[0001] Die Erfindung betrifft eine schaltbare Leiste, wie sie vor allem in der Iliederspannungstechnik
eingesetzt wird. Schaltbare Leisten haben üblicherweise die Form von länglichen Quadern
und bestehen im wesentlichen aus einem Unterteil, zwei Seitenwänden, einem Deckel,
einer Schaltmechanik und Stromanschlüssen und -kontakten im Inneren des Quaders sowie
einem von außen zu betätigenden Schalthebel, der in Längsrichtung des Quaders bewegbar
ist. An einer der kleinen Stirnflächen des Quaders befinden sich die Anschlüsse -
in der Fachsprache auch "Abgang" genannt- für den jeweiligen Verbraucher. Die jeweils
gegenüberliegende Stirnfläche bleibt im allgemeinen offen oder erhält eine Schutzabdeckung.
[0002] Eine derartige schaltbare Leiste wird quer auf im allgemeinen horizontal an einer
Wand verlaufende Stromsammelschienen montiert. Beim Betätigen der schaltbaren Leiste
mittels des Schalthebels wird dieser in vertikaler Richtung bewegt. Einschlägige Sicherheitsvorschriften
verlangen dabei, daß die Kontakte im Inneren der schaltbaren Leiste geschlossen sind,
wenn der Schalthebel oben steht (Schalterstellung "ein"), und daß die Schaltkontakte
im Inneren der -schaltbaren Leiste geöffnet sind, wenn der Schalthebel unten steht
(Schalterstellung "aus").
[0003] Damit ist bei einer gegebenen schaltbaren Leiste auch die Lage des Abgangs (oben
oder untenj festgelegt und kann auch nicht durch Drehen der schaltbaren Leiste um
180° verändert werden, da in diesem Fall die
Ein/
Aus-Stellung des Schalthebels die Sicherheitsbestimmungen verletzen würde.
[0004] Nach einer solchen 180°-Drehung ist die Lage des Abganges von oben nach unten oder
umgekehrt verändert worden, ohne daß die Ein/Aus-Stellung des Schalthebels dadurch
verändert wurde.
[0005] Es sind zwar schaltbare Leisten bekannt, bei denen der
Ab-gang von oben nach unten oder umgekehrt verändert werden kann, jedoch sind die damit
verbundenen Umbaumaßnahmen zeitaufwendig und umständlich. Auch sind schaltbare Leisten
bekannt, bei denen Sicherungseinsätze und/oder Kontaktmesser am Deckel befestigt sind,
der mit Hilfe des Schalthebels beim Ausschalten der Leiste von den Seitenteilen abgehoben,
bzw. beim Einschalten auf die Seitenteile aufgesetzt wird, jedoch kann auch für diese
Leisten die Lage des Abgangs nicht in einfacher Weise verändert werden.
[0006] Die zu lösende technische Aufgabe besteht nun darin, eine schaltbare Leiste zu entwickeln,
für welche bei der Montage der Abgangsort (seitlich,oben oder unten) frei wählbar
ist und nach erfolgter Montage auch leicht wieder geändert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schalthebel ein Winkelhebel ist mit einem
ersten Hebelarm und einem zweiten Hebelarm, die an ihrer Verbindungsstelle über einen
Steg am Deckel drehbar befestigt sind, und daß der Deckel und/oder der Winkelhebel
Verbindungs- und Führungselemente einer Schaltmechanik aufweisen, deren am Unterteil
und/oder an den Seitenteilen angebrachte Gegenstücke ebenso wie alle weiteren am Unterteil
oder den Seitenteilen angeordnete Verbindungsteile zum Deckel symmetrisch ausgebildet
sind, und daß der Deckel mit den daran befestigten Teilen von Unterteil und den Seitenteilen
trennbar ist. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn erfindungsgemäß die symmetrische
Ausbildung der Schaltmechanik gegenüber einer 180°―Drehung um eine Symmetrieachse,
die senkrecht zur Deckelebene verläuft, vorgesehen ist.
[0008] Eine derartige schaltbare Leiste hat gegenüber allen bisher bekannten schaltbaren
Leisten den Vorteil, daB nach einer Trennung des Deckels mit den daran befestigten
Teilen vom Unterteil und den daran befestigten Seitenteilen letztere gegenüber dem
Deckel um 180° gedreht werden und wegen ihrer Drehsymmetrie wieder mit dem Deckel
und den daran befestigten Teilen zusammengefügt werden können. Der Abgangsanschluß
kann dabei sowchl frontseitig (einseitig) als auch seitlich angebracht sein.
[0009] Vorteilhaft im Sinne einer preiswerten und fertigungstechnisch einfachen Herstellungsweise
ist es, wenn erfindungsgemäß die Gegenstücke der Schaltmechanik aus an den Seitenteilen
angebrachten, im wesentlichen senkrecht zur Deckelebene verlaufenden und deckelseitig
offenen Schlitzen, Nuten und dazu im wesentlichen senkrecht verlaufenden Ausbuchtungen
bestehen, in die entsprechende Nocken oder Zapfen des Winkelhebels und/oder am Deckel
angebrachter Stege eingreifen. Diese Anordnung der Schaltmechanik an den Seitenteilen
hat weiterhin den Vorteil, daß im Inneren der schaltbaren Leiste, vor allem auch im
Bereich der Schaltmechanik, genügend Platz für die Sicherungseinsätze, Kontaktfedern
und Anschlußelemente bleibt, wodurch die
Einbaubreite der schaltbaren Leiste vergleichsweise gering gehalten wird.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht in weiteren zu den
Nuten der Schaltmechanik parallelen Nuten, in denen am Deckel angebrachte Führungsstege
gleiten können, die beim Betätigen des Schalthebels ein Verkanten des Deckels gegenüber
den Seitenteilen und dem Unterteil ver- aindern.
[0011] Darüberhinaus ist es zweckmäßig und vorteilhaft, wenn der Winkelhebel als Doppelhebel
ausgebildet ist und somit aus zwei zueinander spiegelbildlich aufgebauten-Winkelhebeln
besteht, die am freien Ende des zweiten Hebelarmes durch einen Handgriff miteinander
verbunden sind. Dieser Handgriff hat zweckmäßigerweise die Form eines Stabes, Rohres
oder offenen Profiles. Dem spiegelbildlich aufgebauten Doppelhebel entsprechend sind
zweckmäßigerweise auch alle weiteren Teile der Schaltmechanik spiegelbildlich zueinander
aufgebaut. Die bei einer Betätigung des Schalthebels wirkenden Kräfte werden somit
gleichmäßig auf beide Seitenteile und den Deckel übertragen, der in entsprechender
Weise über zwei gegenüberliegende Verbindungsstege mit daran befindlichen Zapfen in
die gegenüberliegenden, passenden Bohrungen des als Dcppelhebels ausgebil-3eten Winkelhebels
eingreift.
[0012] Die bisher auf die Schaltmechanik und auf die Verbindungselemente zwischen dem Deckel
mit den daran-befestigten Teilen einerseits und dem Unterteil mit den Seitenteilen
andererseits beschränkten Symmetrieanforderungen werden in vorteilhafter Weise auf
den Deckel mit den daran befestigten Teilen ohne den Schalthebel und die Seitenteile
insgesamt ausgedehnt.
[0013] Dies hat vor allem fertigungstechnische Vorteile, da die Seitenteile dann identisch
und somit vertauschbar sind und der Deckel nach 180
0-Drehung um die erwähnte Symmetrieachse wieder auf die Seitenteile passt.
[0014] Um die Einbaubreite der schaltbaren Leiste möglichst gering zu halten, werden die
beiden gegenüberliegenden Winkelhebel in vorteilhafter Weise auf der Innenseite der
Seitenteile angeordnet. Zu diesem Zweck sind im mittleren Bereich der zu den Seitenteilen
parallelen Deckelkanten Aussparungen vorhanden, die in der deckelseitigen Draufsicht
zusammen mit den Seitenteilen Schlitze bilden, in denen die zweiten Hebelarme der
beiden Winkelhebel schwenkbar angeordnet sind. Auf der Deckelinnenseite sind im Bereich
einer Ebene, die senkrecht zu den Seitenteilen steht und in der die Symmetrieachse
verläuft,etwa in der Mitte der Aussparungen zwei Verbindungsstege angebracht, die
parallel zu den Seitenteilen in das Innere der schaltbaren Leiste hineinragen und
an deren Enden Zapfen angebracht sind, die von innen durch passende Bohrungen der
beiden Winkelhebel hindurch und in einen in der Mitte der Seitenteile angeordneten
und senkrecht zur Deckelebene verlaufenden Schlitz eingreifen. Die beiden gegenüberliegenden
Winkelhebel sind somit an der Verbindungsstelle ihrer jeweiligen ersten und zweiten
Hebelarme gegen den Deckel drehbar mit diesem verbunden. Jeder Winkelhebel weist an
dem freien Ende seines ersten Hebelarmes einen Nocken auf, der in einer zu dem erwähnten
Schlitz parallelen Nut und/oder in einer senkrecht dazu angeordneten Ausbuchtung gleitbar
angeordnet ist. Der Winkel zwischen den Hebelarmen des Winkelhebels ist definiert
als der Winkel zwischen den Verbindungslinien
Nockenmittelpunkt-Zapfenmittelpunkt und Zapfenmittelpunkt-Mittelpunkt der Handgriffbefestigung.
Dieser Winkel liegt zweckmäßigerweise im Bereich zwischen 80 und 120° und beträgt
vorzugsweise 100°. Für die Funktion der Schaltmechanik ist es wesentlich, da8 der
Abstand zwischen der Nut und dem Schlitz, definiert durch den Abstand ihrer jeweiligen
Mittellinien, kleiner ist als die Länge des ersten Hebelarmes, definiert durch den
Abstand Nockenmittelpunkt-Zapfenmittelpunkt.Der relative längenunterschied liegt zweckmäßigerweise
im Bereich von 20 bis 40 % und beträgt vorzugsweise 30 %. Dies bedeutet, daß bei einer
Neigung des ersten Hebelarmes von 40° gegenüber einer Ebene senkrecht zu der Nut und
dem Schlitz der Zapfen in dem Schlitz und gleichzeitig der Nocken in der Nut gleiten
kann, während eine geringere Neigung des ersten Hebelarmes gegenüber der erwähnten
Ebene nur möglich ist, wenn der Nocken sich in der erwähnten zur Nut senkrechten Ausbuchtung
befindet, wobei der Zapfen in dem Schlitz verbleibt, es sei denn, Deckel oder Winkelhebel
seien von den Seitenteilen getrennt.
[0015] Die Aussparungen an den Deckelkanten können gleichzeitig als Anschläge für den zweiten
Hebelarm dienen. Dabei werden die Anschläge zweckmäßigerweise so gewählt, daß bei
einem Anschlag -der Nockenmittelpunkt sich vom Deckel weiter entfernt befindet-als
der Zapfenmittelpunkt,während beim anderen Anschlag der Nockenmittelpunkt näher zum
Deckel hin liegt als der Zapfenmittelpunkt. Dabei ist vorteilhafterweise gleichzeitig
darauf zu achten, daß der Winkel zwischen erstem Hebelarm und der zu Nut und Schlitz
senkrechten Ebene beim ersten Anschlag dem Wert entspricht, bei dem Nocken und Zapfen
gleichzeitig in ihrer Nut bzw. ihrem Schlitz gleiten können; während beim zweiten
Anschlag dieser Winkel kleiner ist, so daß der Nocken sich in der Ausbuchtung befinden
muß. Die Länge des Verbindungssteges am Deckel ist dabei so zu wählen, daß beim zweiten
Anschlag der Deckel gerade auf den Seitenteilen aufliegt. Da der Abstand des Nockens
vom Dekkel beim ersten Anschlag größer ist und da die Nut durch die Ausbuchtung in
Richtung des Unterteils begrenzt ist, muß demzufolge im ersten Fall der Deckel von
den Seitenteilen abgehoben sein. In diesem Fall sind die am Deckel befestigten Kontaktmesser
der Sicherungseinsätze von den am Unterteil befestigten Kontaktfedern getrennt.
[0016] Der Ausschaltvorgang vollzieht sich folgendermaßen:
Die Leiste ist zunächst in eingeschaltetem Zustand. Dabei liegt der Deckel auf den
Seitenteilen auf, die Kontaktmesser der Sicherungseinsätze sind in die entsprechenden
Kontaktfedern eingerückte und der Nocken des ersten Hebelarmes befindet sich in der
Ausbuchtung des Seitenteils. Wirkt nun parallel zur Deckelebene und in Längsrichtung
der schaltbaren Leiste eine Kraft auf den Doppelhebel, so wirkt auf diesen ein Drehmoment
bezüglich einer Achse senkrecht zur Ebene der Seitenteile, die durch die Auflagepunkte
der beiden gegenüberliegenden Nocken in den Ausbuchtungen der Seitenteile verläuft.
Eine Drehung des Winkelhebels um diese Achse ist relativ zum Deckel gleichzeitig eine
Drehung des Winkelhebels um den Zapfenmittelpunkt. Dabei ändert sich der Abstand des
Nockens vom Deckel. Gleichzeitig stützt sich der Nocken auf der Unterseite der Ausbuchtung
ab, so daß der .Deckel von den Seitenteilen abgehoben wird. Da sich dabei auch der
Winkel zwischen dem ersten Hebelarm und der zu Nut und Schlitz senkrechten Ebene verändert,
gleitet der Auflagepunkt des Nockens bei der Aufwärtsbewegung des Zapfens zunächst
tiefer in die Ausbuchtung hinein und anschließend wieder hinaus.
[0017] Der Einschaltvorgang vollzieht sich in umgekehrter Weise. Die Kraft auf den Schalthebel
wirkt in entgegengesetzter Richtung und bewirkt ein Drehmoment auf den Winkelhebel.
Der Abstützpunkt des Nockens und damit die Drehachse liegen allerdings jetzt auf der
gegenüberliegenden Seite der Ausbuchtung.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn die Ausbuchtung etwas breiter ist als die Nut und der Durchmesser
des Nockens. Dadurch ist gewährleistet, daß zu Beginn des Einschaltvorganges der Nokken
nicht oberhalb der Ausbuchtung in die Nut gerät und dann nicht mehr drehbar ist sondern
stattdessen sofort in die Ausbuchtung hineinbewegt wird und sich an derer Oberseite
abstützt.
[0019] Im Bereich-des ersten Anschlages ist am Deckel eine Rast angebracht, in die ein am
zweiten Hebelarm angeordneter Nocken einrasten kann. Da bei diesem Anschlag der Nocken
des ersten Hebelarmes und der Zapfen gleichzeitig in der deckelseitig offenen Nut
bzw. in dem deckelseitig offenen Schlitz gleiten können, kann in dieser Stellung der
Deckel mit den daran befestigten Teilen, d.h. mit den Sicherungseinsätzen und dem
Doppelhebel von den Seitenteilen getrennt werden, wobei der Winkelhebel durch die
Rast in dieser Stellung gehalten wird.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist diese Rast als Doppelrast ausgebildet,
wobei die normale "Aus"-Stellung der schaltbaren Leiste gegeben ist, wenn der Rastnocken
des zweiten Hebelarmes in der ersten Rast ruht, bei welcher der Winkel des ersten
Hebelarmes gegenüber der zu Nut und Schlitz senkrechten Ebene kleiner ist-als der
Winkel, bei dem der Nocken des ersten Hebelarmes und der Zapfen gleichzeitig in der
Nut bzw. in dem Schlitz gleiten können. Erst wenn der Rastnocken des zweiten Hebelarmes
in der zweiten Rast ruht, ist dieser Winkel so groß, daß der Deckel mit den daran
befestigten Teilen von den Seitenteilen getrennt werden kann.
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1 die Seitenansicht einer schaltbaren Leiste mit Winkelhebel und Deckel entlang
der Schnittlinie I-I in Figur 6 in eingeschaltetem Zustand,
Figur 2 das entsprechende Schnittbild der schaltbaren Leiste in ausgeschaltetem und
eingerastetem Zustand,
Figur 3 das entsprechende Schnittbild der schaltbaren Leiste in ausgeschaltetem, jedoch
nicht eingerastetem Zustand,
Figur 4 eine Detailansicht aus Figur 1,
Figur 5 eine Detailansicht aus Figur 2,
Figur 6 eine Draufsicht auf die beiden gegenüberliegenden Seitenteile mit Winkelhebel
in eingeschaltetem Zu- :stand, ohne Handgriff des Winkelhebels,
Figur 7 die entsprechende Draufsicht in ausgeschaltetem Zustand,
Figur 8 eine Ansicht der Figur 1 von rechts.
[0022] Die Figur 8 zeigt den U-förmigen Querschnitt der schaltbaren Leiste mit dem Unterteil
23 und den die Schenkel des "U" bildenden Seitenteilen 9, 9' , die ebenso wieder Deckel
13 und der Winkelhebel 3 bezüglich der Ebene II-II spiegelbildlich zueinander aufgebaut
sind.
[0023] In Figur 1 erkennt man in der Seitenansicht den als Doppelhebel ausgebildeten-Winkelhebel
3 mit einem kurzen Hebelarm 1 und einem langen Hebelarm 2 mit Nocken 4 und einem Loch
für den Lagerzapfen 5, die in entsprechenden Schlitzen 6, Nuten 7 und dazu senkrechten
Ausbuchtungen 8 des Seitenteils 9 gleitbar angeordnet sind. Weitere Nuten 11 dienen
zur Aufnahme von Führungsstegen 12 des Deckels 13, der über einen Verbindungssteg
14 (in Figur 1 durch den Hebelarm 2 verdeckt, gestrichelte Linie) einstückig mit dem
Lagerzapfen 5 verbunden ist. Außerdem befindet sich am Anschlag 10 im mittleren Bereich
des Deckels 13 noch die Rast 15, in die ein entsprechender Rastnocken 16 des Hebelarmes
2 einrasten kann. Ein Handgriff 17 in Form eines Rohres verbindet den diesseitigen
Winkelhebel 3 mit einem spiegelbildlich aufgebauten Winkelhebel 3' an dem ebenfalls
spiegelbildlich aufgebauten, gegenüberliegenden Seitenteil 9' zu einem Doppelhebel.
In der in Figur 1 gezeigten Schalterstellung "ein" der schaltbaren Leiste sind die
Führungsstege 12 des Deckels 13 in ihrer vollen Länge in die Nuten 11 des Seitenteils
9 eingerückt, der Nocken 4 am Hebelarm 1 1 liegt in der Ausbuchtung 8 der Nut 7, und
der Deckel 13 liegt in seiner vollen Länge auf den Seitenteilen 9, 9' auf. Der Winkelhebel
3 ist am La-
gerzapfen 5 des Verbindungssteges 14 gegen den Deckel 13 drehbar mit diesem verbunden.
Eine Kraft auf den Griff 17 des Winkelhebels 3 in Richtung des Pfeiles 18 bewirkt
ein Drehmoment bezüglich einer Achse, die senkrecht zur Ebene der Seitenteile 9,9'
liegt und durch den Auflagepunkt des Nockens 4 in der Ausbuchtung 8 verläuft. Der
Winkelhebel 3 dreht sich um diese Achse, wobei gleichzeitig der Auflagepunkt des Nockens
4 tiefer in die Ausbuchtung 8 hineingleitet, und der Lagerzapfen 5 in dem einseitig
offenen Schlitz 6 in Richtung der Öffnung gleitet und dabei den Deckel
13 der schaltbaren Leiste von den Seitenteilen 9, 9' abhebt. Die Führungsstege 12, die
in den Nuten 11 gleiten, verhindern dabei ein Verkanten des Deckels 13 gegenüber den
Seitenteilen 9, 9: Am Deckel 13 befestigte Sicherungseinsätze 19 mit Kontaktmessern
20 rutschen dabei-aus am Unterteil befestigten Kontaktfedern 21.
[0024] Die Figur 2 zei
gt.die schaltbare Leiste in ausgeschaltetem Zustand. Der Rastnocken 16 befindet sich
in der Rast 15, der Lagerzapfen 5 befindet sich im Vergleich zu seiner Position im
eingeschalteten Zustand näher am offenen Ende des Schlitzes 6 und der Nocken 4 des
kurzen Hebelarmes 1 befindet sich mit seinem ganzen Durchmesser in der Nut 8 und liegt
auf deren Grund auf. Die Kontaktmesser 20 der Sicherungseinsätze 19 sind aus den Kontaktfedern
21 herausgezogen, und der Deckel 13 kann zusammen mit dem Winkelhebel 3 und den Sicherungseinsätzen
19 vom übrigen Teil der schaltbaren Lei-
ste getrennt werden. Dabei gleiten die Führungsstege 12 aus den Nuten
11 der Seitenteile 9, 9' heraus, der Nocken 4 gleitet in der Nut 7 und an ihrem offenen
Ende hinaus, und der Lagerzapfen 5 gleitet aus dem offenen Ende des Schlitzes 6 hinaus.
[0025] Da nun die Seitenteile 9, 9' und die Kontaktfedern 21 ebenso wie die Sicherungseinsätze
19 symmetrisch angeordnet sind bezüglich einer Drehung um 180° um eine Achse 22, die
senkrecht zur Deckelebene steht und durch den Flächenmittelpunkt des Deckels 13 geht,
können nun die Seitenteile-9, 9' und das Unterteil 23 gegenüber dem Deckel 13 um diese
Achse 22 um 180° gedreht werden und anschließend wieder zusammengefügt werden. Dabei
greifen die Führungsstege 12, 12' im Vergleich zur Ausgangsstellung in die .jeweils
diagonal gegenüberliegenden Nuten 31', 11 ein. In analoger Weise gleiten die Nocken
4, 4' in den diagonal gegenüberliegenden Nuten 8', 8, und der vormals linke Lagerzapfen
5 gleitet in dem vormals rechten Schlitz 6' und umgekehrt.
[0026] An seinem offenen Ende befindet sich in dem Schlitz 6 eine nicht gezeigte Engstelle,
die ein unbeachsichtigtes Herausziehen des Lagerzapfens 5 und damit ein Trennen des
Deckels 13 von der übrigen Schaltleiste verhindern soll.
[0027] Der symmetrische Aufbau der Seitenteile 9,9' wird besonders deutlich in den Figuren
6 und 7, die eine Draufsicht in Richtung
-der Symmetrieachse 22 zeigen. Da der Winkelhebel 3 als Doppelhebel ausgebildet ist,
der gleichzeitig in die entsprechenden Ausbuchtungen 8, 8' und Nuten 7, 7' beider
Seitenteile 9, 9' eingreift, ist die gesamte Anordnung nicht nur drehsymmetrisch bezüglich
der oben beschriebenen Achse 22, sondern auch spiegelsymmetrisch bezüglich zweier
Ebenen senkrecht zur Deckelebene und senkrecht zu jeweils zwei Kanten des rechteckigen
Deckels 13.
[0028] Die Figuren 4 und 5 verdeutlichen die Funktionsweise der Schaltmechanik. Dargestellt
sind jeweils Teilansichten der Figuren 1 und 2. Die Figur 4 zeigt den Hebelarm 1 in
der Schalterstellung "ein". Der Nocken 4 des Hebels 1 liegt in der Ausbuchtung 8 der
Nut 7. Der Winkel α
1 zwischen der Verbindungslinie 26 Nockenmitte-Lagerzapfenmitte und einer Ebene senkrecht
zur Nut 7 und zum Schlitz 6 ist dabei kleiner als der Winkel α
2 zwischen der Verbindungslinie 26 und der erwähnten Ebene, wenn die schaltbare Leiste
sich in der "Aus"-Stellung befindet. Dadurch ist es nicht möglich,in der Stellung
"ein" der schaltbaren Leiste den Deckel 13 mit den daran befestigten Sicherungseinsätzen
19 und dem Winkelhebel 3 von den Seitenteilen 9, 9' und dem damit verbundenen Unterteil
23 von den Kontaktfedern 21 zu trennen, da der Nocken 4 des Hebelarmes 1 in die Ausbuchtung
8 eingreift und nicht in der Nut 7 gleiten kann. Dagegen liegt in der Schalterstellung
"aus" der Nocken 4 des Hebelarmes 1 mit seinem vollen Durchmesser in der Nut 7 an
deren Grund, so daß in dieser Stellung der Deckel 13 mit den daran befestigten Elementen
vom übrigen Teil der schaltbaren Leiste getrennt werden kann, wobei der Nocken 4 in
der Nut 7 gleitet.
[0029] Ist der Winkelhebel 3 mit seinem Rastnocken 16 nicht in der Rast 15 eingerastet (Figur
3), so ist der Winkel α
2gegenüber der eingerasteten Stellung soweit verkleinert, daß der Nocken 4 sich zumindest
teilweise wieder in der Ausbuchtung 8 befindet, so daß ein Trennen des Deckels 13
vom übrigen Teil der schaltbaren Leiste in dieser Stellung wiederum nicht möglich
ist. Diese Schalterstellung ist in dex Figur 3 dargestellt.
1. Schaltbare Leiste, bestehend aus einem Unterteil (23) mit daran befestigten Seitenteilen
(9,9') und mit Anschlüssen für Stromsammelschienen, einem frontseitig oder seitlich
angebrachten Abgangsanschluß sowie einem Deckel (13) mit daran angeordneten Sicherungseinsätzen
(19) und/oder Kontaktmessern (20) und mit einem Schalthebel, dadurch gekennzeichnet
, daß der Schalthebel ein Winkelhebel (3) ist mit einem ersten Hebelarm (1) und einem
zweiten Hebelarm (2), die an ihrer Verbindungsstelle über einen Steg (14) am Deckel
(13) drehbar befestigt sind, und daß der Deckel (13) und/oder der Winkelhebel (3)
Verbindungs- (5) und Führungselemente (4) einer Schaltmechanik aufweisen, deren am
Unterteil (23) und/oder an den Seitenteilen (9, 9') angebrachte Gegenstücke (6 bis
8) ebenso wie alle weiteren am Unterteil (23) oder an den Seitenteilen (9, 9') angeordneten
Verbindungsteile (11) zum Deckel (13) symmetrisch ausgebildet sind, und daß der Dekkel
(13) mit den daran befestigten Teilen vom Unterteil (23) und den Seitenteilen (9,
9') trennbar ist.
2. Schaltbare Leiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die symmetrische
Ausbildung der Schaltmechanik gegenüber einer 180°-Drehung um eine Symmetrieachse
(22), die senkrecht zur Deckelebene verläuft, vorgesehen ist.
3. Schaltbare Leiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstücke
der Schaltmechanik aus im wesentlichen senkrecht zur Deckelebene verlaufenden und
deckelseitig offenen Nuten (7), Schlitzen (6) und zu den Nuten im wesentlichen senkrecht
verlaufenden Ausbuchtungen (8) der Seitenteile (9) bestehen, in die entsprechende
Nocken (4) oder Zapfen (5) des Winkelhebels (3) und/oder am Deckel (13) angebrachte
Stege (14) eingreifen.
4. Schaltbare Leiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenteile (9) zu den Nuten (7) der Schaltmechanik parallele Nuten (11) aufweisen,
in die am Deckel (13) angebrachte Führungsstege (12) eingreifen.
5. Schaltbare Leiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Winkelhebel (3) als Doppelhebel ausgebildet ist und daß die Seitenteile (9, 9')
drehsymmetrisch bezüglich einer Drehung um 180° um die Symmetrieachse (22) und außerdem
spiegelsymmetrisch zueinander sind.
6. Schaltbare Leiste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
im mittleren Bereich der zu den Seitenteilen (9) parallelen Deckelkanten (24) Aussparungen
angeordnet sind, die in der deckelseitigen Draufsicht zusammen mit den Seitenteilen
(9, 9') Schlitze bilden, in denen die Hebelarme (2) des als Doppelhebel ausgebildeten
Winkelhebels (3) schwenkbar angeordnet sind.
7. Schaltbare Leiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der senkrecht zur Deckelebene verlaufende Schlitz (6) in der Mitte des Seitenteils
(9) angeordnet ist und daß in dem Schlitz (6) ein Zapfen (5) gleitbar angeordnet ist,
der über einen Steg (14) einstückig mit dem Deckel (13) verbunden ist.
8. Schaltbare Leiste nach Anspruch 3 und nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (3) mit einer Bohrung von mindestens dem Durchmesser
des Zapfens (5) an der Verbindungsstelle der beiden Hebelarme (1, 2) auf den Zapfen
(5) aufgesetzt ist und daß der Zapfen (5) durch die Bohrung hindurch von der Innenseite
der schaltbaren Leiste her in den Schlitz (6) des Seitenteils (9) eingreift.
9. Schaltbare Leiste nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sich am freien Ende des ersten Hebelarmes (1) ein Nocken (4) befindet, der in
die am Seitenteil (9) angeordnete, zur Deckelebene senkrechte Nut (7) mit der zur
Deckelebene parallelen Ausbuchtung (8) eingreift und dessen Auflagepunkt am Rand der
Nut (7) oder der Ausbuchtung (8) den jeweiligen Drehpunkt des Winkelhebels (3) bildet.
10. Schaltbare Leiste nach Anspruch 3 oder einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß Anschläge (10, 10a) des zweiten Hebelarmes (2) derart vorgesehen sind, daß bei
demjenigen Anschlag (10a) des zweiten Hebelarmes (2), bei dem der Deckel (13) auf
den Seitenteilen (9, 9') aufliegt, die Verbindungslinie (26) Nockenmittelpunkt-Zapfenmittelpunkt
eine zum Deckel (13) parallele Ebene unter einem kleineren Winkel (α1 ) schneidet als bei dem Anschlag (10), bei dem der Deckel (13) von den Seitenteilen
(9, 9') abgehoben ist.
11. Schaltbare Leiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
am zweiten Hebelarm (2) ein Rastnocken (16) angebracht ist, der in eine am Deckel
(13) befestigte Rast (15) einrastbar ist.