[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem
Bildschirm einer Anzeigeeinheit entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Aus der DE-PS 25 40 734 ist eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm
einer Anzeigeeinheit bekannt, bei der die darzustellenden Zeichen durch Codezeichen
codiert in einem Datenspeicher gespeichert sind. Eine Bildsteuereinheit ruft die Codezeichen
in periodischer Folge, entsprechend 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde aus dem Datenspeicher
ab. Die Bildsteuereinheit enthält einen Zeichengenerator, in dem den Formen der am
Bildschirm darstellbaren Zeichen zugeordnete Datenwörter gespeichert sind. In Abhängigkeit
von den am Bildschirm darzustellenden Zeichen werden die entsprechenden Datenwörter
aus dem Zeichengenerator ausgelesen und als Liniensignale der Anzeigeeinheit zugeführt.
Falls die Anzeigeeinheit als Kathodenstrahlröhre ausgebildet ist, stellen die Liniensignale
Videosignale dar, mit denen eine Helltastung des Elektronenstrahls erfolgt.
[0003] Bei einer aus der DE-PS 24 46 048 bekannten Anordnung zum Darstellen von Zeichen
ist der Bildwiederholspeicher als Schieberegister ausgebildet. In dem Schieberegister
laufen die den darzustellenden Zeichen zugeordneten Codezeichen entsprechend der Bildwechselfrequenz
ständig um. Unter Verwendung eines Multiplexers werden die, jeweils eine Zeile darstellenden
Codezeichen aus dem Schieberegister ausgelesen. Die Codezeichen werden ebenfalls einem
Zeichengenerator zugeführt, der den Formen der Zeichen zugeordnete Datenwörter abgibt.
Unter Verwendung der Datenwörter werden auch bei dieser bekannten Anordnung die Videosignale
für die als Kathodenstrahlröhre ausgebildete Anzeigeeinheit erzeugt.
[0004] Bei diesen bekannten Anordnungen ist für die Darstellung der Zeichen ein Zeilenraster
vorgegeben, das jeweils aus mehreren Linien gebildet ist und das nicht veränderbar
ist. Weiterhin sind die Zeichen nur an vorgegebenen Zeichenplätzen darstellbar.
[0005] Aus einer Veröffentlichung "Distributed Architecture For A Fast High Resolution Raster
Scan Display" von H. Roethlisberger in "Microprocessors And Their Applications", Fifth
Euromicro Symposium On Microprocessing And Microprogramming, 28. bis 30. Aug. 1979,
Amsterdam, 1979, Seiten 59 bis 62 ist es bekannt, einen Bildwiederholspeicher im Verbindungsweg
zwischen dem Bildgenerator und der Anzeigeeinheit anzuordnen. Der Bildwiederholspeicher
ist als Bildpunktspeicher ausgebildet, bei dem jedem Bildpunkt auf dem Bildschirm
ein Speicherelement zugeordnet ist. Bei der Verwendung eines derartigen Bildwiederholspeichers
im Verbindungsweg zwischen dem Bildgenerator und der Anzeigeeinheit ist es möglich,
die Zeichen unabhängig von einem Zeilenraster an beliebigen Stellen des Bildschirms
darzustellen. Im Bildgenerator ist ein Zeichengenerator vorgesehen, mit dessen Hilfe
den Codezeichen zugeordnete Datenwörter erzeugt werden. Der Zeichengenerator ist über
einen Datenbus mit einem Mikrorechner verbunden und über einen weiteren Datenbus mit
dem Bildpunktspeicher verbunden.
[0006] Unter Verwendung der aus dieser Veröffentlichung bekannten Anordnung ist es nicht
ohne weiteres möglich Mehrfachzeichen wie beispielsweise das Zeichen"0" darzustellen,
wenn dieses nicht im Zeichengenerator gespeichert ist und es ist auch nicht ohne weiteres
möglich die im Bildpunktspeicher gespeicherten Datenwörter zu ändern oder zu löschen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung anzugeben, die auf
einfache Weise ein Andern oder Löschen der im Bildpunktspeicher gespeicherten Datenwörter
von Zeichen ermöglicht und bei deren Verwendung insbesondere eine einfache Darstellung
von Mehrfachzeichen möglich ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Anordnung der eingangs genannten Art durch
die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0009] Der Bildpunktspeicher wird zu diesem Zweck vorzugsweise in einer Betriebsart "read-modify-write"
betrieben. Bei dieser Betriebsart wird bei jedem Speicherzyklus zunächst die gespeicherte
Information ausgelesen und vor dem erneuten Einspeichern der Information ist es möglich,
diese zu ändern. Die Änderung erfolgt unter Verwendung der Verknüpfungseinheit.
[0010] Für eine Darstellung von Doppel- oder Mehrfachzeichen ist es vorteilhaft, wenn die
Verknüpfungseinheit die Datenwörter und die ausgelesenen Datenwörter entsprechend
einer ODER-Funktion verknüpft. In entsprechender Weise ist es zum Löschen von Datenwörtern
zweckmäßig, wenn die Verknüpfungseinheit die Datenwörter und die ausgelesenen Datenwörter
entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft.
[0011] Es wäre denkbar, den Speicher im Bildpunktspeicher als Schieberegister auszubilden.
Das Einspeichern und Ausspeichern der Datenwörter erfolgt erfordert insbesondere dann
einen geringen Aufwand, wenn der Speicher als dynamischer MOS-Speicher mit wahlfreiem
Zugriff ausgebildet ist. Bei derartigen dynamischen MOS-Speichern müssen die gespeicherten
Informationen spätestens nach einer jeweils vorgegebenen Zeitdauer-wieder aufgefrischt
(englisch: refresh) werden. Bei der Anordnung sind für das Auffrischen keine besonderen
Maßnahmen erforderlich, wenn das Auf frischen der im Speicher gespeicherten Datenwörter
durch das periodische Auslesen bei der Darstellung der Zeichen am Bildschirm erfolgt.
[0012] Eine Unterbrechung der Darstellung beim Einspeichern von Datenwörtern in den Speicher
ist nicht erforderlich, wenn das Einspeichern der Datenwörter in den Bildpunktspeicher
während des Linienrücklaufs und/oder während des Bildrücklaufs erfolgt.
[0013] Falls die Datenwörter im Bildpunktspeicher byteweise gespeichert sind, ist es zweckmäßig,
daß der Bildpunktspeicher einen Parallel-Serien-Umsetzer enthält, dessen parallele
Eingänge mit den Ausgängen des Speichers und dessen Ausgang mit der Anzeigeeinheit
verbunden ist.
[0014] Zur Steuerung der Zusammenarbeit des Bildpunktspeichers mit dem Bildgenerator und
der Anzeigeeinheit ist es vorteilhaft, wenn der Bildpunktspeicher eine Zeitsteuereinheit
enthält, die Steuersignale für das Einspeichern der Datenwörter in den Speicher, das
periodische Auslesen der Datenwörter aus dem Speicher und die Synchronisierung der
Anzeigeeinheit erzeugt.
[0015] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Anordnung gemäß der Erfindung anhand
von Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschaltbild eines mit der Anordnung versehenen Telekommunikationsgeräts,
Figur 2 ein Blockschaltbild eines Bildgenerators und eines Bildpunktspeichers,
Figur 3 ein Blockschaltbild einer im Bildpuktspeicher vorgesehenen Speichereinheit.
[0016] Das in Figur 1 dargestellte Telekommunkationsgerät wird durch einen Mikroprozessor
MP gesteuert. An dem Mikroprozessor MP ist einerseits eine Unterbrechungssteuerung
IS und andererseits eine programmierbare Steuereinheit für einen direkten Speicherzugriff
DMA (direct memory access) angeschlossen. Über einen Datenbus DB und gegebenenfalls
einen Adressenbus sind ein Primärspeicher PS, ein Sekundärspeicher SS, eine Tastatur
TA, ein Drucker DR, ein Kommunikationsteil KT und eine Anordnung zum Darstellen von
Zeichen am Bildschirm BS einer Anzeigeeinheit AZ angeschlossen. Der Primärspeicher
PS ist als Halbleiterspeicher ausgebildet und er dient als Programmspeicher und Arbeitsspeicher.
Der Sekundärspeicher SS kann als Floppy-Disk-Speicher und/oder als Magnetblasenspeicher
ausgebildet sein. Die Tastatur TA enthält Tasten für die Eingabe von alphanumerischen
Zeichen und Funktionstasten zum Durchführen unterschiedlicher Funktionen.
[0017] Der Drucker DR ist in bekannter Weise ausgebildet und enthält ein Typen- oder ein
Mosaikdruckwerk. Das Kommunikationsteil KT ist mit einer Fernleitung FL verbunden
und enthält Übertragungseinheiten für das Senden mittels der Tastatur TA eingegebener
Zeichen oder gespeicherter Zeichen und für das Empfangen von Zeichen.
[0018] Die Anordnung zum Darstellen von Zeichen auf dem Bildschirm BS einer Anzeigzeinheit
AZ enthält neben der Anzeigeeinheit AZ einen Bildgenerator BG und einen Bildpunktspeicher
BP. Bei einer Darstellung von Zeichen auf dem Bildschirm BS werden diesen Zeichen
zugeordnete Codezeichen vom Primärspeicher PS oder vom Sekundärspeicher SS über den
Datenbus DB zum Bildgenerator BG übertragen. Der Bildgenerator BG enthält einen Zeichengenerator
ZG, der in an sich bekannter Weise der Form der Zeichen zugeordnete Datenwörter enthält.
In Abhängigkeit von den Codezeichen werden die entsprechenden Datenwörter aus dem
Zeichengenerator ZG ausgelesen und zum Bildpunktspeicher BP übertragen. Jedem Bildpunkt
auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement eines im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen
Speichers SP zugeordnet. In diesen Speicherelementen werden die Datenwörter gespeichert.
Der Bildpunktspeicher BP dient als Bildwiederholspeicher und aus ihm werden die Datenwörter
entsprechend einer Bildwechselfrequenz von ca. 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde
ausgelesen und zur Anzeigeeinheit AZ übertragen. Der Bildschirm BS der Anzeigeeinheit
AZ kann als Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre ausgebildet sein. In diesem Fall
wird aus den Datenwörtern ein Videosignal erzeugt, mit dem der Elektronenstrahl hell
getastet wird. Falls der Bildschirm BS aus einzelnen Bildelementen gebildet wird,
werden die Datenwörter diesen Bildelementen zugeführt.
[0019] Die Darstellung der Zeichen am Bildschirm BS erfolgt linienweise und die darzustellenden
Zeichen werden aus Bildpunkten zusammengesetzt, die auf diesen Linien angeordnet sind.
Ein Zeichenplatz wird beispielsweise aus 6x12 Bildpunkten gebildet und die Zeichen
werden innerhalb des Zeichenplatzes in einem Grundraster von 5x7 Bildpunkten dargestellt.
[0020] Die Speicherkapazität des im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen Speichers SP beträgt
512x256 Bit, so daß die Zeichen in 21 Zeilen mit jeweils 85 Zeichen auf dem Bildschirm
BS darstellbar sind.
[0021] Weitere Einzelheiten werden im folgenden zusammen mit den Darstellungen in den Figuren
2 und 3 beschrieben.
[0022] Der in Figur 2 dargestellte Bildgenerator BG enthält eine Steuereinheit ST, die beispielsweise
ebenfalls als Mikroprozessorsystem ausgebildet ist. Die Steuereinheit ST ist eingangsseitig
mit dem Datenbus DB verbunden. Bei einer Darstellung eines Zeichens auf dem Bildschirm
BS wird das diesem Zeichen zugeordnete Codezeichen CZ über den Datenbus DB zum Bildgenerator
BG übertragen. Die Steuereinheit ST schaltet das Codezeichen CZ zum Zeichengenerator
ZG durch, in dem der Form des Zeichens zugeordnete Datenwörter DW gespeichert sind.
Das Zeichen wird rasterlinienweise gebildet, wobei jede Rasterlinie einem Datenwort
DW entspricht. Außerdem werden über den Datenbus DB Adressensignale übertragen, die
den Koordinaten des Zeichens am Bildschirm BS zugeordnet sind. Diese Koordinaten werden
in zwei Registern XAR und YAR zwischengespeichert.
[0023] Der Bildpunktspeicher BP enthält eine Zeitsteuereinheit ZS, die die Übergabe der
Datenwörter DW in den in einer Speichereinheit SPE vorgesehenen Speicher SP, ein Auslesen
der Datenwörter DW aus dem Speicher SP für eine Erzeugung des Videosignals VS und
eine Erzeugung von Synchronisiersignalen SV und SH für eine vertikale und horizontale
Synchronisierung der Anzeigeeinheit AZ steuert.
[0024] Die Übertragung der Datenwörter in die Speichereinheit SPE kann linienweise oder
zeichenweise erfolgen. Im ersten Fall werden jeweils die einer Linie zugeordneten
Datenwörter DW der in einer Zeile dargestellten Zeichen übertragen. Im zweiten Fall
werden zeitlich nacheinander die einem Zeichen zugeordneten Datenwörter DW übertragen.
[0025] Die Übertragung erfolgt zweckmäßigerweise jeweils nach der Darstellung einer Linie
oder eines vollständigen Bildes auf dem Bildschirm BS. Dies wird durch ein von der
Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal S1 bestimmt.
[0026] Zum Manipulieren der im Speicher SP gespeicherten Datenwörter ist dem Speicher SP
eine Verarbeitungseinheit ALU vorgeschaltet. Diese Verarbeitungseinheit ist beispielsweise
als handelsübliche arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildet. Sie verknüpft
die an ihren Eingängen anliegenden Signale nach arithmetischen oder logischen Funktionen.
Die Art der Verknüpfung wird durch Steuersignale S2 festgelegt, die von der Steuereinheit
ST abgegeben werden.
[0027] Da der Speicher SP byteweise organisiert ist, werden die Datenwörter DW1 in der Speichereinheit
SPE einem Parallel-Serien-Umsetzer zugeführt, der nach einer Parallel-Serienumsetzung
der Datenwörter DW1 das Videosignal VS erzeugt und dieses an die Anzeigeeinheit AZ
abgibt.
[0028] Bei dem in Figur 3 dargestellten Bildpunktspeicher BP enthält die Speichereinheit
SPE als Speicher SP einen dynamischen MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff. Zum Darstellen
von 512x256 Bildpunkten an der Anzeigeeinheit AZ hat der Speicher SP eine Speicherkapazität
von 18 KB. Der Speicher SP ist byteweise organisiert, so daß sein Adressenraum 18
K umfaßt. Die niederwertigen Adressenbits werden durch die Adressensignale A2 dargestellt.
Die Adressensignale A1 und A2 werden einem Multiplexer MX1 zugeführt. Beim Einspeichern
von Datenwörtern DW in den Speicher SP schaltet der Multiplexer MZ1 die Adressensignale
A1 und A2 zu einem Multiplexer MX2 durch. Das Durchschalten erfolgt durch ein von
der Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal SZ während des Linienrücklaufs und/oder
des Bildrücklaufs des Elektronenstrahls. Durch ein Signal S3 schaltet ein MX2 zunächst
die niederwertigen Bits als Zeilenadresse und anschließend die höherwertigen Bits
als Spaltenadresse des Speichers SP durch. Gleichzeitig gibt die Zeitsteuereinheit
ZS Signale ZA und SA an den Speicher SP ab, mit denen mitgeteilt wird, daß es sich
bei der jeweils anliegenden Adresse um eine Zeilen- bzw. um eine Spaltenadresse handelt.
Gleichzeitig wird ein Schreibsignal SB abgegeben. Anschließend wird das vom Bildgenerator
BG abgegebene Datenwort an der durch die Adressensignale A1 und A2 gekennzeichneten
Stelle im Speicher SP eingespeichert.
[0029] Zum Darstellen der Zeichen auf dem Bildschirm BS wird der Speicher SP zeilenweise
ausgelesen. Die Zeitsteuereinheit ZS enthält einen Zähler, der Adressensignale AD
erzeugt, die in zyklischer Reihenfolge zeitlich nacheinander die Speicherelemente
der Zeilen des Speichers SP und innerhalb der Zeilen diejenigen der einzelnen Spalten
aufrufen. Beim Auslesen schaltet das Signal SZ die Signale AD zum Ausgang des Multiplexers
MX1 durch. In ähnlicher Weise wie beim Einspeichern erzeugt die Zeitsteuereinheit
ZS die Signale S3, ZA und SA, so daß der Speicher SP zeilenweise ausgelesen wird.
Die gespeicherten Datenwörter werden byteweise parallel ausgelesen und als Signale
DW1 einem Parallel-Serien-Umsetzer PSU zugeführt. Der Parallel-Serien Umsetzer PSU
erzeugt unter Steuerung durch ein Signal S4 aus den Datenwörtern DW1 das Videosignal
VS, das für das Helltasten des Elektronenstrahls in der Kathodenstrahlröhre der Anzeigeeinheit
AZ verwendet wird. Die Zeitsteuereinheit ZS gibt gleichzeitig die Synchronisiersignale
SV und SH an die Anzeigeeinheit AZ ab.
[0030] Bei der Darstellung von Zeichen, deren Formen im Zeichengenerator ZG gespeichert
sind, werden, gesteuert durch das Signal S2, die Datenwörter DW unverändert über die
Verknüpfungseinheit ALU zum Speicher SP durchgeschaltet.
[0031] Bei der Darstellung von Mehrfachzeichen, die aus im Zeichengenerator ZG gespeicherten
Zeichen zusammensetzbar sind, werderrzunächst die Datenwörter DW eines ersten Zeichens
in den Speicher eingespeichert. Nach dem Auslesen der gespeicherten Datenwörter DW1
werden diese mit den Datenwörtern DW des weiteren Zeichens in der Verknüpfungseinheit
ALU entsprechend einer ODER-Verknüpfung verknüpft und an die entsprechende Stelle
im Speicher SP eingespeichert, an der zuvor die Datenwörter DW1 gespeichert waren.
Auf diese Weise erfolgt eine Kombination der Bildpunktmengen der beiden Zeichen, so
daß am Bildschirm BS die Vereinigungsmenge der Bildpunkte dargestellt wird. Hierzu
wird der Speicher SP vorzugsweise in der Betriebsart "read-modify-write" betrieben,
bei der zunächst die gespeicherte Information ausgelesen und dann gegebenenfalls nach
einer Anderung wieder an dieselbe Speicherstelle eingeschrieben wird. Die ODER-Verknüpfung
wird ebenfalls mit Hilfe eines Signals S2 eingestellt.
[0032] Zum Löschen eines im Speicher SP gespeicherten Datenworts wird dieses Datenwort nach
dem Auslesen entsprechend einer Antivalenzfunktion mit dem vom Zeichengenerator ZG
abgegebenen Datenwort DW verknüpft; Durch die Verknüpfung der beiden gleichen Datenwörter
wird ein aus lauter Binärwerten 0 gebildetes Datenwort im Speicher SP eingespeichert.
Auch die Antivalenzfunktion wird durch ein Signal S2 eingestellt. Es ist auch möglich,
die Zeichen am Bildschirm invers darzustellen, so daß die Farben des Hintergrunds
oder des Zeichens vertauscht sind, wenn die Datenwörter DW oder DW1 mit einem aus
lauter Binärwerten 1 gebildeten Datenwort entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft
werden.
[0033] Der Speicher SP kann als Abbild des Bildschirms BS aufgefaßt werden. Jedem möglichen
Bildpunkt auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement im Speicher SP zugeordnet.
Wenn der Elektronenstrahl an der einem möglichen Bildpunkt zugeordneten Stelle hellgetastet
werden soll, ist in dem entsprechenden Speicherelement ein Binärzeichen mit einem
ersten Binärwert, beispielsweise den Binärwert 1 eingespeichert. In entsprechender
Weise sind an den Stellen, an denen der Elektronenstrahl nicht hellgetastet wird,
Binärzeichen mit dem Binärwert 0 eingespeichert. Jede Zeile des Speichers SP entspricht
einer Linie auf dem Bildschirm BS.
[0034] Durch die Verwendung des Speichers SP können die Zeichen an beliebigen Koordinaten
des Bildschirms BS dargestellt werden. Diese Koordinaten werden durch die Adressensignale
A1 und A2 gekennzeichnet.
1. Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm (BS) einer Anzeigeeinheit
(AZ), bei der die Zeichen am Bildschirm (BS) linienweise dargestellt werden, bei der
ein Bildgenerator (BG) unter Verwendung eines Zeichengenerators (ZG) den Formen der
Zeichen zugeordnete Datenwörter (DW) erzeugt und bei der im Verbindungsweg zwischen
dem Bildgenerator (BG) und der Anzeigeeinheit (AZ) ein mit einem Speicher (SP) versehener
Bildpunktspeicher (BP) angeordnet ist, bei der die Datenwörter (DW) in dem Speicher
(SP) gespeichert und periodisch-ausgelesen werden und bei der der Bildpunktspeicher
(BP) den darzustellenden Zeichen zugeordnete Videosignale (VS) an die Anzeigeeinheit
(AZ) abgibt,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Speicher (SP) im Bildpunktspeicher (BP) eine als arithmetische und logische
Steuereinheit ausgebildete Verknüpfungseinheit (ALU) vorgeschaltet ist, mittels der
die Datenwörter (DW) vor ihrem Einspeichern in Speicherelemente des Speichers (SP)
mit aus denselben Speicherelementen des Speichers (SP) zuvor ausgelesenen Datenwörtern
(DW) in Abhängigkeit von zugeführten Steuersignalen (S2) verknüpfbar sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinheit (ALU) die Datenwörter (DW) und
die ausgelesenen Datenwörter (DWI) entsprechend einer ODER-Funktion verknüpft.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinheit (ALU) dia Datenwörter (DW) und
die ausgelesenen Datenwörter (DW1) entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Speicher (SP) als dynamischer
MOS-Speicher mit wahldreiem Zugriff ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Auffrischen der im Speicher (SP) gespeicherten Datenwörter (DW) durch das
periodische Auslesen bei der Darstellung der Zeichen am Bildschirm (BS) erfolgt.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einspeichern der Datenwörter (DW) in den Bildpunktspeicher (BP) während des
Linienrücklaufs und/oder während des Bildrücklaufs am Bildschirm (BS) erfolgt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bildpunktspeicher (BP) einen Parallel-Serien-Umsetzer (PSU) enthalt, dessen
parallele Eingänge mit den Ausgängen des Speichers (SP) und dessen Ausgang mit der
Anzeigeeinheit (AZ) verbunden ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bildpunktspeicher (BP) eine Zeitsteuereinheit (ZS) enthält, die Steuersignale
für das Einspeichern der (Signal S1) Datenwörter (DW) in den Speicher (SP), das periodische
Auslesen der Datenwörter (DW) aus dem Speicher (SP) und die Synchronisierung (Synchronisiersignale
SV, SH) der Anzeigeeinheit (AZ) erzeugt.
1. An arrangement for displaying characters on a screen (BS) of a display unit (AZ),
wherein the characters are displayed on the screen (BS) in lines, wherein a picture
generator (BG) employing a character generator (ZG) produces data words (DW) which
are assigned to the shapes of the characters, and wherein a picture dot store (BP)
provided with a store (SP) is arranged in the connecting path between the picture
generator (BG) and the display unit (AZ), wherein the data words (DW) are stored in
the store (SP) and periodically read out and wherein the picture dot store (BP) transmits
video signals (VS) assigned to the characters, which are to be displayed, to the display
unit (AZ), characterised in that the store (SP) in the picture dot store (BP) is preceded
by a linking unit (ALU) which is designed as an arithmetic and logic control unit
and by means of which prior to the storage in storage elements of the store (SP) the
data words (DW) can be linked to data words (DW), which have previously been read
out from the same storage elements of the store (SP), in dependence upon supplied
control signals (S2).
2. An arrangement as claimed in claim 1, characterised in that the linking unit (ALU)
links the data words (DW) and the read-out data words (DW1) in accordance with an
OR-function.
3. An arrangement as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the linking unit
(ALU) links the data words (DW) and the read-out data words (DW1) in accordance with
an antivalence function.
4. An arrangement as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the store (SP) is designed
as a dynamic MOS-store with selective access, characterised in that the regeneration
of the data words (SW) stored in the store (SP) is effected by the periodic read-out
during the representation of the characters on the screen (BS).
5. An arrangement as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that the storage
of the data words (DW) into the picture dot store (BP) is effected during the line
flyback and/or during the picture flyback on the screen (BS).
6. A system as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that the picture
dot store (BP) comprises a parallel-series converter (PSU), whose parallel inputs
are connected to the outputs of the store (SP) and whose output is connected to the
display unit (AZ).
7. A system as claimed in one of claims 1 to 6, characterised in that the picture
dot store (BP) comprises a timing control unit (ZS) which produces control signals
for storing (signal 1) the data words (DW) into the store (SP), the periodic read-out
of the data words (DW) from the store (SP) and the synchronisation (synchronising
signals SV, SH) of the display unit (AZ).
1. Dispositif pour représenter des caractères sur un écran (BS) d'une unité d'affichage
(AZ), dans lequel les caractères sont représentés ligne par ligne sur l'écran (BS),
dans lequel un générateur d'image (BG) génère des mots de données (DW) coordonnés
aux formes des caractères en utilisant un générateur de caractères (ZG) en dans lequel
le chemin de liaison entre le générateur d'image (BG) et l'unité d'affichage (AZ)
contient une mémoire de points d'image (BP) pourvue d'une mémoire (SP) où les mots
de données (DW) sont mémorisés et périodiquement lus, la mémoire de points d'image
(BP) délivrant à l'unité d'affichage (AZ) des signaux vidéo coordonnés aux caractères
à représenter, caractérisé en ce que la mémoire (SP) dans la mémoire de points d'image
(BP) est précédée d'une unité de combinaison (ALU) réalisée comme une unité de commande
arithmétique et logique, au moyen de laquelle les mots de données (DW), avant leur
introduction dans des éléments de mémorisation de la mémoire (SP), peuvent être combinés,
en fonction de signaux de commande (S2) appliqués, avec des mots de données (DW) lus
précédemment des mêmes éléments de mémorisation de la mémoire (SP).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de combinaison
(ALU) combine les mots de données (DW) et les mots de données lus (DW1) selon une
fonction OU.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de combinaison
(ALU) combine les mots de données (DW) et les mots de donnéès lus (DW1) selon une
fonction de non-équivalence.
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, dans lequel la mémoire (SP) est
réalisée comme une mémoire MOS dynamique à accès aléatoire, caractérisé en ce que
la régénération des mots de données (DW) mémorisés dans la mémoire (SP) s'effectue
par la lecture périodique lors de la représentation des caractères sur l'écran (BS).
5. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la mémorisation
des mots de données (DW) dans la mémoire de points d'image (BP) s'effectue pendant
le retour de ligne et/ou pendant le retour d'image sur l'écran (BS).
6. Dispositif selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la mémoire
de points d'image (BP) contient un convertisseur parallèle- série (PSU) dont les entrées
parallèles sont connectées aux sorties de la mémoire (SP) et dont la sortie est connectée
à l'unité d'affichage (AZ).
7. Dispositif selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la mémoire
de points d'image (BP) contient une unité de commande dans le temps (ZS) qui produit
des signaux de commande pour la mémorisation (signal S1) des mots de données (DW)
dans la mémoire (SP), la lecture périodique des mots de données (DW) de la mémoire
(SP) et la synchronisation (signaux de synchronisation SV, SH) de l'unité d'affichage
(AZ).