[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Brennstoffeinspritzventil für eine
Brennkraftmaschine mit einem Ventilkörper und einem Düseneinsatz, in dem eine Düsennadel
axial geführt ist, die mit einem axialen Ende auf einem Düsennadelsitz des Düseneinsatzes
aufliegend angeordnet und von einer Kraft aus einem Kraftspeicher in Richtung des
Düsennadelsitzes beaufschlagt ist, wobei von der Düsennadel an dem Düsennadelsitz
durch deren Hub ein Abströmquerschnitt von zumindest einer Austrittsöffnung steuerbar
ist und Brennstoff von einer separaten Einspritzpumpe über Leitungen und Kanäle bis
zu einem ersten Druckraum an einer Druckschulter der Düsennadel und bis zu einem zweiten
Druckraum zuführbar ist.
[0002] Einspritzpumpen von Brennkraftmaschinen erzeugen in Verbindung mit konventionellen
Einspritzventilen einen von der Drehzahl und der Belastung der Brennkraftmaschine
abhängigen Einspritzdruck. Somit kann mit dem von der Einspritzpumpe geförderten Brennstoff,
der über eine Einspritzdüse mit konstantem Abströmquerschnitt in den Brennraum der
Brennkraftmaschine eingespritzt wird, aufgrund der drehzahl- bzw. lastabhängigen Charakteristik
der
Brennstoffeinspritzpumpe nur bei einem ganz bestimmten Einspritzdruck und einer bestimmten
Brennstoffördermenge ein optimales Spritzbild im Hinblick auf eine gute Zerstäubung
des Brennstoffes und somit eine gute Gemischaufbereitung erzielt werden. Es ist bekannt,
insbesondere im Hinblick auf die Optimierung des Brennverlaufes und eine geringe Geräusch-
und Schadstoffemission der Brennkraftmaschine, den Einspritzverlauf durch Steuerung
des Abströmquerschnitts der Einspritzdüse den verschiedenen Belastungszuständen der
Brennkraftmaschine anzupassen.
[0003] In der DE-OS 33 38 120 ist ein Brennstoffeinspritzventil beschrieben, bei dem der
Brennstoff mit möglichst konstantem Abspritzdruck an den Austrittsöffnungen der Einspritzdüse
in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingebracht wird. Der Querschnitt der Austrittsöffnungen
wird in Abhängigkeit des Einspritzdruckes derart gesteuert, daß über den gesamten
Lastbereich der Brennkraftmaschine eine hohe Brennstoffzerstäubungsgüte erreichbar
ist. Im einzelnen sieht die DE-OS vor, den Brennstoff einerseits auf eine Druckschulter
einer Düsennadel wirken zu lassen und andererseits über Hohlbohrungen in der Düsennadel
auf einen Druckkolben, der genau wie die Druckschulter eine Kraft in - Öffnungsrichtung
der Düsennadel erzeugt. Wird der Brennstoffdruck während des Einspritzhubes der Einspritzpumpe
hoch genug, so überwinden die Kräfte an der Druckschulter und an dem Druckkolben die
in Schließrichtung der Düsennadel wirkende Federkraft einer Druckfeder, und die Düsennadel
beginnt zu öffnen. Die Federkraft und die Kräfte infolge des Brennstoffdruckes stehen
im Moment des öffnens im Gleichgewicht. Sobald der Brennstoff in den Düsennadelsitz
einströmt, wird die Düsennadel infolge des Brennstoffdruckes von einer zusätzlichen
Kraft in öffnungsrichtung der Düsennadel beaufschlagt. Durch die zusätzliche Kraft
auf die Düsennadel wird eine hohe Öffnungsgeschwindigkeit erzielt. Nach einem gewissen
Anfangshub der Düsennadel wird die Kraft des Druckkolbens durch einen Anschlag abgefangen,
so daß im weiteren nur noch die Druckkäfte an der Druckschulter und an der Düsennadelspitze
in Öffnungsrichtung gegen ie Federkraft in Schließrichtung wirken. Es stellt sich
infolge eines Kräftegleichgewichts ein genau bestimmter Hub der Düsennadel ein, durch
den ein bestimmter Abströmquerschnitt an dem Düsennadelsitz gegeben ist. Auf diese
Weise ist der Abströmquerschnitt in Abhängigkeit des Einspritzdruckes gesteuert.
[0004] Die Regelung des Abspritzquerschnittes erfolgt jedoch erst nach einem anfänglichen
Starthub der Düsennadel. Beim Schließen der Düsennadel kann es ferner leicht zu einer
Nacheinspritzung kommen, da auch in diesem Moment die Düsennadel im Kräftegleichgewicht
gehalten ist. Schon geringe Druckschwankungen können ein erneutes öffnen der Düsennadel
bewirken. Diese Nachteile führen zu hoher Schadstoffemission der mit diesem Brennstoffeinspritzventil
betriebenen Brennkraftmaschine.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Brennstoffeinspritzventil zu schaffen,
bei dem möglichst über den gesamten Drehzahl- und Lastbereich der Brennkraftmaschine
der Brennstoff mit hohem, weitgehend gleichmäßigem Abspritzdruck in den Brennraum
einbringbar ist und bei dem ein gesteuerter Öffnungs- und Schließvorgang der Düsennadel
erzielbar ist, um bei niedrigem
Brennstoffverbrauch die emitierten Schadstoffe wie NO , Ruß etc. gering zu halten und
auch die Geräuschemissione zu senken.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Brennstoffeinspritzventil der gattungsgemäßen Art durch
die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß der Hub der Düsennadel nach deren öffnen in
Abhängigkeit des momentanen Drucks im Brennstoff gesteuert wird. Der Hub legt über
die Geometrie am Brennstoffaustritt der Einspritzdüse einen bestimmten Abströmquerschnitt
fest. Die Kraft des Brennstoffdruckes an der Düsennadelschulter bildet dabei mit der
Kraft der Düsennadelfeder oder eines anderen Kraftspeichers ein Gleichgewicht. Die
zusätzliche Kraft in öffnungsrichtung der Düsennadel auf die Düsennadelsitzfläche
infolge des Brennstoffdruckes, die nach dem öffnen der Düsennadel auf der Düsennadelsitzfläche
lastet, wird durch eben genau diesen Brennstoffdruck, der in einem zweiten Druckraum
eine Kraft in Schließrichtung erzeugt, kompensiert. Da sich diese Kraft in Schließrichtung
erst zeitlich nach dem öffnen der Düsennadel aufbaut, ist sichergestellt, daß die
Düsennadel öffnet und dann, nachdem der Druck in dem zweiten Druckraum aufgebaut worden
ist, in die Steuerung des Abströmquerschnitts der Düse übergeht. Das erfindungsgemäße
Brennstoffeinspritzventil weist außerdem eine hervorragende Schließcharakteristik
auf, da ein als Rückschlagventil wirkender Einsatz nach dem Abfall des Einspritzdruckes
ein sofortiges Entlasten des zweiten Druckraumes durch Zurückströmen in die Zuführungsleitung
des Brennstoffes verhindert. Sitzt die Düsennadel infolge der Druckabsenkung im Brennstoff
wieder auf dem Düsennadelsitz auf, so ist die Kraft aus dem zweiten Druckraum, die
die Düsennadel beaufschlagt, nicht mehr durch die Kraft des Brennstoffdruckes am
Düsennadelsitz ausgeglichen. Die Kraft des Brennstoffdruckes im zweiten Druckraum wirkt
somit als zusätzliche Schließkraft, die ein Nacheinspritzen des Brennstoffeinspritzventils
sicher verhindert. Mit dem erfindungsgemäßen Brenns-toffeinspritzventil wird bei gleichbleibend
hohem Einspritzdruck der Einspritzpumpe während des gesamten Einspritzvorganges eine
gute Zerstäubung und die höchste Einspritzrate über den gesamten Last- und Drehzahlbereich
der Brennkraftmaschine erreichet.
[0008] Die Erfindung ist bei direkteinspritzenden Dieselmotoren besonders zweckmäßig anwendbar..
[0009] In besonderer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, die für die Kraft des
Brennstoffes auf die Druckschulter maßgebliche Projektionsfläche der Druckschulter
in der Ebene senkrecht zur Düsennadelachse erheblich kleiner als die Projektionsfläche
der Düsennadelspitze in der gleichen Ebene auszubilden. Eine solche Düsennadel weist
eine besonders kleine Druckschulter auf. Eine kleine Druckschulter führt infolge der
kleinen
Düsennadelöff- nungskräfte zu geringen Düsennadelfederkräften, wodurch eine niedrige
Düsennadelsitzbeanspruchung erreicht wird. Gleichzeitig kann die Düsenna.elsitzfläche
vergrößert wer-. den, um die Düsennadelsitzbeanspruchung weiter zu vermindern. Durch
diese Düsennadelauslegung sind sehr hohe Einspritzdrücke ohne unzulässig hohe Düsennadelsitzbeanspruchung
erzielbar. Es ist so möglich, den öffnungsdruck der Düsennadel weitgehend dem Spitzendruck
der Einspritzpumpe anzugleichen. Ein hoher Einspritzdruck fördert die Zerstäubung
und Gemischbildung, weshalb u.a. die Partikelemission in vorteilhafter Weise gesenkt
wird. Da sich außerdem infolge des höheren Einspritzdruckes eine höhere Einspritzrate
einstellt, ist eine späte und rasche Verbrennung ermöglicht. Dadurch werden in vorteilhafter
Weise Spitzendruck und Spitzentemperatur, also NO
x und Geräuschemission, abgesenkt, ohne Verbrauchsnachteile in Kauf nehmen zu müssen.
[0010] In einer Ausführung der Erfindung nach Anspruch 12 ist die Düsennadel in ihrer gesamten'Länge
hohl gebohrt, so daß die Hohlbohrung an der Düsennadelspitze eine.ZuführungsÖffnung
am Düsennadelsitz bildet. Die Zuführungsöffnung liegt in Strömungsrichtung des Brennstoffes
während des Einspritzen hinter dem Düsennadelsitz. Dabei ist das Rückschlagventil
in die Hohlbohrung der Düsennadel eingesetzt. Somit ist in vorteilhafter Weise erreicht,
daß ein erfindungsgemäßes Brennstoffeinspritzventil sicher öffnet und sich der Brennstoffdruck
erst nach dem Abheben der Düsennadel vom Düsennadelsitz im zweiten Druckraum aufbaut.
Sobald sich der Brennstoffdruck auch im zweiten Druckraum aufgebaut hat, wird die
Kraft, die infolge des Brennstoffdruckes am Düsennadelsitz auf die Düsennadel wirkt,
vollständig kompensiert.
[0011] Eine vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils ist
in Anspruch 19 beschrieben. Durch ihren einfachen konstruktiven Aufbau eignet sich
das vorgeschlagene Brennstoffeinspritzventil besonders für eine druckfeste Ausbildung
zur Verwendung für einem Brennstoffdruck von 500 bis 2 000 bar. Bei einem Einspritzdruck
von 2 000 bar ist die hydraulische Gemischbildungsenergie erheblich gesteigert und
die Einspritzzeit verkürzt, so daß im gesamten Betriebsbereich der Brennkraftmaschine
eine optimale Zerstäubung und Verbrennung erzielt wird. Hieraus ergibt sich ferner
eine geringe Schadstoff- und Geräuschemission.
[0012] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der folgenden
Beschreibung und den Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemäßes Brennstoffeinspritzventil,
Fig.2. einen Axialschnitt aus einem Teil eines zweiten Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils,
Fig. 3 Längsschnitte durch Ausführungsformen der Einspritzdüse und der Düsennadel:
a) mit radialen, sternförmig angeordneten Austrittsöffnungen mit Drosselzapfen,
b) mit radialen, sternförmig angeordneten Austrittsöffnungen und mit einer Schiebersteuerung
der Düsennadel
c) mit einer axialen Austrittsöffnung und mit einem eingreifenden Zapfen der Düsennadel.
[0013] Das in Fig. l gezeigte Brennstoffeinspritzventil besteht im wesentlichen aus einem
Ventilkörper 1, aus einem Düseneinsatz 2 und aus einer Düsennadel 3, wobei noch zwischen
dem Ventilkörper 1 und dem Düseneinsatz 2 ein Zwischenstück 4 vorgesehen ist. Die
Düsennadel 3 greift in eine rohrförmige Ausbildung des Düseneinsatzes 2 ein. Dabei
ist an dem axialen Ende der rohrförmigen Ausbildung der Düsennadelsitz 5 in Form zweier
ineinandergreifender Kegel vorgesehen. Die drei Teile Ventilkörper 1, Düseneinsatz
2 und Zwischenstück 4 werden durch eine Hülse 6 axial druckmitteldicht zusammengepreßt,
wobei das Zwischenstück 4 beispielsweise durch nicht gezeigte Stifte von dem Düseneinsatz
2 fixiert wird. Die Hülse 6 kann dabei als Überwurfmutter ausgebildet sein und mit
dem Ventilkörper 1 fest verschraubt werden. Es können auch andere Befestigungsarten
wie verschraubte Flansche, Lötungen, Klebungen oder. Schweißungen zweckmäßig sein;
es müssen lediglich die genannten Teile druckmitteldicht miteinander verbunden sein.
[0014] Der Brennstoff wird über Kanäle 7, 8 im Ventilkörper 1 über einen Kanal 9 im Zwischenstück
4 und über einen Kanal 10 im Düseneinsatz 2 von einem Anschlußstutzen 29 bis zu einem
ersten Druckraum 11 an einer Druckschulter 12 der Düsennadel 3 geführt. Die Düsennadel
3 bildet dabei die Druckschulter 12 durch eine Veränderung ihres äußeren Durchmessers.
Von der Druckschulter 12 bis zum Düsennadelsitz 5 hat die Düsennadel 3 im Düseneinsatz
2 einen radialen Spalt, wodurch ein ringförmiger Zwischenraum 13 gebildet ist. Durch
diesen Zwischenraum 13 gelangt der Brennstoff vom Druckraum 11 zum Düsennadelsitz
5. Die Düsennadel 3 selbst wird auf einem Axialabschnitt, der auf der dem Düsennadelsitz
5 abgewandten Seite der Druckschuler 12 angeordnet ist, exakt und druckmitteldicht
von dem Düseneinsatz 2 axial geführt.
[0015] Die Düsennadel 3 ist in Schlie. richtung von einer Kraft aus einem Kraftspeicher
beaufschlagt. Der Kraftspeicher kann insbesondere eine Druckfeder 14 sein, die in
einem Hohlraum 22 des Ventilkörpers 1 eingesetzt ist. Es könnte für diese Zweck jedoch
auch in vorteilhafter Weise ein verschieblicher Kolben, der in einem Zylinder die
Kraft in einem kompressiblen Medium wie beispielsweise Luft speichert, vorgesehen
sein.
[0016] Die Druckfeder 14 wirkt dabei über einen Federteller 16 auf ein Übertragungsstück
17, welches wiederum auf der Düsennadel 3 aufliegt. Das Ubertragungsstück 17 ist in
dem Zwischenstück 4 axial beweglich geführt und weist einen äußeren Durchmesser auf,
der dem größten Durchmesser der Auflagefläche der Düsennadel 3 auf dem Düsennadelsitz
5 entspricht. Der äußere Durchmesser des Ubertragungsstückes 17 ist kleiner als der
Führungsdurchmesser der Düsennadel 3. Das Ubertragungsstück 17 greift geringfügig
in den
Dü- seneinsätz 2 ein, so daß durch die unterschiedlichen Durchmesser der Düsennadel
3 und des Ubertragungsstücks 17 ein radialer Absatz 18 zwischen Düseneinsatz 2 und
Zwischenstück 4 gebildet wird. Dieser radiale Absatz 18 ist der Endanschlag für den
Hub der Düsennadel 3. Durch die zweiteilige Konstruktion der Düsennadel 3 und des
Ubertragungsstücks 17 braucht die Düsennadelführung im Düseneinsatz 2 in vorteilhafter
Weise nicht exakt mit der Führungsbohrung für das Ubertragungsstück 17 zu fluchten.
[0017] Ferner sind die Düsennadel 3, das Ubertragungsstück 17 und der Federteller 16 über
die gesamte axiale Länge hohlgebohrt, und der Hohlraum 22 ist als zweiter Druckraum
15 ausgebildet. Am düsennadelsitzseitigen axialen Ende der Düsennadel 3 ist im Inneren
der Düsennadel 3 ein Rückschlagventil 19 vorgesehen. Das Rückschlagventil 19 besteht
dabei aus einer Kugel 28, welche auf einem konischen Sitz in der Hohlbohrung 20 aufliegt.
Die Kugel 20 verschließt dabei eine axiale Öffnung 21 in der Spitze der Düsennadel
3. Die Öffnung 21 führt in eine Höhlung 22 an der Spitze der Düsennadel 3 im Düseneinsatz
2, wobei die Höhlung 22 durch den Düsennadelsitz 5 von dem radialen Zwischenraum 13
getrennt ist. In der Fläche des Düsennadelsitzes 5 sind die Austrittsöffnungen 23
sternförmig angeordnet, die den Brennstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine
einbringen. Auf dem dem düsennadelsitzseitigen abgewandten axialen Ende der Hohlbohrung
20 schließt sich die Bohrung im Ubertragungsstück 17 und eine Durchgangsbohrung im
Federteller 16 an, so daß die Hohlbohrung 20 direkt mit dem zweiten Druckraum 15 in
Verbindung steht. Der Durchmesser der Hohlbohrung 20 entspricht dem kleinsten Durchmesser
der Auflagefläche der Düsennadel 3 auf dem Düsennadelsitz 5.
[0018] Zwischen dem Ubertragungsstück 17 und dem Zwischenstück 4 ist durch radiales Spiel
in der Passung dieser beiden Teile ein Abfluß aus dem zweiten Druckraum 15 vorgesehen.
Durca die Größe dieses Spiels läßt sich die Drosselcharakteristik des Abflusses beeinflussen.
Der Brennstoff gelangt aus dem zweiten Druckraum 15 zwischen dem Ubertragungsstück
17 und dem Zwischenstück 4 an den radialen Absatz 18, von wo er über einen radialen
Kanal bis zu einer Leckölleitung 26 geleitet wird. Die Leckölleitung 26 ist drucklos
mit der Einspritzpumpe oder mit dem Tank der Brennkraftmaschine verbunden.
[0019] Die Wirkungsweise eines erfindungsgemäßen Einspritzventils beruht auf der Druckbeaufschlagung
des zweiten Druckraumes 15 mit Brennstoffdruck. Der Brennstoff wird über die Bohrungen
7, 8, 9 und 10 in den Druckraum 11 der Druckschulter 12 zugeführt. Ferner gelangt
der Brennstoff über den radialen Zwischenraum 13 bis zum Düsennadelsitz 5. Wird jetzt
der Brennstoff von der Einspritzpumpe druckbeaufschlagt, wird in dem Druckraum 11
die Druckschulter 12 mit einer daraus resultierenden Kraft belastet. Diese Kraft steht
im Gleichgewicht mit der Kraft aus dem Kraftspeicher, welche die Düsennadel auf den
Düsennadelsitz 5 aufpreßt. Bei ausreichend hohem
Brennstoffdruck wird die Düsennadel 3 geringfügig angehoben. In diesem Moment strömt
der Brennstoff in den
Düsennadelsitz 5 und wirkt auf das dortige axiale Ende der Düsennadel 3. Durch diesen
zusätzlichen Druck wird die Düsennadel plötzlich mit einer erheblichen Kraft in Öffnungsrichtung
beaufschlagt und beginnt zu öffnen.
[0020] Der Brennstoff strömt im weiteren über die Öffnung 21 an dem Rückschlagventil 19
vorbei in die Hohlbohrung 20 der Düsennadel 3. Die Verbindung vom Druckraum 11 zum
zweiten Druckraum 15 ist jetzt hergestellt. Da der Durchmesser der Bohrung 27 im Zwischenstück
4 den maximalen Düsennadelsitzdurchmesser entspricht, kompensieren sich die auf die
von diesen Durchmesser gebildeten Flächen wirkenden Druckkräfte gerade vollständig.
Hat sich der Brennstoffdruck in zeitlicher Abhängigkeit der Verdrängerwirkung des
in den zweiten Druckraum 15 hineingehenden Federtellers 16 und der Größe des Volumens
des zweiten Druckraums 15 auch im zweiten Druckraum 15 aufgebaut hat, ist die anfangs
auf die Düsennadel 3 wirkende öffnungskraft an der Düsennadelspitze gerade kompensiert.
Die Düsennadel 3 ist in diesem Moment im Kräftegleichgewicht zwischen der Kraft aus
dem Kraftspeicher und der Druckkraft des Brennstoffes an der Druckschulter 12. Es
stellt sich in Abhängigkeit des Brennstoffdruckes ein bestimmter Hub der Düsennadel
3 ein, der wiederum über die Geometrie an der Düsennadelspitze bzw. am Düsennadelsitz
5 einen dazugehörigen Abströmquerschnitt steuert. Der Abströmquerschnitt ist somit
druckabhängig und wird derart beeinfluat, daß ein über den gesamten Last- und Drehzahlbereich
möglichst konstanter und hoher Abspritzdruck an den Austrittsöffnungen 23 erzeugt
wird. Für große Brennstoffdrücke und Mengen bei Vollast werden so große Abströmquerschnitte
zur Verfügung gestellt und für kleine Brennstoffdrücke im Teillastbereich entsprechend
viel kleinere Abströmquerschnitte, so daß trotz dieser unterschiedlichen Bedingungenm
die Gemischbildung auch bei Teillast mit optimalem Abspritzdruck in den Brennraum.der
Brennkraftmaschine erfolgt.
[0021] Die hydraulische Gemischbildungsenergie ist umso höher je höher der Einspritzdruck
des Brennstoffs ist. Bei sehr hohen Brennstoffdrücken von bewispielsweise 500 bis
2 000 bar muß bei üblichen Ausbildungen der Düsennadel die Kraft aus dem Kraftspeicher
eine erhebliche Größe aufweisen, damit die Düsennadel sicher öffnet und schließt.
Durch diese großen Kräfte wird aber der Ventilsitz übermäßig hoch belastet. Um dies
zu vermeiden und trotzdem noch die Vorteile eines hohen Abspritzdruckes zu erreichen,
ist die erfindungsgemäße Düsennadel mit einer besonders kleinen Druckschulter ausgeführt.
Dies erlaubt andererseits einen sehr großen Düsennadelsitz. Auch sind wegen der kleinen
Druckschulter die Kräfte, die an der Druckschulter infolge des Brennstoffdruckes angreifen,
gering. Das bedeutet wiederum, daß eine nur schwache Kraft aus dem Kraftspeicher in
Schließrichtung der Düsennadel 3 wirken muB. Da außerdem noch die Fläche des Düsennadelsitzes
5 größer geworden ist, wird die Düsennadelsitzbeanspruchung in zweifacher Hinsicht
erheblich vermindert. Eine so ausgelegte Düsennadel ist daher besonders für sehr hohe
Brennstoffeinspritzdürcke geeignet. Die andererseits durch die große Düsennadelsitzfläche
auftretenden hohen Kräfte in öffnungsrichtung der Düsennadel werden durch den im zweiten
Druckraum 15 nach einer sehr kurzen Zeitspanne in Gegenrichtung wirkenden Brennstoffdruck
kompensiert.
[0022] Durch eine Anpassung der Kennlinie der Feder aus dem Kraftspeicher kann jede gewünschte
Einspritzcharakteristik bzw. jeder Druckverlauf .über den Düsennadelhub erzielt werden.
Weist die Feder eine geringe Federsteifigkeit auf, ändert sich also die Federkraft
nur geringfügig über den Nadelhub, dann bleibt auch die Kraft auf die Druckschulter
12 und damit der Einspritzdruck an den Austrittsöffnungen 23 über den Nadelhub weitgehend
konstant. Wird dagegen eine steife Federkennlinie gewählt, so können gezielte Einspritzdruckverläufe
realisiert werden. Durch die Wahl der Federsteifigkeit kann die Abhängigkeit des Einspritzdruckes
von der Motorlast und der Drehzahl geändert werden. Größere Feiersteifigkeiten haben
steigenden Einspritzdruck mit wachsender'Last und Drehzahl zur Folge.
[0023] Gegen Ende des Einspritzvorganges bricht der Brennstoffdruck zunächst in der Einspritzpumpe
zusammen. Diese Unterdruckwelle wandert bis in das Brennstoffeinspritzventil und wirkt
somit nach einer Zeitverzögerung sowohl im Druckraum 11 auf die Druckschulter 12 als
auch auf die
Dü- sennadelsitzfläche. Infolge des Kräftegleichgewichts an der Düsennadel 3 beginnt
sich diese wegen des sinkenden Brennstoffdruckes und damit der sinkenden Kraft an
der Druckschulter 12 in Schließrichtung zu bewegen. Die Druckfeder 14 im zweiten Druckraum
15 dehnt sich aus, wodurch die entgegen dem Brennstoffdruck wirkende Federkraft sinkt,
und zusätzlich sich die Verdrängerwirkung der Düsennadel 3 bzw. des Federtellers 16
den Druck im zweiten Druckraum 15 verringert, weshalb.ebenfalls die Kraftbeaufschlagung
der Düsennadel 3 in Schließrichtung sinkt. Aber es wird trotzdem der Schließvorgang
an sich durch den Druck im weiteren Druckraum 15 in Verbindung mit dem Rückschlagventil
15 noch erheblich gesteigert, da das Zurückströmen des Brennstoffes aus dem zweiten
Druckraum 15 in den Raum an der Düsennadelsitzfläche verhindert wird. Der dadurch
im zweiten Druckraum 15 noch seit dem Förderhub weitgehend herrschende Brennstoffdruck
beschleunigt die Schließbewegung. Die Düsennadel 3 befindet sich grundsätzlich noch
in einer Kraftgleichgewichtssteuerung. Gelangt aber die Düsennadel 3 schließlich auf
den Düsennadelsitz 5 zur Auflage, so fehlt der von unten auf die Düsennadelspitze
in öffnungsrichtung wirkende Brennstoffdruck. Im zweiten Druckraum 15 herrscht jedoch
nach wie vor ein erheblicher Restdruck von annähernd dem während des Förderhubes der
Einspritzpumpe an dieser Stelle notwendige Kompensationsdruck des Brennstoffes. Die
Düsennadel 3 wird somit plötzlich infolge des fehlenden Druckes an der Düsennadelspitze
von einer erheblichen schließkraft durch den Brennstoffdruck im zweiten Druckraum
15 beaufschlagt, so daß eine sehr große Schließkraft gegeben ist. Durch eben diese
hohe Schließkraft wird ein Nacheinspritzen des Brennstoffeinspritzventils sicher vermieden.
[0024] Der Druckraum 15 ist über eine Drossel an eine Leckölleitung 26 angeschlossen. Die
Drossel weist dabei eine so starke Drosselcharakteristik auf, daß der Druck in dem
zweiten Druckraum 15 erst nach einem erheblichen Zeitintervall abgebaut wird. Es muß
lediglich sichergestellt werden, daß vor dem nächsten Einspritzvorgang der Druck in
dem zweiten Druckraum 15 weitgehend abgebaut ist. In der Fig. 1 ist dieser Abfluß
durch einen definierten Spalt in der axialen Führung zwischen dem Ubertragungsstück
17 und dem Zwischenstück 4 vorgesehen. Es kann zweckmäßig sein, hierzu eine separate
Verbindungsbohrung im Zwischenstück 4 mit einer bestimmten Drosselcharakteristik vorzusehen.
[0025] In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
dargestellt. Im Unterschied zu Fig. 1 ist dort das Ubertragungsstück 17 einstückig
mit der Düsennadel 3 ausgebildet. Infolgedessen wird das_Zwischenstück 4 von der Düsennadel
3 axial geführt. In diesem oberen Teil der Düsennadel 3 ist in der Hohlbohrung 20
ein federbelastetes Rückschlagventil 19 eingesetzt. Das hydraulisch wirkende Rückschlagventil
19 mit einer Kugel 28 im vorderen Teil der Hohlbohrung 20 ge- mä
ß Fig. 1 entfällt in diesem Fall. Es kann allerdings auch zweckmäßig sein, ein hydraulisches
Rückschlagventil an den oberen Teil der Düsennadel 3 oder ein federbelastetes Rückschlagventil
in den unteren Teil anzuordnen.
[0026] Ferner kann es zweckmäßig sein, die Verbindung zwischen der Hohlbohrung 20 und dem
ersten Druckraum 11 nicht über den Düsennadelsitz 5 zu führen, sondern über eine getrennte
radiale Bohrung in der Düsennadel 3 in Höhe des ersten Druckraumes 11. In diesem Fall
weist die Hohlbohrung 20 eine zusätzliche Drossel auf, die eine zeitliche Verzögerung
des Druckaufbaues des Brennstoffdruckes im zweiten Druckraum 15 erreicht.
[0027] In Fig. 3 sind weitere Ausgestaltungen des Düsennadelsitzes 5 und der Austrittsöffnungen
23 dargestellt. Fig. 3a beschreibt eine Drosselzapfendüse mit radialen, sternförmig
angeordneten Hauptaustrittsöffnungen 23. Hierbei wird ein Einspritzstrahl über die
axial nach unten weisende Austrittsöffnung 23 abgegeben, der mit wachsendem Hub der
Düsennadel 3 entweder in der Menge konstant bleibt oder immer weiter verringert wird,
während gleichzeitig aus den sternförmig angeordneten radialen Austrittsöffnungen
23 die austretende Brennstoffmenge zunimmt. Der Hub der Düsennadel 3 bestimmt den
gesamten Austrittsquerschnitt aller Austrittsöffnungen 23 und sorgt so für einen dem
Druck angepaßten Austrittsquerschnitt. Die Verbindungsöffnungen 21, welche die Hohlbohrung
20 mit dem Düsennadelsitz 5 verbinden, weisen schräg seitlich nach unten. Eine derartige
Einspritzdüse ist besonders für die Verwendung eines Brennverfahrens mit extern ungeheizter
Glühzündungsquelle geeignet. Durch die axial nach unten gerichtete Austrittsöffnung
23 trittt dann in besonders vorteilhafter Weise ein mit dem Hub sich stetig vermindernder
Brennstoffstrahl aus, welcher einen Glühkörper, insbesondere einen Hohlkörper, derart
aufheizt, daß der Glühkörper die aus den sternförmig angeordneten Austrittsöffnungen
23 austretenden Einspritzstrahlen entzünden kann.
[0028] In Fig. 3b) ist eine radial sternförmig ausspritzende
Mehrlochdüse mit einem vom Hub der Düsennadel 3 abhängigen Abströmquerschnitt der Austrittsöffnungen
23 dargestellt. Die Regelung des Abströmquerschnittes geschieht über einen Schieber
31 am axialen Ende der Düsennadel 3. Mit wachsendem Hub der Düsennadel 3 gibt der
Schieber 31 Teile der Austrittsöffnungen 23 frei. Dabei können die Austrittsöffnungen
23 in unterschiedlicher Höhe bezüglich der Schieberkante angeordnet sein, so daß nicht
gleichzeitig alle sondern nur einige der Austrittsöffnungen 23 freigegeben werden.
Die Öffnungen 21 zur Hohlbohrung 20 befinden sich im rechten Winkel zur Düsennadelachse
direkt am Düsennadelsitz 5.
[0029] In Fig. 3c) ist eine Zapfendüse mit geregeltem Abströmquerschnitt in Abhängigkeit
des Hubes der Düsennadel 3 dargestellt. Am vorderen Ende der Düsennadel 3 befindet
sich ein Zapfen 32, der in eine entsprechende Öffnung des Düseneinsatzes 2 eingreift.
Hebt die Düsennadel 3 vom Düsennadelsitz 5 ab, so strömt der Brennstoff an den Zapfen
32 durch die ringförmige Austrittsöffnung 23 in den Brennraum. Der Zapfen 32 ist am
vorderen Ende konisch verjüngt ausgebildet. Über den Hub der Düsennadel 3 und des
Zapfens 32 wird so durch den Zapfen 32 der Abströmquerschnitt der Austrittsöffnung
23 gesteuert.
1. Brennstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine mit einem Ventilkörper (1)
und einem Düseneinsatz (2), in dem eine Düsennadel (3) axial geführt ist, die mit
einem axialen Ende auf einem Düsennadelsitz (5) des Düseneinsatzes (2) aufliegend
angeordnet und von einer Kraft aus-einem Kraftspeicher in Richtung des Düsennadelsitzes
(5) beaufschlagt ist, wobei von der Düsennadel (3) an dem Düsennadelsitz (5) durch
deren Hub ein Abströmquerschnitt von zumindest einer Austrittsöffnung (23) steuerbar
ist und wobei Brennstoff von einer separaten Einspritzpumpe über Leitungen und Kanäle
(7, 8, 9, 10, 13, 20) bis zu einem ersten Druckraum (11) an einer Druckschulter (12)
der Düsennadel (3) und bis zu einem zweiten Druckraum (15) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Kanal von ersten Druckraum (11) zum zweiten Druckraum (15) ein als Rückschlagventil
wirkender Einsatz vorgesehen ist,
daß durch den Druck des Brennstoffes in dem zweiten Druckraum (15) die Düsennadel
(3) von einer Kraft nur in Richtung des Düsehnadelsitzes (5) beaufschlagbar ist und
daß der Druck sich in dem zweiten Druckraum (15) erst nach dem Abheben der Düsennadel
(3) von dem Düsennadelsitz (5) aufbaut.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für die
Kraftwirkung des Brennstoffes maßgebliche Fläche in dem zweiten Druckraum (15) in
etwa der Projektionsfläche der Düsennadelsitzfläche in der Ebene senkrecht zur Achse
der Düsennadel entspricht.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für
die Kraft des Brennstoffes auf der Düsennadel (3) maßgebliche Projektionsfläche an
der Druckschulter (12) erheblich kleiner als die Projektionsfläche der Spitze der
Düsennadel am Düsennadelsitz (5) in der Ebene senkrecht zur Achse der Düsennadel (3)
ist.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 mit einer zumindest teilweise hohlgebohrten
Düsennadel (3), wobei der Kanal vom ersten Druckraum (11) zum zweiten Druckraum (15)
als Hohlbohrung (20) ausgebildet ist, und mit einem axial zwischen dem Düseneinsatz
(2) und dem Ventilkörper (1') angeordneten Zwischenstück (4),
dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einer Leckölleitung (26) verbundener Abfluß aus
dem zweiten Druckraum (15) vorgesehen ist und daß dieser Abfluß eine starke hydraulische
Drossel aufweist.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 mit einem in dem Zwischenstück (4) zentrisch
angeordneten, hohlgebohrten Ubertragungsstück (17),
dadurch gekennzeichnet, daß das Ubertragungsstück (17) in einer zylindrischen Bohrung
(27) des Zwischenstückes (4) axial verschieblich gelagert ist.
.6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ubertragungsstück
(17) einerseits axial auf der Düsennadel (3) aufliegt und andererseits axial von der
Kraft aus dem Kraftspeicher beaufschlagt ist.
7. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ubertragungsstück
(17) einstückig mit der Düsennadel (3) ausgebildet ist und das Zwichenstück (4) zentriert.
,8. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
der zylindrischen Bohrung (27) im Zwischenstück (4) etwa dem äußeren Druchmesser des
Düsennadelsitzes (5) entspricht.
9. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
der Hohlbohrung (20) in der Düsennadel (3) etwa dem inneren Durchmesser des Düsennadelsitzes
(5) entspricht.
10. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Passung
zwischen dem Ubertragungsstück (17) und dem Zwischenstück (4) als definierter Spalt
mit Drosselcharakteristik ausgebildet ist.
11. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 mit einer Druckfeder (14) als Kraftspeicher,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (14) im zweiten Druckraum (15) angeordnet
ist.
12. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel
(3) über die gesamte. axiale Länge hohlgebohrt ist und an der Düsennadelspitze mündet,
wobei die Mündungsöffnung (21) in Strömungsrichtung des Brennstoffes zum zweiten Druckraum
(15) hinter dem Düsennadelsitz (5) angeordnet ist und daß die durchgehende Hohlbohrung
(20) der Düsennadel (3) den einzigen Zuflußkanal zum zweiten Druckraum (15) bildet.
13. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der als
Rückschlagventil wirkende Einsatz als eine auf einer kegeligen Fläche an der Spitze
oder am kraftspeicherseitigen Ende der Düsennadel (3) in der Hohlbohrung (20) durch den Druck des Brennstoffes
aufliegende Kugel (28) ausgebildet ist.
14. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der als
Rückschlagventil wirkende Einsatz als ein federbelastetes Kugelventil, das am kraftspeicherseitigen
Ende oder an der Spitze der Düsennadel (3) in der Hohlbohrung (20) eingesetzt ist,
ausgebildet ist.
15. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als
Rückschlagventil wirkende Einsatz in Strömungsrichtung des Brennstoffes zum zweiten
Druckraum (15) hin öffnet und in Gegenrichtung sperrt.
16. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düseneinsatz
(2) mehrere in etwa sternförmige radial verlaufende Austrittsöffnungen (23) aufweist,
die vom Düsennadelsitz (5) ausgehend angeordnet sind.
17. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Düseneinsatz
(2) zusammen mit der Düsennadel (3) als Drosselzapfendüse ausgebildet ist.
18. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen
der sternförmig angeordneten Austrittsöffnungen (23) in Richtung Düsennadelachse geneigt
sind.
19. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennstoffeinspritzventil
für einen Druckbereich des Brennstoffes von ca. 500 bis 2000 bar ausgelegt ist.