleitung die Hochspannung zugeführt, von welcher die Fokusspannung
abgegriffen wird.
[0016] Es wurde eingangs schon erwähnt, daß sich die Bildröhrenfassung häufig auf einer
Schaltungsplatine befindet, und diese kann in einfacher Weise an der Stelle, wo sich
die für den Drehknopf vorgesehene öffnung in der Kammerwandung befindet, ebenfalls
mit einer öffnung versehen werden, so daß der Fokusspannungsregler auch in diesem
Fall für die Endeinstellung zugänglich bleibt.
[0017] Aus Platzgründen und um auch bei kleinen Fokuskammern den Fokusspannungsregler darin
unterbringen zu können, sieht eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung die Verwendung
eines Vorwiderstandes vor, so daß die Fokusspannung an einer Reihenschaltung bestehend
aus dem Vorwiderstand und dem Fokusspannungsregler angegriffen wird. Hier läßt sich
der Fokusspannungsregler relativ klein ausbilden, so daß er in jedem Fall innerhalb
der Fokuskammer Platz findet. Der erwähnte Vorwiderstand kann in zweckmäßiger Ausgestaltung
der Erfindung innerhalb einer seitlich an der Fokuskammer vorgesehenen Tasche untergebracht
werden.
[0018] Andere zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben und.der Zeichnung zu entnehmen.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Bildröhrenfassung,
Fig. 2 eine Draufsicht einer Bildröhrenfassung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine teilweise Querschnittsansicht der Fokuskammer mit darin befindlichem Fokusspannungsregler,
und
Fig. 4 - 6 jeweils elektrische Prinzipschaltbilder zur Verdeutlichung der Einstellung
der Fokusspannung mit einem Fokusspannungsregler.
[0020] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Bildröhrenfassung 10 umfaßt eine Kontaktfederkammer
12 sowie eine Fokuskammer 14. Innerhalb der Kontaktfederkammer 12 befinden sich in
an sich bekannter Weise mehrere Kontaktfedern 36 sowie eine Fokuskontaktfeder 38.
Außerdem besitzt die Bildröhrenfassung 10 noch eine Codierung 16 in Form eines Einschnittes.
[0021] Durch eine Mittenlinie 22 ist angedeutet, daß die Bildröhrenfassung 10 aus einer
oberen und einer unteren Hälfte zusammengesetzt und im Bereich der Mittenlinie 22
beispielsweise durch Ultraschall verschweißt ist. Seitlich an der Fokuskammer 14 befindet
sich eine Tasche 20, und ferner ist eine Durchgangsöffnung 18 vorgesehen, durch welche
eine Hochspannungsleitung 54 nach innen in die Fokuskammer 14 geführt ist. Die gesamte
Bildröhrenfassung 10 besteht aus einem Kunststoff, wobei aus spritztechnischen Gründen
auf dem Kammerboden 24 drei Rippen 25 (vgl. Fig. 2) vorgesehen sind.
[0022] Wie die in Fig. 3 gezeigte Teil-Querschnittsansicht der Fokuskammer 14 zeigt, ist
innerhalb der Fokuskammer 14 ein Fokusspannungsregler 48 (vgl. Fig. 4 - 6) angeordnet.
Dieser umfaßt in an sich bekannter Weise ein Substrat 32, welches auf der in Fig.
3 befindlichen unteren Seite eine Widerstandsbahn trägt. Ferner gehört zum Fokusspannungsregler
ein Drehknopf 44 mit einem Schleifring 42 für die Widerstandsbahn. Solche Fokusspannungsregler
sind an sich bekannt, so daß an dieser Stelle hierzu keine näheren Erläuterungen erforderlich
sind.
[0023] Das Substrat 32 wird innerhalb der Fokuskammer 14 durch Rastnasen 80 in Verbindung
mit einer Auflage 28 gehalten. In der unteren Kammerwand der Fokuskammer 14 befindet
sich eine öffnung 26, in welcher der Drehknopf 44 gelagert und gehalten ist, wobei
der Drehknopf 44 von außerhalb der Fokuskammer 14 her zugänglich ist, um den Fokusspannungsregler
zu betätigen bzw. um die Fokusspannung einstellen zu können.
[0024] Seitlich an der Fokuskammer 14 befindet sich die Tasche 20 zur Aufnahme eines Vorwiderstandes
46, der durch eine Widerstandsbahn auf einem Substrat gebildet ist. Dieser Vorwiderstand
46 ist - was nachfolgend an Hand von Fig. 4 - 6 noch erläutert wird - elektrisch mit
dem
Fokusspannungsregler verbunden.
[0025] Weiter oben wurde schon erläutert, daß sich bei den bekannten Bildröhrenfassungen
innerhalb der Fokus- kammer 10 eine aus Sicherheitsgründen vorgesehene Funkenstrecke
befindet. Diese Funkenstrecke wird zwischen einer elektrisch mit der Fokuskontaktfeder
- also mit der Fokusspannung - verbundenen Fokuselektrode 34 und einer mit Masse verbundenen
Funkenelektrode 40 hergestellt.
[0026] Gemäß Fig. 3 läßt sich die Fokuselektrode 34'in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
auf der oberen Seite des Substrats 32 anordnen, so daß bei der neuen Bildröhrenfassung
10 die gewünschte Funkenstrecke erhalten bleibt, obwohl die Fokuskammer 14 zugleich
den Fokusspannungsregler aufnimmt.
[0027] In Fig. 4 - 6 ist schematisch die elektrische Beschaltung des Fokusspannungsreglers
48 dargestellt. Durch die gestrichelt gezeichnete Umrandung wird in der linken Bildhälfte
jeweils ein Hochspannun
gstrans- formator 50 - hier ein Dioden-Split-Transformator (DST) - angedeutet, welcher
eine Hochspannung U
H liefert. In der rechten Bildhälfte ist jeweils ebenfalls durch gestrichelt gezeichnete
Linien angedeutet, daß sich der Fokusspannungsregler 48 innerhalb der Bildröhrenfassung
10 befindet.
[0028] In Fig. 4 ist an die Hochspannung U
H ein Widerstand 52 angeschlossen, von dem aus die HochspannungIeitung 54 zur Bildröhrenfassung
10, und dort über den Vorwiderstand 46 zum Fokusspannungsregler 48 führt. Durch Einstellung
des Fokusspannungsreglers 48 kann die gewünschte Fokusspannung U
F gewählt werden.
[0029] Es ist zwar im Prinzip möglich, auf den Vorwiderstand 46 zu verzichten,- allerdings
müßte der Fokusspannungsregler 48 dann einen größeren Spannungsbereich umfassen und
wäre daher vom Volumen größer auszubilden. Durch den Vorwiderstand 46 läßt sich der
Regelbereich des Fokusspannungsreglers 48 so dimensionieren, daß der Fokusspannungsregler
48 nur relativ geringe Abmessungen besitzt und problemlos innerhalb der Fokuskammer
14 untergebracht werden kann.
[0030] Fig. 5 zeigt eine mit Fig. 4 vergleichbare Lösung, mit dem Unterschied, daß hier
die Fokusspannung U
F direkt am Fokusspannungsregler 48 abgegriffen wird.
[0031] In der Ausführungsform gemäß
Fig. 6 kann darauf verzichtet werden, den Vorwiderstand 46 an der Bildröhrenfassung
10 bzw. in der Tasche 20 vorzusehen. Hier befindet sich der Vorwiderstand 46 sozusagen
in Reihenschaltung mit dem Widerstand 52 am Hochspannungstransformator 50, so daß
in der
Bildröhrenfassung 10 le-
r diglich der Fokusspannungsregler 48 allein angeordnet zu.werden braucht, um die Fokusspannung
U
F eihstellen zu können.
[0032] Die voranstehende Beschreibung denkbarer Ausführungsformen der Erfindung verdeutlicht
ohne weiteres, daß bei dem Wunsch nach einem immer mehr kompakteren Aufbau des Fernseh-Chassis
die örtliche Lage des Fokusspannungsreglers 48 in soweit nicht berücksichtigt zu werden
braucht, als dieser innerhalb der sowieso-vorhandenen Fokuskammer einer Bildröhrenfassung
untergebracht wird, die - im Gegensatz zu anderen örtlichen Lagen innerhalb des Chassis
- in jedem Fall leicht zugänglich ist, so daß sich bei dem Endabgleich des Fernsehgerätes
keine Probleme ergeben. Vor allem hinsichtlich der vorteilhaften automatischn Endeinstellung
von Fernsehgeräten ist dieser Gesichtspunkt von erheblicher Bedeutung.
1. Bildröhrenfassung mit einer Kontaktfederkammer und einer mit der Kontaktfeder für
die Fokusspannung verbundenen Fokuskammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildröhrenfassung
(10) einen Fokusspannungsregler (32,44;48) enthält.
2. Bildröhrenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fokusspannungsregler
(32,44;48) innerhalb der Fokuskammer (14) der Bildröhrenfassung (10) angeordnet ist.
3. Bildröhrenfassung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fokusspannungsregler
(32,44;48) einen Drehknopf (44) besitzt, der durch eine öffnung (26) der Fokuskammer
(14) zugänglich ist.
4. Bildröhrenfassung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Drehknopf
(44) bis außerhalb der Fokuskammer (14) erstreckt und in der Öffnung (26) der Kammerwandung
gelagert ist.
5. Bildröhrenfassung nach Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fokusspannungsregler
(32,44;48) in an sich bekannter Weise einen mit dem Drehknopf (44) verbundenen Schleifring
(42) sowie eine auf der einen Oberfläche eines plattenförmigen Substrats (32) angeordnete
Widerstandsbahn umfaßt, und daß das Substrat (32) innerhalb der Fokuskammer (14) angeordnet
ist.
6. Bildröhrenfassung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (32)
mittels einer Rastverbindung (28,30) in der Fokuskammer (14) gehalten ist.
7. Bildröhrenfassung nach Anspruch 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
anderen Oberfläche des Substrats (32) eine Fokuselektrode (34) für eine Fokusspannungsfunkenstrecke angeordnet ist.
8. Bildröhrenfassung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen elektrischen mit dem Fokusspannungsregler (32,44;48) verbundenen Vorwiderstand
(46) trägt.
9. Bildröhrenfassung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwiderstand
(46) durch eine auf einem Substrat befindliche Widerstandsbahn gebildet ist, und daß
das Substrat in einer Tasche (20) der Bildröhrenfassung (10) gehalten ist.
10. Bildröhrenfassung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (20)
seitlich an der Fokuskammer (14) angeordnet ist.