[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Skistiefel mit einer aus Kunststoff bestehenden
Schale und einem relativ zur Schale schwenkbaren Schaft bzw. einer Manschette, deren
der Schuhspitze zugewandter Endteil bei einer Verschwenkung zur Schuhspitze an der
Schale, insbesondere einem Vorsprung derselben, aufläuft, wobei der Schaft bzw. die
Manschette wenigstens eine quer zur Schuhlängsrichtung verlaufende Ausnehmung, Nut
oder Durchbrechung aufweist.
[0002] Bei derartigen Skistiefeln ist es bereits bekannt, die der Schuhspitze zugewandte
Vorderkante des Schaftes als Anschlagfläche auszubilden, welche mit einem entsprechenden
Gegenanschlag an der Schale bei einer Verschwenkung in Richtung Vorlage in Wirkverbindung
gelangen kann. Es ist weiters bereits bekannt, die Manschette mit Rillen oder Rippen
auszubilden, um auf diese Weise die Flexibilität im vorderen Bereich zu verändern.
Schließlich wurden dämpfende Einlagen zwischen der Vorderkante der Manschette und
dem Gegenanschlag an der Schale vorgeschlagen, um einen harten Anschlag des schwenkbaren
Schaftteiles an der Schale zu vermeiden.
[0003] Aus der DE-OS 31 15 529 ist eine Ausbildung eines Schaftes bekanntgeworden, bei welchem
der vordere Endbereich Einstellelemente für die Verstellbarkeit der Steifigkeits-
und Biegeeigenschaften aufweist. Bei dieser bekannten Konstruktion war ein Biegeelement
entweder als Zuggurt über die Oberfläche der Schale gespannt oder mit der Schale verbunden.
Bei der Ausbildung der Biegeelemente als auf die Schale aufgesetzte flexible Elemente
sind zusätzliche Verankerungen an der Schale erforderlich, welche die Gefahr eines
Bruches der Schale an den Verankerungsstellen erhöhen. Im Falle der Ausbildung eines
Biegeelementes einstückig mit der Manschette wurden bei der bekannten Ausbildung Kompromisse
in bezug auf die Schwenkbarkeit der Manschette in Kauf genommen. Die von Schiebern
gebildeten Einstellelemente mußten den in der Manschette ausgebildeten Schlitz an
beiden Rändern wesentlich übergreifen, um eine Verlustsicherung zu gewährleisten.
Weiters ergibt sich bei einer derartigen Konstruktion je nach Einstellage des Verstellelementes
eine mehr oder minder große Tendenz der Manschette bei einer gedämpften Bewegung in
die Vorlage von der Schale abzuheben und sich relativ zur Schale aufzuweiten, wodurch
die Dichtheit des Schuhes beeinträchtigt wird.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine einfache und sichere Ausbildung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welcher beliebige Abstützelemente in ihrer jeweiligen
Lage gesichert werden können und weiters eine Ausbildung geschaffen wird, bei welcher
eine Aufweitung der Manschette bei einem Verschwenken in die Vorlage mit Sicherheit
vermieden wird. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin,
daß in die Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung Trägerelemente, insbesondere gummielastische
Einlagen, eingelegt und starre Abstützelemente in ihrer Lage fixierbar einlegbar sind.
Dadurch, daß in die Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung Trägerelemente, insbesondere
gummielastische Einlagen, eingelegt sind, ist es möglich, beliebige Abstützelemente
in ihrer jeweiligen Lage fixierbar einzulegen, ohne daß hiebei die Ränder eines Schlitzes
in wesentlichem Ausmaß übergriffen werden müssen. Weiters wird durch die Anordnung
von Trägerelemten sichergestellt, daß die Abstützelemente in ihrer Lage verbleiben,
auch wenn die Manschette deformierenden Kräften ausgesetzt wird. Die Verankerung der
Trägerelemente kann hiebei in besonders vorteilhafter Weise so erfolgen, daß die Trägerelemente
an den seitlichen Rändern der Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung mit der Schale verbunden
sind, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß die Verbindung der Trägerelemente mit
der Schale gleichzeitig als Zuganker gegen eine Aufweitung der Manschette relativ
zur Schale eingesetzt werden kann. Zu diesem Zweck ist mit Vorteil die Ausbildung
so getroffen, daß die Verbindung der Trägerelemente mit der Schale über wenigstens
eine die Manschette bzw. den Schaft durchsetzende Kopfschraube oder Niete erfolgt,
deren Kopf die Manschette bzw. den Schaft außen übergreift und deren verbreiterter
Fußteil ein Langloch der Schale innen übergreift.
[0005] Die starren Abstützelemente können hiebei formschlüssig mit den Trägerelementen bzw.
den gummielastischen Einlagen verbindbar sein. Um zu verhindern, daß bezüglich der
Schwenkbarkeit der Manschette Kompromisse eingegangen werden, und gleichzeitig die
Möglichkeit zu schaffen, die Schwenkwinkel der Manschette relativ zur Schale unabhängig
von der gewünschten Dämpfung exakt zu begrenzen, sind die Schwenkachse und die Verbindungsstellen
der Trägerelemente mit der Unterschale voneinander verschieden. Aus diesem Grunde
wird das Langloch in der Schale vorgesehen, welches von der Kopfschraube bzw. Niete
durchsetzt wird, wobei vorzugsweise die Längsachse des Langloches gekrümmt verläuft
und am Umfang eines Kreises liegt, dessen Mittelpunkt in der Drehachse des Schaftes
bzw. der Manschette liegt. Eine derartige Ausbildung eines gekrümmten Langloches ermöglicht
es, die Längserstreckung des Langloches dem zulässigen Schwenkwinkel der Manschette
bzw. des Schaftes relativ zur Schale entsprechend anzupassen und auf diese Art und
Weise eine Begrenzung der Verschwenkbarkeit zu erzielen.
[0006] Ein Aufweiten der Manschette bei einer Verschwenkung derselben relativ zur Schale
wird mit Sicherheit dadurch vermieden, daß die Kopfschraube bzw. die Doppelkopfniete
als Zuganker ausgebildet ist, welcher die Einhaltung eines vorbestimmten Abstandes
sicherstellt.
[0007] In vorteilhafter Weise umgreifen die starren Abstützelemente das Trägerelement zumindest
teilweise. Da das Trägerelement selbst ohne nennenswerter Vorspannung in der Ausnehmung,
Durchbrechung oder Nut gehalten sein kann, kann auf diese Weise eine exakte Positionierung
der Abstützelemente einfach erzielt werden. Die Abstützelemente können in an sich
bekannter Weise als Gleitelemente ausgebildet sein. In vorteilhafter Weise können
die starren Abstützelemente die Durchbrechung, Nut oder Ausnehmung an der Schuhaußenseite
übergreifen. Auf diese Weise wird einem Aufweiten der Manschette weiter entgegengewirkt.
Ein Hintergreifen an der Schuhinnenseite kann hiebei unterbleiben, so daß die Verschiebbarkeit
in keiner Weise durch die Friktionseigenschaften bzw. die Reibung der Manschette an
der Schale beeinträchtigt wird.
[0008] Eine exakte Positionierung der Abstützelemente ergibt sich insbesondere dann, wenn
die starren Abstützelemente in Ausnehmungen oder Durchbrechungen der von gummielastischen
Elementen gebildeten Trägerelemente einsetzbar sind.
[0009] Eine noch weiter gehende Verstellbarkeit der Steifigkeits-und Biegeeigenschaften
bei gleichzeitiger Begrenzung der Verschwenkbarkeit läßt sich dadurch erzielen, daß
wenigstens ein Abstützelement quer zur Längsrichtung der Durchbrechung, der Nut oder
der Ausnehmung verstellbar gelagert ist. Eine derartige Ausbildung läßt sich in einfacher
Weise dadurch verwirklichen, daß das Abstützelement von einem auf einer Gewindespindel
verschiebbaren und in seiner Drehlage gehaltenen Anschlag gebildet ist, dessen Abmessung
in Längsrichtung der Spindel kleiner ist als die lichte Weite der Durchbrechung, Nut
oder Ausnehmung. Zur Betätigung eines derartigen Abstützelementes kann eine Gewindespindel
am Ende einer biegsamen Welle festgelegt sein, deren anderes Ende in einer Ausnehmung
der Manschette gelagert und mit einer Betätigungsrändelmutter verbunden ist.
[0010] Bei einer derartigen Ausbildung ist mit Vorteil das Trägerelement U-förmig ausgebildet,
so daß das Abstützelement im lichten Querschnitt des U verschieblich gelagert sein
kann. Mit Vorteil ist das U-förmige Trägerelement als Dämpfungselement, insbesondere
aus elastomerem Kunststoff, ausgebildet und übergreift die Abstützelemente zumindest
teilweise.
[0011] Alle die vorgenannten Abstützelemente lassen sich mit Vorteil auch bei einer Ausbildung
einsetzen, bei welcher die Ausnehmung zwischen dem Endteil des Schaftes und dem Vorsprung
der Schale angeordnet ist, wobei wenigstens ein Abstützelement in diesem Bereich angeordnet
wird. Insbesondere bei dieser letzten Ausführungsform kann ein gesonderter Schlitz
bzw. eine Ausnehmung in der Manschette entfallen, da ja der Weg zwischen der Unterkante
der Manschette und dem Vorsprung der Schale als Ausnehmung für die Aufnahme eines
Abstützelementes zur Verfügung steht. In vorteilhafter Weise ist bei einer derartigen
Ausbildung das Abstützelement verschiebbar und/oder in seiner wirksamen Breite verstellbar.
Zur Verstellung der wirksamen Breite eines Abstützelementes ist es in einfacher Weise
möglich, den Querschnitt des Abstützelementes dreieckig oder trapezförmig zu wählen,
wobei das Abstützelement mit einer Dreiecksspitze oder der schmalen zur Basis parallelen
Seite des Trapezes in den Schlitz die Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung eintaucht
und in Höhenrichtung bzw. in Richtung der Tiefe des Schlitzes verstellbar, insbesondere
gegen den Schlitz, die Nut, die Ausnehmung oder die Durchbrechung spannbar ist. Eine
weitere Möglichkeit, die wirksame Breite des Abstützelementes zu verstellen, besteht
darin, dieses als aufweitbarer Kniehebel auszubilden, wobei bevorzugt die Ausbildung
so getroffen ist, daß das Abstützelement als durch eine Spindel spannbares Federblatt
ausgebildet ist. Beim Verdrehen der Spindel wird hiebei das Federblatt gespannt oder
entspannt, wobei bei einem Spannen des Federblattes die wirksame Breite erhöht wird
und bei einem Entspannen des Federblattes die Abstützelemente in Richtung des zur
Verfügung stehenden Weges, d.h. der Breite des Schlitzes, der Nut, des Spaltes oder
der Ausnehmung geringer wird.
[0012] Die Ausbildung kann aber auch so getroffen sein, daß das Abstützelement als im Querschnitt
rechteckiges Element ausgebildet ist. Ein derartiges im Querschnitt rechteckiges Element
hat grundsätzlich zwei verschiedene Seiten und kann somit entweder mit der Schmalseite
oder der Breitseite eingelegt werden, um unterschiedliche Breiten zu erzielen. Mit
Vorteil ist das im Querschnitt rechteckige Element um seine Achse drehbar angelenkt
und um eine weitere parallele Achse schwenkbar in beiden Drehlagen in den Schlitz,
die Ausnehmung, die Nut oder die Durchbrechung einlegbar.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 eine schematische Teilansicht eines erfindungsgemäßen
Schuhes, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine perspektivische
Teilansicht einer abgewandelten Ausführungsform, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie
IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine abgewandelte Ausbildung in der Darstellung nach Fig.
3, Fig. 6 und 7 Einsatzstücke für das Trägerelement in Fig. 5, Fig. 8 eine abgewandelte
Ausbildung eines Verankerungsteiles für das Trägerelement, Fig. 9 eine abgewandelte
Ausbildung in der Darstellung nach Fig. 3 bzw. 5, Fig. 10 ein starres Abstützelement
für die Ausbildung nach Fig. 9, Fig. 11 eine abgewandelte Ausführung in der Darstellung
nach Fig. 3, Fig. 12 ein Trägerelement für die Ausbildung nach Fig. 11, Fig. 13 ein
starres Abstützelement für ein Trägerelement nach Fig. 12 bzw. 11, Fig. 14 eine abgewandelte
Ausführung in der Darstellung nach Fig. 3, Fig. 15 unterschiedliche mit starren Körpern
fest verbundene Trägerelemente für die Ausbildung nach Fig. 14, Fig. 16 einen Längsschnitt
durch einen Teil der Manschette eines Schuhes mit einer abgewandelten Ausbildung der
Abstützung, Fig. 17 eine perspektivische Darstellung der im Schuh festgelegten Anordnung
analog der Fig. 16, Fig. 18 eine perspektivische Darstellung des Abstützteiles für
die Ausbildung nach Fig. 17, Fig. 19 eine weitere Abwandlung eines weiteren Abstützelementes
samt einem zugehörigen Trägerelement, Fig. 20 ein schwenk- und drehbares Abstützelement
in seiner Lage am Schuh und Fig. 21 das Element nach Fig. 20 in den verschiedenen
Drehlagen, Fig. 22 ein schwenkbares Abstützelement an einem Trägerelement und Fig.
23 eine weitere Ausbildung eines Abstützelementes in schematischer Darstellung am
Schuh.
[0014] Bei der Ausbildung nach Fig. 1 ist die Schale eines Skischuhes mit 1 bezeichnet.
Um eine Schwenkachse 2 schwenkbar ist eine Manschette 3 an dieser Schale angelenkt.
Es ist weiters schematisch ein abklappbarer Heckspoiler 4 angedeutet, welcher gleichfalls
um die Schwenkachse 2 angelenkt sein kann.
[0015] Die Schale 1 weist einen Absatz 5 auf, welcher als Anschlag für die Unterkante 6
der Manschette 3 dient. Bei einer Verschwenkung der Manschette 3 im Sinne des Pfeiles
7 kann die Unterkante 6 der Manschette 3 mit dem Gegenanschlag 5 in Wirkverbindung
gelangen, wodurch die Vorlage begrenzt wird. Im unteren Bereich der Manschette ist
ein Schlitz 8 vorgesehen, in welchen ein Trägerelement 9 für Abstützelemente 10 angeordnet
ist. Die Abstützelemente 10 können in Längsrichtung des Trägerelementes 9 verschoben
werden und in der jeweiligen Position festgelegt werden, so daß sich die Flexionseigenschaften
der Manschette in weiten Grenzen einstellen lassen. Das Trägerelement 9 ist über eine
Befestigungsniete 11 mit der Schale 1 verbunden. Die Art der Verbindung ist in Fig.
2 deutlicher dargestellt. Die Niete 11 ist als Doppelkopfniete ausgebildet und hintergreift
die Innenwand der Schale 1, wobei in der Schale 1 ein Langloch 12 ausgebildet ist.
Die Längserstreckung dieses Langloches 12 kann einer gekrümmten Bahn folgen, wie dies
in Fig. 1 dargestellt ist, wobei die Krümmung im wesentlichen dem Schwenkradius mit
dem Schwenkmittelpunkt der Achse 2 entspricht. Die Doppelkopfniete 11 ist hiebei weiters
als Zuganker ausgebildet und die einander zugewandten Innenseiten sind in einem Abstand
a voneinander angeordnet, welcher unwesentlich größer ist als die Dicke b der Schale
1 bzw. c der Manschette 3. Auf diese Weise wird ein Aufweiten der Schale bei einer
Deformation des Schlitzes 8 an dieser Stelle verhindert.
[0016] Bei der Ausbildung nach Fig. 3 ist das Trägerelement 9 als gummielastisches Band
ausgebildet und mit Ausnehmungen versehen, in welche Keile 13 entsprechend der Fig.
4 eingeschoben werden können. Die entsprechenden Positionen sind an der Manschette
3 durch Rillen 14 vorgegeben, wobei je nach Lage der Keile 13, welche als relativ
formbeständige starre Abstützelemente ausgebildet sind, ein mehr oder minder steifes
Flexionsverhalten der Manschette 3 erzielt wird.
[0017] Bei der Ausbildung nach Fig. 5 weist das Trägerelement 9 Durchbrechungen 15 auf,
in welche starre Abstützelemente 16 bzw. 17 entsprechend den Fig. 6 und 7 eingesetzt
werden können. Die starren Abstützelemente 16 können ebenso wie die starren Abstützelemente
17 mit unterschiedlicher Härte ausgebildet werden, so daß durch Austausch einzelner
dieser Elemente verschiedene Steifigkeiten bzw. ein verschiedenes Biegeverhalten der
Manschette 2 erzielt wird.
[0018] In Fig. 8 ist eine Kopfschraube 18 dargestellt, wie sie in einfacher Weise für die
Festlegung des Trägerelementes 9 Verwendung finden kann, um den Austausch der Elemente
zu erleichtern. Eine derartige Doppelkopfschraube 18 ersetzt die Doppelkopfniete 11
der Fig. 2 und erleichtert die Austauschbarkeit des Trägerelementes gemeinsam mit
den starren Abstützelementen.
[0019] Bei der Darstellung nach Fig. 9 ist ein Trägerelement vorgesehen, welches eine seitliche
Einschuböffnung für ein starres Abstützelement 19 aufweist. Ein derartiges starres
Abstützelement 19 ist in Fig. 10 vergrößert dargestellt, wobei der elastisch verformbare
Kopf 20 dieses Elementes die Einschublage in der Ausnehmung des Trägerelementes 9
sichert.
[0020] Eine der Ausbildung nach Fig. 9 und 10 analoge Ausbildung ist in Fig. 11, 12 und
13 veranschaulicht. Hier wird in das Trägerelement 9, welches einen im wesentlichen
rechteckigen Tunnelquerschnitt 21 aufweist, ein in Härte und/oder Dicke unterschiedlicher
starrer Abstützteil 22 eingeschoben.
[0021] Bei der Ausbildung nach Fig. 14 und 15 sind mit dem Trägerelement 9 starre Abstützelemente
23 integral verbunden, wobei je nach der Anzahl der jeweiligen starren Abstützelemente
23 im mittleren Querschnittsbereich des Trägerelementes 9 unterschiedliche Flexionseigenschaften
erzielt werden können. Bei dieser Ausbildung wird zur Erzielung unterschiedlicher
Härten bzw. unterschiedlicher Biegeelastizität das gesamte Trägerelement getauscht,
wohingegen es bei den vorangehenden Ausbildungen genügt, jeweils die starren Abstützelemente
zu tauschen oder in eine andere Position zu versetzen.
[0022] In Fig. 16 ist ein Längsschnitt durch einen vorderen Teil der Manschette dargestellt.
Innerhalb des Materialquerschnittes 24 der Manschette ist im vorderen Endbereich eine
Ausnehmung 25 vorgesehen, in welcher ein U-förmiges Trägerelement 26 eingelegt ist.
Innerhalb des lichten Querschnittes des U-förmigen Trägerelementes 26 ist ein Abstützelement
27 quer zur Längserstreckung der Nut 25 verschieblich gelagert, wobei die jeweilige
Verschiebelage durch eine Spindel 28 vorgegeben ist. Die Spindel 28 ist über eine
flexible Welle 29 mit einer Rändelmutter 30 verbunden, über welche die Verstellung
des Abstützelementes 27 erfolgen kann.
[0023] Bei der Ausbildung nach Fig. 17 und 18 ist die Rändelmutter 30 wiederum ersichtlich,
über welche das quer zum Schlitz verstellbare Abstützelement 27 in seiner Lage eingestellt
werden kann. Die Anordnung nach Fig. 17 wird durch ein das Abstützelement übergreifendes
elastisches Element 31 abgedeckt.
[0024] Bei der Ausbildung nach Fig. 19 enthält das Trägerelement 32 das Abstützelement 33,
welches in verschiedenen Drehlagen hochkant oder quer von der Unterseite in das Trägerelement
32 eingelegt werden kann. Das Abstützelement 33 weist hiebei im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt auf. Das Trägerelement 32 ist wiederum über eine in einem Langloch geführte
Achse festgelegt, wofür ein Schraubenbolzen 34 und eine eine Hülse aufweisende Mutter
35 zur Festlegung vorgesehen ist.
[0025] Bei den Ausbildungen nach Fig. 20 und 21 ist das im Querschnitt im wesentlichen rechteckige
Abstützelement 33 über einen Bügel 36 an der Manschette schwenkbar angelenkt, und
wie aus Fig. 21 ersichtlich ist, um seine Längsachse drehbar. Je nach der gewählten
Drehlage kommt somit die schmale oder die lange Kante des Abstützelementes 33 zur
Wirkung, wodurch sich die Abstützeigenschaften ändern lassen.
[0026] In Fig. 22 ist ein Abstützelement 37 um eine Achse 38 schwenkbar in einem Trägerelement
39 erhalten. Das Abstützelement 37 kann nach oben oder nach unten geklappt werden,
wodurch sich eine unterschiedliche Abstützcharakteristik ergibt. Schließlich ist bei
der Ausbildung nach Fig. 23 ein trapezförmiges Zugglied 40 vorgesehen, welches unter
Vermittlung einer Spannschnalle 41 in eine Ausnehmung einen Schlitz, eine Durchbrechung
oder Nut hinein- oder herausbewegt werden kann, wobei die schmälere Seite 42 des Abstützelementes
40 nach innen gerichtet ist. Die Verstellung entspricht somit einem Anheben oder Absenken
dieser schmäleren Kante 42 im Sinne des Doppelpfeiles 43, wodurch gleichfalls eine
Verstellung der wirksamen Breite des Abstützelementes erzielt wird, da die Seitenkanten
des Trapezes nach außen zu divergieren. Analoges gilt naturgemäß für ein im Querschnitt
dreieckiges Abstützelement.
[0027] Alle die vorgenannten Abstützelemente lassen sich in in der Zeichnung nicht dargestellter
Weise ohne weiteres in dem Schlitz bzw. Spalt zwischen der Unterkante der Manschette
3, welche in Fig. 1 mit 6 bezeichnet wurde und dem Vorsprung 5 der Schale 1 anordnen,
wodurch sich gleichfalls eine Veränderung der Dämpfungs- und Flexionseigenschaften
erzielen läßt.
1. Skistiefel mit einer aus Kunststoff bestehenden Schale (1) und einem relativ zur
Schale schwenkbaren Schaft bzw. einer Manschette (3) , deren der Schuhspitze zugewandter
Endteil bei einer Verschwenkung zur Schuhspitze an der Schale (1), insbesondere einem
Vorsprung (5) derselben, aufläuft, wobei der Schaft bzw. die Manschette (3) wenigstens
eine quer zur Schuhlängsrichtung verlaufende Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung (8,
25) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung
(8, 25) Trägerelemente (9, 26, 31, 32, 39), insbesondere gummielastische Einlagen,
eingelegt und starre Abstützelemente (10, 13, 16, 17, 19, 22, 23, 27, 33, 37, 40)
in ihrer Lage fixierbar einlegbar sind.
2. Skistiefel mit einer aus Kunststoff bestehenden Schale (1) und einem relativ zur
Schale schwenkbaren Schaft bzw. einer Manschette (3), deren der Schuhspitze zugewandter
Endteil bei einer Verschwenkung zur Schuhspitze an der Schale (1), insbesondere einem
Vorsprung (5) derselben aufläuft, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausnehmung zwischen
dem Endteil (6) des Schaftes (3) und dem Vorsprung (5) der Schale (1) wenigstens ein
in seiner Lage fixierbares Abstützelement (10, 13, 16, 17, 19, 22, 23, 27, 33, 37,
40) einlegbar ist.
3. Skistiefel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die starren Abstützelemente
(10, 13, 16, 17, 19, 22, 23, 27, 33, 37, 40) formschlüssig mit den Trägerelementen
(9, 26, 31, 32, 39) bzw. den gummielastischen Einlagen verbindbar sind.
4. Skistiefel nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerlemente
(9, 31, 32, 39) an den seitlichen Rändern der Ausnehmung, Nut oder Durchbrechung (8)
mit der Schale (1) verbunden sind.
5. Skistiefel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Trägerelemente
(9, 31, 32, 39) mit der Unterschale (1) über wenigstens eine die Manschette (3) bzw.
den Schaft durchsetzende Kopfschraube oder Niete (11, 18, 34, 35) erfolgt, deren Kopf
die Manschette bzw. den Schaft (3) außen übergreift und deren verbreiterter Fußteil
ein Langloch (12) der Schale (1) innen übergreift.
6. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse
des Langloches (12) gekrümmt verläuft und am Umfang eines Kreises liegt, dessen Mittelpunkt
in der Drehachse (2) des Schaftes bzw. der Manschette (3) liegt.
7. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfschraube
bzw. Doppelkopfniete (11, 18) als Zuganker ausgebildet ist.
8. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die starren
Abstützelemente (10) das Trägerelement (9) zumindest teilweise umgreifen.
9. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längserstreckung
des Langloches (12) dem zulässigen Schwenkwinkel der Manschette bzw. des Schaftes
(3) relativ zur Schale (1) entspricht.
10. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die starren
Abstützelemente (10, 19, 22) als Gleitelemente ausgebildet sind.
11. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
starren Abstützelemente (10, 13) die Durchbrechung, Nut oder Ausnehmung (8) an der
Schuhaußenseite übergreifen.
12. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
starren Abstützelemente (10, 13, 16, 17, 19, 22, 23, 33) in Ausnehmungen oder Durchbrechungen
(14, 15, 21) der von gummielastischen Elementen gebildeten Trägerelemente (9, 32)
einsetzbar sind.
13. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Abstützelement (10) quer zur Längsrichtung der Durchbrechung, der Nut oder der
Ausnehmung (8) verstellbar gelagert ist.
14. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abstützelement (27) von einem auf einer Gewindespindel (28) verschiebbaren und in
seiner Drehlage gehaltenen Anschlag gebildet ist, dessen Abmessung in Längsrichtung
der Spindel (28) kleiner ist als die lichte Weite der Durchbrechung, Nut oder Ausnehmung
(25).
15. Skistiefel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (28)
am Ende einer biegsamen Welle (29) festgelegt ist, deren anderes Ende in einer Ausnehmung
der Manschette (3) gelagert und mit einer Betätigungsrändelmutter (30) verbunden ist.
16. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Trägerelement (26) U-förmig ausgebildet ist.
17. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
U-förmige Trägerelement (26) als Dämpfungselement, insbesondere aus elastomerem Kunststoff
ausgebildet ist und die Abstützelemente (27) zumindest teilweise übergreift.
18. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Abstützelement (33) in seiner wirksamen Breite verstellbar ist.
19. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abstützelement als aufweitbarer Kniehebel, insbesondere als durch eine Spindel spannbares
Federblatt ausgebildet ist.
20. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abstützelement (40) im Querschnitt dreieckig oder trapezförmig ist und mit einer Dreieckspitze
oder der schmalen zur Basis parallelen Seite (42) des Trapezes in den Schlitz, die
Ausnehmung oder die Durchbrechung (8) eintaucht und in Richtung der Tiefe des Schlitzes,
der Ausnehmung oder der Durchbrechung (8) verstellbar, insbesondere gegen den Schlitz,
die Ausnehmung oder die Durchbrechung (8) spannbar ist.
21. Skistiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abstützelement (33) als im Querschnitt rechteckiges Element ausgebildet, um seine
Achse drehbar angelenkt und um eine weitere parallele Achse schwenkbar in den beiden
Drehlagen in den Schlitz, die Ausnehmung oder die Durchbrechung (8) einlegbar ist.