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(11) |
EP 0 119 436 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.07.1986 Patentblatt 1986/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.02.1984 |
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Falzverfahren sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Folding method and device for carrying out the method
Procédé de pliage ainsi que le dispositif pour exécuter le procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
19.02.1983 DE 3305760
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.09.1984 Patentblatt 1984/39 |
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Anmelder: Albert-Frankenthal AG |
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D-67225 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Stork, Detlef, Dipl. ing.
D-6702 Bad Dürkheim-Ungstein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Munk, Ludwig, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Prinzregentenstrasse 1 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Falzverfahren zur Herstellung eines einen zweiten Längsfalz
aufweisenden, mit einem Rollendruckverfahren, insbesondere Rollenoffsetdruckverfahren,
bedruckten Falzprodukts, bei dem von mindestens einer mit stehenden Seiten bedruckten
Papierbahn heruntergeschnittene, einen ersten Längsfalz aufweisende Abschnitte mit
einem ersten Querfalz und dem zweiten Längsfalz versehen wird. Die Erfindung betrifft
ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Im Rollendruckverfahren, wie Rollenoffsetdruckverfahren wird in der Regel als Laufrichtung
der Papierbahn die Laufrichtung des Papiers (bevorzugte Faserrichtung im Papier),
die aus der Arbeitsrichtung der Papiermaschine bei der Herstellung des Papiers resultiert,
gewählt. Dies hat zur Folge, daß die Bedruckung der Papierbahn mit stehenden Seiten
erfolgen sollte, bei dem die Bundstege parallel zur Papierlaufrichtung angeordnet
sind. Das dem Bedrucken nachgeordnete Falzen ergibt dann eine Seitenanordnung in z.
B. einem Buch, mit der aufgrund der günstigen Papierlaufrichtung, insbesondere bei
klebegebundenen Prospekten, eine Wellenbildung im Bund vermieden werden kann. Die
Bücher lassen sich sehr gut aufschlagen.
[0003] Das Bedrucken mit stehenden Seiten erfordert beim Falzen ein Falzschema, wonach zunächst
eine erste Längsfalzung durchgeführt wird, wobei vorher ein Längsschnitt oder eine
Längsperforation im Bruch des ersten Längsfalzes eingebracht wird. Die durch die erste
Längsfalzung erzeugte doppelt liegende Papierbahn wird anschließend im Bruch des ersten
Querfalzes perforiert und dann quergeschnitten. Die quergeschnittenen Abschnitte werden
gesammelt und quergefalzt. Danach erhalten diese Produkte den zweiten Längsfalz. In
ähnlicher Weise wird Verfahren mit Produkten, die aus Strangfalzgruppen kommen.
[0004] Ab einer bestimmten Produktionsstärke oder bei Verwendung dicker Papiere tritt jedoch
bei der Erzeugung des zweiten Längsfalzes ein gravierendes, seit langem bekanntes,
bisher ungelöstes Problem auf. Durch den geschlossenen, ggf. perforierten Querfalzbruch
entstehen sogenannte Quetschfalten, obwohl um eine neutrale Faser des Papierpakets
gefalt wird. Die Ursache der Quetschfalten liegt in der Produktdicke begründet. Bei
sehr dicken Produkten werden beim Falzen die äußeren Lagen gestreckt; die Streckung
wird durch eine Verschiebung der Lagen zueinander ausgeglichen. Die inneren Lagen
erfahren eine Stauchung, für die kein Ausgleich möglich ist, weil die geschlossene
Querbruchkante bzw. Kopfseite des quergefalzten Produkts keine Relativbewegung der
einzelnen Produktlagen zuläßt. Die Quetschfalten mindern die Qualität des Druckerzeugnisses
derart, daß derzeit eine solche Produktion nicht durchgeführt wird. Man weicht vielmehr
auf die teurere, 2 x 16-Seiten-Produktion, bei der die Bedruckung der Papierbahn mit
liegenden Seiten erfolgt, aus, weil das dabei anzuwendende Falzschema ohne geschlossene
Falzbruchkanten arbeitet. Dadurch erhält man sich zwar den Vorteil, aus einer Zylinderumdrehnung
eine hohe Seitenzahl zu produzieren, handelt sich aber den Nachteil ein, daß wegen
der ungünstigen Laufrichtung des Papiers in Bezug auf die Lage der Bundstege die Buchbindung
schwierig ist. Die Produkte schlagen schwer auf, weisen Spannungen auf und werden
wellig.
[0005] Um dem aufgezeigten Problem zu begegnen, ist versucht worden, besonders gestaltete
Perforationsformen an der Kopfseite des letzten Querfalzes anzuordnen. Dieser Lösungsweg
hat jedoch auch nicht zum Erfolg geführt; die Quetschfalten werden lediglich dorthin
verlagert, wo die durch die besondere Querperforation erzeugten offenen Teile der
Bruchkante in die geschlossenen Teile übergehen.
[0006] Das aufgezeigte Problem ergibt sich z. B. auch bei der Zeitschriftenproduktion im
Rollenrotationsdruckverfahren mit stehenden Seiten. Hierbei findet bisher ein Falzapparat
mit einer zweiten Längsfalzeinrichtung Verwendung. Dabei ist das Problem des Drahtheftens
im Kreuzbruch im in-line-Verfahren bisher nicht gelöst. Das Drahtheften muß bisher
vielmehr offline in einem Sammelhefter erfolgen. Dies bedingt zahlreiche Verfahrensschritte,
die die Produktion verteuern. Das von dem der Rotationsdruckmaschine nachgeordneten
Falzapparat ausgelegte DIN A 4-Produkt wird palettiert und zwischengelagert. Danach
wird es in Zusammentragemaschinen zusammengetragen, wobei der zweite Längsfalz aufgeklappt
werden muß, um die Drahtheftung durchführen zu können.
[0007] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Quetschfalten
in der zweiten Längsfalzeinrichtung auszuschließen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 5 gelöst. Die Unteransprüche
kennzeichnen zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung. Anhand der Zeichnung wird
im folgenden die Erfindung beispielhaft näher erläutert.
[0009] Es zeigen:
Figur 1 schematisch eine Falzvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 2 schematisch eine Steganordnung in der Querfalzbruchkante,
Figur 3 eine Einrichtung zum Entfernen der Steg in der Querfalzbruchkante,
Figur 4 eine weitere Einrichtung zum Entfernen der Stege in der Querfalzbruchkante,
Figur 5 eine dritte Einrichtung zum Entfernen der Stege in der Querfalzbruchkante
und
Figur 6 schematisch den Verfahrensstammbaum zur erfindungsgemäßen in-line-Herstellung
von Zeitschriften.
In Figur 2 sind im abgebildeten, durch einen Bahnabschnitt gebildeten Produkt 20 Quetschfalten
21 dargestellt, die es nach der Erfindung zu verhindern gilt.
[0010] Die Falzvorrichtung gemäß Figur 1, die für die Zwecke der Erfindung eingerichtet
worden ist, weist im wesentlichen die Trichterwalze 1, den Falztrichter 2, die Schneid-
oder Längsperforationseinrichtung 3, Einlaufwalze 4, Papierleitwalzen 5, Zugwalzen
6, die Querperforiereinrichtung 7, das Zugwalzenpaar 8 mit einer Längsperforiereinrichtung,
einen Schneidzylinder 9, den Nuten-Falzmesserzylinder 10, den Falzklappenzylidner
11 sowie die Falztrommel 15 und die Falzwalzen 16 für den zweiten Längsfalz und ein
Schaufelrad 17 mit zugeordnetem Auslegeband auf.
[0011] Nach der Erfindung werden mit der Querperforiereinrichtung 7 aus der Papierbahn 13
quer zur Laufrichtung der Maschine Löcher 14, vorzugsweise - in der Draufsicht betrachtet
- viereckige Langlöcher ausgestanzt, wobei neben den Löchern Stege 18 verbleiben.
Vorzugsweise werden vier Stege von 1 bis 3 cm Breite gewählt. Zweckmäßigerweise werden
Löcher mit einer Länge von 50 bis 120 mm perforiert und Stege mit einer Länge von
10 bis 30 mm belassen. Die Löcher 14 und Stege 18 werden in der Papierbahn im Bereich
des Kopfsteges 12 des ersten Querfalzes angeordnet. Die Loch- und Stegverteilung sowie
die Dimensionen dieser Elemente werden derart gewählt, daß nur noch so viel Stege
verbleiben, daß das Einbringen des ersten Querfalzes möglich ist, d. h. es sollen
so wenig wie möglich Stege verbleiben, die auch so kurz wie möglich gehalten werden
sollen.
[0012] Erfindungsgemäß wird auf die Papierbahn mindestens ein Leimstreifen 30 (Figuren 2,
3) in dem dem zweiten Längsfalz 19 entsprechenden Bereich aufgebracht, derart, daß
die zusammengeführten Stränge der Papierbahn 13 durch die Leimspur zusammengehalten
werden. Das Aufbringen der Leimspur wird zweckmäßigerweise vor oder während der Bildung
des ersten Längsfalzes vorgenommen. Anstelle oder in Verbindung mit dem Leimauftrag,
der auch punkt- oder strichweise erfolgen kann, kann im Rahmen der Erfindung die mit
dem ersten Längsfalz versehene Papierbahn im Bereich der Bruchkante 19 des zweiten
Längsfalzes draht-oder fadengeheftet werden. Die Leimung, Draht-oder Fadenheftung
ist in der Zeichnung nicht gesondert abgebildet, weil Vorrichtungen für derartige
Verfahren bekannt sind und für ähnliche Zwecke verwendet werden.
[0013] Das quergefalzte Produkt 20 kann trotz der Stege 18 und Löcher 14 nicht längsgefalzt
werden, ohne daß die Quetschfalten 21 auftreten. Die Erfindung sieht daher vor, daß
die Stege entfernt werden, bevor der zweite Längsfalz durchgeführt wird. Dies erfolgt
zweckmäßigerweise wenn das quergefalzte Produkt 20 im Falzklappenzylinder 11 eingeklemmt
ist. In Figur 3 ist dieser Zustand schematisch abgebildet, wobei das Produkt 20 wegen
der besseren Übersicht mit lediglich zwei Lagen 22, 23 angedeutet ist. Das Falzmesser
24 des Falzmesserzylinders 10 hat das Produkt in den Schlitz 25 des Falzklappenzylinders
11 geschoben. Erfindungsgemäß ist im Falzklappenzylinder 11 eine in den Schlitz 25
hineinragende, um die Achse 26 drehbare Fräs- oder Schneideinrichtung 27 angeordnet,
deren Schneidelemente 28 die Stege 18 entfernen, wenn die Klemmelemente 29 das Produkt
20 festhalten.
[0014] Nach dem Entfernen der Stege 18 ist das Produkt 20 quergefalzt und wird zur Durchführung
des zweiten Längsfalzes geführt. Aufgrund der vorhergehenden Leimung oder Heftung
sind die Lagen des Produkts ausreichend fixiert, so daß ein Verschieben der Lagen
während der Weiterverarbeitung verhindert wird. Beim Bilden des zweiten Längsfalzes
können Quetschfalten nicht mehr auftreten, weil der Kopfbereich des Produkts freigeschnitten
bzw. offen ist. Es können somit die Leistungsmöglichkeiten bekannter Falzvorrichtungen
voll benutzt werden und z. B. 32-, 64-oder noch höher seitige Produkte ohne Quetschfaltenbildung
mit einem zweiten Längsfalz versehen werden.
[0015] Die Vorrichtung gemäß Figur 4 zeigt eine andere Beschneideinrichtung 31 für das Entfernen
der Stege 18, die mit einer an sich bekannten Bänderführung 32, die aus mehreren,
im seitlichen Abstand voneinander angeordneten Bändern besteht, zusammenwirkt. Die
Beschneideinrichtung 31 weist mehrere, seitlich nebeneinander angeordnete, an sich
bekannte Messerträgerzylinder 33 und Messerbalken 34 auf, die in den Lücken zwischen
den Bändern der Bänderführung 32 sitzen und deren Schneideinrichtungen die Stege 18
des quergefalzten Produkts 20 entfernen, wobei der Transport der Produkte 20 derart
erfolgt, daß sich die Stege 18 in den Lücken zwischen den Bändern befinden.
[0016] Eine weitere zweckmäßige Einrichtung zum Entfernen der Stege 18 wird in Figur 5 schematisch
dargestellt. Es handelt sich um den Anschlag 35, gegen den das Produkt 20 in an sich
bekannter Weise gefahren wird, bevor der durch den Pfeil 36 angedeutete zweite Längsfalz
eingebracht wird. Unter dem Anschlag 35 ist ein Messerbalken 37 angeordnet, der den
Anschlag 35 in Richtung auf das Produkt überragt. Über dem überragenden Teil des Messerbalkens
37 befindet sich ein Stanzmesser 38, dessen Schneide die Stege 18 entfernt.
[0017] Die Verwirklichung der Erfindung für eine in-line-Produktion von Zeitschriften ist
in Figur 6 zu erkennen. Aus der Auslage 39 eines an eine Rotationsdruckmaschine angebauten
Falzapparates gelangen die auf DIN A 3 gefalteten, einen Längs- und einen Querfalz
aufweisenden Produkte 20 geschuppt auf einen Transportmittel 40, z. B. ein Transportband,
das die Produkte vereinzelt und in eine Heftstation 41 führt. Dort erhält das Produkt
20 im Bereich der Falzkante 19 eine Heftung 42 (Draht und/oder Fadenheftung). Danach
wird es in eine Randbeschneideeinrichtung 43 befördert, in der der Kopfsteg 12 des
ersten Querfalzes mit Messern 44 entfernt wird. Anschließend gelangt das Produkt in
eine Falzeinrichtung 45, in der der zweite Längsfalz eingebracht wird. Es erfolgt
dann die übliche Weiterverarbeitung.
[0018] Mit der erfindungsgemäßen Kombination an sich bekannter Vorrichtungen gelingt es
somit, Zeitschriften die z. B. 32- 64- oder höher seitig sein können, ohne Quetschfaltenbildung
in-line zu produzieren. Es kann somit die Produktionskapazität einer Rotationsdruckmaschine
für die direkte Verarbeitung der gedruckten Produkte voll ausgenutzt werden. Für ein
derartiges Verfahren bestand seit langem ein erhebliches Bedürfnis. Die hervorragende
Idee, die Heftung des Produkts im Bereich der Falzkante für den zweiten Längsfalz
und das Entfernen des Kopfsteges des quergefalzten Produkts im Anschluß an die Falzung
des ersten Querfalzes durchzuführen, bringt erhebliche Vorteile und vereinfacht die
gesamte Zeitschriftenproduktion, die dicke Lagen verarbeiten muß.
1. Verfahren zur Herstellung eines einen zweiten Längsfalz aufweisenden, mit einem
Rollendruckverfahren, insbesondere Rollenoffsetdruckverfahren, bedruckten Falzprodukts,
bei dem von mindestens einer mit stehenden Seiten bedruckten Papierbahn heruntergeschnittene,
einen ersten Längsfalz aufweisende Abschnitte mit einem ersten Querfalz und dem zweiten
Längsfalz versehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfsteg des ersten Querfalzes
entfernt wird, nachdem vorher die einzelnen Papierlagen in dem der Falzkante des zweiten
Längsfalzes entsprechenden Bereich miteinander verbundem wurden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen der Papierbahn
vor der Bildung des ersten Querfalzes in dem der Falzkante des zweiten Längsfalzes
entsprechenden Bereich vorzugsweise durch Leimung miteinander verbunden und in dem
dem Kopfsteg des ersten Querfalzes entsprechenden Bereich mit Löchern versehen werden,
zwischen denen Stege stehengelassen werden, die während oder nach der Bildung des
ersten Querfalzes entfernt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung von
Zeitschriften aus bereits einen ersten Längsfalz und einen ersten Querfalz aufweisenden
Heften, insbesondere im Format DIN A 3, die einzelnen Lagen der Hefte nach der Bildung
des ersten Querfalzes durch Heftung miteinander verbunden werden, wonach der Kopfsteg
des ersten Querfalzes abgetrennt und dann der zweite Längsfalz eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Falzprodukte mit mindestens 32 Lagen hergestellt werden.
5. Vorrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit Einrichtungen zur Erzeugung eines ersten Längsfalzes, von Papierbahnabschnitten,
eines ersten Querfalzes und eines zweiten Längsfalzes, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem von der Einrichtung zur Erzeugung des ersten Querfalzes (Falzklappenzylinder
11) bis zur Einrichtung zur Erzeugung des zweiten Längsfalzes (Falzwalzen 16 bzw.
Falzstation 45) reichenden Bereich eine den Kopfsteg des ersten Querfalzes entfernende
Beschneideinrichtung (27 bzw. 33, 34) vorgesehen ist, der eine in dem der Falzkante
des zweiten Längsfalzes entsprechenden Bereich der Papierbahn (13) bzw. Papierbahnabschnitte
(20) wirksame, vorzugsweise durch eine Heft- und/oder Leimeinrichtung gebildete Lagenverbindeeinrichtung
vorgeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 2, bestehend aus einer Trichterwalze, einem Falztrichter, einer Schneid-
oder Längsperforiereinrichtung, Einlaufwalzen, Papierleitwalzen, Zugwalzen, sowie
Zugwalzen mit einer Längsperforiereinrichtung, einem Schneidzylinder, einem Nuten-Falzmesserzylinder,
einem Falzklappenzylinder, sowie einer Falztrommel mit zugeordneten Falzwalzen für
den zweiten Längsfalz und einem Schaufelrad, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Trichterwalze
(1) eine Heft- und/oder Leimeinrichtung zur Beleimung des Bereichs der Falzkante des
zweiten Längsfalzes und zwischen dem Falztrichter (2) und dem Schneidzylinder (9)
eine Querperforiereinrichtung (7) angeordnet sind, und daß in dem den Falzklappenzylinder
(11) und die Falzwalzen (16) der zweiten Längsfalzeinrichtung umfassenden Bereich
eine Kopfstegbeschneideinrichtung (27, 28 bzw. 33, 34 bzw. 37, 38) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschneideinrichtung
als Fräs- oder Schneideinrichtung (27) ausgebildet ist, die um eine zylinderachsparallele
Achse (26) drehbar im Falzklappenzylinder (11) gelagert ist und in einem der Querfalzeinrichtung
zugeordneten Schlitz (25) hineinragt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschneideinrichtung
aus mehreren, seitlich nebeneinander angeordneten Messerträgerzylindern (33) und Messerbalkenzylindern
(34) besteht, die in den Lücken zwischen den vorzugsweise zwischen dem Falzklappenzylinder
(11) und den Falzwalzen (16) des zweiten Längsfalzes angeordneten Bandführung (32)
angeordnet sind, wobei die quergefalzten Bahnabschnitte (20) in der Bandführung (32)
derart geführt werden, daß die stehengelassenen Stege (18) sich im Bereich der Lücken
zwischen den Bändern befinden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschneideinrichtung
aus einem unter einem der zweiten Längsfalzeinrichtung zugeordneten Anschlag (35)
angeordneten Messerbalken (37) und einem über dem Messerbalken (37) befindlichen Stanzmesser
(38) besteht, wobei der Messerbalken (37) den Anschlag (35) entgegen der Laufrichtung
der Produkte (20) überragt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 3, mit einer einen einmal längs- und quergefalzte Hefte auslegenden, an eine
Rollenrotationsdruckmaschine angebauten Falzapparat enthaltenden Produktionsstraße,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Falzapparat (Auslage 39) eine Heftstation (41), eine
Randbeschneideinrichtung (43) und hieran sich anschließend eine Längsfalzeinrichtung
(45) nachgeordnet sind.
1. In a method for producing a signature which has a second longitudinal foldand has
been printed on by means of a roller printing process, in particular an offset roller
printing process, wherein a first transverse fold and a second longitudinal fold are
placed on sections which have been cut from at least one web of paper printed on with
the pages standing and have a first longitudinal fold, characterized in that the head
bridge of the first transverse fold is removed after the different layers of paper
have first been fixed to each other in the area corresponding to the folding edge
of the second longitudinal fold.
2. A method as claimed in claim 1 characterized in that, before the firsttransverse
fold is placed, the layers of the web of paper are fixed to each other preferably
by means of gluing in the area corresponding to the folding edge of the second longitudinal
fold, and, in the area corresponding to the head bridge of the first transverse fold,
holes are made into them between which bridges are left to be removed while or after
the first transverse fold is placed.
3. A method as claimed in claim 1 characterized in that, for producing magazines from
booklets which already have a first longitudinal and a first transverse fold,in particular
in standard paper-size A 3, the different layers of the booklets, after the first
transverse fold is placed, are fixed to each other by means of stitching, after which
thehead bridge of the first transverse fold is cut off, and then the second longitudinal
foldis placed.
4. A method as claimed in anyone of the preceding claims characterized in that signatures
with at least 32 layers are produced.
5. A device, in particular for carrying out the method claimed in anyone of the preceding
claims, with mechanisms for producing a first longitudinal fold, sections of the web
of paper, a first transverse fold, and a second longitudinal fold, characterized in
that, between the mechanism for placing the first transverse fold (folding jaw cylinder
11) and the mechanism for placing the second longitudinal fold (folding rollers 16or
respectively folding station 45), there is a cutting off mechanism (27 or respectively
33, 34) for removing the head bridge of the first transverse fold, preceded bya mechanism
for joining the layers which works in the area of the web (13) of paper or respectively
of the sections (20) of the web of paper corresponding to the folding edge of the
second longitudinal fold, and is preferably in the form of a stitchingand/or gluing
mechanism.
6. A device as claimed in claim 5, in particular for carrying out the methodclaimed
in claim 2, consisting of a funnel roller, a former, a cutting or longitudinal perforation
mechanism, feeding rollers, paper guide rollers, traction rollers, as well as traction
rollers with a longitudinal perforation mechanism, a cutting cylinder, a slot tucker
blade knife cylinder, a folding jaw cylinder, as well as a folding barrel with the
cooperating folding rollers for the second longitudinal fold and a fan wheel, characterized
in that, before the funnel roller (1), there is a stitching and/or gluing mechanism
for gluing the area of the folding edge of the second longitudinal fold, and, between
the former (2) and the cutting cylinder (9), a transverse perforation mechanism (7),
and that, in the area comprising the folding jaw cylinder (11) and the folding rollers
(16) of the second longitudinal folding mechanism, there is a mechanism (27, 28 or
respectively 33, 34 or respectively37, 38) for cutting off the head bridges.
7. A device as claimed in claim 6 characterized in that the cutting mechanism is in
the form of a facing or trimming mechanism (27) which is turningly supported in the
folding jaw cylinder (11) around an axis (26) parallel to the cylinder axis and projects
into a slot (25) cooperating with the transverse folding mechanism.
8. A device as claimed in claim 6 characterized in that the cutting mechanism consists
of several blade holding cylinders (33) and blade log cylinders (34) which are placed
laterally next to each other and situated in the gaps between the belt system (32)
preferably placed between the folding jaw cylinder (11) and the folding rollers (16)
of the second longitudinal fold, whereby the sections (20) of the web of paper folded
transversally are so directed in the belt system (32) that the remaining bridges (18)
are situated in the area of the gaps between the belts.
9. A device as claimed in claim 6 characterized in that the cutting mechanism consists
of a blade log (37) placed below a stop (35) cooperating with the second longitudinal
folding mechanism, and a punch knife (38) situated above the blade log (37) whereby
the blade log (37) projects over the stop (35) contrary to the direction of courseof
the signatures (20).
10. A device as claimed in claim 5, in particular for carrying out the methodclaimed
in claim 3, with a line of production containing a folding apparatus which pays out
once longitudinally and transversally folded booklets and is attached to a roller
rotary printing press, characterized in that the folding apparatus (paying-out 39)
is followed by a stitching station (41), an edge trimming mechanism (43) and a longitudinal
folding mechanism (45) following the latter.
1°) Procédé pour fabriquer un produit plié qui possède un second pli longitudinal
et a été imprimé au moyen d'un procédé d'imprimerie àrouleaux, notamment un procédé
d'imprimerie offset à rouleaux, dans lequel des sections ayant été coupées d'au moins
une bande de papier imprimée aux pages debout et possédant un premier pli longitudinal
sont munies d'un premier pli transversal et du second pli longitudinal, caractérisé
en ce que l'intervalle de tête du premier pli transversal est enlevé après que les
différentes feuilles ont d'abord été jointes les unes aux autres dans la zone correspondante
au bord de pli du second pli longitudinal.
2°) Procédé tel que revendique en 1, caractérisé en ce que les feuilles de la bande
de papier, avant que le premier pli transversal ne soit mis, sont jointes lesunes
aux autres de preférence par collage dans la zone correspondante au bord de pli du
secondpli longitudinal, et sont, dans la zone correspondante à l'intervalle de tête
du premier plitransversal, percées de trous entre lesquels des intervalles sont laissés
pour être enlevés pendant ou après que le premier pli transversal est mis.
3°) Procédé tel que revendiqué en 1, caractérisé en ce que, dans la production de
revues a partir de cahiers qui possèdent déja un premier pli longitudinal et un premier
pli transversal, notamment au format normalisé A 3, les différentes feuilles des cahiers,
après que le premier pli transversal est mis, sont jointes les unes aux autres par
couture, apres quoi l'intervalle de tête du premier pli transversal est enlevé et
puis le second pli longitudinal est mis.
4°) Procédé tel que revendiqué dans l'une quelconque des revendications precedentes,
caractérisé en ce que des produits pliés d'au moins 32 feuilles sont fabriqués.
5°) Appareil, notamment pour effectuer le procédé tel que revendiqué dans l'une quelconque
des revendications précédentes, avec des dispositifs pour mettre un premier pli longitudinal,
produire des sections de la bande de papier, mettre un premier pli transversal et
un second pli longitudinal, caractérisé en ce que, entre le dispositif pour mettre
le premier pli transversal (cylindre de lames à pliage 11 ) et le dispositif pour
mettrele second pli longitudinal (rouleaux à pliage 16, respectivement station à pliage
45), il y a un dispositif à coupage (27, respectivement 33, 34) pour enlever l'intervalle
de tête du premier pli transversal, précédé d'un dispositif pour joindre les feuilles
qui fait effet dans la zone de la bande de papier (13), respectivement des sections
(20) de la bande de papier,correspondante au bord de pli du second pli longitudinal,
et qui, de préférence, est sous forme d'un dispositif à couture et/ou collage.
6°) Appareil tel que revendiqué en 5, notamment pour effectuer le procédé tel que
revendiqué en 2, se composant d'un rouleau d'entonnoir, d'un entonnoir de pliage,
d'un dispositif à coupage ou à perforation longitudinale, de rouleaux chargeurs, de
rouleaux conducteurs de papier, de rouleaux de traction, ainsi que de rouleaux de
traction avec un dispositif à perforation longitudinale, d'un cylindre à coupage,
d'un cylindrede couteaux à rainure et pliage, d'un cylindre de lames à pliage, ainsi
que d'un tambour à pliage avec de rouleaux à pliage solidaires pour pour mettre le
second pli longitudinal, etd'une roue à palettes, caractérisé en ce Que, avant le
rouleau d'entonnoir (1), il y a un dispositif à couture et/ou collage pour mettre
de la colle dans la zone du bord de pli du second pli longitudinal, et entre l'entonnoir
de pliage (2) et le cylindre à coupage (9) il y a un dispositif à perforation transversale
(7), et en ce qu'il y a un dispositif (27, 28, respectivement 33,34, respectivement
37, 38) à couper l'intervalle de tête dans la zone comportant le cylindrede lames
à pliage (11) et les rouleaux à pliage (16) du second dispositif a pliage longitudinal.
7°) Appareil tel que revendique en 6, caractérisé en ce que le dispositif à coupage
est sous forme de dispositif (27) à fraisage ou massicotage qui estlogé dans le cylindre
de lames à pliage (11), mobile autour d'un axe (26) parallèle à l'axe du cylindre,
et avance dans une fente (25) solidaire du dispositif à pliage transversale.
8°) Appareil tel que revendique en 6, caractérisé en ce que le dispositif à coupage
se compose de plusieurs cylinders porte-couteau (33) et cylindres de poutres à couteau
(34), qui sont situés lateralement les uns à côté des autres et se trouvent dans les
lacunes entre le système de chaînes (32) étant situe de préférence entre le cylindre
de lames à pliage (11) et les rouleaux à pliage (16), les sections de la bande (20)
pliées transversalement etant guidées de telle sorte dans le système de chaînes (32)
que les intervalles (18) restants sé trouvent dans la zone des lacunes entres les
chaînes.
9°) Appareil tel que revendiqué en 6, caractérisé en ce que le dispositif à coupage
se compose d'une poutre à couteau (37) qui est située au dessous d'une butée (35)
solidaire du second dispositif a pliage longitudinal, et d'un poinçonneur (38)qui
se trouve au-dessus de la poutre à couteau (37), cette dernière depassant la butée
(35) dans le sens inverse de la direction de course des produits (20).
10°) Appareil tel que revendiqué en 5, notamment pour effectuer le procédé tel que
revendiqué en 3, avec une ligne de production contenant une plieuse qui une fois étale
les cahiers pliés longitudinalement et transversalement et s'ajoute à une machine
à imprimer rotative à rouleaux, caractérisé en ce que la plieuse (etalage 39) est
suivie d'une station à couture (41 d'un dispositif à couper les bords (43) et d'un
dispositif à pliage longitudinal (45) suivant ce dernier.