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(11) |
EP 0 106 232 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.06.1986 Patentblatt 1986/25 |
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Anmeldetag: 29.09.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F02P 19/02 |
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Glühkerze für Brennkraftmaschinen mit Fremdzündung
Heater plug for internal-combustion engines with external ignition
Bougie à incandescence pour moteurs à combustion interne avec allumage externe
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
13.10.1982 DE 3237922
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.1984 Patentblatt 1984/17 |
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Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Esper, Friedrich Josef, Dr.
D-7250 Leonberg (DE)
- Frey, Thomas, Dr. Dipl.-Ing.
D-7251 Friolzheim (DE)
- Polach, Wilhelm, Dr. Dipl.-Ing.
D-7141 Möglingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Glühkerze für Brennkraftmaschinen nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Es ist schon eine Glühkerze mit einem Heizkörper bekannt (DE-A-3
146 653), bei der auf einem elektrisch isolierenden, brennraumseits mit einem Boden
versehenem Keramikrohr ein leiterbahnartiges Heizelement angeordnet ist ; diese Glühkerze
ist insbesondere für Brennkraftmaschinen ohne Fremdzündung geeignet, ist aber auch
für Vielstoffmotoren mit Fremdzündung vorgesehen. Bei der Verwendung derartiger Glühkerzen
zur Zündung von Kraftstoffdampf-Luft-Gemischen im Zylinderkopf von Brennkraftmaschinen
mit Fremdzündung (Ottomotor) arbeiten diese Glühkerzen im unteren und im mittleren
Lastbereich ebenfalls einwandfrei, im oberen Lastbereich treten mit diesen Glühkerzen
jedoch unter Umständen Glühzündungen auf.
[0002] Bekannt ist auch schon eine Zündvorrichtung für Glühkopfmotoren (AT-B 69 738), bei
der ein nichtmetallischer, Wärme schlecht leitender Zündkörper vorgesehen ist, welcher
rohrförmig und brennraumseits mit einem Boden versehen ist und in seinem Innenraum
einen Metallkern als Träger aufweist. Der Zündkörper dient dabei als Wärmespeicher,
kann aber von beliebiger geeigneter Form sein (z. B. auch stabförmig), er trägt jedoch
kein elektrisches Heizelement wie heute allgemein bekannte Glühkerzen. Während des
Betriebs von Glühkopfmotoren muß der Zündkörper stets heiß sein, weil ein Zünden infolge
Selbstzündung des eingespritzten Kraftstoffes aufgrund des niedrigen Verdichtungsverhältnisses
(im allgemeinen bis 10:1), des schlecht beherrschbaren Zündzeitpunktes und der ungenügenden
Vermischung der Luft mit dem an der Zündstelle verdampfenden Kraftstoff nicht auftritt
; auch beim Anlaßvorgang muß deshalb der Zündkörper schon heiß sein.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Glühkerze mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß sie auch zuverlässig für das Zünden von Kraftstoffdampf-Luft-Gemischen
in Brennkraftmaschinen mit Fremdzündung (Ottomotor) Anwendung finden kann, d. h.,
daß sie nicht nur im unteren und im mittleren Lastbereich einwandfrei arbeitet, sondern
auch infolge der erfinderischen Merkmale im oberen Lastbereich das Entstehen von Glühzündungen
verhindert.
[0004] Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß eine solche Glühkerze keine Hochspannungsversorgung
benötigt, welche sonst bei Brennkraftmaschinen mit Fremdzündung erforderlich ist,
sondern mit einer erheblich billigeren und einfacheren Niederspannungsversorgung auskommt.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Glühkerze möglich.
Zeichnung
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine teilgeschnittene Seitenansicht
einer vergrößert dargestellten Glühkerze nach der Erfindung, Figur 2 den weiter vergrößert
dargestellten, brennraumseitigen Endabschnitt des in Figur 1 gezeigten Glühkerzen-Heizkörpers,
dessen Wärmesenke ein bei allen Betriebstemperaturen in festem Zustand bleibender,
bei niedrigen und mittleren Betriebstemperaturen einen Spalt zum Keramikträger bildender
Metallkern ist, und Figur 3 eine Darstellung des brennraumseitigen Endabschnitts eines
Glühkerzen-Heizkörpers ähnlich dem nach den Figuren 1 und 2, wobei jedoch in den Metallkern
zusätzlich ein optoelektronischer Brennraum-Sensor eingebaut ist.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Glühkerze 10 besteht im wesentlichen aus
drei Teilen : Einem Heizkörper 11, einem bolzenförmigen Anschlußmittel 12 und einem
rohrförmigen Metallgehäuse 13.
[0008] Das Metallgehäuse 13 hat für den Einbau der Glühkerze 10 in eine nicht dargestellte
Brennkraftmaschine an seiner Außenseite ein Einschraubgewinde 14, ein Schlüsselsechskant
15 und einen Dichtsitz 16. In der Längsbohrung 17 dieses rohrförmigen Metallgehäuses
13 befindet sich ein Dichtabsatz 18, auf welchem ein Dichtring 19 aufliegt und der
dem brennraumseitigen Endabschnitt der Glühkerze 10 abgewendet angeordnet ist.
[0009] Der Heizkörper 11 dieser Glühkerze 10 wird auf einem Teil seiner Länge von dem Metallgehäuse
13 fest und abdichtend umfaßt. Der Heizkörper 11 besitzt einen Keramikträger 20, welcher
aus elektrisch isolierendem Keramikmaterial oder Glaskeramik besteht, vorzugsweise
jedoch aus Aluminiumoxid hergestellt ist. Der Keramikträger 20 hat einen anschlußseits
weisenden Kopf 21, geht über eine anschlußseits weisende Dichtschulter 22 in einen
Bund 23 über, setzt sich brennraumseits als einen kleinen Durchmesser habender Bundansatz
24 fort und geht über eine brennraumseitsweisende Dichtschulter 25 in den Fuß 26 des
Keramikträgers 20 über. Der Keramikträger 20 liegt mit seiner brennraumseits weisenden
Dichtschulter 25 auf dem Dichtring 19 in der Gehäuse-Längsbohrung 17 auf, trägt auf
seiner anschlußseits weisenden Dichtschulter 22 einen Dichtring 27 und wird durch
einen am anschlußseitigen Endabschnitt des Metallgehäuses 13 befindlichen, auf den
Dichtring 27 drückenden Bördelrand 28 fixiert. Wie aus der Figur 1 ersichtlich ist,
besitzt das Metallgehäuse 13 einen sogenannten Warmschrumpfbereich 29, welcher an
sich bekannt ist (US-A 2111 916) und für einen abdichtenden Einbau des Heizkörpers
11 im Metallgehäuse 13 sorgt. Anstelle der Anwendung dieses Bördel- und Warmschrumpfprozesses
kann der Keramikträger 20 aber auch durch Einkitten oder ähnliches im Metallgehäuse
13 abdichtend festgelegt werden.
[0010] Der Keramikträger 20 besitzt eine Längsbohrung 30, welche anschlußseits offen und
brennraumseits mit einem Boden 31 verschlossen ist ; der als Kopfbohrung 32 bezeichnete
anschlußseitige Bereich der Keramikträger-Längsbohrung 30 geht über einen kegelstumpfförmigen
Bohrungsübergang 33 in die einen kleineren Durchmesser habende Fußbohrung 34 über.
Der Boden 31 des Keramikträgers 20 ragt in der vorliegenden Darstellung brennraumseits
aus der Längsbohrung 17 des Metallgehäuses 13 etwas heraus ; der Keramikträger-Kopf
21 ragt dagegen bei der dargestellten Ausführungsform der Glühkerze 10 etwas weiter
aus dem anschlußseitigen Ende des Metallgehäuses 13. Der brennraumseitige Endabschnitt
des Keramikträger-Fußes 26 ist mittels einer Schutzhülse 35 geschützt, welche aus
warmfestem Material besteht, am brennraumseitigen Ende des Metallgehäuses 13 durch
Schweißen oder ähnliches befestigt ist, Abstand vom Boden 31 des Keramikträgers 20
hält und mit Durchbrüchen 36 versehen ist, die dem Zutritt bzw. Austritt von unverbrannten
bzw. verbrannten Kraftstoffdampf-Luft-Gemischen zum Heizkörper 11 dienen.
[0011] Das Heizelement 37 dieses Heizkörpers 11 istwie bereits aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
(DE-U-8 103 317) bekannt - schichtförmig auf die Außenseite des Keramikträger-Fußes
26 aufgetragen, bevorzugt im Bereich des kuppenförmigen Keramikträger-Bodens 31, besteht
bevorzugt aus einer Platin-Rhodium-Legierung mit keramischem Anteil (z. B. Aluminiumoxid),
kann aber auch aus einem anderen geeigneten, elektrisch-leitendem Material hergestellt
sein. Dieses Heizelement 37 wird bevorzugt mittels bekannter Dickschichttechnik auf
dem Keramikträger 20 aufgebracht und kann von dem jeweiligen Anwendungszweck angepaßter
Konfiguration sein (z. B. mäanderförmig oder als Einschnürung). Dieses Heizelement
37 ist mit Anschlußleiterbahnen 38 bzw. 39 verbunden, welche ebenfalls in Dickschichttechnik
auf den Keramikträger 20 aufgebracht sind und in bevorzugter Weise aus einer Mischung
von Platin und Aluminiumoxid bestehen ; anstelle der Verwendung von Platin für diese
Anschlußleiterbahnen 38 und 39 wie auch für das Heizelement 37 können auch geeignete
Nichtedelmetalle wie z. B. Wolfram benutzt und in Dickschichttechnik auf den Keramikträger
20 aufgetragen werden.
[0012] Die erste Anschlußleiterbahn 38 ist bis auf die Dichtschulter 25 des Keramikträgers
20 geführt und steht hier über den Dichtring 19 mit dem elektrisch an Masse liegendem
Metallgehäuse 13 in elektrischer Verbindung. Die zweite Anschlußleiterbahn 39 verläuft
ganz bis zum anschlußseitigen Ende des Keramikträgers 20 und dann noch weiter in die
Keramikträger-Längsbohrung 30 hinein, und zwar bis zum kegelstumpfförmigen Bohrungsübergang
33 hin. Zur elektrischen Isolation gegenüber dem Metallgehäuse 13 und auch als Schutz
vor den Verbrennungsgasen und kurzschließenden Ablagerungen sind das Heizelement 37
und die Anschlußleiterbahnen 38, 39 ausschließlich ihrer Endabschnitte mit einer Schutzschicht
40 abgedeckt (siehe Figur 2) ; die zweite Anschlußleiterbahn 39 ist dabei zumindest
bis zum anschlußseitigen Ende des Keramikträger-Kopfes 21 mit dieser Schutzschicht
40 bedeckt. Bei dieser Schutzschicht 40 handelt es sich um ein dichtes, elektrisch
isolierendes, keramisches Material wie z. B. Aluminiumoxid und Magnesiumspinell.
[0013] Der in die Längsbohrung 30 des Keramikträgers 20 hineinragende Bereich der zweiten
Anschlußleiterbahn 39 steht über einen elektrisch leitfähigen, im Bereich des Bohrungsübergangs
33 und im brennraumseitigen Endabschnitt der Kopfbohrung 32 befindlichen Glasschmelzfluß
41 mit dem brennraumseitigen Endabschnitt eines in die Keramikträger-Längsbohrung
30 hineinragenden Anschlußmittels 12 elektrisch leitend in Verbindung. Das Anschlußmittel
12 ist als Bolzen gestaltet und besitzt an seinem brennraumseitigen Endabschnitt in
bevorzugter Weise eine Rändelung oder ein Gewinde als Verankerungsmittel 42. Während
das Verankerungsmittel 42 im Glasschmelzfluß festgelegt ist, besitzt der Anschlußbolzen
12 an seinem anschlußseitigen Endabschnitt ein Anschlußgewinde 43, über welches er
mit nicht dargestellten zusätzlichen Anschlußmitteln mit einer ebenfalls nicht dargestellten
Stromquelle elektrisch leitend in Verbindung steht. Zur axialen Fixierung des Anschlußbolzens
12 in der Keramikträger-Längsbohrung 30 ist er mit einem Bund 44 versehen, welcher
auf der Stirnseite 45 des Keramikträgers 20 aufliegt. Die Stromzuführung von der nicht
dargestellten Stromquelle zum Heizelement 37 erfolgt also über den Anschlußbolzen
12, den elektrisch leitenden Glasschmelzfluß 41 und die zweite Anschlußleiterbahn
39.
[0014] Anstelle der vorstehend aufgezeigten Stromzuleitung zum Heizelement 37 können als
Anschlußmittel aber auch sogenannte (nicht dargestellte) Landeplätze dienen, welche
auf dem Keramikträger-Kopf 21 isoliert voneinander anzuordnen wären ; die Landeplätze
werden bekannterweise in Dickschichttechnik auf den Keramikträger-Kopf 21 aufgetragen
und können beispielsweise aus Platin bestehen. Bei Verwendung derartiger Landeplätze
als Anschlußmittel kann auch die erste Anschlußleiterbahn 38 entsprechend zum Keramikträger-Kopf
21 geführt werden. Bei dieser Ausführungsform des Anschlußmittels kann der Anschlußbolzen
12 entfallen.
[0015] Damit eine solche Glühkerze 10 nun auch in Brennkraftmaschinen mit Fremdzündung (Ottomotor,
Vielstoffmotor) im oberen Lastbereich zuverlässig arbeitet, ist sie im Bereich der
Fußbohrung 34 des Keramikträgers 20 mit einer Wärmesenke 46 so ausgelegt, daß sie
bei Betriebstemperaturen oberhalb von etwa 850/950 °C Wärme aus dem brennraumseitigen
Bereich des Heizkörpers 11 in Richtung des anschlußseitigen Endabschnitts der Glühkerze
10 ableitet. Bei dieser in den Figuren 1 und 2 dargestellten Wärmesenke 46 handelt
es sich um einen Metallkern, welcher oberhalb der genannten Betriebstemperaturen mit
einem erheblichen Teil seiner Oberfläche am Keramikträger 20 anliegt, jedoch unterhalb
der genannten Betriebstemperaturen mindestens teilweise einen Spalt 47 gegenüber dem
Keramikträger 20 aufweist. Ein solcher Metallkern 46 besteht aus einem Material, welches
bei allen vorkommenden Betriebszuständen der Brennkraftmaschine einen festen Zustand
hat und aufgrund seines Ausdehnungs- bzw. Schrumpfverhaltens infolge Temperatureinwirkung
den Spalt 47 schließt bzw. öffnet. Als geeignete Stoffe für einen solchen Metallkern
46 eignen sich vorzugsweise Aluminiumbronze und Chrom-Nickel-Stahl, welche mit zunehmender
Temperatur auch eine zunehmende Wärmeleitfähigkeit besitzen, geeignet sind aber auch
andere Stoffe wie z. B. Kupfer und Silber. Die anschlußseitige Stirnfläche 48 dieses
Metallkernes 46 liegt etwa am anschlußseitigen Ende der Keramikträger-Fußbohrung 34,
kann aber auch weiter anschlußseits liegen, z. B. bis in den Bohrungsübergang 33 oder
sogar bis in den brennraumseitigen Abschnitt der Keramikträger-Kopfbohrung 32 reichen.
Die anschlußseitige Stirnfläche 48 des Metallkernes 46 bildet gleichzeitig die brennraumseitige
Begrenzung für den elektrisch leitfähigen Glasschmelzfluß 41.
[0016] Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel einer solchen Glühkerze 10 für Brennkraftmaschinen
mit Fremdzündung hat der Metallkern 46 einen Durchmesser von 2,8 mm und eine Länge
von 12 mm ; je nach Anwendungsfall können diese Maße variieren, insbesondere hinsichtlich
der Länge des Metallkernes 46, die etwa im Bereich zwischen 3 und 15 mm liegen kann.
Der Keramikträger 20 hat im Bereich seines Bodens 31 eine Wanddicke um 0.5 mm, verstärkt
sich in Richtung des Bundansatzes 24 jedoch auf etwa 3 mm. Elektrisch leitfähige Glasschmelzflüsse
41 sind an sich bekannt und beispielsweise in der US-Patentschrift (US-A-3 909 459)
beschrieben.
[0017] Bei dieser Glühkerze 10 ist zwischen der Wärmesenke 46 und der Fußbohrung 34 des
Keramikträgers 20 ein Spalt 47 vorhanden, welcher sich bei zunehmenden Betriebstemperaturen
entsprechend dem Ausdehnungsverhalten des Metallkerns 46 schließt und sich oberhalb
von etwa 850/950 °C mit einem erheblichen Teil seiner Oberfläche an die Wand der Fußbohrung
34 anlegt ; je mehr sich der Spalt 47 verengt bzw. je mehr Anteile seiner Oberfläche
sich an der Wand der Fußbohrung 34 anlegen, um so mehr Wärme wird aus dem brennraumseitigen
Endabschnitt des Heizkörpers 11 zum anschlußseitigen Bereich der Glühkerze 10 abgeleitet.
Auch die Gestaltung des Spaltes 47 hat für die Anpassung an die jeweilige Brennkraftmaschine
eine wesentliche Bedeutung ; es kann deshalb auch von Vorteil sein, wenn der Spalt
47 im Bereich des Keramikträger-Bodens 31 größer ist als seitlich neben dem Metallkern
46. Fallen die Betriebstemperaturen unter den Bereich von etwa 850/950 °C, so erweitert
sich der Spalt 47 wieder und führt weniger Wärme vom Keramikträger-Boden 31 ab. Infolge
der vorstehend beschriebenen Funktionsweise wird das Entstehen von Glühzündungen in
Brennkraftmaschinen mit Fremdzündung vermieden.
[0018] In der Figur 3 ist ein Heikörper 11/4 dargestellt. der in eine Glühkerze gemäß Figur
1 eingebaut werden kann und zusätzlich mit einem Brennraumsensor 55/4 versehen ist.
Im vorliegenden Beispiel ist in eine Längsbohrung 56/4 der Wärmesenke 46/4 ein z.
B. aus Quarzglas bestehendes optoelektronisches Sensorelement eingebaut ; dieses optoelektronische
Sensorelement führt anschlußseits durch den Glasschmelzfluß 41/4 und eine Zentralbohrung
57/4 des bolzenartigen Anschlußmittels 12/4 zu einem nicht dargestellten optoelektrischen
Wandler (DE-A-29 05 506) und ist brennraumseits mit einer linsenartigen, in der Nähe
des Bodens 31/4 des Keramikträgers 20/4 angeformten Verdickung 58/4 versehen. Anstelle
eines derartigen optoelektronischen Sensors 55/4 können aber auch andere den Betriebstemperaturen
widerstehende Sensorelemente Verwendung finden, z. B. Temperatursensoren. - Der Kopf
dieser Wärmesenke 46/4 ist mit 50/4 bezeichnet und der zwischen der Wärmesenke 46/4
und der Wand der Fußbohrung 34/4 des Keramikträgers 20/4 befindliche Spalt trägt das
Bezugszeichen 47/4. Dieser Spalt 47/4 verringert sich bei zunehmenden Betriebstemperaturen
und schließt sich - wie bereits beschrieben - bei Betriebstemperaturen oberhalb von
850/950 °C bzw. vergrößert sich wieder bei sinkenden Temperaturen. Zur Verbesserung
der Abdichtung zwischen dem Anschlußmittel 12/4 und dem Sensor 55/4 ist die durch
das Anschlußmittel 12/4 führende Zentralbohrung 57/4 brennraumseits mit einer koaxialen
Einsenkung 59/4 versehen, in welcher der Glasschmelzfluß 41/4 mit eindringt.
1. Glühkerze für Brennkraftmaschine mit Fremdzündung, mit einem dicht in den Zylinder
der Brennkraftmaschine einbaubaren, von einem rohrförmigen Metallgehäuse (13) umfaßten
Heizkörper (11), welcher einen rohrförmigen, brennraumseits mit einem Boden versehenen,
elektrisch isolierenden Keramikträger (20) für ein leiterbahnartiges, elektrisches
Heizelement (37) hat, welches auf der äußeren Oberfläche des Keramikträgers (20) angeordnet,
über leiterbahnartige Anschlußleiter (38, 39) mit dem anschlußseitigen Endabschnitt
des Keramikträgers (20) verbunden und von einer dichten, elektrisch isolierenden Schutzschicht
(40) bedeckt ist, wobei die Anschlußleiter des Heizelementes (37) mit zusätzlichen
Anschlußmitteln in elektrischer Verbindung stehen, die an eine Stromquelle anschließbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß im brennraumseitigen Abschnitt der Längsbohrung
(30) des Keramikträgers (20) als Wärmesenke (46) ein Metallkern angeordnet ist, welcher
aufgrund seines Ausdehnungsverhaltens infolge Temperatureinwirkung bei Betriebstemperaturen
oberhalb von etwa 850/950 °C mit einem erheblichen Teil seiner Oberfläche am Keramikträger
(20, 34) anliegt, aber unterhalb der genannten Betriebstemperatur mindestens teilweise
einen Spalt (47) gegenüber dem Keramikträger (20, 34) aufweist.
2. Glühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Metallkern ausgebildete
Wärmesenke (46) aus Aluminiumbronze, Chrom-Nickel-Stahl, Kupfer oder Silber besteht.
3. Glühkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußleiterbahnen
(38, 39) des Heizelementes (37) mit einer elektrisch isolierenden, dichten Schutzschicht
(40) abgedeckt sind, welche nur die als elektrische Verbindungsstellen dienenden Bereiche
der Anschlußleiterbahnen (38, 39) unbedeckt läßt.
4. Glühkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Heizkörper
(11/4) ein Brennraumsensor (55/4), vorzugsweise ein optoelektronischer Sensor angeordnet
ist, welcher bevorzugt in einer Längsbohrung (56/4) der als Metallkern ausgebildeten
Wärmesenke (46/4) und in einer Zentralbohrung (57/4) eines von den zusätzlichen Anschlußmitteln
umfaßten bolzenartigen Anschlußelements (12/4) verläuft.
1. Glow plug for internal-combustion engine with applied ignition, with a heater (11)
which can be fitted tightly into the cylinder of the internal-combustion engine, is
surrounded by a tubular metal casing (13) and has a tubular, electrically insulating
ceramic carrier (20) which is provided with a base on the combustion chamber side
and is for a conductor track-like electrical heating element (37), which is arranged
on the outer surface of the ceramic carrier (20), is connected via conductor track-like
connecting conductors (38, 39) to the end section of the ceramic carrier (20) on the
connection side and is covered by a dense, electrically insulating protective layer
(40), the connecting conductors of the heating element (37) being in electrical connection
with additional means of connection which can be connected to a power source, characterized
in that a metal core is arranged in the section of the longitudinal bore (30) of the
ceramic carrier (20) on the combustion chamber side as a heat sink (46), which metal
core, on account of its expansion behaviour owing to temperature effect, is in contact
over a considerable part of its surtace with the ceramic carrier (20, 34) at operating
temperatures above about 850/950 °C, but below the said operating temperature has
at least partially a gap (47) with respect to the ceramic carrier (30, 34).
2. Glow plug according to Claim 1, characterized in that the heat sink (45) designed
as metal core consists of aluminium bronze, chrome nickel steel, copper or silver.
3. Glow plug according to one of Claims 1 to 2, characterized in that the connecting
conductor tracks (38, 39) of the heating element (37) are covered by an electrically
insulating, dense protective layer (40) which leaves uncovered only the regions of
the connecting conductor tracks (38, 39) serving as electrical terminals.
4. Glow plug according to one of Claims 1 to 3. characterized in that a combustion
chamber sensor (55/4), preferably an optoelectronic sensor, is arranged in the heater
(11/4), which sensor preferably runs in a longitudinal bore (56/4) of the heat sink
(46/4) designed as metal core and in a central bore (57/4) of a bolt-like connecting
element (12/4) surrounded by the additional means of connection.
1. Bougie à incandescence pour moteur à combustion interne avec allumage externe,
comportant un corps chauffant (11) qui peut se monter de façon étanche dans le cylindre
du moteur à combustion interne, est entouré par un boîtier métallique tubulaire (13),
comporte un support céramique (20), muni d'un fond tubulaire côté chambre de combustion
et électriquement isolant, pour un élément électrique chauffant (37), du type ruban
conducteur, disposé sur la surface extérieure du support céramique (20), relié, par
l'intermédiaire d'un conducteur de raccordement du type ruban conducteur (31, 39),
à la portion d'extrémité, côté raccordement, du support céramique (20) et recouvert
d'une couche protectrice (40) étanche et électriquement isolante, étant précisé que
les conducteurs de raccordement de l'élément chauffant (37) sont en liaison électrique
avec des moyens supplémentaires de raccordement que l'on peut raccorder à une source
de courant, caractérisée en ce que dans la portion, côté chambre de combustion, de
l'alésage longitudinale (30) du support céramique (20) est disposé, comme dispositif
d'affaiblissement thermique (46), un noyau métallique qui, par suite de son comportement
en dilatation sous l'action de la température, s'applique, par une partie importante
de sa surface, contre le support céramique (20, 34) pour des températures d'exploitation
supérieures à environ 850/950 °C, mais, en dessous de la température d'exploitation
indiquée, présente au moins partiellement une fente (47) par rapport au support céramique
(20, 34).
2. Bougie à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif
d'affaiblissement thermique (46) conçu comme noyau métallique est constitué de bronze
d'aluminium, d'acier au chrome-nickel, de cuivre ou d'argent.
3. Bougie à incandescence selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce
que les rubans conducteurs de raccordement (38, 39) de l'élément chauffant (37) sont
recouverts d'une couche de protection (40) électriquement isolante, étanche et qui
ne laisse non recouvertes que les zones des rubans conducteurs de raccordement (38,
39) qui servent de points de liaison électrique.
4. Bougie à incandescence selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que dans le corps chauffant (11/4) est disposé un détecteur de chambre de combustion
(55/4), de préférence un détecteur optoélectronique, qui de préférence court dans
un alésage longitudinal (56/4) du dispositif d'affaiblissement thermique (46/4) conçu
comme noyau métallique ainsi que dans un alésage central (57/4) d'un élément de raccordement
(12/4), en forme de broche, entouré par les moyens supplémentaires de raccordement.

