(19)
(11) EP 0 197 605 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.10.1986  Patentblatt  1986/42

(21) Anmeldenummer: 86200554.3

(22) Anmeldetag:  19.03.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H04R 9/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR IT

(30) Priorität: 30.03.1985 DE 3511802

(71) Anmelder: Blaupunkt-Werke GmbH
D-31132 Hildesheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Dietmar, Elke, Dr. Dipl.-Phys.
    D-3200 Hildesheim (DE)
  • Liste, Klaus
    D-3200 Hildesheim (DE)

(74) Vertreter: Eilers, Norbert, Dipl.-Phys. et al
Blaupunkt-Werke GmbH Patente und Lizenzen Postfach 77 77 77
31132 Hildesheim
31132 Hildesheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schwingeinheit eines dynamischen Lautsprechers


    (57) Die Schwingeinheit eines Lautsprechers, bestehend aus einem Schwingspulenträger, einer Lautsprechermembran und einem Zentrierteil, die miteinander verbunden sind, weist ein Zentrierteil auf, welches aus einem flexiblen Material für gedruckte Schaltungen besteht und mit Leiterbahnen für die Stromversorgung der Schwingspule versehen ist. Die Leiterbahnen des Zentrierteils weisen verlängerte Anschlußlappen auf, welche außerhalb der mechanisch stark beanspruchten Verbindungszone Membran/Zentrierteil/Spulenträger mit den Schwingspulenanschlußenden verbunden sind.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schwingeinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Die Schwingeinheit eines dynamischen Lautsprechers wird aus einem Schwingspulenträger, einer Membran, einem Zentrierteil und für die Stromzuführung der Schwingspule dienenden flexiblen Verbindungsleitung gebildet.

    [0003] Aus dem DE-GM 1 696 491 ist eine Schwingeinheit mit einem aus Gewebe hergestellten Zentrierteil bekannt, bei dem die Verbindungsleitungen für de Schwingspule durch leitende Gewebefäden, insbesondere aus Litzendrähten, gebildet werden.

    [0004] Da sich bei derartigen Schwingeinheiten die elektrische Kontaktierung der Schwingspulenenden mit den leitenden Gewebefäden der im Isolierstoffgewebe eingewirkten Litzendrähte in einer mechanisch stark beanspruchten Verbindungszone Membran/Zentrierteil/Spulenträger befindet, kann dieses leicht zum Bruch der Stromzuführung führen. Ferner ist die Herstellung einer einwandfreien Verbindung der Schwingspulenanschlußenden mit leitenden Gewebefäden sehr aufwendig.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schwingeinheit eines Lautsprechers mit einem geringen Aufwand betriebssicher zu gestalten.

    [0006] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Schwingeinsatz durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß das mit geringem Aufwand herstellbare Zentrierteil eine Stromzuführung gestattet, welche durch die beim Betrieb des Lautsprechers auftretenden Biegebeanspruchungen nicht beeinträchtigt wird, da sich die Kontaktierung der Schwingspulenanschlußenden mit den Anschlußlappen der Leiterbahnen außerhalb der mechanisch beanspruchten Verbindungszone befindet. Zudem ist die cl. Verbindung der nach Art einer gedruckten Schaltung aufgebauten Leiterbahnen mit den Schwingspulenanschlußenden völlig problemlos und betriebssicher.

    [0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der im Anspruch 1 angegebenen Schwingeinheit eines Lautsprechers möglich.

    [0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

    [0010] Es zeigen

    Figur 1 eine Teilansicht,

    Figur 2 eine Einzelheit der Teilansicht einer Schwingeinheit eines Lautsprechers und

    Figur 3 ein Stanzbild des Zentrierteils der Schwingeinheit im verkleinerten Maßstab.



    [0011] Eine in Figur 1 nur teilweise dargestellte konusförmige Membran 1 ist mit einem kreisringförmigen, zentrisch angeordnete Sicken 2 aufweisenden Zentrierteil 3 und einem mit einer Schwingspule 4 versehenen Schwingspulenträger 5 in an sich bekannter Weise fest verbunden. Das Zentrierteil 3 ist aus einem flexiblen nach Art einer gedruckten Schaltung mit Leiterbahnen 6, 7 versehenen Leiterplattenmaterial, zum Beispiel kupferkaschiertes Polyester, gefertigt. Die als Anschlußleitungen für die Schwingspule 4 dienenden gegenüberliegend angeordneten Leiterbahnen 6, 7 erstrecken sich nach Figur 2 jeweils von der kreisförmigen öffnung 8 der Schwingeinheit zum äußeren Kreisumfang U, wobei sie Verlängerungen aufweisen, die im Stanzbild einerseits als verlängerte innere Anschlußlappen 9, 10 gegeneinander versetzt in die kreisförmige öffnung 8 hineinragen und andererseits als verlängerte äußere Anschlußlappen 11, 12 über den Kreisumfang U des Zentrierteils 3 hinausragen. Die inneren Anschlußlappen 9, 10 sind auf dem Schwingspulenträger 5, parallel zu dessen Längsachse, zur Schwingspule 4 verlaufend, befestigt. Sie können jedoch auch auf der Membran 1 enden und auf dieser befestigt sein. Die Schwingspulenanschlußenden 13, 14 sind mit den Enden der inneren Anschlußlappen 9, 10 in üblicher Weise elektrisch leitend verbunden. Die elektrischen Verbindungspunkte P befinden sich somit außerhalb der Verbindungszone Membran/Zentrierteil/Spulenträger und sind daher einer vernachlässigbar geringen Biegebeanspruchung ausgesetzt. Die äußeren Anschlußlappen 11, 12 sind für eine nicht dargestellte elektrische Verbindung mit den Anschlußklemmen des Lautsprechers vorgesehen. Die Leiterbahnen 6, 7 können mit einer Isolierstoffolie 15 abgedeckt sein.


    Ansprüche

    1. Schwingeinheit eines Lautsprechers, bestehend aus einem Schwingspulenträger, einer Lautsprechermembran und einem Zentrierteil, die miteinander verbunden sind und bei der das einerseits an dem Schwingspulenkörper oder an der Membran und andererseits an einem feststehenden Teil des Lautsprechers befestigte Zentrierteil mit elektrischen Verbindungsleitungen für die Schwingspule versehen ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Zentrierteil (3) aus einem flexiblen nach Art einer gedruckten Schaltung mit Leiterbahnen (6, 7) versehenen Leiterplattenmaterial gefertigt ist und daß die als Verbindungsleitungen ausgebildeten Leiterbahnen (6, 7) durch einen Stanzvorgang erzeugte, verlängerte innere Anschlußlappen (9, 10) aufweisen, welche außerhalb der Verbindungszone Membran (1)/Zentrierteil (3) und/oder Schwingspulenträger (5) mit den Schwingspulenanschlußenden (13, 14) elektrisch leitend verbunden sind.
     
    2. Schwingeinheit eines Lautsprechers nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Leiterbahnen (6, 7) des Zentrierteils (3) mit einer Isolierfolie (15) abgedeckt sind.
     
    3. Schwingeinheit eines Lautsprechers nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Zentrierteil (3) kreisringförmig ausgebildet ist, daß die verlängerten inneren Anschlußlappen (9, 10) der Leiterbahnen (6, 7) beim Stanzbild in die kreisförmige öffnung (8) hineinragen.
     
    4. Schwingeinheit eines Lautsprechers nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die verlängerten inneren Anschlußlappen (9, 10) gegeneinander versetzt in die kreisförmige öffnung (8) hineinragen.
     
    5. Schwingeinheit eines Lautsprechers nach einem der Ansprache 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Leiterbahnen (6, 7) über den Kreisumfang (U) des Zentrierteils (3) hinausragende äußere Anschlußlappen (11, 12) aufweisen.
     




    Zeichnung