(19)
(11) EP 0 093 265 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.10.1986  Patentblatt  1986/42

(21) Anmeldenummer: 83103032.5

(22) Anmeldetag:  26.03.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E06B 3/26, E06B 5/16

(54)

Metallfenster

Metal window

Fenêtre métallique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB LI LU NL

(30) Priorität: 04.05.1982 DE 3216555
04.05.1982 DE 8212796 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.11.1983  Patentblatt  1983/45

(71) Anmelder: KLÖCKNER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT
D-4100 Duisburg 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Hundt, Werner, Dipl.-Ing.
    D-5210 Troisdorf (DE)
  • Metzger, Wilfried
    D-5210 Troisdorf (DE)
  • Montanus, Werner
    D-5210 Troisdorf (DE)

(74) Vertreter: Kiefer, Winfried 


 ()


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Metallfenster, bestehend aus einem verglasten Fensterrahmen oder aus einem Fensterrahmen und einem verglasten Flügelrahmen, wobei der Fensterrahmen bzw. der Fenster- und der Flügelrahmen jeweils aus einem inneren und äußeren Hohlprofil bestehen, zwischen denen die Verglasung angeordnet ist und vorstehende Profilierungen für Verbindungselemente aufweisen und auf einem vorgegebenen Abstand gehalten sind, wobei die Verbindungselemente jeweils aus zwei Verbindungsteilen bestehen, die die einander gegenüberstehenden Profilierungen der Hohlprofile form- und/oder kraftschlüssig übergreifen und mit jeweils einem Steg zwischen die Profilierungen zur Vorgabe des Abstandes hineingreifen.

    [0002] Metallfenster dieser Art sind bekannt (DE-A-2 522 212). Zwischen dem inneren und äußeren Profil ist auf in dafür vorgesehenen Nuten die Verglasung angeordnet. Die vorstehenden Profilierungen werden durch Verbindungselemente auf einem vorgegebenen Abstand gehalten, die aus Kunststoffmaterial bestehen und nach dem Prinzip der Schnappverbindung aufgeschoben sind. Die Verbindungselemente haben lediglich die Funktion, jeweils das innere und das äußere Profil miteinander zu verbinden.

    [0003] Dies gilt auch für ein weiterhin bekanntes Metallfenster (DE-A-2 604 814).

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fenster der eingangs erwähnten Art derart auszubilden, daß sie generell auch als Brandschutzfenster eingebaut werden können und nach dem Zusammenbau durch die Verbindungselemente die Verglasung unverrückbar in ihrer Lage festgelegt ist.

    [0005] Die Augabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hohlprofile walzprofiliert sind und die Verbindungsteile mittels eines durch die Stege hindurchgeführten Schraubbolzens miteinander verspannt sind, daß die Profilierungen einen sich in Richtung der Verbindungselemente, d.h. in Richtung der jeweils zugewandten Profilierung, verbreiternden Hohlquerschnitt haben und ihr lichter Querschnitt in den lichten Querschnitt der Hohlprofile mündet, und daß die Verbindungselemente derart mit den Profilierungen zusammenwirken, daß durch das Anziehen des Schraubbolzens auf die verbreiternden Bereiche der Profilierungen eine in Richtung der Verglasung wirkende Spannung aufgebaut wird, wodurch diese zwischen den Hohlprofilen verspannt wird. Es zeigte sich durch Brandversuche, daß durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen ein Fenster geschaffen ist, das auch bei extrem hohen Temperaturen eine weitaus längere Zeit beständig als als die bisher bekannten Fenster.

    [0006] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist ein universell verwendbares, insbesondere bei hohen Temperaturen beständiges Fenster geschaffen, das zudem schnell und einfach zu montieren ist.

    [0007] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und im Ausschnitt ein Ausführungsbeispiel des Metallfensters,

    Fig. 2 einen Schnitt senkrecht zum Rahmen des Metallfensters.



    [0008] Das Metallfenster nach den Fig. 1 und 2 hat einen Fensterrahmen 1 und einen an den Fensterrahmen angelenkten Flügelrahmen 2 mit einer Scheibe 3. Der Fensterrahmen besteht aus einer Innenschale 4 und einer Außenschale 5, die durch erfindungsgemäße Verbindungselemente 6 miteinander verbunden sind. Der Flügelrahmen besteht ebenfalls aus einer Innenschale und einer Außenschale, die mit 7 bzw. 8 bezeichnet sind und die ebenfalls durch erfindungsgemäße Verbindungselemente 6 miteinander verbunden sind. Zwischen dem Außenrahmen und dem Innenrahmen 7 des Flügelrahmens ist die Scheibe 3 unter Zwischenschaltung der Dichtungen 9 und 10 angeordnet.

    [0009] Die Innenschalen und Außenschalen weisen Profilierungen 11 bzw. 12 auf, die symmetrisch zueinander ausgebildet sind. In dem Ausführungsbeispiel haben diese Profilierungen in Richtung zu der zugeordneten Profilierung einen sich verbreiternden Querschnitt. Die Verbindungselemente bestehen jeweils aus einem Verbindungsteil 14 und einem Verbindungsteil 15, die jeweils einen im wesentlich T-förmigen Querschnitt haben und für die Profilierungen komplementäre Anlageflächen aufweisen. Die Verbindungsteile greifen jeweils mit einem Steg 16 bzw. 17 zwischen die Profilierungen und geben den Abstand der Innen-und Außenschale unter Berücksichtigung der Dicke der Glasscheibe vor. Die beiden Verbindungsteile eines jeden Verbindungselementes sind durch jeweils einen durch die Stege eingedrehten Bolzen 18 miteinander verschraubt. Die Verbindungsteile bestehen aus gewalzten Stahlprofilabschnitten, so daß sie eine relativ geringe Breite (senkrecht zur Zeichnungsebene) aufweisen können.

    [0010] Zum Zusammenbau des Fensterrahmens werden die Innenschale mit der Dichtung, die Glasscheibe und die Außenschale mit der Dichtung horizontal übereinander angeordnet und zentriert, so daß die Profilierungen zueinander zeigen. Anschließend werden zwischen den Profilierungen hindurch die Verbindungsteile 14, die bereits über einen Schraubbolzen mit einem entsprechenden anderen Verbindungsteil 15 miteinander verbunden sind, eingeschoben, wobei während des Einschiebens die Verbindungsteile 14 bezogen auf die Zeichnungsebene um 90° verschwenkt sind. Nach dem Einschieben werden sie um 90° verdreht, so daß sie beim Anziehen der Schrauben die zugeordneten Profilierungen hintergreifen.

    [0011] Entsprechend wird beim Zusammenbau des Flügelrahmens verfahren.

    [0012] Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß während des Anziehens der Schraubbolzen auf die Profilbereiche 19 und 20 der Innenschale bzw. der Außenschale eine in Richtung zur Scheibe wirkende Vorspannung aufgebaut wird, so daß sich die Innenschale und Außenschale gegen die Dichtungen anlegen und somit die Scheibe unverrückbar halten.

    [0013] Bei Brandversuchen zeigte es sich, daß durch diese Vorspannungen die Scheiben unverrückbar in ihrer Position gehalten werden und daß die erfindungsgemäßen Fenster erst nach viel längerer Zeit durch Brände zerstört werden (Scheibenbrüche) als die bekannten Fenster.


    Ansprüche

    1. Metallfenster, bestehend aus einem verglasten Fensterrahmen (1) oder aus einem Fensterrahmen und einem verglasten Flügelrahmen (3), wobei der Fensterrahmen bzw. der Fensterund der Flügelrahmen jeweils aus einem inneren und äußeren Hohlprofil bestehen, zwischen denen die Verglasung (3) angeordnet ist und vorstehende Profilierungen (11, 12) für Verbindungselemente (6) aufweisen und auf einem vorgebenen Abstand gehalten sind, wobei die Verbindungselemente jeweils aus zwei Verbindungsteilen (14, 15) bestehen, die die einander gegenüberstehenden Profilierungen der Hohlprofile form- und/oder kraftschlüssig übergreifen und mit jeweils einem Steg (16 bzw. 17) zwischen die Profilierungen zur Vorgabe des Abstandes hineingreifen,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Hohlprofile walzprofiliert sind und die Verbindungsteile (14, 15) mittels eines durch die Stege hindurchgeführten Schraubbolzens (18) miteinander verspannt sind, daß die Profilierungen (11, 12) einen sich in Richtung der Verbindungselemente, d.h. in Richtung der jeweils zugewandten Profilierung, verbreitendern Holquerschnitt haben und ihr lichter Querschnitt in den lichten Querschnitt der Hohlprofile mündet, und daß die Verbindungselemente derart mit den Profilierungen zusammenwirken, daß durch das Ansiehen des Schraubbolzens (18) auf die verbreiternden Bereiche (19, 20) der Profilierungen (11, 12) eine in Richtung der Verglasung wirkende Spannung aufgebaut wird, wodurch diese zwischen den Hohlprofilen verspannt wird.
     
    2. Metallfenster nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Profilierungen einen trapezförmigen lichten Querschnitt haben.
     


    Claims

    1. A metal window, consisting of a glazed window frame (1) or a window frame and a glazed casement (3) in which the window frame or the window frame and the casement in each case consist of an inner and an outer hollow section, between which the glazing (3) is disposed, which comprise projecting profiles (11, 12) for connecting elements (6) and which are held at a predetermined spacing from one another, the connecting elements in each case consisting of two connecting parts (14, 15) which engage positively and/or non-positively over the facing profiles of the hollow sections and each of which project via a flange (16 or 17) between the profiles to determine the spacing, characterised in that the hollow sections are rolled sections and the connecting parts (14, 15) are braced together by means of a screw bolt (18) guided through the flanges, in that the profiles (11,12) comprise a hollow cross-section which broadens in the direction of the connecting elements, i.e. in the direction of the respective facing profile, and their clear cross-section leads into the clear cross-section of the hollow sections, and in that the connecting elements cooperate with the profiles such that, by screwing the screw bolt (18) onto the broadening areas (19, 20) of the profiles (11, 12), a tension acting in the direction of the glazing is built up, as a result of which the latter is braced between the hollow sections.
     
    2. A metal window as claimed in claim 1, characterised in that the profiles have a trapezoidal cross-section.
     


    Revendications

    1. Fenêtre métallique constituée par un cadre dormant vitré (1) ou par un cadre dormant et un cadre de battant vitré (2), le cadre dormant ou le cadre dormant et le cadre de battant, étant chacun constitué par des profilés creux interne et externe, entre lesquels est disposé le vitrage (3) et présentant des profilages (11, 12) en saillie pour des éléments de liaison (6) qui sont maintenus à une distance prédéterminée, les éléments de liaison étant chacun constitué par deux pièces de liaison (14, 15) qui recouvrent avec concordance de formes et/ou à force les profilages des profilés creux disposés face à face et qui pénètrent chacun au moyen d'une branche (16 ou 17) entre les profilages pour maintenir la distance prédéterminée, caractérisée en ce que les profilés creux sont des profilés laminés et que les éléments de liaison (14, 15) sont serrés l'un vers l'autre au moyen d'un boulon (18) passant dans leurs branches, que les profilages (11, 12) présentent une section transversale creuse allant en s'élargissant en direction des éléments de liaison, c'est-à-dire en direction du profilage respectif tourné vers lui, que leur section transversale la plus faible débouche dans la section la plus faible des profilés creux, et que les éléments de liaison coopèrent avec les profilages de manière à ce que lorsqu'on serre le boulon (18) un serrage soit appliqué sur les régions élargies (19, 20) des profilages (11, 12), pour agir en direction du vitrage, avec pour résultat que ce dernier est serré entre les profilés creux.
     
    2. Fenêtre métallique selon la revendication 1, caractérisée en ce que les profilages présentent une section transversale interne de forme trapézoïdale.
     




    Zeichnung