[0001] Die vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, dem Papierhersteller leicht
zugängliche und auf einfache Art erhältliche Leimungsmittel zur Verfügung zu stellen,
die unter Mitverwendung von herkömmlichen, kationischen Retentionsmitteln in neuartiger
Kombination geeignet sind, eine gute Leimung bei der Papierherstellung aus Faserstoffsuspensionen
zu bewirken.
[0002] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss so gelöst, dass bei der Papierherstellung unter
Mitverwendung von polymeren, kationischen Retentionsmitteln, als Leimungsmittel Verbindungen
eingesetzt werden, die mindestens zwei, vorzugsweise mindestens vier langkettige,
hydrophobe Substituenten und mindestens eine anionische oder acide (saure), gegebenenfalls
in Salzform vorliegende Gruppe aufweisen.
[0003] Insbesondere werden erfindungsgemäss als Leimungsmittel dieser Art Umsetzungsprodukte
aus Ketendimeren und Di- oder Oligoaminen eingesetzt.
[0004] Aus US-A 2 323 938 sind Umsetzungsprodukte aus einem Acylethenon (erhältlich aus
z. B. Fettsäurechloriden) und einem Diamin, z. B. Hexamethylendiamin, die vier langkettige,
hydrophobe Substituenten und zwei acide Gruppen aufweisen, bekannt. Diese bekannten
Umsetzungsprodukte werden jedoch als wasserabweisende Mittel und Textilbehandlungsmittel
verwendet.
[0005] Aus US-A 2 961 367 ist ein Verfahren zum Leimen von Papier bekannt, bei welchem jedoch
als anionisches, hydrophobes Leimungsmittel ein Ketendimer (im Gegensatz zu Umsetzungsprodukten
aus Ketendimeren und Di- oder Oligoaminen) in Gegenwart eines polymeren, kationischen
Retentionsmittels eingesetzt wird.
[0006] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zum Leimen von Papier
oder Karton, bei welchem man zu wässrigen, gegebenenfalls füllmittelhaltigen Faserstoffsuspensionen
mindestens
(A) ein anionisches, hydrophobes Leimungsmittel und
(B) ein polymeres, kationisches Retentionsmittel
[0007] in beliebiger Reihenfolge oder gleichzeitig hinzugibt, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass das eingesetzte Leimungsmittel (A) aus
(a) Ketendimeren, deren hydrophobe, nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltenden Substituenten
mindestens 5 Kohlenstoffatome aufweisen und
(b) Di- oder Oligoaminen mit 2-6 Stickstoffatomen und 2-36 Kohlenstoffatomen erhältlich
ist.
[0008] Weitere Er
findungsgegenstände bilden
- die wässrigen Zusammensetzungen zur Durchführung des Papierieimungsverfahrens, die,
sofern das Leimungsmittel (A) und das Retentionsmittel (B) in beliebiger Reihenfolge
zur Faserstoffsuspension separat gegeben werden, neben fakultativen üblichen Zusätzen
das Leimungsmittel (A) allein, das gegebenenfalls mindestens teilweise in Form von
Salzen vorliegt, oder, sofern das Leimungsmittel (A) und das Retentionsmittel (B)
zur Faserstoffsuspension gleichzeitig gegeben werden, sowohl das Leimüngsmittel (A)
als auch das Retentionsmittel (B) neben fakultativen, üblichen Zusätzen enthalten,
und
- die Verwendung des Leimungsmittels (A) der angegebenen Art zum Leimen von Papier
oder Karton.
[0009] Als wesentliches Merkmal weisen die erfindungsgemäss verwendeten Leimungsmittel (A),
die aus den Komponenten (a) und (b) erhältlich sind, 1 bis 6, vorzugsweise 2 bis 6
potentiell anionische Gruppen auf, die in der Regel als acide Gruppen

vorliegen. Die Fähigkeit der potentiell anionischen Substituenten, in wässrigem Medium
Anionen zu bilden, ist ein weiteres, wesentliches Kennzeichen des Leimungsmittels.
Die Bildung von Anionen findet bei den üblicherweise bei der Papierherstellung vorliegenden
pH-Werten der Faserstoffsuspensionen statt. Bei den genannten Bedingungen sind auch
die kationischen Retentionsmittel (B) befähigt, Kationen zu bilden. Die Fähigkeit
der Leimungsmittel bzw. der Retentionsmittel bei den Bedingungen der Papierherstellung
Anionen bzw. Kationen zu bilden kann auch als anionaktiv bzw. kationaktiv bezeichnet
werden. Somit können die anionischen Leimungsmittel und die kationischen Retentionsmittel
auch anionaktive Leimungsmittel und kationaktive Retentionsmittel genannt werden.
[0010] Als weiteres kennzeichnendes Merkmal weisen die Leimungsmittel (A), die aus den Komponenten
(a) und (b) erhältlich sind, 2 bis 12, vorzugsweise 4 bis 12 hydrophobe, nur Kohlenstoff
und Wasserstoff enthaltende Substituenten mit mindestens 5, vorzugsweise 8 bis 22
Kohlenstoffatomen, z. B. C
5-C,
2-Cycloalkyl- oder C
e-C
lo Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylreste auf. Bevorzugte hydrophobe Substituenten sind indessen
Alkyl- oder Alkenylreste, welche sich in der Regel von Fettsäuren mit mindestens 6,
vorzugsweise 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ableiten. Die Verknüpfungsart, mit welchen
diese hydrophoben Substituenten miteinander verbunden sind, bildet ein weiteres Kennzeichen
der Leimungsmittel (A). Die Verbindungsglieder, über welche mindestens zwei der hydrophoben
Gruppen verbunden sind, weisen nämlich vorzugsweise 2 bis 18 Kohlenstoffatome und
mindestens je 2 Heteroatome, vorzugsweise mindestens 2 Stickstoffatome in der Hauptkette
auf. Verbindungsglieder mit jeweils 2 bis 12 Kohlenstoff-und zwei Stickstoffatomen
sind bevorzugt. Je nach Anzahl der hydrophoben Substituenten enthalten die Leimungsmittel
1 bis 5 Verbindungsglieder der angegebenen Art.
[0011] Bevorzugt eingesetzte Leimungsmittel (A) der angegebenen Art weisen Molekulargewichte
von etwa 1 000 bis etwa 4 000 auf.
[0012] Als Komponente (a), aus welcher das Leimungsmittel (A) erhältlich ist, kommen z.
B. Dimere der Ketene der Formeln
[0013]

und

in Betracht, worin R, und R,' gleich oder voneinander verschieden sind und je einen
hydrophoben Substituenten mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen bedeuten, vorausgesetzt,
dass mindestens einer der Reste R
1 und R,' mindestens 8 Kohlenstoffatome aufweist.
[0014] Bevorzugt sind Dimere der Ketene der Formeln

und

worin R
2 und R
2' gleich oder voneinander verschieden sind und je Alkyl oder Alkenyl mit 5 bis 22
Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen oder Aryl, Alkaryl oder
Aralkyl mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeuten, vorausgesetzt, dass mindestens einer
der Reste R
2 und R
2' mindestens 8 Kohlenstoffatome aufweist.
[0015] Im Vordergrund des Interesses stehen Dimere der Ketene der Formeln

und

wobei sich die Ketene jeweils von einer ungesättigten oder gesättigten Fettsäure mit
mindestens 6, vorzugsweise 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ableiten und R
3 und R
3' gleich oder voneinander verschieden sind, vorausgesetzt, dass mindestens einer der
Reste R
3 und R
3' sich von einer Fettsäure ableitet, die mindestens 8 Kohlenstoffatome aufweist.
[0016] Bei den Definitionen von R
2 und R
2, in den Formeln (3) und (4) seien als Vertreter von C
S-C
12 Cycloalkyl z. B. Cyclopentyl, Cyclododecyl und vor allem Cyclohexyl und als Vertreter
von C
6-C
10 Aryl, Alkaryl oder Aralkyl z. B. Naphthyl, Tolyl, Xylyl, Phenyläthyl und vor allem
β-Naphthyl, Benzyl und Phenyl genannt.
[0017] Bei den ungesättigten oder gesättigten C
6-C
22, vorzugsweise C
8-C
22 Fettsäuren, aus welchen sich die Ketene der Formeln (5) und (6) ableiten, handelt
es sich z. B. um Capron-, vorzugsweise Capryl-, Caprin- und Arachinsäure, insbesondere
Laurin-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- und Behensäure oder Myristolein-, Palmitolein-,
Elaeostearin-, Clupanodonsäure, insbesondere Oel-, Elaidin-, Eruka-, Linol-und Linolensäure.
Hierbei kommen der Laurin-, Palmitin-, Stearin-, Oel- und Behensäure eine besondere
Bedeutung zu. Stearinsäure steht im Vordergrund des Interesses und wird vor allem
in Kombination mit den anderen, zuletzt genannten Fettsäuren eingesetzt. Ketene, die
sich von technischen Gemischen der genannten gesättigten und/oder ungesättigten Fettsäuren
ableiten, sind besonders bevorzugt.
[0018] Somit stehen Dimere der Ketene der Formeln

und

wobei sich die Ketene jeweils von Laurin-, Palmitin-, Stearin-, Oel- oder Behensäure
oder deren Gemischen ableiten und R
4 und R
4' gleich oder voneinander verschieden sind, im Vordergrund des Interesses.
[0019] Die Ketendimere der angegebenen Art sind an sich bekannt und z. B. in der US Patentschrift
4 317 756 beschrieben. Deren Herstellung, z. B. aus den entsprechenden Säurehalogeniden,
insbesondere Fettsäurechloriden, und starken tertiären Basen, insbesondere Trialkylaminen,
ist z. B. in der US Patentschrift 2 383 863 offenbart.
[0020] In der erwähnten US Patentschrift 4317756 werden die Keten-Dimere, worin R
1 und R
1' in den Formeln (1) und (2) gleich sind, mit der Formel
[0021]

worin R, die angegebene Bedeutung hat, angegeben. Es kommen aber auch cyclische Darstellungen
für Ketendimere in Betracht, die der Formel

entsprechen, worin R
I und R
I' gleich oder voneinander verschieden sind und die angegebene Bedeutung haben.
[0022] Als Komponente (b), aus welchen das Leimungsmittel (A) erhältlich ist, kommen aliphatische,
cycloaliphatische, aromatische, araliphatische oder heterocyclische Di- oder Oligoamine
mit 2 bis 6 Stickstoffatomen und 2 bis 36 Kohlenstoffatomen in Betracht. Bei den Oligoaminen
handelt es sich vor allem um aliphatische Amine, insbesondere um Polyalkylenpolyamine
mit höchstens 6 Stickstoffatomen und 2 oder 3 Kohlenstoffatomen in jedem Alkylenbrückenglied.
Bei den Diaminen kommen hingegen zwischen den beiden Stickstoffatomen sowohl aromatische
oder araliphatische Brückenglieder, vorzugsweise mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen oder
heterocyclische Brückenglieder, vorzugsweise der Piperazinreihe, als auch aliphatische
Brückenglieder mit vorzugsweise 2 bis 8 Kohlenstoffatomen oder cycloaliphatische Brückenglieder
mit vorzugsweise 5 bis 12 Kohlenstoffatomen in Frage.
[0023] Demgemäss entsprechen bevorzugte Di- oder Oligoamine der Formel
[0024]

worin A, Alkylen, Hydroxyalkylen, Alkenylen oder Cycloalkylen mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen,
einen Alkaryl- oder Arylrest einer der Formel

oder

oder Naphthylen, einen heterocyclischen Rest der Formel

oder A
t, sofern Oligoamine vorliegen, einen aliphatischen Rest der Formel

D
1 Wasserstoff oder einen sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ableitenden
Alkyl- oder Alkenylrest, E
1 und E
1' je Aethylen oder n-Propylen, n
1, n
2, n
3 und n
4 je 1, 2 oder 3 und m eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten.
[0025] Falls A
1 Alkylen, Hydroxyalkylen oder Alkenylen bedeutet, so handelt es sich sowohl um verzweigte
als auch geradkettige Brückenglieder. Alkenylenreste weisen in der Regel 3 bis 8 Kohlenstoffatome
und 3 oder 2 Doppelbindungen oder vorzugsweise nur eine Doppelbindung auf. Alkylen
ist Alkenylen gegenüber bevorzugt und weist in der Regel 2 bis 9, insbesondere 2 bis
6 Kohlenstoffatome auf. Alkylenreste können unsubstituiert oder durch vorzugsweise
höchstens 2 Hydroxylgruppen, insbesondere nur eine Hydroxylgruppe substituiert sein.
Solche Hydroxyalkylenreste sind in der Regel geradkettig. Als Vertreter von Cycloalkylenresten
seien Cyclodecylen, Cyclododecylen und vor allem Cyclopentylen und insbesondere Cyclohexylen
genannt. Falls D
1 einen Alkyl- oder Alkenylrest bedeutet, so leitet er sich vorzugsweise von den vorstehend
genannten C
6-C
22, vorzugsweise C
8-C
22 Fettsäuren ab. Vorzugsweise steht D
1 für Alkyl- oder Alkenylreste nur insofern A
1 Alkylen ist. Aethylen ist als Bedeutung von E
1 und E
1' bevorzugt. Vorzugsweise stehen n, und n
2 je für 1 oder 2 und n
3 und n
4 je für 1. Bevorzugte Vertreter der Formel (9.1) sind Toluylen und vor aflem Xylylen
und Phenylen und die Formel (9.2) steht vorzugsweise für Diphenylenäther.
[0026] Somit entsprechen Di- oder Oligoamine, die im Vordergrund des Interesses stehen,
der Formel

worin A
2 unsubstituiertes, geradkettiges oder verzweigtes Alkylen oder durch Hydroxy substituiertes
geradkettiges Alkylen mit 2 bis 9 Kohlenstoffatomen, Cyclopentylen, Cyclohexylen,
Phenylen, Toluylen, Xylylen, Diphenylenäther, oder

D
2 Wasserstoff, oder sofern A
2 Alkylen ist, D
2 auch einen sich von einer Fettsäure mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ableitenden Alkyl-
oder Alkenylrest und m eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten, und insbesondere der
Formel

worin A
3 unsubstituiertes oder durch höchstens einen Methyl- oder Hydroxylrest substituiertes,
geradkettiges Alkylen mit insgesamt 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Cyclohexylen, Phenylen,
Diphenylenäther, Xylylen oder den Rest der Formel (10.1) bedeutet, D
3 Wasserstoff, oder, sofern A
3 Alkylen ist, D
3 auch einen Alkyl- oder Alkenylrest bedeutet, der sich von Laurin-, Palmitin-, Stearin-,
Oel- oder Behensäure oder deren Gemischen ableitet.
[0027] Die erfindungsgemäss verwendeten Leimungsmittel (A) sind dadurch gekennzeichnet,
dass sie aus den vorstehend angegebenen Ketendimeren als Komponente (a) und Di- bis
Oligoaminen als Komponente (b) erhältlich sind. Vorausgesetzt, dass als Komponente
(a) Dimere der Ketene der Formeln (1) und (2) bzw. Ketendimere der Formel (1.1) oder
(1.2) und als Komponente (b) Di- oder Oligoamine der Formel (9) eingesetzt werden,
entsprechen die Leimungsmittel (A) oder deren Salze einer der wahrscheinlichen Formeln

wobei Formel (12) zutrifft, sofern Diamine als Ausgangskomponente (a) und Formel (13)
zutrifft, sofern Oligoamine als Ausgangskomponente (a) eingesetzt werden, und in Formeln
(12) und (13) A
o Alkylen, Hydroxyalkylen, Alkenylen oder Cycloalkylen mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen,
einen Alkaryl- oder Arylrest der Formeln (9.1) oder (9.2) oder Naphthylen, oder einen
heterocyclischen Rest der Formel (9.3), E, und E
1' je Aethylen oder n-Propylen, D, Wasserstoff oder einen sich von Fettsäuren mit 8
bis 12 Kohlenstoffatomen ableitenden Alkyl- oder Alkenylrest und R, und R
1' gleich oder voneinander verschieden sind und je einen hydrophoben Substituenten
mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, vorausgesetzt, dass mindestens einer
der Reste R, und R
1' mindestens 8 Kohlenstoffatome aufweist. Falls die Leimungsmittel der Formel (12)
oder (13) als Salze vorliegen, so ist das Wasserstoffatom in den Gruppierungen

mindestens teilweise durch das Kation des entsprechenden Salzes ersetzt.
[0028] Zur Herstellung der Umsetzungsprodukte der Formel (12) oder (13) wird so verfahren,
dass man
(a) ein Dimer eines Ketens der Formeln (1) und (2) mit
(b) einem Diamin der Formel

oder einem Oligoamin der Formel

worin Ao, D1, E1, E; und m die angegebenen Bedeutungen haben, miteinander umsetzt.
[0029] In diesem Herstellungsverfahren werden vorzugsweise pro Mol Komponente (a) 1 bis
1.1 Aequivalente, insbesondere 1,0 Aequivalent je Aminogruppe der Komponente (b) eingesetzt,
wobei die Umsetzung im allgemeinen in Schmelze oder vorzugsweise in mindestens einem
organischen Lösungsmittel, d. h. in einem einzigen Lösungsmittel oder in einem Lösungsmittelgemisch,
bei bevorzugten Temperaturen von etwa 10 bis etwa 140 °C durchgeführt wird.
[0030] Die eingesetzten Lösungsmittel müssen sowohl jeder der Ausgangskomponenten (a) und
(b) als auch dem Endprodukt, d. h. den Umsetzungsprodukten aus (a) und (b) gegenüber
inert sein. Als Lösungsmittel kommen z. B. gegebenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffe
in Betracht, die einen Siedepunkt von höchstens 140 °C, vorzugsweise zwischen etwa
80 ° und etwa 140 °C aufweisen, wie Benzol, vor allem Toluol, Chlorbenzol, o-, m-
und p-Xylol, ein technisches Xylolgemisch oder auch Gemische der erwähnten Kohlenwasserstoffe
bevorzugt. indessen sind tiefer siedende, z. B. bei etwa 40 bis etwa 80 °C siedende,
vorzugsweise halogenierte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Dichloräthan, Tetrachlorkohlenstoff
oder vor allem Chloroform bevorzugt. Es ist vor allem zweckmässig, die Umsetzung bei
der Rückflusstemperatur des jeweils eingesetzten Lösungsmittels der angegebenen Art
durchzuführen.
[0031] Vor ihrem Einsatz als Komponente (A) im erfindungsgemässen Papierleimungsverfahren
brauchen die Leimungsmittel nach erfolgter Herstellung im allgemeinen nicht gereinigt
und umkristallisiert zu werden, sondern können in der Regel direkt verwendet werden.
[0032] Vor allem bei separater Zugabe (in beliebiger Reihenfolge) des Leimungsmittels (A)
und des Retentionsmittels (B) zur Faserstoffsuspension beim erfindungsgemässen Verfahren
zum Leimen von Papier oder Karton ist es zweckmässig, das Leimungsmittel teilweise
in Salzform einzusetzen. Solche Salze können bei Bedarf dadurch erhalten werden, dass
man nach beendeter Umsetzung der Komponenten (a) und (b) die erhaltenen Umsetzungsprodukte
durch Zugabe u. a. eines Alkylamins oder Alkanolamins mit insgesamt höchstens 6 Kohlenstoffatomen,
z. B. Trimethylamin, Triäthylamin, Monoäthanolamin, Diäthanolamin, vor allem durch
Zugabe von Ammoniak oder eines Alkalimetallhydroxides, beispielsweise Kalium- oder
vor allem Natriumhydroxid, in der Regel in wässrigem Medium bei Raumtemperatur (etwa
15 bis etwa 25 °C) in die entsprechenden Salze gegebenenfalls mindestens teilweise
überführt. Zweckmässigerweise wird ein Alkalimetallhydroxid, z. B. Kalium- oder vor
allem Natriumhydroxyd oder insbesondere Ammoniak in der Regel in Form ihrer verdünnten,
etwa 1 bis 10 gewichtsprozentigen, wässrigen Lösung verwendet. Zweckmässig wird in
der Regel höchstens 2 Mol, vor allem höchstens 1 Mol, vorzugsweise 0,1 bis 0,9, insbesondere
0,1 bis 0,7 Mol Ammoniak oder Alkalihydroxyd pro vorhandene Gruppierung der Formel

der Umsetzungsprodukte der Formel (12) oder (13) eingesetzt. Die somit als Salze vorliegenden
Umsetzungsprodukte entsprechen der Formel (12) oder (13), wobei die aciden Gruppierungen
mindestens teilweise in die entsprechenden Anionen

übergeführt werden, deren negative ladung
S durch die entsprechenden Amin-, Ammonium- oder Alkalimetall-Kationen neutralisiert
wird.
[0033] - Im erfindungsgemässen Papierleimungsverfahren wird neben dem an sich neuen, vorstehend
beschriebenen, anionischen oder aciden Leimungsmittel (A) stets ein polymeres, kationisches
Retentionsmittel (B) eingesetzt, welches in der Regel ein Molekulargewicht von mindestens
1 000, vor allem mindestens etwa 2 500, vorzugsweise etwa 2 000 bis etwa 2 000 000,
insbesondere etwa 5 000 bis etwa 2 000 000 aufweist. Retentionsmittel mit Molekulargewichten
im Bereich von 10000 bis 100 000 sind besonders bevorzugt. Grundsätzlich kommt jedes
handelsübliche Retentionsmittel in Betracht für einen Einsatz im erfindungsgemässen
Verfahren.
[0034] Als Beispiele herkömmlicher Retentionsmittel (B), die sich besonders gut dazu eignen,
zusammen mit dem Leimungsmittel (A) im erfindungsgemässen Papierleimungsverfahren
eingesetzt zu werden, seien Polyalkylenimine, Epihalogenhydrin-Addukte von Umsetzungsprodukten
aus Polyalkylenpolyami-
. nen und aus aliphatischen Dicarbonsäuren oder von Umsetzungsprodukten aus Polyalkylenpolyaminen,
aus Dicyandiamid und gegebenenfalls aus unveresterten oder mit Alkanolen veresterten,
organischen Dicarbonsäuren. Umsetzungsprodukte aus Dicyandiamid, aus Formaldehyd,
aus Ammoniumsalzen starker anorganischen Säuren und aus Alkylendiaminen oder Polyalkylenpolyaminen,
kationisch modifizierte Stärken oder Kohlenhydrate aus Johannisbrot- oder Guarkernmehl,
Copolymerisate auf Basis von Polyamid-Aminen und Umsetzungsprodukte aus Epihalogenhydrinen
und aus polymerisierten Diallylaminen erwähnt.
[0035] Bevorzugte Epichlorhydrin-Addukte von Umsetzungsprodukten aus Polyalkylenpolyaminen
und aliphatischen Dicarbonsäuren sind r. B. in der britischen Patentschrift 865 727,
Epichlorhydrin-Addukte aus Umsetzungsprodukten aus Dicyandiamid und Diäthylentriamin
oder Triäthylentetramin z. B. in der deutschen Offenlegungsschrift 2710061 und in
der britischen Patentschrift 1 125486, Epichlorhydrin-Addukte von Umsetzungsprodukten
aus Diäthylentriamin, Dicyandiamid und unveresterten oder vorzugsweise mit Niederalkanolen
veresterten Dicarbonsäuren, insbesondere Dimethyladipat, z. B. in der britischen Patentschrift
1 125 486 und Umsetzungsprodukte aus Dicyandiamid, Formaldehyd, Ammoniumsalzen starker
organischer Säuren und aus Aethylendiamin oder Triäthyientetramin z. B. in der US
Patentschrift 3491 064 beschrieben. Bevorzugte kationisch modifizierte Stärken und
Kohlenhydrate aus Johannisbrot- oder Guarkernmehl sind Alkylenoxyd-Addukte dieser
Stärken oder Kohlenhydrate, wobei das eingesetzte Alkylenoxyd 2 oder 3 Kohlenstoffatome
im Alkylenrest und quaternäre Ammoniumgruppen aufweist. Copolymerisate auf Basis von
Polyamid-Aminen weisen Molekulargewichte von 10
3 bis 10
5, vorzugsweise 10
3 bis 10° auf und sind z. B. aus aliphatischen, gesättigten Dicarbonsäuren mit 2 bis
10, vorzugsweise 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Adipinsäure, und Polyalkylenpolyaminen,
z. B. Polypropylen- und Polyäthylenpolyamin, insbesondere Dimethylaminohydroxypropyl-diäthylentriamin,
erhältlich. Sie sind z. B. in CTFA Cosmetic Ingredient Dictionary, 3. Auflage 1982,
der Cosmetic Toiletry and Fragrance Association beschrieben. Umsetzungsprodukte aus
Epihalogenhydrinen und polymerisierten Diallylaminen weisen bevorzugt Molekulargewichte
von 1 000 bis 2 000 auf und sind z. B. in den US-Patentschriften 3 700 623 und 4 279
794 beschrieben.
[0036] Als Retentionsmittel (B), die zur Verwendung zusammen mit den Leimungsmitteln (A)
im erfindungsgemässen Papierleimungsverfahren im Vordergrund des Interesses stehen,
sei eine mit einem quaternäre Ammoniumgruppen enthaltenden Propylenoxyd modifizierte
Mais- oder Kartoffelstärke, deren 25 %ige Anschlämmung in destilliertem Wasser bei
20 °C einen pH-Wert von 4,2 bis 4,6 aufweist, ein Polyäthylenimin, das ein Molekulargewicht
von 10000 bis 100000 aufweist, ein Epichlorhydrin-Addükt eines Umsetzungsproduktes
aus Triäthylentetramin und Dicyandiamid, ein Epichlorhydrin-Addukt eines Umsetzungsproduktes
aus Diäthylentriamin, Dicyandiamid und Dimethyladipat, ein Umsetzungsprodukt aus Dicyandiamid,
Formaldehyd, Ammoniumchlorid und Aethylendiamin, ein Epichlorhydrin-Addukt eines Poly-N-Methyldiallylamins
und ein Copolymerisat aus Adipinsäure und Dimethylamino-hydroxypropyldiäthylentriamin
genannt.
[0037] Verfahrensgemäss werden in der Regel 0,02 bis 3, vorzugsweise 0,1 bis 3, insbesondere
0,2 bis 0,8 Gewichtsprozent des Leimungsmittels (A) und 0,02 bis 3, vorzugsweise 0,1
bis 3, insbesondere 0,2 bis 0,4 Gewichtsprozent des Retentionsmittels (B), bezogen
jeweils auf Trockensubstanz an (A) und (B) und auf den Feststoffgehalt der Faserstoffsuspension,
eingesetzt. 0,02 bis weniger als 0,1 Gewichtsprozent des Leimungsmittels (A) und des
Retentionsmittels (B) reichen nur für das sogenannte « Size press control • , das
mit konventionellen Leimungstests nicht erfassbar ist (vgl. z. B. Artikel « Control
and understanding of size press pickup von D. R. Dill in der Zeitschrift TAPPI (Proceedings
of the Technical Association of the Pulp and Paper Industry), Band 57, Nr. 1 vom Januar
1974, Seiten 97 bis 100).
[0038] Die Faserstoffsuspension, zu welcher die Leimungsmittel (A) und die Retentionsmittel
(B) gegeben werden, weist in der Regel einen Feststoffgehalt von 0,1 bis 5, vorzugsweise
0,3 bis 3, insbesondere 0,3 bis 1 Gewichtsprozent und einen Schopper-Riegler-Mahlgrad
von 20 bis 60°, vorzugsweise 20 bis 45°, insbesondere 25 bis 35° auf. Sie enthält
in der Regel Zellstoff, insbesondere solchen aus Nadelholz, z. B. Kiefernholz, oder
aus Hartholz, d. h. Laubholz z. B. Buchenholz, der nach herkömmlichen Verfahren, z.
B. dem Sulfit- oder vor allem dem Sulfatverfahren hergestellt wird. Zudem enthält
die Faserstoffsuspension gegebenenfalls Holzschliff. Auch alaunhaltiges Altpapier
kann in der Faserstoffsuspension enthalten sein. Auch Zellstoffsuspensionen, die nach
dem sogenannten CMP- oder CTMP-Verfahren (Chemimechanical und chemithermomechanical
pulping processes, vgl. z. B. Artikel « Developments in refiner mechanical pulping
von S. A. Collicutt und Mitarbeitern in TAPPI, Band 64, Nr. 6 von Juni 1981, Seiten
57 bis 61) kommen in Betracht.
[0039] Die Faserstoffsuspension kann zudem organische oder mineralische Füllmittel enthalten.
Als organische Füllmittel kommen u. a. synthetische Pigmente, z. B. Polykondensationsprodukte
aus Harnstoff oder Melamin und Formaldehyd mit grossen spezifischen Oberflächen, die
in hochdisperser Form vorliegen und u. a. in den britischen Patentschriften 1 043
937 und 1 318 244 beschrieben sind, als mineralische Füllmittel u. a. Montmorillonit,
Titandioxyd, Calciumsulfat und vor allem Talk, Kaolin und/oder Kreide (Calciumcarbonat)
in Betracht. In der Regel enthält die Faserstoffsuspension 0 bis 40, vorzugsweise
5 bis 25, insbesondere 15 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf den Feststoffgehalt
der Faserstoffsuspension, an Trokkensubstanz der Füllmittel der angegebenen Art.
[0040] Der pH-Wert der Faserstoffsuspension kann in einem weiten Bereich liegen, wobei z.
B. Werte von 3,5 bis etwa 10 vorliegen können.
[0041] Bei Zusatz von z. B. Calciumcarbonat werden alkalische Faserstoffsuspensionen mit
einem pH-Wert von etwa 7 bis etwa 9, vorzugsweise 7,5 bis 8,5 erhalten. Saure Faserstoffsuspensionen
mit einem pH-Wert von 3,5 bis 7, vorzugsweise 5 bis 7, insbesondere 5 bis 6, können
in Abwesenheit von Calciumcarbonat durch Zugabe von Säuren, z. B. Schwefel- oder Ameisensäure
oder vor allem von z. B. latent sauren Sulfaten, wie-Aluminiumsulfat (Alaun), erhalten
werden.
[0042] Faserstoffsuspensionen, die kein Füllmittel enthalten, können in einem breiten pH-Bereich
von z. B. 3,5 bis 10 vorliegen. Bevorzugt sind Faserstoffsuspensionen, die gegebenenfalls
durch Zusatz von Kreide einen pH-Wert von etwa 7 bis etwa 9 aufweisen und insofern
vorteilhaft sind, dass mögliche Korrosionserscheinungen an den empfindlichen Papiermaschinen
ausgeschlossen werden.
[0043] Die Faserstoffsuspension kann auch Additive enthalten, wie z. B. Stärke oder ihre
Abbauprodukte. welche die Faser/Faser- oder Faser/Füllmittel-Bindung erhöhen.
[0044] Auch hochmolekulare Polymere der Acrylsäurereihe, z. B. Polyacrylamide, mit Molekulargewichten
über 1'000'000 können zu den Faserstoffsuspensionen als Hilfsmittel zum Zurückhalten
feinster Zellstoffaserteilchen gegeben werden, wobei minimale Einsatzmengen von etwa
0,005 bis 0,02 Gewichtsprozent, bezogen auf Trockensubstanz des Hochpolymers und den
Feststoffgehalt der Faserstoffsuspensionen, genügend sind.
[0045] Die Faserstoffsuspension wird im erfindungsgemässen Verfahren auf an sich bekannte
Weise auf Blattbildnern oder vorzugsweise kontinuierlich auf Papiermaschinen üblicher
Bauart zu Papier oder Karton weiterverarbeitet. Nach einer Trocknung bei etwa 100
bis 140°C während etwa 0,5 bis 10 Minuten werden Papiere eines variablen Flächengewichtes
von z. B. 50 bis 200 g/m
2 erhalten.
[0046] Wie eingangs erwähnt, enthält die wässrige Zusammensetzung zur Durchführung des erfindungsgemässen
Papierleimungsverfahrens neben fakultativen üblichen Zusätzen das Leimungsmittel (A),
sofern das Leimungsmittel (A) und das Retentionsmittel (B) separat zur Faserstoffsuspension
gegeben werden. In diesem Falle enthält die Zubereitung das Leimungsmittel vorzugsweise
teilweise in Form seiner Salze (erhalten unter Mitverwendung von z. B. Ammoniak, eines
Alkyl- oder Alkanolamins oder eines Alkalimetallhydroxydes der angegebenen Art in
den vorstehend angegebenen Verhältnissen). Im allgemeinen enthalten solche Zusammensetzungen
5 bis 30, vorzugsweise 5 bis 20 Gewichtsprozent an Trockensubstanz des teilweise in
Salzform vorliegenden Leimungsmittels, bezogen auf das Gewicht der wässrigen Zusammensetzung.
[0047] Hingegen enthält die wässrige Zusammensetzung neben den fakultativen, üblichen Zusätzen,
sofern das Leimungsmittel (A) und das Retentionsmittel (B) gleichzeitig zur Faserstoffsuspension
gegeben werden,
(A) 2 bis 40, vorzugsweise 5 bis 30, insbesondere 5 bis 10 Gewichtsprozent Leimungsmittel
(berechnet als Trockensubstanz), bezogen auf das Gewicht der wässrigen Zusammensetzung,
(B) 0,1 bis 20, vorzugsweise 0,5 bis 10, insbesondere 3 bis 8 Gewichtsprozent Retentionsmittel
(berechnet als Trockensubstanz), bezogen auf die wässrige Zusammensetzung.
[0048] Die wässrigen Zusammensetzungen der angegebenen Art enthalten gegebenenfalls als
übliche Zusätze oberflächenaktive Verbindungen, z. B. Dispergatoren oder ferner Emulgatoren
und/oder wasserlösliche, organische Lösungsmittel. Als Dispergatoren und Emulgatoren
kommen z. B. herkömmliche Ligninsulphonate, Aethylenoxydaddukte von Alkylphenolen,
Fettaminen, Fettalkoholen oder Fettsäuren, Fettsäureester mehrwertiger Alkohole, substituierte
Benzimidazole oder Kondensationsprodukte aus aromatischen Sulfonsäuren und Formaldehyd
in Betracht. Weitere oberflächenaktive Verbindungen sind vorzugsweise die anionischen
Tenside, insbesondere Sulfattenside, z. B. Diäthanolaminlaurylsulfat oder äthoxylierte
Laurytsutfate. Mögliche wasserlösliche, organische Lösungsmittel sind aliphatische
Aether mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, z. B. Dioxan, Methylenglykol-n-butyläther oder
Diäthylenglykolmonobutyläther oder Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, z. B. lsopropanol,
Aethanol oder Methanol.
[0049] Die Zusammensetzungen werden auf übliche Weise hergestellt, indem man das Leimungsmittel
(A) zusammen mit dem Retentionsmittel (B) oder das Leimungsmittel (A) z. B. teilweise
in Form seines Salzes für sich allein entweder in geschmolzenem Zustand oder vorzugsweise
in festem Zustand, insbesondere in pulverisierter Form, in der Regel in Gegenwart
von Glasperlen und nötigenfalls von Emulgatoren (bei Leimungsmittel in geschmolzenem
Zustand) oder Dispergatoren (bei Leimungsmittel in Pulverform) bei höchstens 90 °C,
vorzugsweise etwa 50 bis 85 °C bei Emulsionen, insbesondere bei etwa 15 bis 25 °C
bei Dispersionen, verrührt, wobei lagerstabile, homogene Emulsionen oder vorzugsweise
Dispersionen erhalten werden. Da die Leimungsmittel zusammen mit den Retentionsmitteln
oder die teilweise als Salze vorliegenden Leimungsmittel in der Regel selbst-dispergierend
oder selbst-emulgierend sind, ist der Einsatz von Dispergatoren oder Emulgatoren im
allgemeinen nicht erforderlich. Dies gilt auch für den fakultativen Zusatz von Lösungsmitteln
und/oder Tensiden, die nur bei ungenügender Lagerstabilität der Dispersionen oder
Emulsionen eingesetzt werden.
[0050] Als Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens sei erwähnt, dass Faserstoffsuspensionen
der verschiedensten Art mit relativ kleinen Mengen an Leimungs- und Retentionsmittel
auf einfache Art und Weise zu Papier verarbeitet werden können, welches gute Leimungseigenschaften
(Tintenschwimmdauer und vor allem Wasseraufnahme nach Cobb) aufweist. Das verfahrensgemäss
geleimte Papier weist gute mechanische Eigenschaften d. h. gute Festigkeiten, insbesondere
eine gute Reissfestigkeit auf. Eine gute Reproduzierbarkeit des Verfahrens ist gewährleistet.
Insbesondere können holzschliffhaltige oder altpapierhaltige Faserstoffsuspensionen
verarbeitet werden. Auch die Kompatibilität des erfindungsgemäss verwendeten Leimungsmittels
mit den verschiedensten Füllmitteln und auch deren Zusätze, wie z. B. Kaolin oder
Alaunen in saurem Bereich der Faserstoffsuspensionen, ist vorteilhaft. Die Leimungsmittel
weisen ebenfalls eine vorteilhafte Kompatibilität mit optischen Aufhellern auf. Zudem
wird der Weissgrad des geleimten Papiers durch die Leimung nicht wesentlich beeinflusst
und kann sogar u. U. verbessert werden. Vor allem ist die überraschend hohe Lagerstabilität
der Leimungsmitteldispersionen der angegebenen Art von grossem Vorteil. Diese vorteilhafte
Lagerstabilität trifft sowohl für Dispersionen von Leimungsmitteln (A) für sich allein
als auch für Dispersionen von Mischungen von Leimungsmitteln (A) und Retentionsmitteln
(B) zu. Sie ist insbesondere wesentlich besser für Dispersionen von Umsetzungsprodukten
aus den Komponenten (a) und (b) als Leimungsmittel (A) oder deren Gemische mit Retentionsmitteln
(B) als für Dispersionen der Komponente (a) für sich allein oder deren Gemische mit
Retentionsmitteln (B).
[0051] Die in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen angegebenen Teile und Prozente beziehen
sich auf das Gewicht.
Herstellungsbeispiele
Beispiel 1
[0052] 75 Teile (0,15 Mol) des Dimers aus den Ketenen der Formeln

und

werden in 300 Teilen Chloroform gelöst. Innerhalb von 5 Minuten werden 5,2 Teile (0,05
Mol) Diäthylentriamin zur Ketendimerlösung gegeben, wobei sich die Rückflusstemperatur
von ca. 62 °C des Reaktionsgemisches von selbst einstellt. Anschliessend wird das
Reaktionsgemisch während 2,5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Entfernen
des Chloroforms unter vermindertem Druck erhält man als Destillationsrückstand 80,2
Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q=13 und q'=16 oderq=14 und q'=15
[0053] Zu Analysenzwecken wird das rohe Umsetzungsprodukt aus Aethanol umkristallisiert.
Das umkristallisierte Produkt liegt als kristallines, farbloses Pulver vor. Es ist
aufgrund der Ergebnisse des Infrarotspektrums und des Flüssig-Chromatogramms frei
von nicht umgesetztem Ketendimer.
Schmelzpunkt : 70-75 °C.
Elementaranalyse :

Beispiel 2
[0054] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 51 Teile (0,1 Mol) des Dimers
aus den Ketenen der Formel (16) und (17) und 3,6 Teile (0,025 Mol) Triäthylentetramin
ein. Man erhält 54,6 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0055]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0056] Das umkristallisierte Produkt liegt ebenfalls als kristallines, farbloses Pulver
vor, das frei ist von nicht umgesetztem Ketendimer.
Schmelzpunkt : 56-61 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 3
[0057] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 35,4 Teile (0,07 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,7 Teile (0,014 Mol) Tetraäthylenpentamin
ein. Man erhält 38,1 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0058] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 49-55 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 4
[0059] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 35.4 Teile (0,07 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,8 Teile (0,012 Mol) Pentaäthylenhexamin
ein. Man erhält 38,2 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0060]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0061] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 49-51 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 5
[0062] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 1,5 Teile (0.025 Mol) 1,2-Diaminoäthan
ein. Man erhält 26,8 Teile (100% der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0063] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 110-113°C
Elementaranalyse :

Beispiel 6
[0064] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 1,8 Teile (0,025 Mol) 1,3-Diaminopropan
ein. Man erhält 27,1 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0065]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0066] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt: 89-91 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 7
[0067] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 35.4 Teile (0,07 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 4,1 Teile (0,035 Mol) 1,6-Diaminohexan
ein. Man erhält 39,5 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0068] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Dam umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 96-98 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 8
[0069] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,2 Teile (0,017 Mol) Bis(3-aminopropyt)-amin
ein. Man erhält 27,5 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0070]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0071] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 68-70 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 9
[0072] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,2 Teile (0,013 Mol) 1,2-Bis(3-aminopropylamino)-äthan
ein. Man erhält 27,5 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0073]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0074] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 52-55 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 10
[0075] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formel (16) und (17) und 8,2 Teile (ca. 0,025 Mol) eines
technischen Gemisches aus N-(3-Aminopropyl)-hexadecyl-, heptadecyl- und octadecyl-amin
ein. Man erhält 33,5 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktgemisches
der Formel
q und q' wie in Formel (18) angegeben.
Q1 = Gemisch aus C16-, C17- und C18-Alkyl.
[0076] Das Rohproduktgemisch wird aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte Produktgemisch
liegt als gelbliches Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem Ketendimer.
Schmelzpunkt : 69-72 °C.
Beispiel 11
[0077] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25.3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formel (16) und (17) und 10,9 Teile (ca. 0,025 Mol) eines
technischen Gemisches aus N-(3-Aminopropyl)-eicosyl- und -docosylamin ein. Man erhält
36,2 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktgemisches der Formel
q und q' wie in Formel (18) angegeben.
Q2 = Gemisch aus C20- und C22-Alkyl.
[0078] Das Rohproduktgemisch wird aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte Produktgemisch
liegt als gelbliches Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem Ketendimer.
[0079]
Schmelzpunkt : 48-52 °C.
Beispiel 12 -
[0080] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,7 Teile (0,025 Mol) 1,3-Diaminobenzol
ein. Man erhält 28,0 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0081]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0082] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 52-55 °C,
Elementaranalyse :

Beispiel 13
[0083] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 35,4 Teile (0,07 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 4,8 Teile (0,035 Mol) a,a'-Diamino-m-xylol
ein. Man erhält 40,2 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0084] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Dioxan umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 105-108 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 14
[0085] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formel (16) und (17) und 5,0 Teile (0,025 Mol) 4,4'-Diamino-diphenyläther
ein. Man erhält 30,3 Teile- (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der
Formel
[0086]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0087] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Aceton umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt ist schwach gelblich. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem Ketendimer.
Schmelzpunkt: 105-108 °C
Elementaranalyse :

Beispiel 15
[0088] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,3 Teile (0,025 Mol) 1,3-Diamino-2-propanol
ein. Man erhält 27,6 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0089]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0090] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Dioxan umkristallisiert. Das umkristallisierte
Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei von nicht umgesetztem
Ketendimer.
Schmelzpunkt : 98-100 °C.
Elementaranalyse :

Beispiel 16
[0091] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 1,8 Teile (0,025 Mol) 1,2-Diaminopropan
ein. Man erhält 27,1 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel
[0092]

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0093] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Essigsäureäthylester umkristallisiert.
Das umkristallisierte Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei
von nicht umgesetztem Ketendimer.
[0094]
Schmelzpunkt : 98-100 °C.
Elementaranalyse :

Beispiel 17
[0095] Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben, setzt jedoch 25,3 Teile (0,05 Mol) des
Dimers aus den Ketenen der Formeln (16) und (17) und 2,9 Teile (0,025 Mol) 1,4-Diaminocyclohexan
ein. Man erhält 28,2 Teile (100 % der Theorie) des rohen Umsetzungsproduktes der Formel

q und q' wie in Formel (18) angegeben.
[0096] Das Rohprodukt wird zu Analysenzwecken aus Essigsäureäthylester umkristallisiert.
Das umkristallisierte Produkt liegt als farbloses Pulver vor. Es ist ebenfalls frei
von nicht umgesetztem Ketendimer.
Schmelzpunkt: 120-125 °C
Elementaranalyse :

Applikationsbeispiele
Beispiele 18 und 19
[0097] Eine Faserstoffsuspension aus gebleichtem Birkensulfatzelistoff und Kiefernsulfatzellstoff
im Gewichtsverhältnis 1:1 in Wasser von 10° dH (deutsche Härtegrade), die ein Schopper-Riegler
Mahlgrad von 35° und einen Feststoffgehalt von 0,5% aufweist, wird mit 20% Kreide
als Füllmittel und hierauf mit 0,01 % PERCOL 292
8 (kationisches, hochmolekulares (> 1 . 107) Polyacrylamid) als Hilfsmittel zum Zurückhalten
feinster Zellstofffaserteilchen versetzt, wobei sich der in der nachfolgenden Tabelle
I angegebene pH-Wert der Faserstoffsuspension einstellt. Die Prozentangaben beziehen
sich auf Trockensubstanz an Hilfs- und Füllmittel, bezogen auf den Feststoffgehalt
der Faserstoffsuspension.
[0098] Formulierungen des Leimungsmittels werden hergestellt, indem jeweils 7 % der angegebenen
Umsetzungsprodukte als Rohprodukt in Pulverform als Leimungsmittel mit jeweils 3,5
% POLYMIN P
® (Polyäthylenimin eines Molekulargewichts von 10000 bis 100000) als Retentionsmittel
in Gegenwart von entionisiertem Wasser und von Glasperlen mit einem Durchmesser von
2 mm verrührt werden. Die erhaltenen Dispersionen sind homogen, giessbar und lagerstabil.
Die Prozentangaben beziehen sich auf die Trockensubstanz an Leimungs- und Retentionsmittel,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung.
[0099] Nun wird die wässrige Formulierung des Leimungsmittels und des Retentionsmittels
der Faserstoffsuspension so zugegeben, dass eine Einsatzmenge von 0,5 % an Trockensubstanz
des Leimungsmittels, bezogen auf den Feststoffgehalt der Faserstoffsuspension, entsteht.
Anschliessend wird die Faserstoffsuspension in einem Labor-Blattbildner zu Papierblättern
verarbeitet, die nach einer ersten Trocknung bei 130 °C während 3 Minuten ein Flächengewicht
von 80 g/m
2 aufweisen. Das so erhaltene Papierblatt wird einer zusätzlichen Wärmebehandlung bei
140 °C während 3 Minuten unterworfen.
[0100] Beide Oberflächen der erhaltenen Papierblätter, d. h. die auf der Siebseite des Blattbildners
erhaltene Oberfläche und die Gegen- oder Oberseite werden auf ihre Leimungseigenschaften
geprüft. Zu diesem Zweck wird die Wasseraufnahme nach Cobb bei 30 Sekunden Einwirkungsdauer
(WA Cobb
30) gemäss DIN 53 132 gemessen. Die Ergebnisse der WA Cobb
30-Messungen in g/m
2 der Siebseite (SS) und Oberseite (OS) vor und nach der Wärmebehandlung bei 140 °C
und vor und nach einer Lagerung von einem Tag bei 20 °C sind in der nachfolgenden
Tabelle I angegeben. Je geringer die Wasseraufnahme, desto besser ist die Leimung
des Papiers. WA Cobb
30 Werte über 100 entsprechen einer völlig unbefriedigenden Leimung des Papiers.
(Siehe Tabelle I Seite 17 f.)
Beispiele 20 und 21
[0101] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in den Formulierungen
jeweils die in der nachfolgenden Tabelle II angegebenen Umsetzungsprodukte als Leimungsmittel
ein.
[0102] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle II zusammengestellt.
(Siehe Tabelle II Seite 18 f.)
Beispiele 22 bis 24
[0103]

[0104] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in den Formulierungen
jeweils die in der nachfolgenden Tabelle 111 angegebenen Umsetzungsprodukte als Leimungsmittel
ein.
[0105] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle III zusammengestellt.
(Siehe Tabelle III Seite 20 f.)
Beispiele 25 und 26
[0106] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in den Formulierungen
jeweils die in der nachfolgenden Tabelle IV angegebenen Umsetzungsprodukte als Leimungsmittel
ein.
[0107] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle IV zusammengestellt.
(Siehe Tabelle IV Seite 21 f.)
Beispiel 27
[0108] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in der Formulierung
das in der nachfolgenden Tabelle V angegebene Umsetzungsprodukt als Leimungsmittel.
[0109] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle V zusammengestellt.
(Siehe Tabelle V Seite 22 f.)
Beispiele 28 und 29
[0110] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in den Formulierungen
jeweils die in der nachfolgenden Tabelle VI angegebenen Umsetzungsprodukte als Leimungsmittel
ein.
[0111] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle VI zusammengestellt.

Beispiel 30
[0112] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch die nachfolgende
Formulierung des Leimungsmittels, das in Gegenwart von Wasser in geschmolzenem Zustand
bei 80 °C emulgiert wird :
7 % Umsetzungsprodukt gemäss Beispiel 11 als Leimungsmittel
3,5 % POLYMIN P* als Retentionsmittel
0,7 % Sorbitan-Monostearat als Oel-in-Wasser Emulgator
0,7% eines Adduktes aus Aethylenoxyd und Sorbitan-monostearat als Wasser-in-Oel Emulgator.
Diese Formulierung ist homogen und lagerstabil.
Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle VII zusammengestellt.
(Siehe Tabelle VII Seite 23 f.)
Beispiele 31 und 34
[0114] Man verfährt wie in Beispielen 18 und 19 angegeben, setzt jedoch in den Formulierungen
jeweils die in der nachfolgenden Tabelle VIII angegebenen Umsetzungsprodukte als Leimungsmittel
ein.
[0115] Die Leimungsergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle VIII zusammengestellt.
[0116]
