(19)
(11) EP 0 092 886 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.07.1986  Patentblatt  1986/30

(21) Anmeldenummer: 83200586.2

(22) Anmeldetag:  21.04.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01B 27/02

(54)

Auf dem Gleis verfahrbare Maschine zum Planieren und Profilieren des Schotters

Displaceable apparatus on rails for levelling and profiling ballast

Machine déplaçable sur rails pour aplanir et profiler le ballast


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 23.04.1982 CH 2473/82

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.11.1983  Patentblatt  1983/44

(71) Anmelder: MATISA MATERIEL INDUSTRIEL S.A.
CH-1023 Crissier (CH)

(72) Erfinder:
  • Valditerra, Sergio
    Novi Ligure (IT)
  • Cicin-Sain, Ivo
    CH-1030 Bussigny (CH)

(74) Vertreter: Jörchel, Dietrich R.A. et al
c/o BUGNION S.A. Conseils en Propriété Industrielle 10, route de Florissant Case postale 375
1211 Genève 12 Champel
1211 Genève 12 Champel (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Derartige Maschinen sind bekannt (AT-B-359 112, US-A-1343 533, DE-A 1 534 072) und dienen dazu, im Anschluss an Gleisverlegungs-, Gleiserneuerungs-, Gleiskorrektur- und Bettungsreinigungsarbeiten, insbesondere im Anschluss an Gleisstopfarbeiten, den Bettungsschotter unter gleichmässiger Auffüllung der Schwellenfächer zu verteilen und zu planieren und die Bettungsschultern mit den Bettungsflanken zu profilieren. Wenn derartige Maschinen mit Schotterpflügen hinter Gleisstopfmaschinen eingesetzt werden, dann müssen sie insbesondere in der Lage sein, die beim Unterstopfen der Schwellen entstandenen Vertiefungen beiderseits der Schwellen mit Schotter aufzufüllen, welcher zu diesem Zwecke durch die Schotterpflüge von der Seite her soweit zur Schiene hin und aufwärtsbewegt werden muss, dass er zu diesen Stellen gelangt und dort die im allgemeinen entstandenen Löcher auffüllt. Mit der um eine horizontale Querachse rotierenden Bürste wird dann der auf den Schwellen liegende Schotter entfernt und zwischen den Schienen verteilt, wobei der überflüssige Schotter seitlich über die Schienen hinweg auf die Seite geschleudert wird.

    [0003] Damit der beim profilieren einer Bettungsflanke von der seitwärts ausgeschwenkten, schräg nach vorn und nach unten geneigten Pflugplatte erfasste Schotter nicht nur nach vorn gestossen, sondern vielmehr längs der Pflugplatte auch aufwärts bewegt und auf das Schotterbett neben die Schienen transportiert wird, ist es erforderlich, dass die Maschine mit einer verhältnismässig hohen Arbeitsgeschwindigkeit fährt, die wesentlich grösser als die mittlere Arbeitsgeschwindigkeit einer Gleisstopfmaschine ist. Nur bei einer hinreichend grossen Fahrgeschwindigkeit tritt diejenige dynamische Wirkung auf, welche ein Fliessen und dadurch eine Aufwärtsbewegung des Schotters bewirkt, so dass die Bereiche zwischen den Schwellen ausserhalb der Schienen und besonders die erwähnten Vertiefungen aufgefüllt werden. Wenn dagegen die Fahrgeschwindigkeit nur so gering wie die etwa 1 km je Stunde betragende mittlere Vorschubgeschwindigkeit einer Gleisstopfmaschine ist, tritt dieser dynamische Strömungseffekt des Schotters nicht ein.

    [0004] Daher wird bisher im allgemeinen so vorgegangen, dass die Schotterpflug-Maschine der Gleisstopfmaschine nicht gleichmässig folgt, sondern vielmehr in grösseren Zeitabständen derart eingesetzt wird, dass sie immer dann, wenn die Gleisstopfmaschine einen längeren Streckenabschnitt bearbeitet hat, mit entsprechend hoher Arbeitsgeschwindigkeit nachgeführt wird. Aus diesem Grunde ist es bisher nicht möglich, die Schotterpflug-Maschine einfach an die Gleisstopfmaschine anzukuppeln, was an sich sehr wirtschaftlich wäre, weil man dadurch für die Schotterpflug-Maschine einerseits einen Fahrmotor und andererseits Bedienungspersonal einsparen würde.

    [0005] Durch die FR-A-2 104 190 ist eine Maschine zum Verdichten und zum Planieren des Bettungsschötters bekannt, welche an einem quer orientierten Schwingbalken einstellbar befestigte Planierplatten für die horizontal orientierten Bereiche des Schotterbetts zwischen den Schienen und seitlich ausserhalb der Schienen, jedoch keine den Settungsflanken zugeordneten seitlichen Schotterpflüge aufweist. Der Schwingbalken mit den daran befestigten Planierplatten ist in seiner Längsrichtung, also quer zur Gleislängsachse, oszillierend antreibbar, wodurch dem unmittelbar vor den Planierplatten befindlichen Schotter eine entsprechende oszillierende Bewegung erteilt wird, welche eine Art Fliesseffekt erzeugt, so dass die zum Entfernen des Schotters von den Schwellen erforderliche Kraft herabgesetzt wird. Dieser lediglich zum Entfernen des Schotters von der oberfläche der Schwellen ausgenutzte Fliesseffekt entsteht also hierbei durch eine in Querrichtung erfolgende Vibration der Planierplatten und ist in seiner Wirkung durch die Richtung dieser Vibration begrenzt.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schotterpflug-Maschine derart zu verbessern, dass eine seitliche Aufwärtsbewegung des Schotters zum Auffüllen der oberen Bereiche der Bettungsschultern und vor allem der Schotterbettbereiche zwischen Bettungsschulter und Schiene, insbesondere der bei Gleisstopfarbeiten entstandenen Vertiefungen, auch bei sehr langsamen Arbeitsgeschwindigkeiten erzielt werden kann, wie sie den mittleren Arbeitsgeschwindigkeiten einer Gleisstopfmaschine entsprechen.

    [0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Maschine nach der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

    [0008] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass eine solche, von den Pflugplatten ausgeführte oszillierende Bewegung bzw. Vibration, die sich wegen der Unterteilung der bisher bei seitlichen Pflügen verwendeten grossen Flankenplatten in mehrere, entsprechend kleinere Pflugplatten besonders leicht realisieren lässt, den gewünschten dynamischen Fliesseffekt des Schotters bereits bei derart langsamen Fahrgeschwindigkeiten erzeugt, wie sie der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit von Gleisstopfmaschinen entsprechen. Damit bietet sich die sehr wirtschaftliche Möglichkeit, eine Schotterpflug-Maschine nach der Erfindung ohne eigenen Fahrmotor einfach an eine Gleisstopfmaschine anzukuppeln, wenn man dafür sorgt, dass sich die Schotterpflüge relativ zum Gleis mit einer wenigstens näherungsweise gleichförmigen Geschwindigkeit bewegen. Eine entsprechend gesteuerte Antriebseinrichtung, welche eine längsverschiebbar auf dem Chassis einer Gleisstopfmaschine gelagerte Vorrichtung derart hin- und herbewegt, dass sie bei schrittweisem Vorschub dieser Maschine in bezug auf das Gleis mit einer etwa gleichförmigen Geschwindigkeit vorrückt, ist an sich für einen Schotterverdichter bekannt.

    [0009] Bei einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Maschine nach der Erfindung sind daher die Schotterpflüge und die Bürsten auf einem Gestell montiert, das relativ zum Maschinenrahmen auf Führungsschienen längsverschiebbar gelagert und durch eine an sich bekannte Antriebseinrichtung derart hin- und herbewegbar ist, dass bei Ankupplung der Maschine an eine intermittierend vorrückende Gleisstopfmaschine dieses Gestell relativ zum Gleis mit einer wenigstens näherungsweise gleichförmigen Geschwindigkeit vorbewegt wird, die der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit der Gleisstopfmaschine entspricht. In diesem Falle benötigt die Schotterpflug-Maschine auch kein Bedienungspersonal. Ein derartiger, gemeinsam vorrückender Maschinenverband aus einer Gleisstopfmaschine und einer Schotterpflugmaschine nach der Erfindung erlaubt daher eine besonders wirtschaftliche und zeitsparende Gleisbearbeitung.

    [0010] Um Unterbrechungen der Arbeit zu verhindern, wenn eine oder mehrere der Pflugplatten auf ein Hindernis stossen, insbesondere auf einen der üblicherweise in geringen Abständen im Schotterbett verankerten Markierungspflöcke, ist gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Aufhängung der einzelnen Pflugplatten so eingerichtet, dass diese beim Auftreffen auf ein Hindernis individuell gegen die Wirkung einer Feder nachgeben können, vorzugsweise nach hinten klappbar sind.

    [0011] Eine weitere zweckmässige Ausgestaltung besteht darin, dass am äusseren Ende wenigstens eines der seitlichen Schotterpflüge eine um eine in ihrer Arbeitslage wenigstens näherungsweise vertikale Achse drehbare Schotterfräse installiert ist, welche mitsamt dem Schotterpflug zwischen einer unteren Arbeitslage und einer angehobenen Ruhelage verstellbar ist und die vorzugsweise nach Wahl im einen oder anderen Drehsinne angetrieben werden kann. Mit einer derartigen, am äusseren Pflugende angebrachten Schotterfräse lässt sich gleichzeitig mit dem Profilieren der Bettungsschulter auf einfache Weise der im allgemeinen am Fusse der Bettungsschulter längs des Gleises vorgesehene Fusspfad säubern, auf welchem der Kontrolleur bei visuellen Gleiskontrollen entlangläuft. Die wahlweise Drehrichtung der Schotterfräse erlaubt es ferner, den auf diesem Fusspfad liegenden Schotter entweder vor die Pflugplatten zu schleudern und damit zur Auffüllung des oberen Schotterbettbereichs zu verwenden oder aber, bei umgekehrter Drehrichtung der Schotterfräse, auf die Seite zu schleudern, sofern Schotter im Ueberfluss vorhanden ist.

    [0012] Weitere zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.

    [0013] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemässen Schotterpflug-Maschine, die an eine nur teilweise dargestellte Gleisstopfmaschine angekuppelt ist,

    Figur 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 nach Figur 1 in etwas vergrössertem Maßstab,

    Figur 3 eine Draufsicht auf die Maschine nach Figur 1 unter Fortlassung einiger auf dem Maschinenrahmen installierter Teile,

    Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV nach Figur 3 durch einen Schotterpflug, in vergrössertem Maßstab, und

    Figur 5 einen Schnitt längs der Linie V-V nach Figur 4.



    [0014] Gemäss den Figuren weist die in Arbeitsrichtung im Sinne des pfeils F vorbewegte Maschine einen Rahmen 1 mit Fahrwerken 2 auf, die auf den Schienen 3 rollen. Am Rahmen 1 sind in Rahmenlängsrichtung Führungsschienen 4 vorgesehen, auf denen ein Gestell 5 mit Rollen 6 längsverschiebbar gelagert ist. Im betrachteten Beispiel sind die Führungsschienen 4 durch waagerechte, einen U-Querschnitt aufweisende Hohlprofile der Seitenteile des Rahmens 1 gebildet, die ein Anheben oder Kippen des Gestells 5 verhindern. Das Gestell 5 hat einen unterhalb des Rahmens 1 befindlichen stabilen Träger 7, an dessen beiden Seiten je ein seitlicher Schotterpflug 8 bzw. 8' installiert ist und an welchem ausserdem zwei axial nebeneinanderliegende rotierende Bürsten 10 und 10' mit quer zur Gleislängsrichtung orientierten Achsen 11 bzw. 11' (Figur 2) befestigt sind. Diese Bürsten 10 und 10', die durch auf ihren Achsen montierte Hydraulikmotoren 9 bzw. 9' antreibbar sind, sitzen am Ende je eines Hebels 12 (Figur 1), der an einem unteren Vorsprung 13 des Gestells 5 angelenkt ist. An diesem Hebel 12 greift ein Zylinder-Kolben-System 14 an, dessen anderes Ende an einem oberen Gestellvorsprung 15 angelenkt ist und welches die Bürsten 10 bzw. 10' aus ihrer in den Figuren gezeigten, abgesenkten Arbeitslage in eine angehobene Ruhelage zu verstellen erlaubt.

    [0015] Die beiden Schotterpflüge 8 und 8' sind gleich aufgebaut. Der in Richtung des Pfeils F rechts liegende Schotterpflug 8' und seine Teile haben die mit einem Strich versehenen Bezugszahlen des linken Schotterpflugs 8 und werden daher bei der folgenden Beschreibung nicht jedesmal erwähnt. Jeder Schotterpflug hat ein Tragteil 16 mit mehreren, gelenkig daran befestigten Pflugplatten 17, die nebeneinander in einer gemeinsamen Ebene liegen und um eine parallel zu ihrer unteren Arbeitskante orientierte Achse 18 schwenkbar aufgehängt sind. Parallel zu dieser Achse 18 ist im Tragteil 16 ferner drehbar eine Exzenterwelle 19 gelagert, welche die Drehachse 20 hat (Figur 4). Diese Exzenterwelle 19 ist mit allen Pflugplatten 17 durch je zwei angelenkte Exzenterhebel 21 und eine mit diesen bei 22 gelenkig verbundene Uebertragungsstange 23 (Figuren 4 und 5) derart gekuppelt, dass die Pflugplatten 17 bei Drehung der Exzenterwelle 19 oszillierend im Sinne des Doppelpfeils (Figur 4) um ihre Schwenkachse 18 antreibbar sind. Zur Drehung der Exzenterwelle dient ein auf deren innerem Ende sitzender Hydraulikmotor 25.

    [0016] Die Anordnung ist ferner so getroffen, dass jede der Pflugplatten 17 beim Anstossen an ein Hindernis individuell nachgeben kann. Zu diesem Zwecke ist jede Pflugplatte 17 gegen die Wirkung von Federn 24 nach hinten klappbar, wenn sie auf ein nicht nachgebendes Hindernis auftrifft. Wie die Figuren 4 und 5 zeigen, umgeben die als Schraubenfedern ausgebildeten Federn 24 beiderseits des Angriffspunktes der Uebertragungsstange 23 die Achse 18, auf welcher die Pflugplatten 17 mit Lagerhülsen 17a drehbar sitzen. Das eine Ende der Federn 24 stützt sich gegen an den Lagerhülsen 17a bzw. den Pflugplatten 17 angeformte Anschläge ab, während die anderen, aufeinanderzu weisenden Federenden an Anschlägen 23a anliegen, welche an der Uebertragungsstange 23 angeformt sind. Die Pflugplatten 17 können auch so gelagert sein, dass sie beim Auftreffen auf ein Hindernis in anderer Weise gegen die Wirkung einer Feder individuell nachgeben.

    [0017] Der ganze Antriebsmechanismus für die Pflugplatten 17 ist durch ein oberes Blechgehäuse 26 abgedeckt.

    [0018] An den äusseren Enden der Schotterpflüge 8 und 8' ist ferner je eine am betreffenden Tragteil 16 montierte Schotterfräse 30 bzw. 30' vorgesehen (Figuren 1 bis 3), welche um eine in der Arbeitslage vertikale Achse 31 bzw. 31' wahlweise im einen oder anderen Drehsinne durch einen direkt auf dieser Achse sitzenden Hydraulikmotor 32 bzw. 32' angetrieben werden kann.

    [0019] Jeder Schotterpflug 8 bzw. 8' kann relativ zum Gestell 5 bzw. zum Rahmen 1 der Maschine um eine im wesentlichen in Maschinenlängsrichtung orientierte, horizontale Achse 27 bzw. 27' (Figur 2) in seiner Neigung eingestellt und aus seiner schräg abwärts gerichteten Arbeitslage, die in den Figuren 1 bis 3 für den Schotterpflug 8 dargestellt ist, in eine angehobene Ruhelage verschwenkt werden, welche die Figuren 1 bis 3 für den anderen Schotterpflug 8' zeigen und in welcher dieser Schotterpflug praktisch senkrecht nach oben orientiert ist, so dass er bei einer Ueberfahrt der Maschine innerhalb des in Figur 2 gestrichelt angedeuteten Lichtraumprofils 49 liegt. Zur erwähnten Einstellung des Schotterpflugs 8 bzw. 8' dient je ein im wesentlichen horizontal liegendes, unterhalb des Maschinenrahmens 1 angeordnetes Zylinder-Kolben-System 29 bzw. 29' (Figur 2), dessen eines Ende an einem im Winkel zum Tragteil 16 bzw. 16' an diesem befestigten Hebelarm 28 bzw. 28' angelenkt ist und dessen anderes Ende gelenkig mit einem nach unten gerichteten Ansatz 5a bzw. 5'a des Gestells 5 verbunden ist. Die Achsen 27 bzw. 27' liegen an der Verbindungsstelle des Tragteils 16 bzw. 16' mit dem betreffenden Hebelarm 28 bzw. 28'.

    [0020] Ausserdem kann jeder Schotterpflug 8 bzw. 8' in seiner Orientierung relativ zur Gleislängsrichtung eingestellt werden, also hinsichtlich des Winkels, den der Schotterpflug bzw. sein Tragteil mit der Schiene 3 einschliesst. Zu diesem Zwecke ist jeder Schotterpflug 8 bzw. 8' um eine Achse schwenkbar, die in der Arbeitslage des Schotterpflugs wenigstens näherungsweise vertikal orientiert ist. In Figur 3 ist die Lage der Achse 33 für den Schotterpflug 8 angedeutet, der mittels eines Zylinder-Kolben-Systems 34, welches einerseits am Träger 7, andererseits am Schotterpflug 8 angreift, im Sinne des Doppelpfeils 35 verstellbar ist. In gleicher Weise ist der andere Schotterpflug 8' einstellbar.

    [0021] Auf dem Rahmen 1 ist ferner eine Kabine 38 installiert, in welcher die zum Antrieb bzw. zur Speisung der erwähnten Hydraulikmotoren 9, 9',25, 25' und 32, 32' sowie zur Verstellung der erwähnten Zylinder-Kolben-Systeme 14, 29, 29' und 34, sowie des später noch erläuterten Zylinder-Kolben-Systems 40 dienenden Energieversorgungs- und Antriebsaggregate, im betrachteten Beispiel also im wesentlichen eine Hydraulikpumpe, und die erforderlichen Steuer- bzw. Regeleinrichtungen untergebracht sind. Die betreffenden Druckmittelleitungen sind in den Figuren nicht dargestellt. Schliesslich ist die Maschine noch mit einem Wasserbehälter 39 ausgerüstet, aus welchem das Schotterbett zur Verhinderung einer zu starken Staubentwicklung mit Wasser besprüht werden kann.

    [0022] Die Maschine nach der Erfindung ist - vorzugsweise dazu bestimmt, an eine im intermittierenden, schrittweisen Betrieb arbeitende, in Figur 1 angedeutete Gleisstopfmaschine 50 angekuppelt zu werden. Damit sich während der Arbeiten trotz des ruckweisen Vorschubs die Schotterpflüge 8,8' und die Bürsten 10,10' auf dem Rahmen 1 der Maschine wenigstens näherungsweise mit einer gleichförmigen, der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit der Gleisstopfmaschine entsprechenden Geschwindigkeit bewegen, ist eine besondere, an sich bekannte Antriebseinrichtung 40 (Figuren 1 und 3) in Form eines hydraulischen Zylinder-Kolben-Systems vorgesehen, welches das Gestell 5 relativ zum Rahmen 1 der Maschine im gewünschten Rhythmus hin- und herbewegt. Das eine Ende der Antriebseinrichtung 40 ist mit einem am Rahmen 1 befestigten Ansatz 41 verbunden, während ihr anderes Ende mit einem am Gestell 5 befestigten Ansatz 42 verbunden ist. Diese Antriebseinrichtung 40 wird in bekannter Weise als Funktion der intermittierenden Vorschubbewegung der Gleisstopfmaschine 50 zur Erzeugung einer alternierenden Bewegung des Gestells 5 relativ zum Rahmen 1 derart gesteuert, dass das Gestell 5 mit den Pflügen und den Bürsten relativ zum Gleis 3 wenigstens näherungsweise gleichförmig mit einer Geschwindigkeit bewegt wird, die der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit der Gleisstopfmaschine 50 entspricht. Die in Figur 1 strichpunktiert angedeutete Bürste 10a veranschaulicht eine nach vorn verschobene Stellung des Gestells 5.

    [0023] Die Arbeitsweise der Maschine ist in Figur 2 veranschaulicht. Der Schotterpflug 8 ist seitlich in eine der Neigung der zu profilierenden Bettungsschulter 43 entsprechende Schräglage ausgeschwenkt, in welcher er ausserdem die in Figur 3 gezeigte, schräg nach vorn weisende Orientierung einnimmt. Während der Fahrt wird der grösste Teil des von den Pflugplatten 17 erfassten Schotters infolge des dynamischen Effekts, welcher durch den oszillierenden Antrieb der Pflugplatten 17 erzeugt wird, längs dieser Pflugplatten 17 aufwärts gerüttelt und gelangt so im Sinne des pfeils 45 auf die Bettung und in die durch das Unterstopfen der Schwellen 44 erzeugten Vertiefungen auf der Aussenseite der betreffenden Schiene 3. Die Frequenz des oszillierenden Antriebs der Pflugplatten 17 bzw. 17' kann durch Aenderung der Drehzahl des die Exzenterwelle 19 antreibenden Motors bzw. gegebenenfalls durch Aenderung der Untersetzung je nach den Arbeitsbedingungen und dem Zustand des Schotters eingestellt werden und beispielsweise zwischen 300 und 1000 Schwingungen je Minute variieren. Die Schwingungsamplitude der Pflugplatten 17 bzw. 17' bzw. ihr maximaler Auslenkwinkel kann einige Zentimeter, vorzugsweise beispielsweise 5 Zentimeter, betragen und gegebenenfalls auch einstellbar sein.

    [0024] Gleichzeitig säubert die angetriebene Schotterfräse 30 den längs des Gleises am Fusse der Bettungsschulter 43 verlaufenden Pfad 47, auf dem der Kontrolleur zwecks visueller Gleiskontrolle entlanggeht. Wenn die Schotterfräse 30 im Sinne des Pfeils 36 nach Figur 3 angetrieben wird, gelangt der von der Schotterfräse 30 erfasste Schotter vor die Pflugplatten 17 und wird daher mit aufwärtsbewegt; wenn dagegen die Drehung der Schotterfräse 30 im andern Drehsinne erfolgt, wird der überflüssige Schotter zur Seite geschleudert.

    [0025] Die rotierenden Bürsten 10, 10' säubern in bekannter Weise die Schwellen 44, wobei der Schotter zwischen den Schienen, unter Auffüllung der Schwellenfächer und der durch das Stopfen entstandenen Vertiefungen, gleichmässig verteilt und der zwischen den Schienen 3 befindliche überschüssige Schotter über die Schienen hinweg seitlich nach aussen geschleudert wird. Zu diesem Zwecke sind im Bereich der Bürsten 10, 10' schräg aufwärts und nach aussen geneigte Schotterleitbleche 37 und 37' (Figur 3) am Gestell 5 befestigt.

    [0026] Im betrachteten Beispiel ist der andere Schotterpflug 8, in seine Ruhelage hochgeklappt. Wenn jedoch auf der der Bettungsschulter 43 abgewandten Seite des Gleises, wie in Figur 2 angedeutet, ein horizontaler Schotterbettabschnitt 46 vorhanden ist, wie er sich zwischen benachbarten Gleisen einer mehrgleisigen Strecke befindet, dann wird natürlich in der Regel der andere Schotterpflug 8' gleichzeitig dazu verwendet, diesen horizontalen Schotterbettabschnitt 46 zu planieren, wozu dieser Schotterpflug 8' in eine waagerechte position gebracht wird. Wenn sich in der Darstellung nach Figur 2 die zu profilierende Bettungsschülter auf der anderen Seite des Gleises befinden würde, dann würde selbstverständlich der Schotterpflug 8' diese Profilierung übernehmen, während der Schotterpflug 8 entweder in seine Ruhelage hochgeklappt oder aber waagerecht zwecks Planierung des horizontalen Schotterbettabschnitts eingestellt wird. Wenn bei einer eingleisigen Strecke beide Bettungsschultern zu profilieren sind, dann kann das selbstverständlich mit der Maschine nach der Erfindung gleichzeitig durch die beiden entsprechend orientierten Schotterpflüge 8 und 8' geschehen.

    [0027] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern lässt mannigfache Varianten zu. So können anstelle von hydraulischen Antrieben auch pneumatische oder elektrische Antriebe vorgesehen sein. Auch können die Antriebsmotoren im Prinzip in der Kabine 38 untergebracht und die zu betätigenden bzw. anzutreibenden Teile mit diesen Motoren durch entsprechende Getriebe bzw. Bewegungsübertrager verbunden sein. Auch ist selbstverständlich die Anzahl der Pflugplatten 17 bzw. 17' je Schotterpflug 8 bzw. 8' und dessen geometrische Gestalt beliebig wählbar.


    Ansprüche

    1. Auf dem Gleis (3) verfahrbare Maschine zum Planieren und Profilieren des Schotters, mit einstellbar am Rahmen (1) der Maschine befestigten, seitlichen Schotterpflügen (8, 8'), die sowohl in einem gewünschten Winkel zur Gleislängsachse als auch zur Anpassung an die Neigung der Bettungsflanken mit ihren unteren Arbeitskanten in einem entsprechenden Winkel zur Horizontalen einstellbar sind, und mit wenigstens einer um eine quer zur Gleislängsrichtung orientierte Achse (11, 11') rotierbaren Bürste (10, 10'), dadurch gekennzeichnet, dass jeder seitliche Schotterpflug (8, 8') aus mehreren Pflugplatten (17, 17') zusammengesetzt ist, welche in einer gemeinsamen Ebene nebeneinanderliegen, und dass diese Pflugplatten (17, 17') an einer wenigstens näherungsweise parallel zu ihren unteren Arbeitskanten orientierten Achse (18) schwenkbar aufgehängt und um diese Achse (18) oszillierend antreibbar sind.
     
    2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugplatten (17,17') beim Auftreffen auf ein Hindernis individuell gegen die Wirkung einer Feder (22) nachgeben.
     
    3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Pflugplatten (17,17') eines Seitenpflugs (8,8') durch eine gemeinsame, parallel zu ihrer Schwenkachse (18) orientierte Exzenterwelle (19) antreibbar sind.
     
    4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der die oszillierende Bewegung der Pflugplatten (17) erzeugende Antriebsmotor (25), vorzugsweise ein Hydraulikmotor, direkt auf der Exzenterwelle (19) sitzt.
     
    5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am äusseren Ende wenigstens eines der seitlichen Schotterpflüge (8,8') eine Schotterfräse (30, 30') installiert ist, . welche um eine in ihrer Arbeitslage wenigstens näherungsweise vertikale Achse (31) drehbar und mitsamt dem Schotterpflug (8,8') zwischen einer unteren Arbeitslage und einer angehobenen Ruhelage verstellbar ist.
     
    6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schotterfräse (30,30') wahlweise im einen oder im anderen Drehsinne antreibbar ist.
     
    7. Maschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schotterfräse (38,30') antreibende Motor (32, 32'), vorzugsweise ein Hydraulikmotor, direkt auf der Drehwelle der Schotterfräse sitzt.
     
    8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Schotterpflüge (8,8') und Bürste bzw. Bürsten (10,10') auf einem Gestell (5) montiert sind, welches relativ zum Rahmen (1) der Maschine auf Führungsschienen (4) längsverschiebbar gelagert und durch eine Antriebseinrichtung (40) derart hin- und herbewegbar ist, dass es bei Ankupplung der Maschine an eine intermittierend vorrückende Gleisstopfmaschine (50) relativ zum Gleis mit einer wenigstens näherungsweise gleichförmigen Geschwindigkeit vorbewegt wird, welche der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit der Gleisstopfmaschine (50) entspricht.
     
    9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der seitlichen Schotterpflüge (8,8') sowohl im wesentlichen horizontal zum Planieren der bei mehrgleisigen Strecken zwischen benachbarten Gleisen befindlichen Schotterbettung als auch in Schräglage zum Profilieren der Bettungsschulter orientierbar ist.
     


    Claims

    1. A ballast regulating machine rolling on track rails (3) for levelling and shaping the ballast,comprising side ploughs (8, 8') adjustably mounted to the machine frame (1), said side ploughs can be adjusted to a desired angle with respect to the track longitudinal axis as well as be set with their lower edges to an angle with respect to the horizontal, for adapting said ploughs to the slope of the ballast shoulders, and at least one rotary brush (10, 10') having its shaft (11, 11') extending transversely to the, longitudinal axis of the track, characterised in that each side plough (8, 8') is assembled of a plurality of plough blades (17, 17') disposed side by side in a common plane, and that said plough blades (17, 17') are on the one hand swivelling suspended from a shaft (18) at least substantially parallel to their lower working edges and on the other hand adapted to be driven for swivelling about said shaft (18).
     
    2. The machine according to claim 1, characterised in that the plough blades (17, 17') are adapted to yield separately against the resilient force of a spring when said blades hit an obstacle.
     
    3. The machine according to any of claims 1 or 2, characterised in that all the blades (17, 17') of a side plough (8, 8') are adapted to be driven by means of a common eccentric shaft (19) parallel to their swivelling shaft (18).
     
    4. The machine according to claim 3, characterised in that the drive motor (25) controlling the swinging movement of the plough blades (17), preferably a hydraulic motor, is mounted directly to said eccentric shaft (19).
     
    5. The machine according to any of claims 1-4, characterised in that the outer end of at least one side plough (8, 8') is provided with a ballast milling device (30, 30,) which, in its operative condition, is adapted to rotate about an at least substantially vertical axis (31) and adjustable jointly with the side plough (8, 8') between a lower operative position and a raised inoperative position.
     
    6. The machine according to claim 5, characterised in that said ballast milling device (30, 30') is adapted to rotate optionally in one or the other direction.
     
    7. The machine according to any of claims 4 or 5, characterised in that the motor (32, 32') that drives said ballast milling device (30, 30'), preferably a hydraulic motor, is coupled directly to the rotary shaft of the milling device.
     
    8. The machine according to any of claims 1-7, characterised in that said side ploughs (8, 8') and said brush or brushes (10, 10') are mounted to a frame (5) that is adapted to slide longitudinally on guide rails (4) with respect to the frame structure (1) of the machine, and to move to and fro under the control of drive means (40) in such a way that when the machine is coupled to an intermittently driven tamper machine (50) said frame is moved forwards relative to the tracks at a substantially uniform speed corresponding to the average working speed
     
    9. The machine according to any of claims 1-8, characterised in that each side ballast plough (8, 8') is adjustable for operating both in a substantially horizontal position for levelling the ballast between adjacent tracks in multiple-track railway sections and in an oblique position for shaping the ballast shoulders.
     


    Revendications

    1. Machine déplaçable sur rails pour aplanir et profiler le ballast, comprenant des charrues latérales (8, 8') fixées de manière réglable au châssis (1) de la machine et susceptibles d'être ajustées aussi bien quant à l'angle formé avec l'axe longitudinal de la voie qu'en ce qui concerne l'adaptation à la pente des flancs du ballast par l'inclinaison de leurs arêtes inférieures relativement à l'horizontale, et comprenant en outre au moins une brosse (10, 10') montée rotativement autour d'un axe (11, 11') orienté transversalement à la direction longitudinale de la voie, caractérisée par le fait que chacune des charrues latérales (8, 8') est constituée de plusieurs socs (17, 17') montés côte à côte dans un plan commun et par le fait que ces socs (17, 17') sont orientables autour d'un axe (18) au moins approximativement parallèle à leurs arêtes de travail inférieures et entraînables en un mouvement oscillant autour de cet axe (18).
     
    2. Machine selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les socs (17, 17') cèdent individuellement contre l'action d'un ressort (22) lorsqu'ils rencontrent un obstacle.
     
    3. Machine selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que tous les socs (17, 17') d'une charrue latérale (8, 8') sont entraînables par un arbre excentrique (18) orienté parallèlement à leur axe de pivotement (18).
     
    4. Machine selon la revendication 3, caractérisée par le fait que le moteur (25) engendrant le mouvement oscillant des socs (17), de préference un moteur hydraulique, est monté directement sur l'arbre excentrique (10).
     
    5. Machine selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait qu'à l'extrémité extérieure d'au moins l'une des charrues latérales (8, 8') est installée une fraise à ballast (30, 30') et montée rotativement autour d'un axe (31) au moins approximativement vertical dans sa position de travail et réglable avec la charrue (8, 8') entre une position inférieure de travail et une position soulevée de repos.
     
    6. Machine selon la revendication 5, caractérisée par le fait que la fraise à ballast (30, 30') est entraînable en rotation dans un sens ou dans l'autre.
     
    7. Machine selon la revendication 4 ou 5, caractérisée par le fait que le moteur (32, 32') entraînant la fraise à ballast (30, 30'), de préférence à moteur hydraulique, est monté directement sur l'arbre de la fraise.
     
    8. Machine selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que les charrues (8, 8') et la brosse, respectivement les brosses (10, 10') sont montées sur un bâti (5) déplaçable longitudinalement sur des rails de guidage (4) relativement au chassis (1) de la machine et entraînable selon un mouvement de va-et-vient par un dispositif d'entraînement (40), de telle sorte que lorsque la machine est accouplée à une bourreuse à avance intermittente (50), ce bâti se déplace à une vitesse approximativement uniforme relativement à la voie, cette vitesse correspondant à la vitesse moyenne de travail de la bourreuse (50).
     
    9. Machine selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée par le fait que chacune des charrues latérales (8, 8,) est orientable aussi bien horizontalement pour aplanir le ballast situé entre les voies voisines des sections à plusieurs voies qu'obliquement pour le profilage des épaulements du ballast.
     




    Zeichnung