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EP 0 088 882 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1986 Patentblatt 1986/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.02.1983 |
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Druck-Band-Filter, insbesondere zur Entwässerung von Feinkohle
Filter belt press, especially for dewatering coal fines
Presse à bande filtrante, spécialement adaptée pour la déshydratation de fines de
charbon
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB SE |
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Priorität: |
11.03.1982 DE 3208735 25.01.1983 DE 3302326
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.09.1983 Patentblatt 1983/38 |
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Anmelder: Schulze Horn, Hannes Dr. |
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D-4600 Dortmund 50 (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Heintges, Siegfried
D-4358 Haltern (DE)
- Strauss, Werner
D-4630 Bochum 1 (DE)
- Schulze Horn, Hannes, Dr.
D-4600 Dortmund 1 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckbandfilter, bestehend aus einem waagerecht angeordneten,
zylindrischen Druckbehälter mit Einrichtungen zur Trübe zufuhr und Filtratabfuhr,
wobei der Innenrau des Druckbehälters durch ein endloses, auf einer filtratdurchlässigen
Abstützung anliegendes Filterelement in eine Trübekammer und eine Filtratkammer abgeteilt
wird und das über die Stirnseiten des Druckbehälters ein- und austretende Filterelement
diskontinuierlich in axialer Richtung durch den Druckbehälter beweglich ist, und Verschlußgliedern
zum Abdichten des Druckbehälters an den Stirnseiten. Ein solches Filter ist aus der
US-A-3,399,778 bekannt.
[0002] Druckbandfilter sind seit längerem bekannt. Bei den bekannten pneumatischen Druckbandfiltern
sind die Filtratkammer und die Trübekammer in der Regel in einem jochartigen Rahmen
angeordnet, und mindestens eine der beiden Kammern ist über mechanische oder hydraulische
Verstellglieder gegen Dichtflächen der jeweiligen anderen Kammer anpreßbar. Dieser
Aufbau einer Filtervorrichtung ist relativ aufwendig.
[0003] Eine vereinfachte Lösung ist aus der DE-A 20 62 345 bekannt, bei der Filtratkammer
und Trübekammer aufkippbar über eine Achse miteinander verbunden sind, die als Schwenkachse
dient. Auch diese Vorrichtung ist noch relativ aufwendig und erfordert insbesondere
bei hohen Drücken große Wandstärken, Versteifungsrippen etc., die zu einem sehr schweren
Gesamtaufbau führen.
[0004] Auch einteilig ausgebildete eckige Druckbehälter (DE-A 15 36 821, US-A 3,722,682)
erfordern wegen der punkt- beziehungsweise linienförmigen Krafteinleitung profilartige
Seitenwände und sind insgesamt sehr schwer.
[0005] Bei einem zylindrischen Druckbehälter, wie bei einem Filter gemäß US-A 3,399,778,
läßt sich zwar die Wanddicke vermindern, erkauft wird dieser Vorteil aber durch ein
radialsymmetrisches Stützgerüst, an dem ein schlauchförmiges Filterelement anliegen
muß.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckbandfilter anzugeben, das besonders
einfach und leicht ausgebildet ist. Es soll trotzdem mit hohen Drücken betrieben werden
können.
[0007] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Filterelement ein Filterband ist, das auf
einer ebenen Abstützung anliegt, und daß die Austrittsöffnungen für das Filterband
an den Stirnseite rechteckig ausgebildet sind.
[0008] Durch eine rohrförmige Ausbildung ist der Druckbehälter bezüglich der Spannungsverteilung
besonders günstig ausgebildet, so daß er die geringstmögliche Wandstärke aufweisen
kann. Außerdem ist die Herstellung des Druckbehälters besonders einfach. Durch rechteckige
Austrittsöffnungen für das Filterband werden die Austrittsöffnungen vorteilhaft klein
gehalten, so ergeben sich auch kleine Verschlußkräfte während des Filtervorganges.
Insgesamt ergibt sich eine für ein pneumatisches Druckbandfilter bisher unerreichte
leichte und einfache Ausführung.
[0009] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Durchmesser des zylindrischen
Druckbehälters zwischen 50 und 150 cm, insbesondere zwischen 80 und 120 cm, beträgt.
Der Bereich zwischen 50 und 150 cm ist für die angestrebten Arbeitsdrücke von 2-6
bar bezüglich des Gewichts je cm
2 Filterfläche besonders günstig, wobei der Bereich zwischen 80 und 120 cm eine Optimierung
bezüglich des Drucks, des Gesamtgewichts der Vorrichtung und der Filterfläche ergibt.
Für eine Bauausführung ist speziell der Durchmesser 1 m und ein Arbeitsdruck von 4
bar vorgesehen. Die Druckluft kann also den normalen Druckluftnetzen entnommen werden.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Filterband als gelochtes
Blechband ausgebildet ist. Bei den bekannten Filterbändern aus Gewebe - sei es Kunststoff
oder sei es Metallgewebe - ist ein sehr starker Schließdruck notwendig, um die zwischen
den einzelnen Fäden vorhandenen freien Querschnitte zu verschließen.
[0011] Bei einem gelochten Metallband ist dagegen vorteilhaft zwischen den einzelnen Löchern
ein Sperrquerschnitt vorhanden. Die aufzuwendende Schließkraft kann daher erheblich
verringert werden.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Blechband Zonen ohne
Filtratdurchtrittsöffnungen aufweist, deren Abstand dem Abstand der Dichtflächen der
Abdichtvorrichtungen entspricht. So ist es vorteilhaft möglich, das Band auf einer
völlig glatten Metalloberfläche abzudichten. Dies führt zu einer gut beherrschbaren,
problemlosen Abdichtung. Des weiteren ist eine leichte und gute Reinigung des Abdichtbereiches
möglich. Einzige Voraussetzung ist, daß die Bandlänge einem Mehrfachen des Abstandes
der Abdichtvorrichtungen entspricht. Dies ist eine einfache konstruktive Maßnahme.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der Filtratkammer
die Abstützung von einer an der Druckbehälterinnenwand anliegenden Ausfüllung gestützt
wird, wobei die Ausfüllung Filtratleit-und -sammelvorrichtungen aufweist. So ergibt
sich ein besonders günstiges Abstützen des Filterbandes mit einer gleichmäßigen Verteilung
der auftretenden Kräfte auf den Druckbehälter. Eine Brückenkonstruktion zum Abfangen
der auftretenden Kräfte, die bei höheren Drücken aufwendig ist, entfällt.
[0014] Es ist weiterhin vorgesehen, daß die auf der Oberseite der Ausfüllung angeordnete
Abstützung ein Spaltsieb ist. So ergibt sich eine großflächige Auflage des Filterbandes
mit ungehindertem Durchtritt des Filtrats in die Filtratleit- und -sammelvorrichtungen.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Abdichtvorrichtungen
kissenartig ausgebildet sind und insbesondere aus Weichgummi mit einem Stahlträger
bestehen. Durch eine kissenartige Ausbildung der Abdichtvorrichtungen ergibt sich
vorteilhaft, daß die Dichtflächen auch beim Vorliegen von Oberflächenunebenheiten
ihre Funktion nicht verlieren. Der Weichgummi paßt sich den Unebenheiten an. Auch
nicht vollständig entfernte Körner o.ä., stören nicht, da durch die Kissenform noch
genügend Abdichtfläche für eine einwandfreie Abdichtung zur Verfügung steht. Der Stahlträger
sorgt dabei für die notwendige Stabilität der Dichtkissen.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Abdichtvorrichtungen
eine Innenlippe aufweisen. Eine Innenlippe verstärkt vorteilhaft automatisch die Abdichtwirkung
mit steigendem Druck, so daß insgesamt die Abdichtvorrichtungen leichter ausgeführt
werden können. Die Lippe weist dabei vorteilhaft eine relativ geringe Breite auf,
so daß sie leicht aus dem Filterkuchen herausgezogen oder herausgeschwenkt werden
kann.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Filterband zwei Transport-und
Umlenkrollen aufweist, die durch innenliegende Motoren, insbesondere Bremsmotoren,
angetrieben werden. So ergibt sich eine besonders kompakte Ausführung des Bandantriebs,
die bei der Verwendung von Bremsmotoren auch für eine exakte Positionierung des Filterbandes
in Bezug auf die Abdichtzonen sorgen kann.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dabei vorgesehen, daß die Transport-
und Umlenkrollen beweglich, insbesondere heb- und senkbar ausgebildet sind. Durch
eine bewegliche, insbesondere heb- und senkbare Ausbildung der Umlenkrollen ist es
möglich, das Filterband nach Beendigung des Filtervorganges anzuheben, so daß die
Reibung zwischen dem Filterband und seiner Auflage erheblich verringert beziehungsweise
vollständig beseitigt wird. So wird die Lebensdauer des Filterbandes erheblich erhöht.
Das Heben und Senken des Filterbandes kann dabei durch gesonderte Hubelemente, aber
auch durch die Ausnutzung des Drehmomentes beim Anfahren des Bandtransportes erreicht
werden.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Filterband als Stahlgewebeband
mit durchgehenden Bandkanten ausgebildet ist. Durch durchgehende Bandkanten wird eine
gute seitliche Führung und Abdichtung ermöglicht. So wird der Filtervorgang weiter
verbessert.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß auf das Filterband ein
Vliesband aufgelegt ist. Durch ein aufgelegtes Vliesband kann eine weitere Verbesserung
der Filtration erfolgen. Es wird insbesondere verwendet, wenn das erfindungsgemäße
Filter nicht für die Filtration von Kohle, sondern zum Beispiel im Lebensmittelbereich
eingesetzt wird. Das Vliesband wird dabei nicht endlos ausgeführt, sondern läuft von
einer Vorratsrolle ab.
[0021] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verschlußglieder
Hebelbetätigungen aufweisen und daß die Bewegungsrichtung der Abdichtvorrichtungen
gegenüber dem Filterband vorzugsweise zwischen 20 und 45°, insbesondere jedoch 30
- 40°, beträgt. Diese Bewegungsrichtung der Abdichtvorrichtungen erlaubt bei einer
Hebelbetätigung eine besonders günstige Verteilung der Anpreßkraft zwischen dem Filterband
und der freien Dichtfläche. So wird für eine einwandfreie Abdichtung beider Bereiche
gesorgt.
[0022] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Filtratkammer durch
ein Trennblech in einen Arbeitsraum und einen Stützraum geteilt ist und der mit Flüssigkeit
gefüllte Stützraum zum Abfangen der auf den Filtratraum und die Abstützung wirkenden
Kräfte dient.
[0023] Durch diese erfindungsgemäße Ausführung wird sehr vorteilhaft eine stabile Abstützung
des Filterbandes und Spaltsiebes in besonders einfacher Weise erreicht, die jederzeit
bei Reparatur- und Wartungsarbeiten durch einfaches Ablassen der Stützflüssigkeit
schnell aufgehoben und wieder hergestellt werden kann. Auf diese Weise wird auch eine
leichte Zugänglichkeit des Stützraumes gewährleistet. Insbesondere wird durch die
Verwendung einer Flüssigkeit als Stützmedium eine gleichmäßige allseitige Druckverteilung
auf die Innenwandungen des Druckbehälters erreicht.
[0024] Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist der Stützraum durch ein Ausgleichs-Druckrohr,
das eine Füllstandshöhenanzeige besitzt, mit der Druckluftzufuhrleitung für den Arbeitsraum
verbunden. Dadurch, daß der Stützraum mit einem Entlüftungsventil und einem Ausgleichsrohr
versehen ist, kann sehr vorteilhaft oberhalb und unterhalb des Trennbleches ein vorbestimmter
gleichmäßiger Druck aufgebracht und aufrecht erhalten werden. Desweiteren ermöglicht
die Füllstandshöhenanzeige im Druckausgleichsrohr eine einfache Kontrolle des Stützflüssigkeitsstandes
unterhalb des Trennbleches.
[0025] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das erfindungsgemäße
Filter eine automatische Taktsteuerung aufweist. Hierdurch wird die Funktion des Filters
unabhängig von einer manuellen Bedienung. Die optimale Arbeitsgeschwindigkeit kann
ständig eingehalten werden.
[0026] Schließlich ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß mehrere Einzel-Filter
zu einer Filter-Einheit zusammengefaßt sind. Durch das Zusammenfassen von mehreren
Einzel-Filtern zu einer Filter-Einheit ist es möglich, durch eine Anordnung übereinander
die Aufstellungs-Grundfläche besser auszunutzen und - wenn zum Beispiel eine Batterie
von mehr als 3 Filtern verwendet wird - einen kontinuierlichen Gesamt-Filter-Vorgang
mit nur leichter Pulsation der Durchsatzmenge zu erreichen. So ergibt sich ein Arbeiten
mit dem erfindungsgemäßen Filter, das bezüglich der Kontinuität des Ausbringens nur
unerheblich von den bekannten Scheiben- oder Trommel-Druck-Filtern unterschieden ist.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert, aus denen weitere vorteilhafte
Einzelheiten entnehmbar sind.
[0027] Im einzelnen zeigen:
Fig. ein geschlossenes Druck-Band-Filter im Länggschnitt mit fester Ausfüllung,
Fig. 2 ein längsgeschnittenes Druck-Band-Filter im Augenblick des Band-Transportes,
Fig. 3 einen Querschnitt von der Mitte des Druck-Band-Filters,
Fig. 4 Die Hebel-Anordnung und Dichtkissen-Ausführung in schematischer Darstellung,
Fig. ein geschlossenes Druck-Band-Filter im Längsschnitt mit hydraulischem Stützraum
und
Fig. 6 einen Querschnitt des Druck-Band-Filters an der Stelle der Druckluft, zufuhrleitung
gemäß Fig. 5 nach Linie AB.
[0028] Fig. 1 zeigt das Druckbehälterrohr 1 mit dem Einlaßstutzen 2 für die Druckluft und
den Zulaufstutzen 3 für die zu filternde Suspension, zum Beispiel Feinkohle, mit der
angeschlossenen Verteil-Vorrichtung 4. In der Mitte des Druckbehälterrohres 1 befindet
sich das Filterband 5, das auf einem als Abstützung dienenden Spaltsieb 6 aufliegt.
Das Spaltsieb 6 stützt sich auf der Ausfüllung 7 ab, die schematisch angedeutete Filtrat-Leit-
und Abführorgane 8 und 9 aufweist. Die Ausfüllung 7, die zur faltenfreien Auflage
des Filterbandes nach oben gewölbt sein kann, besteht in dieser Ausführungsform aus
druckfestem Kunststoff, kann aber ebenso auch aus Zement oder einem porösen keramischen
Material bestehen.
[0029] Das Filterband 5 wird durch die Trommeln 10 und 11 geführt und bewegt, die vorzugsweise
als Trommel-Motore ausgebildet sind und in ihrem Inneren eine Brems-Vorrichtung aufweisen.
Die Trommeln 10 und 11 sind vorzugsweise mit Gummi zur Schonung des Filterbandes und
zur besseren Übertragung des Drehmomentes belegt. Eine Andruck-Vorrichtung 13 und/oder
eine Hebe-Vorrichtung 14 sorgen für die benötigte Bandspannung und ein zur Minderung
des Verschleißes vorteilhaftes Anheben des Bandes während des Abwurf-Vorganges.
[0030] Auf der Unterseite des Druckbehälterrohres 1 ist noch eine Band-Reinigungs-Vorrichtung
15 angeordnet, die als Brause- und/oder BürstVorrichtung ausgebildet ist. Die Dichtkissen
17 und 18 weisen Klemmhebel 19 und 20 auf, die von Hydraulik-Zylindern 21 und 22 betätigt
werden. Die Dichtkissen 17 und 18 sind vorteilhaft zweiteilig ausgebildet und bestehen
aus Weichgummi von zum Beispiel einer Shore-Härte von 50, um eine Abdichtung auch
bei Band-Unebenheiten, kleineren Verschmutzungen etc. zu erreichen.
[0031] Die Hydraulik-Zylinder 21 und 22 werden ebenso wie die Trommel-Motore der Trommeln
10 und 11 und die Absperr-Organe für die Druckluft und die Suspension, die ReinigungsVorrichtungen
etc. elektrisch gesteuert. Zu diesem Zweck weist das Filter eine nicht gezeigte Steuer-Einheit
auf, die vorzugsweise aus elektronischen Bausteinen besteht und der Einfachheit halber
als Folgesteuerung ausgebildet ist.
[0032] Im Entladezustand - entsprechend Fig. 2 - sind die Druckzylinder 21 und 22 eingefahren
und die Dicht-Vorrichtungen 17,18 geöffnet. Das Bandvorzugsweise ist die Trommel 10
angehoben - wirft den gebildeten Filterkuchen 23 über die Trommel 10 ab.
[0033] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Ausfüllung 7 in ihrer Mitte einen Filtrat-Sammler
24 aufweist, der das Filtrat vom Spaltsieb über die eingeformten Kanäle 8 zur Filtrat-Ableitung
9 führt. Die Filtrat-Sammel- und Leit-Vorrichtungen sind durch diese Ausbildung vorteilhaft
nach oben offen und einfach einformbar.
[0034] Im der schematischen Darstellung von Fig. 4 bezeichnet 25 den Stahlträger oder -kern
bzw. die Stahlumhüllung der Dichtkissen 26, die aus einer ca. 20 - 50 mm dicken Weichgummischicht
bestehen. Die Ausbildung und die Lage des Anlenkpunktes 27 des Gestänges 28 sind dabei
derart gewählt, daß der Anpreßwinkel des oberen Gummikissens zwischen 25° und 45°,
insbesondere jedoch ca. 35°, beträgt.
[0035] Fig. 5 zeigt eine besondere Bauausführung des Druckbehälterrohres 1. Diese wird durch
ein Trennblech 29 in einen obenliegenden Arbeitsraum 30 und einen untenliegenden Stützraum
31 aufgeteilt. Das herausnehmbare Spaltsieb 6 stützt sich auf dem steifen Trennblech
29 ab, das so geformt ist, daß es Filtrat-Leit- und -Sammel-Rinnen 8 aufweist, die
in ein Filtrat-Ableitungsrohr 9 münden.
[0036] In Fig. 6 wird deutlich, daß der flüssigkeitsgefüllte Stützraum 31 über ein Ausgleichs-Druckrohr
32, das eine Füllstandshöhenanzeige 33 für die Stützflüssigkeit besitzt, mit der Druckluftzufuhrleitung
2 verbunden ist, so daß beim Filtervorgang die Druckbeaufschlagung des Arbeitsraumes
30 und des darunterliegenden Stützraumes 31 immer gleichzeitig und mit gleichem Druck
aus gemeinsamer Druckluftzufuhrleitung 2 erfolgt. So ermöglicht die gleichmäßige Verteilung
der auftretenden Kräfte auch bei höheren Drücken eine besonders einfache und leichte
Ausbildung des Druck-Band-Filters mit relativ dünnen Wandstärken.
[0037] Das erfindungsgemäße Druck-Band-Filter ist insbesondere für die Filtration von Feinkohle
gedacht. Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, können jedoch auch andere Suspensionen,
insbesondere Suspensionen mit sehr feinen Teilchen, gefiltert werden, wie sie zum
Beispiel bei der Erz-Aufbereitung oder bei der Lebensmittel-Herstellung auftreten.
[0038] Auch eine Beaufschlagung mit Dampf statt mit Druckluft zur Verbesserung der Kapillar-Entwässerung
ist möglich. Hierbei ist besonders günstig, daß mit überhitztem Dampf gearbeitet werden
kann, der eine durchgreifende Erwärmung des Filterkuchens auf über 100 °C ohne das
Verbleiben von Kondensat im Filterkuchen erlaubt.
1. Druckbandfilter bestehend aus einem waagerecht angeordneten, zylindrischen Druckbehälter
(1) mit Einrichtungen zur Trübefzufuhr (3) und Filtratabfuhr (9), wobei der Innenraum
des Druckbehälters (1) durch ein endloses, auf einer filtratdurchlässigen Abstützung
(6) anliegendes Filterelement (5) in eine Trübekammer (30) und eine Filtratkammer
abgeteilt wird und das über die Stirnseiten des Druckbehälters (1) ein- und austretende
Filterelement (5) diskontinuierlich in axialer Richtung durch den Druckbehälter (1)
beweglich ist, und Verschlußgliedern (17.18.19, 20) zum Abdichten des Druckbehälters
(1) an den Stirnseiten, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement ein Filterband
(5) ist, das auf einer ebenen Abstützung (6) anliegt, und daß die Austrittsöffnungen
für das Filterband (5) an den Stirnseiten rechteckig ausgebildet sind.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des zylindrischen
Druckbehälters (1) zwischen 50 und 150 cm, insbesondere zwischen 80 und 120 cm beträgt.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterband (5) als
gelochtes Blechband ausgebildet ist.
4. Filter nach Anspruch 1, oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß das Filterband (5) Zonen
ohne Filtratdurchtrittsöffnungen aufweist, deren Abstand dem Abstand der Dichtflächen
der Abdichtvorrichtungen (17, 18) entspricht.
5. Filter nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Filtratkammer
eine an der Druckbehälterinnenwand anliegende, Filtratlei- und -sammelvorrichtungen
(8, 24) aufweisende Ausfüllung (7) vorgesehen ist, auf der sich die Abstützung (6)
abstützt.
6. Filter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Oberseite der Ausfüllung
(7) angeordnete Abstützung (6) ein Spaltsieb ist.
7. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtvorrichtungen
(17, 18) kissenartig ausgebildet sind und insbesondere aus Weichgummi (26) mit einem
Stahlträger (25) bestehen.
8. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtvorrichtungen
(17, 18) eine Innenlippe aufweisen.
9. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterband
(5) zwei Transport- und Umlenkrollen (10, 11) aufweist, die durch innenliegende Motoren,
insbesondere Bremsmotoren, angetrieben werden.
10. Filter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Transport- und Umlenkrollen
(10, 11) beweglich, insbesondere heb- und senkbar ausgebildet sind.
11. Filter nach Anspruch 1, 2, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Filterband (5) als Stahlgewebeband mit durchgehenden Bandkanten ausgebildet ist.
12. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf das
Filterband (5) ein Vliesband aufgelegt ist.
13. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gennzeichnet, daß die Verschlußglieder
Hebelbetätigungen (19, 20, 28) aufweisen und daß die Bewegungsrichtung der Abdichtvortichtungen
(17, 18) gegenüber dem Filterband (5) vorzugsweise zwischen 20° und 45°, insbesondere
jedoch 30° - 40° , beträgt.
14. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtratkammer durch ein Trennblech (29) unter dem Filterband (5) und Abstützung
(6) in einen Arbeitsraum (30) und einen Stützraum (31) abgeteilt ist, und daß der
Stützraum (31) unter dem Trennblech (29) zur Druckübertragung von einer Flüssigkeit
ausgefüllt ist.
15. Filter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützraum (31) durch
ein Ausgleichsdruckrohr (32), das eine Füllstandshöhenanzeige (33) besitzt, mit der
Druckluftzufuhrleitung (2) für den Arbeitsraum (30) verbunden ist.
16. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenzeichnet, daß es
eine automatische Taktsteuerung aufweist.
17. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Einzelfilter zu einer Filter-Einheit zusammengefaßt sind.
18. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es
zumindest am Ende des Filter-Vorganges mit Dampf beaufschlagbar ist.
1. A pressure band filter consisting of a horizontally mounted, cylindrical pressure
vessel (1) with devices for the supply of pulp 83) and removal of filtrate (9), wherin
the interior of the pressure vessel (1) is divided by an endless filter element (5),
bearing against a support (6) which is permeable to filtrate into a pulp chamber (30)
and a filtrate chamber and a filter element (5), entering and leaving via the ends
of the pressure vessel (1), is movable discontinuously in the axial direction through
the pressure vessel (1), and closing members (17,18,19,20) to seal off the pressure
vessel (1) at the ends, characterized in that the filter element is a filter band
(5) which bears against a plane support (6) and that the outlets for the filter band
(5) at the ends are made rectangular.
2. A filter as claimed in Claim 1, characterised in that the diameter of the cylindrical
pressure vessel (1) is between 50 and 150 cm, particularly between 80 and 120 cm.
3. A filter as claimed in Claim 1 and 2, characterised in that the filter band (5)
is constructed in the form of a perforated sheet- metal band.
4. A filter as claimed in Claim 1, 2 or 3, characterised in that the filter band (5)
comprises zones without filtrate passages, the spacing of which corresponds to the
spacing of the sealing surfaces of the sealing devices (17, 18).
5. A filter as claimed in Claim 1,2,3 3 or 4, characterised in that there is provided
in the filtrate chamber a filling (7) which bears against the inner wall of the pressure
vessel and comprises guiding and collecting devices (8, 24) for the filtrate and on
which the support (6) is supported.
6. A filter as claimed in Claim 5, characterised in that the support (6) disposed
at the top of the filling (7) is a slotted-hole screen.
7. A filter as claimed in any of Claims 1 to 6, characterised in that the sealing
devices (17, 18) are of cushion-like construction and consist, in particular, of soft
rubber (26) with a steel support (25).
8. A filter as claimed in any of Claims 1 to 7, characterised in that the sealing
devices (17,18) have an inside lip.
9. A filter as claimed in any of Claims 1 to 8, characterised in that the filter band
(5) comprises two driving and guide rollers (10, 11) which are driven by internal
motors, particularly brake motors.
10. A filter as claimed in Claim 9, characterised in that the driving and guide rollers
(10,11) are adapted for movement, particularly raising and lowering.
11. A filter as claimed in Claim 1, 2, 5, 6, 7, 8, 9 or 10, characterised in that
the filter band (5) is constructed in the form of a steel mesh band with continuous
band edges.
12. A filter as claimed in any of Claims 1 to 11, characterised in that a fleece band
is laid on the filter band (5).
13. A filter as claimed in any of Claims 1 to 12, characterised in that the closing
members comprise lever actuating means (19, 20, 28) and that the direction of movement
of the sealing devices (17,18) in relation to the filter band (5) is preferably between
20° and 45°, but particulariy 30° -40°.
14. A filter as claimed in any of Claims 1 to 4 or 7 to 13, characterised in that
the filtrate chamber is divided, by a separating sheet of metal (29) below the filter
band (5) and support (6), into a working compartment (30) and a supporting compartment
(31) and that the supporting compartment (31) is filled with a liquid, below the separating
sheet of metal (29) for the transmission of pressure.
15. A filter as claimed in Claim 14, characterised in that the supporting compartment
(31) is connected to the compressed-air supply line (2) for the working compartment
(30) by an equalizing pressure pipe (32) which has a level indicator (33).
16. A filter as claimed in any of the preceding Claims, characterised in that it has
an automatic fixed-cycle control.
17. A filter as claimed in any of the preceding Claims characterised in that a plurality
of individual filters are combined to form a filter unit.
18. A filter as claimed in any of the preceding Claims, characterised in that it can
be acted upon by steam, at least at the end of the filter operation.
1. Filtre à bande sous pression se composant d'un récipient sous pression (1) cylindrique,
disposé horizontalement et pourvu de dispositifs pour l'introduction (3) de la matière
à filtrer et l'évacuation (9) du filtrat, le volume intérieur du récipient sous pression
(1) étant divisé par un élément de filtrage (5) sans fin, s'appliquant sur un appui
(6) perméable au filtrat, en une chambre à produit à filtrer (30) et une chambre à
filtrat et l'élément de filtrage (5), entrant et sortant par les côtés frontaux du
récipient sous pression (1), est mobile de façon discontinue dans une direction axiale
au travers du récipient sous pression (1), tandis qu'il est prévu des organes d'obturation
(17, 18, 19, 20) pour la fermeture étanche du récipient sous pression (1) sur les
côtés frontaux, caractérisé en ce que l'élément de filtrage est une bande de filtrage
(5), qui s'applique contre un appui plan (6), et en ce que les orifices de sortie
de la bande de filtrage (5) sur les côtés frontaux ont une forme rectangulaire.
2. Filtre selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre du récipient
cylindrique sous pression (1) est compris entre 50 et 150 cm, notamment entre 80 et
120 cm.
3. Filtre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bande de filtrage
(5) est agencée sous forme d'une bande de tôle perforée.
4. Filtre selon la revendication 1, ou 3, caractérisé en ce que la bande de filtrage
(5) comporte des zones sans orifices de passage de filtrat, dont l'espacement correspond
à l'espacement des surfaces d'étanchéité des dispositifs d'étanchéité (17,18).
5. Filtre selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce qu'il est prévu dans
la chambre de filtrat un remplissage (7) comportant des dispositifs de canalisation
et collecte de filtrat (8, 24) s'appliquant contre la paroi intérieure du récipient
sous pression, et contre lequel s'applique l'appui (6).
6. Filtre selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'appui (6) disposé sur
le côté supérieur du remplissage (7) est un tamis à fentes.
7. Filtre selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les dispositifs
d'étanchéité (17,18) sont agencés en forme de coussin et se composent notamment de
caoutchouc mou (26) avec un support en acier (25).
8. Filtre selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les dispositifs
d'étanchéité comportent une lèvre intérieure.
9. Filtre selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la bande de filtrage
(5) comporte deux rouleaux de transport et de renvoi (10, 11), qui sont entraînés
par des moteurs placés à l'intérieur, notamment des moteurs- freins.
10. Filtre selon la revendication 9, caractérisé en ce que les rouleaux de transport
et de renvoi (10, 11) sont agencés de façon à être mobiles, notamment de façon à pouvoir
monter et descendre.
11. Filtre selon la revendication 1,2,5,6,7,8,9 9 ou 10, caractérisé en ce que la
bande de filtrage (5) est agencée comme une bande tissée en acier comportant des bords
continus.
12. Filtre selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une bande en
forme de nappe est placée sur la bande de filtrage (5).
13. Filtre selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les organes
d'obturation comportent des systèmes d'actionnement à leviers (19, 20, 28) et en ce
que la direction de mouvement des dispositifs d'étanchéité (17, 18) est inclinée par
rapport à la bande de filtrage (5), de préférence d'un angle compris entre 20° et
45°, notamment cependant entre 30° et 40°.
14. Filtre selon une des revendications 1 à 4 ou 7 à 13, caractérisé en ce que la
chambre à filtrat est divisée par une tôle séparatrice (29) en dessous de la bande
de filtrage (5) et de l'appui (6) en un volume de travail (30) et un volume d'appui
(31) et en ce que le le volume d'appui (31) est rempli, en dessous de la tôle séparatrice
(29), d'un liquide pour une transmission pression.
15. Filtre selon la revendication 14, caractérisé en ce que le volume d'appui (31)
est relié par un tube d'équilibrage de pression (32), qui comporte un indicateur de
hauteur de remplissage (33), avec le conduit d'alimentation en air comprimé (2) pour
le volume de travail (30).
16. Filtre selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte
une commande de synchronisation automatique.
17. Filtre selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs
filtres individuels sont réunis sous forme d'une unité de filtrage.
18. Filtre selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il peut
être sollicité par de la vapeur au moins à la fin du processus de filtrage.