(19)
(11) EP 0 107 099 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.09.1986  Patentblatt  1986/39

(21) Anmeldenummer: 83109754.8

(22) Anmeldetag:  29.09.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D03C 13/00

(54)

Einzellitzensteuerung für eine Webmaschine mit einer Fachbildevorrichtung

Device to control a single heald in a loom having a shedding mechanism

Dispositif de commande d'une lisse individuelle dans un métier à tisser comportant un dispositif de formation de foule


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 26.10.1982 CH 6250/82

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.05.1984  Patentblatt  1984/18

(71) Anmelder: Textilma AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Speich, Francisco
    CH-5264 Gipf-Oberfrick (CH)

(74) Vertreter: Schmauder, Klaus Dieter et al
Schmauder & Wann Patentanwaltsbüro Zwängiweg 7
8038 Zürich
8038 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Einzellitzensteuervorrichtung für eine mit Schäften versehene Webmaschine gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Bei Webmaschinen mit Schäften zur Fachbildung bereitet die Steuerung einzelner Litzen zur Musterung des herzustellenden Gewebes Schwierigkeiten. In der Regel weisen solche Webmaschinen mehrere Schäfte auf, in denen jeweils nur einzelne Litzen eingespannt sind, die zur Steuerung der Kettfäden dienen. Dies erbringt den Nachteil, dass eine solche Webmaschine eine Vielzahl von Schäften aufweisen muss, wodurch nicht nur ein komplizierter Antrieb erforderlich ist, sondern auch durch die Vielzahl der Schäfte eine relativ grosse Baugrösse bedingt ist. Dennoch ist die Variationsmöglichkeit auf einer solchen Webmaschine sehr begrenzt.

    [0003] Die DE-OS 22 04 815 beschreibt nun eine Einzellitzensteuervorrichtung der eingangs genannten Art, bei welcher zum Antrieb der einzelnen Kupplungsmittel, welche die Einzellitzen steuern, gesonderte Antriebe erforderlich sind, wie dies für Jacquardmaschinen üblich ist. Damit ergeben sich komplizierte und teure Einzellitzensteuervorrichtungen, die für den nachträglichen Einbau in Webmaschinen mit Schäften sowohl vom Bauvolumen wie von der Wirtschaftlichkeit her gesehen nicht geeignet sind.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einzellitzensteuervorrichtung zu schaffen, die insbesondere auch nachträglich an Webmaschinen mit Schäften anbringbar ist, sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und einen grossen Variationsreichtum ermöglicht.

    [0005] Die gestellte Aufgabe wird durch die Einzellitzensteuervorrichtung gemäss Anspruch 1 gelöst.

    [0006] Durch die erfindungsgemässe Lösung wird ein gesonderter Antrieb der Einzellitzensteuervorrichtung überflüssig, wodurch sich ein besonders einfacher Aufbau der Einzellitzensteuervorrichtung ergibt, der nicht nur kostengünstig ist, sondern insbesondere auch ein geringes Bauvolumen beansprucht, sodass die Möglichkeit des nachträglichen Einbaus in eine Webmaschine mit Schäften besteht. Darüberhinaus erbringt diese Ausbildung den weiteren wesentlichen Vorteil, dass die Steuereigenschaften der Schaftvorrichtung zusätzlich zu den Steuereigenschaften der Auswahlvorrichtung der Einzellitzensteuervorrichtung herangezogen werden können, sodass sich ohne zusätzlichen Aufwand eine grössere Zahl von Steuerungsmöglichkeiten der Einzellitzensteuervorrichtung ergibt.

    [0007] Vorteilhafte Ausbildungen der Einzellitzensteuervorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 6 beschrieben. Der Antrieb der Einzellitzensteuervorrichtung kann gegebenenfalls von oben aus erfolgen. Besonders vorteilhaft und einfach ist jedoch eine Ausgestaltung der Einzellitzensteuervorrichtung nach Anspruch 2, da hier die Koppelglieder zwischen der Auswahlworrichtung und einer Schaltantriebsvorrichtung der Webmaschine besonders klein und einfach gehalten werden können.

    [0008] Eine einfache Befestigung der Elektromagnete der Auswahlvorrichtung ergibt sich gemäss Anspruch 3.

    [0009] Die Steuerung der Platinen erfolgt vorzugsweise nach Anspruch 4. Das Einrasten und Ausrasten der Steuernase wird durch eine Ausbildung nach Anspruch 5 verbessert. Eine besonders flache und kompakte Bauweise der Auswahlvorrichtung der Einzellitzensteuervorrichtung ergibt sich nach Anspruch 6. Je nach Anzahl der gewünschten zu steuernden Einzellitzen können mehrere solcher Baugruppen neben einander angeordnet werden.

    [0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:

    Figur 1: eine Einzellitzensteuervorrichtung für Einfachhub in schematischer Seitenansicht;

    Figur 2: eine Einzellitzensteuervorrichtung für Doppelhub in schematischer Seitenansicht;

    Figur 3: eine Einzellitzensteuervorrichtung die mit einem Schaftrahmen gekoppelt ist in schematischer Vorderansicht;

    Figur 4: die Auswahlvorrichtung in Ansicht von vorne;

    Figur 5: die Auswahlvorrichtung im Schnitt V-V der Figur 4;

    Figur 6: eine weitere Magnetanordnung für eine Auswahlvorrichtung in schematischer Seitenansicht;

    Figur 7: eine Webmaschine mit der Einzeilitzensteuervorrichtung in Ansicht von vorne;

    Figur 8: die Webmaschine der Figur 7 in Ansicht von der Seite.



    [0011] Die Figur 1 zeigt eine

    [0012] Einzellitzensteuervorrichtung mit einer Auswahlvorrichtung 2, die antriebsmässig mit einem Schaftantrieb 4 einer nicht näher dargestellten Webmaschine gekoppelt ist. Die Auswahlvorrichtung 2 enthält Kupplungsmittel 8, die als Platinen 8 ausgestaltet sind und mittels Elektromagnete 10 gemäss Figur 5 oder Elektromagnete 12 gemäss Figur 6 steuerbar sind. Diese Elektromagnete sind mit einer elektronischen Mustersteuervorrichtung 14 verbunden. An den Platinen 8 sind oben Harnischfäden 16 angeschlossen, die über Umlenkrollen 18 nach unten sowie weiter über ein balkenförmiges Führungsbrett 20 zu den Einzellitzen 22 geführt sind. Letztere sind beispielsweise mittels Federn 24 nach unten vorgespannt. In den Einzellitzen 22 angeordnete Litzenaugen 28 dienen zur Führung von in Kettrichtung liegenden Fäden 28, die in der Regel Kettfäden sind, in bestimmten Fällen aber auch einzeln zugeführte Fäden für spezielle Aufgaben sein können, wie beispielsweise Hilfsfäden zum Abbinden von Schussfadenschlaufen einer Nadelwebmaschine.

    [0013] Die Auswahlvorrichtung ist in den Figuren 4 und 5 näher beschrieben. Die Platine ist in einem Gehäuse 30 der Auswahlvorrichtung 2 in vertikaler Richtung verschieblich gelagert. Am unteren Ende der Platine 81 ist eine Mitnehmernase 32 angeordnet, die mit einem Messer 341, 342 einer Messervorrichtung 36 zusammen wirkt, wobei letztere mit dem Schaftantrieb 4 gekoppelt ist. Die Platine 81 ist in einer Ausgangsstellung eingerastet, welche der Extremstellung des Messers 341, 342 der Messervorrichtung entspricht, die der Vorspannung der Einzellitze 22 und des Harnischfadens 16 entgegen gesetzt ist. Dementsprechend kann die Platine 81 der Bewegung des Messers 34 unter dem Einfluss der Litzenvorspannung nur dann folgen, wenn der eingerastete Zustand aufgehoben ist, so wie dies in den Figuren 4 und 5 strichpunktiert angedeutet ist. Zum Einrasten der Platine 81 dient eine Steuernase 28, die an einer im Gehäuse 30 schwenkbar gelagerten Klinke 401 angeordnet ist, die mittels einer Feder 42 gegen die Platine vorgespannt ist. An der Platine ist ein als Ausnehmung ausgestalteter Rastanschlag 44 vorhanden, an dem die Steuernase 38 im eingerasteten Zustand ansteht. An der Steuernase 38 sowie an der Ausnehmung des Rastenanschlages 44 sind auf der der Rastfläche gegenüberliegenden Seite Abschrägungen 46,48 vorhanden, die ein Ein- beziehungsweise Ausrasten der Steuernase 38 am Rastenanschlag 44 erleichtern. Zum Lösen der Rastung dient der Elektromagnet 101, der mit der Klinke 40 zusammenwirkt und diese entgegen der Vorspannung der Feder 42 zurückzieht. Die Platine 8i kann dann entsprechend der Vorspannung der Litze dem Messer 341, 342 der Messervorrichtung 36 folgen.

    [0014] Im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 sind die Platinen 8 als flache Leisten ausgebildet, wobei jeweils drei Platinen 81, 82, 82 zu einer Baugruppe 491, 492, 492 zusammengefasst sind, in der die Platinen seitlich nebeneinander liegen. Dementsprechend sind auch drei übereinander angeordnete Elektromagnete 101, 102 und 102 vorhanden, die die drei übereinander angeordneten Klinken 40i, 402 und 403 betätigen. Die Elektromagnete sind als Flachmagnete ausgebildet, wobei ihre Dicke der dreifachen Platinenteilung T entspricht. Damit ergeben sich ausserordentlich flache Baugruppen, die beliebig aneinander gereiht werden können. In den Figuren 4 und 5 sind drei solcher Baugruppen dargestellt. In den Figuren 4 und 5 ist weiter dargestellt, dass die Messervorrichtung 26 zwei Messer 341 und 342 aufweisen kann, die im gleichen Takt oder in unterschiedlichem Takt gesteuert sein können. Bei jenen Platinen, die mit dem zweiten Messer 342 zusammenwirken sollen, weisen die Mitnehmernasen 22 in die entsprechende Richtung des Messers 342.

    [0015] Die Figur 6 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung zum Einrasten der Platine 8, wobei die Steuernase 28 an einem Anker 50 angeordnet ist, der in dem Elektromagnet 12 verschiebar gelagert ist. Der Anker 50 weist einen abgesetzten Teil 52 auf, um den eine Feder 54 angeordnet ist, die sich an einem Gehäusedeckel 56 des Elektromagneten 12 abstützt und den Anker 50 gegen die Platine 8 vorspannt. Diese Anordnung zeichnet sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus, der allerdings eine etwas grössere seitliche Bauhöhe erfordert, als die Vorrichtung der Figuren 4 und 5.

    [0016] Wie aus Figur 1 hervorgeht, besteht der Schaftantrieb 4 aus einer Trittvorrichtung, die eine angetriebene Welle 58 enthalt, auf der Nocken 60 befestigt sind. An diesen Nocken greifen zweiarmige Hebel 62 an, die mit der Messervorrichtung 36 über Verbindungsglieder 64 verbunden sind. Die Messer 34 der Messervorrichtung 36 können analog den Schaftrahmen aufgehängt sein. Die Nocken 60 des Schaftantriebes 4 sind gegebenenfalls verstellbar an der Welle 58 angeordnet, so dass die Steuerung der Einzellitzen weiter variiert werden kann.

    [0017] Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einzellitzensteuervorrichtung, welche im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 entspricht, wobei jedoch zwei verschiedenen Messern 341 und 342 zugeordnete Platinen 81, 82 über einen Verbindungsfaden 60 miteinander verbunden aind. Eine Flaschenzugvorrichtung stellt die Verbindung zwischen den Platinen 81, 82 und mindestens einem Harnischfaden 72 her, wobei der Verbindungsfaden 66 über eine Umlenkrolle 68 geführt ist, an der eine weitere Umlenkrolle 70 angeschlossen ist, über die der Harnischfaden 72 geführt ist. Dabei ist dieser Harnischfaden 72 mit einem Ende 74 fest an einem Gestell befestigt. Der andere Teil 76 des Harnischfadens 72 ist über eine Umlenkrolle wiederum zum balkenförmigen Führungsbrett 20 geführt und mit einer Einzellitze 22 verbunden. Bei dieser Ausführungsform der Einzellitzensteuerung führt die Einzellitze 22 eine Bewegung nach dem sogenannten Doppelhubprinzip aus, d. h. pro Schusseintrag ein Hub.

    [0018] Die Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einzellitzensteuervorrichtung, bei der die Messervorrichtung 36 direkt mit einem Schaftrahmen 80 verbunden ist. Hierzu weist der Schaftrahmen einen Ansatz 82 auf, der direkt als Messer wirkt, welches mit den Mitnehmernasen 32 der Platinen 8 zusammen wirkt. Der Schaftrahmen 80 ist über ein Hebelgetriebe 84 mit einer Antriebsvorrichtung 86 verbunden. Im übrigen entspricht die Wirkungsweise dieser Einzellitzensteuervorrichtung dem bereits oben beschriebenen Einzellitzensteuervorrichtungen.

    [0019] Die Figuren 7 und 8 zeigen die Anordnung der Einzellitzensteuervorrichtung gemäss Figur 2 in einer Webmaschine, deren Schaftantriebsvorrichtung 88 aus einem als Trittvorrichtung ausgebildeten Schaftantrieb 4 gebildet ist, an dem verschiedene Schaftrahmen 90 angeschlossen sind. Der Schaftantrieb 4 weist eine Antriebswelle 58 auf, an der Nocken 60 befestigt sind. An diesen Nocken greifen doppelarmige Hebel 62 an, die über Verbindungsglieder 64 einerseits mit den Schaftrahmen 90 und andererseits mit den Messern 34 der Messervorrichtung 36 verbunden sind. Die Schaftrahmen 90 sind über Vorspannfedern 92 in einem Gestell 94 für die Schaftrahmen aufgehängt. An diesem Gestell 94 sind auch die Baugruppen der Auswahlvorrichtung 2 befestigt. In dem gezeigten Beispiel sind jeweils zwei Platinen 81 und 82, die von zwei verschiedenen Messern 341 und 342 der Messervorrichtung 36 angetrieben werden, über einen Verbindungsfaden 66 miteinander verbunden. Dieser Verbindungsfaden ist analog dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 über eine Umlenkrolle 98 am Gestell 94 zu der Umlenkrolle 68 geführt, die mit der Umlenkrolle 70 für die Harnischfäden 72 verbunden ist. Ein Ende 74 der Harnischfäden 72 ist jeweils am Gestell befestigt und der andere Teil 76 ist über ein oberes Führungsbrett 98 und das untere balkenförmige Führungsbrett 20 zu zwei Einzellitzen 221, 222 geführt. Im gezeigten Beispiel steuern zwei miteinander verbundene Platinen 81, 82 nach dem Prinzip der Doppelhubsteuerung Einzellitzenfäden 221 und 222. Es lassen sich beliebig viele Baugruppen der Auswahlvorrichtung 2 und beliebig viele Einzellitzen 22 mit dieser Einzellitzensteuervorrichtung steuern. In der Figur 8 ist weiter gezeigt, wie die Schaftrahmen 90 und die Einzellitzen 221, 222 die Fäden 28 zur Bildung eines Kettfaches steuern.

    [0020] 






    Ansprüche

    1. Einzellitzensteuervorrichtung für eine mit Schäften versehene Webmaschine, deren Schäfte mit einer Schaftantriebsvorrichtung in Verbindung stehen, wobei die Einzellitzensteuerung eine Auswahlvorrichtung (2) mit Kupplungsmitteln (6) für jede in einer Richtungen vorgespannte Einzellitze (22, 221, 222) aufweist und die Einzellitzen jeweils mittels Elektromagnete (10, 12), welche mit einer elektronischen Mustersteuervorrichtung (14) verbunden sind, entweder einrastbar oder mit einem Antrieb verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahlvorrichtung (2) eine Messervorrichtung (36) aufweist, deren Messer (34, 341, 342, 82) unter Verzicht auf einen gesonderten Antrieb entweder mit infolge Entfernung von Schäften frei werdenden Antriebselementen (62) der Schäfte z. B. Schafthebel koppelbar sind oder jeweils an einem Schaftrahmen (80) befestigbar sind und wobei den Messern (34, 341, 342, 82) jeweils als Kupplungsmittel (6) Klinken (40) und mit den Einzellitzen (22, 221, 222) verbundene Platinen (8, 81, 82,83) mit Mitnehmernasen (32) zugeordnet - sind.
     
    2. Einzellitzensteuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmernasen (32) der Platinen (8, 81, 82, 83) unterhalb einer die Elektromagnete (10, 12) enthaltenden Halterung angeordnet sind, wobei Harnischfäden (16,72) oder Verbindungsfäden (66) oben an den Platinen angeschlossen und über, vorzugsweise rollende, Umlenkvorrichtungen wieder nach unten zu mindestens einem Harnisch geführt sind.
     
    3. Einzellitzensteuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromagnete (10, 12) am Gestell (94) für die Schaftrahmen (90) befestigbar sind und eine Führung (20) für die Einzellitzen (22, 221, 222) mit den Platinen (8, 81, 82, 83) verbindende Harnischfäden (16, 72) als mindestens ein parallel zu den Schaftrahmen (90) anzuordnendes balkenförmiges Führungsbrett ausgebildet ist.
     
    4. Einzellitzensteurvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platine (8, 81, 82, 83) einen vorzugsweise als Ausnehmung ausgebildeten Rastanschlag (44) aufweist, gegen den eine mittels des Elektromagneten (10, 12) zurückziehbare Steurnase (38) vorgespannt ist, die an einem im Elektromagneten (12) achsial verschiebbar gelagerten Anker (5) angeordnet ist.
     
    5. Einzellitzensteurvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub der Messervorrichtung (36) bei jedem Hubzyklus soweit über die Raststellung der Platinen (8,81, 82,83) hinausgeht, dass die verrasteten Steuernase (38) vom Rastanschlag (44) der Platinen entlastbar und mit Abschrägungen (46, 48) in Eingriff bringbar sind, die an den den Rastflächen der Steurnase (38) und/oder der Rastanschläge (44) gegenüberliegenden Seiten der Steuernase (38) bzw. der Platinen (8, 81, 82, 83) angeordnet sind.
     
    6. Einzellitzensteurvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils n Platinen (81, 82, 83), wobei n vorzugsweise gleich 3 ist, zu einer Baugruppe zusammengefasst sind, in der die Platinen seitlich nebeneinander und die Elektromagnete (101, 102,103) in Längsrichtung der Platinen (81, 82, 83) übereinander angeordnet sind.
     


    Claims

    1. An individual heald control device for a weaving loom which is provided with shafts and the shafts of which communicate with a shaft driving device, in which the individual heald control has a selection device (2) with coupling means (6) for each individual heald (22, 221, 222) biassed in one direction and the individual heald in each case either can be engaged by means of electromagnets (10, 12) which are connected to an electronic pattern control device (14), or can be connected to a drive characterised in that the selection device (2) has a knife device (36), the knives (34' 341 342, 82) of which; while dispensing with a separate drive, can either be coupled with driving elements (62) of the shafts which become vacant as a result of removal of shafts, for example shaft levers, or can in each case be fastened to a shaft frame (80) and in which, associated with the knives (34, 341, 342, 82) in each case, as coupling means (6), are pawls (40) and notched bars (8, 81, 82, 83) connected to the individual healds (22, 221, 222) and having entrainment noses (32).
     
    2. An individual heald control device according to claim 1, characterised in that the entrainment noses (32) of the notched bars (8, 81, 82, 83) are arranged beneath a holder containing the electromagnets (10,12), and in which harness threads (16, 72) or connection threads (66) are connected to the top of the notched bars and are conducted by way of, preferably rolling, guide devies downwards again to form at least one harness.
     
    3. An individual heald control device according to claim 1, characterised in that the electromagnets (10, 12) can be fastened to the frame (94) for the shaft frames (90), and a guide (20) for harness threads (16, 72) connecting the individual healds (22, 221, 222) to the notched bars (8, 81, 82, 83) is designed as at least one beam- shaped guide plate that can be arranged parallel to the shaft frames.
     
    4. An individual heald control device according to claim 1, characterised in that each toothed bar (8, 81, 82, 83) has a detent stop (44) which is preferably designed as a recess and towards which there is biassed a control nose (38) which is withdrawable by means of the electromagnet (10,12) and which is arranged on an armature (50) mounted so as to be axially displaceable in the electromagnet (12).
     
    5. An individual heald control device according to claim 1, characterised in that the lift of the knife device (36) upon each stroke cycle goes so far beyond the detent position of the notched bar (8, 81, 32, 83) that the engaged control noses (38) are relievable from the detent stop (44) of the notched bar and can be brought into engagement with bevels (46,48) which are arranged at those sides of the control noses (38) or respectively of the notched bars (8, 81, 82, 83) which lie opposite to the detent surfaces of the control noses (38) and/or the detent stops (44).
     
    6. An individual heald control device according to claim 1, characterised in that in each case n notched bar (8, 81, 82 83), in which respect n is preferably egual to 3, are combined into a subassembly in which the notched bars are arranged laterally side-by-side and the electromagnets (101, 102, 103) are arranged one above the other in the longitudinal direction of the notched bars (81, 82, 83).
     


    Revendications

    1°) Dispositif de commande de lisse individuelle pour un métier à tisser comportant des armatures qui coopèrent avec un dispositif d'entraînement le dispositif de commande de lisse individuelle comprenant un dispositif-sélecteur (2) avec des moyens d'accouplement (6) pour chaque lisse individuelle (22, 221, 222) précontrainte dans une direction et les lisses individuelles peuvent être soit encliquetées, soit être reliées à un entraînement par l'intermédiaire d'électro-aimants (10,12) reliés à un dispositif de commande électronique de modèles (14), caractérisé en ce que le dispositif-sélecteur (2) comporte un dispositif à couteau (36) dont les couteaux (34, 341, 342, 82) peuvent être couplés sans entraînement particulier soit aux éléments d'entraînement (62) des châssis par exemple des leviers qui ne se sont libres du fait de l'éloignement des châssis ou encore être fixés à un châssis d'armature (80) et aux couteaux (34, 341, 342, 82) sont associés des cliquets (80) comme moyens d accouplement (6) et aux platines (8, 81, 82, 83) avec des becs d'entraînement (32) reliés aux lisses individuelles (22, 221, 222).
     
    2°) Dispositif de commande de lisse individuelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les becs d'entraînement (32) des platines (8, 81, 82, 83) sont prévus en-dessous d'un support qui maintient les électro-aimants (10,12), des fils-harnais (16, 72) ou des fils de liaison (66) étant reliés en haut aux platines et passant sur les dispositifs de renvoi de préférence tournants pour descendre au moins jusqu'à un harnais.
     
    3°) Dispositif de commande de lisse individuelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que les électro-aimants (10, 12) sont fixés au bâti (94) des châssis d'armature (90) èt un moyen de guidage (20) pour les lisses individuelles (22, 221, 222) avec des fils-harnais (16,72) reliés aux platines (8, 81, 82 83) comme au moins un moyen de guidage en forme de traverse associé de manière parallèle aux chassis d'armature (90).
     
    4°) Dispositif de commande de lisse individuelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque platine (8, 81, 82, 83) comporte une butée d encliquetage (44) de préférence réalisée sous forme de cavité contre laquelle s appuie un bec de commande (38) rétractable par 1 intermédiaire d un électro-aimant (10, 12), bec qui est prévu sur un induit (50) coulissant axialement dans un électro-aimant (12).
     
    5°) Dispositif de commande de lisse individuelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que la course du dispositif à couteau (36) au cours de chaque cycle de soulèvement dépasse la position d encliquetage des platines (8, 81, 82,83), en ce que les becs de commande encliquetés (38) sont susceptibles d'être dégagés de la butée d encliquetage (44) des platines et être mis en prise avec des surfaces inclinées (46, 48) qui sont prévues sur les cotés des becs de commande (38) ou des platines (8, 81, 82, 83) opposés aux surfaces d'encliquetage des becs de commande (38) et/ou des butées d encliquetage (44).
     
    6°) Dispositif de commande de lisse individuelle selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque fois n platines (8t, 82, 83), en étant de préférence égal à trois, sont réunies sous la forme d'un ensemble dans lequel les platines sont juxtaposées et les électro-aimants (101,102,103) sont superposés dans la direction longitudinale des platines (81, 82,83).
     




    Zeichnung