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EP 0 093 265 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1986 Patentblatt 1986/42 |
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Anmeldetag: 26.03.1983 |
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Metallfenster
Metal window
Fenêtre métallique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB LI LU NL |
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Priorität: |
04.05.1982 DE 3216555 04.05.1982 DE 8212796 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.11.1983 Patentblatt 1983/45 |
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Anmelder: KLÖCKNER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-4100 Duisburg 1 (DE) |
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Erfinder: |
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- Hundt, Werner, Dipl.-Ing.
D-5210 Troisdorf (DE)
- Metzger, Wilfried
D-5210 Troisdorf (DE)
- Montanus, Werner
D-5210 Troisdorf (DE)
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Vertreter: Kiefer, Winfried |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Metallfenster, bestehend aus einem verglasten Fensterrahmen
oder aus einem Fensterrahmen und einem verglasten Flügelrahmen, wobei der Fensterrahmen
bzw. der Fenster- und der Flügelrahmen jeweils aus einem inneren und äußeren Hohlprofil
bestehen, zwischen denen die Verglasung angeordnet ist und vorstehende Profilierungen
für Verbindungselemente aufweisen und auf einem vorgegebenen Abstand gehalten sind,
wobei die Verbindungselemente jeweils aus zwei Verbindungsteilen bestehen, die die
einander gegenüberstehenden Profilierungen der Hohlprofile form- und/oder kraftschlüssig
übergreifen und mit jeweils einem Steg zwischen die Profilierungen zur Vorgabe des
Abstandes hineingreifen.
[0002] Metallfenster dieser Art sind bekannt (DE-A-2 522 212). Zwischen dem inneren und
äußeren Profil ist auf in dafür vorgesehenen Nuten die Verglasung angeordnet. Die
vorstehenden Profilierungen werden durch Verbindungselemente auf einem vorgegebenen
Abstand gehalten, die aus Kunststoffmaterial bestehen und nach dem Prinzip der Schnappverbindung
aufgeschoben sind. Die Verbindungselemente haben lediglich die Funktion, jeweils das
innere und das äußere Profil miteinander zu verbinden.
[0003] Dies gilt auch für ein weiterhin bekanntes Metallfenster (DE-A-2 604 814).
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fenster der eingangs erwähnten Art derart
auszubilden, daß sie generell auch als Brandschutzfenster eingebaut werden können
und nach dem Zusammenbau durch die Verbindungselemente die Verglasung unverrückbar
in ihrer Lage festgelegt ist.
[0005] Die Augabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hohlprofile walzprofiliert
sind und die Verbindungsteile mittels eines durch die Stege hindurchgeführten Schraubbolzens
miteinander verspannt sind, daß die Profilierungen einen sich in Richtung der Verbindungselemente,
d.h. in Richtung der jeweils zugewandten Profilierung, verbreiternden Hohlquerschnitt
haben und ihr lichter Querschnitt in den lichten Querschnitt der Hohlprofile mündet,
und daß die Verbindungselemente derart mit den Profilierungen zusammenwirken, daß
durch das Anziehen des Schraubbolzens auf die verbreiternden Bereiche der Profilierungen
eine in Richtung der Verglasung wirkende Spannung aufgebaut wird, wodurch diese zwischen
den Hohlprofilen verspannt wird. Es zeigte sich durch Brandversuche, daß durch diese
erfindungsgemäßen Maßnahmen ein Fenster geschaffen ist, das auch bei extrem hohen
Temperaturen eine weitaus längere Zeit beständig als als die bisher bekannten Fenster.
[0006] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist ein universell verwendbares, insbesondere
bei hohen Temperaturen beständiges Fenster geschaffen, das zudem schnell und einfach
zu montieren ist.
[0007] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und im Ausschnitt ein Ausführungsbeispiel des
Metallfensters,
Fig. 2 einen Schnitt senkrecht zum Rahmen des Metallfensters.
[0008] Das Metallfenster nach den Fig. 1 und 2 hat einen Fensterrahmen 1 und einen an den
Fensterrahmen angelenkten Flügelrahmen 2 mit einer Scheibe 3. Der Fensterrahmen besteht
aus einer Innenschale 4 und einer Außenschale 5, die durch erfindungsgemäße Verbindungselemente
6 miteinander verbunden sind. Der Flügelrahmen besteht ebenfalls aus einer Innenschale
und einer Außenschale, die mit 7 bzw. 8 bezeichnet sind und die ebenfalls durch erfindungsgemäße
Verbindungselemente 6 miteinander verbunden sind. Zwischen dem Außenrahmen und dem
Innenrahmen 7 des Flügelrahmens ist die Scheibe 3 unter Zwischenschaltung der Dichtungen
9 und 10 angeordnet.
[0009] Die Innenschalen und Außenschalen weisen Profilierungen 11 bzw. 12 auf, die symmetrisch
zueinander ausgebildet sind. In dem Ausführungsbeispiel haben diese Profilierungen
in Richtung zu der zugeordneten Profilierung einen sich verbreiternden Querschnitt.
Die Verbindungselemente bestehen jeweils aus einem Verbindungsteil 14 und einem Verbindungsteil
15, die jeweils einen im wesentlich T-förmigen Querschnitt haben und für die Profilierungen
komplementäre Anlageflächen aufweisen. Die Verbindungsteile greifen jeweils mit einem
Steg 16 bzw. 17 zwischen die Profilierungen und geben den Abstand der Innen-und Außenschale
unter Berücksichtigung der Dicke der Glasscheibe vor. Die beiden Verbindungsteile
eines jeden Verbindungselementes sind durch jeweils einen durch die Stege eingedrehten
Bolzen 18 miteinander verschraubt. Die Verbindungsteile bestehen aus gewalzten Stahlprofilabschnitten,
so daß sie eine relativ geringe Breite (senkrecht zur Zeichnungsebene) aufweisen können.
[0010] Zum Zusammenbau des Fensterrahmens werden die Innenschale mit der Dichtung, die Glasscheibe
und die Außenschale mit der Dichtung horizontal übereinander angeordnet und zentriert,
so daß die Profilierungen zueinander zeigen. Anschließend werden zwischen den Profilierungen
hindurch die Verbindungsteile 14, die bereits über einen Schraubbolzen mit einem entsprechenden
anderen Verbindungsteil 15 miteinander verbunden sind, eingeschoben, wobei während
des Einschiebens die Verbindungsteile 14 bezogen auf die Zeichnungsebene um 90° verschwenkt
sind. Nach dem Einschieben werden sie um 90° verdreht, so daß sie beim Anziehen der
Schrauben die zugeordneten Profilierungen hintergreifen.
[0011] Entsprechend wird beim Zusammenbau des Flügelrahmens verfahren.
[0012] Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß während des Anziehens der Schraubbolzen
auf die Profilbereiche 19 und 20 der Innenschale bzw. der Außenschale eine in Richtung
zur Scheibe wirkende Vorspannung aufgebaut wird, so daß sich die Innenschale und Außenschale
gegen die Dichtungen anlegen und somit die Scheibe unverrückbar halten.
[0013] Bei Brandversuchen zeigte es sich, daß durch diese Vorspannungen die Scheiben unverrückbar
in ihrer Position gehalten werden und daß die erfindungsgemäßen Fenster erst nach
viel längerer Zeit durch Brände zerstört werden (Scheibenbrüche) als die bekannten
Fenster.
1. Metallfenster, bestehend aus einem verglasten Fensterrahmen (1) oder aus einem
Fensterrahmen und einem verglasten Flügelrahmen (3), wobei der Fensterrahmen bzw.
der Fensterund der Flügelrahmen jeweils aus einem inneren und äußeren Hohlprofil bestehen,
zwischen denen die Verglasung (3) angeordnet ist und vorstehende Profilierungen (11,
12) für Verbindungselemente (6) aufweisen und auf einem vorgebenen Abstand gehalten
sind, wobei die Verbindungselemente jeweils aus zwei Verbindungsteilen (14, 15) bestehen,
die die einander gegenüberstehenden Profilierungen der Hohlprofile form- und/oder
kraftschlüssig übergreifen und mit jeweils einem Steg (16 bzw. 17) zwischen die Profilierungen
zur Vorgabe des Abstandes hineingreifen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlprofile walzprofiliert sind und die Verbindungsteile (14, 15) mittels
eines durch die Stege hindurchgeführten Schraubbolzens (18) miteinander verspannt
sind, daß die Profilierungen (11, 12) einen sich in Richtung der Verbindungselemente,
d.h. in Richtung der jeweils zugewandten Profilierung, verbreitendern Holquerschnitt
haben und ihr lichter Querschnitt in den lichten Querschnitt der Hohlprofile mündet,
und daß die Verbindungselemente derart mit den Profilierungen zusammenwirken, daß
durch das Ansiehen des Schraubbolzens (18) auf die verbreiternden Bereiche (19, 20)
der Profilierungen (11, 12) eine in Richtung der Verglasung wirkende Spannung aufgebaut
wird, wodurch diese zwischen den Hohlprofilen verspannt wird.
2. Metallfenster nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierungen einen trapezförmigen lichten Querschnitt haben.
1. A metal window, consisting of a glazed window frame (1) or a window frame and a
glazed casement (3) in which the window frame or the window frame and the casement
in each case consist of an inner and an outer hollow section, between which the glazing
(3) is disposed, which comprise projecting profiles (11, 12) for connecting elements
(6) and which are held at a predetermined spacing from one another, the connecting
elements in each case consisting of two connecting parts (14, 15) which engage positively
and/or non-positively over the facing profiles of the hollow sections and each of
which project via a flange (16 or 17) between the profiles to determine the spacing,
characterised in that the hollow sections are rolled sections and the connecting parts
(14, 15) are braced together by means of a screw bolt (18) guided through the flanges,
in that the profiles (11,12) comprise a hollow cross-section which broadens in the
direction of the connecting elements, i.e. in the direction of the respective facing
profile, and their clear cross-section leads into the clear cross-section of the hollow
sections, and in that the connecting elements cooperate with the profiles such that,
by screwing the screw bolt (18) onto the broadening areas (19, 20) of the profiles
(11, 12), a tension acting in the direction of the glazing is built up, as a result
of which the latter is braced between the hollow sections.
2. A metal window as claimed in claim 1, characterised in that the profiles have a
trapezoidal cross-section.
1. Fenêtre métallique constituée par un cadre dormant vitré (1) ou par un cadre dormant
et un cadre de battant vitré (2), le cadre dormant ou le cadre dormant et le cadre
de battant, étant chacun constitué par des profilés creux interne et externe, entre
lesquels est disposé le vitrage (3) et présentant des profilages (11, 12) en saillie
pour des éléments de liaison (6) qui sont maintenus à une distance prédéterminée,
les éléments de liaison étant chacun constitué par deux pièces de liaison (14, 15)
qui recouvrent avec concordance de formes et/ou à force les profilages des profilés
creux disposés face à face et qui pénètrent chacun au moyen d'une branche (16 ou 17)
entre les profilages pour maintenir la distance prédéterminée, caractérisée en ce
que les profilés creux sont des profilés laminés et que les éléments de liaison (14,
15) sont serrés l'un vers l'autre au moyen d'un boulon (18) passant dans leurs branches,
que les profilages (11, 12) présentent une section transversale creuse allant en s'élargissant
en direction des éléments de liaison, c'est-à-dire en direction du profilage respectif
tourné vers lui, que leur section transversale la plus faible débouche dans la section
la plus faible des profilés creux, et que les éléments de liaison coopèrent avec les
profilages de manière à ce que lorsqu'on serre le boulon (18) un serrage soit appliqué
sur les régions élargies (19, 20) des profilages (11, 12), pour agir en direction
du vitrage, avec pour résultat que ce dernier est serré entre les profilés creux.
2. Fenêtre métallique selon la revendication 1, caractérisée en ce que les profilages
présentent une section transversale interne de forme trapézoïdale.

