[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung nach dem ersten Teil des Anspruches
1.
[0002] Erdungsschalter der eingangs genannten Art sind als Dreherder ausgeführt, bei denen
ein Kontaktrohr um eine ortsfeste Achse Verschwenkt wird, um auf Hochspannungspotential
befindliche elektrische Leiter mit Erde zu verbinden. Die Erdungsschalter haben einen
verhältnismäßig speziellen Bewegungsablauf; sie müssen sich zunächst drehen und dann
zur Erzielung einer Einschaltung und zur Halterung in der Einschaltstellung in Richtung
des Kontaktrohres axial Verschieben.
[0003] Ein Hochspannungsschaltgerät, dessen Kontaktarm in der beschriebenen Weise betätigt
wird, ist aus der DE-B-23 51 492 bekanntgeworden. Der Schalter besitzt ein Kontaktrohr,
das in einer Führungshülse verschiebbar ist, und das Kontaktrohr wird mit einem Antrieb
betätigt, der aus einem Antriebshebel und einer Antriebslasche besteht, die für die
axiale Verschiebung des Kontaktrohres verantwortlich sind.
[0004] Die DE-A-25 45 938 beschreibt eine ähnliche Antriebsvorrichtung für einen Trenner,
bei dem das Kontaktrohr eine Drehbewegung und danach eine reine Axialbewegung ausführt,
wobei eine Hemmvorrichtung Vorgesehen ist, die dafür sorgt, daß zunächst nur die eine
und dann die andere Bewegung ausgeführt wird.
[0005] Beide Ausgestaltungen sind verhältnismäßig kompliziert, da spezielle Hebel-Laschen-Elemente
und spezielle Führungselemente Vorgesehen werden müssen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Antrieb für einen Dreh-Trennschalter zu schaffen,
der in seiner Konstruktion wesentlich vereinfacht ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0008] Eine Ausgestaltung der Erfindung ist aus den Merkmalen des Anspruchs 2 ersichtlich.
Dabei kann das Langloch gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 3 ausgebildet
sein. Damit die Verriegelung zwischen dem Antriebshebel und dem Kontaktrohr sichergestellt
ist, wird die Verriegelungslasche mit einer Kraft beaufschlagt, und zwar derart, daß
das Ende des ersten Bereiches des Langloches gegen die Antriebswelle gedrückt ist.
Diese Kraft wird zweckmäßigerweise durch eine Gewichtsmasse erzeugt; sie kann natürlich
auch durch eine geeignete Federanordnung aufgebracht werden.
[0009] Gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 6 ist ein Anschlag vorzusehen,
der die Verriegelung Praktisch freigibt, so daß beim weiteren Verdrehen die vorher
durch die Verriegelungslasche fixierte winkelige Stellung zwischen dem Kontaktrohr
und dem Antriebshebel freigegeben werden kann; dadurch kann dann das Kontaktrohr in
die endgültige Ausschaltstellung verbracht werden. Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit
der erfindungsgemäßen Anordnung kann zum einen sein, daß das Kontaktrohr an seinem
freien Ende mit einem Gegenkontakt zusammenwirkt, der so ausgebildet ist, daß er das
Kontaktrohrende in dem Moment erfaßt und linear führt, in dem die Verriegelungslasche
an dem Anschlag zum Anliegen kommt.
[0010] Die Wirkungsweise der Antriebsvorrichtung ist dann wie folgt:
In der Ausschaltstellung liegt das Kontaktrohr horizontal, wobei der Antriebshebel
mit dem Kontaktrohr einen stumpfen Winkel einnimmt, der in Richtung Einschalten geöffnet
ist. Die Lasche, die durch das Gewicht nach unten gedrückt wird, legt sich mit dem
Ende des Langloches an die Antriebswelle an und dient so zur Verriegelung von Kontaktrohr
und Antriebshebel. Das Kontaktrohr bildet zusammen mit der Verriegelungslasche und
dem Antriebshebel ein Dreieck, das durch das Zusammenwirken von Gewicht und Verriegelungslasche
fixiert wird. Wenn das Kontaktrohr in Einschaltstellung verbracht wird, dann wird
die Antriebswelle in Drehung versetzt und der starre rahmenartige Zusammenhalt von
Kontaktrohr, Antriebshebel und Verriegelungslasche bleibt beim Einschalten in dieser
Konfiguration, so daß das Kontaktrohr in Einschaltstellung verbracht werden kann.
Sowie das Kontaktrohr an den Gegenkontakt anschlägt, verbleibt es mit diesem Ende
am Gegenkontakt und wird dann in Richtung des Gegenkontaktes linear geführt. Gleichzeitig
legt sich die Verriegelungslasche an den Anschlag an und damit wird das Dreieck zwischen
Kontaktrohr, Antriebshebel und Verriegelungslasche gelöst, wobei die Antriebswelle
im Langloch gleiten kann. Der Antriebshebel wird solange Verdreht, bis das Kontaktrohr
und der Antriebshebel fluchten. Der Ausschaltvorgang verläuft genau umgekehrt:
Zunächst wird der Antriebshebel durch die Antriebswelle verdreht, wobei das freie
Ende des Kontaktrohres noch linear geführt ist. Sobald die Verriegelungslasche die
Stellung eingenommen hat, daß die Antriebswelle in dem ersten Bereich des Langloches,
der die Verriegelung tatsächlich bewirkt, angekommen ist, wird das Kontaktrohr an
seinem freien Ende freigegeben und aufgrund des Gewichtes wird das Dreieck wieder
Verriegelt, weil nämlich gleichzeitig die Verbindungslasche vom Anschlag freigekommen
ist. Der Ausschaltvorgang kann nunmehr seinen weiteren Fortgang nehmen. Wichtig ist
dabei also die richtige Zuordnung von linearer Führung des Kontaktrohrendes und Festhalten
der Verriegelungslasche durch den Anschlag: die lineare Führung des Kontaktrohrendes
muß bei einer Einschalthandlung genau in dem Augenblick beginnen, in dem die Verriegelungslasche
am Anschlag anliegt bzw. die Antriebswelle sich im zweiten Bereich des Langloches
befindet und beim Ausschaltvorgang muß die lineare Führung so lange gewährleistet
sein, bis die Verriegelung "steht", d.h. bis die Verriegelungslasche die Stellung
zu dem Kontaktrohr und dem Antriebshebel eingenommen hat, daß die Antriebswelle sich
im ersten Bereich des Langloches befindet. Das bedeutet, daß die Verriegelungslasche
etwa in dem Zeitpunkt von dem Anschlag freikommen muß, wenn die lineare Führung des
Kontaktrohrendes beendet ist.
[0011] Wenn vermieden werden soll, daß der feste Gegenkontakt die lineare Führung des Kontaktrohrendes
zu gewährleisten hat, dann kann der Bewegungsverlauf des Kontaktrohrendes in die endgültige
Einschaltstellung dadurch bewerkstelligt werden, daß das Langloch an der Verriegelungslasche
entsprechend dem erforderlichen Bewegungsablauf geformt ist. Die Wirkungsweise ist
dann so, daß der Anschlag zusammen mit der Langlochform eine Zwangsführung in Art
einer Nockensteuerung für das Kontaktrohr über den Anlenkpunkt der Verriegelungslasche
am Kontaktrohr darstellt, die die lineare Bewegung des Kontaktrohrendes erzeugt. Wichtig
sind dann nur die ausreichende Festigkeit der Verbindungslasche und Maßnahmen zur
Verringerung der Reibung zwischen Achse und Innenkanten des Langloches. Beispielsweise
kann an der Achse eine Kugel- oder Rollenlagerung vorgesehen werden, wobei diese Lagerung
das Langloch durchgreift. Die genaue Form des Langloches ist entsprechend dem zu ereichenden
Bewegungsablauf nach den Regeln der Getriebelehre zu ermitteln. Die Wirkungsweise
ist ähnlich derjenigen, die oben beschrieben ist. Nur ist eine lineare Zwangsführung
des Kontaktrohrendes im Gegenkontakt nicht erforderlich; die lineare Bewegung des
Gegenkontaktes wird durch das von dem Langloch in der Verbindungslasche gesteuerte
Getriebe zwischen Kontaktrohr, Verbindungslaschen, Langloch und Anschlag erzeugt.
[0012] Es besteht die Möglichkeit, daß der Bewegungsablauf umgekehrt werden kann, insoweit,
als die vertikale Stellung des Kontaktrohres die Ausschaltstellung und die horizontale
Stellung des Kontaktrohres die Einschaltstellung ist. Auch bei dieser Ausgestaltung
muß der stumpfe Winkel zwischen Kontaktrohr und Antriebshebel in Richtung Einschaltbewegung
geöffnet sein. Während bei der ersteren Ausgestaltung wenn also die Ausschaltstellung
der horizontalen Lage des Kontakthebels entspricht, der Anschlag praktisch außerhalb
des Dreiecks liegen wird, wird bei der zweiten Lösung der Anschlag so anzuordnen sein,
daß der Angriffspunkt des Anschlages zwischen dem Anlenkpunkt der Verriegelungslasche
und der Antriebswelle liegt.
[0013] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist,
soll die Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
[0014] Es zeigt:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Erdungsschalter für einen Scherentrennschalter, in
Seitenansicht und in eingeschalteter Stellung,
Figur 2 eine Teilansicht auf den Antriebsteil, in ausgeschalteter Stellung,
Figur 3 eine Schnittansicht gemäß 111-111 der Figur 1,
Figur 4 eine teilweise geschnittene Ansicht des Gegenkontaktes und
Figur 5 eine Schnittansicht gemäß Linie V-V der Fig.4.
[0015] Die Figur 1 zeigt einen Scherentrenner 10 nur teilweise; der untere Bereich, also
der auf Erdpotential befindliche Bereich, der zur Aufstellung des Scherentrenners
dient, ist nur teilweise dargestellt. Zu sehen ist lediglich eine Stützsäule 12, auf
der die Halterungsvorrichtung 14 für einen Stützisolator 18 aufgelagert ist, der sich
nach oben hin in eine metallische Säule 18 fortsetzt, auf der das eigentliche Getriebe
20 für die nur teilweise dargestellten Scherenarme 22 und 24 aufgelagert ist. An der
metallischen Säule 18 ist seitlich ein Kontaktarm 26 angebracht, an dem Kontaktfinger
28 bzw. 30 befestigt sind. Die Kontaktfinger 28, die auf der dem Stützisolator 16
bzw. der Säule 18 entgegengesetzten Seite vorgesehen sind, sind gegenüber den Kontaktfingern
30 länger ausgebildet und die Kontaktfinger 30 sind zur Mittelachse des Schalters
bzw. zur Mittelachse der Stützsäule 16 nach außen abgewinkelt. Auf der Halterungsvorrichtung
14 ist der bewegliche bzw. der Antriebsteil eines Erdungsschalters 32 aufgelagert.
Der Erdungsschalter 32 besitzt ein Kontaktrohr 34, das an seinem freien Ende eine
Erweiterung 36 aufweist, die mit den Kontaktfingern 28 und 30 in elektrischgalvanische
Verbindung im eingeschalteten Zustand gelangt. Die Kontaktfinger 28 und 30, die in
Bohrungen 21 (siehe Fig. 4 und 5) eines Kontaktfingerhalters 23, der am Kontaktarm
26 befestigt ist, eingesteckt und darin mittels Klemmschrauben 25 (von denen ein Paar
gezeichnet und die anderen symbolisch durch strichpunktierte Linie dargestellt sind)
festgehalten sind, umgeben einen Führungsstift 38, der mit einem Fortsatz 40 in eine
Öffnung 27 am Kontaktrohr 34 zu dessen Führung eingreift. Wie aus Fig. 4 ersichtlich,
ist die Öffnung 27 in einem die Erweiterung 36 aufweisenden und im Kontaktrohr 34
befestigten Kontaktstück 29 vorgesehen und innen mit einer eine Gleitführung gestattenden
lsolierbeschichtung 31 ausgekleidet. Das untere Ende des Kontaktrohres ist in einer
Hülse 42 aufgenommen und die Hülse 42 und das in die Hülse eingesteckte Ende des Kontaktrohres
34 ist durch einen Zapfen 44 durchgriffen. Die Ausgestaltung der Hülse im Bereich
48, also in dem Bereich, der der Aufnahmeöffnung des Kontaktrohres 34 entgegengesetzt
liegt, wird anhand der Figur 1 näher erläutert. Das Ende 46 jedenfalls ist von einer
Welle 48 durchgriffen, die gleichzeitig auch einen Antriebshebel 50 durchgreift, dergestalt,
daß das Kontaktrohr 34 mittels der Achse 40 bezogen auf den Antriebshebel 50 drehbar
bzw. verschwenkbar ist. Der Antriebshebel 50 ist mit einer Antriebswelle 52 verbunden,
die auf der Halterungsvorrichtung 14 drehbar und ortsfest aufgelagert ist und von
einem nicht näher dargestellten Antrieb verdreht wird. An dem Zapfen 44 ist eine Lasche
54 angelenkt, die einen rechteckigen Erweiterungsteil 58 aufweist, in dem ein Langloch
58 angeordnet bzw. eingebracht ist. Das Langloch 58 besitzt zwei Bereiche 80 und 82,
wobei der Bereich 80 senkrecht zur Mittelachse M der Lasche verläuft, wogegen der
Bereich 62 unter einem Winkel zu der Mittelachse M verläuft, und zwar von dem Anlenkpunkt
am Zapfen 44 weggeneigt. Die Lasche 54 verlängert sich über die Erweiterung 56 in
einen Fortsatz 64, an dessen Ende ein Gewicht 66 befestigt ist. An der Halterungsvorrichtung
14 ist ein Anschlag 68 befestigt, der aus einem U-förmigen Träger 70 und einer daran
geführten Justierschraube 72 gebildet ist. Die Antriebswelle 52 durchgreift den Erweiterungsteil
56 bzw. das Langloch 58 mit seinen Bereichen 60, 62, so daß die Lasche 54 um den Zapfen
44 und zwar mittels des Langloches 58 geführt schwenkbar ist.
[0016] Die Figur 2 zeigt das Kontaktrohr 34 in AusschaltsteIlung. Es liegt senkrecht zu
der Mittelachse des Stützisolators 16 und bildet mit dem Antriebshebel 50 einen stumpfen
Winkel. Die Antriebswelle 52 befindet sich in dem Bereich 60 und aufgrund des Gewichtes
66 liegt die Lasche 54, die um den Zapfen 44 schwenkbar ist, auf der Antriebswelle
52 auf. Aufgrund der Tatsache, daß das Langloch 58 den senkrecht zur Mittelachse der
Lasche verlaufenden Bereich 60 aufweist, und aufgrund der Tatsache, daß die Lasche
54 durch ihr Eigengewicht nach unten gedrückt wird, wobei das Gewicht 88 nicht unbedingt
erforderlich aber doch hilfreich ist, ist die Lage des Kontaktrohres 34 bezogen auf
den Antriebshebel 50 mittels der Lasche 54 fixiert. Wenn die Antriebswelle 52 verdreht
wird, dann verdreht sich der Antriebshebel 50 und das Kontaktrohr 34 in der in Figur
2 gezeigten Lage, bis die Lasche 54 gegen den Anschlag 68 zum Anliegen kommt. Dann
bleibt die Lasche quasi stehen und die Lasche 54 wird durch den Anschlag 88 ausgehebelt,
dergestalt, daß sie sich um die Achse 44 verschwenkt, wobei der Bereich 62 in den
Bereich der Antriebswelle 52 gelangt; der Winkel zwischen dem Kontaktrohr 34 und dem
Antriebshebel 50 vergrößert sich dadurch. Bei weiterem Verschwenken des Kontaktrohres
34 in die Stellung gemäß Figur 1 gelangt das Kontaktstück 36 zur Anlage gegen die
Kontaktfinger 28, so daß eine weitere Verdrehung des Kontaktrohres 34 nicht möglich
ist. Durch weiteres Verschwenken des Antriebhebels 50 erreicht die Welle 48 ihre maximale
Höhe bezogen auf die Halterungsvorrichtung 14, wodurch das Kontaktrohr 34 nach oben
weiter zwischen die Kontaktfinger 28 und 30 hineingeschoben wird.
[0017] Die Drehbewegung des Kontaktrohres 34 wird also sichergestellt durch die Lasche 54,
die das Kontaktrohr 34 zu dem Antriebshebel 50 fixiert. Wenn die Lasche auf den Anschlag
68 aufgelaufen ist, kann der Drehbewegung zusätzlich die reine axiale Bewegung überlagert
werden.
[0018] Die Wirkungsweise beim Einschaltvorgang ist oben erläutert; wichtig hierbei ist die
Zusammenwirkung zwischen dem Anschlag einerseits und der Längsführung des Kontaktrohrendes
durch den Gegenkontakt, bzw. die lineare Zwangsführung des Kontaktrohrendes am Gegenkontakt
aufgrund des Zusammenwirkens von Langloch 58 und Antriebswelle 52, die miteinander
quasi eine Nockensteuerung bilden, was zur Folge hat, daß eine unmittelbare Führung
des Kontaktrohrendes am Gegenkontakt nicht notwendig, sondern lediglich nur hilfreich
ist. Beim AusschaltVorgang wird der Antriebshebel entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt,
wobei nach wie vor das Kontaktrohrende an den Kontaktfingern geführt ist. Wenn der
Antriebshebel soweit verschwenkt ist, daß die Antriebswelle 52 sich im Bereich 80
befindet, dann wird sich die Lasche 54 von dem Anschlag 88 lösen und, weil die Antriebswelle
gegen das Ende des ersten Bereiches 80 des Langloches 58 anliegt, wird die Lasche
54 die Dreieckform (siehe Fig. 2) zwischen dem Kontaktrohr 34, dem Antriebshebel 50
und der Lasche 54 fixieren und der Antrieb kann das Kontaktrohr 34 wieder in die Ausschaltstellung
- verfahren.
[0019] Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Stellung gemäß Figur 1 als Ausschaltstellung
anzusehen; dann müßte der Antriebshebel gegenüber dem Kontaktrohr 34 einen stumpfen
Winkel einnehmen, ähnlich wie der stumpfe Winkel in Figur 2, wobei der stumpfe Winkel
in gleicher Weise in Einschaltrichtung geöffnet sein muß; man kann sich dies anhand
der Figur 2 so vorstellen, daß das Kontaktrohr senkrecht nach oben steht (also um
90° nach rechts verschwenkt wäre); dann würde die Verlängerung 56 (siehe Fig. 1) auf
der anderen Seite der Lasche 54 angeordnet sein und auch der Anschlag 68 müßte dann
so ausgebildet sein, daß er im Endteil der Einschaltbewegung, also dann, wenn das
Kontaktrohr 34 aus der vertikal verlaufenden Lage sich in die horizontal verlaufende
Lage bewegt, zwischen dem Zapfen 44 und der Antriebswelle 52 liegen müßte. In gleicher
Weise müßten auch die Kontaktfinger so ausgebildet sein, daß die Längsführung bzw.
lineare Führung auf das Anliegen der Verriegelungslasche abgestimmt sein müßte.
[0020] In-der Figur 3 ist eine Schnittansicht des Antriebsmechanismus ersichtlich. Man erkennt
das Kontaktrohr 34, das in der Hülse 42 eingesteckt ist. Die Hülse 42 besitzt zwei
Klemmteile 102 und 104, mit der das Kontaktrohr 34 an der Hülse 42 mittels Schrauben
106 befestigt ist. Die Hülse 42 ist wannenförmig mit sich gegenüberliegenden Seitenwänden
108 und 110 ausgebildet. Auf der Außenseite der Seitenwand 110 ist eine Verbindungslasche
112 mittels einer Schraubenverbindung 114 befestigt und die Seitenwand 108 setzt sich
fort in ein Verlängerungsteil 116, das eine Bohrung aufweist, in das eine Lagerbuchse
eingesteckt ist. Auf der Innenseite der Verlängerung 116 ist ein zylindrischer Fortsatz
122 angeordnet und am Boden dieses zylindrischen Fortsatzes ein im Querschnitt keilförmiger
Ring 124 befestigt. Der Antriebshebel 50 besitzt einen flächigen Teilbereich 126,
auf dessen einer Seite zwei ringförmige Fortsätze 128 und 129 angeformt sind, von
denen der ringförmige Fortsatz 128 den ringförmigen Fortsatz 122 der Verlängerung
116 umfaßt. Die Bodenfläche im Inneren des Fortsatzes 128 ist ebenfalls mit einem
keilförmigen Ring 130 versehen, wobei die beiden Ringe 124 und 130 sich exakt gegenüberliegen
und den gleichen Durchmesser besitzen. Auf den keilförmigen Ringen laufen Kontaktrollenanordnungen
132, die aus zwei Rollenelementen 134 und 136 bestehen, die mittels einer Feder 140
aufeinanderzu gedrückt werden. Die Rollenelemente 136 und 134 besitzen kegelstumpfartig
ausgebildete Schrägflächen (ohne Bezugsziffer), die auf den Schrägflächen der Ringe
124 bzw. 130 abrollen, wodurch bei einer Drehbewegung der Hülse 42 die Kontaktrollenanordnungen
132 auf den Ringen 124 und 130 abrollen und dabei auch für einen guten elektrischen
Kontaktübergang zwischen der Hülse 42 und dem Antriebshebel 50 sorgen. Auf der dem
Fortsatz 128 gegenüberliegenden Fläche des Bereiches 126 ist ein zylinderförmiger
Vorsprung 142 angeordnet, durch den die Wellle 48 hindurchläuft; mittels Spannhülsen
144 ist die Welle 48 mit dem Vorsprung 142 drehfest verbunden.
[0021] Die Welle 48 durchgreift weiterhin noch die Verbindungslasche 112 unter Zwischenfügung
einer Lagerbuchse 146. Somit wird die Welle 48 sowohl durch die Verlängerung 116 als
auch durch die Verbindungsl 112 eindeutig bezogen auf die Hülse 42 geführt. Der Zapfen
44 greift durch die Seitenwand 110 und die Verbindungslasche 112 und ist an der Verbindungslasche
112 mittels einer Schweißung 148 befestigt. Der Zapfen 44 durchgreift unter Zwischenfügung
einer Lagerbuchse 150 die Lasche 54 und dient so zur Lagerung bzw. zur drehbaren Verbindung
der Lasche 54 mit der Hülse 42.
[0022] Ortsfest an der Halterungsvorrichtung 14 oder im Bereich derselben ist eine Lagerbuchse
200 befestigt, die einen Fortsatz 202 aufweist, der identisch zum Fortsatz 122 ausgebildet
ist. An den Fortsatz 128 schließt unmittelbar ein zweiter Fortsatz 129 an, der-mit
dem Fortsatz 128 eine 8 bildet. Dieser umfaßt den Fortsatz 202 und die Kontaktierung
zwischen der Lagerbuchse 200 und dem Antriebshebel 50 erfolgt in gleicher Weise wie
oben erwähnt mit den Kontaktrollenanordnungen 133, die auf den Kontaktringen 125 und
127, die den Kontaktringen 124 und 130 gleichen, abrollen. Der Antriebshebel 50 besitzt
einen parallel zu dem Vorsprung 142 verlaufenden zweiten Vorsprung 152, durch den
die Antriebswelle 52 hindurchgreift und in dem sie ebenfalls mit Spannhülsen 154 befestigt
und festgelegt ist. Die Antriebswelle 52 durchgreift weiterhin auch die Erweiterung
56 im Bereich des Langloches 58. Zur Verstärkung des Antriebshebels sind kreuzförmig
Verstärkungsrippen 156 auf der rechten Fläche, also derjenigen, die auf der den Vorsprüngen
128 und 129 entgegengesetzt befindlichen Seite liegt, angeformt.
[0023] Zur Betätigung des Kontaktrohres 34 wird die Antriebswelle 52 verdreht, hierdurch
wird über die Spannhülsen 154 der Antriebshebel ebenfalls verdreht, wobei die Kontaktrollenanordnungen
132 auf den Ringen 124 und 130 abrollen. In einer bestimmten Stellung (siehe oben)
verdreht sich die Hülse 42 gegenüber dem Antriebshebel 50. wobei die Rollenanordnung
132 zur elektrischen Stromübertragung von der Hülse 42 bzw. der Verlängerung 116 auf
den Antriebshebel 50 dient.
[0024] Oben ist ausgeführt worden, daß es in besonderer Weise auf das Zusammenwirken zwischen
Anschlag und linearer Führung des Kontaktrohrendes ankommt. Natürlich kann die lineare
Bewegung des Kontaktrohrendes auch durch Zusammenwirken der Antriebswelle 52 mit dem
Langloch 58 bewirkt werden, so daß es auf eine lineare Führung des Kontaktrohrendes
am Gegenkontakt eigentlich gar nicht ankommt. Wesentlich ist dabei, daß das Langloch
58 als eine Art Kulissensteuerung dient, dergestalt, daß das Langloch 58 mit der Antriebswelle
eine Getriebeführung bildet. Beide Möglichkeiten sind denkbar und realisierbar, wobei
je nach Gegebenheiten die eine Möglichkeit: Zusammenwirken von linearer Führung und
Anschlag, oder die andere Möglichkeit: Verwendung des Langloches als Getriebekulisse
für die Antriebswelle, bevorzugt werden kann. So könnte z.B. dann die lineare Führung
am Gegenkontakt bevorzugt werden, wenn in Einschaltstellung das Kontaktrohr horizdntal
liegt und dann quasi durch sein eigenes Gewicht an den Kontaktfingern geführt wird.
1. Antriebsvorrichtung zur Betätigung eines Drehtrennschalters, mit einem Kontaktrohr
(34), das von einer Antriebswelle (52) verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Antriebswelle (52) und dem Kontaktrohr (34) ein Antriebshebel (50), vorgesehen
ist, an dessen einem Ende die Antriebswelle (52) befestigt und an dessen anderem Ende
das Kontaktrohr (34) drehbar angelenkt ist, wobei der Antriebshebel (50) und das Kontaktrohr
(34) einen stumpfen Winkel, der in Einschaltrichtung geöffnet ist, zumindest in der
Ausschaltstellung zwischen sich einnehmen, und daß zwischen dem Kontaktrohr (34) und
dem Antriebshebel (50) eine die winkelige Stellung des Antriebshebels (50) zum Kontaktrohr
(34) fixierende und gegen Ende der Einschaltbewegung freigebende Verriegelungslasche
(54) vorgesehen ist, so daß bei Verdrehen der Antriebswelle (52), das Kontaktrohr
(34) mit dem Antriebshebel (50) und der Verriegelungslasche (54) eine starre Einheit
bildet, die gegen Ende der Schaltbewegung derart gelöst wird, daß bei weiterem Verdrehen
der Antriebswelle (52) und des Antriebshebels (50), in die Endstellung die Mittelachse
des Antriebshebels (50) mit der Mittelachse des Kontaktrohres (34) in Flucht verbringbar
ist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungslasche
(54) ein Langloch (58) aufweist, durch das die Antriebswelle (52) zur Führung der-Verriegelungslasche
(54) hindurchgreift, und daß das Langloch (58) so angeordnet und ausgebildet ist,
daß die Verriegelungslasche (54) die Stellung von Antriebshebel (50) zum Kontaktrohr
(34) fixiert und ein Strecken beider zumindest zu Beginn der Ausschaltbewegung verhindert
ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch (58)
einen ersten Bereich (60) aufweist, der annähernd senkrecht zur Mittelachse der Verriegelungslasche
(54) verläuft, und einen zweiten Bereich (62) enthält, der so- ausgerichtet ist, daß
die Antriebswelle (52), die das Langloch (58) durchgreift, im letzten Bereich des
Einschaltvorganges frei im Langloch gleiten kann.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherstellung
der Verriegelung zwischen Antriebshebel (50) und Kontaktrohr (34) an der Verriegelungslasche
(54) eine Kraft angreift, die die ersten Bereiches (60) des Langloches (58) gegen
die Antriebswelle (52) gedrückt ist.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft mittels
einer Gewichtsmasse (66) erzeugt ist.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
ortsfest ein Anschlag (68) vorgesehen ist, gegen den die Verriegelungslasche (54)
gegen Ende der Einschaltbewegung anschlägt, so daß die Verriegelungslasche (54) die
Drehbeweglichteit zwischen Kontaktrohr (34) und Antriebshebel (50) freigibt.
7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktrohr
(34) an seinem freien Ende mit einem Gegenkontakt (28) zusammenwirkt, der so ausgebildet
ist, daß er das Kontaktrohrende in dem Moment erfaßt und linear führt, in dem die
Verriegelungslasche (54) an dem Anschlag (68) zum Anliegen kommt.
1. Drive device for actuating a rotary isolating switch, with a contact tube (34)
pivoted by a drive shaft (52), characterised in that there is, between the drive shaft
(52) and the contact tube (34), a drive lever (50), to one end of which the drive
shaft (52) is fastened and on the other end of which the contact tube (34) is articulated
rotatably, the drive lever (50) and the contact tube (34) forming between them, at
least in the disconnection position, an obtuse angle which opens in the direction
of connection, and in that between the contact tube (34) and the drive lever (50)
there is a locking plate (54) which fixes the angular position of the drive lever
(50) relative to the contact tube (34) and which releases it towards the end of the
connection movement, so that, when the drive shaft (52) is rotated, the contact tube
(34) forms with the drive lever (50) and the locking plate (54) a rigid unit which,
towards the end of the switching movement, is released in such a way that, when the
drive shaft (52) and the drive lever (50) are rotated further into the end position,
the centre axis of the drive lever (50) can be brought in line with the centre axis
of the contact tube (34).
2. Drive device according to Claim 1, characterised in that the locking plate (54)
has a slot (58), through which the drive shaft (52) engages to guide the locking plate
(54), and in that the slot (58) is arranged and designed in such a way that the locking
plate (54) fixes the position of the drive lever (50) relative to the contact tube
(34) and these two are prevented from being extended at least at the start of the
disconnection movement.
3. Drive device according to Claim 2, characterised in that the slot (58) has a first
region (60) extending approximately perpendicularly relative to the centre axis of
the locking plate (54) and contains a second region (62) which is aligned so that
the drive shaft (52) passing through the slot (58) can slide freely in the slot during
the last portion of the connection operation.
4. Drive device according to Claim 3, characterised in that, to safeguard the lock,
a force is exerted on the locking plate (54) between the drive lever (50) and the
contact tube (34) and stresses the locking plate (54) in such a way that the end of
the first region (60) of the slot (58) is pressed against the drive shaft (52).
5. Drive device according to Claim 4, characterised in that the force is generated
by means of a weight mass (66).
6. Drive device according to one of the preceding claims, characterised in that there
is fixed in place a stop (68), against which the locking plate (54) strikes towards
the end of the connection movement, so that the locking plate (54) allows rotary movement
between the contact tube (34) and the drive lever (50).
7. Drive device according to Claim 6, characterised in that the contact tube (34)
interacts at its free end with a counter-contact (28) which is designed so that it
grasps the contact-tube end and guides it linearly at the moment when the locking
plate (54) comes up against the stop (68).
1. Dispositif d'entraînement pour l'actionnement d'un sectionneur rotatif, comprenant
un tube de contact (34) qui est pivoté par un arbre d'entraînement (52), caractérisé
par le fait qu'entre l'arbre d'entraînement (52) et le tube de contact (34) est prévu
un levier d'entraînement (50) à une extrémité duquel est fixé l'arbre d'entraînement
(52), tandis que le tube de contact (34) s'articule de façon mobile en rotation à
son autre extrémité, le levier d'entraînement (50) et le tube de contact (34) formant
entre eux, au moins la position d'ouverture, un angle obtus qui est ouvert à la position
de fermeture et qu'entre le tube de contact (34) et le levier d'entraînement (50)
est prévu une barre de verrouillage (54) fixant la position angulaire du levier d'entraînement
(50) par rapport au tube de contact (34) et la liberant vers la fin du mouvement de
fermeture, de sorte que lors de la rotation de l'arbre. d'entraînement (52), le tube
de contact (34) avec le levier d'entraînement (50) et la barre de verrouillage (54),
forme une unité rigide qui se défait vers la fin du mouvement de coupure, si bien
que, lors de la rotation ultérieure de l'arbre d'entraînement (52) et du levier d'entraînement
(50) à la position finale, l'axe médian du levier d'entraînement (50) peut être amené
à l'alignement de l'axe médian du tube de contact (34).
2. Dispositif d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé par le fait que
la barre de verrouillage (54) comporte un trou oblong (58) à travers lequel passe
l'arbre d'entraînement (52) pour le guidage de la barre de verrouillage (54), et que
le trou oblong (58) est conçu et disposé de manière que la barre de verrouillage (54)
fixe la position du levier d'entraînement (50) par rapport au tube de contact (34)
et empêche une extension des deux tout au moins au début du mouvement d'ouverture.
3. Dispositif d'entraînement selon la revendication 2, caractérisé par le fait que
le trou oblong (58) présente une première zone (60) qui est disposée à peu près perpendiculairement
à l'axe médian de la barre de verrouillage (54), et renferme une seconde zone (62)
qui est dirigée de manière que l'arbre d'entraînement (52), qui traverse le trou oblong
(58), puisse glisser librement dans le trou oblong dans la dernière phase du processus
de fermeture.
4. Dispositif d'entraînement selon la revendication 3, caractérisé par le fait que
pour assurer le verrouillage entre le levier d'entraînement (50) et le tube de contact
(34), il s'exerce sur la barre de verrouillage (54) une force qui agit sur la barre
de verrouillage (54) de manières que l'extrémité de la première zone (60) du trou
oblong (58) soit appliquée contre l'arbre d'entraînement (52).
5. Dispositif d'entraînement selon la revendication 4, caractérisé par le fait que
la force est produite au moyen d'un poids (66).
6. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'il est prévu à poste fixe une butée (68) contre laquelle vient s'appliquer
la barre de verrouillage (54) vers la fin du mouvement de fermeture de manière que
la barre de verrouillage (54) permette la liberté de rotation entre le tube de contact
(34) et le levier d'entraînement (50).
7. Dispositif d'entraînement selon la revendication (6), caractérisé par le fait qui
le tube de contact (34) coopère à son extrémité libre avec un contact opposé (28)
qui est conçu de manière qu'il saissise et guide linéairement l'extrémité du tube
de contact au moment où la barre de verrouillage (54) vient heurter la butée (68).