(19)
(11) EP 0 038 002 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.09.1986  Patentblatt  1986/39

(21) Anmeldenummer: 81102581.6

(22) Anmeldetag:  06.04.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: G09G 1/16, G06F 3/153

(54)

Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm einer Anzeigeeinheit

System for displaying characters on a screen

Dispositif d'affichage de caractères sur un écran


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 10.04.1980 DE 3013706
15.04.1980 DE 3014437

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.10.1981  Patentblatt  1981/42

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Furjanic, Ivan
    D-8000 München 19 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm einer Anzeigeeinheit entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

    [0002] Aus der DE-PS 25 40 734 ist eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm einer Anzeigeeinheit bekannt, bei der die darzustellenden Zeichen durch Codezeichen codiert in einem Datenspeicher gespeichert sind. Eine Bildsteuereinheit ruft die Codezeichen in periodischer Folge, entsprechend 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde aus dem Datenspeicher ab. Die Bildsteuereinheit enthält einen Zeichengenerator, in dem den Formen der am Bildschirm darstellbaren Zeichen zugeordnete Datenwörter gespeichert sind. In Abhängigkeit von den am Bildschirm darzustellenden Zeichen werden die entsprechenden Datenwörter aus dem Zeichengenerator ausgelesen und als Liniensignale der Anzeigeeinheit zugeführt. Falls die Anzeigeeinheit als Kathodenstrahlröhre ausgebildet ist, stellen die Liniensignale Videosignale dar, mit denen eine Helltastung des Elektronenstrahls erfolgt.

    [0003] Bei einer aus der DE-PS 24 46 048 bekannten Anordnung zum Darstellen von Zeichen ist der Bildwiederholspeicher als Schieberegister ausgebildet. In dem Schieberegister laufen die den darzustellenden Zeichen zugeordneten Codezeichen entsprechend der Bildwechselfrequenz ständig um. Unter Verwendung eines Multiplexers werden die, jeweils eine Zeile darstellenden Codezeichen aus dem Schieberegister ausgelesen. Die Codezeichen werden ebenfalls einem Zeichengenerator zugeführt, der den Formen der Zeichen zugeordnete Datenwörter abgibt. Unter Verwendung der Datenwörter werden auch bei dieser bekannten Anordnung die Videosignale für die als Kathodenstrahlröhre ausgebildete Anzeigeeinheit erzeugt.

    [0004] Bei diesen bekannten Anordnungen ist für die Darstellung der Zeichen ein Zeilenraster vorgegeben, das jeweils aus mehreren Linien gebildet ist und das nicht veränderbar ist. Weiterhin sind die Zeichen nur an vorgegebenen Zeichenplätzen darstellbar.

    [0005] Aus einer Veröffentlichung "Distributed Architecture For A Fast High Resolution Raster Scan Display" von H. Roethlisberger in "Microprocessors And Their Applications", Fifth Euromicro Symposium On Microprocessing And Microprogramming, 28. bis 30. Aug. 1979, Amsterdam, 1979, Seiten 59 bis 62 ist es bekannt, einen Bildwiederholspeicher im Verbindungsweg zwischen dem Bildgenerator und der Anzeigeeinheit anzuordnen. Der Bildwiederholspeicher ist als Bildpunktspeicher ausgebildet, bei dem jedem Bildpunkt auf dem Bildschirm ein Speicherelement zugeordnet ist. Bei der Verwendung eines derartigen Bildwiederholspeichers im Verbindungsweg zwischen dem Bildgenerator und der Anzeigeeinheit ist es möglich, die Zeichen unabhängig von einem Zeilenraster an beliebigen Stellen des Bildschirms darzustellen. Im Bildgenerator ist ein Zeichengenerator vorgesehen, mit dessen Hilfe den Codezeichen zugeordnete Datenwörter erzeugt werden. Der Zeichengenerator ist über einen Datenbus mit einem Mikrorechner verbunden und über einen weiteren Datenbus mit dem Bildpunktspeicher verbunden.

    [0006] Unter Verwendung der aus dieser Veröffentlichung bekannten Anordnung ist es nicht ohne weiteres möglich Mehrfachzeichen wie beispielsweise das Zeichen"0" darzustellen, wenn dieses nicht im Zeichengenerator gespeichert ist und es ist auch nicht ohne weiteres möglich die im Bildpunktspeicher gespeicherten Datenwörter zu ändern oder zu löschen.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung anzugeben, die auf einfache Weise ein Andern oder Löschen der im Bildpunktspeicher gespeicherten Datenwörter von Zeichen ermöglicht und bei deren Verwendung insbesondere eine einfache Darstellung von Mehrfachzeichen möglich ist.

    [0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Anordnung der eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

    [0009] Der Bildpunktspeicher wird zu diesem Zweck vorzugsweise in einer Betriebsart "read-modify-write" betrieben. Bei dieser Betriebsart wird bei jedem Speicherzyklus zunächst die gespeicherte Information ausgelesen und vor dem erneuten Einspeichern der Information ist es möglich, diese zu ändern. Die Änderung erfolgt unter Verwendung der Verknüpfungseinheit.

    [0010] Für eine Darstellung von Doppel- oder Mehrfachzeichen ist es vorteilhaft, wenn die Verknüpfungseinheit die Datenwörter und die ausgelesenen Datenwörter entsprechend einer ODER-Funktion verknüpft. In entsprechender Weise ist es zum Löschen von Datenwörtern zweckmäßig, wenn die Verknüpfungseinheit die Datenwörter und die ausgelesenen Datenwörter entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft.

    [0011] Es wäre denkbar, den Speicher im Bildpunktspeicher als Schieberegister auszubilden. Das Einspeichern und Ausspeichern der Datenwörter erfolgt erfordert insbesondere dann einen geringen Aufwand, wenn der Speicher als dynamischer MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff ausgebildet ist. Bei derartigen dynamischen MOS-Speichern müssen die gespeicherten Informationen spätestens nach einer jeweils vorgegebenen Zeitdauer-wieder aufgefrischt (englisch: refresh) werden. Bei der Anordnung sind für das Auffrischen keine besonderen Maßnahmen erforderlich, wenn das Auf frischen der im Speicher gespeicherten Datenwörter durch das periodische Auslesen bei der Darstellung der Zeichen am Bildschirm erfolgt.

    [0012] Eine Unterbrechung der Darstellung beim Einspeichern von Datenwörtern in den Speicher ist nicht erforderlich, wenn das Einspeichern der Datenwörter in den Bildpunktspeicher während des Linienrücklaufs und/oder während des Bildrücklaufs erfolgt.

    [0013] Falls die Datenwörter im Bildpunktspeicher byteweise gespeichert sind, ist es zweckmäßig, daß der Bildpunktspeicher einen Parallel-Serien-Umsetzer enthält, dessen parallele Eingänge mit den Ausgängen des Speichers und dessen Ausgang mit der Anzeigeeinheit verbunden ist.

    [0014] Zur Steuerung der Zusammenarbeit des Bildpunktspeichers mit dem Bildgenerator und der Anzeigeeinheit ist es vorteilhaft, wenn der Bildpunktspeicher eine Zeitsteuereinheit enthält, die Steuersignale für das Einspeichern der Datenwörter in den Speicher, das periodische Auslesen der Datenwörter aus dem Speicher und die Synchronisierung der Anzeigeeinheit erzeugt.

    [0015] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Anordnung gemäß der Erfindung anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

    Figur 1 ein Blockschaltbild eines mit der Anordnung versehenen Telekommunikationsgeräts,

    Figur 2 ein Blockschaltbild eines Bildgenerators und eines Bildpunktspeichers,

    Figur 3 ein Blockschaltbild einer im Bildpuktspeicher vorgesehenen Speichereinheit.



    [0016] Das in Figur 1 dargestellte Telekommunkationsgerät wird durch einen Mikroprozessor MP gesteuert. An dem Mikroprozessor MP ist einerseits eine Unterbrechungssteuerung IS und andererseits eine programmierbare Steuereinheit für einen direkten Speicherzugriff DMA (direct memory access) angeschlossen. Über einen Datenbus DB und gegebenenfalls einen Adressenbus sind ein Primärspeicher PS, ein Sekundärspeicher SS, eine Tastatur TA, ein Drucker DR, ein Kommunikationsteil KT und eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen am Bildschirm BS einer Anzeigeeinheit AZ angeschlossen. Der Primärspeicher PS ist als Halbleiterspeicher ausgebildet und er dient als Programmspeicher und Arbeitsspeicher. Der Sekundärspeicher SS kann als Floppy-Disk-Speicher und/oder als Magnetblasenspeicher ausgebildet sein. Die Tastatur TA enthält Tasten für die Eingabe von alphanumerischen Zeichen und Funktionstasten zum Durchführen unterschiedlicher Funktionen.

    [0017] Der Drucker DR ist in bekannter Weise ausgebildet und enthält ein Typen- oder ein Mosaikdruckwerk. Das Kommunikationsteil KT ist mit einer Fernleitung FL verbunden und enthält Übertragungseinheiten für das Senden mittels der Tastatur TA eingegebener Zeichen oder gespeicherter Zeichen und für das Empfangen von Zeichen.

    [0018] Die Anordnung zum Darstellen von Zeichen auf dem Bildschirm BS einer Anzeigzeinheit AZ enthält neben der Anzeigeeinheit AZ einen Bildgenerator BG und einen Bildpunktspeicher BP. Bei einer Darstellung von Zeichen auf dem Bildschirm BS werden diesen Zeichen zugeordnete Codezeichen vom Primärspeicher PS oder vom Sekundärspeicher SS über den Datenbus DB zum Bildgenerator BG übertragen. Der Bildgenerator BG enthält einen Zeichengenerator ZG, der in an sich bekannter Weise der Form der Zeichen zugeordnete Datenwörter enthält. In Abhängigkeit von den Codezeichen werden die entsprechenden Datenwörter aus dem Zeichengenerator ZG ausgelesen und zum Bildpunktspeicher BP übertragen. Jedem Bildpunkt auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement eines im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen Speichers SP zugeordnet. In diesen Speicherelementen werden die Datenwörter gespeichert. Der Bildpunktspeicher BP dient als Bildwiederholspeicher und aus ihm werden die Datenwörter entsprechend einer Bildwechselfrequenz von ca. 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde ausgelesen und zur Anzeigeeinheit AZ übertragen. Der Bildschirm BS der Anzeigeeinheit AZ kann als Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre ausgebildet sein. In diesem Fall wird aus den Datenwörtern ein Videosignal erzeugt, mit dem der Elektronenstrahl hell getastet wird. Falls der Bildschirm BS aus einzelnen Bildelementen gebildet wird, werden die Datenwörter diesen Bildelementen zugeführt.

    [0019] Die Darstellung der Zeichen am Bildschirm BS erfolgt linienweise und die darzustellenden Zeichen werden aus Bildpunkten zusammengesetzt, die auf diesen Linien angeordnet sind. Ein Zeichenplatz wird beispielsweise aus 6x12 Bildpunkten gebildet und die Zeichen werden innerhalb des Zeichenplatzes in einem Grundraster von 5x7 Bildpunkten dargestellt.

    [0020] Die Speicherkapazität des im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen Speichers SP beträgt 512x256 Bit, so daß die Zeichen in 21 Zeilen mit jeweils 85 Zeichen auf dem Bildschirm BS darstellbar sind.

    [0021] Weitere Einzelheiten werden im folgenden zusammen mit den Darstellungen in den Figuren 2 und 3 beschrieben.

    [0022] Der in Figur 2 dargestellte Bildgenerator BG enthält eine Steuereinheit ST, die beispielsweise ebenfalls als Mikroprozessorsystem ausgebildet ist. Die Steuereinheit ST ist eingangsseitig mit dem Datenbus DB verbunden. Bei einer Darstellung eines Zeichens auf dem Bildschirm BS wird das diesem Zeichen zugeordnete Codezeichen CZ über den Datenbus DB zum Bildgenerator BG übertragen. Die Steuereinheit ST schaltet das Codezeichen CZ zum Zeichengenerator ZG durch, in dem der Form des Zeichens zugeordnete Datenwörter DW gespeichert sind. Das Zeichen wird rasterlinienweise gebildet, wobei jede Rasterlinie einem Datenwort DW entspricht. Außerdem werden über den Datenbus DB Adressensignale übertragen, die den Koordinaten des Zeichens am Bildschirm BS zugeordnet sind. Diese Koordinaten werden in zwei Registern XAR und YAR zwischengespeichert.

    [0023] Der Bildpunktspeicher BP enthält eine Zeitsteuereinheit ZS, die die Übergabe der Datenwörter DW in den in einer Speichereinheit SPE vorgesehenen Speicher SP, ein Auslesen der Datenwörter DW aus dem Speicher SP für eine Erzeugung des Videosignals VS und eine Erzeugung von Synchronisiersignalen SV und SH für eine vertikale und horizontale Synchronisierung der Anzeigeeinheit AZ steuert.

    [0024] Die Übertragung der Datenwörter in die Speichereinheit SPE kann linienweise oder zeichenweise erfolgen. Im ersten Fall werden jeweils die einer Linie zugeordneten Datenwörter DW der in einer Zeile dargestellten Zeichen übertragen. Im zweiten Fall werden zeitlich nacheinander die einem Zeichen zugeordneten Datenwörter DW übertragen.

    [0025] Die Übertragung erfolgt zweckmäßigerweise jeweils nach der Darstellung einer Linie oder eines vollständigen Bildes auf dem Bildschirm BS. Dies wird durch ein von der Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal S1 bestimmt.

    [0026] Zum Manipulieren der im Speicher SP gespeicherten Datenwörter ist dem Speicher SP eine Verarbeitungseinheit ALU vorgeschaltet. Diese Verarbeitungseinheit ist beispielsweise als handelsübliche arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildet. Sie verknüpft die an ihren Eingängen anliegenden Signale nach arithmetischen oder logischen Funktionen. Die Art der Verknüpfung wird durch Steuersignale S2 festgelegt, die von der Steuereinheit ST abgegeben werden.

    [0027] Da der Speicher SP byteweise organisiert ist, werden die Datenwörter DW1 in der Speichereinheit SPE einem Parallel-Serien-Umsetzer zugeführt, der nach einer Parallel-Serienumsetzung der Datenwörter DW1 das Videosignal VS erzeugt und dieses an die Anzeigeeinheit AZ abgibt.

    [0028] Bei dem in Figur 3 dargestellten Bildpunktspeicher BP enthält die Speichereinheit SPE als Speicher SP einen dynamischen MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff. Zum Darstellen von 512x256 Bildpunkten an der Anzeigeeinheit AZ hat der Speicher SP eine Speicherkapazität von 18 KB. Der Speicher SP ist byteweise organisiert, so daß sein Adressenraum 18 K umfaßt. Die niederwertigen Adressenbits werden durch die Adressensignale A2 dargestellt. Die Adressensignale A1 und A2 werden einem Multiplexer MX1 zugeführt. Beim Einspeichern von Datenwörtern DW in den Speicher SP schaltet der Multiplexer MZ1 die Adressensignale A1 und A2 zu einem Multiplexer MX2 durch. Das Durchschalten erfolgt durch ein von der Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal SZ während des Linienrücklaufs und/oder des Bildrücklaufs des Elektronenstrahls. Durch ein Signal S3 schaltet ein MX2 zunächst die niederwertigen Bits als Zeilenadresse und anschließend die höherwertigen Bits als Spaltenadresse des Speichers SP durch. Gleichzeitig gibt die Zeitsteuereinheit ZS Signale ZA und SA an den Speicher SP ab, mit denen mitgeteilt wird, daß es sich bei der jeweils anliegenden Adresse um eine Zeilen- bzw. um eine Spaltenadresse handelt. Gleichzeitig wird ein Schreibsignal SB abgegeben. Anschließend wird das vom Bildgenerator BG abgegebene Datenwort an der durch die Adressensignale A1 und A2 gekennzeichneten Stelle im Speicher SP eingespeichert.

    [0029] Zum Darstellen der Zeichen auf dem Bildschirm BS wird der Speicher SP zeilenweise ausgelesen. Die Zeitsteuereinheit ZS enthält einen Zähler, der Adressensignale AD erzeugt, die in zyklischer Reihenfolge zeitlich nacheinander die Speicherelemente der Zeilen des Speichers SP und innerhalb der Zeilen diejenigen der einzelnen Spalten aufrufen. Beim Auslesen schaltet das Signal SZ die Signale AD zum Ausgang des Multiplexers MX1 durch. In ähnlicher Weise wie beim Einspeichern erzeugt die Zeitsteuereinheit ZS die Signale S3, ZA und SA, so daß der Speicher SP zeilenweise ausgelesen wird. Die gespeicherten Datenwörter werden byteweise parallel ausgelesen und als Signale DW1 einem Parallel-Serien-Umsetzer PSU zugeführt. Der Parallel-Serien Umsetzer PSU erzeugt unter Steuerung durch ein Signal S4 aus den Datenwörtern DW1 das Videosignal VS, das für das Helltasten des Elektronenstrahls in der Kathodenstrahlröhre der Anzeigeeinheit AZ verwendet wird. Die Zeitsteuereinheit ZS gibt gleichzeitig die Synchronisiersignale SV und SH an die Anzeigeeinheit AZ ab.

    [0030] Bei der Darstellung von Zeichen, deren Formen im Zeichengenerator ZG gespeichert sind, werden, gesteuert durch das Signal S2, die Datenwörter DW unverändert über die Verknüpfungseinheit ALU zum Speicher SP durchgeschaltet.

    [0031] Bei der Darstellung von Mehrfachzeichen, die aus im Zeichengenerator ZG gespeicherten Zeichen zusammensetzbar sind, werderrzunächst die Datenwörter DW eines ersten Zeichens in den Speicher eingespeichert. Nach dem Auslesen der gespeicherten Datenwörter DW1 werden diese mit den Datenwörtern DW des weiteren Zeichens in der Verknüpfungseinheit ALU entsprechend einer ODER-Verknüpfung verknüpft und an die entsprechende Stelle im Speicher SP eingespeichert, an der zuvor die Datenwörter DW1 gespeichert waren. Auf diese Weise erfolgt eine Kombination der Bildpunktmengen der beiden Zeichen, so daß am Bildschirm BS die Vereinigungsmenge der Bildpunkte dargestellt wird. Hierzu wird der Speicher SP vorzugsweise in der Betriebsart "read-modify-write" betrieben, bei der zunächst die gespeicherte Information ausgelesen und dann gegebenenfalls nach einer Anderung wieder an dieselbe Speicherstelle eingeschrieben wird. Die ODER-Verknüpfung wird ebenfalls mit Hilfe eines Signals S2 eingestellt.

    [0032] Zum Löschen eines im Speicher SP gespeicherten Datenworts wird dieses Datenwort nach dem Auslesen entsprechend einer Antivalenzfunktion mit dem vom Zeichengenerator ZG abgegebenen Datenwort DW verknüpft; Durch die Verknüpfung der beiden gleichen Datenwörter wird ein aus lauter Binärwerten 0 gebildetes Datenwort im Speicher SP eingespeichert. Auch die Antivalenzfunktion wird durch ein Signal S2 eingestellt. Es ist auch möglich, die Zeichen am Bildschirm invers darzustellen, so daß die Farben des Hintergrunds oder des Zeichens vertauscht sind, wenn die Datenwörter DW oder DW1 mit einem aus lauter Binärwerten 1 gebildeten Datenwort entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft werden.

    [0033] Der Speicher SP kann als Abbild des Bildschirms BS aufgefaßt werden. Jedem möglichen Bildpunkt auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement im Speicher SP zugeordnet. Wenn der Elektronenstrahl an der einem möglichen Bildpunkt zugeordneten Stelle hellgetastet werden soll, ist in dem entsprechenden Speicherelement ein Binärzeichen mit einem ersten Binärwert, beispielsweise den Binärwert 1 eingespeichert. In entsprechender Weise sind an den Stellen, an denen der Elektronenstrahl nicht hellgetastet wird, Binärzeichen mit dem Binärwert 0 eingespeichert. Jede Zeile des Speichers SP entspricht einer Linie auf dem Bildschirm BS.

    [0034] Durch die Verwendung des Speichers SP können die Zeichen an beliebigen Koordinaten des Bildschirms BS dargestellt werden. Diese Koordinaten werden durch die Adressensignale A1 und A2 gekennzeichnet.


    Ansprüche

    1. Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm (BS) einer Anzeigeeinheit (AZ), bei der die Zeichen am Bildschirm (BS) linienweise dargestellt werden, bei der ein Bildgenerator (BG) unter Verwendung eines Zeichengenerators (ZG) den Formen der Zeichen zugeordnete Datenwörter (DW) erzeugt und bei der im Verbindungsweg zwischen dem Bildgenerator (BG) und der Anzeigeeinheit (AZ) ein mit einem Speicher (SP) versehener Bildpunktspeicher (BP) angeordnet ist, bei der die Datenwörter (DW) in dem Speicher (SP) gespeichert und periodisch-ausgelesen werden und bei der der Bildpunktspeicher (BP) den darzustellenden Zeichen zugeordnete Videosignale (VS) an die Anzeigeeinheit (AZ) abgibt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß dem Speicher (SP) im Bildpunktspeicher (BP) eine als arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildete Verknüpfungseinheit (ALU) vorgeschaltet ist, mittels der die Datenwörter (DW) vor ihrem Einspeichern in Speicherelemente des Speichers (SP) mit aus denselben Speicherelementen des Speichers (SP) zuvor ausgelesenen Datenwörtern (DW) in Abhängigkeit von zugeführten Steuersignalen (S2) verknüpfbar sind.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinheit (ALU) die Datenwörter (DW) und die ausgelesenen Datenwörter (DWI) entsprechend einer ODER-Funktion verknüpft.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinheit (ALU) dia Datenwörter (DW) und die ausgelesenen Datenwörter (DW1) entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft.
     
    4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Speicher (SP) als dynamischer MOS-Speicher mit wahldreiem Zugriff ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Auffrischen der im Speicher (SP) gespeicherten Datenwörter (DW) durch das periodische Auslesen bei der Darstellung der Zeichen am Bildschirm (BS) erfolgt.
     
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Einspeichern der Datenwörter (DW) in den Bildpunktspeicher (BP) während des Linienrücklaufs und/oder während des Bildrücklaufs am Bildschirm (BS) erfolgt.
     
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Bildpunktspeicher (BP) einen Parallel-Serien-Umsetzer (PSU) enthalt, dessen parallele Eingänge mit den Ausgängen des Speichers (SP) und dessen Ausgang mit der Anzeigeeinheit (AZ) verbunden ist.
     
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Bildpunktspeicher (BP) eine Zeitsteuereinheit (ZS) enthält, die Steuersignale für das Einspeichern der (Signal S1) Datenwörter (DW) in den Speicher (SP), das periodische Auslesen der Datenwörter (DW) aus dem Speicher (SP) und die Synchronisierung (Synchronisiersignale SV, SH) der Anzeigeeinheit (AZ) erzeugt.
     


    Claims

    1. An arrangement for displaying characters on a screen (BS) of a display unit (AZ), wherein the characters are displayed on the screen (BS) in lines, wherein a picture generator (BG) employing a character generator (ZG) produces data words (DW) which are assigned to the shapes of the characters, and wherein a picture dot store (BP) provided with a store (SP) is arranged in the connecting path between the picture generator (BG) and the display unit (AZ), wherein the data words (DW) are stored in the store (SP) and periodically read out and wherein the picture dot store (BP) transmits video signals (VS) assigned to the characters, which are to be displayed, to the display unit (AZ), characterised in that the store (SP) in the picture dot store (BP) is preceded by a linking unit (ALU) which is designed as an arithmetic and logic control unit and by means of which prior to the storage in storage elements of the store (SP) the data words (DW) can be linked to data words (DW), which have previously been read out from the same storage elements of the store (SP), in dependence upon supplied control signals (S2).
     
    2. An arrangement as claimed in claim 1, characterised in that the linking unit (ALU) links the data words (DW) and the read-out data words (DW1) in accordance with an OR-function.
     
    3. An arrangement as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the linking unit (ALU) links the data words (DW) and the read-out data words (DW1) in accordance with an antivalence function.
     
    4. An arrangement as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the store (SP) is designed as a dynamic MOS-store with selective access, characterised in that the regeneration of the data words (SW) stored in the store (SP) is effected by the periodic read-out during the representation of the characters on the screen (BS).
     
    5. An arrangement as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that the storage of the data words (DW) into the picture dot store (BP) is effected during the line flyback and/or during the picture flyback on the screen (BS).
     
    6. A system as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that the picture dot store (BP) comprises a parallel-series converter (PSU), whose parallel inputs are connected to the outputs of the store (SP) and whose output is connected to the display unit (AZ).
     
    7. A system as claimed in one of claims 1 to 6, characterised in that the picture dot store (BP) comprises a timing control unit (ZS) which produces control signals for storing (signal 1) the data words (DW) into the store (SP), the periodic read-out of the data words (DW) from the store (SP) and the synchronisation (synchronising signals SV, SH) of the display unit (AZ).
     


    Revendications

    1. Dispositif pour représenter des caractères sur un écran (BS) d'une unité d'affichage (AZ), dans lequel les caractères sont représentés ligne par ligne sur l'écran (BS), dans lequel un générateur d'image (BG) génère des mots de données (DW) coordonnés aux formes des caractères en utilisant un générateur de caractères (ZG) en dans lequel le chemin de liaison entre le générateur d'image (BG) et l'unité d'affichage (AZ) contient une mémoire de points d'image (BP) pourvue d'une mémoire (SP) où les mots de données (DW) sont mémorisés et périodiquement lus, la mémoire de points d'image (BP) délivrant à l'unité d'affichage (AZ) des signaux vidéo coordonnés aux caractères à représenter, caractérisé en ce que la mémoire (SP) dans la mémoire de points d'image (BP) est précédée d'une unité de combinaison (ALU) réalisée comme une unité de commande arithmétique et logique, au moyen de laquelle les mots de données (DW), avant leur introduction dans des éléments de mémorisation de la mémoire (SP), peuvent être combinés, en fonction de signaux de commande (S2) appliqués, avec des mots de données (DW) lus précédemment des mêmes éléments de mémorisation de la mémoire (SP).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de combinaison (ALU) combine les mots de données (DW) et les mots de données lus (DW1) selon une fonction OU.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de combinaison (ALU) combine les mots de données (DW) et les mots de donnéès lus (DW1) selon une fonction de non-équivalence.
     
    4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, dans lequel la mémoire (SP) est réalisée comme une mémoire MOS dynamique à accès aléatoire, caractérisé en ce que la régénération des mots de données (DW) mémorisés dans la mémoire (SP) s'effectue par la lecture périodique lors de la représentation des caractères sur l'écran (BS).
     
    5. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la mémorisation des mots de données (DW) dans la mémoire de points d'image (BP) s'effectue pendant le retour de ligne et/ou pendant le retour d'image sur l'écran (BS).
     
    6. Dispositif selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la mémoire de points d'image (BP) contient un convertisseur parallèle- série (PSU) dont les entrées parallèles sont connectées aux sorties de la mémoire (SP) et dont la sortie est connectée à l'unité d'affichage (AZ).
     
    7. Dispositif selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la mémoire de points d'image (BP) contient une unité de commande dans le temps (ZS) qui produit des signaux de commande pour la mémorisation (signal S1) des mots de données (DW) dans la mémoire (SP), la lecture périodique des mots de données (DW) de la mémoire (SP) et la synchronisation (signaux de synchronisation SV, SH) de l'unité d'affichage (AZ).
     




    Zeichnung