[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Eine derartige Sicherungseinrichtung ist aus der DE-OS 30 25 280 bekannt. Als zweites
Entsicherungskriterium in der Sicherungskette dient dort das Auftreten eines Ausgangssignales
eines Zeitschaltkreises, der mit dem Verlegen der Mine, nämlich mit der Überführung
der Sicherungseinrichtung in ihre Vorbereitungsstellung, gestartet wurde. Nach Ablauf
der vorgegebenen Sicherheitszeitspanne wird die Haltekraft eines Permanentmagneten
durch ein kurzzeitig gegensinnig einwirkendes Elektromagnetfeld so stark geschwächt,
daß ein Anker abfällt und dadurch die Verlagerung eines Detonator-Schiebers in die
Detonator-Scharfstellung ermöglicht.
[0003] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es bei einer solchen gattungsbildenden
Sicherungseinrichtung (wie auch bei ähnlichen Sicherungseinrichtungen, bei denen wenigstens
eines der Sicherungselemente durch eine beschleunigungsabhängige Verlagerung eines
Riegels oder durch ein elektrisch ansteuerbares pyrotechnisches Kraftelement gegeben
ist) teils aus energetischen, teils aus konstruktiven Gründen nicht möglich ist, mit
Fernwirkmitteln die einmal erreichte SCHARF-Stellung wieder aufzuheben und in die
SICHER-Stellung zurückzuführen; zumal wenn aus dieser heraus erneut der Funktionsablauf
über die Vorbereitungsstellung zur SCHARF-Stellung ablaufen können soll.
[0004] Gerade bei Minen aber erscheint es wünschenswert, die einmal erreichte SCHARF-Stellung
bedarfsweise wieder in eine SICHER-Stellung der Sicherungseinrichtung rückführen und
danach den üblichen Vorbereitungs-und Entsicherungsvorgang wieder ablaufen lassen
zu können; beispielsweise zur regionalen Modifikation oder zur'Funktionsprüfung eines
- ausgelegten Minenfeldes.
[0005] Aus diesen Erkenntnisen heraus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sicherungseinrichtung
gattungsgemäßer Art zu schaffen, die in vorstehend erläutertem Sinne reversibel ist,
also ausgelöst durch Fernwirkmittel aus der SCHARF-Stellung in die SICHER-Stellung
rückführbar und danach erneut mit dem ursprünglichen Funktionsablauf einsetzbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Sicherungseinrichtung
im wesentlichen dadurch gelöst, daß sie gemäß dem Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 ausgelegt ist.
[0007] Nach dieser Lösung wird sowohl für den Übergang aus der SICHER-Stellung in die SCHARF-Stellung
wie auch bedarfsweise für die Rückführung in die SICHER-Stellung thermische Energie
eingesetzt, die insbesondere im Wege der Widerstandsheizung elektrisch leicht erzeugbar
und dosierbar ist; zumal sie lediglich jeweils eine Stell- bzw. Rückstelleinrichtung
mit reversiblem bistabilem Schaltverhalten zu triggern braucht. Diese Stell- bzw.
Rückstelleinrichtungen sind vorzugsweise Federelemente, so daß die Dimensionierung
der Stellwege, also die Fertigungstoleranz der Einzelteile einer solchen Stelleinrichtung
unkritisch ist. Grundsätzlich sind thermische Bimetalle mit bistabiler oder Schnapp-Charakteristik
als solche Stell- bzw. Rückstelleinrichtungen geeignet, die - beispielsweise aufgebaut
als Biegefedern - bei Überschreiten einer bestimmten, materialbedingt und konstruktiv
vorgegebenen, Temperatur nach zunächst schleichender Krümmungsänderung eine schlagartige
Krümmungsänderung erfahren.
[0008] Zweckmäßiger ist jedoch der Einsatz von Federn, die aus Material mit Fomgedächtnisvermögen
(Memory-Legierungen) bestehen; und die in dem Sinne ein reversibles Verhalten aufweisen,
als nach Überschreiten einer typischen Material-Temperatur praktisch schlagartig und
unter Freisetzung erheblicher Kräfte ein Übergang aus der momentanen Feder-Grundstellung
in eine andere Feder-Grundstellung erfolgt und dieser Übergang nach Abkühlung durch
Einwirkung einer äußeren Kraft wieder rückgängig gemacht werden kann. Bezüglich dafür
geeigneter Materialien wird beispielsweise auf die EP-05 86 011 oder EP-OS 86 013
und bezüglich der Formänderungs-Kinetik auf das DE-GM 79 00 875 verwiesen.
[0009] In der SICHER-Stellung, in Vorbereitung zum Übergang in die SCHARF- Stellung, sind
beide gegensinnig auf einen in Linie versetzbaren Detonator einwirkenden Memory-Federn
(nach Maßgabe ihrer relativen Anordnung und Angriffsrichtung) z.B. bei verformter
martensitischer Gefügestruktur in einer bestimmten Grundstellung. Auf eine Information
hin, die z.B. von einem Zeitschaltglied oder ferngesteuert eingespeist werden kann,
wird eine der Federn vorübergehend direkt oder indirekt z.B. elektrisch erwärmt, bis
der Umwandlungspunkt von martensitischem zu austenitischem Gefüge überschritten wird;
mit der Folge, daß die Feder praktisch schlagartig und unter erheblicher Kraftausübung
ihre herstellungs-technologisch vorgegebene andere Grundstellung mit austenitischem
Gefüge einnimmt und dabei den Detonator in seine SCHARF-Stellung verlagert. Zur Rückführung
des Detonators in seine SICHER-Stellung wird die andere, entgegengesetzt angreifende
und noch verformte martensitische Feder kurzzeitig erwärmt, bis diese ihre vorgegebene
zweite (austenitische) Grundstellung einnimmt, den Detonator also aus der Zündbereitschaftsstellung
wieder herausschiebt. Zugleich wird die (unterdessen wieder zu martensitischem Gefüge
abgekühlte) ersterwähnte Feder von der stärker ausgelegten
[0010] Kraft der zweiten Feder in die ursprüngliche Grundstellung (die der SICHER-Stellung
des Detonators entsprach) zurück-verformt. Je nach den konstruktiven Gegebenheiten
kann die Folge der Gefüge-Umwandlungen aber auch umgekehrt vorgegeben sein.
[0011] Energetisch günstig ist es, und einen besonders vorteilhaften Sicherheitsaspekt stellt
es dar, die Rück-Verformung der zweit-erwähnten Feder (die, aufgrund ihrer größeren
Federsteifigkeit, in der umgewandelten Geometrie einer Verlagerung des Detonators
in seine SCHARF- Stellung auch bei vorzeitigem, also ungewolltem erneutem Erwärmen
der ersten Feder unterbindet) nach ihrer Abkühlung zurück in den martensitischen Gefügezustand
nicht durch z.B. ein elektrisch ansteuerbares, eingebautes Kraftelement vorzunehmen,
sondern durch eine extern - insbesondere manuell - einzubringende-Kraft. Dafür kann
ein Hilfswerkzeug, etwa in Form eines Stempels, vorgesehen sein, das es ermöglicht,
(ohne Verlagerung des SICHER-gestellten Detonators) die inzwischen abgekühlte zweite
Feder mechanisch so zu beaufschlagen, daß sie in die Geometrie ihrer ursprünglichen,
der ersten Feder nicht mehr entgegenwirkenden Grundstellung zurückgeführt wird, einer
erneuten Detonator-Verlagerung in die SCHARF-Stellung danach also nicht mehr entgegensteht.
Dabei kann vorgesehen sein, mit dieser Rückführung der zweiten Feder in die Ausgangsstellung
das schon erwähnte Zeitschaltglied zu starten, nach dessen Ablauf dann die erste 'Feder
wieder erwärmt, die Sicherungseinrichtung also wieder SCHARF gestellt wird.
[0012] Zusätzliche Alternativen und Weiterbildungen sowie weitere Merkmale und Vorteile
der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen und aus nahstehender Beschreibung
eines in der Zeichnung unter Beschränkung auf das Wesentliche stark abstrahiert skizzierten
bevorzugten Realisierungsbeispiels zur erfindungsgemäßen Lösung.
[0013] Es zeigt:
Fig. 1 Die Sicherungseinrichtung in ihrer SICHER-Stellung, vorbereitet zur Ansteuerung
für den Übergang in die SCHARF-Stellung,
Fig. 2 die Sicherungseinrichtung gemäß Fig. 1 nach Übergang in ihre SCHARF-Stellung
und
Fig. 3 die Sicherungseinrichtung nach ihrer ferngesteuerten Rückstellung aus der SCHARF-Stellung
gemäß Fig. 2 in die.SICHER-Stellung ihres Detonators gemäß Fig. 1.
[0014] In einen Hohlraum 1 einer Land-Mine 2, wie sie beispielsweise gegen gepanzerte Fahrzeuge
Anwendung findet, ist eine Sicherungseinrichtung 3 eingesetzt, die in Fig. 1 im Axial-Längsschnitt
in der SICHER-Stellung ihres Detonators 4 skizziert ist. Im Interesse geringen Fertigungs-und
Montageaufwandes ist die Sicherungseinrichtung 3 im wesentlichen .aus axialsymmetrischen,
insbesondere zylindrischen Bauteilen zusammengesetzt. Dazu zählen hier eine hohlzylindrische
Hülse 5 mit eingeschraubtem Boden 6 und aufgeschraubtem - auch der Verschraubung im
Minen-Hohlraum 1 dienendem - Deckel 7. Der Detonator 4 ist in der Wandung eines zylindrischen
Schiebers 8 angeordnet, so daß er in der SICHER-Stellung des Schiebers 8 versetzt
gegenüber einer Übertragungsladung 9 steht, die in der Wandung des Minen-Hohlraumes
1 angeordnet ist und eine pyrotechnische Aktivierungs-Verbindung zu einer Gefechtsladung
(in der Zeichnung nicht dargestellt) der Mine 2 darstellt. In der Zeichnung ist nicht
weiter berücksichtigt, daß in der Regel auch noch konstruktive Maßnahmen vorgesehen
sind, die zum gefahrlosen Abbrennen des Detonators 4 führen, wenn er aus irgendeinem
Grunde in seiner SICHER-Stellung ausgelöst haben sollte. Ein am Boden 6 gehalterter
axialer Stift 10, der in eine (gegenüber der Anordnung des Detonators 4 versetzt verlaufende)
Axialbohrung 11 eingreift, dient gleichermaßen als zusätzliche Längsführung mittelbar
für die Bewegung des Schiebers 8 in der Hülse 5 und unmittelbar für eine dem Schieber
8 entgegen abgestützte, beispielsweise in die Bohrung 11 eingreifende Stützfeder 12;
wie auch (in Verbindung mit dem Boden 13 der Sackloch-Bohrung 11) als Anschlag 14
für die Verlagerung des Detonator-Schiebers 8 in die SCHARF-Stellung (Fig. 2), in
der der Detonator 4 mit der Übertragungsladung 9 in Linie steht, die Gefechtsladung
der Mine 2 also gezündet werden kann.
[0015] Für diese Überführung des Detonator-Schiebers 8 aus der SICHER-Stellung gemäß Fig.
1 in die SCHARF-Stellung gemäß Fig. 2 wird eine Stelleinrichtug 15 aus einem elektrischen
Scharfsteller 16 aktiviert, der beispielsweise über ein Zeitstellglied 17 und/oder
eine Kabel-oder Funk-Ansteuerung 18 nach dem Verlegen der Mine 2 aktivierbar ist und
die Energie für die Wirkung einer reversibel arbeitenden, thermisch triggerbaren und
bistabiles Verhalten aufweisenden Stelleinrichtung 15 liefert. Eine solche Stelleinrichtung
15 ist vorzugsweise eine Feder - hier im Sinne des möglichst axialsymmetrischen Aufbaues
der Sicherungseinrichtung 3 eine gegen den Deckel 7 abgestützte, und der Stützfeder
12 entgegengerichtet z.B. über einen Anlagering 19 auf den Detonator-Schieber 8 einwirkende,
Spiral-Druckfeder 20 aus sogenanntem Formgedächtnis-Material (Memory-Legierung). Diese
ist beim dargestellten, bevorzugten Realisierungsbeispiel so eingestellt, daß sie
nach Material-Erwärmung über eine gefügetechnologisch vorgegebene kritische Temperatur
praktisch schlagartig und unter Freisetzung einer großen Kraft ihre axial gedehnte
Stellung einzunehmen bestrebt ist, also elastisch gegen den Anlagering 19 andrückt
und dadurch den Schieber 8 in die SCHARF-Stellung des Detonators 4, gegen den Stift-Anschlag
14 und der Wirkung der Stützfeder 12 entgegen, verschiebt. Daß die Umformung der Geometrie
der Druckfeder 20 nur und erst erfolgen kann, wenn ein erstes Sicherungskriterium
21 (beispielsweise eine mechanische oder elektrische Verriegelung unmittelbar am DetonatorSchieber
8 oder verknüpft mit der Ansteuerungs-Möglichkeit des Scharfstellers 16) ausgelöst
wurde, ist in der Zeichnung nur global berücksichtigt. Der für die Formänderung der
Druckfeder 20 erforderliche Temperaturanstieg kann durch direkte Einspeisung eines
Heizstromes oder durch Betrieb eines gesonderten Heizelementes aus dem Scharfsteller
16 heraus hervorgerufen werden; ebenso wie die Bestätigung eines Abschalters 39 für
diese Heizeinrichtung 40 aufgrund Verschiebens des Detonator-Schiebers 8 in seine
SCHARF-Stellung, wie in der Zeichnung global berücksichtigt.
[0016] Um den Detonator-Schieber 8 ferngesteuert wieder in die SICHER-Stellung (Fig. 3)
zurückverlagern zu können (ehe die Mine 2 über das Anzünden des Detonators 4 zum Ansprechen
gebracht wurde), wirkt der Stelleinrichtung 15 in Form der Formgedächtnis-Druckfeder
20 eine entsprechende Rückstelleinrichtung 22 mit Formgedächtnis-Rückdruckfeder 23
entgegen; die (z.B. wieder aus einem Zeitschaltglied 17', oder über eine Fernsteuerung
24, getriggert) aus einer elektrisch ansteuerbaren Rückstelleinrichtung 25 in entsprechender
Weise betreibbar ist, wie oben für die Formgedächtnis-Druckfeder 20 erörtert. Die
Formgedächtnis-Umwandlungskraft und die_Federkonstante der Rückdruckfeder 23 sind
so ausgelegt, daß die Rückstelleinrichtung 22 (unterstützt durch die gleichsinnige
Wirkung der Stützfeder 12) den Detonator-Schieber 8 entgegen der Andruckkraft der
Stelleinrichtung 15 in die SICHER-Stellung zurückverlagern und dabei die unterdessen
abgekühlte Formgedächtnis-Druckfeder 20 in ihre andere stabile, die axial kurze Ausgangsstellung
zurückverformen kann (Fig. 3), in der also der Detonator 4 nicht mehr mit der Übertragungsladung
9 in Linie liegt und das erste Sicherungskriterium 21 wieder wirksam ist.
[0017] Um die volle Funktionsbereitschaft der Sicherungseinrichtung 3 gemaß Fig. l, also
mit der Möglichkeit eines vollständigen Scharfstell-Ruckstell-Zyklus ihrer Sicherungseinrichtung
3, wieder herzustellen, muß die Formgedächtnis-Rückdruckfeder 23 nach ihrem Abkühlen
wieder in die zusammengedrückte geometrischte Form zurückgeführt werden. Hierfür ist
ein manuelles Hilfswerkzeug in Form eines Rückstell-Stempels 26 vorgesehen, mit dem
die Rückdruckfeder 23 wieder gestaucht werden kann. Wegen der größeren Rückstellkraft,
verglichen mit der Scharfstellkraft der Stelleinrichtung 15, bleibt die Mine 2 zuverlässig
gesichert, solange die entsprechende manuelle Operation mittels solchen Vorbereitungs-Stempels
26 nicht durchgeführt wurde - die Rückdruckfeder 23 also nicht wieder vom Detonator-Schieber
8 abgehoben wurde, sondern noch voll gegen den Schieber 8 andrückt. Um die Rückstellun
zu ermöglichen, und um dabei eine ungewollte Verlagerung des Detonator-Schiebers 8
in die SCHARF-Stellung zu unterbinden, liegt die Rückdruckfede 23 nur indirekt gegen
den Schieber 8 an, nämlich über einen Rückdruckrjng 27. Dieser ist mittels einer zwischen
der äußeren Hülse 5 und dem Schieber 8 gelegenen Schiebehülse 28 (unter Stauchung
der Rückdruckfeder 23) vom Detonator-Schieber 8 abhebbar; indem der Stempel 26 dem
Rückdruckring 27 gegenüber gegen eine Schiebehülsen-Traverse 29 angedrückt wird, die
sich durch einen axparallelen Diagonal-Schlitz 30 im Schieber 8 erstreckt. Dadurch
kann die Schiebehülse 28 auch relativ zum Schieber 8 verlagert werden, der von der
Stützfeder 12 dabei in seiner momentanen Position, ortsfest gegenüber der äußeren
Hülse 5, gehaltert bleibt; nämlich anliegend gegen die gestauchte Druckfeder 20, die
jetzt nur noch mit vernachlässigbarer Restkraft wirkt.
[0018] Zweckmäßigerweise ist, wie in der Zeichnung berücksichtigt, für das Einführen des
Stempels 26 im Hülsen-Deckel 7 eine Führungshülse 31 befestigt, die in eine Sackbohrung
32 des Schiebers 8 reicht und auch der Führung der Feder 20 dienen kann. Ähnlich wie
der Schieber 8 Schlitze aufweist, ist auch die Hülse 31 für den Durchgang der Schiebehülsen-Traverse
29 geschlitzt.
[0019] Ebenfalls im Interesse reibungsarmer Längsführung kann (wie zeichnerisch berücksichtigt)
vorgesehen sein, den Schieber 8 im Stirnbereich 33 konvex - beispielsweise als vorstehenden
Kegelstumpf - zu profilieren, um durch Eingriff in eine geometrisch angepaßte konkave
Ausnehmung 34 an der gegenüberliegenden Rückseite des Rückdruckringes 27 zugleich
eine axiale gegenseitige Führung zusätzlich zur Axialführungs-Wirkung der den Stift
10 umgebenden Stützfeder 12 zu erbringen, ohne für - derartige Wirkung die Baulänge
des Schiebers 8 verlängern zu müssen.
[0020] Der Detonator-Schieber 8 muß nicht (gemäß vorstehend erörtertem Ausführungsbeispiel)
axial verschiebbar ausgebildet und angeordnet sein; auch eine Verschwenk-Bewegung
zwischen der SICHER-Stellung und der SCHARF-Stellung des Detonators 4 gegenüber der
gerätefest angeordneten Übertragungsladung 9 kommt in Betracht. Jedoch ergeben sich
einfachere kinematische Verhältnisse und Dimensionierungsmöglichkeiten insbesondere
für die Formgedächtnis-Federn 20 und 23 bei geradlinigen Federwegen und bei Gedächtnis-Formänderungen
mit gegeneinander gerichtetem geradlinigem Angriff über den Schieber 8. Allerdings
müssen die Federn 12, 20, 23 nicht als Druckfedern ausgebildet sein, sie können gleichermaßen
auch als Zugfedern zur Verlagerung des Detonators 4 an seinem Schieber 8 angreifen,
unter Berücksichtigung entsprechend geänderter Angriffsgegebenheiten des manuell betätigbaren
Vorbereitungs-Stempels 26.
[0021] In der Zeichnung ist symbolisch berücksichtigt, nach Manipulation mittels dieses
Stempels 26 den Detonator-Schieber 8 automatisch in die SCHARF- Stellung überführen
zu lassen. Hierzu ist in der vereinfachten Darstellung ein Kontakt 35 vorgesehen,
der bei Verlagerung des Rückdruckringes 27 mittels des Stempels 26 in die Vorbereitungsstellung
(gemäß Fig. 1) über eine elektrische Triggerstufe 36 das Zeitschaltglied 17 startet.
Dieses ist so eingestellt, daß nach einer hinreichenden Sicherheitszeitspanne ab Inspektion
eines Minenfeldes - nämlich ab der mittels des Stempels 26 manuell erzielten Vorbereitungsstellung
- die jeweilige Stelleinrichtung 15 wieder angesteuert und dadurch der Detonator 4
wieder in Scharfstellung überführt wird; so daß dann bei Auslösung des Minensensors
37 über ein Zündelement 38 der Detonator 4 angezündet werden kann.
1. Sicherungseinrichtung (3), insbesondere für eine Mine (2), mit einem Detonator
(4), der mittels einer elektrisch aktivierbaren Stelleinrichtung (15) von einer SICHER-Stellung
in seine SCHARF- Stellung überführbar ist,
dadurch gekekennzeichnet,
daß auf den Detonator (4) eine thermisch triggerbare bistabile Rückstelleinrichtung
(22) gegensinnig bezüglich einer thermisch triggerbaren bistabilen Stelleinrichtung
(15) einwirkt.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstelleinrichtung (22) für Rück-Überführung der Stelleinrichtung (15) in
ihre Ausgangsstellung, in der SICHER-Stellung des Detonators (4), dimensioniert ist.
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstelleinrichtung (22) von einer extern angreifenden Hilfseinrichtung (Stempel
26) in ihre Ausgangsstellung rückführbar ist.
4. Stelleinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfseinrichtung ein von außen in die Sicherungseinrichtung (3) einführbarer,
manuell bewegbarer Stempel (26) ist.
5. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfseinrichtung mit einem Zeitschaltglied (17) für den Einsatz der Ansteuerung
der Stelleinrichtung (15) zusammenwirkt.
6. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in gleicher Richtung wie die Rückstelleinrichtung (22), also der Wirkung der Stelleinrichtung
(15) entgegen, eine Stützfeder (12) am Detonator (4) angreift.
7. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstelleinrichtung (22) und die Stelleinrichtung (15) als Spiral-Federn
(20, 23) ausgebildet sind.
8. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstelleinrichtung (22) und die Stelleinrichtung (15) als Druckfedern (23,
20) koaxial und beiderseits eines Detonator-Schiebers (8) angeordnet und gegen die
Stirnenden einer Gehäuse-Hülse (5) axial abgestützt sind.
9. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß konzentrisch in der Rückstelleinrichtung (22) ein Stift (10) als Führung für eine
Stützfeder (12) und als Anschlag (14) für die Verlagerung des Schiebers (8) in die
SCHARF-Stellung des Detonators (4) angeordnet ist.
10. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Detonator (4) in einem Schieber (8) angeordnet ist, welcher rückwärtig gegen
die Stelleinrichtung (15) anliegt und stirnseitig über einen Rückdruckring (27) gegen
die Rückstelleinrichtung (22) anliegt, wobei jedoch der Rückdruckring (27) axial von
der Schieberstirnseite (33) unter Stauchung der Rückstelleinrichtung (22) abhebbbar
ist.
11. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Detonator-Schieber (8) in einer Schiebehülse (28) axial verlagerbar ist, die
stirnseitig gegen den Rückdruckring (27) anliegt und gegen die rückwärtig ein externer
Stempel (26) angedrückt werden kann.
12. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der jeweils ausgelösten Stell- bzw. Rückstelleinrichtung (15, 22) abschaltbare
Heizeinrichtungen (40) vorgesehen sind.
13. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstelleinrichtung (22) und die Stelleinrichtung (15) als Federn (23, 20)
aus einem Material mit Formgedächtnisvermögen ausgebildet sind.