(19)
(11) EP 0 083 915 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.10.1986  Patentblatt  1986/42

(21) Anmeldenummer: 82890130.6

(22) Anmeldetag:  20.09.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04C 1/40

(54)

Wärmeisolierender Hohlblockstein

Heat-insulating hollow block

Bloc creux thermoisolant


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 22.09.1981 AT 4063/81

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.07.1983  Patentblatt  1983/29

(71) Anmelder: INTERPAT
A-5020 Salzburg (AT)

(72) Erfinder:
  • Schmid, Peter
    A-5020 Salzburg (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung von Hohlblocksteinen sind seit Jahrzehnten in der Patentliteratur aller Länder beschrieben und haben zu einem beträchtlichen Teil Eingang in die Baupraxis gefunden.

    [0002] Als zielführende Maßnahme, die Wärmedämmung von Hohlblocksteinen zu verbessern, hat sich unter anderem das Prinzip rücklaufender Wärmewege erwiesen. Hierbei werden die senkrecht zum Wärmefluß durch eine Hohlblockwand verlaufenden Steinstege soweit aus der Wandebene verschwenkt, daß sich der Weg des Wärmeflusses durch die Steinstege merklich verlängert. Jener Anteil des Gesamt-Wärmeflusses durch die Wand, der auf den Wärmedurchgang durch das Steggitter der Hohlblocksteine entfällt, wird durch diese Maßnahme verringert. Die Patente AT-A- 278.319 und 329.830 beziehen sich auf eine derartige Maßnahme im Zusammenhang mit besonderen Ausbildungsformen der Stege.

    [0003] Es is zusätzlich bekannt auch die parallel zum Wärmefluß liegenden Stege durch Knickung zu verlängern, um nochmals den Weg des Wärmeflusses zu verlängern. Alle diese Maßnahmen berücksichtigen jedoch nicht die Tatsache, daß bei Wänden aus Hohlblocksteinen, sei es aus Beton, gebranntem.Ziegel o.dgl., nur der geringere Teil der Wärme tatsächlich durch das Steg-Gitter fließt. Dergrößere Teil nimmt seinen Weg etwa parallel zum Wärmefluß durch die hintereinander liegenden Stege und Luftzwischenräume, also durch ein abstrakt als Luft-Steg-Paket zu bezeichnendes System. Um hier den Wärmefluß erfolgreich zu verringern, bedarf es neben entsprechender niedriger Wärmeleitzohlen des Stegmaterials vor allem Maßnahmen im Bereich der zwischen den Stegen befindlichen Luftzwischenräume.

    [0004] Inhalt der vorliegenden Erfindung ist nun eine neuartige Ausbildung des Zwischenraumes zwischen benachbarten, senkrecht zum Wärmefluß liegenden Stein-Stegen, mit dem Ziel einer maximalen Verringerung des Wärmeflusses durch das Luft-Steg-Paket.

    [0005] Es sollen also die senkrecht zum Wärmefluß liegenden Stein-Stege einen derart geknickten Verlauf aufweisen, daß jeweils benachbarte Stege zu einer in der Mitte zwischen ihnen liegenden Symmetrieebene spiegelbildliche Form besitzen. An den Stellen größten Abstandes voneinander sind diese Stege sodann von etwa parallel zum Wärmeflußlaufenden Verbindungsstegen verbunden, die entweder einfach oder mehrfach geknickt sind.

    [0006] Parallel zu den Symmetrieebenen sind nun erfindungsgemäß von Verbindungssteg oder zu Verbindungssteg oder reichende, on diesen eng anliegende Platten ous hochisolierendem Material angeordnet. Da derartige Platten in aller Regel parallele Begrenzungsflächen aufweisen, entstehen durch die erfindungsgemäße Anordnung der Platten zwischen diesen und den Stegen keilförmige Luftschichten. Diese keilförmigen Luftschichten, auf deren besondere Eigenschaften tieferstehend noch eingegangen wird, werden auch an ihrer dünnsten Stelle durch an den Stegen angeordnete, kleine Distanzrippen mit etwa rechteckigem oder z.B. dreieckigem Querschnitt auf einem Dickenmaß größer als Null gehalten.

    [0007] Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung entsteht anstelle eines Luftraumes zwischen den Stegen ein Luft-Isoliermaterial-Luft-System mit bei geeigneter Dimensionierung signifikant niedrigerer Wärmeleitzahl als die des reinen Isoliermaterials.

    [0008] Der besondere Wert der erfindungsgemäßen keilförmigen Luftschichten liegt ferner darin, daß neben den Stegen der dickste Teil der Luftschicht zu liegen kommt, der infolge seines höheren Wärmedurchlaßwiderstandes einen Wärmefluß "kurzschluß" zwischen den Stegen erschwert.

    [0009] Weiters ist als Folge der typischen Eigenschaften von Luftschichten die mittlere Wärmedämmung der keilförmigen Luftschicht größer, als wenn letztere von parallelen Flächen entsprechend mittleren Abstandes begrenzt wären.

    [0010] Dieser Effekt ist umso größer, je niedriger die Strahlungskonstante der lsolierplattenoberfläche ist.

    [0011] Die letzte erfindungsgemäße Maßnahme zur Verringerung des Wärmedurchganges durch das Luft-Steg-Paket ist der Verzicht auf die üblicherweise stets zum einseitigen Abschluß der Hohlräume von Hohlsteinen angeordneten Deckel oder Böden.

    [0012] Diese sind normalerweise immer erforderlich, damit der zum Vermauern der Hohlblocksteine dienende Mörtel der Lagerfuge nicht in die Hohlräume geraten und diese ausfüllen kann.

    [0013] Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist die Anordnung derartiger Deckel oder Böden nicht erforderlich, da die zwischen Isolierplatten und Stegen liegenden, keilförmigen Luftschichten an ihrer jeweils dicksten Stelle jenes Maß nicht überschreiten, welches noch ein Hineinfließen von Lagerfugenmörtel unmöglich macht. Der Verzicht auf diese hohlraumabschließenden Deckel bewirkt ebenfalls eine wesentliche Verbesserung der gesamten Wärmedämmung der Hohlblock-Wand.

    [0014] In der Zeichnung ist das Princip des Stegrasters sowie die Ausbildung desselben dargestellt. Fig. 1 zeigt das Prinzip des Stegrasters, während in Fig. 2 ein Ausschnitt aus dem erfindungsgemäßen Stegraster mit den Isolierplatten dargestellt ist.

    [0015] In der Zeichnung zeigt Fig. 1 das Prinzip des Stegrasters, auf dem die vorliegende Erfindung aufbaut. Es bezeichnet - 1 - die Richtung des Wärmeflusses durch die Hohlblockwand, - 3 - die Symmetrieebenen parallel zur Wandebene, zu welchen die Stege - 4 - spiegelbildlichentgegengesetzten Verlauf aufweisen, - 4 - die etwa senkrecht zum Wärmefluß liegenden Stege. Die zwischen letzteren angeordneten Verbindungsstege sind mit - 5 - für einfach geknickten und - 6 - für mehrfach geknickten Verlauf bezeichnet.

    [0016] Fig. 2 zeigt sodann einen Ausschnitt aus dem Stegraster in erfindungsgemäßer Ausbildung. Hier bezeichnet wiederum - 4 - die Stege etwa senkrecht zum Wärmefluß, die Stege etwa parallel zum Wärmefluß werden mit - 5 - für geknickten Verlauf und - 6 - für mehrfach geknickten Verlauf bezeichnet, zwischen denen die Isolierplatten - 8 - verlaufen. Der zwischen letzteren und den Stegen - 4 - entstehende Luftzwischenraum - 9 - besitzt jeweils eine dünnste Stelle - 9.2 - und eine dickste Stelle - 9.1. Das zu letzterer gehörige Dickenmaß ist mit - 12 - bezeichnet. Die den Mindestabstand - 9.2 - gewährleistenden Distanzrippen sind bei etwa rechteckigem Querschnitt mit - -10 - und bei etwa dreieckigem Querschnitt mit - 11 - bezeichnet.


    Ansprüche

    1. Wärmeisolierender Hohlblockstein, bei dem in an sich bekannter Weise die etwa senkrecht zum Wärmefluß (1) liegenden Stege (4) zur Erzielung rücklaufender Wärmewege aus der Wandebene und zwar spiegel bildlich zu Symmetrieebenen (3) verschwenkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Stege (4) verbindenden Stege (5) einfach geknickten Verlauf bzw. (6) mehrfach geknickten Verlauf aufweisen und entlang der Symmetrieebenen (3) von Verbindungssteg (5) oder (6) zu Verbindungssteg (5) oder (6) reichende, an diesen eng anliegende Platten (8) aus hochisolierendem Material angeordnet sind, wobei die zwischen diesen Platten und den Stegen (4) verbleibenden, keilförmigen Luftschichten (9) an ihrer jeweils dünnsten Stelle (9.2) eine Dicke größer als Null aufweisen, was durch an den Stegen (4) angeordnete Distanzrippen mit etwa rechteckigem Querschnitt (10) oder etwa dreieckigem Querschnitt (11) gewährleistet wird.
     
    2. Wärmeisolierender Hohlblockstein nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die zwischen Isolierplatten (8) und Stegen (4) liegenden, keilförmigen Luftschichten (9) an ihren jeweils dicksten Stelle (9.1) ein Maß (12) nicht überschreiten, das noch ein Eindringen des zum Vermauern der Hohlblocksteine erforderlichen Lagerfugenmörtels unmöglich macht, wodurch die Anordnung von Hohlraumabschließenden Deckeln oder Böden entbehrlich wird.
     


    Claims

    1. Heat-insulating hollow block, whereas those parts (4) of the web in a roughly perpendicular position to heat flow (1) in order to achieve backward slanting heat paths are angled backwards in respect to the wall plane and laterally reversed to planes of symmetry (3)
    in as much characterized,
    as web parts (5) connecting web parts (4) are featuring single or manifold breaks (6), as slabs (8) of highly insulating material are situated along the planes of symmetry (3), extending from web part (5) or (6) to adjacent web part (5) or (6) and snugly fitted against same, and as wedge-shaped air spaces (9) between said slabs and web parts (4) feature at their thinnest section (9.2) a thickness greater than zero which is achieved by distance ribs of roughly rectangular crosssection (10) or triangular cross-section (11) sitting on the web parts (4).
     
    2. Heat-insulating hollow block according to Claim 1,
    in as much characterizied,
    as the wedge-shaped air spaces (9) situated between insulating slabs (8) and web parts (4) do, at their thickest section (9.1), not exceed a thickness (12) still prohibiting the intrusion of mortar used for the bed joints of the hollow block wall, thereby rendering lids for covering the block voids dispensable.
     


    Revendications

    1. Bloc creux thermoisolant, chez qui, de manière largement connue, les entretoises situées plus ou moins perpendiculairement sur le flux thermique (1) sont disposées, afin d'obtenir un reflux thermique, en obliquité avec le plan de cloison, savoir en image inversée par rapport aux plans de symétrie (3), caractérisé par un flambage simple des entretoises (5) reliant les entretoises (4), respectivement par un flambage multiple des entretoises (6), ainsi que par des plaques (8) en matière extremement isolante reliant, le long des plans de symétrie, l'entretoise de jonction (5) ou (8) à l'entretoise de jonction (5) ou (8), collant étroitement contre celles-ci. Les couches d'air cunéiformes (9) subsistant entre ces plaques et les entretoises (4) montrent à leur endroit le plus serre respectivement (9.2) une épaisseur supérieure à zéro, ce qui est garanti par des âmes de nervure d'un profil approximativement rectangulaire (10) ou approximativement triangulaire (11) disposées sur les entretoises (4).
     
    2. Bloc creux thermoisolant selon la revendication 1, caractérisé par le suivant:

    les couches d'air cunéiformes (9) situées entre les plaques isolantes (8) et les entretoises (4) n'excèdent pas, à leur endroit le plus épais respectivement (9.1), une dimension (12) qui rende encore impossible la pénétration du mortier de joint indispensable au murage des blocs creux, ce qui rend superflu tout emploi de couvercles ou de fonds pour recouvrir les cavités des blocs.


     




    Zeichnung